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erbe.gif (2965 Byte) Sendungen über das Weltkulturerbe
Samstag, 19.05.2012
01:30 - 02:15, Phoenix
Die himmlischen Reisterrassen von China

In der Provinz Yunnan, tief im Südwesten Chinas, haben Reisbauern eine der außergewöhnlichsten Kulturlandschaften der Erde geformt. Seit über einem Jahrtausend trotzen die Hani, eine von 25 Minderheiten der Region, den Bergen Land für ihre Reisterrassen ab und versehen sie mit einem ausgeklügelten Bewässerungssystem. Diese technische Meisterleistung hat eine der außergewöhnlichsten Landschaftsarchitekturen hervorgebracht: riesige phantastisch bizarre Skulpturen aus Erde und Wasser.

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06:00 - 06:30, SWR
Hansestädte Skandinaviens

Die norwegische Hansestadt Bergen ist seit 1360 einer der wichtigsten Stützpunkte der Hanse. Hier wurden seither Waren aus aller Welt umgeschlagen. Die deutschen Handelsherren lebten in einem eigenen Viertel: 'Bryggen', zu Deutsch 'Brücke'. Das Bild dieses Hafenviertels wird bestimmt durch die erdfarbenen und matt gestrichenen Kontorhäuser aus Holz. Fern von ihrer Heimat führten die deutschen Kaufmänner - nach hanseatischem Recht unverheiratet - ein hartes und entbehrungsreiches Leben. Viele dieser Männer begannen in Bryggen ihre Karriere. Von ihnen und ihren Geschichten erzählt der Film. Im 12. und 13. Jahrhundert, über 150 Jahre hinweg war Visby auf Gotland die modernste und größte Stadt des Ostseeraums. Es bestanden dort Handelsbeziehungen nach Nowgorod und bis in den islamischen Raum hinein. So stellte die Stadt für die Hanse einen Schlüssel zum Osthandel dar. Deutsche, russische und gotländische Kaufleute bestimmten das Leben und bauten neben steinernen Lagerhäusern auch Kirchen. Von ihnen sind heute weitgehend nur noch Ruinen erhalten. Dafür wird das mittelalterliche Stadtbild nicht zuletzt von der gewaltigen Mauer geprägt, welche sich als Ring um die ganze Stadt zieht. Sie ist eine der wenigen vollständig erhaltenen ihrer Art in Europa.

10:45 - 11:00, SWR
Ilulissat Eisfjord, Grönland

Nirgendwo auf der nördlichen Halbkugel lässt sich das Kalben eines Gletschers eindrucksvoller beobachten, als am Ilulissat Eisfjord an der grönländischen Westküste, 250 Kilometer nördlich des Polarkreises. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 35 Metern pro Tag schieben sich die Eismassen des Sermeq Kujalleq Gletschers unter mächtigem Getöse in den 1.000 Meter tiefen Eisfjord. Nur aufgrund dieser Tiefe können die Eisberge, von denen nur rund ein Zehntel zu sehen ist, schwimmend den Fjord passieren, bis sie von der Isfjellbanken aufgehalten werden. Die Isfjellbanken ist eine Moränenablagerung, 200 Meter unter der Wasseroberfläche. An ihr laufen die großen Eisberge auf Grund und bewirken einen Stau. Erst wenn der Druck zu groß ist oder die Eisberge auseinander brechen, können sie die Schwelle überwinden und gelangen ins freie Meer, wo sie über die Baffinbucht nach Süden driften. Obwohl sie auf ihrer Reise immer kleiner werden und sich schließlich auflösen, können sie Schiffen gefährlich werden. So geschehen 1912, als an Bord der Titanic über 1.500 Menschen den Tod fanden. Bedeutsam ist der Ilulissat Eisfjord, der seit 250 Jahren unter wissenschaftlicher Beobachtung steht, vor allem für die Gletscher- und Klimaforschung. So beobachten Wissenschaftler seit Jahren einen immer dramatischeren Rückgang des Sermeq Kujalleq Gletschers - Auswirkungen des globalen Klimawandels.

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Sonntag, 20.05.2012
05:15 - 06:00, Phoenix
Voyages Voyages

Vom Naturwunder Galápagos zu den schneebedeckten Gipfeln der Anden: Der Film reist zum Mittelpunkt der Erde, in ein Land der Extreme: nach Ecuador und auf die Galápagos Inseln. Galápagos - die 'Arche Noah' des Pazifiks, ein Insel-Archipel, weltberühmt wegen seiner einzigartigen Tierwelt. Hier will diese Reisereportage dem 'Geheimnis aller Geheimnisse', dem Erscheinen neuer Lebewesen auf der Erde, näher kommen. Wie schon der britische Naturforscher Charles Darwin vor über 150 Jahren.

