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Spannende Geschichten im 
Tagebuch News Archiv

Samstag, 04.02.2012
05:15 - 06:00, Phoenix
Der Chiemgau-Komet

Im Jahr 465 v. Chr. schlugen im Chiemgau die Stücke eines explodierten Kometen auf und vernichteten auf 1.200 Quadratkilometern alles Leben. Als dokumentarischer Wissenschaftskrimi begleitet der Film Forscher unterschiedlicher Fachrichtungen bei der Auswertung der einzigartigen Funde. Neue historische Erkenntnisse geben Aufschluss, wie die Naturkatastrophe die antike Welt veränderte.

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05:35 - 06:05, 3SAT
Winter in der Wüstensonne

Grauer Himmel, Eiseskälte, ständig Schnee schippen - 'nichts wie weg' sagen sich Sheryl und Mike Brolsma jeden Dezember und machen sich auf gen Süden in die Wüste. Hunderttausende campen im Winter in Quartzside, einem Städtchen im Nirgendwo, das im Sommer gerade mal 4000 Einwohner hat. Shirley und ihr Mann leben von Dezember bis April in der warmen Sonne Arizonas und kehren erst mit der Schneeschmelze zurück ins eigene Heim nach Wisconsin, wo sie den Rest des Jahres verbringen. Kreatives Klima Arizona im Winter, das heißt Sonne pur und sommerliche Temperaturen. In solchem Klima gedeihen Ideen, die in Minesota oder Montana kaum denkbar wären. Marion Schmickler und ihr Team machen sich auf die Suche nach der Energie der Zukunft in Sedona, treffen den Weltmeister im Hoop-Tanzen der Indianer, und erleben, wie man auch in der Wüste Regen 'ernten' kann.

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11:30 - 12:15, Phoenix
Der heilige Ganges

Verehrt als heiliger Fluss, genutzt als Lebensspender für die Landwirtschaft, benutzt als Abwasserkanal der Industrie ist der Ganges das Sinnbild Indiens, ein Land, das sich rasant vom Schwellenland zur Wirtschaftsmacht entwickelt hat. Ein Fluss zwischen Tradition und Moderne. Die ARD-Korrespondenten Markus Gürne und Michael Immel haben sich für PHOENIX auf den Weg gemacht und sind den Ganges entlang gereist, um die Geschichte dieses Flusses und der Menschen an seinem Ufer zu erzählen.

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12:05 - 12:35, H3
Unbekannte Karpaten

Die Russland-Korrespondentin Ina Ruck reist entlang der ukrainischrumänischen Grenze, quer durch ein vergessenes Gebirge - quer durch die ukrainischen Karpaten. Fernab aller Zivilisation besucht Ina Ruck einen Trupp ukrainischer Grenzsoldaten. Sie versorgen sich selbst, züchten Schweine und ziehen Gemüse vor der Kaserne. Ihr Job besteht hauptsächlich darin, verirrte Bergtouristen aus Rumänien wieder zurück über die Grenze zu schicken, denn die Grenze zwischen der EU und dem Osten verläuft hier beinahe unbemerkt - und unbefestigt. Die Reise führt auf einen der höchsten Berge, wo riesige verwaiste Radardome einer ehemaligen sowjetischen Abwehranlage stehen. Ein Lokalpolitiker sucht noch Investoren, die diese Ruinen in Karpatenhotels umwandeln wollen. Derzeit aber haben Schäfer sie zu Unterständen für ihre Schafherden umfunktioniert. Schließlich begleitet Ina Ruck eine Blasmusikkapelle durch die Dörfer - sie spielen bei Hochzeiten und Beerdigungen auf und kennen jeden in der Gegend. Die Hochzeiten hier solllen die längsten der Welt sein.

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12:15 - 13:00, Phoenix
Mit dem Zug durch Indiens Blaue Berge

Teeplantagen, Täler, Elefanten: Eine Fahrt auf dem 'Nilgiri Mountain Railway' im südindischen Bundessstaat Tamil Nadu ist wildromantisch. 2000 m Höhenunterschied bewältigt der teilweise als Zahnradbahn betriebene Zug auf der 46-km-Strecke in gut viereinhalb Stunden. Die über 100 Jahre alte Bahn ist nie modernisiert worden. Und das wird auch so bleiben: Der 'Toy Train' ist seit 2005 UNESCO-Weltkulturerbe!

Info: Die über 100 Jahre alte Bahn ist nie modernisiert worden - und das wird auch so bleiben: Seit 2005 ist der 'Toy Train' UNESCO-Weltkulturerbe!

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12:55 - 13:38, MDR
Die Eisfischer vom Baikalsee

Der Baikalsee in Sibirien hat die Größe Belgiens und ist mit seinen 1.600 Metern tief wie ein Ozean. Der Film begleitet ein Expeditionsteam bei minus 25 Grad auf das Eis. Die Forscher sind auf der Suche nach dem Omul, dem berühmten Fisch, den es nur im Baikalsee gibt und von dem die ganze Region um den See lebt. Kaum taucht der Biologe Igor Chanajew durch ein kleines Loch im Eis in die fantastische Unterwasserwelt des Sees ab, wird aus dem Forschungsauftrag ein gewagtes Abenteuer. Es ist März: Der Baikalsee ist eine bizarre Landschaft aus Eis und Schnee. Ein kleiner Konvoi, bestehend aus einem Quad, einem Kleinbus und einem Lkw, fährt vorsichtig übers Eis. Erst vor zwei Tagen ist hier ein Lkw mit kompletter Ladung im Eis versunken - obwohl es um diese Jahreszeit einen Meter dick ist.

14:30 - 15:15, 3SAT
Vietnam - Der unbekannte Norden

Nordwestlich von Vietnams Hauptstadt Hanoi liegt das touristisch noch wenig erschlossene Bergland. Dort zeigt sich die Vielfältigkeit der Ethnien Vietnams am deutlichsten. Auch landschaftlich hat diese Region viel zu bieten .

Seit den 90ern erlebt Vietnam einen Wirtschafts- und Touristenboom. Ob Sandstrände, Kultur, Küche - das asiatische Land hat viele interessante Facetten.

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16:00 - 16:30, ARD
Quer durch Kuba

Kuba, das ist nicht nur Fidel Castro, Che Guevara und eine in die Jahre gekommene Revolution. Kuba, das ist vor allem eine Insel mitten in der Karibik und damit ein touristisches Ziel ersten Ranges. Und wer dabei an Sonne, Strand und Palmen denkt, liegt nicht so falsch. Das Filmteam besucht die kleine Inselkette Cayos Santa Maria und begleitet einheimische Modemacher, die den Besuchern aus aller Welt direkt am türkisfarbenen Meer ihre neuesten Kreationen präsentieren. Und wer bei Kuba an heiße Rhythmen denkt, hat ebenfalls recht - weltbekannt wurde vor über 15 Jahren der 'Buena Vista Social Club', eine Combo von hochbetagten Musikern, die von dem amerikanischen Musiker Ry Cooder noch einmal wiederentdeckt wurden und es dann zu Weltruhm brachten. Heute lebt noch die Sängerin Omara Portuondo, die das Filmteam bei seiner Rundreise in Havanna begleitet. Bei Havanna denkt man sofort an koloniale Pracht und verfallende Altbauten. Doch Kubas Hauptstadt ist beileibe nicht das einzige architektonische Kleinod der Insel, auch die Stadt Trinidad zählt wegen ihrer beeindruckenden Gebäude zum Weltkulturerbe der Unesco. Das Filmteam besucht diese Stadt ebenso wie den Humboldt-Nationalpark ganz im Osten der Insel - benannt wurde er nach dem großen deutschen Forscher Alexander von Humboldt, der die Insel 1800 bereiste und den man in Kuba nach Kolumbus als zweiten Entdecker betrachtet.

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19:00 - 19:45, B3
Königstiger - Kampf ums Überleben

Der Ranthambore National Park in Rajasthan ist einer der letzte großen Zufluchtsorte für Tiger im Norden Indiens. Seit zehn Jahren ist hier die 13 Jahre alte Machli die unumschränkte Herrscherin. Wieder hat sie Junge aufgezogen, zum fünften Mal. Zwei ihrer Töchter ziehen fort. Die dritte bleibt. Sie wird mit Machli um die Herrschaft kämpfen.

Info: Vor 100 Jahren gab es in Indien noch 40.000 Tiere, heute wird ihr Bestand auf 2.000 Exemplare geschätzt. Experten geben Indiens Regierung die Schuld: Die Schutzmaßnahmen werden nicht konsequent umgesetzt.

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19:30 - 20:15, arte
Polarschule der Nomadenkinder   klop.gif (5099 Byte)

Sie sind die letzten echten Nomaden auf der Erde: Über 6000 Nenzen leben auf der russischen Halbinsel Jamal nach alten Traditionen. Am Ende der Sommerferien bringt ein Hubschrauber die Kinder der Rentierhirten nach Yar-Sale, der einzigen größeren Siedlung auf Jamal. Dort werden die Nenzen-Kinder in einem Internat unterrichtet. Doch die die Kultur ist bedroht: Unter der Tundra lagern die größten Gasvorkommen der Welt und eine Förderanlange wird gebaut. Den Kindern der Nenzen eröffnen sich durch die Industrialisierung allerdings neue Chancen. '360°' berichtet.

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20:15 - 21:40, arte
Panama-Kanal

Um die Landenge zwischen Nord- und Südamerika zu durchtrennen, mussten buchstäblich Berge versetzt werden. Den ersten Versuch unternahmen um 1880 die Franzosen. Doch sie gaben schließlich auf und hinterließen eine Großbaustelle - und ein finanzielles Fiasko. Die US-Amerikaner übernahmen das Projekt und brachten den Bau 1914, nur wenige Monate vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs, zum Abschluss.

Info: Werften weltweit kennen die Maße des Kanals nur zu gut. Sie definieren eine eigene Schiffsklasse, die Panamax: Frachter, die den Kanal noch befahren können.

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23:30 - 23:55, arte
Kleider und Leute

In China gibt es für jeden eine Uniform, ganz gleich ob für die Friseurin, den Gymnasiasten, den freiwilligen Aufseher, den Parteigeneralsekretär oder die Kellnerin im Restaurant. Doch noch viel erstaunlicher ist, dass Mao niemals eine Jacke mit dem typischen Mao-Kragen getragen hat, dass aber viele ältere Chinesen immer noch eine Vorliebe für die Uniform der Mao-Zeit haben. Junge Leute wiederum finden es überaus cool, sich als Volkskommissare zu verkleiden. Interessant ist, dass zahlreiche chinesische Paare nach 40 Ehejahren zum zweiten Mal heiraten. Sie wollen noch einmal das Hochgefühl auskosten, im schönen bürgerlichen Hochzeitskleid vor dem Fotografen zu posieren. China steht in dem Ruf, das Paradies der Fälschungen zu sein, das gilt auch oder vor allem für Markenkleidung. Selbst hier können die anspruchsvollsten Fashion Victims, diejenigen also, die jedem Modetrend verfallen, die Kopie nur schwer vom Original unterscheiden. Filmemacher Cheng Xiao Xing macht deutlich, dass im Reich der Mitte die Bekleidung ein Spiegelbild der chinesischen Gesellschaft zwischen ideologischer Strenge und wirtschaftlichem Ultraliberalismus ist.

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Sonntag, 05.02.2012
02:30 - 03:15, NDR
Königreich des Glücks

In den Ausläufern des Himalayas zwischen Indien und Tibet liegt eines der letzten Paradiese auf der touristischen Landkarte der Welt: Das Königreich Bhutan, das 'Drachenreich'. Ein Paradies ist dieses kleine Königreich auch für seine Bewohner, denn der König selbst hat jedem seiner Untertanen persönliches und geistiges Glück in der Verfassung garantiert. Rolf Seelmann-Eggebert porträtiert das Königreich des Glücks. Noch zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts gab es im Himalaya ein ganzes Dutzend Königreiche und Fürstentümer. Nachdem nun auch das Ende der Monarchie in Nepal eingeläutet ist, verbleibt als letztes Königreich Bhutan: Es ist so groß wie die Schweiz, umgeben von den volkreichsten Staaten der Erde, China im Norden, Indien im Süden. Bhutans Herrscher, der vierte Druk Gyalpo (Drachenkönig), hat die Zeichen der Zeit früh erkannt. Statt darauf zu warten, dass sein Volk die Demokratie verlangt, hat er mit seinen Beratern eine Verfassung erarbeitet, die in vielerlei Beziehung einmalig ist. Der König, der nur noch repräsentatives Staatsoberhaupt ist, muss spätestens mit 65 Jahren abdanken. Er kann auch vorher durch Parlament und Volksentscheid seines Amtes enthoben werden. Der ersten gewählten Kammer dürfen nur Mitglieder angehören, die einen akademischen Abschluss haben. Einen besonderen Stellenwert hat die Umwelt. So heißt es in Artikel 5 der Verfassung: 'Die Regierung soll sicher stellen, dass mindestens 60 Prozent der gesamten Landfläche Bhutans für immer von Wäldern bedeckt sein sollen, um die natürlichen Reichtümer zu erhalten und eine Verschlechterung des fragilen Ökosystems der Bergwelt zu verhindern.' Am 24. März werden auf dem Boden dieser Verfassung die ersten demokratischen Wahlen in Bhutan stattfinden. Das Glück der Untertanen - 'gross national happiness' -, ist dem vierten Drachenkönig mindestens so wichtig ist wie das Bruttosozialprodukt. Und er ist bei den 700.000 Bhutanern so beliebt, dass sich viele von ihnen gewünscht hätten, es wäre alles beim alten Feudalsystem geblieben. Aber auch mit der neuen Verfassung werden sie schon von Staats wegen glücklich sein.

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06:30 - 07:15, arte
Das blaue Wunder

Das Archipel liegt vor der Küste Papua Neuguineas. Viele der Tierarten sind einmalig und noch völlig unbekannt. Die Bevölkerung lebt in der Tradition der Vorfahren. Erst 2001 drangen Wissenschaftler in die Korallenriffe vor. Jetzt ist das Idyll bedroht: Pharmaforscher, Fischgroßhändler und Holzfirmen plündern den Naturschatz Raja Ampats.

2006 wurde hier ein Hai entdeckt, der auf seinen Flossen über den Meeresgrund läuft.

