|
Navigation
Diese
Woche
Samstag
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag

Nächste Woche
Samstag
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Schnellübersicht
Bahngeschichten
Empfehlungen
Geschichtssendungen
Kindersendungen
Kulinarische
Entdeckungen
Religionen der Welt
Spielfilme
Tier- und
Natursendungen
Weltkulturerbe
Wissenschaft
& Technik
-->
Erdkunde
--> Service
-->
Seiteninternes
Kommunikation
FAQ
Gästebuch
Hilfeforum
Kontakt
Impressum
Suchmaschine
|
 |
Geschichtssendungen |
| Samstag, 24.07.2010 |
| 11:36 - 12:20,
MDR |
| Ägypten - Das Rätsel um Grab
33 Die Öffnung eines mysteriösen Grabs
hält am 7. Dezember 2005 Ägyptologen aus der ganzen Welt in Atem - Dr. Sabry Abd El-Aziz
zeigt der staunenden Öffentlichkeit die letzte Ruhestätte des Gelehrten Petamenophis,
auch Padiamenope genannt. Das Seltsame: Obwohl Petamenophis nur ein hochrangiger
Staatsdiener war, übertrifft die Größe des Grabes die aller Pharaonengräber.
Das Grab liegt bei Luxor, wenige hundert Meter neben dem Tal der Könige. Es besteht aus
22 Räumen und mehrere hundert Meter langen Gängen.

|
| Sonntag, 25.07.2010 |
| 19:30 - 20:15,
ZDF |
| Der geheime Kontinent Die
Spanier bringen das Pferd - und bald bevölkern Millionen von Mustangs die
nordamerikanischen Prärien. Dann kommt das europäische Hausschwein: Es wird die
Nahrungsgewohnheiten der Menschen komplett verändern. Schon um die Mitte des 19.
Jahrhunderts hat sich so der wilde Kontinent Amerika in ein zweites Europa verwandelt.
Dabei wurden die Ureinwohner verdrängt - nicht durch Kriege, sondern durch lautlose
Eroberer: die Krankheitserreger von Pocken und Pest.
Auch Europa veränderte sich durch Pflanzen und Bazillen aus der Neuen Welt.

|
| Montag, 26.07.2010 |
| 04:20 - 05:05,
Phoenix |
| Metropolis - Die Macht der
Städte Vierteilige Reihe über beeindruckende Städte, die Geschichte
geschrieben haben: Athen, die Geburtsstätte der Demokratie; Alexandria, die Stadt des
Wissens; Karthago, die Stadt der Seefahrer; und Rom, das Zentrum der antiken Welt. Die
Kombination von aktuellen und historischen Aufnahmen, Spielszenen und Computeranimationen
ermöglicht eine Zeitreise der besonderen Art.

|
| 05:05 - 05:50,
Phoenix |
| Metropolis - Die Macht der
Städte Für die antike Welt war Alexandria eine Stadt voller Wunder und
Geheimnisse. Direkt an der Einfahrt zum Handelshafen der Metropole erhob sich eines der
Sieben Weltwunder, der gigantische Leuchtturm 'Pharos'. Mit seinen 140 Metern Höhe war er
das höchste Gebäude der Antike und praktisch der erste Wolkenkratzer überhaupt.
Unvorstellbare Schätze barg die sagenhafte Bibliothek Alexandrias. Hier wurde das
gesammelte Wissen des Altertums aufbewahrt, 700 000 Schriftrollen in allen damals
bekannten Sprachen sollen sich in den Regalen befunden haben. Hier forschten und
unterrichteten die berühmtesten Gelehrten ihrer Zeit: Archimedes, Euklid und
Erathostenes, der bereits herausgefunden hatte, dass sich die Erde um die Sonne dreht.
Schon die Gründung der Stadt soll auf ein Wunder zurückgehen. Alexander der Große hat
demnach von einer Traumgestalt den Hinweis erhalten, wo er seine Königsstadt errichten
soll. Neuere Grabungen bestätigen zumindest, dass die Baumeister von Alexandria durchaus
Visionäre waren. Die griechische Siedlung auf ägyptischem Boden war komplett 'auf dem
Reißbrett' entstanden. 331 vor Christus gab Alexander den Bau in Auftrag, und schon
wenige Jahrzehnte später lebten rund eine halbe Million Menschen in der aufstrebenden
Metropole. Nichts wurde dem Zufall überlassen. Die großen Verkehrsadern waren mit 30
Metern Breite so großzügig ausgelegt, dass noch heute der Verkehr an gleicher Stelle
ungehindert fließen kann. Bevor die Gebäude errichtet und die Straßen gebaut werden
konnten, wurde ein Wasserleitungssystem in den felsigen Untergrund geschlagen - eine
baugeschichtliche Meisterleistung. Vermutlich planten und überwachten die Architekten
dieser frühen 'Megacity' die Bautätigkeit von einer kleinen vorgelagerten Insel aus:
Nelson Island. Die beiden Autoren Manfred Baur und Hannes Schuler begleiteten den
italienischen Archäologen Professor Gallo, der als erster Forscher seit Jahrzehnten das
winzige Eiland untersuchen darf. Die Insel war lange Zeit militärisches Sperrgebiet. Das
ZDF-Team zeigt die ersten Bilder der frühesten Anfänge Alexandrias. Auch in dieser Folge
inszenieren die beiden Autoren das Schicksal einer berühmten Person der Stadt. Der
römische Gelehrte Hygienus überlieferte die Geschichte der jungen Athenerin Agnodike.
Sie kommt in das moderne, weltoffene Alexandria, um hier Medizin zu studieren.