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06:50 - 07:05, NDR
Tongariro, Neuseeland

Der Park hat drei Vulkane, Tongariro, Ngauruhoe und den Ruapehu. Er ist immer noch aktiv und brach zuletzt am 23. September 1995 aus. Die Maori landeten in Neuseeland vor cirka 1.500 Jahren. Der Legende nach kam Häuptling Ngatoroirangi auf der Mitte der Nordinsel des heutigen Neuseelands an Land. Um Anspruch auf das Land um den Tongariro zu erheben, musste Ngatoroirangi auf seiner Spitze ein Feuer entzünden. Von seiner weiblichen Sklavin Auruhoe begleitet, machte er sich an den Aufstieg. Ein eisiger Südwind zog auf und die schneidende Kälte drohte sie zu töten. Ngatoroirangi rief seine Schwestern, Priesterinnen im entfernten Hawaiki, ihm Feuer zu senden. Die Schwestern schickten ein Feuer, das am Ngatoroirangi ausbrach. Um seinen Schwestern und dem Gott der Vulkane zu danken, opferte Ngatoroirangi Auruhoe und warf ihren Körper in den Vulkan, der auch heute noch ihren Namen trägt: Ngauruhoe. Seit vor 200 Jahren die ersten Weißen in 'Aotearoa', dem Land der langen, weißen Wolke, landeten, bedrohen Kahlschlag und Schafzucht den heiligen Berg. Für den Tuwharetoa Stamm ist Tongariro die Quelle ihrer Macht. Hier ruhen ihre Vorfahren, und der Berg legitimiert ihren Anspruch auf dieses Land. Um zu verhindern, dass ihr Land in private Hände fällt, machte Häuptling Tukino Te Heuheu 1887 den Berg zum Geschenk an die Regierung von Neuseeland - mit der Maßgabe ihn für alle Menschen zu schützen.

07:15 - 07:40, ARD
Willi wills wissen

Willi ist hoch im Norden Deutschlands unterwegs: im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Dieser Nationalpark ist ein Teil der Nordsee und das größte Wattenmeer der ganzen Welt! Als erstes ist Willi mit Kapitän Heini und seinem Schiff 'Seeadler' auf Tour. Es ist gerade Ebbe und auf den Sandbänken sonnen sich die Seehunde. Etwa 20.000 von ihnen leben im Wattenmeer. Mit Ranger Martin macht Willi einen Seetierfang. Das Fangnetz ist voller Bewohner des Wattenmeeres, vor allem Jungfische und kleine Arten sind hier zu Hause. Das Ziel von Willis Seereise ist Hallig Hooge, eine von nur zehn Halligen weltweit. Ganze 111 Menschen leben auf dem kleinen Fleckchen Land mitten in der Nordsee: Leif zum Beispiel, der hier aufgewachsen ist. Von ihm erfährt der Reporter, warum die Bewohner ihre Häuser auf kleine Hügel bauen, die 'Warften' heißen: Bei einer Sturmflut herrscht auf einer Hallig 'Land unter', das heißt, Wiesen und Wege stehen unter Wasser. Würden die Häuser nicht auf Warften stehen, wären auch sie überschwemmt. In jedem Fall geht bei 'Land unter' für ein paar Tage auf einer Hallig gar nichts mehr, bis der Wasserspiegel wieder sinkt. Das hat Willi aber jetzt nicht zu befürchten, im Gegenteil: Dort, wo eben noch Meer war, ist jetzt geriffelter sandiger Meeresboden zu sehen und bietet die beste Gelegenheit, mit Ranger Martin eine Wattwanderung zu unternehmen. Martin macht den Reporter mit einem typischen Bewohner des Wattenmeeres bekannt, dem Wattwurm. Er erklärt ihm, wie es kommt, dass sie überhaupt auf dem Meeresboden laufen können: So ist das also mit Ebbe und Flut! Willis letzte Station ist die Seehundstation Friedrichskoog. Dort werden kleine Seehunde, die Heuler, die ihre Mutter verloren haben, großgezogen, damit sie später möglichst wieder ausgewildert werden können. Willi darf gleich mit zupacken, denn die Heuler haben Hunger. Gemeinsam mit Anja und Delf serviert er den Seehunden ihr Mittagessen: Achtung, Mäuler auf ihr Heuler, hier kommt eine Ladung Fisch!

