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aus.gif (2377 Byte) Sendungen mit naturwissenschaftlichen Inhalt
Samstag, 19.05.2012
14:00 - 14:15, arte
Mit offenen Karten

Meeresböden bedecken den weitaus größten Teil der Erdoberfläche, doch diese Weiten sind kaum erforscht. Dank technischer und wissenschaftlicher Fortschritte können jetzt die biologischen und mineralischen Ressourcen der Tiefsee ergründet werden. 'Mit offenen Karten' lädt zu einem Tauchgang in die Tiefen des Meeres ein, um ihren Reichtum, aber auch ihr fragiles Gleichgewicht aus der Nähe zu betrachten.

19:00 - 19:45, B3
Mount St. Helens

Es war die größte Naturkatastrophe der Neuzeit, als im Mai 1980 der Vulkan Mount St. Helens im US-Bundesstaat Washington ausbrach. Binnen weniger Minuten verlor der Berg 400 Meter seines Gipfels, die Schutt- und Aschemassen verwüsteten ein Gebiet von der Größe Hamburgs. Zwei Jahre lang begleitete ein Filmteam mit den Regisseuren Jörg Daniel Hissen und Heinz Leger die Arbeit der Wissenschafter, die die Wiederkehr des Lebens am Mount St. Helens erforschen.

Bei der größten Naturkatastrophe der Neuzeit auf US-Boden starben 57 Menschen.

mount.jpg (46978 Byte)

21:45 - 22:30, Phoenix
Katastrophen der Raumfahrt

Beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre brach die Raumfähre 'Columbia' am 1.2.2003 auseinander. Alle sieben Astronauten starben. Guido Knoop gedenkt der tragischen Katastrophen der Raumfahrt.

Sonntag, 20.05.2012
15:30 - 16:00, 3SAT
Erdrutsch - Die unterschätzte Gefahr

Die Erdrutsch-Katastrophen in Nachterstedt und Köln im Jahr 2009 haben die Bevölkerung stark verunsichert. Beide Male sackte scheinbar ohne Vorzeichen der Boden weg. Es kam zu gewaltigen Schäden, Menschen verloren ihr Leben. Betroffene, Gutachter und Forscher suchen nach Erklärungen - und nach Methoden, um derartige Unfälle in Zukunft zu verhindern. In einem sind sich die Experten einig: In Europa steigt die Zahl der Erdrutschschäden. Vermehrte Bebauung in Berg- und Hangregionen, intensive Bergbau- und Tunnelarbeiten sowie steigende Niederschläge führen dazu, dass die Erdrutschgefahr zunimmt. Infrastruktur und Menschen sind in zahlreichen Regionen bedroht. Rutschgefahr muss noch schneller erkannt und effektive Schutz- und Frühwarnsysteme müssen entwickelt werden. 'hitec: Erdrutsch - Die unterschätzte Gefahr' berichtet über die Untersuchungen in Nachterstedt und Köln und begleitet Wissenschaftler in Deutschland, der Schweiz und Italien bei ihren Versuchen, Erdrutsche besser zu verstehen.

18:30 - 19:00, ZDF
Terra Xpress

Entdeckung am Kölner Dom: Forscher haben auf Messgeräten gesehen, dass sich der Dom unmerklich bewegt hat, und zwar genau am Tag des schweren Erdbebens in Japan im März 2011.'Terra Xpress' zeigt, warum Erdbeben dermaßen weit entfernte Auswirkungen haben können. Das schlafende Eifel-Monster: Unter dem Laacher See in der Eifel ist es heißer als anderswo in Mitteleuropa. Forscher weisen darauf hin, dass in der Tiefe ein Supervulkan noch immer aktiv ist. Der letzte Ausbruch vor zirka 13 000 Jahren war um einiges gewaltiger und zerstörerischer als der des Vesuvs, der Pompeji komplett vernichtete. 'Terra Xpress' zeigt, womit zu rechnen ist, falls der Supervulkan in der Eifel ausbrechen sollte, und zeigt, dass dann gar nicht rechtzeitig gewarnt werden könnte. Denn in den offiziellen Katastrophenplänen wurde zwar an Ereignisse wie einen Meteoriteneinschlag gedacht, nicht aber an einen Vulkan in der Eifel. Riskante Gasförderung in Deutschland: Immer häufiger gab es in letzter Zeit in Deutschland Erdbeben, die stärker waren als bis dahin bekannt. Experten fordern, die Stufe für erdbebensicheres Bauen heraufzusetzen. Hinzu kommen hausgemachte Erdbeben, verursacht durch Erdwärmebohrungen und die vermehrte Suche nach Gasvorkommen. 'Terra Xpress' untersucht, welche Erdbeben solche Bohrungen tatsächlich auslösen können.

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19:30 - 20:15, ZDF
Deutschlands Supergrabungen

Aus der Reihe 'Terra X'. An über 2000 Orten wird in Deutschland gebuddelt, vermessen und freigelegt. Der Berliner Landesarchäologe Prof. Matthias Wemhoff folgt den spektakulärsten Entdeckungen.

