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geschichte.gif (1360 Byte) Geschichtssendungen
Samstag, 24.07.2010
11:36 - 12:20, MDR
Ägypten - Das Rätsel um Grab 33

Die Öffnung eines mysteriösen Grabs hält am 7. Dezember 2005 Ägyptologen aus der ganzen Welt in Atem - Dr. Sabry Abd El-Aziz zeigt der staunenden Öffentlichkeit die letzte Ruhestätte des Gelehrten Petamenophis, auch Padiamenope genannt. Das Seltsame: Obwohl Petamenophis nur ein hochrangiger Staatsdiener war, übertrifft die Größe des Grabes die aller Pharaonengräber.

Das Grab liegt bei Luxor, wenige hundert Meter neben dem Tal der Könige. Es besteht aus 22 Räumen und mehrere hundert Meter langen Gängen.

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Sonntag, 25.07.2010
19:30 - 20:15, ZDF
Der geheime Kontinent

Die Spanier bringen das Pferd - und bald bevölkern Millionen von Mustangs die nordamerikanischen Prärien. Dann kommt das europäische Hausschwein: Es wird die Nahrungsgewohnheiten der Menschen komplett verändern. Schon um die Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich so der wilde Kontinent Amerika in ein zweites Europa verwandelt. Dabei wurden die Ureinwohner verdrängt - nicht durch Kriege, sondern durch lautlose Eroberer: die Krankheitserreger von Pocken und Pest.

Auch Europa veränderte sich durch Pflanzen und Bazillen aus der Neuen Welt.

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Montag, 26.07.2010
04:20 - 05:05, Phoenix
Metropolis - Die Macht der Städte

Vierteilige Reihe über beeindruckende Städte, die Geschichte geschrieben haben: Athen, die Geburtsstätte der Demokratie; Alexandria, die Stadt des Wissens; Karthago, die Stadt der Seefahrer; und Rom, das Zentrum der antiken Welt. Die Kombination von aktuellen und historischen Aufnahmen, Spielszenen und Computeranimationen ermöglicht eine Zeitreise der besonderen Art.

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05:05 - 05:50, Phoenix
Metropolis - Die Macht der Städte

Für die antike Welt war Alexandria eine Stadt voller Wunder und Geheimnisse. Direkt an der Einfahrt zum Handelshafen der Metropole erhob sich eines der Sieben Weltwunder, der gigantische Leuchtturm 'Pharos'. Mit seinen 140 Metern Höhe war er das höchste Gebäude der Antike und praktisch der erste Wolkenkratzer überhaupt. Unvorstellbare Schätze barg die sagenhafte Bibliothek Alexandrias. Hier wurde das gesammelte Wissen des Altertums aufbewahrt, 700 000 Schriftrollen in allen damals bekannten Sprachen sollen sich in den Regalen befunden haben. Hier forschten und unterrichteten die berühmtesten Gelehrten ihrer Zeit: Archimedes, Euklid und Erathostenes, der bereits herausgefunden hatte, dass sich die Erde um die Sonne dreht. Schon die Gründung der Stadt soll auf ein Wunder zurückgehen. Alexander der Große hat demnach von einer Traumgestalt den Hinweis erhalten, wo er seine Königsstadt errichten soll. Neuere Grabungen bestätigen zumindest, dass die Baumeister von Alexandria durchaus Visionäre waren. Die griechische Siedlung auf ägyptischem Boden war komplett 'auf dem Reißbrett' entstanden. 331 vor Christus gab Alexander den Bau in Auftrag, und schon wenige Jahrzehnte später lebten rund eine halbe Million Menschen in der aufstrebenden Metropole. Nichts wurde dem Zufall überlassen. Die großen Verkehrsadern waren mit 30 Metern Breite so großzügig ausgelegt, dass noch heute der Verkehr an gleicher Stelle ungehindert fließen kann. Bevor die Gebäude errichtet und die Straßen gebaut werden konnten, wurde ein Wasserleitungssystem in den felsigen Untergrund geschlagen - eine baugeschichtliche Meisterleistung. Vermutlich planten und überwachten die Architekten dieser frühen 'Megacity' die Bautätigkeit von einer kleinen vorgelagerten Insel aus: Nelson Island. Die beiden Autoren Manfred Baur und Hannes Schuler begleiteten den italienischen Archäologen Professor Gallo, der als erster Forscher seit Jahrzehnten das winzige Eiland untersuchen darf. Die Insel war lange Zeit militärisches Sperrgebiet. Das ZDF-Team zeigt die ersten Bilder der frühesten Anfänge Alexandrias. Auch in dieser Folge inszenieren die beiden Autoren das Schicksal einer berühmten Person der Stadt. Der römische Gelehrte Hygienus überlieferte die Geschichte der jungen Athenerin Agnodike. Sie kommt in das moderne, weltoffene Alexandria, um hier Medizin zu studieren.

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05:50 - 06:30, Phoenix
Metropolis - Die Macht der Städte