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19:40 - 20:00, 3SAT
Bikini Atoll, Marshall Inseln

Das Bikini-Atoll, im Pazifischen Ozean gelegen, zählt mit seinen insgesamt 23 Inseln zu den Marshallinseln. Über Jahrhunderte hinweg ernährten sich die Bewohner von Bikini von dem, was auf den Inseln wuchs und was das Meer ihnen gab. Ihre Abgeschiedenheit bewahrte sie vor Eroberungen. Das Bikini Atoll war so etwas wie ein unberührtes Paradies. 1944, im Pazifikkrieg, wurden die Marshallinseln von den USA erobert. Zwei Jahre später versammelte US-Kommandant Wyatt die Bewohner und fragte, ob sie gewillt seien, ihre Heimat vorübergehend zu verlassen damit die amerikanische Armee Atombomben testen könne. Es war eine rhetorische Frage, die 167 Einwohner hatten keine Wahl. Ihre Heimat wurde zu einer amerikanischen Militärbasis. 77 ausgemusterte Kriegsschiffe wurden als Testziele für die 'Operation Crossroads' verankert. Im Juli 1946 explodierten die ersten Atombomben auf dem Bikini Atoll. Bis 1958 wurden weitere 21 Wasserstoffbomben getestet. Die tödlichste davon war 'Bravo'. Ihre Vernichtungskraft war tausendmal stärker als die der Hiroshima-Bombe 'Little Boy'. Die Explosion zerstörte drei kleine Inseln und hinterließ einen zwei Kilometer breiten Krater. Währenddessen wurden die Bikinianer von Insel zu Insel umgesiedelt. Die Vertreibung endete auf Kili. 1968 ordnete der damalige US-Präsident Lyndon B. Johnson ihre Rückkehr an. Doch die Radioaktivität war zu hoch. Die Menschen mussten ihre Heimat ein zweites Mal verlassen. Heute leben viele Nachfahren der ursprünglichen Bewohner auf der Insel Majuro. Die Arbeitslosenquote liegt bei 40 Prozent, der Mindestlohn bei zwei Dollar die Stunde. Ein Treuhandfond zahlt jedem Nachkommen von Bikini jährlich 600 Dollar Kompensation. Doch der Verlust, den sie ertragen, ist damit nicht beglichen. Der Film aus der Reihe 'Schätze der Welt - Erbe der Menschheit' stellt das Bikini Atoll vor, das seit 2010 als UNESCO-Weltkulturerbe gelistet ist.

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Montag, 21.05.2012
15:15 - 16:00, RBB
Manú - Perus verborgener Regenwald klop.gif (5099 Byte)

An den östlichen Ausläufern der Anden schlängelt sich der Manú-Fluss durch das Amazonas-Becken. Aufgrund seiner einzigartigen Artenvielfalt wurde das Gebiet bereits 1987 zum Weltnaturerbe erklärt.

Im Manú-Park gibt es 200 Arten von Säugetieren (der berühmte Yellowstone-Park in den USA hat 28) und mit 1000 Arten die höchste Vogelartendichte der Welt. 50 Pflanzenarten wachsen ausschließlich hier.

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15:15 - 16:00, H3
Deutschlands wilde Tiere

Millionen Vögel bevölkern das Wattenmeer und machen es zu einem der vogelreichsten Gebiete unserer Erde. Insgesamt beherbergt das einzigartige Ökosystem rund 250 Tierarten, von denen ein großer Teil nur hier anzutreffen ist.

Dienstag, 22.05.2012
03:50 - 04:30, Phoenix
Voyages Voyages

Das Great Barrier Reef vor der Ostküste Australiens ist mit über 2000 km Länge das größte Korallenriff der Welt. Unzählige Meeresbewohner bevölkern dieses 'achte Weltwunder', darunter Krebse und Haie. Das Riff in Herzform ist aber auch ein Paradies für Taucher.

Litten wegen des Algensterbens bis vor kurzem noch 60 % des Riffs unter Korallenbleiche, so sind es heute nur noch 6%.

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16:00 - 16:45, 3SAT
Namaqualand

Die Wüste blüht: Riesige Flächen aus Schwertlilien, Mittagsblumen und Astern erstrecken sich bis zum Horizont. Im südafrikanischen Frühling verwandelt sich die Karoo-Halbwüste in ein Blumenmeer! Eine solche Entfaltung von Blüten in so kurzer Zeit ist einmalig in der Natur. Zahlreiche Tiere finden hier einen reich gedeckten Tisch. Aber bald folgen wieder endlose Monate der Trockenheit.