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12:00 - 12:45, H3
Die Marco-Polo-Fährte

Marco Polo gilt als der 'größte Reisende' aller Zeiten. Von 1271 bis 1295 reiste der junge venezianische Händler von Venedig bis Peking, wo er das Vertrauen des Kaisers von China gewann. Sein Buch 'Die Wunder der Welt' ließ Europa im Mittelalter staunen. Doch wie lief es damals für Marco Polo auf der 'Großen Seidenstraße'? Was für ein Mensch war er? Gelangte der damals 17-Jährige wirklich bis an den chinesischen Kaiserhof? Oder hat er alles nur erfunden? Der Brite Bradley Mayhew ist ein Profi-Traveller der heutigen Zeit. Er schreibt Reiseführer. Bradley bereist noch einmal jene Route, auf der im 13. Jahrhundert Marco Polo unterwegs war: 8.000 Kilometer über Land, immer der Seidenstraße entlang, von Venedig bis Peking, über eiskalte Pässe, durch orientalische Oasen und unwirtliche Wüsten, mit Bus, Lkw oder per Anhalter. Wo genau ist er gereist? Was schreibt er? Wie war die Zeit damals? Stimmen seine Beschreibungen mit der Wirklichkeit überein? 1271 brach Marco Polo von seiner Heimatstadt Venedig aus zu einer Reise auf, die ihn zur Legende machen sollte. In Venedig nimmt auch Bradley Mayhew die Fährte auf. In der Lagunenstadt findet Bradley das Viertel, in dem die Familie Polo einst lebte. In der alten Kreuzfahrerstadt Akko, heute im Norden Israels, betrat Marco Polo erstmals asiatischen Boden. Bradley betritt das Terrain des Nahost-Konflikts und sieht, wie sich Völker und Religionen unentwirrbar verbissen haben, im Kampf ums Heilige Land, damals wie heute. Marco Polos nächste Station war Jerusalem. Der Nahost-Konflikt verhindert, dass Bradley wie einst der Venezianer per Schiff an die türkische Mittelmeerküste reisen kann. Er muss einen Umweg nehmen, über Syrien, über die alte Handelsstadt Aleppo. Im Labyrinth der Gassen wird die Seidenstraße greifbar, bis heute, meint Bradley. Der Hafen von Layas, heute in der Türkei, war im 13. Jahrhundert die europäische Endstation der Seidenstraße. Von hier folgt Bradley der Spur Marco Polos in den Nordosten der Türkei. Seine erste Reiseetappe endet in der Stadt Erzincan.

13:30 - 14:00, 3SAT
Volkszählung in der Antarktis

Die Ökosysteme der Pole sind das Fieberthermometer für die Erde. Fiebern die Pole, stimmt etwas nicht im Organismus der Welt. Das Fieber tritt vielfach auf. Zum einen 'hohe Temperatur': sechs Grad mehr auf der Antarktischen Halbinsel seit Mitte des 20. Jahrhunderts. Zum anderen mehr Pflanzen, weniger Pinguine. Symptome, die genau diagnostiziert sein wollen, damit man weiß, was vor sicht geht. Im Dezember 2007 brach der Jenaer Dr. Hans Peter Ulrich, preisgekrönter Ornithologe und einer der gefragtesten Antarktis-Experten, zu seiner insgesamt 20. Antarktis-Expedition auf. Im internationalen Polarjahr 2007-2009 hat Dr. Hans Peter Ulrich eine internationale Forscher- und Studentengruppe aus Jena, Luxemburg, Argentinien und Russland versammelt. Ihr Ziel: die russische Forschungsstation Bellingshausen auf King George Island. Die Aufgabe: Studien zu den Populationen von Pinguinen, Robben, Antarktischer Schmiele und Raubmöwen - beobachten, zählen, kartieren. Die Zahlen sind für den Wissenschaftler entscheidend, wenn es um das heiße Thema 'Global Warming' geht. Dr. Ulrichs Zahlen zeigen: Es gibt weniger Pinguine - trafen sich in den 1970er Jahren noch ca. 40.000 Brutpaare in der Nähe der Amerikanischen Station Palmer, sind es jetzt nur noch 14.000. Die Antarktische Schmiele, eine Art blühende Graspflanze, breitet sich stark aus. Die Rand-Antarktis wird definitiv grüner, die Gletscher ziehen sich zurück ... Hinzu kommen immer mehr Touristen. Von Null (1980) auf Dreißigtausend (2006), die an den wenigen eisfreien Stellen anlegen - Regionen, die als Brutstätten der Antarktis-Vögel lebensnotwendig sind. Ein Team des MITTELDEUTSCHEN RUNDFUNKS begleitet die Expedition der Gruppe bei der Volkszählung in der Antarktis.

14:00 - 15:30, 3SAT
Der Wettlauf zum Südpol klop.gif (5099 Byte)

1911 wissen die Menschen mehr über den Mars als über die Antarktis. Es ist der letzte Erdteil, den es noch zu entdecken gilt. Das reizt sowohl den unberechenbaren Abenteurer Roald Amundsen als auch den Briten Robert Scott, der die Polforschung revolutionieren will. Doch nur der Norweger weiß von Anfang an, dass es ein Wettlauf werden wird. Selbst den König lässt er im Glauben, er gehe zum Nordpol - und hat damit auch Scott gegenüber einen entscheidenden Vorteil.

Info: Amundsen und Scott blieben einmalig: Keine andere Expedition erreichte den Südpol je wieder auf einer ihrer Routen.

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17:00 - 17:30, B3
Die letzten Paradiese

Sie bedeckt den größten Teil Namibias und ist ein Landstrich der Extreme - Namib, die einzige Wüste der Welt, die direkt ans Meer grenzt. Nachts bitterkalt und tagsüber glühend heiß, scheint sie absolut lebensfeindlich. Doch der Schein trügt: Hier leben die Himbas, eines der letzten Naturvölker der Erde. Und auch einige Tiere haben in der ältesten Wüste überlebt: Puffottern, die schnellsten Schlangen der Welt, Geckos, Chamäleons, Sandkäfer, Adler und die scheuen Wüstenelefanten. Die geheimnisvolle Kultur der Himbas bleibt Außenstehenden normalerweise verborgen. Gezeigt werden ungewöhnliche Bilder einer Hochzeitszeremonie mit all ihren Riten. Weil es an Wasser mangelt, waschen sich die Himba-Frauen ein Leben lang nicht, sind aber trotzdem auf Hygiene bedacht: Sie räuchern jeden Morgen ihren Körper mit brennenden Kräutern. Das TV-Team begleitet den faszinierenden Treck der Wüstenelefanten quer durch die Namib und wird Zeuge eines gnadenlosen Kampfes von zwei Bullen um die Herde. Außerdem zu sehen ist die Jagd von Puffottern auf Geckos und mit welchen Tricks Chamäleons und Sandkäfer die brennend heiße Wüste überleben.

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19:30 - 20:15, ZDF
Expedition ins ewige Eis

In drei Folgen begibt sich Schauspieler Robert Atzorn auf die Spuren von Forschern, deren Entdeckungen die Welt bewegten. Im ersten Teil steht Alfred Wegener im Mittelpunkt: Der Deutsche bricht 1930 zu seiner 3. Grönlandexpedition auf, um ein Jahr lang Messdaten aus der Höhe der Atmosphäre und der Tiefe des Inlandeises zusammenzutragen. Es ist der Beginn der modernen Klimaforschung.

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20:15 - 21:00, Phoenix
Auf der Spur der Küstenwölfe

Wölfe - die großen Jäger des Nordens. Bisher glaubte man, alles über sie zu wissen. Doch an der Westküste Kanadas leben Wölfe, die bis vor kurzem unentdeckt waren. Gudrun Pflüger, eine junge Wissenschaftlerin, macht sich in den undurchdringlichen Küstenregenwäldern British Columbias auf die abenteuerliche Suche nach den geheimnisvollen Küstenwölfen und setzt dabei sogar ihr Leben aufs Spiel.

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21:00 - 21:45, Phoenix
Im Visier der Grizzly-Giganten

Immer wieder berichteten Menschen in Alaska von Begegnungen mit Riesengrizzlys. 1997 fand man den Beweis: das Skelett eines 1300 kg schweren Bären. Tierfilmer Andreas Kieling macht sich auf die Suche nach ihnen.

Andreas Kieling (51) ist ausgebildeter Förster. Seit 1991 dreht er Dokumentarfilme, vor allem in Alaska und Kanada, schrieb mehrere Bücher und Reportagen.

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21:05 - 21:50, 3SAT
Unter dem Eis der Antarktis

Tiefblauer Himmel, schier endlose gleißende Eisflächen - die Südpolregion wirkt bestechend schön, aber vom Leben weitgehend verlassen. Doch wer den Pinguinen auf dem Weg unter das meterdicke Eis folgt, lernt eine völlig andere Antarktis kennen. Auf ihren Tauchgängen unter den Eisbergen entdeckten Polarforscher faszinierende Ökosysteme. In den Tausenden Dellen und Winkeln an der Unterseite des Eisbergs halten sich Jungfische versteckt. Ihnen stellen Quallen mit zehn Meter langen Tentakeln nach, deren Farben in dem Licht, das durch die gläserne Decke des Eises fällt, leuchten. Die Dokumentation 'Unter dem Eis der Antarktis' taucht ein in eine Welt voller fremdartiger Lebensformen und schillernder Farbenspiele. Naturfilmer Norbert Wu, Eistauchprofi Christian McDonald und der Ozeanograf Dale Stokes schneiden sich mit mobilen Bohrern Zugänge in die meterdicke Eisschicht und tauchen in unbenutzte Atemlöcher von Robben, um die verborgene Welt zu filmen.

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21:45 - 22:30, Phoenix
Nigeria - Zwischen Traum und Alptraum

Das bevölkerungsreichste Land Afrikas hat die produktivste Filmindustrie, die größten Kirchen und die mächtigsten Sultane südlich der Sahara. Mehr als 150 Millionen Menschen leben in dem Vielvölkerstaat Nigeria - ein Land der Träume und der Albträume. In 'Nollywood' werden jedes Jahr über 2000 Filme produziert. Eine Traumfabrik der Hinterhöfe, die mit ihren Billigproduktionen den Nerv von Millionen trifft. In 'Prayer City' steht eine Erweckungskirche neben der anderen. Jedes Gotteshaus fasst mehrere tausend Gläubige, die hier auf Wunder hoffen. In der Zehn-Millionen-Stadt Lagos stehen Slums aus Pfahlbauten neben einer Zukunftsstadt, die aus dem Lagunensand gestampft wird. Peter Schreiber und sein Team sind den Träumen und Albträumen gefolgt - vom trockenen Norden in der Sahelzone bis ins ölverschmutzte Niger-Delta im Süden. Sie treffen den Sultan von Sokoto, das kirchliche Oberhaupt von siebzig Millionen Muslimen und Bischof Okokwo, der in seiner Pfingstkirche eine riesige Marketing-Maschinerie betreibt. Ein Blick hinter die Kulissen von Nigerias Filmindustrie zeigt, wie Träume gemacht werden. Der Alltag von Arbeitern in einer Stoff-Färberei oder von Fischern, die der Ölboom arbeitslos gemacht, sieht aber anders aus. Ein hartes Leben, gäbe es nicht auch die Musik: traditionelle Trommeln im Norden, eine spontane Reggae-Session im Slum oder den fetzigen Rap in einem Nobelclub von Lagos.

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Montag, 06.02.2012
14:30 - 15:15, H3
British Virgin Islands

Die britischen Jungferninseln liegen ganz im Norden des Kleinen Antillen-Bogens, rund hundert Kilometer östlich von Puerto Rico. Der Archipel der Virgin Islands gehört zur Hälfte zu den USA; dies sind die U.S. Virgin Islands. Die andere Hälfte gehört zu Großbritannien. Die Filmautorin Kerstin Woldt besucht den Gouverneur, der heute noch die englische Königin in der Kronkolonie vertritt. Die Strände auf Tortola und den Schwesterinseln gehören zu den schönsten der Karibik. Kein Wunder, dass sich immer mehr Paare fürs Ja-Sagen am Strand entscheiden. Kerstin Woldt begeleitet eine Standesbeamtin, die Trauungen nicht im Saal, sondern an den malerischsten Plätzen der Inseln vollzieht. Die 'B.V.I.' gelten auch als Top-Revier für Segler, Anlass für Kerstin Woldt, auf Törn mit einem erfahrenen Skipper zu gehen. Ganz wichtig ist die Musik. Neben Steelband und Reggae ist das vor allem Fungi, eine Musikrichtung, die auf die Zeit der Sklaverei zurückgeht. Die 'Lashing Dogs' sind derzeit die erfolgreichste Fungi-Band der Inseln. Die Reise beginnt auf der Halbinsel Tortola. Dort ist der August die Zeit des Karnevals, der Feste und Paraden.

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16:35 - 17:30, arte
Ostafrika - Im Tal des Omo   klop.gif (5099 Byte)

Die schwer zugängliche Region des Omo im südlichen Äthiopien gilt als Wiege der Menschheit. Heute leben hier verschiedene Stämme (Stamm der Kara) nach alten Sitten und Gebräuchen.

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19:30 - 20:15, arte
Faszinierende Wildnis

Von den Tiefen der Ozeane bis an die äußeren Grenzen der Atmosphäre - die Erde, ein riesiger Abenteuerspielplatz. Lebensraum für eine unvorstellbare Artenvielfalt. Grob geschätzt gibts rund zehn Millionen verschiedene Organismen, von denen uns noch Millionen völlig unbekannt sind. Selbst in den dichtesten Wäldern und heißesten Wüsten gibts Tiere und Pflanzen, die sich bekämpfen, fressen und vermehren. Mit welch raffinierten Strategien sie ums Überleben ringen, zeigt die zehnteilige Reihe montags bis freitags in fesselnden HD-Bildern: Spielfilmartig werden die wichtigsten Ökosysteme vorgestellt, Spannung ergibt sich aus den täglichen Dramen und Tragödien. Mal folgt die Kamera einer Elefantenherde, dann geht sie mit einem Geparden auf die Jagd oder taucht in eine Blattschneiderameisen-Kolonie ein - faszinierend. Atemberaubend. Schön.

Jeder Teil ist einem der zehn wichtigsten Ökosysteme gewidmet. Sir David Attenborough kommentiert.

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Dienstag, 07.02.2012
05:40 - 06:10, 3SAT
Abenteuer Südsee

Fast 1000 Inseln zählen zu den Salomonen, die östlich von Neuguinea liegen. Viele sind von der Zivilisation unberührt. ARD-Korrespondent Mario Schmidt durchstreift Regenwälder und berichtet von Menschen, die Traditionen pflegen: Manche zahlen noch mit Muschelgeld. Unter Tauchern gelten die Salomonen als Geheimtipp - wegen häufiger politischer Unruhen sind sie touristisch kaum erschlossen.