Im Frühjahr 146 vor Christus machten die Römer Karthago dem Erdboden gleich. So steht es in den Geschichtsbüchern, und kaum jemand erinnert sich an mehr, wenn von der ehemaligen punischen Hauptstadt die Rede ist. Dabei geriet eine der glanzvollsten Metropolen der Antike völlig zu unrecht in Vergessenheit. Rund 800 Jahre vor unserer Zeitrechnung von den Phöniziern als Handelsstützpunkt gegründet, entwickelte sich die Stadt schnell zu einem kommerziellen Zentrum, wo Waren aus der gesamten antiken Welt gehandelt wurden. Lange Zeit spielte Karthago in der Forschung eine untergeordnete Rolle. Zu gründlich waren die römischen Legionen bei ihrem Zerstörungswerk gewesen. Ruinen aus der Blütezeit der Stadt waren entweder völlig ausradiert oder später überbaut worden. Nur wenige Funde gaben Auskunft über Kleidung und Kultur, Lebensweise und Glauben der Karthager. Die karthagischen Schriftzeichen sind zwar die direkten Vorbilder der griechischen und römischen Schrift und damit des modernen Alphabets, aber nur wenige Textfetzen jener Urschrift sind erhalten. Die wichtigsten Hinweise auf Karthago und seine Bewohner waren bislang bei römischen Autoren zu finden. Allerdings erweisen sich die Texte mehr und mehr als Kriegspropaganda, die den Karthagern wohl in den seltensten Fällen gerecht wird. In den letzten Jahren gelang es einigen Forschern jedoch, etwas Licht in das Dunkel der punischen Geschichte zu bringen. Professor Fethi Chelbi vom Nationalmuseum Karthago gelang es beispielweise, einige der Geheimnisse des raffiniert geplanten Kriegshafens zu lüften. Die runde Militäranlage lag landeinwärts hinter dem viereckigen Becken für die Handelsschiffe verborgen. Er war mit einer Mauer umgeben und weder vom Land noch vom Wasser her einzusehen. 220 Rampen waren hier aufgereiht, von denen Kriegsschiffe in Rekordzeit herunter gelassen werden konnten. Eine Sensation gelang dem niederländischen Wissenschaftler Roald Docter. Er stieß bei seiner Suche nach der ehemaligen Stadtmauer Karthagos auf eine Art 'Industrieviertel'. Die schmutzigen und stinkenden Handwerksbetriebe mussten offenbar vor den Toren der eigentlichen Stadt bleiben. Häufige Fundstücke in den Ruinen des Außenbezirks waren Blasebalgdüsen, die erst vor kurzem bei der genauen Untersuchung im Labor ihren Zweck preisgaben. Offenbar kannten die Karthager bereits ein mehrstufiges Veredelungsverfahren für Eisen. In den Düsen fanden sich Kalkrückstände, die dazu dienten, Verunreinigungen des Eisens zu neutralisieren. Dieses Wissen ging mit dem Fall Karthagos verloren und wurde erst wieder in der vorindustriellen Zeit für die Stahlherstellung eingesetzt. Trotz ihres großen Wissens und ihrer überragenden Technologie waren die Karthager vor allem Seefahrer und Händler. Über mehrere Jahrhunderte beherrschten sie den Seehandel auf dem Mittelmeer und segelten sogar bis nach Westafrika, um Geschäfte zu machen und Bodenschätze abzubauen. Dabei hafteten Kapitäne und Navigatoren mit ihrem Besitz und sogar mit ihrem Leben, wenn sie ein Schiff durch Unwetter oder Piraten verloren. Einen kleinen Einblick in die raue Welt der karthagischen Seeleute erlaubt die Geschichte des punischen Navigators Mago, der als Schiffbrüchiger nach Karthago zurückkehrte. Weil sein Geld nicht ausreichte, um die Kaufleute zufrieden zu stellen, die ihm ihre Waren anvertraut hatten, wurde er als Sklave verkauft und der Erlös unter den Gläubigern aufgeteilt. Damit ist sein Schicksal aber nicht besiegelt. In einer erfolgsorientierten Gesellschaft wie der der Karthager war eine schnelle Karriere ebenso möglich wie der plötzliche Abstieg.

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06:30 - 07:15, 3SAT
Die geheimen Höhlen der Grafen Bégouën

Tief im Inneren der französischen Pyrenäen haben Menschen vor 14.000 Jahren beeindruckende Kunstwerke geschaffen. Weite Teile davon sind bis heute erhalten, doch bislang hatte kaum jemand die Möglichkeit, die einzigartigen Artefakte der französischen Höhlen zu bestaunen. Denn die Höhlen sind seit Generationen im Besitz der Familie Bégouën. Das Familienoberhaupt Robert Bégouën wehrt sich - wie auch schon sein Vater und Großvater - strikt gegen jegliche touristische Nutzung und jede noch so kleine Veränderung. In Frankreich leben ganze Regionen vom Höhlentourismus. Doch viele Höhlen haben die Besuchermassen nicht verkraftet. Lascaux etwa, die 'Sixtinische Kapelle der Steinzeit' mit ihren Stieren, Pferden und Hirschen, musste bereits 1963 wegen Schimmel- und Algenbefall weitgehend geschlossen werden. Auch Forschung kann gelegentlich Zerstörung bedeuten: Wo eine archäologische Ausgrabung stattfindet, werden Informationen gewonnen und gleichzeitig vernichtet. So setzt der Graf von Bégouën alles daran, damit seinen Höhlen dieses Schicksal nicht widerfährt. Die Dokumentation 'Die geheimen Höhlen der Grafen Bégouën' von John A. Kantara zeigt beeindruckende Bilder aus den Höhlen nahe des Flüsschens Volp und den Grafen Bégouën bei seinem Kampf um die Erhaltung der Höhlen. Die Dokumentation zeigt aber auch andere, zum Teil beschädigte Höhlen - ein Weltkulturerbe, das erkennbar in Gefahr ist.

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06:30 - 07:15, Phoenix
Metropolis - Die Macht der Städte

Schon vor über 2000 Jahren klagten die Römer über Lärm und Verkehrsstaus. Gesetze verbannten Ochsenkarren tagsüber aus der Metropole, dafür raubten sie nachts den Anwohnern den Schlaf. Im 2. Jahrhundert war Rom die erste Millionenstadt der Geschichte. Der Mix aus aktuellen und historischen Aufnahmen sowie PC-Animationen ermöglicht eine faszinierende Zeitreise.

