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Kulinarische Entdeckungen |
| Samstag, 24.07.2010 |
| 14:00 - 14:30,
Arte |
| Gipfel der Genüsse An
den südlichen Rändern des Mátragebirges wird seit mehr als tausend Jahren Wein
angebaut. In dem kleinen nordungarischen Dorf Gyöngyöspata führen tiefe Stollen in den
vulkanischen Fels. Die Zugänge sind fast immer hinter einem einstöckigen Häuschen
versteckt. Die Stollen sind laut Aussagen der Winzerin Magdi Bernáth ein idealer
Lagerplatz für die Weinfässer. Vor 18 Jahren ist sie in ihren Geburtsort zurückgekehrt,
obwohl sie eine gut dotierte Stelle als Managerin hatte. Jetzt ist sie Winzerin. Neben
einer ungewöhnlichen Trachtenkultur gibt es in der Region auch wunderbare kulinarische
Spezialitäten, zum Beispiel den Rétes, einen Strudel, gefüllt mit karamellisierten
Möhren, Kraut oder Quark.

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| 17:45 - 18:15,
Arte |
| Gipfel der Genüsse Der
Nordosten der Slowakei grenzt an Polen und ist eine der strukturschwächsten Regionen des
Landes. Vieles hier ist noch sehr ursprünglich. Die Berghütten der Hohen Tatra werden
bis heute noch von Trägern, sogenannten Sherpas, mit Lebensmitteln versorgt. Das Tragen
hat hier eine große Tradition und entspricht einer Lebenskultur, in der Freiheit und
Unabhängigkeit groß geschrieben werden. Viktor Beranek ist 56 Jahre alt. An diesem Tag
trägt er 76 Kilo Lebensmittel vom Tal über rund 800 Höhenmeter hinauf auf die Rysy
Chata, eine Berghütte. Sie liegt auf 2.250 Metern über dem Meeresspiegel, unter dem
Rysy, einem der höchsten Berge der Hohen Tatra. Schon seit 1977 arbeitet Viktor Beranek
auf der Hütte - die letzten acht Jahre als Hüttenwirt. Auch wenn die Küche hier oben
sehr einfach ist, werden die Lebensmittel durch das Herauftragen auf abenteuerlich
konstruierten Holzgestellen zu etwas Besonderem. Viktor Beranek hat eine Ausbildung als
Koch absolviert, aber viele Gerichte kann er auf der Berghütte gar nicht zubereiten. Die
Druckverhältnisse sind in dieser Höhe sehr speziell, und vieles kann nur im
Dampfdrucktopf gekocht werden. Die Besucher der Hütte haben einen anstrengenden Aufstieg
hinter sich und brauchen etwas Gehaltvolles. Ein wichtiges Gericht ist die slowakische
Variante der Krautsuppe, ein Eintopf aus Kraut, der mit Fleisch, Würsten und Sahne
angereichert wird. Die 'Buchti' eine Art Dampfnudel, bringt Viktor Beranek schon
vorbereitet vom Tal herauf, der Hefeteig würde in der Höhe nicht gelingen. Das Massiv
der Hohen Tatra fällt von 2.655 Metern nahezu ohne Übergang auf 750 Meter zur Ebene um
Poprad, dem Hauptort der Hohen Tatra, ab. Aber derartig abrupte Gegensätze prägen nicht
nur die Landschaft: Ob es um die Spuren der Geschichte oder um die Menschen geht, die hier
leben: Harte Kontraste, wohin man schaut.