Ein Economy-Flug von Frankfurt/Main in die Hauptstadt Honiara kostet ab circa 2500 Euro und dauert rund 31 Stunden. Beste Reisezeit ist von Juni bis September.

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06:00 - 06:45, Phoenix
Abenteuer Mongolei

'Die Gobi ist grausam und verlockend', so fasst Joachim Holtz seine Reiseerlebnisse in einem der ärmsten Länder Asiens zusammen. Er berichtet über das Leben der Nomaden, die Bedeutung von Ziegen und Kamelen und über Naadam, das Volksfest der Mongolen mit Pferderennen, Ringkampf und Bogenschießen.

Die (Halb-)Wüste Gobi erstreckt sich über fast ein Viertel der Gesamtfläche der Mongolei. Im Sommer werden hier Temperaturen von über 45°C gemessen, im Winter sinken die Temperaturen stellenweise auf -45°C.

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06:45 - 07:30, Phoenix
Abenteuer Mongolei

Eine Zeitungsmeldung sorgte für Furore: Das Grab von Dschingis Khan (1162 -1227) ist entdeckt worden - in der Provinz Khenti, nahe seinem Geburtsort. Der Khan wird von den Mongolen als Nationalheld verehrt. Schließlich einte er 1206 ihr zerstrittenes Volk. Zum Dank prangt sein Bild auf Unterwäsche und Wodkaflaschen. Joachim Holtz hat das Grab des Herrschers gesucht.

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15:15 - 16:00, NDR
Vietnam in einem Zug

1.700 Kilometer lang ist die Strecke von Hanoi nach Ho-Chi-Minh-Stadt (früher: Saigon). 40 Stunden braucht der Zug dafür. Die Vietnamesen nennen ihn den 'Wiedervereinigungsexpress'. In Hanoi ist Tran Duong eingestiegen, ein älterer Herr. Eingeklemmt zwischen den Gemüsekörben mitreisender Bauern, erklärt er mit leicht sächsischem Akzent: 'Ohne deutsche Kultur kann ich nicht leben.' Während der Fahrt durch Reisfelder, entlang des blauen Meeres, vorbei an grauen Bergen deklamiert er Goethe-Gedichte. Einst hat er für die Honeckers übersetzt, und noch immer arbeitet er als Dolmetscher für deutsche Besucher. Die zierliche Dame neben ihm ist etwa gleichaltrig. Während des Vietnamkrieges war sie Funkerin. Ihre Elektrotechnik-Ausbildung hat sie als junges Mädchen in Dresden gemacht. Lesen und schreiben lernte sie im benachbarten Moritzburg. Dort ist auch Tran Duongs Liebe zur deutschen Poesie ist erwacht. Die beiden Reisenden sind unterwegs nach Ho-Chi-Minh-Stadt, zu einem Treffen mit anderen 'Moritzburgern'. Vor mehr als 50 Jahren hatten Dresden und die kleine sächsische Gemeinde Moritzburg rund 350 vietnamesische Kinder verdienter Kämpfer gegen die französische Kolonialherrschaft aufgenommen und ihnen eine Schul- und Berufsausbildung ermöglicht. Aktivität, Fleiß und Arbeitseifer seien hier in ihnen geweckt worden, sagen sie heute. Fast alle haben in Vietnam Karriere gemacht. Der Zug hält in der alten Kaiserstadt Huê. Die Pensionen am Fluss werden oft von Managern geführt, die gut Deutsch sprechen, denn sie haben in der DDR studiert. Auch Englisch ist gefragt: Viele ehemalige GIs kommen auf Nostalgie-Tour, wollen wissen, was die Vietnamesen heute von Amerika halten. 40 Kilometer vor Ho-Chi-Minh-Stadt befinden sich die kilometerlangen Tunnelsysteme von Cu Chi. Heute kriechen ergraute Partisanen zusammen mit Kriegsveteranen aus den USA durch die - inzwischen verbreiterten - Tunnel. Die Fahrt endet im Bahnhof von Ho-Chi-Minh-Stadt. Auf dem Bahnhofsschild steht Saigon - Pragmatismus auf Vietnamesisch. Es ist heißer, lauter, voller als in Hanoi: Shoppingcenter, Banken, eine Skyline wie überall auf der Welt. Doch neben der Cola-Werbung hängen politische Parolen. Oben weht die rote Fahne, unten tobt das Business. Die Vietnamesen kriegen das alles unter einen Hut - lächelnd versteht sich.

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16:30 - 17:30, arte26
Westafrika - Geheimnisvolle Sahara

Der junge Fulbe-Hirte Ibrahim lebt in Niger. Er hofft, beim traditionellen Schönheitswettbewerb für Männer zu gewinnen. Beim Guérewol-Fest stellen sich die geschminkten, herausgeputzten und mit zahlreichen Accessoires geschmückten Männer nach stundenlanger Vorbereitung in einer Reihe auf. Die jungen Frauen des Dorfes sehen sich die Bewerber an und wählen sich unter den Tänzern den Schönsten aus. Schönheit ist allerdings auch das Einzige, das Ibrahim geblieben ist, denn ihm und seiner Familie sind alle Nutztiere weggestorben. Viele Stämme leben in tiefster Armut, denn immer länger anhaltende Dürrezeiten haben zu einer Ausbreitung der Wüstenflächen geführt. Die einzige Nahrung der in der Region verbliebenen Menschen ist ein bitteres Kraut. Viele der Kinder leiden an chronischer Unterernährung. Auch den Tieren fällt es zunehmend schwerer, in diesem immer trockeneren Umfeld zu überleben. So bleibt vom Banzena-See in Mali manchmal nur noch eine große Pfütze übrig. Und die wenigen noch hier lebenden Elefanten müssen Hunderte von Kilometern zurücklegen, um Wasser zu finden.

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19:30 - 20:15, arte
Faszinierende Wildnis

Über 10.000 Vogelarten sind bekannt. Unter ihnen gibt es Spezialisten, die enorme Strecken zurücklegen, im Meer in große Tiefe tauchen oder schneller laufen können als ein Gepard. Mit speziellen Kameras gelang ein spannender Blick auf die Fähigkeiten einiger 'Luftakrobaten'. Gezeigt werden u.a. Flamingo-Küken auf ihrem Marsch über die afrikanischen Salzpfannen, Seetaucher in Aktion, eine Ansammlung von Spatelschwanz-Kolibris und Rosapelikane bei ihrer Brut .

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20:15 - 21:00, Phoenix
Chinas Grenzen - Abenteuer vom Ussuri bis zum Hindukusch  klop.gif (5099 Byte)

Sechs Monate lang ist Korrespondent Johannes Hano durch Chinas entlegenste Grenzprovinzen gereist. 20.000 Kilometer hat er mit seinem Team dabei zurückgelegt, auf Landstraßen, Feldwegen, Sand- und Geröllpisten - und war an Orten, die noch nie ein Ausländer gesehen hat. Für die zweiteilige Reportage reiste das Team an den Außengrenzen des riesigen Reiches entlang und zeigt ein China, das selbst vielen Chinesen noch völlig unbekannt ist.

Sechs Monate lang ist Korrespondent Johannes Hano durch Chinas entlegenste Grenzprovinzen gereist. 20.000 Kilometer hat er mit seinem Team dabei zurückgelegt, auf Landstraßen, Feldwegen, Sand- und Geröllpisten, und war an Orten, die noch nie ein Ausländer gesehen hat.

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20:15 - 21:00, WDR26
Wildes Russland

Nach Stationen in Sibirien und der Arktis führt der vorletzte Teil der Reihe durch den asiatischen Südosten des russischen Riesenreichs - die Heimat des Amur-Tigers, des seltenen Riesenfisch-Uhus und der Sika-Hirsche. Betörendexotisch präsentiert sich der Chankasee an der Grenze zu China, das weltweit größte Lotusblüten-Biotop.

Der Chankasee in der Region Primorje ist mit 4400 qkm achtmal größer als der Bodensee. Das Gebiet gehörte früher zu Korea und zum Reich der Jurchen. Erst ab 1860, mit dem Bau der Stadt Wladiwostok, wurde es großflächig von Russen besiedelt.

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20:15 - 21:45, arte
Das Jahr des Frühlings

Auch militärische Gewalt konnte das Aufbegehren nach mehr Mitspracherecht nicht aufhalten. In einigen arabischen Ländern (Tunesien, Ägypten, Jemen) traten 2011 die Diktatoren zurück, in Libyen wurde die Gaddafi-Herrschaft mit Hilfe der NATO beendet. In Syrien verteidigt Präsident Baschar al-Assad seine Macht mit allen Mitteln. Die Autoren zeichnen die verschiedenen arabischen Revolutionen nach.

Info: Das syrische Regime gilt als eines der brutalsten. 3500 Menschen wurden im Laufe des letzten Jahres getötet, 70.000 Oppositionelle inhaftiert (Quelle: UN).

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21:00 - 21:45, Phoenix
Chinas Grenzen - Abenteuer vom Ussuri bis zum Hindukusch  klop.gif (5099 Byte)

'Das hat doch mit China alles gar nichts mehr zu tun hier', ist der erste Eindruck des Teams: Verschleierte Frauen, manche mit Burka; bärtige Männer, die Wasserpfeife rauchen; orientalische Basare; Kebab statt Reis mit Gemüse. Der Duft des Orients liegt in der Luft. Der Weg führt nach Kashgar, in der Provinz Xinjiang, ganz im Westen Chinas.

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Mittwoch, 08.02.2012
13:15 - 14:00, 3SAT
Äquator - Die Macht der Sonne

Der Äquator ist im Grunde nicht mehr als eine vom Menschen erdachte Linie, die die Erde in eine Nord- und eine Südhalbkugel teilt. Und doch scheinen dort, auf dem Breitengrad null, ganz besondere Kräfte am Werk zu sein. Die Dokumentation 'Äquator - Die Macht der Sonne' unternimmt eine Reise um die Erde. Sie beginnt im Dschungel Indonesiens und führt nach der Überquerung des Indischen Ozeans nach Ostafrika. Dort ist das Klima geprägt von einem Wechsel aus Trocken- und Regenzeiten. Nach der Überquerung Zentralafrikas und des Atlantiks wird Südamerika erreicht. Dort verläuft der Äquator durch Amazonien. Weiter im Westen des Kontinents ragen die Anden in den Himmel. Dort herrschen extreme Verhältnisse, mit denen nur wenige Pflanzen und Tiere zurechtkommen. Die Galápagos-Inseln, tausend Kilometer westlich vom Festland am Äquator gelegen, sind ein vulkanisches Inselreich. Weiter westlich, im indonesischen Archipel, gibt es riesige Korallenriffe. Die Reise endet, wo sie begonnen hat - im Dschungel Indonesiens.

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14:15 - 15:00, arte
Unterwegs auf dem Inka-Trail

Wie alle Einwohner seines Dorfes im Süden Perus wurde auch Feliciano in einer zutiefst bäuerlichen Tradition großgezogen. Und wie bei vielen anderen wurde auch bei ihm der Glaube genährt, das Leben in der Stadt sei besser als das seine. So schickte ihn sein Vater in die Stadt, als Feliciano 16 Jahre alt war. Und er fand tatsächlich Arbeit und begann, sich zu bilden. Doch schon kurz nachdem er sein Dorf verlassen hatte, wurde der Vater krank und starb. Als ältester Sohn musste Feliciano die Schule verlassen und in sein Dorf zurückkehren, die Felder bestellen und für seine jüngeren Geschwister sorgen. Der Verzicht auf eine Ausbildung prägt Felicianos Denken bis heute. Für seinen eigenen kleinen Sohn wünscht er sich das Gleiche wie damals sein Vater für ihn. Der Sohn soll in der Stadt studieren und mehr erreichen als er. Die Dokumentation begleitet Felciano ein Jahr lang im Rhythmus der Jahreszeiten. Sie zeigt die über Generationen weitergegebene Tradition des Anbauens, Pflegens und Erntens von Getreide. Darüber hinaus dokumentiert der Film die erdrückende Arbeit der Träger, die auf dem Pfad zum Machu Picchu das Gebirge durchwandern. Mit Felicianos Leben verwoben ist die komplexe Geschichte seines Volkes. In seiner oft poetischen Muttersprache Quechua erzählt Feliciano von der Geschichte der Inka, der Eroberung durch die Spanier und der Zeit der Haziendas. Der Dokumentation gelingt ein lebendiges Bild von der Welt dieses Mannes, der hin- und hergerissen ist zwischen seiner Liebe zu seinem Land, der traditionellen Arbeit, die er von seinem Vater erlernte, und dem Wunsch, seinem Sohn ein mutmaßlich besseres Leben in der Stadt zu ermöglichen.

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15:15 - 16:00, NDR
Jenseits von Bali

Indonesien ist der größte Inselstaat der Welt und ein gigantischer 'Flickenteppich' der Völker. Über 730 Sprachen werden dort gesprochen. Robert Hetkämper vom ARD-Auslandsstudio Singapur reist mit der 'Pinisi Ambasi', einem traditionellen indonesischen Schoner, von Bali über Lombok, Sumbawa und Komodo nach Flores. U.a. besucht er mit seinem Team einen Luxus-Campingplatz für Millionäre und zeigt riesige Korallenbänke sowie gigantische Vulkanlandschaften.

Die Bewohner der Insel Komodo sind Nachkommen ehemaliger Strafgefangener, die dort ausgesetzt wurden.

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19:30 - 20:15, arte
Faszinierende Wildnis

Egal ob sie wie Gorillas in kleinen Clans oder wie Paviane in Großgruppen leben: Kommunikation und soziale Intelligenz zeichnen Primaten aus. Sie haben erstaunliche Methoden entwickelt, um Probleme zu lösen. Der Gebrauch von Werkzeugen war ein wichtiger Durchbruch in ihrer Evolution, der nicht zuletzt zum Erfolg des Homo sapiens geführt hat. Über die ausgefeilteste Kombination aus Werkzeuggebrauch und sozialen Fähigkeiten verfügen Schimpansen. Sie stellen nicht nur Nutzgeräte her, sondern verleihen diese auch, um sich die Gunst anderer zu sichern.

20:15 - 21:00, NDR
Die größten Naturschauspiele der Erde  klop.gif (5099 Byte)

Jedes Jahr verschwinden Millionen Pazifiklachse vor der Küste Kanadas, wandern tausende Kilometer zurück an den Ort ihrer Geburt. Sie schwimmen gegen die Strömung wieder die Flüsse hoch, um sich in ruhigeren Gewässern zu paaren, zu laichen - und zu sterben. Für ihre Feinde ist die große Wanderung ein Festschmaus: Grizzlys postieren sich genau da, wo die Lachse nur mit Mühe über Hindernisse kommen.

