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ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) Empfehlungen der Redaktion
Samstag, 24.07.2010
00:45 - 01:30, Phoenix
Die Yunnan-Bahn

Der Film begleitet ostasiatischen Alltag auf und entlang der Bahnstrecke von Haiphong nach Kunming und taucht immer wieder ein in die bewegte Geschichte der legendären Schmalspurbahn. Entstanden ist ein Roadmovie mit atemberaubend schönen Landschaften und Begegnungen mit zahlreichen Personen in ganz unterschiedlichen Lebensumständen. Zahlreiche Fotos und spektakuläres historisches Filmmaterial machen die Geschichte der Yunnan-Bahn lebendig und entdecken ein längst vergessenes Kapitel französischer Kolonialgeschichte.

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01:30 - 02:15, Phoenix
Die Yunnan-Bahn

Der zweite Teil startet von der chinesischen Grenzstadt Hekou aus. An Bord eines Güterzuges geht es durch die beeindruckende Berglandschaft der südchinesischen Provinz Yunnan. Die ereignisreiche Reise endet in der Millionenmetropole Kunming.

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02:15 - 03:00, Phoenix
China - Reise durchs Reich der Mitte

Jahrtausende hat sich China der Außenwelt verschlossen. Seit knapp dreißig Jahren vollzieht sich auf wirtschaftlichem und politischem Sektor ein drastischer Wandel. Auf der 'Spur des Fortschritts' reist ZDF-Korrespondent Joachim Holtz durch den flächenmäßig größten Staat Ostasiens. Vom Fluss Amur im Norden über Peking und Shanghai bis in die ärmsten Regionen des Landes führt seine Route - mal kontrolliert von der Staatsmacht, mal durch 'Schlupflöcher' in das verborgene China. Holtz' Resümee: 'China steckt mit dem Kopf im Weltall, mit den Füßen aber noch im vergangenen Jahrhundert.'

Info: Dem Wirtschaftsboom ist es zu danken, dass es heute rund 300000 Millionäre in China gibt. Die Kehrseite der Medaille: Geschätzte 120 Millionen Menschen im Land leben unterhalb der Armutsgrenze.

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03:00 - 03:45, Phoenix
China - Reise durchs Reich der Mitte

Von außen wirkt China wie ein Wirtschaftswunderland. Perfekt wie eine einzige hochmoderne Maschine, die im Rekordtempo Fortschritt und Wohlstand produziert. 300.000 Dollar-Millionäre gibt es bereits. Aber es leben auch 26 Millionen Chinesen nach offizieller Statistik unter der Armutsgrenze. Im zweiten Teil der Reise durch China geht es von Shanghai nach Shenzhen.

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03:45 - 04:30, Phoenix
Chinas Ströme - Chinas Zukunft

Von außen wirkt China wie ein Wirtschaftswunderland. Perfekt wie eine einzige hochmoderne Maschine, die im Rekordtempo Fortschritt und Wohlstand produziert. 300.000 Dollar-Millionäre gibt es bereits. Aber es leben auch 26 Millionen Chinesen nach offizieller Statistik unter der Armutsgrenze. Im zweiten Teil der Reise durch China geht es von Shanghai nach Shenzhen.

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04:30 - 05:15, Phoenix
Chinas Ströme - Chinas Zukunft

Klotzen statt kleckern, lautet das Motto in Chinas Bauwirtschaft. Bestes Beispiel ist Shanghai am Jangtsekiang: Im Einzugsgebiet der 13-Mio.-Stadt wurden 3000 Hoch- und Wohnhäuser in Windeseile aus dem Boden gestampft - auf einer Fläche so groß wie Belgien (30000 qkm). Gigantisch auch der Bau des Drei-Schluchten-Staudamms - mit 2 km Länge und 200 m Höhe das größte Stauwerk der Welt.

Den Preis für den Größenwahn zahlen u.a. 1,2 Millionen Menschen, die wegen des Staudammprojekts zwangsweise umgesiedelt wurden.

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05:15 - 06:00, Phoenix
Chinas Ströme - Chinas Zukunft

Der Huanghe ist ein 'Fluss ohne Schiffe'. Früher galt der 5464 Kilometer lange Strom, der ganze Dörfer mit sich riss, als wilder Drache. Heute dümpelt der Huanghe vor sich hin. Zahlreiche Staudämme rauben ihm die Kraft. Zudem zapfen sieben Provinzen sein Wasser für ihre Landwirtschaft ab. Folge: Ganze Landstriche in Nordchina versanden und werden zur Wüste. Über den Kampf gegen den Sand berichtet ZDF-Korrespondent Thomas Euting.

Chinas Hauptstadt Peking wurde dieses Jahr bereits von 15 Sandstürmen heimgesucht.

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06:00 - 06:35, Phoenix
Nova Scotia

Schottland liegt in Europa, Neuschottland in Nordamerika. Die kanadische Provinz Nova Scotia ist so groß wie die Schweiz und die Heimat von knapp einer Millionen Menschen. Unter ihnen einige tausend Micmac-Indianer, die sich das Land an der Nordostküste seit 1605 u.a. mit Einwanderen aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland und der Schweiz teilen.

08:15 - 10:15, Phoenix
THEMA

Weites Land: Westwärts bis nach Oregon

In Amerika zogen knapp eine halbe Million Menschen Mitte des 19. Jahrhunderts den Oregon Trail entlang gen Westen. Auf der Suche nach Glück, Gold und Land. Mehr als 3000 Kilometer liefen die Siedler neben ihren Ochsenkarren durch die Great Plains, durch Indianerland, und über die Rocky Mountains, bis sie, ein halbes Jahr später, endlich das Willamette Tal erreichten, das gelobte Land im fernen Oregon. Hanni Hüsch und ihr Team sind den Spuren der Siedler gefolgt - durch sechs amerikanische Bundesstaaten, um zu erkunden, was vom ursprünglichen Wilden Westen geblieben ist.

Utopia im Wüstensturm: Eine Reise zu amerikanischen Träumern

In der Wüste von Nevada, in einer der lebensfeindlichsten Umgebungen der Welt, entsteht jedes Jahr eine bunte Festivalstadt. Über 40.000 Menschen kommen mit Zelten und Caravan angereist, um hier eine Woche lang ein fröhliches Utopia zu leben: Geld ist verpönt, jeder gibt jedem, was er zum Überleben braucht. Dazu: Kunst, phantasievolle Umwelt-Projekte, Esoterik, Drogen, Sex. Am Ende brennt 'The Man', eine über 30 Meter hohe Symbolfigur - als leuchtende und mahnende Fackel in der Wüste. USA-Korrespondent und WELTWEIT-Autor Udo Lielischkies hat dieses außergewöhnliche aber auch zutiefst amerikanische Festival besucht, in dem die Teilnehmer einen Gegenentwurf zur Wirklichkeit entwickeln. Ein Leben fern ab von Arbeitslosigkeit, Krieg und Wirtschaftskrise. Im Herzen New Yorks: Geschichten aus der 5th Avenue Deutschland 2009, Auslandsreportage Jeder glaubt sie zu kennen: New Yorks 5th Avenue. Und doch ist sie anders als viele glauben. Sie beginnt tief im Süden Manhattans am Washington Square. Dort wo die echten New Yorker und weniger die Touristen bei schönem Wetter diesen kleinen Park genießen: Musiker, Maler und die Zocker am Schachbrett.

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09:05 - 09:20, Arte
Alle Kinder dieser Welt

Der Rhythmus des morgendlichen Stößels, aber auch die allgegenwärtigen Klänge von Instrumenten wie Balafonen, Lauten, einsaitigen Geigen und selbstgebauten Trommeln sind aus dem Leben der Kinder der Volksgruppen Gan und Lobi in den Savannen von Burkina Faso nicht wegzudenken. Musik ist dort täglicher Begleiter für Jung und Alt und darf vor allem am Neujahrstag nicht fehlen.

Diese Kinderserie für Acht- bis Zwölfjährige erzählt einen ganzen Tag im Leben eines Kindes - in entlegenen Gegenden wie in den südamerikanischen Anden, den asiatischen Steppen oder im afrikanischen Urwald.

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11:30 - 12:30, NDR
Vom Postschiff zum Luxusliner

Vom Atlantik bis zum Eismeer erstreckt sich Norwegens zerklüftete Küste über mehr als 3.000 Kilometer - zwischen der alten Hansestadt Bergen und Kirkenes nahe der russischen Grenze. Die schwer zugängliche Gegend mit ihren tief ins Land schneidenden Fjorden ist dennoch seit mehr als hundert Jahren ununterbrochen mit dem Rest des Landes in Verbindung. Auf Norwegens 'Reichsweg Nr. 1' verkehren täglich die Postschiffe der Hurtigrute - schnell, sicher und pünktlich. Doch Straßen- und Flugverbindungen machen der Traditionslinie zunehmend Konkurrenz. Der Betrieb der ältesten und längsten Fährverbindung der Welt ist kostspielig. So muss sich die Hurtigrute anpassen, um zu überleben. Was einst als rustikales und urgemütliches Transportmittel für Post, Fracht und einheimische Reisende begann, wandelt sich zum hochmodernen und luxuriösen Kreuzfahrtgeschäft. Seetourismus vor der imposanten Kulisse der norwegischen Fjordlandschaft soll den Erhalt der Hurtigrute auf Jahre sichern. Der Film begibt sich auf eine Zeitreise durch die Geschichte dieser Traditionsreederei, kommentiert vom dienstältesten Kapitän der Hurtigrute auf seinem Flaggschiff. Er führt die MS 'Nordnorge' von Bergen bis nach Kirkenes, durch atemberaubende Fjorde und einsame Schären. Alle paar Stunden wird die Fahrt unterbrochen, jeder Hafen bietet etwas Neues, und je weiter sich das Schiff seinem Ziel nähert, umso heller werden die Nächte. Welche Kreuzfahrt könnte schöner und abwechslungsreicher sein?