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Dienstag, 27.07.2010
04:30 - 05:15, Phoenix
Vasco da Gama und Portugals Aufbruch ins Unbekannte

Im Juli 1497 brach der portugiesische Seefahrer Vasco da Gama von Lissabon aus zu einer der abenteuerlichsten Entdeckungsfahrten der Weltgeschichte auf. Mit vier Schiffen wollte der 28-jährige Kapitän den Seeweg nach Indien finden - auf der Ostroute, um Afrika herum. Fünf Jahre vorher hatte sein Konkurrent Christoph Kolumbus - in Diensten des spanischen Königs - den Weg nach Indien in westlicher Richtung gefunden. Heute wissen wir, dass er Amerika entdeckte. In vier Folgen schildert der Dokumentarfilmer Luc Cuyvers Portugals Aufstieg zur reichen Kolonial-, Handels- und Weltmacht. Die Geschichte begann Anfang des 15. Jahrhunderts mit den ersten Fahrten entlang der westafrikanischen Küste und endete erst am 31. Dezember 1999 mit der Rückgabe der letzten Kolonie - Macao - an die Volksrepublik China. Die Geschichte Portugals zu jener Zeit liest sich wie ein Logbuch der Pioniertaten des Infanten Heinrich, der später - obwohl er nie auf große Entdeckungsfahrten gegangen war - den Beinamen 'der Seefahrer' erhält. Heinrich, von seinem Vater König Johann I. zum Gouverneur der äußersten Südküste Portugals gemacht, gründete in Sagres eine Seefahrerschule. Sie war die Keimzelle aller späteren Entdeckungs- und Eroberungsreisen. Im Mittelpunkt der ersten Folge steht die Eroberung von Kap Bojador, eines gewaltigen Küstenvorsprungs aus Sandstein an der nordwestlichen Atlantikküste Afrikas. Kap Bojador galt bis dahin als 'das Ende der Welt'. Dahinter vermutete man einen tiefen Schlund, den Eingang zur Hölle.

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05:15 - 06:00, Phoenix
Vasco da Gama und Portugals Aufbruch ins Unbekannte

Der portugiesische Seefahrer Gil Eanes war 1432 der erste Europäer, der mit seinen Schiffen das berüchtigte Kap Bojador an der Nordwestküste Afrikas umsegelte und somit den Weg für weitere Entdeckungsfahrten freimachte. Prinz Heinrich von Portugal hatte ihm den Auftrag gegeben. Er wollte den Weg nach Indien finden, zu den Reichtümern im geheimnisvollen Land der tausend Gewürze. Jahr um Jahr stießen die Portugiesen weiter nach Süden vor - immer am äußersten Rand des unbekannten Kontinents Afrika entlang. Die Tapferkeit der Kapitäne und die ihrer Mannschaften ist Legende. Der Verlauf der Küste wurde von ausgebildeten Kartographen akribisch genau festgehalten. Schreiber brachten die Entbehrungen, Erfahrungen und Entdeckungen zu Papier. Auch im Bau von Schiffen verschaffte sich Portugal eine Vormachtstellung. Aber die Passage nach Indien wurde immer noch nicht gefunden. Dafür fanden die Portugiesen Gold und Elfenbein. Die dunklen Kapitel der Geschichte der Entdeckung des Seewegs nach Indien begannen. 1460 starb Prinz Heinrich. Die Afrikareisen gerieten ins Stocken. Dann umrundete Bartholomeu Diaz die Südspitze Afrikas - und bemerkte es zunächst nicht einmal. Auf der Rückreise - auch er hatte Indien nicht gefunden - gerieten seine Schiffe in schwere Unwetter. Diaz gab dem Ort den Namen 'Kap der Stürme'. Sein König aber ordnete an, die Südspitze Afrikas das 'Kap der Guten Hoffnung' zu nennen. Denn nun, so meinte Johann II., sei der Weg nach Indien frei - rund 30 Jahre nach dem Tod Heinrichs.

06:00 - 06:45, Phoenix
Vasco da Gama und Portugals Aufbruch ins Unbekannte

Niemand weiß genau, wann Vasco da Gama geboren wurde. Vermutlich aber kam er Ende 1469 als Sohn des Gouverneurs von Sines an der portugiesischen Atlantikküste zu Welt. Der junge Mann aus reichem Haus erwarb sich sehr schnell den Ruf eines guten Kapitäns. 1497, mit 28 Jahren, erhielt Vasco da Gama von seinem König den Auftrag, endlich den so lange gesuchten Seeweg nach Indien zu finden - und zwar auf der Route nach Osten, um die Südspitze Afrikas herum. Ein gewisser Christoph Kolumbus meinte, diesen Weg im Auftrag des spanischen Königs bereits 1492 gefunden zu haben - allerdings auf der Route nach Westen. Heute wissen wir, dass Kolumbus den damals noch unbekannten Kontinent Amerika entdeckt hatte. Mit vier großen und neu entwickelten Schiffen und 160 Mann machte sich da Gama auf die Suche. Einer seiner Soldaten, ein gewisser Alvaro Velho, schrieb das Tagebuch dieser Expedition. Es blieb die einzige schriftliche Überlieferung der abenteuerlichen Reise. Die 'Reiseroute zu den Gewürzländern' sei unter Benutzung des Seeweges beträchtlich kürzer als die von Marco Polo über Land gefundene, meinte man damals - und das rechtfertigte jedes Abenteuer und viel Geld. Bereits Weihnachten 1497 war Vasco da Gama an der Ostküste Südafrikas an Land gegangen. Er nannte es 'Natal' - das portugiesische Wort für dieses Fest. Fünf Monate und rund 2 000 Seemeilen später ging die Flotte dann wenige Meilen nördlich der Stadt Calicut vor Anker. Der Seeweg nach Indien war gefunden. Als Vasco nach zwei Jahren Reise wieder in Lissabon eintraf, waren von den einst 160 Männern an Bord der Schiffe nur noch 55 übrig geblieben.