|
| 05:50 - 06:30,
Phoenix |
| Metropolis - Die Macht der
Städte Im Frühjahr 146 vor Christus machten die Römer Karthago dem
Erdboden gleich. So steht es in den Geschichtsbüchern, und kaum jemand erinnert sich an
mehr, wenn von der ehemaligen punischen Hauptstadt die Rede ist. Dabei geriet eine der
glanzvollsten Metropolen der Antike völlig zu unrecht in Vergessenheit. Rund 800 Jahre
vor unserer Zeitrechnung von den Phöniziern als Handelsstützpunkt gegründet,
entwickelte sich die Stadt schnell zu einem kommerziellen Zentrum, wo Waren aus der
gesamten antiken Welt gehandelt wurden. Lange Zeit spielte Karthago in der Forschung eine
untergeordnete Rolle. Zu gründlich waren die römischen Legionen bei ihrem
Zerstörungswerk gewesen. Ruinen aus der Blütezeit der Stadt waren entweder völlig
ausradiert oder später überbaut worden. Nur wenige Funde gaben Auskunft über Kleidung
und Kultur, Lebensweise und Glauben der Karthager. Die karthagischen Schriftzeichen sind
zwar die direkten Vorbilder der griechischen und römischen Schrift und damit des modernen
Alphabets, aber nur wenige Textfetzen jener Urschrift sind erhalten. Die wichtigsten
Hinweise auf Karthago und seine Bewohner waren bislang bei römischen Autoren zu finden.
Allerdings erweisen sich die Texte mehr und mehr als Kriegspropaganda, die den Karthagern
wohl in den seltensten Fällen gerecht wird. In den letzten Jahren gelang es einigen
Forschern jedoch, etwas Licht in das Dunkel der punischen Geschichte zu bringen. Professor
Fethi Chelbi vom Nationalmuseum Karthago gelang es beispielweise, einige der Geheimnisse
des raffiniert geplanten Kriegshafens zu lüften. Die runde Militäranlage lag
landeinwärts hinter dem viereckigen Becken für die Handelsschiffe verborgen. Er war mit
einer Mauer umgeben und weder vom Land noch vom Wasser her einzusehen. 220 Rampen waren
hier aufgereiht, von denen Kriegsschiffe in Rekordzeit herunter gelassen werden konnten.
Eine Sensation gelang dem niederländischen Wissenschaftler Roald Docter. Er stieß bei
seiner Suche nach der ehemaligen Stadtmauer Karthagos auf eine Art 'Industrieviertel'. Die
schmutzigen und stinkenden Handwerksbetriebe mussten offenbar vor den Toren der
eigentlichen Stadt bleiben. Häufige Fundstücke in den Ruinen des Außenbezirks waren
Blasebalgdüsen, die erst vor kurzem bei der genauen Untersuchung im Labor ihren Zweck
preisgaben. Offenbar kannten die Karthager bereits ein mehrstufiges Veredelungsverfahren
für Eisen. In den Düsen fanden sich Kalkrückstände, die dazu dienten, Verunreinigungen
des Eisens zu neutralisieren. Dieses Wissen ging mit dem Fall Karthagos verloren und wurde
erst wieder in der vorindustriellen Zeit für die Stahlherstellung eingesetzt. Trotz ihres
großen Wissens und ihrer überragenden Technologie waren die Karthager vor allem
Seefahrer und Händler. Über mehrere Jahrhunderte beherrschten sie den Seehandel auf dem
Mittelmeer und segelten sogar bis nach Westafrika, um Geschäfte zu machen und
Bodenschätze abzubauen. Dabei hafteten Kapitäne und Navigatoren mit ihrem Besitz und
sogar mit ihrem Leben, wenn sie ein Schiff durch Unwetter oder Piraten verloren. Einen
kleinen Einblick in die raue Welt der karthagischen Seeleute erlaubt die Geschichte des
punischen Navigators Mago, der als Schiffbrüchiger nach Karthago zurückkehrte. Weil sein
Geld nicht ausreichte, um die Kaufleute zufrieden zu stellen, die ihm ihre Waren
anvertraut hatten, wurde er als Sklave verkauft und der Erlös unter den Gläubigern
aufgeteilt. Damit ist sein Schicksal aber nicht besiegelt. In einer erfolgsorientierten
Gesellschaft wie der der Karthager war eine schnelle Karriere ebenso möglich wie der
plötzliche Abstieg.

|
| 06:30 - 07:15,
3SAT |
| Die geheimen Höhlen der
Grafen Bégouën Tief im Inneren der französischen Pyrenäen haben Menschen
vor 14.000 Jahren beeindruckende Kunstwerke geschaffen. Weite Teile davon sind bis heute
erhalten, doch bislang hatte kaum jemand die Möglichkeit, die einzigartigen Artefakte der
französischen Höhlen zu bestaunen. Denn die Höhlen sind seit Generationen im Besitz der
Familie Bégouën. Das Familienoberhaupt Robert Bégouën wehrt sich - wie auch schon sein
Vater und Großvater - strikt gegen jegliche touristische Nutzung und jede noch so kleine
Veränderung. In Frankreich leben ganze Regionen vom Höhlentourismus. Doch viele Höhlen
haben die Besuchermassen nicht verkraftet. Lascaux etwa, die 'Sixtinische Kapelle der
Steinzeit' mit ihren Stieren, Pferden und Hirschen, musste bereits 1963 wegen Schimmel-
und Algenbefall weitgehend geschlossen werden. Auch Forschung kann gelegentlich
Zerstörung bedeuten: Wo eine archäologische Ausgrabung stattfindet, werden Informationen
gewonnen und gleichzeitig vernichtet. So setzt der Graf von Bégouën alles daran, damit
seinen Höhlen dieses Schicksal nicht widerfährt. Die Dokumentation 'Die geheimen Höhlen
der Grafen Bégouën' von John A. Kantara zeigt beeindruckende Bilder aus den Höhlen nahe
des Flüsschens Volp und den Grafen Bégouën bei seinem Kampf um die Erhaltung der
Höhlen. Die Dokumentation zeigt aber auch andere, zum Teil beschädigte Höhlen - ein
Weltkulturerbe, das erkennbar in Gefahr ist.

|
| 06:30 - 07:15,
Phoenix |
| Metropolis - Die Macht der
Städte Schon vor über 2000 Jahren klagten die Römer über Lärm und
Verkehrsstaus. Gesetze verbannten Ochsenkarren tagsüber aus der Metropole, dafür raubten
sie nachts den Anwohnern den Schlaf. Im 2. Jahrhundert war Rom die erste Millionenstadt
der Geschichte. Der Mix aus aktuellen und historischen Aufnahmen sowie PC-Animationen
ermöglicht eine faszinierende Zeitreise.