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Montag, 21.05.2012
03:20 - 04:15, Phoenix
Tage, die die Welt bewegten

Seine Erkenntnis, dass sich die Erde um die Sonne dreht und nicht umgekehrt, widersprach der Meinung der katholischen Kirche. Galileo Galilei wurde deshalb 1632 von der Inquisition verurteilt. Im 17. Jahrhundert war die Welt für sein Wissen noch nicht bereit, erst 1992 wurde der italienische Physiker, Mathematiker, Philosoph und Astronom vom Vatikan rehabilitiert. Juri Gagarin, der erste Kosmonaut der Sowjetunion, war am 12. April 1961 als erster Mensch in seiner Raumkapsel 'Wostok 1' im Weltall. Dabei umrundete er erstmals in 108 Minuten die Erde.

04:15 - 05:05, Phoenix
Tage, die die Welt bewegten

Guglielmo Marconi gilt als Pionier der drahtlosen Kommunikation. Am 12. Dezember 1901 gelang ihm nach 62 Tagen erfolgloser Versuche die erste transatlantische Funkübertragung. Am 29. November 1962 unterzeichneten die Regierungen Großbritanniens und Frankreichs den Vertrag über Entwicklung und Bau eines Überschall-Verkehrsflugzeuges. Sieben Jahre später, am 3. Oktober 1969, gelang der erste Überschallflug.

05:05 - 05:55, Phoenix
Tage, die die Welt bewegten

Am 2.12.1942 begann in einem Squash-Court in Chikago das Atomzeitalter. Einem Team um den Physiker Enrico Fermi gelang die erste kontrollierte Kettenreaktion, Grundlage für die ebenso nützliche wie gefährliche Atomkraft. Am 26.4.1986 war im Werk von Tschernobyl ein Routinetest geplant. Ein Fehler eines Technikers führte zur bis dahin schlimmsten Atomkatastrophe.

16:30 - 17:15, arte
Alte Gene für neue Äpfel

Im Hochgebirge Tian Shan in Kasachstan wuchsen vor 165 Millionen Jahren vermutlich die ersten Apfelbäume der Erde. Ist dies die Heimat des Apfels aus dem Garten Eden? Es ist auf jeden Fall die Heimat des Asiatischen Wildapfels 'Malus sieversii'. Der dichte Wälder bildende Apfelbaum kann über 30 Meter hoch und etwa 300 Jahre alt werden. Die Äpfel gibt es in verschiedenen Variationen, darunter äußerst schmackhafte. Und diese Äpfel haben einen großen Vorteil verglichen mit anderen Apfelsorten. Sie zeichnen sich durch eine außergewöhnliche Resistenz gegen Krankheiten aus, besonders gegen die am meisten verbreitete aller Apfelbaumkrankheiten, den Schorf. Was ist das Geheimnis iher Widerstandskraft? Der kasachische Wissenschaftler Aymak Djangaliev hat sein ganzes Leben der Erforschung und dem Schutz des 'Malus sieversii' gewidmet. Dank seiner spannenden wissenschaftlichen und historischen Untersuchungen konnte er aufzeigen, dass der ursprüngliche Apfel eine Genkombination besaß, die im Laufe seiner Domestikation und auf der Reise von Asien nach Europa verloren gegangen ist. Darüber hinaus beschäftigt sich Djangaliev mit den Möglichkeiten, die sich aus der Entdeckung dieses Apfels ergeben. Könnte man nicht - nach dem Vorbild der in Frankreich entwickelten Apfelsorte 'Ariane' - den 'Malus sieversii' zu Kreuzungen nutzen, aus denen Bioäpfel mit natürlichem Schorfschutz hervorgehen?

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Dienstag, 22.05.2012
05:15 - 06:00, Phoenix
Tropenfieber

Schon früher zog es Forscher und Entdecker in die Tropen. Francisco de Orellana befuhr 1542 erstmals den damals völlig unbekannten Amazonas - und gab dem Strom seinen Namen nach jenen wilden Kriegerinnen, den Amazonen, die ihn und seine Männer am meisten beeindruckten. Die Anerkennung für seine Entdeckung blieb ihm versagt. Louis Antoine de Bougainville umsegelte von 1766 bis 1769 als einer der ersten Menschen den Globus. Doch weil er lediglich Tahiti und ein paar Südseeinseln als Neubesitz für die französische Krone mitbrachte, blieb auch ihm nur der inoffizielle Ruhm. Alfred Russel Wallace schließlich entdeckte von 1854 an acht Jahre lang auf den Inseln des Malayischen Archipels eine unfassbare Menge neuer Tier- und Pflanzenarten und brachte 125.000 Tierpräparate mit. Heute findet Naturforscher Marc van Roosmalen in Amazonien immer neue Tierarten und versucht, große Areale des Regenwalds mit europäischen Spendengeldern zum Reservat zu machen. 'Tropenfieber' beleuchtet die Eroberung des Amazonas.

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06:00 - 06:45, Phoenix
Tropenfieber

1766 brach Louis-Antoine de Bougainville mit seinem Schiff von Nantes aus in Richtung Süden auf. Sein Ziel: die Welt umsegeln. Zwei Jahre später entdeckte er Tahiti. Skorbut und Hunger machten die Weiterreise jedoch bald zur Tortur. Am Great Barrier Reef drehte Bougainville entnervt nach Norden ab - vielleicht hätte er sonst Australien entdeckt.