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06:45 - 07:30, Phoenix
Vasco da Gama und Portugals Aufbruch ins Unbekannte

1510 eroberten die Portugiesen die indische Hafenstadt Goa und machten sie zur Hauptstadt ihres neuen 'Königreichs'. Vasco da Gama, der zwölf Jahre zuvor den Seeweg nach Indien entdeckt hatte, wurde Vizekönig der Kolonie. Am 24. Dezember 1524 starb der große Seefahrer im 'Goldenen Goa', das heute Panaji heißt. Von Goa aus drangen die Portugiesen um die Südspitze des indischen Subkontinents herum weiter nach Osten vor. Gold und Gewürze, Silber und Seide - der Handel blühte und machte Eroberer und Abenteurer zu reichen Leuten. Überall an den Küsten entstanden neue Städte. Einer dieser Abenteurer war Fernao Mendes Pinto, der 1538 in Indien ankam. Er war Kaufmann, Pirat, Sklave, Jesuit, Diplomat und Schriftsteller. Seine Reiseberichte bilden das Fundament der vierten und letzten Folge. Pintos Lebensgeschichte scheint die Fortseztung der Vasco da Gamas zu sein. Allerdings vermischen sich bei ihm Fantasie und Wirklichkeit, unglaubliche Abenteuer und scharfe, realistische Beobachtungen. Die Entdeckung des Mittleren und des Fernen Ostens im 16. und 17. Jahrhundert durch die Portugiesen - und später dann durch Holländer und Briten - ist aber auch ohne Zweifel reich an märchenhaften Geschichten und kaum vorstellbaren Ereignissen. Birma (seit 1989 amtlicher Name Myanmar), Thailand, Kambodscha, Malaysia, Vietnam und China - Europa erhielt Kenntnis von fremden Kulturen, Menschen und Handelsgütern. 1543 verschlug ein furchtbarer Taifun eine portugiesische Schiffsbesatzung an ein den Europäern bis dahin unbekanntes Gestade. Ein neues Land war entdeckt - Japan! Die Portugiesen brachten wertvolle Tauschwaren mit, die im 'Land der aufgehenden Sonne' völlig unbekannt waren: Gewehre, Patronen und Pulver.

09:30 - 09:45, H3
Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik

Schon früh mutmaßte man, dass das schimmernde Band am Himmel aus zahllosen Sternen bestehen müsse, die aber nicht mit dem bloßen Auge zu erkennen sind. Erst die Erfindung des Fernrohrs machte eine genauere Betrachtung möglich. Galilei gelingt es, durch den Nachbau eines holländischen Fernrohrs und mit Hilfe der Präzisionsarbeit der venezianischen Linsenschleifer, ein Fernrohr mit ausreichender Vergrößerung zu bauen. Mithilfe dieses Fernrohrs untersucht Galilei 1609 erstmals die Milchstraße. Bei seinen Beobachtungen erkennt er, dass die Sonne und nicht die Erde im Mittelpunkt des Universums steht, Kopernikus mit seinem heliozentrischen Weltbild also Recht hat. Doch die Kirche ermahnt ihn, die Lehre des Kopernikus nicht weiter zu verbreiten und Galilei wird schließlich vor die Inquisition gezerrt um abzuschwören. Doch die Richtigkeit dieses Weltbilds lässt sich auch damit nicht verschweigen, obwohl es noch Jahrhunderte dauern soll, bis man die Größe der Milchstraße genauer erforschen kann. Erst 1923 weist Edwin Powell Hubble nach, dass es außer der Milchstraße noch weitere Galaxien gibt.

15:30 - 16:00, 3SAT
Gesichter des Orients

Jordanien durchlebte beinahe 2.000 Jahre lang, von der Zeit des Alten Testaments bis zum frühen Islam, eine wechselhafte Geschichte. Geografisch gesehen ist Jordanien ein letzter fruchtbarer Posten zwischen Mittelmeer und den Weiten der arabischen Wüste. Israeliten, Nabatäer, Römer, später Christen und islamische Herrscher prägten das Gesicht Jordaniens. Die Felsenstadt Petra, das heutige Amman und die Römerstadt Gerasa, byzantinische Mosaiken, Jagd- und Lustschlösser der syrischen Kalifen - das alles sind Facetten des Orients. Der Film 'Gesichter des Orients' erzählt die Geschichte Jordaniens.

Mittwoch, 28.07.2010
04:30 - 05:15, Phoenix
Königinnen vom Nil

Als ihr Gatte Thutmosis II. 1490 v. Chr. starb, ergriff die junge Witwe Hatschepsut die Macht und trat mit 16 Jahren aus der traditionellen Frauenrolle im Alten Ägypten heraus. Als Preis für den Thron veränderte sie ihr öffentliches Bild und befahl, sie auf Wandmalereien und Statuen nur noch als Mann darzustellen. Im 22. Jahr ihrer sehr erfolgreichen Herrschaft starb sie, ihre Statuen und Inschriften wurden von späteren Pharaonen zerstört. Nun versuchen Wissenschaftler das Leben Hatschepsuts zu rekonstruieren.

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05:15 - 06:00, Phoenix
Königinnen vom Nil

Kleopatra verkörpert wie keine andere Persönlichkeit den Mythos Ägyptens. Sie war der letzte weibliche Pharao und wird beschrieben als eine machtbewusste und intrigante Frau, überragend an Intelligenz, Charme und Schönheit. Sie schreckte auch vor Mord nicht zurück, um an die Herrschaft zu gelangen. Kleopatra stammt aus der Dynastie der Ptolemäer, die Ägypten 300 Jahre regiert hat. Nur wenige Tempel der Ptolemäer haben die Zeit überdauert.

Die zweite Folge des Films 'Königinnen vom Nil' zeichnet das Porträt von Kleopatra, dem letzten weiblichen Pharao Ägyptens, und lässt führende Experten zu Wort kommen.

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06:00 - 06:45, Phoenix
Giovanni Belzoni - Im Bann des Großen Ramses

Giovanni Belzoni (1778 - 1823) zählt zu den schillerndsten Figuren unter den Ägypten-Forschern. Seine einzigartige Karriere verdankt Belzoni purem Zufall: Der Zwei-Meter-Mann tingelt als Gewichtheber, bevor es ihn nach Ägypten verschlägt. Dort entdeckt der Italiener u.a. sechs Pharaonengräber und legt den gewaltigen Komplex von Abu Simbel frei, einen der Prachttempel von Pharao Ramses II.

Ramses II. lebte im 13. Jahrhundert v. Chr. und lenkte 67 Jahre die Geschicke seines Reiches.

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06:45 - 07:30, Phoenix
Giovanni Belzoni - Im Bann des Großen Ramses

Giovanni Belzoni, ehemaliger Zirkusartist, entdeckte auf abenteuerlichen Reisen die Pyramiden im Tal der Könige und 1817 eine Grabstätte in Abu Simbel. Das Dokudrama zeichnet das Leben des besessenen Archäologen nach.