|
| Dienstag, 27.07.2010 |
| 04:30 - 05:15,
Phoenix |
| Vasco da Gama und Portugals
Aufbruch ins Unbekannte Im Juli 1497 brach der portugiesische Seefahrer
Vasco da Gama von Lissabon aus zu einer der abenteuerlichsten Entdeckungsfahrten der
Weltgeschichte auf. Mit vier Schiffen wollte der 28-jährige Kapitän den Seeweg nach
Indien finden - auf der Ostroute, um Afrika herum. Fünf Jahre vorher hatte sein
Konkurrent Christoph Kolumbus - in Diensten des spanischen Königs - den Weg nach Indien
in westlicher Richtung gefunden. Heute wissen wir, dass er Amerika entdeckte. In vier
Folgen schildert der Dokumentarfilmer Luc Cuyvers Portugals Aufstieg zur reichen
Kolonial-, Handels- und Weltmacht. Die Geschichte begann Anfang des 15. Jahrhunderts mit
den ersten Fahrten entlang der westafrikanischen Küste und endete erst am 31. Dezember
1999 mit der Rückgabe der letzten Kolonie - Macao - an die Volksrepublik China. Die
Geschichte Portugals zu jener Zeit liest sich wie ein Logbuch der Pioniertaten des
Infanten Heinrich, der später - obwohl er nie auf große Entdeckungsfahrten gegangen war
- den Beinamen 'der Seefahrer' erhält. Heinrich, von seinem Vater König Johann I. zum
Gouverneur der äußersten Südküste Portugals gemacht, gründete in Sagres eine
Seefahrerschule. Sie war die Keimzelle aller späteren Entdeckungs- und Eroberungsreisen.
Im Mittelpunkt der ersten Folge steht die Eroberung von Kap Bojador, eines gewaltigen
Küstenvorsprungs aus Sandstein an der nordwestlichen Atlantikküste Afrikas. Kap Bojador
galt bis dahin als 'das Ende der Welt'. Dahinter vermutete man einen tiefen Schlund, den
Eingang zur Hölle.

|
| 05:15 - 06:00,
Phoenix |
| Vasco da Gama und Portugals
Aufbruch ins Unbekannte Der portugiesische Seefahrer Gil Eanes war 1432 der
erste Europäer, der mit seinen Schiffen das berüchtigte Kap Bojador an der
Nordwestküste Afrikas umsegelte und somit den Weg für weitere Entdeckungsfahrten
freimachte. Prinz Heinrich von Portugal hatte ihm den Auftrag gegeben. Er wollte den Weg
nach Indien finden, zu den Reichtümern im geheimnisvollen Land der tausend Gewürze. Jahr
um Jahr stießen die Portugiesen weiter nach Süden vor - immer am äußersten Rand des
unbekannten Kontinents Afrika entlang. Die Tapferkeit der Kapitäne und die ihrer
Mannschaften ist Legende. Der Verlauf der Küste wurde von ausgebildeten Kartographen
akribisch genau festgehalten. Schreiber brachten die Entbehrungen, Erfahrungen und
Entdeckungen zu Papier. Auch im Bau von Schiffen verschaffte sich Portugal eine
Vormachtstellung. Aber die Passage nach Indien wurde immer noch nicht gefunden. Dafür
fanden die Portugiesen Gold und Elfenbein. Die dunklen Kapitel der Geschichte der
Entdeckung des Seewegs nach Indien begannen. 1460 starb Prinz Heinrich. Die Afrikareisen
gerieten ins Stocken. Dann umrundete Bartholomeu Diaz die Südspitze Afrikas - und
bemerkte es zunächst nicht einmal. Auf der Rückreise - auch er hatte Indien nicht
gefunden - gerieten seine Schiffe in schwere Unwetter. Diaz gab dem Ort den Namen 'Kap der
Stürme'. Sein König aber ordnete an, die Südspitze Afrikas das 'Kap der Guten Hoffnung'
zu nennen. Denn nun, so meinte Johann II., sei der Weg nach Indien frei - rund 30 Jahre
nach dem Tod Heinrichs. |
| 06:00 - 06:45,
Phoenix |
| Vasco da Gama und Portugals
Aufbruch ins Unbekannte Niemand weiß genau, wann Vasco da Gama geboren
wurde. Vermutlich aber kam er Ende 1469 als Sohn des Gouverneurs von Sines an der
portugiesischen Atlantikküste zu Welt. Der junge Mann aus reichem Haus erwarb sich sehr
schnell den Ruf eines guten Kapitäns. 1497, mit 28 Jahren, erhielt Vasco da Gama von
seinem König den Auftrag, endlich den so lange gesuchten Seeweg nach Indien zu finden -
und zwar auf der Route nach Osten, um die Südspitze Afrikas herum. Ein gewisser Christoph
Kolumbus meinte, diesen Weg im Auftrag des spanischen Königs bereits 1492 gefunden zu
haben - allerdings auf der Route nach Westen. Heute wissen wir, dass Kolumbus den damals
noch unbekannten Kontinent Amerika entdeckt hatte. Mit vier großen und neu entwickelten
Schiffen und 160 Mann machte sich da Gama auf die Suche. Einer seiner Soldaten, ein
gewisser Alvaro Velho, schrieb das Tagebuch dieser Expedition. Es blieb die einzige
schriftliche Überlieferung der abenteuerlichen Reise. Die 'Reiseroute zu den
Gewürzländern' sei unter Benutzung des Seeweges beträchtlich kürzer als die von Marco
Polo über Land gefundene, meinte man damals - und das rechtfertigte jedes Abenteuer und
viel Geld. Bereits Weihnachten 1497 war Vasco da Gama an der Ostküste Südafrikas an Land
gegangen. Er nannte es 'Natal' - das portugiesische Wort für dieses Fest. Fünf Monate
und rund 2 000 Seemeilen später ging die Flotte dann wenige Meilen nördlich der Stadt
Calicut vor Anker. Der Seeweg nach Indien war gefunden. Als Vasco nach zwei Jahren Reise
wieder in Lissabon eintraf, waren von den einst 160 Männern an Bord der Schiffe nur noch
55 übrig geblieben.