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12:15 - 13:00, Phoenix
Durch Asien auf zwei Rädern

Das junge kanadische Paar Mélanie Carrier und Olivier Higgins erfüllte sich einen Lebenstraum: Mit ihren Fahrrädern reisten sie 8000 Kilometer quer durch die Mongolei, China, Tibet, Nepal und Indien.

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12:30 - 13:00, Arte
Reiseskizzen aus ...

Indien ist ein Land, das niemanden unberührt lässt. Der tropische Subkontinent bietet ein Feuerwerk aus Farben, Klängen und Gesichtern, das sich in den Zeichnungen und Collagen von Carla Talopp widerspiegelt. Sie hat den Norden des Landes bereist, vom legendären Taj Mahal über die Paläste der Maharadschas in Rajasthan bis nach Mumbai, der 'Maximum City'.

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14:00 - 14:30, Arte
Gipfel der Genüsse

An den südlichen Rändern des Mátragebirges wird seit mehr als tausend Jahren Wein angebaut. In dem kleinen nordungarischen Dorf Gyöngyöspata führen tiefe Stollen in den vulkanischen Fels. Die Zugänge sind fast immer hinter einem einstöckigen Häuschen versteckt. Die Stollen sind laut Aussagen der Winzerin Magdi Bernáth ein idealer Lagerplatz für die Weinfässer. Vor 18 Jahren ist sie in ihren Geburtsort zurückgekehrt, obwohl sie eine gut dotierte Stelle als Managerin hatte. Jetzt ist sie Winzerin. Neben einer ungewöhnlichen Trachtenkultur gibt es in der Region auch wunderbare kulinarische Spezialitäten, zum Beispiel den Rétes, einen Strudel, gefüllt mit karamellisierten Möhren, Kraut oder Quark.

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16:00 - 16:30, ARD
Vom Times Square um die Welt

In 30 Minuten um die Welt. Los geht's am Times Square im Herzen New Yorks, vorbei an Grand Central und unter dem East River hindurch nach Queens. Wer eine Weltreise mitten in New York machen möchte, der nimmt die Linie 7. Hier riecht es nach China, schmeckt wie Italien und lärmt wie Südamerika. Menschen aus mehr als 100 Nationen leben auf dem gut 15 Kilometer langen Streifen entlang der U-Bahn. Anja Bröker erzählt die Geschichten von schwarzen Straßenmusikerinnen, indischen Karrierefrauen auf Brautkleidsuche, chinesischen Comic-Zeichnern, italienischen Boccia-Spielern und der Freundschaft unter Iren, bei denen die einen Polizisten und die anderen illegal eingewandert sind.

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17:45 - 18:15, Arte
Gipfel der Genüsse

Der Nordosten der Slowakei grenzt an Polen und ist eine der strukturschwächsten Regionen des Landes. Vieles hier ist noch sehr ursprünglich. Die Berghütten der Hohen Tatra werden bis heute noch von Trägern, sogenannten Sherpas, mit Lebensmitteln versorgt. Das Tragen hat hier eine große Tradition und entspricht einer Lebenskultur, in der Freiheit und Unabhängigkeit groß geschrieben werden. Viktor Beranek ist 56 Jahre alt. An diesem Tag trägt er 76 Kilo Lebensmittel vom Tal über rund 800 Höhenmeter hinauf auf die Rysy Chata, eine Berghütte. Sie liegt auf 2.250 Metern über dem Meeresspiegel, unter dem Rysy, einem der höchsten Berge der Hohen Tatra. Schon seit 1977 arbeitet Viktor Beranek auf der Hütte - die letzten acht Jahre als Hüttenwirt. Auch wenn die Küche hier oben sehr einfach ist, werden die Lebensmittel durch das Herauftragen auf abenteuerlich konstruierten Holzgestellen zu etwas Besonderem. Viktor Beranek hat eine Ausbildung als Koch absolviert, aber viele Gerichte kann er auf der Berghütte gar nicht zubereiten. Die Druckverhältnisse sind in dieser Höhe sehr speziell, und vieles kann nur im Dampfdrucktopf gekocht werden. Die Besucher der Hütte haben einen anstrengenden Aufstieg hinter sich und brauchen etwas Gehaltvolles. Ein wichtiges Gericht ist die slowakische Variante der Krautsuppe, ein Eintopf aus Kraut, der mit Fleisch, Würsten und Sahne angereichert wird. Die 'Buchti' eine Art Dampfnudel, bringt Viktor Beranek schon vorbereitet vom Tal herauf, der Hefeteig würde in der Höhe nicht gelingen. Das Massiv der Hohen Tatra fällt von 2.655 Metern nahezu ohne Übergang auf 750 Meter zur Ebene um Poprad, dem Hauptort der Hohen Tatra, ab. Aber derartig abrupte Gegensätze prägen nicht nur die Landschaft: Ob es um die Spuren der Geschichte oder um die Menschen geht, die hier leben: Harte Kontraste, wohin man schaut.

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23:00 - 00:30, MDR
Die durch die Hölle gehen

So werden sie nie wieder feiern: Nick (Christopher Walken) und Michael (Robert De Niro) tanzen auf der Hochzeit ihres Freundes Steven (John Savage). Tage später kämpfen sie in Vietnam. Es gelingt ihnen, allen Wirren zum Trotz zusammenzubleiben. Als Vietcong-Truppen sie gefangen nehmen, landen die drei im gleichen Lager. Nur knapp überleben sie die Folter im Wasserkäfig, der ihnen kaum Raum zum Atmen lässt. Die sadistischen Späße der Feinde überstehen Nick und Steven dank Michael: Vietcong-Soldaten zwingen sie, russisches Roulette zu spielen, und schließen Wetten auf ihr Überleben ab. Michael nutzt die Waffe zur Flucht.

Info: Als die Delegierten der UdSSR den Film bei den Berliner Filmfestspielen 1979 sahen, reisten sie ab. Begründung: Die Folterszenen, die den Vietcong am Werk zeigen, seien eine 'Beleidigung für das heroische Volk von Vietnam'.

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Sonntag, 25.07.2010
09:05 - 09:20, Arte
Alle Kinder dieser Welt

Inmitten der Sahara, die sich als größte Wüste der Welt von Ost- bis Westafrika erstreckt, leben die afrikanischen Völker der Tuareg, Tubu und Fulbe. Amzas Sohn Adama begleitet zum ersten Mal die mehr als 300 Dromedare der Salzkarawane durch die unendlichen Weiten der Sahara. Zur gleichen Zeit macht sich eine Tubu-Familie auf den Weg in den Süden, wo sich die Kinder des Woodabe-Stammes auf das große Worso-Fest vorbereiten.

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09:45 - 10:05, Arte
20 Minuten am Meer

'Nur wer im Verborgenen lebt, lebt glücklich!', so könnte der Wahlspruch der Bewohner von Nantucket lauten. Auf der nur 150 Kilometer östlich von Boston gelegenen Atlantikinsel ist man vor allem bestrebt, sich vor fremden Blicken zu schützen. Industriebosse, Banker, Sänger, Schauspieler und Politiker leben auf der ehemals vom Walfang lebenden Insel diskret und zurückgezogen in ihren herrschaftlichen Anwesen. Sie wollen inkognito und unter sich bleiben. Journalisten und Fotografen sind auf Nantucket nicht erwünscht.

Inselbewohner sind in der Regel stolz auf die Besonderheiten ihrer abgeschiedenen Welt Zu sehen sind spektakuläre und exotische Landschaften im Innern der Eilande und außergewöhnliche Küstenregionen mit ihren Stränden. Außerdem wird die besondere Tier- und Pflanzenwelt der Inseln vorgestellt. Und Inselbewohner präsentieren sich mit ihren Sitten und Gebräuchen, ihren speziellen Lebensgewohnheiten und ihrer regionalen Küche. Filmische Ausflüge zu Stränden, Küsten und Inseln auf allen Kontinenten sind seit drei Jahren fester Bestandteil des ARTE-Sommerprogramms. Dabei gilt es, unbekannte Gesellschaften und Lebensweisen zu entdecken. Aufgrund des großen Zuschauererfolgs wiederholt ARTE in diesem Sommer die schönsten Episoden der Dokumentationsreihen 'Inselträume', 'Traumhafte Küsten' und 'Sommer, Sonne, Sand', alle in HD-Qualität.

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09:50 - 10:35, H3
Kanadas wilde Insel - Vancouver Island

Dichter Küstenregenwald bedeckt Vancouver Island - ein Paradies für Schwarzbären, Pumas, Wölfe, Weißkopfseeadler. 14 Prozent der größten Insel vor Kanadas Westküste stehen unter Naturschutz. 'mareTV' besucht mit einem Versorgungsschiff Menschen, die an den Fjorden leben, sieht Indianern beim Kanubauen zu, geht mit ihnen auf Paddeltour und hebt im größten Flugboot der Welt, der 'Martin Mars', ab.

Konsequenter Naturschutz: Bis 2016 soll auf der Insel der Strom komplett aus 'sauberen' Quellen stammen, überwiegend aus einer Kette von 34 Wasserkraftwerken.

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13:30 - 14:00, Arte
Reiseskizzen aus ...

Damien Roudeau reist nach Schottland, ins Land mit dem angeblich so rauen Klima. Der junge Pariser Zeichner beginnt seine Reise auf den Hebriden, durchquert die Highlands mit ihren Lochs und Schlössern, um schließlich nach Edinburgh, der Stadt der Künste, zu gelangen. Landschaften von wilder Schönheit und eigenwillige Menschen hält er auf dieser Reise in seinen Zeichnungen fest.