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06:45 - 07:30, Phoenix
Tropenfieber

Als sich Alfred Russel Wallace (1823 - 1913) 1854 einschiffte, um den Malaysischen Archipel und Papua-Neuguinea zu erforschen, konnte er nicht ahnen, dass er acht Jahre durchhalten würde. Der Privatgelehrte schlug sich mit dem Verkauf von Schmetterlingssammlungen und ausgestopften Orang-Utans durch. Vor allem auf Borneo bewegte sich Wallace stets im Land der gefürchteten Dayaks, der heimischen Kopfjäger. Doch Wallace arrangierte sich mit den Kriegern und spannte sie bisweilen sogar in seine Sammelwut ein. Seine bahnbrechenden Entdeckungen mündeten in den zentralen Thesen der späteren Evolutionstheorie. Wallace schrieb seine Theorien im Malaria-Fieber an den Biologen Charles Darwin. Darwin behauptete ein Jahr später, auf eigene Faust zu denselben Erkenntnissen gekommen zu sein wie Wallace: der vielleicht größte Diebstahl der Wissenschaftsgeschichte. Die dreiteilige Reihe 'Tropenfieber' berichtet von drei frühen Entdeckern, die mit ihren abenteuerlichen Reisen entscheidend zum Mythos der Tropen beigetragen haben. Teil drei erzählt die Geschichte von Alfred Russel Wallace.

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Donnerstag, 24.05.2012
05:15 - 06:00, Phoenix
Wilder Planet

Der Boden schwankt, Häuser wackeln, Menschen rennen in Panik auf die Straße - am 15.7.2008 erschüttert ein Seebeben die griechische Insel Rhodos. Im Mittelmeer, wo die afrikanische Kontinentalplatte auf die europäische stößt, ist die Erde in Bewegung, Beben und Vulkanismus sind die Folge. Als besonders brisant gilt der Vesuv am Golf von Neapel, der gefährlichste Vulkan Europas. Er ruht jahrhundertelang, bricht dann urplötzlich aus. Zuletzt 1944: 12.000 Anwohner wurden evakuiert, 26 Menschen kamen ums Leben. Auch heute noch sind die Vorhersagen der Vulkanologen zu ungenau, um eine Katastrophe zu verhindern. Die Doku stellt in Spielszenen und Computeranimationen den möglichen Ablauf nach.

Experten zufolge könnte der nächste Vesuv-Ausbruch mit Hitze und Ascheregen das Weltklima verändern.

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06:00 - 06:45, Phoenix
Die Außerirdischen - Mythos und Wahrheit

Sind wir wirklich allein in den unendlichen Weiten des Universums? Oder gibts da noch andere Wesen? 'Ja, es gibt sie, und wir werden sie finden', versichert Prof. Harald Lesch (50, 'Abenteuer Forschung'). 'Dass es im All Leben gibt, dafür sind wir Menschen doch das beste Beispiel.' - In der Doku kommen Wissenschaftler und Alien-Experten zu Wort - und Menschen, die von Erlebnissen berichten, die zu fantastischen Spekulationen einladen. Was passierte 1947 wirklich bei Roswell in New Mexico? Haben uns fremde Wesen damals bereits mit ihren UFOs besucht? Beim Astronauten Ulrich Walter (56) regt sich Skepsis: 'Wenn Außerirdische bei uns auftauchen, kann das nur einen Grund haben: Sie suchen einen neuen Planeten.' Prof. Lesch macht sich weniger Sorgen: 'Es wäre der absolute Überhammer, wenn wir eines Tages auf Außerirdische treffen würden. Ich glaube, die Erde würde für einen winzigen Moment stillstehen - vor Freude.'

Professor Harald Lesch (50) moderiert die Wissenschaftsmagazine 'Abenteuer Forschung' und 'Leschs Kosmos'.

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07:30 - 07:45, SWR
Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik

Schon früh mutmaßte man, dass das schimmernde Band am Himmel aus zahllosen Sternen bestehen müsse, die aber nicht mit dem bloßen Auge zu erkennen sind. Erst die Erfindung des Fernrohrs machte eine genauere Betrachtung möglich. Galilei gelingt es, durch den Nachbau eines holländischen Fernrohrs und mit Hilfe der Präzisionsarbeit der venezianischen Linsenschleifer, ein Fernrohr mit ausreichender Vergrößerung zu bauen. Mithilfe dieses Fernrohrs untersucht Galilei 1609 erstmals die Milchstraße. Bei seinen Beobachtungen erkennt er, dass die Sonne und nicht die Erde im Mittelpunkt des Universums steht, Kopernikus mit seinem heliozentrischen Weltbild also Recht hat. Doch die Kirche ermahnt ihn, die Lehre des Kopernikus nicht weiter zu verbreiten, und Galilei wird schließlich vor die Inquisition gezerrt um abzuschwören. Doch die Richtigkeit dieses Weltbilds lässt sich auch damit nicht verschweigen, obwohl es noch Jahrhunderte dauern soll, bis man die Größe der Milchstraße genauer erforschen kann. Erst 1923 weist Edwin Powell Hubble nach, dass es außer der Milchstraße noch weitere Galaxien gibt.