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| Sonntag, 25.07.2010 |
| 15:30 - 16:00,
SWR |
| 100% Urlaub Themen:
Schlemmen und Genießen: Kochen in Malaysia
Topziel: Mekong-Kreuzfahrt von Vietnam nach Kambodscha 2
Städetrip: Solo / Hotels zum Verlieben: Das Tanjong Resort in Malaysia |
| Mittwoch, 28.07.2010 |
| 22:50 - 23:20,
SWR |
| Gesichter Asiens Die
Menschen in Südasien verbindet eine tiefempfundene Religiosität, ganz gleich zu welchen
Göttern sie beten. Für diese Folge der 'Gesichter Asiens' haben sich Florian Meesmann
und sein Team aus dem ARD-Studio Neu Delhi in Nepal, Indien und Pakistan auf Spurensuche
begeben. Dabei entdeckten sie, wie wichtig in jeder Religion bestimmte Speisen für den
Glauben sind. Sie haben mit einer buddhistischen Familie in den Bergen Nepals das
Neujahrsfest gefeiert und sie waren unterwegs mit den Lebensmittelkontrolleuren in der
pakistanischen Hafenstadt Karachi. Die prüfen, dass die Nahrungsmittel auch 'halal' - im
Einklang mit dem Koran - produziert werden. Und sie haben die Priester beim hinduistischen
Kumbh-Mela Festival in Haridwar begleitet: Bei diesem Fest für hunderttausende Hindus
werden die Götter mit einem magischen Getränk gnädig gestimmt. |
| Samstag, 31.07.2010 |
| 09:45 - 10:20,
3SAT |
| Was isst Pannonien? Die
einst von Kaiser Augustus im Jahr 10 nach Christus errichtete römische Provinz Pannonien
wird im erweiterten Europa als interessante Region wiederentdeckt. Von ihrer bewegten
Geschichte künden auch einfache, aber raffiniert zubereitete Gerichte, geprägt durch
Hirtentradition und Einflüsse europäischer Herrscherhäuser. Die kulturhistorische und
kulinarische Spurensuche 'Was isst Pannonien?' macht Appetit auf Gerichte mit Geschichte. |
| 17:45 - 18:15,
Arte |
| Gipfel der Genüsse Auf
der Hochebene Luncanilor in den rumänischen Karpaten lebt eine kleine Gemeinschaft von
circa 70 Menschen. Durch ihre Abgeschiedenheit haben sie haben alle politischen Wirren
schadlos überstanden. Bis heute führt keine Autostraße nach Luncanilor, es gibt dort
Wölfe und Bären. Ab Juni muss jeder beim Heumachen helfen, die Wiesen werden noch immer
mit der Sense gemäht. Beim Schafehüten wechselt man sich ab. Ein Auto besitzt keiner
dort, der elektrische Strom kam erst vor ein paar Jahren. Milch, Käse, Fleisch, Mais,
Kartoffeln, alle Lebensmittel produzieren die Menschen der Hochebene selbst, und diese
Produkte sind von überragender Qualität. Legendär ist der selbstgebrannte Obstler von
Onu Susan: 'Es gibt mehrere Aspekte, warum unser Obstbrand so gut wird: Erstens leben wir
hier in einer ökologischen Bergregion, über 900 Meter hoch. Hier wächst eine sehr gute
Zwetschgenart, die reich an Zucker ist. Ein zweiter Aspekt ist unsere lange Erfahrung beim
Brennen und dann haben wir ein wunderbares Gebirgswasser, mit dem wir den Obstbrand
versetzen und das wir auch beim Waschen der Fässer und Kessel verwenden.' Balmosch, ein
Maisbrei, gekocht in purer Schafssahne, kommt traditionell fast täglich auf den Tisch.
Ein Sprichwort sagt: 'Ein Mädchen darf erst dann heiraten, wenn es guten Balmosch
zubereiten kann.' Livia Tatulea ist schon einige Jahre verheiratet: 'Man darf immer nur
ein bisschen Mehl zugeben und muss dauernd rühren, dann bleibt der Balmosch locker und
sämig, sonst wird er fest und zäh und schmeckt nicht. Als ich den ersten Balmosch
machte, als junges Mädchen, ist er nicht besonders gelungen. Man braucht Zeit, bis man es
wirklich beherrscht. Aber mittlerweile kann ich es.' Auf dem Hochplateau existiert eine
intakte bäuerliche Welt, wie es sie so kaum noch gibt in Europa, nahe an den Ursprüngen
- eine Welt, die schon viele Epochen unbeschadet überlebt hat. Doch die ersten Vorboten
europäischer Lebensmittelgesetze werden auch in Rumänien spürbar. Bald dürfen die
nicht normgerecht produzierten Waren nicht mehr in den Verkauf. Das kleine Paradies ist
also in Gefahr.