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13:35 - 14:20, H3
Zu Gast im Süden Englands

Die Grafschaft Dorset ist der 'Sonnenbalkon' Englands. Nirgends scheint die Sonne häufiger und länger als hier im Südwesten des Landes. Schöne Sandstrände und lebhafte Ferienorte, aber auch reetgedeckte Cottages im sattgrünen Hinterland machen den Reiz dieser Region aus. Die weißen Klippen der 'Jurassic Coast' mit ihren 200 Millionen Jahre alten Fossilienfunden hat die UNESCO wegen ihrer 'außerordentlichen Schönheit' sogar zum geschützten Welterbe erklärt. Segler schätzen das Revier von Weymouth und Portland. Es gehört zu den besten Großbritanniens und ist 2012 Austragungsort der olympischen Segelregatten. Gartenfreunde können sich im subtropischen Paradies des Earls of Ilchester Anregungen holen. Weiter östlich ist Portsmouth ein Muss für alle, die eine Schwäche für die Geschichte der Seefahrt haben: Die Hafenstadt an der englischen Südküste ist nicht nur der größte Stützpunkt der Royal Navy. Allemal eindrucksvoller als die modernen Kriegsschiffe sind die stolzen Veteranen, die 'Victory' von Lord Nelson oder die 'Warrior', das Flaggschiff von Königin Victoria. Wer jedoch Masten, Segeln, Takelagen nichts abgewinnen kann, besucht ganz einfach Charles Dickens - vielmehr seine Hinterlassenschaften. Sein Geburtshaus ist heute ein Museum. Bleibt noch Zeit für einen Sprung auf die Isle of Wight, der klassischen Ferieninsel der Engländer, direkt vor der Haustür. Mit ihren weißen Klippen, sanften Hügeln und gemütlichen Pubs gilt sie als 'England im Kleinen'.

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17:15 - 18:00, SWR
Traumflug durch Afrika

Mit dem Piloten Thilo Kaiser reist das Team im Helikopter 7000 km durchs südliche Afrika und passiert dabei acht Länder: Südafrika, Botswana, Sambia, Tansania, Burundi, Ruanda, Uganda und Kenia. Vom Kap aus geht es zu Beginn der Reise über die legendäre Garden-Route, den Addo-Elefantenpark und die bizarren Formationen der Drakensberge zur glitzernden Spiel- und Vergnügungsstätte Sun City.

Die Drakensberge sind mit einer Höhe von bis zu 3482 Metern das höchste Gebirge des südlichen Afrikas. Sie wurden 2000 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt.

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19:30 - 20:15, ZDF
Der geheime Kontinent

Die Spanier bringen das Pferd - und bald bevölkern Millionen von Mustangs die nordamerikanischen Prärien. Dann kommt das europäische Hausschwein: Es wird die Nahrungsgewohnheiten der Menschen komplett verändern. Schon um die Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich so der wilde Kontinent Amerika in ein zweites Europa verwandelt. Dabei wurden die Ureinwohner verdrängt - nicht durch Kriege, sondern durch lautlose Eroberer: die Krankheitserreger von Pocken und Pest.

Auch Europa veränderte sich durch Pflanzen und Bazillen aus der Neuen Welt.

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23:30 - 00:15, Phoenix
Somalia - Land ohne Gesetz

'Sie sind der einzige zivile Ausländer in Mogadischu', sagt einer der Zollbeamten zur Begrüßung am Flughafen. Die unbelegten Zimmer im Hotel Shamo bestätigen seine Aussage. Wenige Wochen nach dem Aufenthalt von Ashwin Raman wird die Veranstaltungshalle des Hotels von einem Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt, 19 Somalier kommen dabei ums Leben. Von der UNO als gescheiterter Staat deklariert, ist Somalia ohne Zweifel das gefährlichste Land der Erde. Eine islamistische Terrorgruppe, die der Al-Kaida nahesteht, baut hier ihre Machtbasis immer weiter aus. Kaum ein westlicher Journalist wagt es, aus diesem Teil Ostafrikas zu berichten. Die Liste der ermordeten oder entführten Journalisten, die es dennoch versuchten, ist lang. Trotzdem reist der ZDF-Autor Ashwin Raman im Herbst 2009, ausgestattet mit kugelsicherer Weste und einer kleinen Videokamera, in das Land am Horn von Afrika. Nach dem Sturz des Diktators Siad Barre, 1991, scheiterten knapp zwanzig Versuche, eine zentrale Regierung in Somalia zu bilden. Mit Unterstützung der UN wird Anfang 2009 Sheik Sharif Ahmed als Präsident einer provisorischen Regierung benannt. Sharif kontrolliert jedoch nur etwa zehn Prozent des Landes, der Rest befindet sich in den Händen der Al-Shabab, einer islamistischen Gruppierung mit Verbindung zur Al-Kaida. Sie zieht auch immer mehr junge Muslime aus Europa und den USA an, die im sogenannten 'heiligen Krieg' mitkämpfen wollen. An die eine Million Somalier verlieren in fast zwanzig Jahren Bürgerkrieg ihr Leben, weitere zwei Millionen sind auf der Flucht. Ashwin Raman gelingt es, bei allen verfeindeten Gruppierungen zu filmen, nicht selten unter Gefährdung des eigenen Lebens. So gerät er zum Beispiel in ein heftiges Gefecht zwischen der Al-Shabab und den Regierungstruppen im Norden Somalias. Seinen letzten Tag in Mogadischu beschreibt der Autor als den gefährlichsten seines Aufenthalts. Er und seine Bodyguards, die ihn auf einem Teil seiner Reise begleiten, werden mehrmals aus vorbeifahrenden Autos beschossen. Die Reportage gibt auch einen tiefen Einblick in die amerikanische Anti-Terror-Strategie in Ostafrika rund um den Brennpunkt Somalia. So besucht Raman den US-Militärstützpunkt im benachbarten Dschibuti und ein Ausbildungscamp am Viktoriasee, in dem ugandische Soldaten von amerikanischen Spezialisten für die Terrorbekämpfung in Somalia trainiert werden. Offiziell heißt es, die rund 2000 US-Soldaten in der Region würden für zivile Projekte in den Nachbarländern eingesetzt. Doch in Wirklichkeit sind US-Streitkräfte und -Geheimdienste dort, um den zunehmenden Einfluss von Terrorgruppen wie Al-Kaida zu stoppen.

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Montag, 26.07.2010
07:00 - 07:30, Arte
Zapping International

Die Fernsehzuschauer in Kirgistan finden sich mit ihren Sorgen und Nöten anscheinend am besten in der brasilianischen Telenovela 'The Clone' wieder. Die Liebesgeschichte zwischen einem Brasilianer und einer Marokkanerin schlägt alle Einschaltrekorde. Ihr Erfolg ist so groß, dass Hochzeiten in den entlegensten kirgisischen Dörfern momentan ebenso wie in der Serie ablaufen. Viele Babys werden nach Said und Jadie, den beiden Helden von 'The Clone', benannt. Es ist wohl vor allem der gemäßigte und mit dem modernen Leben vereinbare Islam, der den Kirgisen an dieser Serie vom anderen Ende der Welt so gut gefällt. Doch natürlich findet man beim Zappen auf einem der zehn Sender des Landes auch hin und wieder eine rein kirgisische Sendung. Beispielsweise 'Saltsanat' auf Kanal 5, in der es ausschließlich um die kirgisischen Traditionen geht, oder auch 'Bravo', eine Art 'Kirgistan sucht den Superstar'. Der größte Filmerfolg der letzten Zeit war 'Sunduk Predkov', eine Liebesgeschichte zwischen einem Kirgisen und einer Pariserin.

11:30 - 12:00, RBB
Auf der Korallenroute durch die Südsee

Von Neuseeland über Fidschi und Samoa nach Tahiti: ARD-Korrespondent folgt der Route der legendären Flugboote der 50er-Jahre, berichtet über Bilderbuchlagunen und glückliche Insulaner.

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14:00 - 14:45, Arte
Auf den Gipfeln der Welt

Schwindelerregend hohe, mystische Berge bedecken zwei Drittel des nördlichen vietnamesischen Staatsgebietes an der Grenze zum großen Nachbarn China. Das Yunnan-Karstgebirge ist geprägt von zahllosen, Zuckerhüten gleichenden Bergen. In den sie umgebenen Talkesseln und am Fuße der höchsten Erhebung der Region, dem 3.143 Meter hohen Phan Xi Pang, leben verschiedene Ethnien, unter anderem die Völker der Hmong, der Yi und der Yao. Die Hmong leben im Herzen eines grünen Dschungels, obwohl der Name des Volkes wörtlich übersetzt 'Volk der Berge' lautet. Die Hmong leben in erster Linie von der Fischerei, vom Sammeln von Arzneipflanzen, vom Ackerbau auf künstlich angelegten Terrassen und von der Herstellung kunstvoller Pferdesättel. Seit einiger Zeit ist in diesem Landstrich auch eine Zunahme des Ökotourismus zu beobachten.

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14:45 - 15:00, 3SAT
Im Rhythmus der Wüste

Der Tahat ist mit über 3.000 Metern der höchste Berg des Hoggargebirges im Süden Algeriens. Dort leben überwiegend Tuaregs, die auch die Expedition in die Wüste Sahara und das Kameltrekking durch das Südalgerische Hoggargebirge leiten. Die Teilnehmer erleben Einiges: Von atemberaubenden Landschaften bei der Bergbesteigung oder beim Ritt mit dem Dromedar bis zum Nachtlager oder der Morgentoilette in der Wüste. Ein Genuss wird der Aufenthalt in der größten Oase des Hoggargebirges, in der Handels- und Touristenstadt Tamanrasset.

Der Film 'Im Rhythmus der Wüste' hat die außergewöhnliche Kameltrekkingtour durch das Südalgerische Hoggargebirge begleitet.

15:15 - 16:00, NDR
Die schwimmenden Dörfer der Kutai

Sie leben auf dem Wasser: die Kutai im Innern Borneos. Sie sind die Nachkommen eines Volkes, das vor Jahrhunderten von See her eingewandert ist. Ausgerechnet im riesigen Überschwemmungsgebiet des Mahakam haben sie sich niedergelassen - in einzigartigen schwimmenden Dörfern. Wegen des ständig schwankenden Wasserstandes schwimmen ihre Häuser auf fest vertäuten Baumstämmen. Nicht nur die Wohnhäuser schwimmen, auch Sägewerke oder Bootswerften. Die Händler bieten ihre Waren vom Boot aus an. Nur die Moschee und die Schule stehen auf festem Boden. In einem dieser schwimmenden Dörfer lebt Demong, der täglich mit seinem Sohn in den überfluteten Wäldern und in den flachen Seen Reusen aufstellt oder die Fische nachts im Schein der Petroleumlampe harpuniert. Dort lebt auch Maxi, der in der Sumpflandschaft Affenfallen aufstellt oder mit bloßen Händen Pythons und Wasserschlangen fängt. Das Filmteam hat Demong, Maxi und den Dorflehrer mehrere Wochen lang in ihrem Leben auf dem Wasser begleitet. Es war mit ihnen und ihren Familien auch in der Schule, auf einer Hochzeit, in der Moschee. Mindestens in einem Punkt hat es die Kutai beneidet: Wenn eine Familie sich von der lauten Musik der Nachbarn gestört fühlt, stakt sie ihr Haus einfach an eine andere Stelle.