07:45 - 08:00, SWR
Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik

Isaac Newton beschäftigte sich unter anderem mit der Frage, warum der Apfel immer von oben nach unten fällt. Wer zieht ihn auf diese Weise an? Er entwickelt die Idee der Gravitation als einer universellen Kraft. Newton formuliert unter anderem drei Gesetze, die bis heute die Grundlage der physikalischen Mechanik darstellen und die Ursache für die Bewegung von Körpern beschreiben. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts galt Newtons Gravitationsgesetz als unumstößlich - erst durch Einstein erfuhr es seine Relativierung. Doch auch heute noch zählt Isaac Newton zu den bedeutendsten Wissenschaftlern der Menschheit. Er gilt dabei nicht nur als Begründer der klassischen, theoretischen Physik. Die moderne Physik hat ihm auch Grundlagen zur Akustik und der Aerodynamik zu verdanken.

17:00 - 17:45, 3SAT
Das letzte Geheimnis von Pompeji

Pompeji ist ein Wallfahrtsort für Bildungstouristen und gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Einst war Pompeji eine wohlhabende blühende Stadt. Als 79 nach Christus der Vesuv eine riesige Aschewolke über Pompeji ausspie und in Sekundenschnelle alles erstarrte, entstand eine einzigartige Momentaufnahme antiken städtischen Lebens - und eine wichtige Quelle für die Wissenschaft. Nach über 250 Jahren Ausgrabungsgeschichte birgt die Erde Pompejis immer noch große Schätze. So hat ein internationales Team von Wissenschaftlern einen Wohnkomplex mit angeschlossener Mühle und Brotfabrik ausgegraben und minutiös analysiert. Erst kürzlich kam ein antikes 'Grand Hotel' mit atemberaubend schönen Fresken ans Tageslicht. 'Das letzte Geheimnis von Pompeji' begleitet die Arbeit der Wissenschaftler.

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Freitag, 25.05.2012
15:15 - 16:00, H3
Mission Gombessa

Vor Millionen von Jahren erhob sich vor der afrikanischen Küste eine Handvoll Inseln aus dem Meer. Ungeheure Asche- und Lavamassen quollen aus dem Erdinneren. Sie formten Berge und Täler und schroffe unterseeische Landschaften. Hier, im tiefen, dunklen Meer lebt ein geheimnisvolles Wesen, das schon viel länger existiert als die Inseln selbst: der Quastenflosser! Ein Mann hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, diesen Fisch zu erforschen, es sind mittlerweile über 20 Jahre vergangen, seitdem er die Quastenflosser als Erster lebend fotografierte und filmte. Viele Rätsel konnte Hans Fricke lösen, zwei wichtige Fragen blieben aber bis heute offen: Sind die Fische, die es schon lange vor den Dinosauriern gab, wirklich die ältesten Wirbeltiere der Welt? Und wo hält sich ihr Nachwuchs versteckt? Für die Altersbestimmung wird ein toter Quastenflosser benötigt. Da sie streng unter Schutz stehen, muss die Crew tote, aber gut konservierte Quastenflosser finden. Die Suche nach dem Nachwuchs gestaltet sich noch weitaus schwieriger. Hans Fricke verfügt über ein U-Boot, das bis 400 Meter tief tauchen kann. Zu wenig, um in den vermuteten Lebensraum der Jungen vorzudringen. Aber in beiden Fällen steht das Glück auf der Seite der Quastenflosser-Experten.

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Samstag, 26.05.2012
00:45 - 01:30, Phoenix
Goldfieber

Gold! Kein anderer Stoff verkörpert so sehr den Mythos von Reichtum und Glück. Der Film erzählt die spannende Geschichte zweier Expeditionen in die 'Grüne Hölle' Papua-Neuguineas, auf der Suche nach dem glänzenden Metall.

Gold besitzt die größte Dehnbarkeit aller Metalle. Aus einem Gramm kann ein 3 km langer Faden gezogen werden.

03:30 - 04:00, Phoenix
Die Jagd nach dem vergessenen Gold

Altenbergkar, Rotgüldensee, Silbereck - Jahrhunderte lang wurden hier Bodenschätze wie Kupfer, Blei und sogar Gold gefördert. Heute gelten die Vorkommen in den Hohen Tauern als erschöpft. Völlig zu Unrecht, glaubt ein Forscher aus Salzburg und hat sich auf die Suche nach dem vergessenen Tauerngold gemacht.

06:30 - 07:15, Phoenix
Die Goldfahnder

Seit Jahrtausenden ist Gold heiß begehrt und bietet Stoff für zahlreiche Mythen. Der Mineraloge Andreas Hauptmann und der Bergbauarchäologe Thomas Stöllner begeben sich auf Spurensuche. Bei Sakdrissi, im heutigen Georgien, untersuchen Stöllner und sein Team die Reste eines 5000 Jahre alten Goldbergwerks . Lag dort das legendäre Goldland Kolchis?

Heutzutage werden weltweit ca. 2600 t Gold pro Jahr gefördert.

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07:35 - 08:05, MDR
Boris - ein Junge vom Baikalsee

Boris ist 13 Jahre alt und lebt in dem kleinen Fischerdorf Suchaja, am Ostufer des Baikalsees. Der Baikalsee liegt mitten in Sibirien und ist der größte Süßwassersee der Erde. Seit Boris denken kann, fährt sein Vater zusammen mit einem Forscherteam im Winter auf den Baikal hinaus, um die neu geborenen Robbenbabys zu zählen und zu untersuchen. Boris ist sehr an den Expeditionen interessiert. Er darf bei den Vorbereitungen mithelfen und erstmals sogar die Forscher vor Ort besuchen. Die ungewöhnliche Begegnung mit einem Robbenbaby und die Vorbereitung von Unterwasseraufnahmen sind sogar für einen Jungen wie ihn etwas ganz Besonderes.