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Sonntag, 01.08.2010
03:10 - 03:50, Phoenix
Namibia - Jäger, Sammler und Schamanen

Eine Antilope, eingefasst in eine Karte des Kosmos, eine Schlange mit riesigen Ohren, eine weiße Göttin im prähistorischen Südwestafrika: Rätsel, Geheimnisse und Geschichten um mythische Wesen und rituelle Opfer ranken sich um die Felsbilder, die man vielerorts in Namibia findet. Wissenschaftler interpretieren die frühen steinzeitlichen Kunstwerke zum Teil völlig unterschiedlich. Viele Fragen sind auch nach 100 Jahren Felsbildforschung unbeantwortet. Beispielsweise die nach Alter und Herkunft der Bilder: Waren die Künstler Vorfahren der Buschmänner, der San, die vor Jahrtausenden das südliche Afrika durchstreiften? Was waren die Motive für die Malereien und Gravierungen? Sind es naturalistische Beschreibungen einer vergangenen Lebenswelt, oder handelt es sich um Protokolle spiritueller Erfahrungen, Trancebilder und Totems? Zusammen mit dem Archäologen Tilman Lenssen-Erz und seiner Frau Marie-Theres Erz von der Afrikaforschungsstelle der Universität Köln sowie dem Historiker Goodman Gwasira von der Universität Windhoek, Namibia, spürt Peter M. Kruchten den Geheimnissen der Bilder vom Brandberg und von Twyfelfontein nach. Außerdem gelingt es Kruchten erstmals, in der unzugänglichen Apollo-11-Grotte in Südwestafrika zu filmen. Dort hatte der Archäologe Wolfgang Erich Wendt 1969 und 1972 sieben bemalte Steintafeln ausgegraben. Ein sensationeller Fund, handelt es sich doch um die ältesten datierten Kunstwerke Afrikas. 27.000 Jahre sind die Bilder alt, die heute in einem Tresor des Nationalmuseums in Windhoek lagern.

Montag, 02.08.2010
03:35 - 04:20, Phoenix
Lawrence von Arabien

Archäologe, Guerilla, Spion und Schriftsteller - und noch dazu ein Eigenbrötler und Exzentriker: Thomas Edward Lawrence (1888-1935) war schon zu Lebzeiten eine Legende. Der Film beschäftigt sich vor allem mit der Rolle, die 'Lawrence von Arabien' im Kampf gegen die Türken spielte.

Info: Exklusive Geschenkidee für Weihnachten: die Mitgliedschaft in der T.E. Lawrence Society in Oxford! Für 23 britische Pfund gibts Newsletter, Journale und Einladungen zu Symposien

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04:20 - 05:00, Phoenix
Die Rache des Regengottes

Die Hochkultur der Maya fasziniert seit ihrer Wiederentdeckung im Urwald Mittelamerikas Forscher und Abenteurer. Das Dschungelreich verfügte über erstaunliche mathematische und astronomische Kenntnisse, mit denen ein präziser Kalender entwickelt wurde - die Genauigkeit der Himmelsbeobachtungen wurde in Europa erst viel später erreicht. In dicht besiedelten Städten lebten bis zu 200 000 Einwohner - weit über 3000 Kult- und Machtzentren mussten mit einem ausgeklügelten Transportwesen und einer hochgezüchteten Landwirtschaft versorgt werden. Die Maya entwickelten ein kompliziertes Schriftsystem und stellten gigantische Rechenoperationen an. Die Ursachen des rätselhaften Unterganges dieser Zivilisation vor einem Jahrtausend konnten noch nicht endgültig entschlüsselt werden: Hatten sich rivalisierende Fürstengeschlechter gegenseitig vernichtet? Ließ die tyrannische Priesterkaste das Land ausbluten? Oder führte eine selbstverschuldete Klimakatastrophe ins Verderben? Der Film begleitet in den Staaten Mexiko und Guatemala international renommierte Wissenschaftler bei ihrer Suche nach den Gründen des Zusammenbruchs der Hochkultur. Archäologen aus Deutschland untersuchen im mexikanischen Bundesstaat Yukatán die bisher vernachlässigten Siedlungen von Bauern und finden in der Ruinenstadt Xkipché Spuren für eine gewaltsame Vertreibung der Herrscherschicht. Der nordamerikanische Starforscher Richard Hansen analysiert in der Königsstadt El Mirador/ Guatemala die Indizien für eine ökologische Katastrophe, die von der Bevölkerung selbst durch eine schleichende Zerstörung der Lebensgrundlagen verursacht wurde. In den berühmten Maya-Ruinen von Palenque haben mexikanische Ausgräber Beweise für eine katastrophale Hungersnot entdeckt. Damit bestätigen sie die Forschungsergebnisse des deutschen Geophysikers Professor Gerald Haug. Bei Tiefenbohrungen im Meeresboden der Karibik hat er im Rahmen einer internationalen Kampagne Beweise für radikale Klimaveränderungen gefunden, die exakt zum Zeitpunkt des Maya-Kollapses stattfanden. Eine Jahrtausenddürre hatte die Region heimgesucht; die Zahl der Toten muss innerhalb weniger Jahre in die Millionen gegangen sein. Wir tauchen mit der mexikanischen Unterwasserarchäologin Carmen Rojas und ihrem Team in das Höhlensystem im Untergrund von Yukatan. Sedimentablagerungen bestätigen das Vorkommen extremer Dürreperioden. Mit Laboranalysen und wissenschaftlich fundierten Computermodellen stellt der Film den neusten Stand der Forschung vor. Die wissenschaftliche Spurensuche ist verbunden mit dem szenischen Bericht über die historischen Entdeckungsreisen des deutschen Fotografen Teobert Maler, der vor 100 Jahren viele Ruinenorte der Maya wiederentdeckte und dokumentierte.