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16:15 - 17:00, 3SAT
Djenné - Stadt am Ufer der Wüste

Die älteste Metropole Westafrikas existiert seit rund 2300 Jahren. Djenné, im Nigerdelta gelegen, diente früher als Drehscheibe für Sklaven, Gold und Feuerwaffen. Heute leben die Bewohner als Fischer, Hirten und Bauern. Der Fluss Bani liefert den wichtigsten Baustoff: Aus Lehm fertigen die Menschen luftgetrocknete Ziegel für ihre Häuser an.

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16:50 - 17:35, Arte
China - Im Land der Dong

Millionen von Jahren alte Karstlandschaften, in Nebel gehüllte Gipfel, beeindruckende Wasserfälle: Die chinesische Provinz Guizhou übt von jeher eine unbeschreibliche Faszination auf Abenteurer und Anthropologen aus. Die Region ist die Wiege einer der ältesten Zivilisationen Südwestchinas, der Dong. Ihr Land trägt den Beinamen 'Ozean der Lieder', denn alte Mythen und Traditionen sind hier auch heute noch wesentlicher Bestandteil des täglichen Lebens. Sie werden mündlich überliefert und spielen eine große Rolle für den Erhalt der kulturellen Identität der Dong. Seit Generationen lebt dieses Volk in großer Harmonie mit der sie ernährenden 'Mutter Erde', für die es eine tiefe Achtung empfindet.

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17:00 - 17:45, 3SAT
Hinter dem Horizont

Timbuktu - seit Jahrhunderten entfacht der Name Gier und Neugier der Europäer. In der 'Stadt der 333 Heiligen' tauschten Händler Gold und Sklaven von der Elfenbeinküste gegen Salz aus der Sahara. Für Europa lag Timbuktu lange Zeit hinter dem Horizont, am Ende der Welt. Historische Tatsache jedoch ist, dass im Gebiet des Nigerbogens im heutigen Mali eine blühende Hochkultur existierte, als Europa noch im düsteren Mittelalter gefangen war. Thomas Wartmann und Thomas Riedelsheimer zeigen in der zweiteiligen Dokumentation 'Hinter dem Horizont' den europäischen Blick auf das Nigerdelta - von den sagenhaften Berichten in der Antike bis hin zum zeitgenössischen Tourismus - und stellen diesen kritisch in Frage. Der erste Teil der Dokumentation führt von der alten Handelsstadt Djenné, wo das weltgrößte Lehmgebäude der Welt, die Grande Mosquée, an die architektonische Pracht aus den goldenen Zeiten Malis erinnert, nach Mopti, dem Venedig Afrikas.

17:45 - 18:30, 3SAT
Hinter dem Horizont

Timbuktu - seit Jahrhunderten entfacht der Name Gier und Neugier der Europäer. In der 'Stadt der 333 Heiligen' tauschten Händler Gold und Sklaven von der Elfenbeinküste gegen Salz aus der Sahara. Für Europa lag Timbuktu lange Zeit hinter dem Horizont, am Ende der Welt. Historische Tatsache jedoch ist, dass im Gebiet des Nigerbogens im heutigen Mali eine blühende Hochkultur existierte, als Europa noch im düsteren Mittelalter gefangen war.

Thomas Wartmann und Thomas Riedelsheimer zeigen in der zweiteiligen Dokumentation 'Hinter dem Horizont' den europäischen Blick auf das Nigerdelta - von den sagenhaften Berichten in der Antike bis hin zum zeitgenössischen Tourismus - und stellen diesen kritisch in Frage. Im zweiten Teil geht die Reise mit der Piroge auf dem Niger weiter von Mopti ins sagenumwobene Timbuktu. In der islamischen Welt des 14. und 15. Jahrhunderts war Timbuktu für seine Korangelehrten und seinen sagenhaften Reichtum bekannt.

19:30 - 20:15, Arte
Flüsse der Welt

Der Colorado entspringt in den Rocky Mountains, im US-Bundesstaat Colorado. Bis er in Mexiko in den Pazifik mündet, legt er mehr als 2300 Kilometer zurück. Auf seinem Weg durch den amerikanischen Westen passiert der majestätische Fluss Monument Valley, dessen Steinformationen zu den ältesten der Erde gehören. Weiter gehts durch zahlreiche Schluchten, darunter Marble Canyon und Grand Canyon.

Den deutschen Kommentar spricht Christian Brückner (66), Synchronstimme von Robert De Niro und einer der renommiertesten Sprecher Deutschlands.

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Dienstag, 27.07.2010
05:00 - 05:45, 3SAT
Asiens Ströme - Asiens Zauber

Zum Wasserfest im April setzen die Bewohner von Jinghong im Südwesten Chinas kleine bunte Lichter auf den Fluss, die alle schlechten Taten davontragen sollen. Der Mekong, die 'Mutter aller Wasser', hilft beim Vergessen - auch wenn kaum ein Fluss dieser Erde mit so grausamen Erinnerungen belastet ist wie die Lebensader Südostasiens. An den Ufern des Mekongs tobte der Vietnamkrieg, die Menschen Indochinas erstritten dort über Jahrzehnte hinweg ihre Unabhängigkeit. Noch immer suchen Räumtrupps zwischen Laos und Vietnam nach Bomben und Minen aus dieser Zeit. Ansonsten ist die Mekong-Region im Begriff, in die Moderne aufzubrechen: China möchte den Fluss am liebsten ausbauen und alle Hindernisse auf dem Weg sprengen.

Peter Kunz und sein Team bereisen den Mekong, der sich 4.880 Kilometer lang vom tibetischen Hochgebirge bis in die Ebenen des Mekong-Deltas schlängelt, bevor er schließlich ins Südchinesische Meer fließt. Die Reise führt von der chinesischen Grenze bis in das weite Delta in Vietnam, wo sich der Strom in die 'Neun Drachen' aufteilt, ein weitverzweigtes System von Kanälen und Nebenarmen. Der erste Teil ihres zweiteiligen Films 'Asiens Ströme - Asiens Zauber' verfolgt den Weg von China bis an die Grenze zwischen Laos und Kambodscha.

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08:15 - 09:00, Phoenix
Leben auf dem Fluss

Timbuktu lautet das Ziel der Reise. Über Jahrhunderte hinweg hatte der Name der Stadt in der Sahara einen magischen Klang: Als eine der heiligen Stätten des Islam war sie für Nicht-Muslime verboten, Kaufleute beschrieben sie als sagenhaft reich. Einer Legende nach waren die Straßen mit Gold gepflastert. Doch der Zugang nach Timbuktu war zu keiner Zeit einfach. Bis heute führen wenige Pisten durch die Wüste dorthin. Deshalb werden Personen und Waren nach wie vor überwiegend auf dem Fluss Niger transportiert. Die Reise beginnt in Mopti in der Republik Mali. Hier treffen sich die Handelsrouten aus dem Norden mit denen des Südens. Mopti ist Hafen und Umschlagplatz für Waren aller Art. Die beiden Flüsse Bani und Niger verwandeln nach der Regenzeit im Sommer das trockene Land in eine grüne Insel am Rand der Sahelzone. 'Venedig Afrikas' haben es die ehemaligen französischen Kolonialherren genannt. Die 'Air Bouctou' ist eine von drei Pinassen, die regelmäßig zwischen Mopti und Timbuktu verkehren. Pinassen sind einfache flache Holzboote, auf denen alles transportiert wird. Zumeist sind die Pinassen hoffnungslos überladen, mit Reisenden und Waren aller Art - vom Federvieh bis zum Fahrrad. Das Geschäft ist hart umkämpft. Basekou Tikambo ist der Pinassier der 'Air Bouctou'. Er ist Reeder und Kapitän zugleich. Gemeinsam mit seiner Familie fährt er seit zehn Jahren die Strecke. Den Beruf und das Boot hat er von seinem Vater übernommen. 'Man kann kein Pinassier sein, wenn man es nicht von seinem Vater geerbt hat. Mein Vater hat es von seinem Vater und der wiederum von seinem Vater gelernt. Nur so wird man ein guter Pinassier.' Basekou Tikambo navigiert ohne Hilfsmittel - er verlässt sich allein auf seine Erfahrung, seinen Instinkt und seinen Glauben. Als Bozo ist er ein Mann des Wassers, der mit den Flussgeistern sprechen kann. Dörfer ziehen vorbei. Die Pinasse hält dort, wo Menschen aus- oder einsteigen wollen. Oft sind die Orte nur eine Ansammlung von Lehmhütten mit flachen Dächern und winzigen Fenstern. Am Ufer im Hafen von Timbuktu, der ein paar Kilometer außerhalb der Stadt liegt, warten schon die Händler auf ihre Fracht. Andere wollen, dass ihre Waren zurück nach Mopti transportiert werden. Meist sind es Salzplatten aus den Minen im Norden von Mali, die durch die Wüste hierher gebracht wurden. Eine Nacht lang liegt die Pinasse in Timbuktu vor Anker, dann geht die Fahrt zurück nach Mopti, den langen Niger herunter.