|
| 06:45 - 07:30,
Phoenix |
| Vasco da Gama und Portugals
Aufbruch ins Unbekannte 1510 eroberten die Portugiesen die indische
Hafenstadt Goa und machten sie zur Hauptstadt ihres neuen 'Königreichs'. Vasco da Gama,
der zwölf Jahre zuvor den Seeweg nach Indien entdeckt hatte, wurde Vizekönig der
Kolonie. Am 24. Dezember 1524 starb der große Seefahrer im 'Goldenen Goa', das heute
Panaji heißt. Von Goa aus drangen die Portugiesen um die Südspitze des indischen
Subkontinents herum weiter nach Osten vor. Gold und Gewürze, Silber und Seide - der
Handel blühte und machte Eroberer und Abenteurer zu reichen Leuten. Überall an den
Küsten entstanden neue Städte. Einer dieser Abenteurer war Fernao Mendes Pinto, der 1538
in Indien ankam. Er war Kaufmann, Pirat, Sklave, Jesuit, Diplomat und Schriftsteller.
Seine Reiseberichte bilden das Fundament der vierten und letzten Folge. Pintos
Lebensgeschichte scheint die Fortseztung der Vasco da Gamas zu sein. Allerdings vermischen
sich bei ihm Fantasie und Wirklichkeit, unglaubliche Abenteuer und scharfe, realistische
Beobachtungen. Die Entdeckung des Mittleren und des Fernen Ostens im 16. und 17.
Jahrhundert durch die Portugiesen - und später dann durch Holländer und Briten - ist
aber auch ohne Zweifel reich an märchenhaften Geschichten und kaum vorstellbaren
Ereignissen. Birma (seit 1989 amtlicher Name Myanmar), Thailand, Kambodscha, Malaysia,
Vietnam und China - Europa erhielt Kenntnis von fremden Kulturen, Menschen und
Handelsgütern. 1543 verschlug ein furchtbarer Taifun eine portugiesische Schiffsbesatzung
an ein den Europäern bis dahin unbekanntes Gestade. Ein neues Land war entdeckt - Japan!
Die Portugiesen brachten wertvolle Tauschwaren mit, die im 'Land der aufgehenden Sonne'
völlig unbekannt waren: Gewehre, Patronen und Pulver. |
| 09:30 - 09:45,
H3 |
| Meilensteine der
Naturwissenschaft und Technik Schon früh mutmaßte man, dass das
schimmernde Band am Himmel aus zahllosen Sternen bestehen müsse, die aber nicht mit dem
bloßen Auge zu erkennen sind. Erst die Erfindung des Fernrohrs machte eine genauere
Betrachtung möglich. Galilei gelingt es, durch den Nachbau eines holländischen Fernrohrs
und mit Hilfe der Präzisionsarbeit der venezianischen Linsenschleifer, ein Fernrohr mit
ausreichender Vergrößerung zu bauen. Mithilfe dieses Fernrohrs untersucht Galilei 1609
erstmals die Milchstraße. Bei seinen Beobachtungen erkennt er, dass die Sonne und nicht
die Erde im Mittelpunkt des Universums steht, Kopernikus mit seinem heliozentrischen
Weltbild also Recht hat. Doch die Kirche ermahnt ihn, die Lehre des Kopernikus nicht
weiter zu verbreiten und Galilei wird schließlich vor die Inquisition gezerrt um
abzuschwören. Doch die Richtigkeit dieses Weltbilds lässt sich auch damit nicht
verschweigen, obwohl es noch Jahrhunderte dauern soll, bis man die Größe der
Milchstraße genauer erforschen kann. Erst 1923 weist Edwin Powell Hubble nach, dass es
außer der Milchstraße noch weitere Galaxien gibt. |
| 15:30 - 16:00,
3SAT |
| Gesichter des Orients Jordanien
durchlebte beinahe 2.000 Jahre lang, von der Zeit des Alten Testaments bis zum frühen
Islam, eine wechselhafte Geschichte. Geografisch gesehen ist Jordanien ein letzter
fruchtbarer Posten zwischen Mittelmeer und den Weiten der arabischen Wüste. Israeliten,
Nabatäer, Römer, später Christen und islamische Herrscher prägten das Gesicht
Jordaniens. Die Felsenstadt Petra, das heutige Amman und die Römerstadt Gerasa,
byzantinische Mosaiken, Jagd- und Lustschlösser der syrischen Kalifen - das alles sind
Facetten des Orients. Der Film 'Gesichter des Orients' erzählt die Geschichte Jordaniens. |
| Mittwoch, 28.07.2010 |
| 04:30 - 05:15,
Phoenix |
| Königinnen vom Nil Als
ihr Gatte Thutmosis II. 1490 v. Chr. starb, ergriff die junge Witwe Hatschepsut die Macht
und trat mit 16 Jahren aus der traditionellen Frauenrolle im Alten Ägypten heraus. Als
Preis für den Thron veränderte sie ihr öffentliches Bild und befahl, sie auf
Wandmalereien und Statuen nur noch als Mann darzustellen. Im 22. Jahr ihrer sehr
erfolgreichen Herrschaft starb sie, ihre Statuen und Inschriften wurden von späteren
Pharaonen zerstört. Nun versuchen Wissenschaftler das Leben Hatschepsuts zu
rekonstruieren.

|
| 05:15 - 06:00,
Phoenix |
| Königinnen vom Nil Kleopatra
verkörpert wie keine andere Persönlichkeit den Mythos Ägyptens. Sie war der letzte
weibliche Pharao und wird beschrieben als eine machtbewusste und intrigante Frau,
überragend an Intelligenz, Charme und Schönheit. Sie schreckte auch vor Mord nicht
zurück, um an die Herrschaft zu gelangen. Kleopatra stammt aus der Dynastie der
Ptolemäer, die Ägypten 300 Jahre regiert hat. Nur wenige Tempel der Ptolemäer haben die
Zeit überdauert.
Die zweite Folge des Films 'Königinnen vom Nil' zeichnet das Porträt von Kleopatra, dem
letzten weiblichen Pharao Ägyptens, und lässt führende Experten zu Wort kommen.

|
| 06:00 - 06:45,
Phoenix |
| Giovanni Belzoni - Im Bann des
Großen Ramses Giovanni Belzoni (1778 - 1823) zählt zu den schillerndsten
Figuren unter den Ägypten-Forschern. Seine einzigartige Karriere verdankt Belzoni purem
Zufall: Der Zwei-Meter-Mann tingelt als Gewichtheber, bevor es ihn nach Ägypten
verschlägt. Dort entdeckt der Italiener u.a. sechs Pharaonengräber und legt den
gewaltigen Komplex von Abu Simbel frei, einen der Prachttempel von Pharao Ramses II.
Ramses II. lebte im 13. Jahrhundert v. Chr. und lenkte 67 Jahre die Geschicke seines
Reiches.