Zu den kanadischen Pazifiklachsen gehören der Silber- und der Ketalachs. Nach dem Schlüpfen verbringen sie ein bis drei Jahre im Fluss, dann bis zu vier Jahre im Meer.

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Donnerstag, 09.02.2012
08:55 - 09:40, arte
Induswelten

Wenn der Indus nach über 3.000 Kilometern durch Tibet, Indien und Pakistan sein Delta in Karatschi erreicht, ist er nur noch ein Rinnsal. Alles Süßwasser ist über Kanäle in die Ackerbaugebiete der Großgrundbesitzer im Sind und Punjab geflossen. Deshalb kann das Salzwasser beinahe ungehindert aus der Arabischen See ins Delta dringen und dort weitreichende ökologische Veränderungen bewirken. Der Indus kommt aus den Höhen des Himalayas in Tibet und fließt durch Indien und Pakistan, bevor er sich in sein Delta rund um Pakistans größter Stadt Karatschi auffächert. Die Dokumentation tritt die umgekehrte Reise an. Sie beginnt im Mündungsdelta und macht sich auf die Suche nach dem Quellgebiet des größten Flusses des Indischen Subkontinents. In der ersten Folge, die in Pakistans zweitgrößte Stadt Lahore führt, begegnet Filmemacher Hajo Bergmann sehr unterschiedlichen Menschen. Eine Kriminalreporterin der pakistanischen Tageszeitung 'The News' ist auf Recherchereise im Industal. Ihr tägliches Geschäft sind Kriminalfälle unter armen Fischern. Im Sind beobachtet Filmemacher Hajo Bergmann den Alltag eines Landlords und seiner Pächter und zeigt das Leben am Manchar-Lake, der von einer Umweltkatastrophe bedroht ist. Anschließend begleitet er den deutschen Völkerkundler Frembgen auf seiner Spurensuche in den Sufi-Schreinen von Sehwan Sharif und besucht die Fundstätten der Induskultur in Mohenjo-Daro. In Lahore spricht eine einstmals berühmte Kathak-Tänzerin über ihre Erfahrungen in diesem Land zwischen Tradition und Moderne. Sie erhielt von fundamentalistischen Kräften Auftrittsverbot und tanzt und lehrt nur noch im Verborgenen.

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14:20 - 15:00, 3SAT
Leben auf dem Fluss klop.gif (5099 Byte)

Die Dokumentationsreihe 'Leben auf dem Fluss' erzählt Geschichten von Menschen, die mit unterschiedlichen Booten auf vielbefahrenen Wasserstraßen der Welt unterwegs sind und auf ihnen leben. Im ersten Teil wird der Alltag der Schifferfamilie Kruijt auf der Tour von Rotterdam über den Rhein, den Main, den Rhein-Main-Donau-Kanal bis ins österreichische Krems an der Donau dokumentiert.

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15:00 - 15:45, 3SAT
Leben auf dem Fluss klop.gif (5099 Byte)

Die Dokumentationsreihe 'Leben auf dem Fluss' erzählt Geschichten von Menschen, die mit unterschiedlichen Booten auf vielbefahrenen Wasserstraßen der Welt unterwegs sind und auf ihnen leben. Timbuktu: Seit jeher hat der Name der malinesischen Stadt in der Sahara einen magischen Klang. Als eine der heiligen Stätten des Islam war sie für Nicht-Muslime verboten, Kaufleute beschrieben sie als sagenhaft reich. Einer Legende nach waren die Straßen mit Gold gepflastert. Doch der Zugang nach Timbuktu war zu keiner Zeit einfach. Bis heute führen nur wenige Wüstenpisten dorthin. Deshalb werden Personen und Waren nach wie vor überwiegend auf dem Fluss Niger transportiert.

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15:45 - 16:30, 3SAT
Leben auf dem Fluss klop.gif (5099 Byte)

Die Dokumentationsreihe 'Leben auf dem Fluss' erzählt Geschichten von Menschen, die mit unterschiedlichen Booten auf vielbefahrenen Wasserstraßen der Welt unterwegs sind und auf ihnen leben. 'Leben auf dem Fluss' begleitet eine Händlerfamilie aus Südvietnam durch ihren Alltag auf einem Boot, mit dem sie den weit verzweigten Mekong befahren und Handel treiben.

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16:25  - 17:20, arte
In den Hügeln der Negev

Für den Beduinenstamm El Talalka in der Negev-Wüste im Süden Israels sind die Lebensbedingungen prekär. Die israelische Regierung hat zudem beschlossen, die Behausungen der arabischen Beduinen zu zerstören, um die Nomaden in einer Stadt sesshaft - und damit besser kontrollierbar - zu machen. Die Dokumentation berichtet über den Alltag des Beduinen Muhammad, der täglich um den Erhalt der traditionellen Lebensweise der Beduinen inmitten einer modernen Welt kämpfen muss, zugleich aber für seine Kinder ein Leben im Zeichen des Fortschritts erhofft. Muhammad reibt sich in seinem einsamen Kampf auf. Wird ihm sein Glaube eine Hilfe sein?

16:30 - 17:15, 3SAT
Leben auf dem Fluss   klop.gif (5099 Byte)

Das Ärzteschiff 'Abare' bringt den Menschen im Amazonasdelta medizinische Versorgung. Der vierte Teil der fünfteiligen Dokumentationsreihe 'Leben auf dem Fluss' begleitet den 50-jährigen Arzt Fabio Tozzi auf seiner zweiwöchigen Fahrt.

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17:15 - 18:00, 3SAT
Leben auf dem Fluss   klop.gif (5099 Byte)

Die letzte Folge der Reihe 'Leben auf dem Fluss' begleitet einige der letzten Flößer auf dem Fraser River in British Columbia an der Westküste Kanadas bei ihrer Arbeit. Kapitäne und ihre Deckhands sind Tag für Tag mit ihren Tugboats, kleinen Schleppern, unterwegs, um große Holzflöße zu den Sägemühlen zu ziehen.

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19:30 - 20:15, arte
Faszinierende Wildnis

Fische können fliegen, Strom erzeugen, Blut saugen, Kiefer von viereinhalb Meter Länge haben, in heißen Sodaseen oder unter der Eisschicht der Antarktis leben. Haie, Teufelsrochen, Tiefsee-Anglerfische, Seepferdchen - Fische in zahllosen Varianten beherrschen die Meere. 'Faszinierende Wildnis' führt den Zuschauer auf eine unvergessliche Reise: von der offenen See hin zu Korallenriffs und von einem sturmgebeutelten Küstengebiet in unergründliche, stille Tiefen. Man sieht Fächerfische beim Jagen, Hechtschleimfische im Paarungskampf und die geheime Welt von balzenden Fetzenfischen und Felsengrundeln.

Freitag, 10.02.2012
06:20 - 07:00, 3SAT
Wiener Sträuße

Kaum jemand prägte das musikalische Leben einer Epoche so nachhaltig wie Vater und Sohn Johann Strauß. Vom Radetzkymarsch bis zum Donauwalzer präsentierten die 'Walzerkönige' den Wienern ihre neuesten Kompositionen. Sohn Johann 'Schani' Strauß galt - wie sämtliche anderen Mitglieder der Strauß-Dynastie - als Feinschmecker. Die gute Alt-Wiener Küche, eine Verschmelzung der verschiedenen kulinarischen Traditionen der Kronländer Österreich-Ungarns, hatte es ihm besonders angetan. Einfache Wirtshäuser wie die 'Goldene Glocke' und das 'Gasthaus Ubl' haben sich heute noch den Charme mancher Gaststätte aus der Zeit der 'Sträuße' bewahrt. Zu den noblen Etablissements gehörte schon damals der Hofzuckerbäcker 'Demel'. Die Dokumentation 'Wiener Sträuße' widmet sich dem Wiener Walzer und der altösterreichischen Küche.

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08:55 - 09:40, arte
Induswelten

Noch in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts gehörten die Bergrouten im Norden Pakistans, am Indus und seinen Zuflüssen, zu den Traumrouten in Asien: von Lahore über Islamabad und den Karakorum-Highway zum Nanga Parbat, durch die Hunza-Region nach Shimshal an der chinesischen Grenze. Oder über Skardu nach Machaloo unweit der vier Achttausender des Karakorums. Die Reise führt über beide Abenteurerpfade und geht dabei dem 'gewaltigen Imageproblem' nach, die diese an Naturschönheiten äußerst reiche Region hat. Denn nach dem 11. September 2001 ging der Trekkingtourismus fast auf Null zurück: Die Folgen für die Menschen im Hochgebirge, die mit den Ereignissen in Afghanistan nur in Ausnahmefällen etwas zu tun haben, sind dramatisch. Der wirtschaftliche Zusammenbruch der ganzen Region durch ausbleibende Touristen stärkt zudem die Position der Fundamentalisten, auch vor dem Hintergrund, dass der Tourismus insbesondre für Frauen neue Freiheiten und Arbeitsmöglichkeiten brachte. In Lahore findet die Menschenrechtsanwältin Asma Jahangir drastische Worte zur Situation in Pakistan; Transsexuelle und Homosexuelle erzählen über ihre Furcht vor den Taliban. Außerdem erlebt der Zuschauer auf 4.000 Meter Höhe ein Poloturnier und eine Geburtstagsfeier für den Aga Khan, die seine Anhänger in der Ismailitenregion Hunza für ihn ausrichten. Er begleitet ebenso die Reise eines jungen Studenten aus Lahore den Karakorum-Highway entlang nach Shimshal an der chinesischen Grenze. Die Dokumentation porträtiert den berühmtesten Bergsteiger Pakistans mit seinen jungen Schülerinnen. In Machaloo, wo der Indus aus Indien kommend die Grenze nach Pakistan überschreitet, begegnet das Kamerateam einem ehemaligen Expeditionskoch und seiner Familie; der Mann muss wegen der ausbleibenden Trekkingtouristen nach Saudi-Arabien auswandern, um seine Familie zu ernähren.

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12:05 - 12:50, arte
Polarschule der Nomadenkinder

Sie sind die letzten echten Nomaden auf der Erde: Über 6000 Nenzen leben auf der russischen Halbinsel Jamal nach alten Traditionen. Am Ende der Sommerferien bringt ein Hubschrauber die Kinder der Rentierhirten nach Yar-Sale, der einzigen größeren Siedlung auf Jamal. Dort werden die Nenzen-Kinder in einem Internat unterrichtet. Doch die die Kultur ist bedroht: Unter der Tundra lagern die größten Gasvorkommen der Welt und eine Förderanlange wird gebaut. Den Kindern der Nenzen eröffnen sich durch die Industrialisierung allerdings neue Chancen. '360°' berichtet.

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13:15 - 14:05, 3SAT
Extrem! Von höchsten Höhen bis unters Meer  klop.gif (5099 Byte)

In naher Zukunft werden sich durch die Klimaerwärmung einige Regionen der Erde als unbewohnbar erweisen, andere werden neu erschlossen werden müssen. Wo liegen für den Menschen die Grenzen des Möglichen? Die Dokumentation 'Extrem! Von höchsten Höhen bis unters Meer' vergleicht das Leben auf Meereshöhe mit dem in den höchsten Gebirgen der Welt. Sie führt von den Lagunen und Palmenstränden der Südseeinseln, deren höchste Erhebung oft nur wenige Meter beträgt, auf 4.000 Meter ins Hochland von Äthiopien, von den seit Urzeiten besiedelten Ufern des Toten Meeres, die 408 Meter unter dem Meeresspiegel liegen, auf 5.400 Meter Höhe in das Goldgräberstädtchen La Rinconada in den peruanischen Anden - dem höchsten bewohnten Ort der Welt.

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14:30 - 15:15, H3
Malaysia - Vielvölkerstaat unterm Halbmond

Das Staatsgebiet von Malaysia besteht aus zwei Landesteilen, die durch das Südchinesische Meer voneinander getrennt sind: West-Malaysia, südlich von Thailand auf der malaiischen Halbinsel gelegen, und Ost-Malaysia auf der Insel Borneo - mit den beiden Bundesstaaten Sarawak und Sabah. Rund 25 Millionen Menschen leben In dem Land, dessen Staatsreligion der Islam ist. Es besteht jedoch Religionsfreiheit für alle Bürger, was in Malaysia von grundlegender Bedeutung ist: Das Land wird aufgrund seiner zahlreichen Völker und Kulturen oft als 'Asien im Kleinformat' bezeichnet. Angehörige von drei großen asiatischen Kulturkreisen, dem indischen, chinesischen und malaiischen, bilden ein buntes Völkergemisch, das dem Land seinen multikulturellen Charakter verleiht. Entsprechend vielfältig sind die Glaubensrichtungen: Das Leben der Malaien wird von den Geboten des Korans bestimmt, die Malaysier indischer Abstammung bekennen sich mehrheitlich zum hinduistischen Glauben, die Angehörigen der chinesischen Volksgruppe fühlen sich den Lebensphilosophien des Konfuzianismus, Daoismus und Buddhismus verbunden. Hinzu kommen die Christen - ein Erbe der Kolonialzeit. Traumstrände, Dschungel und Reisterrassen, Tee-, Palmen- und Kautschukplantagen prägen die landschaftlichen Eindrücke in West-Malaysia. Den eigentlichen Reiz macht aber das multikulturelle Miteinander der Menschen aus: ihre Märkte und unterschiedlichen Küchen, ihre Tempel, Kirchen und Moschen, ihre religiösen Feste.

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15:15 - 16:00, RBB
Das vergessene Bergvolk

In unserer hoch technisierten Welt träumen viele Menschen vom einfachen Leben auf dem Land. Bergbauer Dimitri Tomiuc führt dieses einfache Leben. Er gehört dem Volksstamm der Huzulen an, einer ethnischen Minderheit in Rumänien. Dimitri wohnt oben auf dem Berg in einem blitzsauberen Häuschen. Das gusseiserne Bügeleisen, das die Eltern ihm hinterlassen haben, wird tatsächlich noch benutzt. Die Petroleumlampen hängen nicht zur Dekoration von der Decke, sondern dienen zur Beleuchtung, denn Dimitris Häuschen ist noch ohne Stromanschluss. Dabei trennen ihn nur rund 70 Meter Luftlinie von der elektrifizierten Zivilisation. Und zu gerne hätte er endlich Anschluss an die moderne Welt. Der Film erzählt die Geschichte einer Zeitreise. Zunächst erlebt man aufgrund der Lebensweise des 50-jährigen Dimitri Tomiuc eine Welt, wie sie vor 100 Jahren alltäglich war. Nur bei seinen sehr seltenen Abstiegen ins Tal wird der Bergbauer mit der modernen Zeit konfrontiert. Er lebt nicht nur äußerlich sehr traditionell. Auch sein Denken und Handeln ist geprägt von der Überlieferung seines Volkes, den Huzulen, die sich seit jeher vorzugsweise auf Bergspitzen angesiedelt haben. Doch jetzt hält auch bei ihnen das Moderne Einkehr. Altes prallt auf Neues. Auf diese Weise zeigt der Film - quasi im Zeitraffer - was unsere Urgroßeltern, Großeltern und Eltern in den vergangenen 100 Jahren erlebten: die Elektrifizierung ihres Haushalts - mit der ersten Glühbirne, dem ersten Bügeleisen, dem ersten Fernseher.