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14:00 - 14:45, Arte
Auf den Gipfeln der Welt

Die Republik Nepal liegt zwischen den beiden riesigen Ländern China und Indien. Die Oberfläche des kleinen Landes im Himalaya besteht aus hohen Bergen und tiefen Tälern. Hier gibt es Höhenunterschiede wie in kaum einem anderen Land der Erde. Gipfel, die Höhen von mehr als 8.000 Meter erreichen, haben Nepal zum Ziel zahlloser Trekkingtouristen und Bergsteiger gemacht. Das Land hat sich nahezu in einen Freizeitpark für Alpinisten aller Nationen verwandelt. Im Lande Buddhas leben verschiedene Volksgruppen: Das im Gebiet der höchsten Bergkette lebende Volk der Sherpas dürfte jedem ein Begriff sein, sind doch Sherpas an fast jeder Hochgebirgsexpedition in der Region als zuverlässige Lastenträger beteiligt. Vor allem im September und Oktober bringt das Tragen von Rucksäcken für die zahlreichen Trekkingtouristen vielen Sherpas schnelles Geld. Sie sind unersetzlich in dieser extremen Hochgebirgsregion, denn hier gibt es keine Straßen oder Autos, nur die Rücken von Menschen, die bis zu hundert Kilogramm tragen.

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15:15 - 16:00, NDR
Onkel Wanjas Dorf

Östlich von Moskau gibt es eine fast unbekannte autonome Republik: Mari El. Die Mari halten an den Ursprüngen ihrer Kultur fest - sie beten zu den Naturgöttern und leben von der Jagd. 'Länder - Menschen - Abenteuer' besucht den Bauern Wanja und nimmt teil an einer traditionellen Hochzeit und dem Opferritus.

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15:30 - 16:00, 3SAT
Gesichter des Orients

Jordanien durchlebte beinahe 2.000 Jahre lang, von der Zeit des Alten Testaments bis zum frühen Islam, eine wechselhafte Geschichte. Geografisch gesehen ist Jordanien ein letzter fruchtbarer Posten zwischen Mittelmeer und den Weiten der arabischen Wüste. Israeliten, Nabatäer, Römer, später Christen und islamische Herrscher prägten das Gesicht Jordaniens. Die Felsenstadt Petra, das heutige Amman und die Römerstadt Gerasa, byzantinische Mosaiken, Jagd- und Lustschlösser der syrischen Kalifen - das alles sind Facetten des Orients. Der Film 'Gesichter des Orients' erzählt die Geschichte Jordaniens.

16:00 - 16:30, 3SAT
Rotes Meer - Rote Felsen

Nahostkorrespondent Peter Dudzik begleitet den Freediver Erez Beatus, der im Roten Meer 50 Meter tief ohne Sauerstofftank taucht. In der Negev-Wüste trifft er einen 'Aussteiger', der mit den sieben Pflanzen aus der Bibel eine künstliche Oase schaffen will. Außerdem geht Dudzik auf eine Wanderung durch den faszinierenden 'Red Canyon' und führt die Zuschauer in den Timna-Park, ein Wüstental, in dem schon in der Antike Erz gefördert wurde. Dort findet eine landestypische Hochzeitsfeier unter den 'Säulen Salomons' statt. Im Dolphin Reef Eilat schwimmt Peter Dudzik mit Delphinen, die sonst vor allem zur Therapie von Kindern eingesetzt werden. Und er besucht das einzige Unterwasser-Restaurant der Welt, über acht Meter unter dem Meeresspiegel. Die Reisereportage 'Rotes Meer - Rote Felsen' von Nahostkorrespondent Peter Dudzik führt an den südlichsten Zipfel Israels.

16:30 - 17:00, 3SAT
Der Mythos der blauen Männer

'Du bist mein Freund, ich erkenne dich am Abdruck deines Fußes im Sand', sagt Abdallah und lacht mit den Augen. Der Rest des Gesichts ist im Cheich, dem Schleier der Tuareg-Männer, verborgen. Seit 30 Jahren führt Abdallah Karawanen im Geländewagen durch die Wüste. Der Mythos erzählt von 'blauen Männern' rätselhafter Herkunft, wahrscheinlich aus Atlantis, allesamt stolze Wüstenkrieger, die durch willkürliche Grenzziehungen auf Algerien, Niger, Mali, Libyen und Mauretanien verteilt wurden. Überall sind sie sozial und wirtschaftlich an den Rand gedrängt. Jahrelang fuhr kein Tourist freiwillig in den Süden Algeriens. Jetzt kehren die ersten Touristen zurück. Von Abdallah kann man lernen, dass das Sternzeichen des 'großen Bären' dort die 'große Kamelstute' heißt und wie man ein Sandorakel liest. Seit wieder mehr Besucher in den Hoggar, das Wüstengebirge in der algerischen Sahara kommen, züchten die Tuaregs auch wieder mehr weiße Kamele, Meharis, für Reittouren. Auch Hamu, der Schneider, hat gut zu tun: traditionelle Anzüge in Himmels- oder königsblau für die Männer, sonnengelbe und blutrote Gewänder für die Frauen. Die Tuareg lieben es, die Einsamkeit und die Stille der Wüste mit Farben zu füllen.

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16:50 - 17:30, Arte
Niger - Ein Zelt zur Hochzeit

Rhaissa ist ein Tuaregmädchen im Niger und hütet Schafe. Sie blickt scheu in die Kamera und lacht über das, was ihre Freundin Fatima über den Mann sagt, der in wenigen Tagen ihr Ehemann sein wird. Er sieht wohl nicht besonders gut aus und wirkt auch nicht sonderlich stolz. Doch Rhaissa wird ihn heiraten. Es wurde um ihre Hand angehalten, die Eltern willigten ein und Rhaissa fügt sich dem Schicksal. Ein letztes Mal wird sie die Schafe hüten, auf den Hügeln singen und ein Mädchen sein. Danach wird sie mehrere Tage im Zelt ihrer Mutter verbringen. Das Heiratsritual verlangt, dass die zukünftige Braut bis zur Hochzeitsnacht weder spricht noch das Zelt der Mutter verlässt. Doch andere erzählen an ihrer Stelle, was sie verschweigen muss. Die Dokumentation ist ein feinfühliges Porträt eines jungen Mädchens. Sie vermittelt Einblicke in eine Kultur mit einem anderen Zeitgefühl, eigenen Werten und einer anderen Auffassung von der Liebe.

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17:00 - 17:45, 3SAT
Libyen - Reise in ein unbekanntes Land

Tankwagen holpern über Karawanenwege - Alltag im reichsten Land Afrikas. Libyen besitzt riesige Erdölfelder, doch das arabische Volk lebt noch wie vor hundert Jahren: Viehhändler schachern vor den Toren von Tripolis, und Beduinen ziehen durch die Sahara.

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17:45 - 18:30, 3SAT
Skizzen aus Marokko

Die gewaltigen Ketten des Hohen Atlas sind noch tief verschneit. Die Passstraßen führen in 2.700 Meter Höhe über das Gebirge. Die Flüsse, die dort entspringen, fließen nach Süden, in die Sahara. Der Ziz ist der mächtigste dieser Flüsse. An seinen Ufern leuchtet das Grün der Oasen mitten im Braun der trockenen Ödnis. Judentum, Christentum und Islam haben ihre Ursprünge in den Trockengebieten des Vorderen Orients, und in allen drei Weltregionen ist die Oase der versprochene Garten Eden. Die Dattelpalme ist das wichtigste Erzeugnis der Oasen. Ihre Frucht ist nahrhaft, ihr Stamm liefert Holz, die Blätter werden zu Flechtwerk verarbeitet. Die Staub- und Sandstürme, die oft völlig überraschend einsetzen, bedrohen vor allem die große Oase im Norden, das Tafilalet. Die Menschen schützen Haus und Hof durch hohe Sandschutzzäune, dennoch dringt die Wüste vor. Noch heute leben die meisten Oasenbewohner in einem Ksar, einer riesigen Wehrburg, erbaut aus Lehm und Stroh. So schützten sie sich vor den Angriffen und Überfällen der Nomaden aus der Wüste. Rissani ist der wichtigste Ort in Tafilalet. Dort gibt es den bedeutendsten Markt der Region. Im Frühjahr ist der Schafmarkt Zentrum des Geschehens, denn dort treffen sich die Bauern der Oase mit den Nomaden der Umgebung. Die Wüste birgt aber nicht nur Schrecken: 'Allah hat die Wüste geschaffen, damit es einen Ort gäbe, darinnen er in Ruhe lustwandeln könne', sagt eine altarabische Legende. Tatsächlich war die Wüste immer auch Ort der Kontemplation, der Meditation und der göttlichen Offenbarung.

19:30 - 20:15, Arte
Flüsse der Welt

Der gewaltige Strom Niger fließt durch mehrere westafrikanische Länder, einem gibt er sogar seinen Namen. An seinen Ufern liegen Städte wie das tausendjährige Djenné in Mali, bekannt durch die fantastische Lehmmoschee, und Timbuktu, die Perle der Sahara. Im Verlauf des Flusses von Malis Hauptstadt Bamako bis zur Handelsmetropole Gao verehren westafrikanische Völker den Niger als wundersamen Lebensquell und geheimnisvolle Gottheit.

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Mittwoch, 28.07.2010
05:10 - 05:55, 3SAT
Asiens Ströme - Asiens Zauber

Der Mekong schlängelt sich 4.880 Kilometer lang vom tibetischen Hochgebirge bis in die Ebenen des Mekong-Deltas, bevor er schließlich ins Südchinesische Meer fließt. Peter Kunz und sein Team bereisen für den letzten Film der zweiteiligen Reihe 'Asiens Ströme - Asiens Zauber' den Mekong. Ihre Reise führt von der chinesischen Grenze bis in das weite Delta in Vietnam, wo sich der Strom in die 'Neun Drachen' aufteilt, ein weitverzweigtes System von Kanälen und Nebenarmen.