|
| 06:45 - 07:30,
Phoenix |
| Giovanni Belzoni - Im Bann des
Großen Ramses Giovanni Belzoni, ehemaliger Zirkusartist, entdeckte auf
abenteuerlichen Reisen die Pyramiden im Tal der Könige und 1817 eine Grabstätte in Abu
Simbel. Das Dokudrama zeichnet das Leben des besessenen Archäologen nach.

|
| Sonntag, 01.08.2010 |
| 03:10 - 03:50,
Phoenix |
| Namibia - Jäger, Sammler und
Schamanen Eine Antilope, eingefasst in eine Karte des Kosmos, eine Schlange
mit riesigen Ohren, eine weiße Göttin im prähistorischen Südwestafrika: Rätsel,
Geheimnisse und Geschichten um mythische Wesen und rituelle Opfer ranken sich um die
Felsbilder, die man vielerorts in Namibia findet. Wissenschaftler interpretieren die
frühen steinzeitlichen Kunstwerke zum Teil völlig unterschiedlich. Viele Fragen sind
auch nach 100 Jahren Felsbildforschung unbeantwortet. Beispielsweise die nach Alter und
Herkunft der Bilder: Waren die Künstler Vorfahren der Buschmänner, der San, die vor
Jahrtausenden das südliche Afrika durchstreiften? Was waren die Motive für die Malereien
und Gravierungen? Sind es naturalistische Beschreibungen einer vergangenen Lebenswelt,
oder handelt es sich um Protokolle spiritueller Erfahrungen, Trancebilder und Totems?
Zusammen mit dem Archäologen Tilman Lenssen-Erz und seiner Frau Marie-Theres Erz von der
Afrikaforschungsstelle der Universität Köln sowie dem Historiker Goodman Gwasira von der
Universität Windhoek, Namibia, spürt Peter M. Kruchten den Geheimnissen der Bilder vom
Brandberg und von Twyfelfontein nach. Außerdem gelingt es Kruchten erstmals, in der
unzugänglichen Apollo-11-Grotte in Südwestafrika zu filmen. Dort hatte der Archäologe
Wolfgang Erich Wendt 1969 und 1972 sieben bemalte Steintafeln ausgegraben. Ein
sensationeller Fund, handelt es sich doch um die ältesten datierten Kunstwerke Afrikas.
27.000 Jahre sind die Bilder alt, die heute in einem Tresor des Nationalmuseums in
Windhoek lagern. |
| Montag, 02.08.2010 |
| 03:35 - 04:20,
Phoenix |
| Lawrence von Arabien Archäologe,
Guerilla, Spion und Schriftsteller - und noch dazu ein Eigenbrötler und Exzentriker:
Thomas Edward Lawrence (1888-1935) war schon zu Lebzeiten eine Legende. Der Film
beschäftigt sich vor allem mit der Rolle, die 'Lawrence von Arabien' im Kampf gegen die
Türken spielte.
Info: Exklusive Geschenkidee für Weihnachten: die Mitgliedschaft in der T.E. Lawrence
Society in Oxford! Für 23 britische Pfund gibts Newsletter, Journale und Einladungen zu
Symposien

|
| 04:20 - 05:00,
Phoenix |
| Die Rache des Regengottes Die
Hochkultur der Maya fasziniert seit ihrer Wiederentdeckung im Urwald Mittelamerikas
Forscher und Abenteurer. Das Dschungelreich verfügte über erstaunliche mathematische und
astronomische Kenntnisse, mit denen ein präziser Kalender entwickelt wurde - die
Genauigkeit der Himmelsbeobachtungen wurde in Europa erst viel später erreicht. In dicht
besiedelten Städten lebten bis zu 200 000 Einwohner - weit über 3000 Kult- und
Machtzentren mussten mit einem ausgeklügelten Transportwesen und einer hochgezüchteten
Landwirtschaft versorgt werden. Die Maya entwickelten ein kompliziertes Schriftsystem und
stellten gigantische Rechenoperationen an. Die Ursachen des rätselhaften Unterganges
dieser Zivilisation vor einem Jahrtausend konnten noch nicht endgültig entschlüsselt
werden: Hatten sich rivalisierende Fürstengeschlechter gegenseitig vernichtet? Ließ die
tyrannische Priesterkaste das Land ausbluten? Oder führte eine selbstverschuldete
Klimakatastrophe ins Verderben? Der Film begleitet in den Staaten Mexiko und Guatemala
international renommierte Wissenschaftler bei ihrer Suche nach den Gründen des
Zusammenbruchs der Hochkultur. Archäologen aus Deutschland untersuchen im mexikanischen
Bundesstaat Yukatán die bisher vernachlässigten Siedlungen von Bauern und finden in der
Ruinenstadt Xkipché Spuren für eine gewaltsame Vertreibung der Herrscherschicht. Der
nordamerikanische Starforscher Richard Hansen analysiert in der Königsstadt El Mirador/
Guatemala die Indizien für eine ökologische Katastrophe, die von der Bevölkerung selbst
durch eine schleichende Zerstörung der Lebensgrundlagen verursacht wurde. In den
berühmten Maya-Ruinen von Palenque haben mexikanische Ausgräber Beweise für eine
katastrophale Hungersnot entdeckt. Damit bestätigen sie die Forschungsergebnisse des
deutschen Geophysikers Professor Gerald Haug. Bei Tiefenbohrungen im Meeresboden der
Karibik hat er im Rahmen einer internationalen Kampagne Beweise für radikale
Klimaveränderungen gefunden, die exakt zum Zeitpunkt des Maya-Kollapses stattfanden. Eine
Jahrtausenddürre hatte die Region heimgesucht; die Zahl der Toten muss innerhalb weniger
Jahre in die Millionen gegangen sein. Wir tauchen mit der mexikanischen
Unterwasserarchäologin Carmen Rojas und ihrem Team in das Höhlensystem im Untergrund von
Yukatan. Sedimentablagerungen bestätigen das Vorkommen extremer Dürreperioden. Mit
Laboranalysen und wissenschaftlich fundierten Computermodellen stellt der Film den neusten
Stand der Forschung vor. Die wissenschaftliche Spurensuche ist verbunden mit dem
szenischen Bericht über die historischen Entdeckungsreisen des deutschen Fotografen
Teobert Maler, der vor 100 Jahren viele Ruinenorte der Maya wiederentdeckte und
dokumentierte.