Das Land ist die letzte Region, wo die Hirten des Nama-Stammes noch frei umherziehen.

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20:15 - 21:00, H3
Ein hessischer Buchenwald von Weltrang

Am 25. Juni 2011 kam die erfreuliche Nachricht: Der Nationalpark Kellerwald-Edersee wird in den Status des Weltnaturerbes erhoben und steht damit auf einer Stufe mit dem Grand Canyon und der Serengeti. Auf rund 5.700 Hektar erstreckt sich der Buchenwald im nördlichen Hessen. Seit sieben Jahren schon ist er Nationalpark. In einem Wald, der nicht forstlich genutzt wird, darf alles genau so wachsen, wie die Natur es will. Gewaltige Buchen oder knorrige alte Eichen - für den Spaziergänger und Wanderer ein beeindruckender Anblick. Hier soll sich die Natur völlig ungestört entwickeln können, hin vom Wirtschaftswald zu einem Urwald mitten in Deutschland. Am besten lässt sich der Nationalpark mit einem Ranger erkunden. Mit ihm geht es zu den Resten eines echten Buchen-Urwalds im Nationalpark - Buchen, denen man ihr Alter nicht ansieht. Relativ klein und knorrig sind sie. Der Ranger weiß auch von der kulturmäßigen Nutzung des Areals zu berichten, von den wahren Schätzen, die sich im Totholz ansiedeln, aber auch von den besonderen Herausforderungen, die der Naturschutz an die Mitarbeiter des Parks stellt: So wurden schon vereinzelt Bäume vom Hubschrauber aus gefällt, um den Bestand einer seltenen, im Nationalpark beheimateten Pflanze, der Pfingstnelke, zu schützen.

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Donnerstag, 24.05.2012
17:00 - 17:45, 3SAT
Das letzte Geheimnis von Pompeji

Pompeji ist ein Wallfahrtsort für Bildungstouristen und gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Einst war Pompeji eine wohlhabende blühende Stadt. Als 79 nach Christus der Vesuv eine riesige Aschewolke über Pompeji ausspie und in Sekundenschnelle alles erstarrte, entstand eine einzigartige Momentaufnahme antiken städtischen Lebens - und eine wichtige Quelle für die Wissenschaft. Nach über 250 Jahren Ausgrabungsgeschichte birgt die Erde Pompejis immer noch große Schätze. So hat ein internationales Team von Wissenschaftlern einen Wohnkomplex mit angeschlossener Mühle und Brotfabrik ausgegraben und minutiös analysiert. Erst kürzlich kam ein antikes 'Grand Hotel' mit atemberaubend schönen Fresken ans Tageslicht. 'Das letzte Geheimnis von Pompeji' begleitet die Arbeit der Wissenschaftler.

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17:45 - 18:30, 3SAT
Bis zum Anfang der Welt

Hungersnöte, Seuchen und Elend? Das auch - aber Afrika ist so viel mehr. Der Maler Richard W. Allgaier zeigt den Reichtum des Landes. Von der Wüstenstadt Timbuktu und Höhlenmalereien bis durch die Endlosigkeit der Sahara bereist der Künstler Westafrika.

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21:00 - 21:45, NDR
Mit dem Zug zum Great Barrier-Reef

ARD-Korrespondent Robert Hetkämper reist mit dem 'Sunlander Express' durch Queensland - von Brisbane an der Ostküste nach Cairns im Norden Australiens. 32 Stunden dauert die Fahrt.

Info: Australien ist der größte Kohle-Exporteur der Welt, Kopf an Kopf mit Indonesien. Gefördert wird am meisten in China: 2,4 Milliarden Tonnen Kohle im Jahr!

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Freitag, 25.05.2012
10:05 - 10:20, RBB
Baku - Im Land des Feuers, Aserbaidschan

Baku, die 2-Millionenstadt am Ufer des Kaspisches Meeres, ist ein Schmelztiegel der Kulturen, eine geschichtsträchtige Ansiedlung auf der Schwelle zwischen Orient und Europa. Minarette und die Palastanlagen eines persischen Herrschergeschlechts gehören ebenso zum Stadtbild wie die prächtigen neogotischen Paläste der Ölbarone und die Förderanlagen an Land und auf dem Meer. Schon seit Jahrhunderten wird die Region um Baku von den gewaltigen Öl- und Gasvorkommen geprägt. Frühe Reisende sprechen von merkwürdigen Flüssigkeiten, die gut brennen und von lodernden Flammen, die aus dem Erdinnern hervortreten. Ideale Bedingungen für 'Feueranbeter', die dort ihre Tempel errichtet haben.