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08:15 - 09:00, Phoenix
Leben auf dem Fluss

In Vietnam verzweigt sich der Mekong in ein Geflecht aus Flussarmen, kleinen Nebenflüssen und Kanälen. 'Sông Cuu Long' wird er hier genannt, Fluss der neun Drachen. Zwischen den Wasserwegen liegen Reisfelder und üppige Obstgärten. In dieser Welt aus Wasser bewegt man sich am besten mit dem Boot vorwärts. Cao Thu Trang und ihr Mann Bao leben auf einem kleinen Boot, mit dem sie im Mekong-Delta Handel treiben. Trang lebt, schon solange sie denken kann, auf einem Boot. Sie ist mit dem Mekong vertraut. Um sicher zu gehen, dass alles gutgeht, bittet sie morgens und abends die Wassergöttin um Beistand. Auch ihre 17-jährige Tochter fährt auf dem Boot mit, doch die träumt von einem Leben an Land. Trang und Bao kaufen bei einem Bauern kurz vor der Mündung des Mekong Wassermelonen und fahren dann wieder flussaufwärts. Mal haben sie Glück und können die Melonen zu einem guten Preis weiterverkaufen, mal haben sie Pech und können nicht weiterfahren, weil Ebbe ist oder weil ein Abnehmer sein Geld noch nicht bezahlt hat. Am Ende kommen sie zum schwimmenden Markt in Chau Doc, ganz im Norden des Mekong-Deltas, nahe der Grenze zu Kambodscha. Auch Trangs Eltern sind mit ihrem Boot im Mekongdelta unterwegs. Sie transportieren Fisch von Zuchtteichen zu Fabriken, wo er weiter verarbeitet wird. Ihr Boot ist komfortabler und größer als das der Tochter, aber Trang ist zufrieden mit ihrem Boot und ihrem Leben auf dem Fluss. Bis sie alt ist, will sie so weiter leben, immer auf und ab im Delta der neun Drachen.

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10:00 - 10:45, Arte
Auf den Gipfeln der Welt

Bergregionen, die zu den höchsten der Welt gehören, und die Menschen, die hier ihren beschwerlichen Alltag bewältigen, stehen im Zentrum der 20-teiligen Dokumentationsreihe. Ausschlaggebend für die Auswahl der porträtierten Gebirgszüge waren ihre natürlichen oder kulturellen Besonderheiten, ihre spezielle Flora und Fauna und die Traditionen, die hier - fernab der rastlosen westlichen Zivilisation - gelebt werden. Klein-Tibet lautet eine Bezeichnung des Ladakh-Hochgebirges im Himalaya. Da sich die Gletscher immer weiter zurückziehen, fehlt den Bewohnern der kargen Region das für die Landwirtschaft dringend benötigte Schmelzwasser. Doch die Menschen wissen sich zu helfen. Die Hochgebirgswüste Ladakh wird auch als Klein-Tibet bezeichnet. Um die Hochebene Changtang erheben sich Berge, die bis zu 6.000 Meter hoch sind. Bauern und Handwerker leben in Oasen an den Ufern von Bächen, die aus den Gletschern entspringen und mit deren Wasser die Bauern ihre Felder bewässern. Das Eis der Gletscher im Himalaya ist seit 1962 um 21 Prozent zurückgegangen, das führt für die Landwirtschaft in der kargen Region zu einer dramatischen Situation. Ein pensionierter Ingenieur kam auf die rettende Idee, die ebenso einfach wie einleuchtend erscheint. Er leitete einen Bach um und baute Deiche aus Steinen, um das Wasser in kleinen Becken zu stauen. Dort gefriert es im Winter. Wenn das Wasser dann im März schmilzt, kann es zur Bewässerung der Felder verwendet werden.

10:45 - 11:30, Arte
Auf den Gipfeln der Welt

Im Südwesten von Indien liegt der Bundesstaat Kerala. Hier befindet sich der fast 2.700 Meter hohe Anamudi. Die Region am Fuße des Berges gilt als Paradies für wilde Elefanten, Tiger und Lippenbären. Kerala ist eine außergewöhnliche Region, die unbedingt geschützt werden muss. Kerala ist auch in Bezug auf die indische Gesellschaft eine Ausnahmeprovinz. Hier leben Religionsgemeinschaften wie Hindus, Christen, Juden und Moslems trotz aller Unterschiede harmonisch und respektvoll zusammen. Außerdem hat Kerala als Bundesstaat mit 90 Prozent auch die höchste Alphabetisierungsrate des gesamten Landes. Ferner sind Männer und Frauen in Kerala relativ gleichberechtigt und die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen liegt hier zehn Jahre über dem nationalen Durchschnitt.

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12:15 - 12:45, Arte
Sommer, Sonne, Strand!

Bis zum Zweiten Weltkrieg wurde der argentinische Badeort Mar del Plata 'Klein-Biarritz' genannt. Eine betuchte Elite spielte Golf, ging ins Casino, bewohnte stattliche Villen und spazierte elegant die Strandpromenade entlang. Mit dem Ende des Krieges waren die fetten Jahre vorbei. 1946 beschloss der populistische Präsident Juan Domingo Perón den Ausbau des Massentourismus. Die schönen Villen wurden zugunsten von weniger glamourösen Gebäuden abgerissen. Nur das heute leerstehende Kasino blieb übrig. Doch der Ruf des großen, beliebten Strands von Mar del Plata ist nicht verhallt, und er zieht immer mehr Ausflügler an, besonders am Wochenende. Man nimmt bereitwillig die fünfstündige Busfahrt von Buenos Aires in Kauf, um kurz ins Meer zu tauchen und sich ausgelassen zu amüsieren. Die Reichen flüchten vor den Arbeitermassen weiter in den Süden und halten in Luxusressorts an Privatstränden die Füße ins Wasser.

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14:00 - 14:45, Arte
Auf den Gipfeln der Welt

Der höchste Gipfel Afrikas misst 5.895 Meter. Der Berg, der samt seiner ihn umgebenden Landschaft seit 1987 zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt, ist noch von 'ewigem' Schnee bedeckt. Doch wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge wird der Gletscher schon in zehn Jahren vollständig geschmolzen sein. Damit würde auch eine der letzten paradiesischen Regionen auf dem afrikanischen Kontinent verschwinden, in denen die Menschen noch in Harmonie mit der Natur leben. Während das Volk der Jagga die kühlen und feuchten Flanken des Kilimandscharos bevölkert und hier Ackerbau betreibt, züchten die Angehörigen der Massai ihre Viehherden in den trockenen Gebieten am Fuße des Berges.

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15:00 - 16:00, SWR
Planet Wissen

'Ein Vulkanausbruch ist ein unvergleichbares Ereignis - man spürt wie nirgendwo sonst die Kraft des Planeten', sagt der Vulkanologe Colin Devey. Er hat sich auf die Erforschung von Unterwasservulkanen spezialisiert - weit unten im Meer brodeln die meisten Feuerberge. Erst wenn das heiße Gestein aus der Tiefe über die Wasseroberfläche hinausschwappt, bilden sich Inseln - oft traumhaft schön: Die Kanaren, Hawaii, Island oder die erst 1963 Insel Surtsey sind so entstanden. Colin Devey verrät bei 'Planet Wissen' auch, weshalb Wissenschaftler für die Erforschung der feuerspeienden Berge gelegentlich ihr Leben riskieren. Die Sendung taucht ein in die Natur und das Leben der Menschen entlang der Feuerberge, auch unter dem Meeresspiegel. Eine Reise über bezaubernde Inseln rund um Erdball - fortwährend am Rande des Abgrunds ins glühendheiße Erdinnere.

15:00 - 15:45, 3SAT
Die neue Seidenstraße

Wüsten und Gebirge, blühende Städte und eindrucksvolle Kulturlandschaften säumen die Seidenstraße. Claus Richter folgte den Spuren Marco Polos und erkundete die legendäre Route, die China, Rußland und die anderen Anrainer zu neuem Leben erwecken wollen.

Info: Die Seidenstraße verband China mit dem Mittelmeer. Mit fast 10000 Kilometern war sie der längste Handelsweg der Welt - und der älteste: Zwei Jahrtausende lang diente sie als Transportweg über die größte geschlossene Landmasse der Erde.

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15:15 - 16:00, NDR
Wo die Riesen vom Himmel kamen

Ihre Entdeckung war eine Sensation: 1959 stießen Forscher im Westen Australiens auf das Nomadenvolk der Pintubi. Die Wüstenwanderer jagten Kängurus, aßen Ameisenlarven und beteten eigene Götter an. Heute leben sie in festen Häusern. Doch immer wieder fliehen die 'gezähmten Wilden' zurück zu ihren Wurzeln. Bruno Scrobogna hat die Pintubi bei ihrem Fluchtversuch begleitet.

Schriftsteller Bruno Scrobogna hat die Pintubi in den letzten 40 Jahren regelmäßig besucht und insgesamt fünf Jahre mit ihnen gelebt.

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15:45 - 16:30, 3SAT
Die neue Seidenstraße

Die zweite Etappe auf der legendären Handelsroute führt von China bis nach Pakistan. Beide Länder haben den Karakorum-Highway gebaut und so erstmals seit Dschingis Khans Zeiten wieder eine ununterbrochene Landverbindung über den Kontinent geschaffen. Entlang schwindelerregender Abgründe führt die Straße ins Herz Asiens.

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16:40 - 17:35, Arte
Mit den Wüsten-Hebammen bei den Tuareg

In der Region Adrar im Grenzgebiet zwischen Mali und Algerien prägen unwirtliche Sanddünen und felsige Bergmassive das Landschaftsbild. Ihre Bewohner, die Tuareg, sind Nomaden und leben in erster Linie von der Wanderweidenwirtschaft. Die Lebensbedingungen sind hart und ärztliche Versorgung ist oft unerreichbar. Kindersterblichkeit und Kindbetttod sind hier so hoch wie kaum sonst auf der Welt. Mit Unterstützung der Hilfsorganisation 'Ärzte der Welt - Belgien' bemüht sich die malische Regierung um eine Verbesserung der Gesundheitsfürsorge in der Region. So wurden über 200 einheimische Hebammen geschult, um Geburtshilfe unter bestmöglichen hygienischen Bedingungen leisten zu können oder komplizierte Geburten so frühzeitig zu erkennen, dass die Gebärende noch in ein Krankenhaus gebracht werden kann. Die Wander-Hebammen tragen einen wichtigen Teil dazu bei, die Lebensumstände der Tuareg zu verbessern.