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| Dienstag, 03.08.2010 |
| 14:30 - 15:00,
3SAT |
| Das italienische Fest des
Antonio Carluccio Antonio Carluccio widmet sich der Küche seiner Heimat
Italien mit viel Gefühl und noch mehr Kultur. Bei Carluccio wird nicht gewogen, gemessen
und vorgekocht, sondern werden Speisen mit jener leichten Hand zubereitet, die Kochen vom
Handwerk zur Kunst erhebt. Die sechsteilige Reihe 'Das italienische Fest des Antonio
Carluccio' führt auf eine gastronomische Tour quer durch Norditalien. Carluccio tauscht
Rezepte mit Küchenchefs, Hausfrauen und alten Freunden und kocht auch selbst. Die fünfte
Folge stellt die Küche Venetiens vor. In Venedig trifft Antonio Carluccio den Grafen
Carlo Maria Roco. Nach einem gemeinsamen Marktbesuch begeben sich die beiden in die
Küche, wo ein Salat aus frischen Fischen und ein Kartoffel-Fisch-Gratin entstehen.
Natürlich ist Carluccio auch bei der berühmten Gondelregatta von Burano dabei und
begutachtet beim anschließenden Fest ausführlich die reich gedeckte Tafel. Auf der
Terrasse eines Nobelhotels bereitet der Meisterkoch dann ein Eis-Dessert mit exotischen
Gewürzen zu, die Abenteurer und Seefahrer schon vor Jahrhunderten in die Lagunenstadt
gebracht haben. In Verona widmet er dem berühmtesten Liebespaar der Welt eine süße
Nachspeisenkreation: Pfirsiche Romeo und Julia. |
| Mittwoch, 04.08.2010 |
| 22:50 - 23:20,
SWR |
| Liebe, die durch die Traube
geht - Weinproduktion in Argentinien und Chile Die Reblaus wütete in der
zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts überall in Europa und vernichtete fast den gesamten
Weinanbau in Frankreich. Einige der uralten Rebsorten, darunter etwa der Carmenère,
wurden dabei ausgerottet. Erst vor wenigen Jahren bewies dann ein Biologe, dass
ausgerechnet in Chile diese Traube überlebt hatte, wohin katholische Mönche sie aus
Europa mitgebracht hatten. Heute hat Chile praktisch ein Weltmonopol auf Carmenère und
exportiert besonders viel nach - Frankreich! Die Sendung geht auf Entdeckungsreise in eine
unbekannte Weinregion: Südamerika. Thomas Aders und sein Team besuchen in Argentinien
unter anderen das bekannte Weingut Zuccardi und den aus Südfrankreich stammenden Jean
Bousquet, der seine Weingüter in Carcassonne verkauft und hier in der Region um Mendoza
ein neues Imperium gegründet hat. 'Mendoza ist für Weinanbau der beste Platz auf der
ganzen Welt', sagt Bousquet. Nur 150 Millimeter Regen, 300 Tage Sonnenschein, und große
Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht! Nach einer atemberaubenden
Andenüberquerung geht es im Colchagua-Tal, zwei Autostunden südlich der Hauptstadt
Santiago de Chile, weiter im 'tren del vino'. Eine britische Dampflok zuckelt seit fast
100 Jahren durch das malerische Tal, und transportiert Weintouristen, Degustation
inklusive. Lukullischer Hochgenuss bei 40 Stundenkilometern. Außerdem steht ein Besuch
bei der Weinaristokratie an. Auf der Hazienda Los Lingues aus dem Jahre 1599, seit
neuestem mit dem Hause Lafite-Rothschild verbandelt, reicht man nicht einen Wein zu einem
guten Essen, sondern kocht ein Menu speziell für einen bestimmten Wein. Die Folgen
bleiben nicht aus: Der Weintourismus boomt. Klimaverwöhnt, professionell und mit viel
Liebe angebaut: Die guten Tropfen aus Südamerika sind groß im Kommen.

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| Freitag, 06.08.2010 |
| 05:15 - 05:45,
3SAT |
| Der Duft der grünen Papaya
Essen ist in Vietnam heilig und eine Lebenskunst, die die Gemeinschaft
zusammenhält. In seinem Wiener Restaurant 'Indochine 21' zelebriert Wini Brugger die
Kochkunst Vietnams. Besonderen Wert legt er auf Schlichtheit, Frische und beste Qualität
der Produkte. Inspiriert wurde er nicht nur durch den Film 'Der Duft der grünen Papaya',
sondern auch durch zahlreiche Reisen nach Vietnam. Die Kunst der Gar- und Gewürzküche -
auch 'Street Food' genannt -, lernte er bei Chefkoch Trieu le Minh im Restaurant 'Quan An
Nyon' in Saigon. Dort mischte er seine eigenen Curry-Kompositionen, die er später nach
Wien brachte. Der Film 'Der Duft der grünen Papaya' stellt Wini Brugger und die
verschiedenen Kochstile Vietnams vor und führt durch die Märkte, Garküchen und
Restaurants des Landes.
Der Film 'Der Duft der grünen Papaya' stellt Wini Brugger und die verschiedenen Kochstile
Vietnams vor und führt durch die Märkte, Garküchen und Restaurants des Landes.

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