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16:25 - 17:20, arte
Zu Besuch bei Schamanen

Die Mongolei, zu der Reisende lange Zeit keinen Zutritt hatten, empfängt inzwischen Touristen aus aller Welt. Welche Wechselbeziehung besteht zwischen den Reisenden, die von der 'authentischen' Welt der Rentiere und Schamanen Zentralasiens träumen, und den nomadisch lebenden Viehzüchtern, die sich immer mehr dem Kapitalismus zuwenden und von einer Konsumgesellschaft träumen? Die Dokumentation eröffnet einem die Sichtweisen einer Rentierzüchter-Familie. Die Mutter ist eine angesehene Schamanin und lebt heute hauptsächlich von den Touristen, die bei ihr Rat suchen. Die Filmemacherin Laetitia Merli ist seit vielen Jahren mit der porträtierten Nomadenfamilie befreundet, und die Schamanin vertraut ihr freimütig ihre Gedanken, Überlebensstrategien und Zukunftspläne an.

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19:30 - 20:15, arte
Faszinierende Wildnis

Um auch die unwirtlichsten Lebensräume der Erde zu bevölkern, müssen die ältesten Bewohner ungemein anpassungsfähig sein. Ihr Verhalten erscheint oft, als sei es von Intelligenz gesteuert. Reptilien und Amphibien gedeihen durch den Einsatz subtiler Jagdmethoden, mit List und körperlicher Widerstandskraft auch dort, wo sich Säugetiere und Vögel nicht hinwagen. BBC-Regisseurin Martha Holmes ('Unser blauer Planet') zeigt Frösche, die Fledermäuse jagen, und Komodowarane, die Büffel töten, giftige Wasserschlangen und eine Riesenanakonda im Kampf mit Kaimanen.

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22:25 - 00:35, 3SAT
Spur der Steine

Bauarbeiter Hannes Balla (Manfred Krug) entführt einen Kieslaster, weil mal wieder das Material ausbleibt. Der neue Parteisekretär Horrath (Eberhard Esche) soll ihm diese Mätzchen abgewöhnen.

Walter Ulbricht ließ die Premiere 1966 stören, dann wurde der Film verboten. Erst 1989 kam es zur gefeierten Wiederaufführung.

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Samstag, 11.02.2012
06:00 - 06:30, SWR
Durch die Wüste

Timbuktu - ein Klang, ein Name und mehr als eine Fata Morgana für die vorbeiziehenden Karawanen aus der Sahara. Zentrum islamischer Gelehrsamkeit - so zumindest stellte sich Tdie Stadt den Menschen des 19. Jahrhunderts dar, als der Weg nach Timbuktu noch ein gefährliches Abenteuer war. Einer, der diesen mythischen Ort in die Realität holte, war Heinrich Barth. Zwei Jahre lebte der deutsche Afrikaforscher in der Stadt, beschrieb die Leute in dem riesigen Haufen von Lehmwürfeln, die uralten Moscheen - ebenfalls aus Lehm und heute der Grund, daß Timbuktu Welterbe ist. Seit dieser Zeit hat sich in Timbuktu äußerlich nicht viel geändert. Eine Stadt in der Wüste und scheinbar aus Sand gebaut. Die Bewohner beleben das allgemeine Lehmbraun mit ihrer bunten Kleidung. Die Nahrungsmittel werden über hunderte Kilometer auf dem Niger herbeigeschifft, und es ist nach wie vor ein Abenteuer, nach Timbuktu zu gelangen. Die Lehm-Moscheen bestimmen immer noch das Stadtbild, wenn nicht Sandstürme alles begraben. Die islamische Universität hat allerdings nicht mehr die Bedeutung früherer Jahrhunderte, und heute ist man stolz auf den ungläubigen Forscher Heinrich Barth, der die traumhafte Stadt der realen Welt öffnete. Eine Oase am Dreiländereck zu Algerien und Tunesien, ein legendärer Ort in der libyschen Sahara: Ghadames. Längst ist die Blütezeit der Stadt vergangen, als sich hier fünf Karawanenwege kreuzten und reiche Großhändler die Fäden des Saharahandels spannen. Davon erzählt uns ein alter Ghadami. Heute leben die Menschen in der Neustadt, die in den 70er Jahren von der Regierung bereitgestellt wurde. Allerdings pflegen sie noch ihre Wohnungen in der alten Lehmstadt. Dort verlaufen Gassen und Gänge wie in einem Labyrinth. Sie sind von Häusern überbaut, und so wähnt man sich unter der Erde. Umgürtet wird die Stadt von einem Ring aus Dattelpalmen. Die verlassene Stadt mit ihren altehrwürdigen Moscheen wird noch regelmäßig zum Freitagsgebet aufgesucht - und zum Mittagsschlaf älterer Leute. Und manch einer von ihnen umhegt noch den Palmengarten seiner Vorväter. Der Film führt durch die labyrinthartigen Gassen, zeigt die Lehmbauten im typischen Rot und begleitet die Sufis auf ihren Weg in die Moschee.

07:30 - 08:15, Phoenix
Nigeria - Zwischen Traum und Alptraum

Das bevölkerungsreichste Land Afrikas hat die produktivste Filmindustrie, die größten Kirchen und die mächtigsten Sultane südlich der Sahara. Mehr als 150 Millionen Menschen leben in dem Vielvölkerstaat Nigeria - ein Land der Träume und der Albträume. In 'Nollywood' werden jedes Jahr über 2000 Filme produziert. Eine Traumfabrik der Hinterhöfe, die mit ihren Billigproduktionen den Nerv von Millionen trifft. In 'Prayer City' steht eine Erweckungskirche neben der anderen. Jedes Gotteshaus fasst mehrere tausend Gläubige, die hier auf Wunder hoffen. In der Zehn-Millionen-Stadt Lagos stehen Slums aus Pfahlbauten neben einer Zukunftsstadt, die aus dem Lagunensand gestampft wird. Peter Schreiber und sein Team sind den Träumen und Albträumen gefolgt - vom trockenen Norden in der Sahelzone bis ins ölverschmutzte Niger-Delta im Süden. Sie treffen den Sultan von Sokoto, das kirchliche Oberhaupt von siebzig Millionen Muslimen und Bischof Okokwo, der in seiner Pfingstkirche eine riesige Marketing-Maschinerie betreibt. Ein Blick hinter die Kulissen von Nigerias Filmindustrie zeigt, wie Träume gemacht werden. Der Alltag von Arbeitern in einer Stoff-Färberei oder von Fischern, die der Ölboom arbeitslos gemacht, sieht aber anders aus. Ein hartes Leben, gäbe es nicht auch die Musik: traditionelle Trommeln im Norden, eine spontane Reggae-Session im Slum oder den fetzigen Rap in einem Nobelclub von Lagos.

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10:10 - 10:55, arte
Polarschule der Nomadenkinder

Sie sind die letzten echten Nomaden auf der Erde: Über 6000 Nenzen leben auf der russischen Halbinsel Jamal nach alten Traditionen. Am Ende der Sommerferien bringt ein Hubschrauber die Kinder der Rentierhirten nach Yar-Sale, der einzigen größeren Siedlung auf Jamal. Dort werden die Nenzen-Kinder in einem Internat unterrichtet. Doch die die Kultur ist bedroht: Unter der Tundra lagern die größten Gasvorkommen der Welt und eine Förderanlange wird gebaut. Den Kindern der Nenzen eröffnen sich durch die Industrialisierung allerdings neue Chancen. '360°' berichtet.

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11:00 - 11:30, RBB
Gesichter Asiens

In einem hölzernen Hausboot bereist das Team des ARD-Studios Singapur die Dschungelflüsse von Kalimantan, dem indonesischen Teil der Insel Borneo. In Indonesien treffen sie auf Menschen, die ihr Leben den letzten bedrohten Orang-Utans widmen: in einer Auswilderungsstation für Orang-Utans. Ihre Zahmheit wird ihnen in der echten Wildnis zum Verhängnis - dem Team brachte sie viel Vergnügen. In Thailands ehemaliger Königsstadt Ayutthaya gibt es zwar keine Könige mehr, aber viele Touristen: Für sie tanzen die Elefantenbabis von Ayutthaya. Mit dem Geld verschaffen sie alten Arbeits-Elefanten einen Zufluchtsort. Im trockenen Nordosten Thailands porträtiert Robert Hetkämper eine Musik-Truppe, die die besonderen Traditionen der armen 'Issaan'-Region pflegt und dafür Hunderte von jungen Mädchen auf die Bühne bringt. Geld für die jungen Frauen, die außer in Thailands Sexindustrie sonst kaum etwas verdienen könnten. Und ebenfalls im unterentwickelten Nordosten Thailands fand das Team einen kleinen Lokalbahnhof, an dem die andernorts längst vergangene Eisenbahnromantik noch lebendige Wirklichkeit ist. Robert Hetkämper: 'Es gibt kaum Schöneres, als Geschichten von Menschen zu erzählen, aus einer Region, die mir seit Jahrzehnten unter die Haut geht.'

12:35 - 13:20, RBB
Leben im Polarkreis

Nördlich des Polarkreises befreit sich die Natur im Spätfrühling aus der eisigen Umklammerung des Winters. Sobald Sträucher und Beeren ihr erstes Grün austreiben, wird es Zeit für die Rentiere, ihre Kälber zur Welt zu bringen. Sie werden in Lappland geboren, und folgen ihren Müttern, wenn diese auf Nahrungssuche durch die Wälder ziehen, in denen auch Wölfe, Bären, Luchse und Vielfraße unterwegs sind.

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19:30 - 20:15, arte
China, im Reich der Mosuo-Frauen  klop.gif (5099 Byte)

Lamu Mian Zhe und ihre Familie gehören zum Volk der Mosuo im Südwesten Chinas. Sie sind dieses Jahr vom Pech verfolgt. Lamu Mian Zhe selbst war schwer krank. Für ihre Operation musste sie Schulden machen. Dann kam ein Cousin bei einem Unfall ums Leben. Probleme, die bei den Mosuo stets die ganze Familie betreffen, vor allem aber die 'Ama', das weibliche Oberhaupt, denn die Mosuo leben im Matriarchat. In Lamus Familie trägt ihre Mutter Zhima die Verantwortung und die Hauptlast der täglichen Haus- und Feldarbeit. Lamu versucht, durch den Verkauf von Webarbeiten die Schulden abzutragen. Währenddessen kümmert sich ihr Bruder Sogna um ihre zwei Töchter, denn bei den Mosuo sind die Onkel für die Erziehung der Kinder zuständig. Der Vater lebt nicht bei ihnen, sondern bei seiner eigenen Mutterfamilie. Sogna wiederum verlässt abends das Haus, um die Nacht bei seiner Lebensgefährtin zu verbringen. 'Wanderehe' nennen die Mosuo diese Art von Beziehung. Sie kann nur ein paar Nächte dauern oder aber ein Leben lang. Das Volk der Mosuo zählt noch etwa 40.000 Menschen, die in den chinesischen Ausläufern des Himalayas traditionell von der Landwirtschaft leben. Viele junge Mosuo arbeiten inzwischen in den größeren Städten, kommen aber zu den Familienfesten wieder zusammen. Eines der wichtigsten Feste im Leben einer Mosuo-Frau ist die Volljährigkeitszeremonie. Lamu und Sogna reisen zu diesem Fest ihrer Nichte in das abgelegene Bergdorf Lijiazui. Mit 13 Jahren werden dem Mädchen zum ersten Mal die festlichen Mosuo-Frauenkleider angelegt. Von nun an darf es seine Meinung im Familienrat sagen, in dem Probleme zwischen den Generationen und Geschlechtern gelöst werden. Das Wichtigste für die Mosuo ist Harmonie in der Familie. Doch hat diese jahrtausendealte Kultur im modernen China noch eine Überlebenschance?

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Sonntag, 12.02.2012
06:50 - 07:05, NDR
Koutammakou, Togo - Land der Batammariba

Koutammakou, das Land der Batammariba im Nordosten von Togo, ist eines der letzten Beispiele für eine afrikanische Gesellschaft, die noch im Gleichgewicht zwischen den Bedürfnissen der Menschen und der Natur wirtschaftet. Koutammakou ist ein lebendiges UNESCO-Weltkulturerbe. 500 Kilometer nördlich der Hauptstadt Lomé, im Grenzgebiet zu Benin, hat das togoische Volk der Tamberma dank geografischer Isolation im Gebirge Atacora seine jahrtausendealten Traditionen gegen die Einflüsse der modernen Welt schützen können. 'Takienta', eine trutzige Lehmburg, ist ökonomischer und religiöser Mittelpunkt einer Großfamilie. Sie ist umgeben von teilweise übermannshohen Ahnen-Altären, die als 'Hauswächter' die Lebenden beschützen, von diesen aber auch durch entsprechende Opfergaben wohlgesonnen gestimmt werden müssen. Gleich hinter dem zwischen riesigen Affenbrotbäumen (westafrikanisch: Baobab) gelegenen Dorf beginnt der heilige Wald. Er ist der Ort für die Initiations-Riten der jungen Männer. Stapel aus Hunderten frischer Holzstäbe bezeugen, dass die Bräuche heute noch gefeiert werden. Holz und Lehm spielen eine zentrale Rolle im Leben der Batammariba. Aus der Erde wächst das Leben, sie ist der Ort für die Toten. In dem Material Lehm sind die Ahnen allgegenwärtig, aus ihm bauen die Tamberma ihre Häuser und ihre Altäre. Im Wissen um diese Zusammenhänge liegt ihr harmonischer Umgang mit der Natur begründet. Der Film nutzt die einmalige Chance, den Alltag in dem Dorf Basamba zu erleben, an dem sich seit Jahrhunderten kaum etwas verändert hat. Nur wenige Familien leben dort. Während die Männer die Ernte vor den Stürmen der aufziehenden Regenzeit in die Vorratstürme in Sicherheit bringen, brauen die Frauen im Hof das traditionelle Hirsebier. Bevor es getrunken werden darf, opfern sie einen Teil davon auf den Altären der Ahnen. Welcher Vorfahre gnädig zu stimmen ist, wird mit dem Holz-Stab-Orakel ermittelt. Neue Lehmturmburgen werden in Koutammakou kaum mehr gebaut. Der Film zeigt aber die Reparatur eines dieser aufwendig konstruierten Häuser. Nur 15 Zentimeter der Mauer können jeden ausgebessert werden, dann muss der Lehm trocknen, bevor die Imprägnierung mit frischem Kuhdung sie wetterfest macht. In der Kühle des Abends sitzt die ganze Familie oben auf der Terrasse ihrer turmbewehrten Burg. Der Clan-Chef erzählt die Geschichte, wie die Batammariba einst auf die Erde kamen.