22:45 - 23:00, Phoenix
Die Wüstenstädte im Negev

En Saharonim, Avdat, Shivta, Chalutza - klangvolle Namen an der nördlichen Weihrauchstraße. Karawansereien, Dörfer, Städte. Und dazwischen die Wüste: Krater, Berge, Steine, Sand, Wasserstellen. Heute gehört dieser Teil zum Negev, der Wüste in Israel. Früher lag dort das Reich der Nabatäer, der Herrscher über die Handelswege, über die das kostbare Gut Weihrauch vom südlichen Arabien in die Metropolen Europas gebracht wurde.

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Samstag, 26.05.2012
06:00 - 06:30, SWR
Galileo Galilei und Leonardo da Vinci

Der Platz der Wunder. Auf grünem Rasen schweben weiße Monumente aus Marmor, ein einzigartiges Architekturensemble. Die mächtige Kathedrale, der Turm, das riesige Baptisterium und der Monumentalfriedhof wurden vom 11. bis zum 14. Jahrhundert errichtet, als Zeichen der Macht, zu der Pisa aufgestiegen war. Sein Sinnbild ist der schiefe Turm. Gebaut auf einst sumpfigem Gebiet, kippt er bald nach Baubeginn in Schräglage. Ein Menschheitsrätsel. Galileo Galilei hat auf dem schiefen Turm sein Experiment zum freien Fall durchgeführt. Der berühmte Sohn der Stadt Pisa erschütterte mit seinen Experimenten, Schriften und astronomischen Forschungen das christliche, mittelalterliche Weltbild. Der Platz der Wunder: Hier spürt man die Brüche der Zeiten, die Umbrüche in den Künsten. Der Film berichtet von Galileo Galilei; er erzählt von den Pisanern, die sich als Erben der Antike fühlten und ein riesiges Gotteshaus errichten ließen, das bald als Vorbild für die Kirchenbauten der Toskana dienen sollte. Und er erzählt von den Pisanos, einer berühmten Künstlerfamilie. Sie studierten antike Skulpturen an Sarkophagen und verhalfen damit dem Naturalismus in der Bildhauerei zum Durchbruch. Der Platz der Wunder, eine einzigartige Geburtsstätte. Ein Kleinod im Dienst des Paradieses hat Bramante hier geschaffen. Das Kloster Santa Maria delle Grazie in Mailand ist kein gigantischer Prunkbau, sondern perfekte Harmonie der Hochrenaissance. Leonardo da Vinci selbst zeigt die Schönheit dieses Baus. Im Speisesaal der Mönche führt er den Zuschauer zu seinem Bild 'Das Abendmahl', das eine ganze Wand überzieht. Das Original gibt es eigentlich nicht mehr, zu sehr haben ihm der Zahn der Zeit, Feuchtigkeit und eine amerikanische Bombe zugesetzt. Der Film zeigt die Arbeit der Restauratorin Signora Guiseppa Brambilla. Als nahezu neues Bild erfährt es eine Renaissance.

06:00 - 06:45, H3
Ein hessischer Buchenwald von Weltrang

Am 25. Juni 2011 kam die erfreuliche Nachricht: Der Nationalpark Kellerwald-Edersee wird in den Status des Weltnaturerbes erhoben und steht damit auf einer Stufe mit dem Grand Canyon und der Serengeti. Auf rund 5.700 Hektar erstreckt sich der Buchenwald im nördlichen Hessen. Seit sieben Jahren schon ist er Nationalpark. In einem Wald, der nicht forstlich genutzt wird, darf alles genau so wachsen, wie die Natur es will. Gewaltige Buchen oder knorrige alte Eichen - für den Spaziergänger und Wanderer ein beeindruckender Anblick. Hier soll sich die Natur völlig ungestört entwickeln können, hin vom Wirtschaftswald zu einem Urwald mitten in Deutschland. Am besten lässt sich der Nationalpark mit einem Ranger erkunden. Mit ihm geht es zu den Resten eines echten Buchen-Urwalds im Nationalpark - Buchen, denen man ihr Alter nicht ansieht. Relativ klein und knorrig sind sie. Der Ranger weiß auch von der kulturmäßigen Nutzung des Areals zu berichten, von den wahren Schätzen, die sich im Totholz ansiedeln, aber auch von den besonderen Herausforderungen, die der Naturschutz an die Mitarbeiter des Parks stellt: So wurden schon vereinzelt Bäume vom Hubschrauber aus gefällt, um den Bestand einer seltenen, im Nationalpark beheimateten Pflanze, der Pfingstnelke, zu schützen.