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05:00 - 05:45, Phoenix
Tropenfieber

Schon früher zog es Forscher und Entdecker in die Tropen. Francisco de Orellana befuhr 1542 erstmals den damals völlig unbekannten Amazonas - und gab dem Strom seinen Namen nach jenen wilden Kriegerinnen, den Amazonen, die ihn und seine Männer am meisten beeindruckten. Die Anerkennung für seine Entdeckung blieb ihm versagt. Louis Antoine de Bougainville umsegelte von 1766 bis 1769 als einer der ersten Menschen den Globus. Doch weil er lediglich Tahiti und ein paar Südseeinseln als Neubesitz für die französische Krone mitbrachte, blieb auch ihm nur der inoffizielle Ruhm. Alfred Russel Wallace schließlich entdeckte von 1854 an acht Jahre lang auf den Inseln des Malayischen Archipels eine unfassbare Menge neuer Tier- und Pflanzenarten und brachte 125.000 Tierpräparate mit. Heute findet Naturforscher Marc van Roosmalen in Amazonien immer neue Tierarten und versucht, große Areale des Regenwalds mit europäischen Spendengeldern zum Reservat zu machen. 'Tropenfieber' beleuchtet die Eroberung des Amazonas.

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05:45 - 06:30, Phoenix
Tropenfieber 

1766 brach Louis-Antoine de Bougainville mit seinem Schiff von Nantes aus in Richtung Süden auf. Sein Ziel: die Welt umsegeln. Zwei Jahre später entdeckte er Tahiti. Skorbut und Hunger machten die Weiterreise jedoch bald zur Tortur. Am Great Barrier Reef drehte Bougainville entnervt nach Norden ab - vielleicht hätte er sonst Australien entdeckt.

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06:30 - 07:15, Phoenix
Tropenfieber

Als sich Alfred Russel Wallace (1823 - 1913) 1854 einschiffte, um den Malaysischen Archipel und Papua-Neuguinea zu erforschen, konnte er nicht ahnen, dass er acht Jahre durchhalten würde. Der Privatgelehrte schlug sich mit dem Verkauf von Schmetterlingssammlungen und ausgestopften Orang-Utans durch. Vor allem auf Borneo bewegte sich Wallace stets im Land der gefürchteten Dayaks, der heimischen Kopfjäger. Doch Wallace arrangierte sich mit den Kriegern und spannte sie bisweilen sogar in seine Sammelwut ein. Seine bahnbrechenden Entdeckungen mündeten in den zentralen Thesen der späteren Evolutionstheorie. Wallace schrieb seine Theorien im Malaria-Fieber an den Biologen Charles Darwin. Darwin behauptete ein Jahr später, auf eigene Faust zu denselben Erkenntnissen gekommen zu sein wie Wallace: der vielleicht größte Diebstahl der Wissenschaftsgeschichte. Die dreiteilige Reihe 'Tropenfieber' berichtet von drei frühen Entdeckern, die mit ihren abenteuerlichen Reisen entscheidend zum Mythos der Tropen beigetragen haben. Teil drei erzählt die Geschichte von Alfred Russel Wallace.

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20:15 - 21:45, Phoenix
Rom - Niedergang einer Weltmacht (1)

Rom hatte durch Kriege und kluge Bündnispolitik über mehrere Jahrhunderte hinweg riesige Gebiete rund um das Mittelmeer erobert. Das Militär gewann mit der Zeit immer mehr an Einfluss. Im dritten Jh. regierten sogenannte Soldatenkaiser. Römer, die sich dem Christentum zuwendeten, wurden verfolgt .

Latein, die Sprache der Römer, war in Europa bis in die Neuzeit die Sprache der Gebildeten.

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Dienstag, 03.08.2010
04:10 - 04:55, Phoenix
Höllenfahrten

Im Jahr 1856 machte sich ein erbärmlicher Menschenstrom von Iowa auf den Weg nach Salt Lake City. Ihre Habseligkeiten auf Handkarren verstaut, zogen die Mormonen 2000 Kilometer zu Fuß durch Hitze und Eis. Ihr Weg ins gelobte Land ging durch die Hölle.

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04:55 - 05:40, Phoenix
Höllenfahrten

1869 machte sich der einarmige Major John Wesley Powell mit neun Pfadfindern auf, um den Verlauf des Colorados zu ergründen. Am Ende ihrer Fahrt landeten die halb verhungerten Männer in Arizona in einer rund 350 Kilometer langen Felsenschlucht, aus der es kein Entrinnen zu geben schien: dem Grand Canyon.

teufel1.jpg (35938 Byte)

05:40 - 06:20, Phoenix
Höllenfahrten

Im Januar '97 kentert Toni Bullimore im Polarmeer und harrt eine Woche unter dem Bootsrumpf aus. Er selbst stellt das Unglück und seine Rettung noch einmal nach.

06:50 - 07:35, Phoenix
Antarktis voraus!

Am 4. Dezember 1875 legt der deutsche Dampfsegler 'Deutschland' in Bremerhaven ab und nimmt Kurs auf New York. Das Kommando führt der erfahrene Kapitän Eduard Brickenstein. Die Dokumentation erzählt die dramatische Geschichte eines Untergangs, der eine einschneidende Veränderung in der deutschen Seefahrt bewirkte. Am 6. Dezember, gerät die 'Deutschland' vor der Ostküste Englands in einen Sturm der Windstärke 10. Brickenstein lässt umgehend den Ausguck verdoppeln und per Lotblei die Meerestiefe messen. Als plötzlich an Backbord aus dem Dunkel ein Licht aufblitzt, befiehlt der Kapitän halbe Kraft voraus und korrigiert den Kurs. Eine fatale Entscheidung, denn in diesem Moment läuft der Dampfer in der Höhe des Themse-Deltas auf eine Sandbank. Der Kapitän unternimmt verzweifelte Manöver, das Schlimmste abzuwenden, doch die Aktionen bleiben ohne Erfolg. Von den 230 Menschen an Bord lassen 57 ihr Leben in den eisigen Fluten des Atlantik. Erst am 7. Dezember 1875 kann ein Radschlepper die 173 Überlebenden in Sicherheit bringen, die schwer beschädigte 'Deutschland' versinkt im Meer. In Ermangelung einer deutschen Seegerichtsbarkeit wird Kapitän Eduard Brickenstein von der königlichen Admiralität in England der Prozess gemacht. Nach Paragraph 326 lautet die Anklage auf fahrlässige, beziehungsweise vorsätzliche Tötung in 57 Fällen. Das Verfahren löst im Deutschen Reich Empörung aus. Obwohl dem Kapitän keine Schuld nachgewiesen werden kann, und die Norddeutsche Lloyd Reederei den routinierten Seemann erneut einsetzen, zieht sich Eduard Brickenstein aus dem Geschäft zurück. Schon wenige Monate nach dem Unglück verabschiedet der Deutsche Reichstag ein Gesetz, das zur Gründung der Deutschen Seewarte als Gerichtsbarkeit führt. 130 Jahre nach der Katastrophe bemüht sich ein Team aus Unterwasser-Archäologen, das Wrack der 'Deutschland' in den Untiefen des Ärmelkanals zu orten. Die Forscher wollen dem Fall auf den Grund gehen und die Ereignisse jener Dezembernacht rekonstruieren.