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10:45 - 12:15, arte
Warum stranden Wale?

Immer wieder kommt es zum rätselhaften Stranden von Walen, bei denen große Gruppen von Tieren verenden. Warum haben sie die Orientierung verloren? Die italienische Meeresbiologin Antonella Servidio untersucht die These, dass es militärische Sonare sein könnten, die für das Massenstranden verantwortlich sind. Die Suche nach Beweisen führt die junge Wissenschaftlerin um die halbe Welt.

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15:00 - 15:45, arte
Die Rückkehr zum Mond

Als am 21. Juli 1969 der erste Mensch den Mond betrat, war es fast undenkbar, dass Frauen bei einer solchen Expedition jemals eine wesentliche Rolle spielen könnten. Zwar flog 1963 Walentina Tereschkowa als erste Frau für 71 Stunden durch den Weltraum, doch im Frauenbild der 50er und 60er Jahre beschränkte sich der weibliche Umgang mit Technik vor allem auf die Handhabung hilfreicher Gerätschaften in Küche und Haushalt. Der einzige Berührungspunkt zwischen Frauen und Raumfahrt war nach Ansicht vieler Männer die Teflonpfanne, angeblich ein Nebenprodukt aus der Entwicklung der Hitzeschilder der Raumkapseln. Heute ist eine Frau Vizedirektorin der NASA und verantwortlich für das aktuelle Constellation-Programm der Amerikaner, mit dem ab 2020 eine dauerhafte Mondbasis errichtet werden soll. Ihre Kollegin Kathy Laurini ist die hauptverantwortliche Projektleiterin für die Entwicklung der neuen Mondlandefähre 'Altair', dem Nachfolger der legendären 'Eagle' von Apollo 11. 2020, über 50 Jahre nach der ersten Mondlandung, soll 'Altair' mit vier Astronauten an Bord auf dem Mond aufsetzen. Ende 2019 ist die erste unbemannte Testmission geplant. Auch in der indischen Weltraumagentur ISRO, mit 20.000 Beschäftigten die größte Raumfahrtorganisation der Welt, arbeiten Frauen wie Shashikala in leitender Position an den neuesten Mond-Erkundungsprojekten. Sie hat mit ihrem Team für den ersten indischen Monderkundungssatelliten das Orientierungssystem 'Star-Sensor' entwickelt. Der Star-Sensor ist das Auge des indischen Satelliten Chandrayaan I (auf Deutsch: Die Reise zum Mond), der den Mond rund 3.400 Mal in wenigen Kilometern Höhe umkreiste und kartographierte. Für die Inder war dies nur der erste Schritt. Auch sie planen bis Ende des nächsten Jahrzehnts bemannte Flüge zum Erdtrabanten und träumen von seiner Besiedlung.

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15:45 - 16:45, arte
Apollo 11 - Abenteuer live!

Die in diesem Dokumentarfilm gezeigten Aufnahmen erstrecken sich über die gesamte Dauer der Apollo-11-Mission, also vom 18. bis zum 22. Juli 1969, mit dem Höhepunkt am 20. Juli, als die Landefähre auf dem Mond aufsetzte, und Neil Armstrong als erster Mensch den Mond betrat. Im Allgemeinen waren von diesen Bildern nur Ausschnitte von höchstens zwei bis drei Minuten Länge zu sehen. Der Dokumentarfilm zeigt nun in Echtzeit, wie sich die drei Astronauten in der Mondlandefähre bewegen, die Mondoberfläche auf der Suche nach dem 'Meer der Ruhe' überfliegen, die Leiter der Landefähre hinabsteigen und zum ersten Mal den Fuß in den Mondstaub setzen. Welche Maßnahmen sie gleich nach der Landung ergreifen, wie ergriffen sie den Glückwünschen von Präsident Nixon lauschen, wie sie die Fähre wieder an das Mutterschiff andocken und den Mond ein letztes Mal grüßen. Das Betrachten dieser Bilder vermittelt dem Zuschauer das eigenartige Gefühl, dabei zu sein, das Abenteuer Mondlandung selbst zu erleben. Sie zeigen eine Reise durch die Zeit, die auch die Atmosphäre im Kontrollzentrum von Cape Canaveral sehr gut nachempfinden lässt.

Der Film entstand nach einer Idee von Alain Wieder. Beim Schnitt des Films wurde großer Wert darauf gelegt, die Ursprünglichkeit des unbearbeiteten Bildmaterials zu erhalten. So entsteht der Moonwalk-Eindruck dadurch, dass einige Aufnahmen in Zeitlupe gedreht wurden - auch um den 16-mm-Film länger dauern zu lassen.