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10:45 - 11:00, Phoenix
Die Wüstenstädte im Negev

En Saharonim, Avdat, Shivta, Chalutza - klangvolle Namen an der nördlichen Weihrauchstraße. Karawansereien, Dörfer, Städte. Und dazwischen die Wüste: Krater, Berge, Steine, Sand, Wasserstellen. Heute gehört dieser Teil zum Negev, der Wüste in Israel. Früher lag dort das Reich der Nabatäer, der Herrscher über die Handelswege, über die das kostbare Gut Weihrauch vom südlichen Arabien in die Metropolen Europas gebracht wurde.

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10:45 - 11:00, SWR
Nationalpark Thingvellir, Island

Die Menschen leben in Island allein mit dem Vorbehalt der Geologie. Das Land am Polarkreis war in der Eiszeit vollkommen vergletschert. Heute bedecken die Gletscher noch mehr als zehn Prozent der Oberfläche. In Island kann man den Urgewalten bei der Arbeit zuschauen. Flüsse und Seen prägen das Bild der Landschaft, Gestein zerbröselt, Vulkane brechen aus, Wasserfälle springen aus den Bergen. Im Nationalpark Thingvellir, trifft Islands Geschichte auf die Geologie. Hier treffen die eurasische und die nordamerikanische Erdplatte aufeinander. Die 'Grenze' zwischen beiden Kontinenten ist eine fünf bis sechs Kilometer breite Zone, durchzogen von mehr oder weniger parallelen Klüften. Und hier wurde auch der Grundstein für die Republik Island gelegt. Die ersten Siedler kamen aus Norwegen und ließen sich um 870 nieder. Die Bevölkerungszahl wuchs rasch. Bald wurde der Ruf nach einem gemeinsamen 'Thing', einer Volksversammlung, laut. 930 trat im heutigen 'Thingvellir' das erste gemeinsame Parlament, das 'Althing' zusammen und markiert damit die Gründung des isländischen Staates. 'Es wird eng auf dem Thing', so ein isländisches Sprichwort. Bis zu 4.000 Menschen versammelten sich zu einem Althing. Hier wurden Streitereien geschlichtet und Gesetze beschlossen. Sitz und Stimme hatten die 48 'Goden', Häuptlinge, Islands. Der Althing verlor zunehmend seine Bedeutung nachdem Island im 13. Jahrhundert seine Unabhängigkeit zuerst an Norwegen, später an Dänemark verlor. 1798 wurde das Parlament aufgelöst. Mit der Unabhängigkeitsbewegung im Europa des 19. Jahrhunderts wurde auch Thingvellir wieder zu einem Symbol. 1843 verkündete der dänische König Christian VIII. per Erlass die Wiedereinführung eines isländischen Parlaments. Dieses tritt in Reykjavik zusammen und hatte ausschließlich beratende Funktion. 1848 versammelten sich 19 Abgeordnete in Thingvellir und forderten ein eigenes Parlament mit allen Rechten. Seine volle Unabhängigkeit erreichte Island erst 1944 in den Wirren des Zweiten Weltkriegs. Die Feier fand in Thingvellir statt.

Sonntag, 27.05.2012, Pfingstsonntag
06:50 - 07:05, NDR
Kakadu Nationalpark, Australien

Kakadu ist ein Kulturerbe der Extreme. Mit zwanzigtausend Quadratkilometer Fläche ist es halb so groß wie Holland und wird von ca. 400 Menschen bewohnt. Nirgendwo sind die Krokodile größer, die Schlangen giftiger, gehen mehr Blitze im Jahr nieder. Menschen leben in diesem Gebiet im tropischen Norden Australiens seit über 50.000 Jahren. Wann genau die Gagudju, die Ureinwohner Kakadus, anfingen, ihre Geschichte und Mythen auf Fels zu malen, kann niemand mit Sicherheit sagen, doch es steht fest, die Rock Art von Kakadu gehört zu den ältesten Kunstfertigkeiten der Welt.