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20:15 - 21:45, Phoenix
Rom - Niedergang einer Weltmacht (2)

Im fünften Jahrhundert nach Christus hat das Römische Reich nach langer Blütezeit eine noch längere Periode des langsamen Niedergangs hinter sich. Seit Jahrzehnten ist es in ein Weströmisches und ein Oströmisches Reich geteilt. Ein Kaiser residiert in Rom, dem alten Zentrum des Reichs. Ein zweiter Kaiser herrscht in Konstantinopel. Sein Reich wird noch fast ein Jahrtausend bestehen, bis die Türken im 15. Jahrhundert Konstantinopel erobern. Im letzten Jahrhundert der Existenz des Weströmischen Reiches leben die Feinde von einst mitten im Reich. Rom hat die Germanen als Söldner angeworben, weil es seine Grenzen nicht mehr allein verteidigen kann. Bezahlt werden sie mit Ackerland, dem wertvollsten Schatz Roms. Aber die Germanen leben als Fremde unter Römern. Romanisiert werden sie nicht. Viele Germanen bekleiden hohe Positionen im Heer und in der Zivilverwaltung. Nur der Thron bleibt ihnen verwehrt. Weströmischer Kaiser darf nur ein Römer werden. Doch beim Ringen um die Macht kämpfen Germanen längst in vorderster Reihe. So herrscht der Heerführer Ricimer über Rom durch von ihm abhängige Monarchen. Er setzt Kaiser ein und stürzt sie wieder, wenn sie sich seinem Einfluss entziehen wollen. Sein Nachfolger Odoaker ist da weitsichtiger. Er hat erkannt, dass West-Rom in der alten Form keine Zukunft hat. Im Jahre 476 nach Christus zwingt er den letzten Kaiser Romulus Augustus, Purpurgewand und goldene Krone nach Konstantinopel zu schicken mit der Botschaft, der Westen brauche keinen Kaiser mehr. Odoaker aber setzt sich selbst als König von Italien ein.

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22:15 - 23:45, Phoenix
Versailles - Der Traum eines Königs

Der Film erzählt in Form eines Dokudramas die Geschichte des Baus von Versailles, des Königsschlosses schlechthin - des wohl berühmtesten Schlosses der Welt. Damit verflochten ist die Lebensgeschichte des Erbauers, Ludwig XIV., der 'Sonnenkönig'. Zu Beginn seiner Herrschaft residierte er im Pariser Louvre. Der Bau von Versailles war nicht nur ein gigantisches architektonisches Projekt - er war auch der Beginn einer neuen Herrschaftsform. Zuvor hatten sich Teile des französischen Adels mehrfach gegen das Königshaus aufgelehnt, auch mit Waffengewalt. Nun aber war der Adel gezwungen, in Versailles zu leben, wollte er nicht unbedeutend werden. Doch in Versailles zu leben, das hieß unter der direkten Kontrolle des Königs selbst. Danach gab es keine Adelsaufstände mehr - bis auf die Französische Revolution 1789. 1661 begann der Bau des Schlosses. Weitgehend fertiggestellt wurden die letzten Bauten erst 30 Jahre später, Anfang der 90er-Jahre des 17. Jahrhunderts. Aber schon lange zuvor war der König mit seinem immensen Hofstaat, der aus mehreren Tausend Menschen bestand, eingezogen. Bis 1715 sollte er von hier aus regieren, bis zu seinem Tod - eine Herrschaft mit einer nie wieder gekannten Prachtentfaltung und Machtfülle.

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Mittwoch, 04.08.2010
05:20 - 06:05, Phoenix
Deutsche Kolonien

^'Erst kommt der Missionar, dann der Konsul, dann die Armee', bringt Autorin Gisela Graichen die Doku auf den Punkt: Weißen Eroberern ging es weniger ums Entdecken als ums Ausbeuten der Kolonien. Unter den Deutschen war Kurfürst Friedrich Wilhelm I. von Brandenburg der Erste, der sich mit Afrikas 'Schätzen' sanieren wollte. Im heutigen Ghana besucht das Filmteam seine Festung Groß Friedrichsburg, wo einst Sklaven vor der Verschiffung in die Karibik eingepfercht waren.

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06:05 - 06:50, Phoenix
Deutsche Kolonien

1904 erheben sich die Hereros. Am Waterberg in Namibia kommt es unter Leitung von General von Trotha zur entscheidenden Schlacht - und zum Völkermord. 1905 brennt auch Ostafrika: Der Maji-Maji-Aufstand wendet sich gegen eine rigide Steuerpolitik und den Zwangsanbau der ungeliebten Baumwolle. 'Daheim im Reich' führen die 'Hottentotten-Aufstände' zu Neuwahlen.

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06:50 - 07:35, Phoenix
Deutsche Kolonien

Voller Zuversicht waren die Deutschen 1914 zu den Fahnen geeilt, nicht nur im Reich, sondern auch in ihren so genannten Schutzgebieten in Afrika, der Südsee und China. Doch vom erträumten Weltreich waren schon wenige Wochen nach Kriegsbeginn nur noch kümmerliche Reste übrig. Hitler belebte den Traum von den deutschen Kolonien neu, doch die Niederlagen der deutschen Truppen an vielen Fronten veranlassten ihn 1943, alle Planungen für Afrika aufzugeben.