|
| 05:00 - 05:45,
Phoenix |
| Tropenfieber Schon
früher zog es Forscher und Entdecker in die Tropen. Francisco de Orellana befuhr 1542
erstmals den damals völlig unbekannten Amazonas - und gab dem Strom seinen Namen nach
jenen wilden Kriegerinnen, den Amazonen, die ihn und seine Männer am meisten
beeindruckten. Die Anerkennung für seine Entdeckung blieb ihm versagt. Louis Antoine de
Bougainville umsegelte von 1766 bis 1769 als einer der ersten Menschen den Globus. Doch
weil er lediglich Tahiti und ein paar Südseeinseln als Neubesitz für die französische
Krone mitbrachte, blieb auch ihm nur der inoffizielle Ruhm. Alfred Russel Wallace
schließlich entdeckte von 1854 an acht Jahre lang auf den Inseln des Malayischen
Archipels eine unfassbare Menge neuer Tier- und Pflanzenarten und brachte 125.000
Tierpräparate mit. Heute findet Naturforscher Marc van Roosmalen in Amazonien immer neue
Tierarten und versucht, große Areale des Regenwalds mit europäischen Spendengeldern zum
Reservat zu machen. 'Tropenfieber' beleuchtet die Eroberung des Amazonas.

|
| 05:45 - 06:30,
Phoenix |
| Tropenfieber 1766
brach Louis-Antoine de Bougainville mit seinem Schiff von Nantes aus in Richtung Süden
auf. Sein Ziel: die Welt umsegeln. Zwei Jahre später entdeckte er Tahiti. Skorbut und
Hunger machten die Weiterreise jedoch bald zur Tortur. Am Great Barrier Reef drehte
Bougainville entnervt nach Norden ab - vielleicht hätte er sonst Australien entdeckt.

|
| 06:30 - 07:15,
Phoenix |
| Tropenfieber Als
sich Alfred Russel Wallace (1823 - 1913) 1854 einschiffte, um den Malaysischen Archipel
und Papua-Neuguinea zu erforschen, konnte er nicht ahnen, dass er acht Jahre durchhalten
würde. Der Privatgelehrte schlug sich mit dem Verkauf von Schmetterlingssammlungen und
ausgestopften Orang-Utans durch. Vor allem auf Borneo bewegte sich Wallace stets im Land
der gefürchteten Dayaks, der heimischen Kopfjäger. Doch Wallace arrangierte sich mit den
Kriegern und spannte sie bisweilen sogar in seine Sammelwut ein. Seine bahnbrechenden
Entdeckungen mündeten in den zentralen Thesen der späteren Evolutionstheorie. Wallace
schrieb seine Theorien im Malaria-Fieber an den Biologen Charles Darwin. Darwin behauptete
ein Jahr später, auf eigene Faust zu denselben Erkenntnissen gekommen zu sein wie
Wallace: der vielleicht größte Diebstahl der Wissenschaftsgeschichte. Die dreiteilige
Reihe 'Tropenfieber' berichtet von drei frühen Entdeckern, die mit ihren abenteuerlichen
Reisen entscheidend zum Mythos der Tropen beigetragen haben. Teil drei erzählt die
Geschichte von Alfred Russel Wallace.

|
| 20:15 - 21:45,
Phoenix |
| Rom - Niedergang einer
Weltmacht (1) Rom hatte durch Kriege und kluge Bündnispolitik über mehrere
Jahrhunderte hinweg riesige Gebiete rund um das Mittelmeer erobert. Das Militär gewann
mit der Zeit immer mehr an Einfluss. Im dritten Jh. regierten sogenannte Soldatenkaiser.
Römer, die sich dem Christentum zuwendeten, wurden verfolgt .
Latein, die Sprache der Römer, war in Europa bis in die Neuzeit die Sprache der
Gebildeten.

|
| Dienstag, 03.08.2010 |
| 04:10 - 04:55,
Phoenix |
| Höllenfahrten Im
Jahr 1856 machte sich ein erbärmlicher Menschenstrom von Iowa auf den Weg nach Salt Lake
City. Ihre Habseligkeiten auf Handkarren verstaut, zogen die Mormonen 2000 Kilometer zu
Fuß durch Hitze und Eis. Ihr Weg ins gelobte Land ging durch die Hölle.

|
| 04:55 - 05:40,
Phoenix |
| Höllenfahrten 1869
machte sich der einarmige Major John Wesley Powell mit neun Pfadfindern auf, um den
Verlauf des Colorados zu ergründen. Am Ende ihrer Fahrt landeten die halb verhungerten
Männer in Arizona in einer rund 350 Kilometer langen Felsenschlucht, aus der es kein
Entrinnen zu geben schien: dem Grand Canyon.

|
| 05:40 - 06:20,
Phoenix |
| Höllenfahrten Im
Januar '97 kentert Toni Bullimore im Polarmeer und harrt eine Woche unter dem Bootsrumpf
aus. Er selbst stellt das Unglück und seine Rettung noch einmal nach. |
| 06:50 - 07:35,
Phoenix |
| Antarktis voraus! Am 4. Dezember 1875 legt der deutsche Dampfsegler 'Deutschland' in
Bremerhaven ab und nimmt Kurs auf New York. Das Kommando führt der erfahrene Kapitän
Eduard Brickenstein. Die Dokumentation erzählt die dramatische Geschichte eines
Untergangs, der eine einschneidende Veränderung in der deutschen Seefahrt bewirkte. Am 6.
Dezember, gerät die 'Deutschland' vor der Ostküste Englands in einen Sturm der
Windstärke 10. Brickenstein lässt umgehend den Ausguck verdoppeln und per Lotblei die
Meerestiefe messen. Als plötzlich an Backbord aus dem Dunkel ein Licht aufblitzt,
befiehlt der Kapitän halbe Kraft voraus und korrigiert den Kurs. Eine fatale
Entscheidung, denn in diesem Moment läuft der Dampfer in der Höhe des Themse-Deltas auf
eine Sandbank. Der Kapitän unternimmt verzweifelte Manöver, das Schlimmste abzuwenden,
doch die Aktionen bleiben ohne Erfolg. Von den 230 Menschen an Bord lassen 57 ihr Leben in
den eisigen Fluten des Atlantik. Erst am 7. Dezember 1875 kann ein Radschlepper die 173
Überlebenden in Sicherheit bringen, die schwer beschädigte 'Deutschland' versinkt im
Meer. In Ermangelung einer deutschen Seegerichtsbarkeit wird Kapitän Eduard Brickenstein
von der königlichen Admiralität in England der Prozess gemacht. Nach Paragraph 326
lautet die Anklage auf fahrlässige, beziehungsweise vorsätzliche Tötung in 57 Fällen.
Das Verfahren löst im Deutschen Reich Empörung aus. Obwohl dem Kapitän keine Schuld
nachgewiesen werden kann, und die Norddeutsche Lloyd Reederei den routinierten Seemann
erneut einsetzen, zieht sich Eduard Brickenstein aus dem Geschäft zurück. Schon wenige
Monate nach dem Unglück verabschiedet der Deutsche Reichstag ein Gesetz, das zur
Gründung der Deutschen Seewarte als Gerichtsbarkeit führt. 130 Jahre nach der
Katastrophe bemüht sich ein Team aus Unterwasser-Archäologen, das Wrack der
'Deutschland' in den Untiefen des Ärmelkanals zu orten. Die Forscher wollen dem Fall auf
den Grund gehen und die Ereignisse jener Dezembernacht rekonstruieren.