19:15 - 20:00, 3SAT
Kulturerbe Afrika

Afrika, der Kontinent mit den 'drei schlimmen Ks' - Kriege, Krankheiten und Katastrophen -, dieses Afrika ist Realität. Aber Afrika ist kein homogener Raum, sondern ein Kontinent mit über 50 Staaten, bevölkert von mehr als einer Milliarde Menschen und mit unzähligen, zum Teil uralten Kulturen. Durch die Wüste führen die alten Salzkarawanenwege der Tuareg. Seit Jahrhunderten ist die malinesische Oasenstadt Timbuktu ein Zentrum des Sahara-Handels. Die Kunst der alten Bevölkerungsgruppe Dogon, vor allem ihre Holzfiguren, symbolisiert die Verbindung der Lebenden zu ihren Ahnen. Das Land der Ashanti liegt im Waldgürtel Westafrikas. Fast 200 Jahre herrschten sie im heutigen Ghana. Ihr Reich war einer der wenigen afrikanischen Staaten, das ernsthaft Widerstand gegen die europäischen Kolonialmächte leistete. Erst 1900 unterlagen sie gegen Großbritannien. Die Kultur dieses legendären Reiches aber lebt noch immer fort. Der Beitrag der Reihe 'Schätze der Welt - Erbe der Menschheit' spürt einigen der uralten Kulturen Afrikas nach.

20:15 - 21:45, H3
Bahngeschichten aus Österreich

Rund um Gmunden am Traunsee, zwischen saftig grünen Weiden und der Berglandschaft, zuckelt die Schmalspurbahn zum Ufer. Gleich messen sich aber auch modernste Triebwagen mit Expresszügen, und eine Straßenbahn erklimmt eine der kürzesten und steilsten Strecken der Welt - Vielfalt ist der Schlüssel zum Erfolg für die blühende Lokalbahnlandschaft im Salzkammergut. Auch in Niederösterreich bewährt sich eine alte Strecke, die eigentlich längst stillgelegt wurde: Durch die Rebhänge von Retz windet sich der Reblaus Express bergauf, gemächlich fährt er vom Wein- ins Waldviertel. Radfahrer nutzen das Bähnchen gerne auf ihren Ausflügen. So erlebt die idyllische 'Reblaus' zumindest an Wochenenden eine Renaissance, genau wie die Waldviertler Schmalspurbahn, die mit Dampfzügen wieder Gäste anlockt. Wein säumt auch die Strecken am Neusiedler See im Burgenland. Hier kreuzen sich die Magistralen nach Ungarn mit verschiedenen Nebenbahnen, hier im Herzen Europas ist noch ein Hauch von k. u. k.-Flair zu spüren.

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21:45 - 22:30, Phoenix
In den Bergen Darjeelings

Im Vorland des Himalayas erstreckt sich das verwunschene Hochland von Darjeeling. Im 19. Jahrhundert kultivierten die Briten hier den Teeanbau an sanften Berghängen, die buddhistischen Mönche bauten ihre Klöster schon Jahrhunderte zuvor. Missionare errichteten Schulen in dem angenehmen Gebirgsklima, darüber thronen die Gipfel des Himalayas.

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Dienstag, 29.05.2012
01:40 - 025:25, 3SAT
Das letzte Geheimnis von Pompeji

Pompeji ist ein Wallfahrtsort für Bildungstouristen und gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Einst war Pompeji eine wohlhabende blühende Stadt. Als 79 nach Christus der Vesuv eine riesige Aschewolke über Pompeji ausspie und in Sekundenschnelle alles erstarrte, entstand eine einzigartige Momentaufnahme antiken städtischen Lebens - und eine wichtige Quelle für die Wissenschaft. Nach über 250 Jahren Ausgrabungsgeschichte birgt die Erde Pompejis immer noch große Schätze. So hat ein internationales Team von Wissenschaftlern einen Wohnkomplex mit angeschlossener Mühle und Brotfabrik ausgegraben und minutiös analysiert. Erst kürzlich kam ein antikes 'Grand Hotel' mit atemberaubend schönen Fresken ans Tageslicht. 'Das letzte Geheimnis von Pompeji' begleitet die Arbeit der Wissenschaftler.