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11:45 - 12:30, H3
Die Marco-Polo-Fährte

Der Brite Bradley Mayhew schreibt Reiseführer, vor allem über Asien. Diesmal recherchiert er für ein besonderes Projekt. 8.000 Kilometer über Land, mit Bus, Lkw oder per Anhalter, von Venedig bis Peking, folgt er der Spur Marco Polos, des legendären Reisenden des Mittelalters. Bradley ist in den verschneiten Bergen Anatoliens unterwegs, mitten im Winter, wie einst Marco Polo vor 750 Jahren. Damals gehörte die Osttürkei zu Großarmenien. Bradley sucht den schwarzen Edelstein der Region, den Oltu Tasch, den Dörfler gefahrvoll aus selbst gehauenen Minen schürfen. Juwelen waren klein und leicht transportierbar, zugleich wertvoll. Marco Polo schreibt begeistert darüber. Bradley passiert den Berg Ararat, auf dessen Gipfel Marco Polo die Arche Noah vermutete. Dann der Iran. Schon ein Visum für den Gottesstaat zu bekommen war nicht einfach. Bradley ist froh, als er die größte Stadt im Westen des Irans erreicht. 'Täbris ist eine noble Stadt. Die Menschen weben wertvolle Stoffe, und die Händler machen große Gewinne', schrieb Marco Polo. Der Basar von Täbris zählt zu den ältesten und größten der Welt, und bis heute werden vor allem Teppiche gehandelt. Bradley reist weiter in das Elburs Gebirge, auf der Suche nach den 'Assassinen', der Al-Qaida des 13. Jahrhunderts. Marco Polo beschreibt die ersten Selbstmordattentäter der Geschichte: eine Story über Sex, Drogen und Gewaltverbrechen. In Teheran blickt Bradley in die zwei Gesichter des Gottesstaates. Morgens sieht er religiöse Inbrunst in einem schiitischen Heiligenschrein. Abends erlebt er Ballgard, eine Rockband, die im Untergrund spielt.

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13:35 - 14:05, ZDF
Staudamm contra Regenwald

Im Herzen Amazoniens liegt die größte und teuerste Baustelle Brasiliens: Hier soll das drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt gebaut werden - Belo Monte. Wissenschaftler warnen vor den verheerenden ökologischen Folgen. Dieser Eingriff in die Natur wird weitreichende Folgen nach sich ziehen, die Hälfte des Amazonas-Regenwaldes wird vernichtet werden. Für Belo Monte soll mehr Erde bewegt werden als beim Aushub des Panama-Kanals. Dazu kommen Straßen, Starkstromleitungen, Siedlungen für 20 000 Arbeiter. Um Brasiliens Energiehunger zu stillen, wird eine Fläche so groß wie der Bodensee geflutet werden. Auch deutsche Unternehmen möchten davon profitieren: Mercedes Benz liefert 540 Baufahrzeuge, von Voith Hydro, einer Siemens-Tochter, sollen Turbinen, Generatoren und Transformatoren kommen - ein Großauftrag von 443 Millionen Euro. Besonders hart trifft es die Indios. Denn der Rio Xingu, der gestaut werden soll, ist die Lebensader für Dutzende von Indianervölkern im Regenwald. Dieser fast 2000 Kilometer lange Seitenarm des Amazonas ist eines der letzten intakten Flusssysteme Brasiliens. In seinem klaren Wasser leben 800 Fischarten, viele davon nur dort, sonst nirgends auf der Welt. Auf den Inseln im Rio Xingu legen Schildkröten ihre Eier ab, nisten zahlreiche Vögel. 1961 entstand hier der erste Nationalpark Brasiliens, auch, um den Lebensraum der indigenen Völker zu schützen. Die Berlinerin Rebecca Sommer unterstützt die Ureinwohner bei ihrem Kampf gegen das Staudammprojekt. Als Menschenrechtsaktivistin vertritt sie die internationale Sektion der Gesellschaft für Bedrohte Völker bei den Vereinten Nationen. 'planet e.' hat sie auf ihrer Reise in das Amazonasgebiet begleitet. Ihre Hoffnung ist auch die der Indios: Die UN muss auf Brasilien einwirken, Belo Monte doch noch zu stoppen. Die Zeit wird knapp: Obwohl noch rund ein Dutzend Klagen laufen, ist der Bau bereits in vollem Gange. Regierung und Konzerne schaffen Fakten. Sie halten den Staudamm zur Stromversorgung des Landes für unverzichtbar. Schon 2015 soll Belo Monte 11 000 Megawatt liefern und Brasiliens Wirtschaftsboom antreiben.

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19:30 - 20:15, ZDF
Expedition in die Wüste klop.gif (5099 Byte)

Im Frühjahr 1809 erreicht ein junger Kaufmann mit Namen 'Sheikh Ibrahim' das syrische Aleppo und lässt sich dort für zwei Jahre nieder. Angeblich kommt er aus Indien, tatsächlich aber handelt es sich um den Schweizer Johann Ludwig Burckhardt, der im Auftrag der britischen 'African Association' als Geheimagent unterwegs ist. Als Muslim verkleidet wagt er, was noch keinem gelang: die Erkundung des Niger in Zentralafrika über die Ostroute.

Bei seiner Reise von Ägypten in den Sudan entdeckt Burckhardt am 22. März 1813 zufällig die Tempel von Abu Simbel.

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Montag, 13.02.2012
08:55 - 09:50, arte
Ostafrika - Im Tal des Omo

Die schwer zugängliche Region des Omo im südlichen Äthiopien gilt als Wiege der Menschheit. Heute leben hier verschiedene Stämme (Stamm der Kara) nach alten Sitten und Gebräuchen.

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14:15 - 14:40, arte
Kleider und Leute

In Malaysia sind neben dem malaysischen Sarong indische Saris und mandschurische Blusen zu sehen. Die traditionelle malaysische Weste 'Kebaya', die Frauen zu festlichen Anlässen tragen, verdankt ihren Namen der chinesischen Aristokratie, die dieses Kleidungsstück neu erfunden hat. Im Straßenbild fallen die bildhübschen Chinesinnen auf, die völlig 'verwestlicht' sind und von Singapur träumen. Die indische Minderheit kleidet sich ausschließlich in Sari oder Salwar Kamiz, womit sie auf die malaysische Unterdrückung ihrer Gemeinschaft aufmerksam machen will. Das ursprünglich aus Indonesien stammende Textilfärbeverfahren 'Batik' war einst Auslöser eines diplomatischen Konflikts zwischen Malaysiern und Indonesiern. Malaysia besteht bekanntlich aus zwei Hälften, aus West- und Ostmalaysia, negiert aber gern die Bedeutsamkeit dieser Teilung. Doch die verschiedenen Ethnien - Malaien, Chinesen, Inder und Pakistanis - leben hier zusammen, ohne sich wirklich zu mischen und sind an ihrer Kleidung auf den ersten Blick zu erkennen.

20:15 - 21:00, ARD
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14 Bergmassive mit über 8000 Metern gibt es auf unserem Planeten - und alle finden sich im Himalaya. Über 3000 Kilometer zieht sich die gewaltige Bergkette quer durch Asien. Und doch bietet die höchste Bergkette der Erde eine überraschende Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Sir David Attenborough geht erneut auf Entdeckungstour und begegnet dabei u.a. Schneeleoparden, Wölfen und Tibetbären.

Bereits seit 1952 arbeitet David Attenborough (85) - jüngerer Bruder des Schauspielers Richard Attenborough - für die BBC. 1985 wurde er zum Ritter geschlagen.

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23:00 - 00:30, MDR
Tuyas Hochzeit

Schafe hüten, Wasser ranschaffen, zwei Kinder und den behinderten Ehemann versorgen - Steppenalltag für die mongolische Schafzüchterin Tuya (Yu Nan). Aber dann verletzt sie sich. Um das Überleben der Familie zu sichern, muss sich Tuya neu verheiraten. Bedingung: Der neue Ehemann muss den alten, Ba Ter, mit versorgen. Bewerber gibts genug: Außer dem schüchternen Nachbarn Sen Ge klopft auch ein ehemaliger Mitschüler Tuyas an. Der ist durch Erdöl reich geworden...

Der dritte Film des chinesichen Regisseurs Quan'an Wang (42) wurde auf der Berlinale als Bester Film mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Die männlichen Rollen werden von Hirten aus dem Dorf gespielt. Die Kamera führte der Deutsche Lutz Reitemeier (44, 'Die Spielwütigen').

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Dienstag, 14.02.2012
00:30 - 01:30, arte
Astronauten, Wikinger und Geister

Im Süden von Wales, dem früheren Zentrum der britischen Kohle- und Eisenindustrie, liegen die Kleinstadt Merthyr Tydfil und das Dorf Heolgerrig. Dort beginnt Anfang der 70er Jahre der damals 19-jährige Filmstudent Robert Haines, seine Familie, seine Freunde und manchmal auch völlig Fremde zu fotografieren. Für ihn sind diese Bilder Aufnahmen ganz gewöhnlicher Menschen, die ein ganz gewöhnliches Leben führen, und so landen die Fotos in einem Pappkarton und werden vergessen. Erst knapp 40 Jahre später öffnet Haines diesen Karton wieder und findet etwas Unerwartetes: Er stößt auf Porträts von Menschen, die jetzt gar nicht mehr gewöhnlich scheinen, Fotos von großer Präsenz und Kraft, die davon erzählen, wie eine Industrie, ganze Berufsstände, eine Region und ihre Dorfgemeinschaften Geschichte werden. Und plötzlich will jeder diese Bilder sehen, ein Fotobuch entsteht, mehrere Ausstellungen folgen, Fernsehen und Zeitungen berichten über die 'vergessenen Fotos'. Haines entscheidet sich, zurück nach Merthyr und Heolgerrig zu gehen und dort nach den Menschen zu suchen, die er damals fotografiert hat. Er will herausfinden, was aus ihnen geworden ist. Und er trifft tatsächlich nicht wenige seiner ehemaligen 'Motive' wieder, redet mit ihnen, hört ihren Erzählungen zu und macht daraus das vielschichtige Porträt einer Gemeinde, poetisch und elegisch, lustig und anrührend, bildschön und eigenwillig. Haines zeigt, dass kein Leben 'gewöhnlich' ist, wenn man wirklich hinsieht.

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03:45 - 04:30, Phoenix
Russlands Ströme - Russlands Schicksal

Seit Millionen von Jahren lebt der Stör in der Wolga - sein Kaviar ist einer von Russlands Schätzen. Jetzt bleiben die Netze der Fischer immer öfter leer: eine Folge der Umweltverschmutzung und des Raubbaus an der Natur.

Erster von drei Teilen über Russlands große Flüsse. Es folgen Berichte über die Lena und den Amur .

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04:30 - 05:15, Phoenix
Russlands Ströme - Russlands Schicksal

Die Lena ist der zweitlängste russische Fluss. Über die Hälfte des Jahres vom Eis bedeckt, wird die Lena im Frühsommer zum reißenden Strom. Der Film zeigt Tiere und Menschen, die an ihrem Ufer leben. Per Hubschrauber und im Auto, zumeist aber auf einem altersschwachen Lenadampfer hat das Fernsehteam die viereinhalb Tausend Kilometer bewältigt - von der Quelle im Baikalgebirge, vorbei an den majestätischen Lena-Felsen und quer durch Russlands sibirische Schatzkammer.

05:15 - 06:00, Phoenix26
Russlands Ströme - Russlands Schicksal

Die Russen nennen ihn Amur, die Chinesen 'schwarzer Drache'. Der 4416 Kilometer lange Fluss trennt an seinem Oberlauf zwei Welten: Auf der einen Seite liegen die Trümmer des Ex-Sowjetstaates, auf der anderen wachsen Wolkenkratzer in den Himmel. Das Ufer ist auch Heimat des Amur-Tigers. Das Leben am Fluss zeigt Anne Gelinek.

06:00 - 06:45, Phoenix
Russland - Eine Winterreise

In den Goldminen der Kolyma in Jakutien beginnt der erste Teil der Russland-Dokumentation über das harte Leben fernab der Großstädte der ehemaligen Weltmacht. Das Reporterteam begleitet Bergleute, die goldhaltiges Quarzgestein in 134 m Tiefe mit uralten Maschinen aus Stollen brechen. Ihr Arbeitsplatz: eiskalt, staubig und eng.

Jakutien ist eine der kältesten Regionen der Erde, die von Menschen besiedelt wird. Mehr als 6300 Kilometer legte das ZDF-Team mit Lkw, Schneeraupen und Schlitten bis tief ins Landesinnere zurück.

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06:45 - 07:30, Phoenix
Russland - Eine Winterreise

Das ZDF-Team folgt den Spuren Alexander von Humboldts, der 1829 auf Einladung des Zaren Sibirien bereiste. Die Reporter sind unterwegs vom Ural bis an die chinesische Grenze, reisen auf meterdick zugefrorenen Flüssen, lernen Menschen kennen, die Eis, Schnee und Kälte trotzen und in der Einöde nach Reichtümern suchen.

Info: Alexander Freiherr von Humboldt starb 90-jährig am 6.5.1859 in Berlin. Der Naturwissenschaftler machte weltweit bahnbrechende Beobachtungen: u.a. Mitbegründer der physischen Geografie.