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18:30 - 19:00, 3SAT
Kambodscha - Die Kinder der Killing Fields

Vor nur 30 Jahren war Phnom Penh eine Geisterstadt - die verlassene Hauptstadt eines ausgebluteten Landes. 1975 wurden alle Städter aufs Land deportiert, um dort Feldarbeit zu leisten. Phnom Penh war innerhalb von 24 Stunden komplett entvölkert. Bis 1979 regierten die Roten Khmer mit grausamer Härte und brachten Kambodscha Leid und unvorstellbares Elend. In dem vierjährigen Terrorregime Pol Pots gab es keine Schulen und Krankenhäuser, und die gesamte geistige Elite des Landes wurde ermordet. Rund zwei Millionen Menschen kamen ums Leben, knapp ein Fünftel der Bevölkerung. Während die Kambodschaner auf die Bestrafung der Verantwortlichen hoffen, die heute vor einem internationalen Gerichtshof stehen, begegnet man in Phom Penh überall den Folgen des vierjährigen Terrorregimes. Es ist eine leise Armut - Bettler und vor allem Kinder, die versuchen, ein bisschen Geld zu verdienen, die stehlen und sich prostituieren. Kein Wunder, dass Kambodscha inzwischen das Land mit der höchsten HIV-Infektionsrate in ganz Asien ist. Vor allem die junge Generation, die zum Aufbau des Landes beitragen könnte, ist mit dem Virus infiziert.

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19:30 - 20:15, Arte
Flüsse der Welt

Der in Angola entspringende Okavango fließt durch Namibia und endet in der Kalahari-Wüste von Botsuana. In dieser Region ohne jegliche Erhebung teilt er sich in Hunderte von mäandernden Kanälen mit vielen Inseln. Die Tatsache, dass der rund 1.800 Kilometer lange Fluss nie das Meer erreicht, sondern in der Wüste versickert, ist einem seltenen geologischen Phänomen geschuldet: Der Boden der Kalahari ist so porös, dass er das Wasser des Okavango aufsaugt. Dadurch wird die an sich vollkommen dürre Region bewässert und fruchtbar gemacht. Und so bringt der Okavango der Wüste überquellendes Leben: Löwen, Elefanten, Flusspferde, unterschiedlichste Vogelarten, Antilopen und Krokodile machen das bis zu 16.000 Quadratkilometer große Okavango-Deltas zu einem Garten Eden, in dem die außergewöhnlichsten Tiere leben. Ein streng bewachtes Paradies, denn die einzigartige Artenvielfalt dieses Ortes muss geschützt werden. Auf der Reise entlang der Flusswindungen zeigt die Dokumentation einige der Menschen, die sich dieser Aufgabe verschrieben haben, darunter Wissenschaftler, die sich für die üppige Natur der Region begeistern. Aber das Wasser des Okavango weckt viele Begehrlichkeiten. Sein Delta ist von einem Staudammprojekt bedroht, das die Bewässerung der Nachbarländer ermöglichen soll. Somit bleibt dem Paradies des Okavango vielleicht nur eine Gnadenfrist.

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21:55 - 23:25, Arte
Feuerherz

Eritrea in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts: Mitten in den Wirren des Unabhängigkeitskrieges gegen Äthiopien wächst die aufgeweckte Awet, liebevoll betreut von italienischen Nonnen, in einem Waisenheim in Asmara auf. Ihre Mutter ist auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg umgekommen. Eines Tages stellt sich heraus, dass ihr Vater, ein Freiheitskämpfer, noch lebt. Dieser schickt seine ältere Tochter Freweyni, um sein zweites Kind zu sich zu holen. Awet ist überglücklich, glaubt sie doch endlich Familie und Heimat gefunden zu haben. Doch statt Geborgenheit warten harte Arbeit und Armut auf das junge Mädchen. Ihr Vater, den sich Awet in ihrer Fantasie als mutigen Kämpfer vorgestellt hat, entpuppt sich als feigherziger Schläger, der seine Kinder und deren Kräfte schamlos ausbeutet. Awet hingegen hat ihren eigenen Kopf sowie ihr 'Feuerherz' - ein gesticktes Bild, das sie von ihrer Lieblingsschwester Anna aus der Klosterschule als glückbringendes Abschiedsgeschenk erhalten hat. Von ihr hat Awet auch gelernt, sich gegen Ungerechtigkeiten und Gewalt auf friedliche Weise zu wehren. Schließlich übergibt der Vater seine beiden Kinder der 'Jebha' einer der rivalisierenden Befreiungsarmeen: Seine Mädchen sollen 'Töchter Eritreas' werden. Im Lager der Jebha, die sich als die erste und wahre Befreiungsfront begreifen, soll Awet lernen, wie Waffen und Sozialismus funktionieren. Nach und nach lässt sich das Mädchen in den Sog des Kampfes hineinziehen: Obwohl sie Freundschaft und Brüderlichkeit erfährt und sich für das Freiheitsideal zu begeistern lernt, wird Awet im Camp vor allem mit dem Wahnsinn des Krieges konfrontiert, mit menschlichen Gräueltaten, Fanatismus und Tod. Angesichts des innereritreischen Krieges der 'Jebha' gegen die 'Shabia' stellt sie ihren Ausbildern die clevere Frage, warum sich zwei militante Gruppen mit dem gleichen Ziel gegenseitig umbringen, statt sich in ihrem Vorhaben der Befreiung des Landes zu unterstützen. Dennoch glaubt Awet, bei der Jebha eine neue Familie gefunden zu haben; die Gruppenführer Ma'aza und Mike'ele nimmt sie als die größten Helden wahr. Mit den Waffen mag sich Awet allerdings nicht anfreunden. Bei der Jagd begeht sie einen folgenschweren Fehler, wird daraufhin hart bestraft und von der Gruppe geächtet. So verliert das Mädchen langsam den Glauben an die Jebha und an den endlosen Befreiungskampf, der über Leichen geht. Zusammen mit ihrer Schwester und einigen Kindern aus dem Camp geht Awet ihren eigenen Weg, ihrem Gewissen und ihrem 'feurigen Herzen' folgend ...

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Donnerstag, 29.07.2010
08:15 - 09:00, Phoenix
Leben auf dem Fluss

Der Rio Tapajós ist einer der größten Nebenflüsse des Amazonas. Der mächtige Wasserlauf ist an seinem Oberlauf im Norden Brasiliens bis zu 18 Kilometer breit und gilt als einer der schönsten Flüsse im Amazonasregenwald. Für die Menschen in den abgelegenen Dörfern entlang des Rio Tapajós ist er der einzige Transportweg. Das Ärzteschiff 'Abaré' - in der Sprache der Tupi-Indianer 'der sich kümmernde Freund' - bringt den Menschen medizinische Versorgung. Fabio Tozzi leitet die moderne Krankenstation und leistet mit einem eingespielten 35-köpfigen Team die dringend benötigte medizinische Hilfe. Für den Chirurgen und Abenteurer aus São Paulo ist die zweiwöchige Fahrt mit dem Ärzteschiff eine Herausforderung. Der 50-Jährige kann sich nicht mehr vorstellen, seinen ungewöhnlichen Arbeitsplatz auf dem Schiff gegen den Alltag in einem Krankenhaus einzutauschen. Täglich bewältigt der Arzt den Ansturm der Patienten auf dem Schiff, macht Hausbesuche in den Dörfern und kümmert sich gleichzeitig um sein Team und die Schiffsmannschaft. Alle an Bord müssen während der 400 Kilometer langen Flussfahrt viele Entbehrungen hinnehmen und ein hohes Arbeitspensum bewältigen. Die Schiffsmannschaft ist ständig im Einsatz, um die Ärzte sicher zu den Dörfern zu bringen. Obwohl Fabio Tozzi und sein Team große medizinische Hilfe leisten, reicht sie dennoch nicht aus. Für viele Patienten bleibt wenig Zeit, anderen können die Ärzte gar nicht helfen. Die Dokumentation zeigt den ungewöhnlichen Alltag des Arztes und seiner Kollegen auf der 'Abaré'. Sie taucht aber auch ein in die Lebenssituation der Menschen in den Flussdörfern - eine Flussfahrt mit freudigen, nachdenklichen und aufregenden Momenten in der Welt Amazoniens.

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14:00 - 14:45, Arte
Auf den Gipfeln der Welt

In dem südamerikanischen Land Ecuador gibt es unzählige Berggipfel. Es zählt allein 50 Vulkane, von denen sieben noch aktiv sind. So lebt von den über 13 Millionen Einwohnern des Landes etwa ein Drittel in ständiger Bedrohung durch einen Vulkanausbruch. Angesichts dieser Gefahr hat die Bevölkerung eine starke Religiosität entwickelt. Ihrer Ansicht nach schützt im Schatten der Vulkane nur der Himmel vor dem Zorn der Erde. Einer der gefährlichsten Vulkane des Landes ist der über 5.000 Meter hohe Tungurahua. Aber die 20.000 Einwohner der nahe gelegenen Stadt Baños scheinen nicht beunruhigt zu sein. In den letzten fünf Jahrhunderten erlebte man hier mehrere Vulkanausbrüche, die Stadt wurde jedoch nie zerstört. Also vertrauen die Einwohner auf Gott - in wichtigen wie in unwichtigen Angelegenheiten.

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15:00 - 15:45, 3SAT
Die neue Seidenstraße

Die letzte Etappe führt Claus Richter durch Kirgisien und Usbekistan. Seit dem Ende der UdSSR entdecken die Staaten ihre vorsowjetischen Traditionen: Kleine Privatbetriebe produzieren Güter, der Islam ist auf dem Vormarsch. Der Westen unterstützt auch deshalb die Wiederbelebung der Seidenstraße zwischen China und Europa: Der Handel soll den Wohlstand mehren und somit dem Fundamentalismus Einhalt gebieten.

Den Begriff Seidenstraße prägte Anfang des 19. Jahrhunderts der deutsche Gelehrte Ferdinand von Richthofen.