|
| 20:15 - 21:45,
Phoenix |
| Rom - Niedergang einer
Weltmacht (2) Im fünften Jahrhundert nach Christus hat das Römische Reich
nach langer Blütezeit eine noch längere Periode des langsamen Niedergangs hinter sich.
Seit Jahrzehnten ist es in ein Weströmisches und ein Oströmisches Reich geteilt. Ein
Kaiser residiert in Rom, dem alten Zentrum des Reichs. Ein zweiter Kaiser herrscht in
Konstantinopel. Sein Reich wird noch fast ein Jahrtausend bestehen, bis die Türken im 15.
Jahrhundert Konstantinopel erobern. Im letzten Jahrhundert der Existenz des Weströmischen
Reiches leben die Feinde von einst mitten im Reich. Rom hat die Germanen als Söldner
angeworben, weil es seine Grenzen nicht mehr allein verteidigen kann. Bezahlt werden sie
mit Ackerland, dem wertvollsten Schatz Roms. Aber die Germanen leben als Fremde unter
Römern. Romanisiert werden sie nicht. Viele Germanen bekleiden hohe Positionen im Heer
und in der Zivilverwaltung. Nur der Thron bleibt ihnen verwehrt. Weströmischer Kaiser
darf nur ein Römer werden. Doch beim Ringen um die Macht kämpfen Germanen längst in
vorderster Reihe. So herrscht der Heerführer Ricimer über Rom durch von ihm abhängige
Monarchen. Er setzt Kaiser ein und stürzt sie wieder, wenn sie sich seinem Einfluss
entziehen wollen. Sein Nachfolger Odoaker ist da weitsichtiger. Er hat erkannt, dass
West-Rom in der alten Form keine Zukunft hat. Im Jahre 476 nach Christus zwingt er den
letzten Kaiser Romulus Augustus, Purpurgewand und goldene Krone nach Konstantinopel zu
schicken mit der Botschaft, der Westen brauche keinen Kaiser mehr. Odoaker aber setzt sich
selbst als König von Italien ein.

|
| 22:15 - 23:45,
Phoenix |
| Versailles - Der Traum eines
Königs Der Film erzählt in Form eines Dokudramas die Geschichte des Baus
von Versailles, des Königsschlosses schlechthin - des wohl berühmtesten Schlosses der
Welt. Damit verflochten ist die Lebensgeschichte des Erbauers, Ludwig XIV., der
'Sonnenkönig'. Zu Beginn seiner Herrschaft residierte er im Pariser Louvre. Der Bau von
Versailles war nicht nur ein gigantisches architektonisches Projekt - er war auch der
Beginn einer neuen Herrschaftsform. Zuvor hatten sich Teile des französischen Adels
mehrfach gegen das Königshaus aufgelehnt, auch mit Waffengewalt. Nun aber war der Adel
gezwungen, in Versailles zu leben, wollte er nicht unbedeutend werden. Doch in Versailles
zu leben, das hieß unter der direkten Kontrolle des Königs selbst. Danach gab es keine
Adelsaufstände mehr - bis auf die Französische Revolution 1789. 1661 begann der Bau des
Schlosses. Weitgehend fertiggestellt wurden die letzten Bauten erst 30 Jahre später,
Anfang der 90er-Jahre des 17. Jahrhunderts. Aber schon lange zuvor war der König mit
seinem immensen Hofstaat, der aus mehreren Tausend Menschen bestand, eingezogen. Bis 1715
sollte er von hier aus regieren, bis zu seinem Tod - eine Herrschaft mit einer nie wieder
gekannten Prachtentfaltung und Machtfülle.

|
| Mittwoch, 04.08.2010 |
| 05:20 - 06:05,
Phoenix |
| Deutsche Kolonien ^'Erst kommt der Missionar, dann der Konsul, dann die
Armee', bringt Autorin Gisela Graichen die Doku auf den Punkt: Weißen Eroberern ging es
weniger ums Entdecken als ums Ausbeuten der Kolonien. Unter den Deutschen war Kurfürst
Friedrich Wilhelm I. von Brandenburg der Erste, der sich mit Afrikas 'Schätzen' sanieren
wollte. Im heutigen Ghana besucht das Filmteam seine Festung Groß Friedrichsburg, wo
einst Sklaven vor der Verschiffung in die Karibik eingepfercht waren.

|
| 06:05 - 06:50,
Phoenix |
| Deutsche Kolonien 1904
erheben sich die Hereros. Am Waterberg in Namibia kommt es unter Leitung von General von
Trotha zur entscheidenden Schlacht - und zum Völkermord. 1905 brennt auch Ostafrika: Der
Maji-Maji-Aufstand wendet sich gegen eine rigide Steuerpolitik und den Zwangsanbau der
ungeliebten Baumwolle. 'Daheim im Reich' führen die 'Hottentotten-Aufstände' zu
Neuwahlen.

|
| 06:50 - 07:35,
Phoenix |
| Deutsche Kolonien Voller
Zuversicht waren die Deutschen 1914 zu den Fahnen geeilt, nicht nur im Reich, sondern auch
in ihren so genannten Schutzgebieten in Afrika, der Südsee und China. Doch vom
erträumten Weltreich waren schon wenige Wochen nach Kriegsbeginn nur noch kümmerliche
Reste übrig. Hitler belebte den Traum von den deutschen Kolonien neu, doch die
Niederlagen der deutschen Truppen an vielen Fronten veranlassten ihn 1943, alle Planungen
für Afrika aufzugeben.