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08:55 - 09:50, arte26
Westafrika - Geheimnisvolle Sahara

Der junge Fulbe-Hirte Ibrahim lebt in Niger. Er hofft, beim traditionellen Schönheitswettbewerb für Männer zu gewinnen. Beim Guérewol-Fest stellen sich die geschminkten, herausgeputzten und mit zahlreichen Accessoires geschmückten Männer nach stundenlanger Vorbereitung in einer Reihe auf. Die jungen Frauen des Dorfes sehen sich die Bewerber an und wählen sich unter den Tänzern den Schönsten aus. Schönheit ist allerdings auch das Einzige, das Ibrahim geblieben ist, denn ihm und seiner Familie sind alle Nutztiere weggestorben. Viele Stämme leben in tiefster Armut, denn immer länger anhaltende Dürrezeiten haben zu einer Ausbreitung der Wüstenflächen geführt. Die einzige Nahrung der in der Region verbliebenen Menschen ist ein bitteres Kraut. Viele der Kinder leiden an chronischer Unterernährung. Auch den Tieren fällt es zunehmend schwerer, in diesem immer trockeneren Umfeld zu überleben. So bleibt vom Banzena-See in Mali manchmal nur noch eine große Pfütze übrig. Und die wenigen noch hier lebenden Elefanten müssen Hunderte von Kilometern zurücklegen, um Wasser zu finden.

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11:30 - 12:15, NDR
Ganges - Indiens Fluss des Lebens

Allein auf den ersten 200 Kilometern überwindet der Ganges ein Gefälle von über 2.800 Metern, ehe er im Tiefland beginnt zu mäandern. In den nun immer dichter bevölkerten Tälern säumen einzelne Wälder die Ufer, doch immer häufiger bestimmt die Landwirtschaft das Bild. Reis, Gerste, Hirse, Baumwolle, Zuckerrohr reifen in der kräftigen Sonne. Treten die Städte ins Blickfeld, fallen die großen Zeremonien der Hindu-Gläubigen auf, die im Wasser des Ganges stattfinden. Bei Haridwar hat der Fluss die große Ebene, die seinen Namen trägt, erreicht. Das Lichterfest wird täglich zu abendlicher Stunde abgehalten, Kumph Mela ist dagegen die größte Wallfahrtsversammlung auf Erden mit mehreren Millionen Pilgern am Ort. Große Zuflüsse schenken dem Ganges zusätzlich Wasser. Der Chambal schafft es aus einer Wüste heraus, sein Wasser in die Ebene zu bringen. Hier lässt sich auch der seltene Gangesgavial sehen. Mit der putzigen Schnauze ein recht ungewöhnliches Krokodil, dafür ein umso besserer Fischjäger. Über sechs Meter lang werden die Männchen. Ein wichtiges jährlich wiederkehrendes Naturereignis stellt der Monsun dar. Aus zahmen Gebirgsbächen entwickeln sich reißende Flüsse. Geröll, Sand und viel Wasser bringen sie ins Tiefland. Die Überschwemmungen in den Ebenen sind riesig. Tausende Quadratkilometer weit steht das Land unter Wasser. Aber der Schlamm ist fruchtbar und beschert reiche Ernten. Heute lebt ein Zehntel der Weltbevölkerung im Gangesbecken, dennoch blüht überraschenderweise auch die Tier- und Pflanzenwelt auf diesen dicht bevölkerten Ebenen. Sarus-Kraniche vollführen ihre Balztänze inmitten der Reisfelder, während Scharen von Rhesusaffen in alten Tempeln und Mangogärten leben. Andere dagegen, wie die einzigartigen Gangesdelfine und die Gangesgaviale, sind fast verschwunden und überleben nur noch in entlegenen Abschnitten des Flusses.

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14:15 - 14:45, 3SAT26
Von Himmel und Hölle

Das Paradies geht unter. Der Präsident der Malediven sucht bereits nach einer neuen Bleibe für sein Volk, denn die Trauminseln der Atolle und Korallenriffe im Indischen Ozean werden versinken. Während die ersten Bewohner die Inseln zwischen Südindien und Sri Lanka verlassen - sie sind die weltweit ersten Klimaflüchtlinge - sonnen sich die Touristen weiter an den Stränden der prachtvollen Sechs-Sterne-Resorts. Nirgendwo liegen Himmel und Hölle so unvermutet nah zusammen wie auf diesen Archipelen mitten im Meer. Im Südwesten Indiens, in Kerala, verwandelt sich alljährlich ein Dorf zum Schauplatz eines mystischen Festivals: Ein Unberührbarer aus der untersten Kaste wird für 30 Stunden zum Gott erkoren. Auslandskorrespondent Markus Grüne sucht nach 'Himmel und Hölle' auf den Malediven, in Indien und in Sri Lanka.

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14:45 - 15:30, 3SAT
Ko Samui

Ursprünglich ein Geheimtipp für Reisende und Aussteiger, ist die Insel Ko Samui heute zu einem Aushängeschild des Thailand-Tourismus geworden. Ziel ist es, die Insel für den 'gehobenen' Tourismus zu erschließen und sie nicht zu einem Ort des ungehemmten Massentourismus verkommen zu lassen. So wird Bauten-'Wildwuchs' verhindert, Hotels müssen in die Landschaft eingepasst sein und dürfen nicht höher gebaut werden als die sie umgebenden Palmen. Kokospalmen waren, neben der Küstenfischerei, bis zum Aufkommen des Tourismus die einzige Einnahmequelle der Inselbewohner. Bis heute prägen Kokosplantagen das Bild der Insel. Ko Samui, mit 250 Quadratkilometern etwa halb so groß wie Ibiza, hat wegen seiner drei Millionen Kokospalmen den Beinamen 'Coconut Island'. Neben der landschaftlichen Schönheit und den touristischen Attraktionen zeigt die Dokumentation 'Ko Samui' vor allem Kultur und Alltag der Inselbewohner: Tempelfeste und Büffelkämpfe, Kokosernte und Fischerei, Schattenspiel und Mumienverehrung.

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15:15 - 16:00, NDR
Alaska - Die 48 Stunden von Kodiak

Kodiak in Alaska ist die zweitgrößte Insel der Vereinigten Staaten. Hier ist der Kodiak-Bär zu Hause, das größte Landraubtier der Welt. Jahr für Jahr im Sommer und im Herbst, wenn die Lachse zu Hunderttausenden zu den Laichplätzen aufsteigen, herrscht an den Flüssen Hochbetrieb. Dann machen die Bären reiche Beute. Auf Kodiak leben rund 6.000 Menschen, etwa die Hälfte hat direkt oder indirekt mit dem Fischfang oder der Fischverarbeitung zu tun. Hunderte von Fischkuttern und Trawlern liegen im Hafen, einem der bedeutendsten von ganz Alaska. Ein Team des NDR war im Spätsommer 2006 bei einer Fangfahrt auf Heilbutt dabei. Der Skipper des Bootes 'Compromise' heißt Brian Young. Er fischt schon mehr als 20 Jahre in den kalten Gewässern der Bristol Bay und der Beringsee. Mit von der Partie sind seit einigen Jahren seine beiden Söhne Josh und Jeremy. Der Pazifische Heilbutt, auf den es Brian und seine Söhne abgesehen haben, wird mit so genannten Langleinen, die mit Lachsködern bestückt sind, gefangen. Besonders große Heilbutts können ein Gewicht bis zu 350 Kilogramm auf die Waage bringen; ein Fang, der sich bei einem Kilopreis von neun Dollar lohnt. Innerhalb von 48 Stunden haben Brian, Josh und Jeremy mehr als 7.000 Kilogramm Heilbutt am Haken. Der Film erzählt aber nicht nur vom Leben und von der Arbeit einer Fischerfamilie auf Kodiak, er vermittelt auch spektakuläre Eindrücke einer nahezu unberührten Natur und berichtet von der spannenden Entdeckung Kodiaks vor 250 Jahren durch russische Pelzhändler.

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15:30 - 16:00, 3SAT
Chinas wilder Fluss

Auf Chinesisch heißt er Lancang Jiang, was soviel wie 'wilder Fluss' bedeutet: Der Mekong (aufgestaut bei Wanyaolong) ist mit fast 5000 km einer der längsten Ströme der Erde. Im Himalaya liegt seine Quelle. Bevor er ins Chinesische Meer mündet, durchfließt er sieben Länder, mehr als die Hälfte seines Laufs liegt im Reich der Mitte. An seinen Ufern wachsen Wein, Tee, Tabak und Heilkräuter. Ariane Reimers zeigt faszinierende Landschaften und den Alltag der Menschen am Fluss.

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17:15 - 17:45, 3SAT
Im Herzen der Südsee

Weiße Sandstrände, malerische Wasserfälle und unberührte Regenwälder: Das ist der Inselstaat Samoa mit den Hauptinseln Savaii und Upolu im Herzen der Südsee. Auf den berühmten Lavafeldern leben die Menschen in unwirtlicher Umgebung. In den Fischerdörfern werden neben dem samoanischen Lebensstil auch traditionelle Jagdmethoden gepflegt. Beim größten Volksfest des Landes starten die traditionellen Langboote zu einem Rennen. An die Tatsache, dass Samoa einst deutsche Kolonie war, erinnern zahlreiche Namen: So legte 1885 ein Mann namens Frederick Kruse von der Ostseeinsel Fehmarn mit einem Segelschiff an der Küste an. Seine Urenkelin führt heute ein Hotel auf Samoa mit dem Namen 'Insel Fehmarn'. Der Tourismusminister heißt Misa Telefoni Retzlaff - sein Großvater brachte die ersten Telefone von Berlin nach Samoa. Die Dokumentation 'Im Herzen der Südsee' stellt Samoas Hauptinseln Savaii und Upolu vor und erzählt Alltagsgeschichten aus dem Leben im Südseeparadies.

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17:45 - 18:30, 3SAT
Rapa Nui - die Osterinsel klop.gif (5099 Byte)

Wenn man 'Osterinsel' sagt, fallen vielen Menschen die rätselhaften, riesigen Tuffsteinfiguren ein, von denen etwa 1.000 Stück die raue Küste der Insel Rapa Nui säumten. Darüber hinaus sind die Insel und ihre Geschichte weitgehend unbekannt. Überlieferungen berichten, dass eine kleine Gruppe von Polynesiern um 350 nach Christus in ihren Segelbooten auf der Suche nach Neuland dorthin verschlagen wurde. Sie lebten die nächsten 1.300 Jahre in totaler Isolation inmitten des Pazifiks - 3.700 Kilometer vom südamerikanischen Festland und 2.250 Kilometer von der nächsten bewohnten Insel entfernt. So entwickelten sie ihre Kultur ohne Kontakt mit der Außenwelt. Mit der Entdeckung der Insel durch den holländischen Seefahrer Jacob Roggeveen (1659 - 1729)begann dort eine Kette von Überfällen, Entführungen und Morden. Der chilenische Kapitän Pedro Toro fand bei seinem Besuch 1870 nur noch 100 Männer sowie 78 Frauen und Kinder vor. Die Dokumentation 'Rapa Nui - die Osterinsel' erzählt die Geschichte der Insel und ihrer Bewohner.

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20:15 - 21:00, WDR26
Wildes Russland

Auf der Halbinsel Kamtschatka gehen 20 verschiedene Klimazonen ineinander über. Der Naturfilmer Christian Baumeister folgte den Fährten von Bär, Vielfraß, Rotfuchs und Riesenseeadler .

Christian Baumeister, Biologe, wurde mehrfach für seinen Film 'Naturwunder Iguaçu' prämiert. Auf der Kamtschatka entkam das Team nur knapp einem Erdrutsch.

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Mittwoch, 15.02.2012
11:30 - 12:15, NDR
Ganges - Indiens Fluss des Lebens

Wo der Ganges mit seinen Hunderten von Flussarmen im Golf von Bengalen ins Meer fließt, liegt der größte Mangrovenwald der Erde, die Sundarbans. Es handelt sich um eine besondere Naturlandschaft, die zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Hier gibt es Riesenechsen und riesige Schlangen, gewaltige, menschenfressende Krokodile, große Herden von Axishirschen und Wälder voller Affen. Dies ist einer der wildesten Orte der Welt. Vielleicht liegt hier der allerletzte Zufluchtsort des Tigers. Mensch und Tiger leben hier auf engem Raum zusammen, wobei die Siedlungen der Menschen außerhalb der Mangrovenwälder liegen. Sie bestellen ausgedehnte Reisfelder. Daneben patrouillieren Klaffschnäbel im seichten Wasser, von den Dorfbewohnern immer gern gesehen. Sie gelten, genau wie die stolzen Saruskraniche, als Glücksbringer. Nicht selten verrichten die Fischer ihre Arbeit im Delta direkt neben den Gangesdelfinen. Die Fischer nutzen die Tauchkünste des Indischen Fischotters, mit dem sie zusammen die Fische in die Netze treiben. Für die jahrhundertealte Tradition werden die Otter extra gezüchtet. Während der Monsunzeit leiden Mensch und Tier im Delta. Nach anhaltenden sintflutartigen Regenfällen tritt der Ganges über die Ufer und steigt teilweise über acht Meter an. Manchen Bewohnern nimmt er Land, fluchtartig müssen sie ihre Häuser verlassen, weil die Uferzone großflächig abbricht. Anderen wiederum schenkt er Land, wenn der Fluss Schlamm heranträgt und auf diese Weise neuen Lebensraum für Mensch und Tier schafft.

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16:15 - 17:45, 3SAT
Polaris - Seele des Nordens

Es ist eine der wildesten und lebensfeindlichsten Regionen der Erde: der hohe Norden jenseits des Polarkreises. Das Leben der Menschen dort bedeutet einen ständigen Kampf gegen die Naturgewalten. Die zweiteilige Dokumentation 'Polaris - Seele des Nordens' führt nach Grönland, Finnland und Sibirien und begleitet drei Familien in ihrem Alltag - von der Sommersonnenwende bis zum letzten Sonnenuntergang in der Polarnacht.

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20:15 - 21:00, NDR
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Die Kalahari in Botswana zählt zu den trockensten Wüsten der Erde. Doch einmal im Jahr werden tausende Quadratkilometer Land überflutet: Regenfälle im Angola-Hochland im Frühling sorgen dafür, dass sich die Wassermassen des Okawango in die Wüste ergießen. Millionen Tiere haben so die Möglichkeit, die Trockenheit zu überstehen.

Der Okawango, der als Cubango in Angola entspringt, ist etwa 1600 km lang. Er mündet in Botswana in dem mit 16.000 qkm größten Binnendelta der Erde.

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Donnerstag, 16.02.2012
05:15 - 06:00, Phoenix
Der Chiemgau-Komet

Im Jahr 465 v. Chr. schlugen im Chiemgau die Stücke eines explodierten Kometen auf und vernichteten auf 1.200 Quadratkilometern alles Leben. Als dokumentarischer Wissenschaftskrimi begleitet der Film Forscher unterschiedlicher Fachrichtungen bei der Auswertung der einzigartigen Funde. Neue historische Erkenntnisse geben Aufschluss, wie die Naturkatastrophe die antike Welt veränderte.