16:30 - 17:15, Phoenix
Herrenmenschen im Regenwald

17 Monate lang quälten sich deutsche Forscher von 1935 bis 1937 durch die bis dahin noch völlig unbekannte Dschungelwelt entlang des Rios Jary im Nordosten Brasiliens - mit auffallend hohem Aufwand. Wurden hunderttausende von Reichsmark nur deshalb investiert, um Fauna und Flora eines der letzten weißen Flecken der Erde zu dokumentieren? Oder ging es, wie manche Historiker meinen, in Wahrheit um einen Brückenkopf für die geplante Eroberung Amerikas und die Sicherung kriegswichtiger Rohstoffe?

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19:10 - 19:25, 3SAT
Highway für Ozeanriesen

Der Nord-Ostsee-Kanal gilt als die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Über 40.000 Ozeanriesen passieren in manchen Jahren dieses Nadelöhr zwischen Kiel an der Ostsee und Brunsbüttel an der Elbe. Die Kapitäne und ihre Reedereien wissen, warum sie diesen Weg wählen: Die Route erspart ihnen einen Umweg von bis zu 700 Kilometern, den sie sonst um die Nordspitze Dänemarks nehmen müssten. Als ein 'Meilenstein der christlichen Seefahrt' wurde der Kanal bei seiner Eröffnung 1895 durch Kaiser Wilhelm I. gelobt. Man sollte meinen, dass eine solche Attraktion gehegt und gepflegt wird. Doch das Gegenteil ist der Fall: Die Schleusenanlagen sind dringend sanierungsbedürftig. Einige Reeder denken darüber nach, lieber den Umweg über Dänemark zu nehmen. Sieht so das Ende eines verkehrstechnischen Weltwunders aus? 'Highway für Ozeanriesen' stellt Menschen vor, die von und für den Nord-Ostsee-Kanal leben und die darauf hoffen, dass sich alles zum Guten ändern wird.

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21:05 - 22:00, arte
Das unsichtbare Netz

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts können Schiffe nur per Flaggensignal miteinander kommunizieren, also nur dann, wenn sie Sichtkontakt haben. In der Weite des Ozeans sind sie vollkommen isoliert und niemand erfährt, wenn Seeleute in bedrohliche Situationen geraten. Diese Situation will der junge italienische Physiker und Elektroningenieur Guglielmo Marconi mit seiner Erfindung der drahtlosen Telegrafie ändern. Marconi war ein schlechter Schüler, konnte weder die Universität noch die Marineakademie besuchen, doch Elektrizität faszinierte ihn von Kindheit an. In England, der damals führenden Nation in der Seefahrt, meldet er seine Erfindung zum Patent an. Dort gründet er eine Firma und führt spektakuläre Versuche durch. Mit 23 Jahren ist er weltberühmt und steinreich. Als er auf dem besten Weg ist, ein Monopol aufzubauen, ruft diese Tatsache mächtige Gegner auf den Plan. Der deutsche Kaiser Wilhelm II. erkennt den militärischen Nutzen von Marconis bahnbrechender Entdeckung für die Marine und schickt seinen Vertrauten Adolf Slaby nach England. Zurück in Deutschland baut Slaby Marconis Geräte nach. Es kommt zu einem Wettlauf der Systeme. In Deutschland wird Telefunken gegründet, um Marconi den Weltmarkt streitig zu machen. Doch der hat längst kühnere Pläne: Er will mit seiner Telegrafie drahtlos den Atlantik überbrücken. Jahrelang kämpft er für diese Vision, riskiert sein gesamtes Vermögen. Erst Jahre später soll sich die drahtlose Telegrafie endgültig durchsetzen. Als im April 1912 die 'Titanic' sinkt und 700 Passagiere aus den eisigen Fluten gerettet werden, verkündet der Postmaster General: All diese Menschen wurden von einem Mann gerettet: Mr. Marconi. Von diesem Tag an war es für alle Schiffe mit mehr als 50 Passagieren an Bord Pflicht, ein telegrafisches System zu installieren.

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Sonntag, 27.05.2012, Pfingstsonntag
12:25 - 13:08, MDR
Kluge Pflanzen

Pflanzenfreunde haben es schon immer geahnt: Ihre grünen Lieblinge können weit mehr als nur wachsen oder blühen. Sie haben zwar keine Muskeln und keine Nerven, doch trotzdem meistern sie die grundlegenden Probleme des Lebens, vor denen auch wir und die Tiere stehen: Pflanzen erkunden ihre Umwelt. Sie kämpfen gegen Konkurrenten und Feinde. Und sie brauchen Partner für die Fortpflanzung. Dabei entwickeln sie viele Strategien und Fähigkeiten. Sie warnen und wehren sich. Sie lügen und betrügen. Sie reden miteinander und rufen um Hilfe bei Gefahr. Eine neue Sicht der Pflanzen bahnt sich an, und ihre Erforschung ist aktueller denn je. Der Filmemacher Volker Arzt und der Biologe Immanuel Birmelin haben mit viel Aufwand und Liebe einige der verblüffendsten Aktionen im Pflanzenreich verfolgt. Sie haben in den Sumpfwäldern Borneos die gefräßigste Pflanze der Welt aufgespürt, in Mexiko die aggressive Leibwache der Akazienbüsche erlebt, auf Mallorca die betrügerischen Verführungskünste der Orchideen. Auf jeder Wiese spielen sich die unglaublichsten Dinge ab: Da gibt es brutale Wettrennen im Innern der Blüten, da explodieren Früchte, da heizen sich Blumen auf und machen Gefangene. In spektakulären Bildern und Zeitrafferaufnahmen zeigen die Pflanzen ihr wahres Gesicht. So auch der Teufelszwirn, der sich fast wie ein Tier verhält: Die Kletterpflanze nimmt Witterung auf, windet sich ihrem Opfer entgegen und saugt es aus. Pflanzen leben in ihrer eigenen Welt, aber die ist aufregender und dramatischer, als wir ahnen.