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21:40 - 22:00, 3SAT
Das Tal der Loire

Lange Zeit war das Tal der Loire Schauplatz erbitterter Kämpfe zwischen Frankreich und England um den französischen Königsthron. Ihr Höhepunkt war der Hundertjährige Krieg, der zwischen 1337 und 1437 an den Ufern des Flusses tobte. Die Franzosen würdigen bis heute die Verdienste des damals 17-jährigen Bauernmädchens Jeanne d'Arc, die das belagerte Orléans befreite und den Dauphin Karl VII. zur Krönung nach Reims führte. Jeanne d'Arc ist eine der vielen Frauen, die im Tal der Loire aktiv die Geschichte des französischen Königreiches mitbestimmt haben. Eine andere ist Katharina von Medici, die als Meisterin der Intrige gilt und der fast jedes Mittel recht war, dem Hause Valois die Krone zu erhalten. Neben diesen Frauen, die im Tal der Loire Politik gemacht haben, gab es aber auch solche, mit denen Politik gemacht wurde. Anne von Bretagne zum Beispiel war Ende des 15. Jahrhunderts gleich zweimal Spielball politischer Interessen: Als sie mit Karl VII. zwangsvermählt wurde, musste sie sich per Ehevertrag verpflichten, auch den Nachfolger Karls, Ludwig XII., zu ehelichen - damit die Bretagne Frankreich nicht verloren ging. Da solche Zwangsehen aus Staatsräson meist unglücklich waren, mussten diese verkauften Bräute später mit ansehen, wie sich ihre Ehemänner ganz öffentlich eine Zweitfrau nahmen - eine Mätresse, die geliebte Alternative zur ungeliebten Ehefrau. So musste beispielsweise Katharina von Medici akzeptieren, dass für ihren Mann Heinrich II. immer eine andere Königin war: Diana von Poitiers. Der Film aus der Reihe 'Schätze der Welt - Erbe der Menschheit' erzählt Geschichten vom Glanz und Elend der Frauen an der Seite der französischen Herrscher. Über 300 Schlösser hinterließen sie an der Loire und ihren Nebenflüssen, eine in Europa beispielslose, gigantische Kulturlandschaft, die auch ein Stück Frauengeschichte dokumentiert.

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Mittwoch, 30.05.2012
13:00 - 13:30, NDR
NaturNah

137,5 Quadratkilometer Schlick und drei Inseln direkt am Fahrwasser der Ozeanriesen, das ist Hamburgs Anteil am weltgrößten Tide-Wattgebiet der Welt. Seit 2011 ist das gesamte Nordseewatt komplett Weltnaturerbe, nachdem auch die Hamburger Fläche einbezogen wurde. Eine Bewertung der UNESCO stellt das Wattenmeer auf eine Stufe mit dem Great Barrier Reef und der Serengeti. Worin liegt dieser hohe Wert? Wer sind die Hamburger, die vor Ort das Watt mit all seinem Leben schützen, und wie machen sie das? Welche Erfolge haben sie? Welche Probleme und Gefahren gibt es so nah an der 'Autobahn der dicken Pötte' in der Elbmündung? Die 'NaturNah'-Reportage begleitet Naturschützer und Wissenschaftler auf und rund um Neuwerk zu Seeschwalbenkolonien, auf Wattwurmsafari, zu Seehundbänken und auf Gänsewiesen und besucht die einsam lebende Vogelwartin auf der Vogelschutzinsel Scharhörn.

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Donnerstag, 31.05.2012
01:30 - 02:15, Phoenix
Die himmlischen Reisterrassen von China

In der Provinz Yunnan, tief im Südwesten Chinas, haben Reisbauern eine der außergewöhnlichsten Kulturlandschaften der Erde geformt. Seit über einem Jahrtausend trotzen die Hani, eine von 25 Minderheiten der Region, den Bergen Land für ihre Reisterrassen ab und versehen sie mit einem ausgeklügelten Bewässerungssystem. Diese technische Meisterleistung hat eine der außergewöhnlichsten Landschaftsarchitekturen hervorgebracht: riesige phantastisch bizarre Skulpturen aus Erde und Wasser.

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21:00 - 21:45, NDR
Neuseeland - Eine Segelreise um die Südinsel klop.gif (5099 Byte)

Korrespondent Robert Hetkämper und ein Filmteam umsegeln die Spitze der Südinsel Neuseelands, von der Parklandschaft bei Dunedin bis in den Milford Sound, einen der Fjorde an der Westküste. Sie sehen Robben- und Pinguinkolonien, rasen mit einem Jetboot unberührte Flüsse hinauf und treffen auf knorrige Farmer sowie waghalsige Base Jumper in Queenstown, der 'Abenteuer-Kapitale' des Lakes Distrikt.

Der Milford Sound gehört zum Weltnaturerbe der UNESCO. Er erstreckt sich 15 km ins Land und ist von bis zu 1200 m hohen Felswänden umgeben.

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