|
| Freitag, 06.08.2010 |
| 12:00 - 12:15,
RBB |
| Sigiriya - Sagenhafte
Felsenfestung, Sri Lanka Im Herzen der Insel Sri Lanka stürzt im 5.
Jahrhundert n. Chr. ein verblendeter Sohn den Vater vom Thron. Doch er will nicht nur die
Macht, auch die Schätze des Königs. Dieser, ein großer Erbauer von
Bewässerungssystemen, antwortet: 'Mein Reichtum ist das Wasser!' Der Thronräuber gerät
außer sich vor Wut, kettet den Vater an einen Felsen und läßt ihn qualvoll verdursten.
Er verjagt seinen Bruder, den rechtmäßigen Erben, aus dem Land. Doch bald beherrscht nur
noch die Angst vor dessen Rache seine Gedanken. Er flieht in den Dschungel, hoch auf einen
unzugänglichen Felsen und mauerte sich dort mit seinen Schätzen ein. Dem Wahn des
Vatermörders verdanken wir einen herrlichen Palast zwischen Himmel und Erde, ein achtes
Weltwunder, sagen manche. Die Felsenfestung von Sirigiya mit den Resten des Palastes, den
Zisternen, Pools, erotischen Fresken, Felsenhöhlen und Wassergärten zeugt noch heute von
den übermenschlichen Taten eines Gehetzten. Seine tragische Geschichte erzählt die
filmische Dokumentation über die Festung in den Wolken - ein sagenhaftes, aber wahres
Kapitel aus der Geschichte einer Insel voller Legenden. |
| 12:15 - 13:00,
3SAT |
| Theresa von Avila Wenn
in dem mittelalterlichen Städtchen Avila im Herzen Spaniens das Fest der heiligen Theresa
gefeiert wird, ist das ganze Volk auf den Beinen. Die sonst so ruhigen Straßen sind
voller Menschen, die Hotels sind belegt, in den Küchen der Restaurants brodelt es, und
vor der Stadtmauer werden die Vorbereitungen für das große Feuerwerk getroffen. Die
Ortsheilige ist immerhin eine der größten Frauengestalten der katholischen Kirche,
Ordensgründerin, erste weibliche Kirchenlehrerin und Patronin Spaniens. Und sie war eine
Frau, die sich voller Leidenschaft gleichzeitig der Welt zuwandte und tiefe religiöse
Erfahrungen suchte. Schon als junges Mädchen, als Tochter einer wohlhabenden Familie, in
die sie 1515 hineingeboren wurde, schätzte sie die Freuden des Lebens. Doch die strengen
Gesetze von Kirche und Gesellschaft des 16. Jahrhunderts setzten ihr Grenzen. Eine
Möglichkeit, dennoch ein intensives und erfülltes Leben führen zu können, fand sie
ausgerechnet im Kloster. Mit 20 Jahren trat sie in das Karmeliterkloster der
'Menschwerdung' in Avila ein. Theresas religiöser Weg war von da an gekennzeichnet von
geheimnisvollen Krankheiten, mystischen Visionen und ekstatischen Erlebnissen. Vor dem
Hintergrund dieser Erfahrungen, aber auch mit viel Charme, Humor und Diplomatie, gelang es
ihr, sich fast völlig von der Bevormundung männlicher Geistlicher zu befreien. 1582
starb Theresa in Alba de Tormes, dem Sitz der mächtigen Herzöge von Alba. Schon 40 Jahre
nach ihrem Tod wurde Theresa heilig gesprochen. Papst Paul VI. ernannte sie 1970 zur
Kirchenlehrerin. Der Film 'Theresia von Avila' porträtiert die Heilige und gibt Einblicke
in die Klausur des strengen Klosters der 'Menschwerdung' von Avila. |
| 16:00 - 16:45,
H3 |
| Auf den Spuren der Wikinger
'Dass die Wikinger über die Ozeane der Welt gesegelt sind, verdient Respekt',
sagt der Pole Henryk Wolski. Wirklich angetan jedoch hats ihm eine Wikingerroute über
Flüsse zwischen seiner Heimat Danzig und Odessa. Mit der 'Welet', einem originalgetreuen
Nachbau eines Wikingerschiffes, und einer starken Rudermannschaft gehts auf die turbulente
Reise. Ein '360°'-Team ist dabei. |
| 21:45 - 22:30,
Phoenix |
| Das Gold der Konquistadoren
Der Drang nach Ruhm und Goldreichtum trieb den deutschen Abenteurer Ambrosius
Alfinger vor 500 Jahren hinaus in die Neue Welt. Ein TV-Team folgt seiner beschwerlichen
Route durch Panama in das heutige Guerilla-Gebiet Kolumbiens.

|
| 22:30 - 23:20,
Phoenix |
| 1536 - Tod der Sonnensöhne
Der peruanische Archäologe Guillermo Cock machte an einer Fundstätte in der
Nähe von Lima Entdeckungen, die vielleicht den ersten materiellen Beweis für eine
Widerstandsbewegung der Inkas liefern. Die neu gewonnenen Erkenntnisse weisen darauf hin,
dass die Angehörigen dieser hoch entwickelten Zivilisation den brutalen und habgierigen
spanischen Eroberern im 16. Jahrhundert einen verbissenen Guerillakrieg lieferten. Sie
errichteten Gegenbelagerungen, wandten Einschüchterungstaktiken an und versuchten in
einem Wettlauf gegen die Zeit, die Waffen und Kriegsstrategien der Spanier zu beherrschen.
Es scheint, als hätte es selbst mit Hilfe Tausender indianischer Rekruten und Söldner
aus dem heutigen Nicaragua mehrere Jahrzehnte gedauert, bis die Konquistadoren die
Inka-Rebellen bezwingen konnten. Tatsächlich soll es den Inkas sogar fast gelungen sein,
die Spanier vom südamerikanischen Kontinent zu vertreiben. Guillermo Cock schreibt die
Geschichte der Eroberung des Inka-Reiches neu und stützt seine Hypothesen auf
Untersuchungen der Mumien und Skelette eines Ausgrabungsortes in Lima. Anhand stringenter
anthropologischer, forensischer und historischer Analysen wird die Geschichte des
Inka-Untergangs aus einer neuen Perspektive dargestellt.

|
|