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Montag, 28.05.2012, Pfingsmontag
01:00 - 01:45, Phoenix
Der Knochenjäger

Scotty Moore reist in den Dschungel von Belize in Mittelamerika, zur antiken Maya-Stadt Caracol. Archäologen haben hier die Überreste einer Leiche gefunden, die auf eine ungewöhnliche Weise begraben wurde. Sie liegt am gleichen Platz wie die heiligen Symbole eines Kriegsgottes, was normalerweise nicht sein dürfte. Moore wird die sterblichen Überreste untersuchen, um herauszufinden, wer die Person war und wie sie lebte.

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01:45 - 02:30, Phoenix
Der Knochenjäger

Im Herzen des Dschungels von Belize finden die Archäologen eine Höhle mit Hunderten von Knochen. Möglicherweise handelt es sich um eines der größten Maya-Opferzentren. Zudem entdeckt das Team ein Skelett, das im Gegensatz zu den anderen Knochenhaufen völlig intakt ist. Außer einem erschreckenden Detail: Der Kopf fehlt!

02:30 - 03:15, Phoenix
Der Knochenjäger

Diesmal geht Scottys Reise an die Nordküste Perus, wo Archäologen die sterblichen Überreste ein junges Mädchens entdeckt haben. Sie wurde an einem seltsamen Platz, direkt neben einer leeren Grabstätte, beigesetzt. Scottys Nachforschungen führen ihn in die Welt der Moche, einer antiken Lebensgemeinschaft, die bei Beerdigungen Getreidebier und Blut fließen ließ.

03:15 - 04:00, Phoenix
Der Knochenjäger

Diesmal geht Scottys Reise an die Nordseeküste Englands, in die Ortschaft Bamburgh, wo das Skelett eines jungen Mannes mit einem zerquetschten Schädel ausgegraben wurde. Die Untersuchung ergab, dass er im 7. Jahrhundert nach Christus erschlagen wurde, in einer Epoche, als der christliche König Oswald gegen Heiden um das Land kämpfte. War der junge Mann ein Mönch, der seine Lehren verbreitete, oder war er ein Adeliger, der sein Schloss verteidigte?

Dienstag, 29.05.2012
01:40 - 025:25, 3SAT
Das letzte Geheimnis von Pompeji

Pompeji ist ein Wallfahrtsort für Bildungstouristen und gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Einst war Pompeji eine wohlhabende blühende Stadt. Als 79 nach Christus der Vesuv eine riesige Aschewolke über Pompeji ausspie und in Sekundenschnelle alles erstarrte, entstand eine einzigartige Momentaufnahme antiken städtischen Lebens - und eine wichtige Quelle für die Wissenschaft. Nach über 250 Jahren Ausgrabungsgeschichte birgt die Erde Pompejis immer noch große Schätze. So hat ein internationales Team von Wissenschaftlern einen Wohnkomplex mit angeschlossener Mühle und Brotfabrik ausgegraben und minutiös analysiert. Erst kürzlich kam ein antikes 'Grand Hotel' mit atemberaubend schönen Fresken ans Tageslicht. 'Das letzte Geheimnis von Pompeji' begleitet die Arbeit der Wissenschaftler.

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Mittwoch, 30.05.2012
06:30 - 07:00, B3
Schatten des Todes - Die Geschichte der Seuchen

Ignaz Philipp Semmelweis geht als 'Retter der Mütter' in die Medizingeschichte ein. Er führt gegen den Widerstand von Kollegen und Studenten die Pflicht zum Händewaschen mit Chlorkalklösung ein und kann damit die Sterblichkeit drastisch reduzieren. Im Jahr 1865 legt der Chirurg Joseph Lister seinen ersten antiseptischen Verband auf die Wunde einer offenen Fraktur. Er führt das systematische aseptische Arbeiten im Krankenhaus ein. Doch trotz aller Bemühungen sind Wundinfektionen auch heute nicht besiegt. In Deutschland infizieren sich pro Jahr 500.000 Menschen mit multiresistenten Bakterien. 1882 kann Robert Koch den Erreger der Tuberkulose isolieren. Damit hat er erstmals wissenschaftlich korrekt bewiesen, dass ein Mikroorganismus eine Infektionskrankheit beim Menschen auslösen kann. 1909 entwickelt Paul Ehrlich mit Salvarsan gegen die Syphilis das erste chemisch hergestellte wirksame Medikament. 1935 entdeckt Gerhard Domagk die antibakterielle Wirkung von Sulfonamid und bereits im September 1928 entdeckt Alexander Fleming durch Zufall das Penicillin. Doch erst die Anstrengungen der Alliierten im Zweiten Weltkrieg verhelfen der Penicillin-Herstellung im großen Maßstab zum Durchbruch. 1944 wird das erste Antibiotikum gegen die Tuberkulose entdeckt. Schon bald sind Antibiotika, dank industrieller Fertigung, für jedermann erhältlich - zumindest in den Industrieländern.