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Freitag, 06.08.2010
12:00 - 12:15, RBB
Sigiriya - Sagenhafte Felsenfestung, Sri Lanka

Im Herzen der Insel Sri Lanka stürzt im 5. Jahrhundert n. Chr. ein verblendeter Sohn den Vater vom Thron. Doch er will nicht nur die Macht, auch die Schätze des Königs. Dieser, ein großer Erbauer von Bewässerungssystemen, antwortet: 'Mein Reichtum ist das Wasser!' Der Thronräuber gerät außer sich vor Wut, kettet den Vater an einen Felsen und läßt ihn qualvoll verdursten. Er verjagt seinen Bruder, den rechtmäßigen Erben, aus dem Land. Doch bald beherrscht nur noch die Angst vor dessen Rache seine Gedanken. Er flieht in den Dschungel, hoch auf einen unzugänglichen Felsen und mauerte sich dort mit seinen Schätzen ein. Dem Wahn des Vatermörders verdanken wir einen herrlichen Palast zwischen Himmel und Erde, ein achtes Weltwunder, sagen manche. Die Felsenfestung von Sirigiya mit den Resten des Palastes, den Zisternen, Pools, erotischen Fresken, Felsenhöhlen und Wassergärten zeugt noch heute von den übermenschlichen Taten eines Gehetzten. Seine tragische Geschichte erzählt die filmische Dokumentation über die Festung in den Wolken - ein sagenhaftes, aber wahres Kapitel aus der Geschichte einer Insel voller Legenden.

12:15 - 13:00, 3SAT
Theresa von Avila

Wenn in dem mittelalterlichen Städtchen Avila im Herzen Spaniens das Fest der heiligen Theresa gefeiert wird, ist das ganze Volk auf den Beinen. Die sonst so ruhigen Straßen sind voller Menschen, die Hotels sind belegt, in den Küchen der Restaurants brodelt es, und vor der Stadtmauer werden die Vorbereitungen für das große Feuerwerk getroffen. Die Ortsheilige ist immerhin eine der größten Frauengestalten der katholischen Kirche, Ordensgründerin, erste weibliche Kirchenlehrerin und Patronin Spaniens. Und sie war eine Frau, die sich voller Leidenschaft gleichzeitig der Welt zuwandte und tiefe religiöse Erfahrungen suchte. Schon als junges Mädchen, als Tochter einer wohlhabenden Familie, in die sie 1515 hineingeboren wurde, schätzte sie die Freuden des Lebens. Doch die strengen Gesetze von Kirche und Gesellschaft des 16. Jahrhunderts setzten ihr Grenzen. Eine Möglichkeit, dennoch ein intensives und erfülltes Leben führen zu können, fand sie ausgerechnet im Kloster. Mit 20 Jahren trat sie in das Karmeliterkloster der 'Menschwerdung' in Avila ein. Theresas religiöser Weg war von da an gekennzeichnet von geheimnisvollen Krankheiten, mystischen Visionen und ekstatischen Erlebnissen. Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen, aber auch mit viel Charme, Humor und Diplomatie, gelang es ihr, sich fast völlig von der Bevormundung männlicher Geistlicher zu befreien. 1582 starb Theresa in Alba de Tormes, dem Sitz der mächtigen Herzöge von Alba. Schon 40 Jahre nach ihrem Tod wurde Theresa heilig gesprochen. Papst Paul VI. ernannte sie 1970 zur Kirchenlehrerin. Der Film 'Theresia von Avila' porträtiert die Heilige und gibt Einblicke in die Klausur des strengen Klosters der 'Menschwerdung' von Avila.

16:00 - 16:45, H3
Auf den Spuren der Wikinger

'Dass die Wikinger über die Ozeane der Welt gesegelt sind, verdient Respekt', sagt der Pole Henryk Wolski. Wirklich angetan jedoch hats ihm eine Wikingerroute über Flüsse zwischen seiner Heimat Danzig und Odessa. Mit der 'Welet', einem originalgetreuen Nachbau eines Wikingerschiffes, und einer starken Rudermannschaft gehts auf die turbulente Reise. Ein '360°'-Team ist dabei.

21:45 - 22:30, Phoenix
Das Gold der Konquistadoren

Der Drang nach Ruhm und Goldreichtum trieb den deutschen Abenteurer Ambrosius Alfinger vor 500 Jahren hinaus in die Neue Welt. Ein TV-Team folgt seiner beschwerlichen Route durch Panama in das heutige Guerilla-Gebiet Kolumbiens.

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22:30 - 23:20, Phoenix
1536 - Tod der Sonnensöhne

Der peruanische Archäologe Guillermo Cock machte an einer Fundstätte in der Nähe von Lima Entdeckungen, die vielleicht den ersten materiellen Beweis für eine Widerstandsbewegung der Inkas liefern. Die neu gewonnenen Erkenntnisse weisen darauf hin, dass die Angehörigen dieser hoch entwickelten Zivilisation den brutalen und habgierigen spanischen Eroberern im 16. Jahrhundert einen verbissenen Guerillakrieg lieferten. Sie errichteten Gegenbelagerungen, wandten Einschüchterungstaktiken an und versuchten in einem Wettlauf gegen die Zeit, die Waffen und Kriegsstrategien der Spanier zu beherrschen. Es scheint, als hätte es selbst mit Hilfe Tausender indianischer Rekruten und Söldner aus dem heutigen Nicaragua mehrere Jahrzehnte gedauert, bis die Konquistadoren die Inka-Rebellen bezwingen konnten. Tatsächlich soll es den Inkas sogar fast gelungen sein, die Spanier vom südamerikanischen Kontinent zu vertreiben. Guillermo Cock schreibt die Geschichte der Eroberung des Inka-Reiches neu und stützt seine Hypothesen auf Untersuchungen der Mumien und Skelette eines Ausgrabungsortes in Lima. Anhand stringenter anthropologischer, forensischer und historischer Analysen wird die Geschichte des Inka-Untergangs aus einer neuen Perspektive dargestellt.

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