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08:55 - 09:45, arte
In den Hügeln der Negev

Für den Beduinenstamm El Talalka in der Negev-Wüste im Süden Israels sind die Lebensbedingungen prekär. Die israelische Regierung hat zudem beschlossen, die Behausungen der arabischen Beduinen zu zerstören, um die Nomaden in einer Stadt sesshaft - und damit besser kontrollierbar - zu machen. Die Dokumentation berichtet über den Alltag des Beduinen Muhammad, der täglich um den Erhalt der traditionellen Lebensweise der Beduinen inmitten einer modernen Welt kämpfen muss, zugleich aber für seine Kinder ein Leben im Zeichen des Fortschritts erhofft. Muhammad reibt sich in seinem einsamen Kampf auf. Wird ihm sein Glaube eine Hilfe sein?

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14:15 - 14:40, arte
Kleider und Leute

In Mexiko sind Mariachi-Musiker sehr beliebt. Das angeblich von dem französischen Wort 'mariage' abgeleitete Wort bezeichnet Männer im traditionellen Charro-Kostüm bestehend aus engen, schwarzen Hosen mit seitlichen Silberknöpfen, Rüschenhemden, bestickten Bolerojacken, spitzen Stiefeln und Sombreros. Bei Festlichkeiten aller Art sorgen die Mariachi gegen ein Paar Pesos für Stimmung. Auf dem Lande versammeln sich sonntags die Charros - einst die spanischmexikanische Variante der US-amerikanischen Cowboys - in ihrer typischen Tracht zur Messe und gehen anschließend zum Rodeo und zum Polkatanzen. Die Damen tragen dabei zu ihren Sombreros üppige Volantkleider. Eher unauffällig ist die Kapuzenmütze der Zapatista. Sie soll nicht nur deren Anonymität im illegalen Kampf wahren, sondern symbolisiert auch den egalitären, basisdemokratischen Anspruch der Bewegung. Überhaupt tragen die Mexikaner gern Masken, so genießen beispielsweise die Masken der Ringer große Verehrung. In den 30er und 40er Jahren waren die Pachucos Vertreter einer mexikanischen Jugendkultur im Süden der USA mit eigenem Kleidungsstil, mit den 'Zoot Suits', und eigenem Dialekt. Heute trifft man sie in Mexiko als prahlerische alte Dandys mit federgeschmückten Borsalinos und zweifarbigen Schuhen. Auch die Indianerinnen halten an Traditionen fest. Ohne sich von der Verachtung beirren zu lassen, auf die ihr geliebter 'Huipil' bei den Stadtbewohnern gelegentlich stößt, tragen sie diesen bestickten ponchoartigen Umhang bei jeder Gelegenheit. Sehr präsent in Mexikos Städten sind die 'Masaguas cholos skatopunks', Masagua-Indianer, denen Skater- und Punkerlook als Erkennungszeichen dienen. Deutlich zeigt sich, dass die mexikanische Kleidung geprägt wird von spanischen, indianischen und nordamerikanischen Einflüssen.

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15:00 - 15:45, 3SAT
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Es gibt nur eine Chance hinzukommen: Das Versorgungsschiff 'Michail Somow' legt Anfang September in Archangelsk mit dem Ziel Franz-Josef-Land und Nowaja Semlja ab. Dieter Schumann ging mit an Bord, obwohl die Archipel in der russischen Arktis eigentlich für Ausländer tabu sind.

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15:45 - 16:30, 3SAT
Inseln im Eis

Über schneebedeckte Höhen und Gletscher führt Andreas Umbreit ZDF-Mann Dieter Schumann. Seit 19 Jahren lebt der Deutsche auf dem eisigen Arktis-Archipel - und weiß, dass Eisbären hier absolute Vorfahrt haben. Außerdem besucht das ZDF-Team das letzte Dorf vor dem Nordpol, ein Trapper-Pärchen im entlegenen Wejdefjord und die russischen Kohlekumpel in Barentsburg.

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16:30 - 17:15, 3SAT
Abenteuer Weiße Wildnis

Unterwegs im Norden Kanadas trifft Uwe Kröger Menschen, die unter rauen Bedingungen leben. Er spricht mit einem ehemaligen Robbenjäger, besucht eine Wetterstation, begegnet Rangern auf Patrouille und begleitet einen Trucker auf seinem Weg über vereiste Straßen zu einer Diamantenmine.

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17:15 - 18:00, 3SAT
Abenteuer Weiße Wildnis

Wenn im Sommer kurz die Eisdecke über dem Norden von Kanada schmilzt, beginnt für die Eisbären eine hungrige Zeit. Um den winzigen Ort Churchill an der Hudson Bay rotten sich die abgemagerten Tiere Anfang November zusammen und warten, bis der Fluss endlich zufriert, damit sie wieder auf Robbenjagd gehen können. Aber zunehmend lässt der Frost auch in Churchill auf sich warten - auch dort sind die Signale des Klimawandels sichtbar. Im zweiten Teil der Dokumentation 'Abenteuer Weiße Wildnis' begibt sich Uwe Kröger auf Eisbärenpirsch.

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Freitag, 17.02.2012
03:30 - 04:15, Phoenix
Auf den Spuren von Jules Verne

Auf Jules Vernes Spuren führt der Film ins Erdinnere und zeigt, wie es im 'Bauch der Erde' aussieht: Neben den zahlreichen Mythen liefern Wissenschaftler auch Erklärungsmodelle, wie es im Erdinneren aussieht. Der Blaue Planet hat einen Durchmesser von etwa 12.742 Kilometern. Doch Forscher drangen bei Bohrungen erst bis auf neun Kilometer in die Tiefe. Immer feinere Messungen der Seismologen geben jetzt ein zunehmend differenziertes Bild von Aufbau und Zusammensetzung der Erde.

05:15 - 06:00, Phoenix
Asiens Ströme - Asiens Zauber

Die Tibeter verehren den Brahmaputra als den 'Fluss, der vom Himmel kommt'. Er entspringt am Eisdom des Kailasch, dem 'Berg der Götter' in Westtibet, und fließt auf dem Dach der Welt von West nach Ost. Dietmar Schulz und sein Team sind seinem Lauf gefolgt - bis zur Hauptstadt Lhasa. Unterwegs haben sie u.a. einen tibetischen Rockmusiker getroffen, Geheimnisse der Naturheilkunde erfahren und buddhistische Mönche beim Gebet beobachtet.

Der mächtige Brahmaputra fließt über eine Länge von 2900 km.

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06:00 - 06:45, Phoenix
Asiens Ströme - Asiens Zauber

Die Reise folgt dem Lauf des Irrawaddy, der Myanmar auf einer Länge von 2100 km durchfließt, von der Hauptstadt Rangun Richtung Norden. Das Filmteam besuchte die 3000 Pagoden von Pagan, den Geisterberg Popa, die alte Königsstadt Mandalay und den Mahamuni-Buddha. Der Höhepunkt: ein Besuch der verbotenen Jademinen in Hkapant an der Grenze zu China.

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06:45 - 07:30, Phoenix
Asiens Ströme - Asiens Zauber

Das alte Indochina und das neue Südostasien haben viele Gesichter. Überall begegnen Peter Kunz und seinem Team Menschen, die diese Gesichter prägen. In einer spannenden Region, die die Zeit der Kriege hinter sich gelassen hat und kraftvoll in die Zukunft blickt, bereisen sie den Mekong von der chinesischen Grenze bis in das weite Delta in Vietnam.

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08:55 - 09:50, arte
Zu Besuch bei Schamanen

Die Mongolei, zu der Reisende lange Zeit keinen Zutritt hatten, empfängt inzwischen Touristen aus aller Welt. Welche Wechselbeziehung besteht zwischen den Reisenden, die von der 'authentischen' Welt der Rentiere und Schamanen Zentralasiens träumen, und den nomadisch lebenden Viehzüchtern, die sich immer mehr dem Kapitalismus zuwenden und von einer Konsumgesellschaft träumen? Die Dokumentation eröffnet einem die Sichtweisen einer Rentierzüchter-Familie. Die Mutter ist eine angesehene Schamanin und lebt heute hauptsächlich von den Touristen, die bei ihr Rat suchen. Die Filmemacherin Laetitia Merli ist seit vielen Jahren mit der porträtierten Nomadenfamilie befreundet, und die Schamanin vertraut ihr freimütig ihre Gedanken, Überlebensstrategien und Zukunftspläne an.

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12:05 - 12:50, arte
China, im Reich der Mosuo-Frauen

Lamu Mian Zhe und ihre Familie gehören zum Volk der Mosuo im Südwesten Chinas. Sie sind dieses Jahr vom Pech verfolgt. Lamu Mian Zhe selbst war schwer krank. Für ihre Operation musste sie Schulden machen. Dann kam ein Cousin bei einem Unfall ums Leben. Probleme, die bei den Mosuo stets die ganze Familie betreffen, vor allem aber die 'Ama', das weibliche Oberhaupt, denn die Mosuo leben im Matriarchat. In Lamus Familie trägt ihre Mutter Zhima die Verantwortung und die Hauptlast der täglichen Haus- und Feldarbeit. Lamu versucht, durch den Verkauf von Webarbeiten die Schulden abzutragen. Währenddessen kümmert sich ihr Bruder Sogna um ihre zwei Töchter, denn bei den Mosuo sind die Onkel für die Erziehung der Kinder zuständig. Der Vater lebt nicht bei ihnen, sondern bei seiner eigenen Mutterfamilie. Sogna wiederum verlässt abends das Haus, um die Nacht bei seiner Lebensgefährtin zu verbringen. 'Wanderehe' nennen die Mosuo diese Art von Beziehung. Sie kann nur ein paar Nächte dauern oder aber ein Leben lang. Das Volk der Mosuo zählt noch etwa 40.000 Menschen, die in den chinesischen Ausläufern des Himalayas traditionell von der Landwirtschaft leben. Viele junge Mosuo arbeiten inzwischen in den größeren Städten, kommen aber zu den Familienfesten wieder zusammen. Eines der wichtigsten Feste im Leben einer Mosuo-Frau ist die Volljährigkeitszeremonie. Lamu und Sogna reisen zu diesem Fest ihrer Nichte in das abgelegene Bergdorf Lijiazui. Mit 13 Jahren werden dem Mädchen zum ersten Mal die festlichen Mosuo-Frauenkleider angelegt. Von nun an darf es seine Meinung im Familienrat sagen, in dem Probleme zwischen den Generationen und Geschlechtern gelöst werden. Das Wichtigste für die Mosuo ist Harmonie in der Familie. Doch hat diese jahrtausendealte Kultur im modernen China noch eine Überlebenschance?

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14:30 - 15:15, H3
Moskau, Jalta, Kiew - Eine Zugreise

Moskau, Bahnhof Pawelezkaja: Hier startet Filmautor Klaus Schwagrzinna zu einer Abenteuerreise, über 6500 km in drei Wochen. Er erlebt deutsche Geschichte in Wolgograd. In Sotschi, dem Nobelbadeort von Präsident Putin, badet er mit den Reichen und Schönen im Schwarzen Meer, durchstreift Weinberge auf der Krim und fährt durch Moldawien bis nach Kiew.

Die Stadt Sotschi hat gut 331.000 Einwohner und ist für ihre Sommersporteinrichtungen bekannt. Die dortige Tennisschule hat z.B. die Stars Maria Scharapowa und Jewgeni Kafelnikow hervorgebracht.

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20:15 - 21:00, Phoenix
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Kaum ein Lebensraum gibt der Wissenschaft mehr Rätsel auf als der Dschungel. Seit Jahrhunderten versuchen Biologen, seine Geheimnisse zu ergründen. Doch je weiter sie vordringen, umso deutlicher wird, dass sie bislang nur einen Bruchteil kennen. Eine neue Generation von Wissenschaftlern will nun diese Lücken schließen. Ihre Ausrüstung erinnert nur noch wenig an die Entdecker von einst. Die Forscher von heute gehen mit High-Tech auf die 'Reise ins Verborgene'.

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21:00 - 21:45, Phoenix
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Der Dschungel im Amazonasbecken ist der größte zusammenhängende Regenwald der Welt. Lediglich ein Viertel des mehrere Millionen Quadratkilometer großen Waldgebietes gilt als erforscht. Doch auch die bekannten Gebiete bergen noch viele Geheimnisse. Jaguar, Ozelot und Faultier sind die populärsten Bewohner des Amazonas-Regenwaldes. In einzigartigen Bildern porträtiert der zweite Teil den Regenwald und seine eigentümlichsten tierischen und pflanzlichen Bewohner.

Hintergrund: In einzigartigen Bildern porträtiert der zweite Teil der dreiteiligen Reihe 'Dschungelfieber' den Amazonas-Regenwald und seine eigentümlichsten tierischen und pflanzlichen Bewohner. Eine spannende Expedition in einen der letzten unerforschten Lebensräume und eine fremde Welt.

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21:45 - 22:30, Phoenix
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Einst war der Dschungel ein Lebensraum des Menschen. Schon lange Zeit bevor er Kettensägen und andere technische Hilfsmittel besaß, hat er den Regenwald bewohnbar gemacht. Bis heute zeugen Tempelanlagen und andere Überreste von der frühen Besiedlung des Waldes. Doch warum sind diese Kulturen untergegangen? Können wir aus den Fehlern unserer Vorfahren etwas über unsere Zukunft erfahren? Auf einer 'Reise in die Vergangenheit' suchen Wissenschaftler nach unseren Wurzeln.

Hintergrund: 'Indiana Jones' trifft den 'Planet der Affen' - so schlicht könnte man den dritten Teil der Reihe 'Dschungelfieber' umschreiben. Auf einer 'Reise in die Vergangenheit' suchen Wissenschaftler nach unseren Wurzeln. Daneben wird bei Besuchen verschiedener Forschungsstationen unsere Verwandtschaft mit Schimpansen, Flachland-Gorillas und Gehaubten Kapuzinern beleuchtet.

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22:30 - 23:00, Phoenix
Hannes Jaenicke im Einsatz für Gorillas

Nach engagierten Filmen über Orang-Utans, Eisbären und Haie begibt sich Hannes Jaenicke jetzt auf Spurensuche nach den größten Primaten unserer Erde in die Regenwälder Zentralafrikas. Es ist eine gefährliche Reise, denn im Kongo tobt ein Krieg um die Rohstoffe der Region. Mitten in der Schusslinie leben die weltweit letzten 740 Berggorillas, denen Hannes Jaenicke nachspürt.

Info: Der Virunga-Park ist 7800 Quadratkilometer groß (Luxemburg: 2600 qkm). 1929 gegründet, ist er der älteste Nationalpark Afrikas.

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