Donnerstag, 31.05.2012
06:30 - 07:00, B3
Schatten des Todes - Die Geschichte der Seuchen

Malaria, Gelbfieber, Dengue, Chagas und die Schlafkrankheit gehören zu den Infektionskrankheiten, die durch Insekten übertragen werden. Sie sind heute hauptsächlich ein Problem in Entwicklungsländern. In Europa war die Anopheles-Mücke früher auch heimisch und mit ihr die Malaria. Doch wurde sie hier ausgerottet, in früherer Zeit durch Trockenlegen von Sümpfen, in denen die Mücke ihre Eier ablegt, in neuerer Zeit mit Insektengiften wie DDT. Diese Gifte wie auch die Medikamente gegen die Malaria verlieren zunehmend ihre Wirkung. Heute arbeitet man in der Malariatherapie meist mit Kombinationen mehrerer Medikamente, da die Erreger immer öfter resistent sind. Malaria und die anderen von Insekten übertragenen Krankheiten Chagas, Schlafkrankheit, Dengue und Gelbfieber sind in tropischen und subtropischen Ländern noch immer ein sich weiter verschärfendes Problem. Allein an Malaria leiden über 280 Millionen Menschen, 1 bis 2 Millionen sterben jedes Jahr daran. Aber auf die Entwicklung von wirksamen Impfstoffen werden die Menschen wohl noch Jahre warten müssen.

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14:40 - 15:25, arte
Die Rückkehr zum Mond

Als am 21. Juli 1969 der erste Mensch den Mond betrat, war es fast undenkbar, dass Frauen bei einer solchen Expedition jemals eine wesentliche Rolle spielen könnten. Zwar flog 1963 Walentina Tereschkowa als erste Frau für 71 Stunden durch den Weltraum, doch im Frauenbild der 50er und 60er Jahre beschränkte sich der weibliche Umgang mit Technik vor allem auf die Handhabung hilfreicher Gerätschaften in Küche und Haushalt. Der einzige Berührungspunkt zwischen Frauen und Raumfahrt war nach Ansicht vieler Männer die Teflonpfanne, angeblich ein Nebenprodukt aus der Entwicklung der Hitzeschilder der Raumkapseln. Heute ist eine Frau Vizedirektorin der NASA und verantwortlich für das aktuelle Constellation-Programm der Amerikaner, mit dem ab 2020 eine dauerhafte Mondbasis errichtet werden soll. Ihre Kollegin Kathy Laurini ist die hauptverantwortliche Projektleiterin für die Entwicklung der neuen Mondlandefähre 'Altair', dem Nachfolger der legendären 'Eagle' von Apollo 11. 2020, über 50 Jahre nach der ersten Mondlandung, soll 'Altair' mit vier Astronauten an Bord auf dem Mond aufsetzen. Ende 2019 ist die erste unbemannte Testmission geplant. Auch in der indischen Weltraumagentur ISRO, mit 20.000 Beschäftigten die größte Raumfahrtorganisation der Welt, arbeiten Frauen wie Shashikala in leitender Position an den neuesten Mond-Erkundungsprojekten. Sie hat mit ihrem Team für den ersten indischen Monderkundungssatelliten das Orientierungssystem 'Star-Sensor' entwickelt. Der Star-Sensor ist das Auge des indischen Satelliten Chandrayaan I (auf Deutsch: Die Reise zum Mond), der den Mond rund 3.400 Mal in wenigen Kilometern Höhe umkreiste und kartographierte. Für die Inder war dies nur der erste Schritt. Auch sie planen bis Ende des nächsten Jahrzehnts bemannte Flüge zum Erdtrabanten und träumen von seiner Besiedlung.

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15:25 - 16:45, arte
Apollo 11 - Abenteuer live!

Die in diesem Dokumentarfilm gezeigten Aufnahmen erstrecken sich über die gesamte Dauer der Apollo-11-Mission, also vom 18. bis zum 22. Juli 1969, mit dem Höhepunkt am 20. Juli, als die Landefähre auf dem Mond aufsetzte, und Neil Armstrong als erster Mensch den Mond betrat. Im Allgemeinen waren von diesen Bildern nur Ausschnitte von höchstens zwei bis drei Minuten Länge zu sehen. Der Dokumentarfilm zeigt nun in Echtzeit, wie sich die drei Astronauten in der Mondlandefähre bewegen, die Mondoberfläche auf der Suche nach dem 'Meer der Ruhe' überfliegen, die Leiter der Landefähre hinabsteigen und zum ersten Mal den Fuß in den Mondstaub setzen. Welche Maßnahmen sie gleich nach der Landung ergreifen, wie ergriffen sie den Glückwünschen von Präsident Nixon lauschen, wie sie die Fähre wieder an das Mutterschiff andocken und den Mond ein letztes Mal grüßen. Das Betrachten dieser Bilder vermittelt dem Zuschauer das eigenartige Gefühl, dabei zu sein, das Abenteuer Mondlandung selbst zu erleben. Sie zeigen eine Reise durch die Zeit, die auch die Atmosphäre im Kontrollzentrum von Cape Canaveral sehr gut nachempfinden lässt.