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15:15 - 16:00, NDR
Wo dem Gatten nur die Nacht gehört

Kwill Dkhar hat Sorgen. Ihre Kohlengrube läuft voll Wasser, die Haupteinnahmequelle der Familie droht für längere Zeit zu versiegen. Was die 55-Jährige aber noch mehr bekümmert, ist der Plan ihrer Tochter Rani, 'in Weiß zu heiraten'. Bei den Jaintia in den Bergen Nordostindiens haben die Frauen den Männern einiges voraus: Nur sie dürfen Land besitzen, und sie vererben alles Vermögen nur an ihre Töchter. Fremde Männer sind ihnen für längere oder kürzere Zeit willkommen, aber nur als 'nächtliche Gatten', bei Tagesanbruch müssen sie das Haus wieder verlassen haben. Alle wissen, welche Frau welchen 'nächtlichen Gatten' hat, aber man spricht nicht darüber. Eine solche Beziehung durch eine 'Hochzeit in Weiß' öffentlich zu machen, ist für ältere Jaintia ein Zeichen schlimmen Sittenverfalls. Von den Männern wird erwartet, dass sie für ihre Mütter da sind. 'Ein angesehener Mann ist der, der ständig und erfolgreich für seine Mutter arbeitet', sagt Kwill Dkhar und erhofft sich die Lösung ihrer Probleme von ihren beiden Söhnen Evening und Morning.

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15:30 - 16:00, H3
Zu Gast im Süden Englands

Die Grafschaft Dorset ist der 'Sonnenbalkon' Englands. Nirgends scheint die Sonne häufiger und länger als hier im Südwesten des Landes. Schöne Sandstrände und lebhafte Ferienorte, aber auch reetgedeckte Cottages im sattgrünen Hinterland machen den Reiz dieser Region aus. Die weißen Klippen der 'Jurassic Coast' mit ihren 200 Millionen Jahre alten Fossilienfunden hat die UNESCO wegen ihrer 'außerordentlichen Schönheit' sogar zum geschützten Welterbe erklärt. Segler schätzen das Revier von Weymouth und Portland. Es gehört zu den besten Großbritanniens und ist 2012 Austragungsort der olympischen Segelregatten. Gartenfreunde können sich im subtropischen Paradies des Earls of Ilchester Anregungen holen. Weiter östlich ist Portsmouth ein Muss für alle, die eine Schwäche für die Geschichte der Seefahrt haben: Die Hafenstadt an der englischen Südküste ist nicht nur der größte Stützpunkt der Royal Navy. Allemal eindrucksvoller als die modernen Kriegsschiffe sind die stolzen Veteranen, die 'Victory' von Lord Nelson oder die 'Warrior', das Flaggschiff von Königin Victoria. Wer jedoch Masten, Segeln, Takelagen nichts abgewinnen kann, besucht ganz einfach Charles Dickens - vielmehr seine Hinterlassenschaften. Sein Geburtshaus ist heute ein Museum. Bleibt noch Zeit für einen Sprung auf die Isle of Wight, der klassischen Ferieninsel der Engländer, direkt vor der Haustür. Mit ihren weißen Klippen, sanften Hügeln und gemütlichen Pubs gilt sie als 'England im Kleinen'.

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16:50 - 17:35, Arte
Laos - Die Karawane der bedrohten Elefanten

Laos wurde einst das 'Land der Millionen Elefanten' genannt. Heute gibt es hier nur noch 2.000 wildlebende und zahme Elefanten. Die Gefahr ist groß, dass in etwa zehn Jahren der Elefant ausgestorben ist, der innerhalb der laotischen Kultur eine entscheidende Rolle besetzt. Um auf diese Bedrohung aufmerksam zu machen, werden während der traditionellen Feierlichkeiten des Vat-Phou-Tempels in Südlaos vier Elefanten auf einen 1.300 Kilometer langen Marsch geschickt. Begleitet von 'ElefantAsia', einer französischen Organisation, sollen sie in drei Monaten in Luang Prabang, dem alten Königssitz des 'Landes der tausend Elefanten', an der großen Prozession zum laotischen Neujahrsfest teilnehmen. Auf ihrem Weg durchquert die 'Caravan Xang' genannte Expedition viele abgeschiedene Landesteile und einige Städte. Überall begrüßen die Menschen ungeachtet ihrer ethnischen Zugehörigkeit und ihres Glaubens die Elefanten mit religiösem Eifer und tiefer Verehrung.

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17:15 - 18:00, 3SAT
Dunkle Schönheit Eritrea

Vor dem Zweiten Weltkrieg war Eritrea eine italienische Kolonie, danach geriet das afrikanische Land unter äthiopische Herrschaft. Erst 1993 wurde das ostafrikanische Land nach einem 30-jährigen Krieg mit Äthiopien unabhängig. Seither ist es still geworden um Eritrea. Dabei waren es gerade sein Zauber und sein Reichtum, die das Land so vielen Kriegen und Konflikten ausgesetzt haben. Eritreas Landschaften sind spektakulär. Das Land umfasst vier Klimazonen mit jeweils völlig unterschiedlicher Vegetation. Es bietet faszinierende und weitgehend unerforschte archäologische Stätten, unberührte Natur und neun Ethnien mit jeweils eigener Sprache und Kultur. Denn große Teile Eritreas sind ohne Spezialerlaubnis bis heute nicht zugänglich. Das Beeindruckendste aber sind die Menschen: Mönche im 2.400 Meter hoch gelegenen orthodoxen Kloster Debre Bizen, die ihren Berg niemals verlassen, Frauen, die nach dem Verlust ihrer Männer ihr Leben selbst in die Hand nehmen, Moslems und Christen, die in Freundschaft zusammenleben, Dorfbewohner, die im Schatten eines riesigen Maulbeer-Feigenbaums ihre Probleme ausdiskutieren, und Steinmetze, die den Klang der Steine deuten können.

Der Film 'Dunkle Schönheit Eritrea' entführt in eine Welt, deren wilde Schönheit vom Tourismus noch weitgehend unberührt geblieben ist.

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18:30 - 19:00, 3SAT
Das schwimmende Krankenhaus von Sibirien

Seit fünf Jahren fährt das Krankenhausschiff 'Nikolaij Pirogow' in die tiefste Provinz. Die Menschen dort warten schon sehnsüchtig, denn das Schiff kommt nur einmal im Jahr vorbei.

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19:30 - 20:15, Arte
Flüsse der Welt

Der Urubamba ist ein Quellfluss des Amazonas. Er entspringt in den Anden, nahe des Passes Abra La Raya nordwestlich des Titicacasees, und fließt durch das Valle Sagrado, das Heilige Tal der Inka. Dort zeugen beeindruckende Ruinenstädte wie Machu Picchu von vergangener Pracht und der entwickelten Zivilisation der südamerikanischen Urbevölkerung. Eine Vergangenheit, die auch heute noch in der Region und der Kultur ihrer Einwohner gegenwärtig ist.

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20:15 - 21:00, 3SAT
Sommer im ewigen Eis - Die Arktis

Im Licht der Mitternachtssonne erkunden zwei Kamerateams den arktischen Sommer auf Grönland. Los gehts auf den Fjorden vom Süden bis zur Disko-Bucht. Die Filmemacher erleben faszinierende Naturschauspiele und treffen Menschen, die am Rand des Eises leben: Inuit-Schüler bei ihrer Abi-Party, einen Bierbrauer, der auf Gletschereis setzt, und einen Bauern, der dank Erderwärmung Salat ziehen kann.

Info: 'Kalaallit Nunaat' - Land der Menschen - nennen Grönlands Inuit ihre Heimat. Doch nicht einmal 60.000 Einwohner leben hier: 0,026 pro Quadratkilometer.

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Freitag, 30.07.2010
08:15 - 09:00, Phoenix
Leben auf dem Fluss

Es ist weltweit ein aussterbendes Gewerbe - das Flößen von Holz aus entlegenen Wäldern zu den großen Sägemühlen. Doch es gibt sie noch, die gewandten Männer, die auf Baumstämmen den Strom hinuntertreiben, gezogen nur von einem kleinem 'Tugboat'. Auf dem Fraser River in British Columbia an der Westküste Kanadas wird das Flößen von Holz bis heute betrieben. Der Fluss entspringt in den Rocky Mountains und mündet nach rund 1.400 Kilometern bei Vancouver in den Pazifik. Kapitän Berry Higgs und sein 'Deckhand' Jo sind Tag für Tag mit ihrem kleinen kraftvollen Schlepper unterwegs, um die riesigen Holzflöße zu den Sägemühlen zu ziehen. Berry ist seit über 30 Jahren bei einer Firma beschäftigt. Er liebt seinen Job und er liebt die Boote. Zu jedem Tugboat, dem sie begegnen, kennt er eine Geschichte. Früher waren noch viel mehr Schiffe unterwegs, und als es noch keine Mobiltelefone gab, sind sie mit ihren kleinen, starken Booten oft für Wochen in den Sunden und Buchten des kanadischen Nordens verschwunden. Heute muss alles schnell gehen. An Bord sind sie per Telefon, Funk und Faxgerät erreichbar. Die Branche hat außerdem mit der Globalisierung zu kämpfen: Jedes Jahr schließen Sägewerke entlang des Fraser Rivers - schwere Zeiten für die letzten starken Männer auf dem Fluss. Für Berry und seine Kollegen ist der Preiskampf eine tägliche Herausforderung. 'Zeit ist Geld' heißt das Motto. Zur Ablösung werden sie oft mit dem Wasserflugzeug geflogen, damit die Boote und ihre Crews effektiver eingesetzt werden. Trotz des enormen Drucks müssen sie dafür sorgen, dass Menschen, Boote und Flöße heil ankommen, und die Fahrt mit den langen Flößen ist nicht einfach. Doch Berry würde um nichts in der Welt seinen Job eintauschen. Er liebt die Freiheit auf dem Wasser, und wenn er oben an Deck dem Wind trotzt und den wendigen kleinen Schlepper um das große Holzfloß dirigiert, ist er glücklich.

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12:00 - 12:45, Arte
Inselträume

Auf die landschaftlich wunderschöne Insel Palawan im Südwesten der Philippinen wurden lange Zeit all jene geschickt, die man im Land nicht haben wollte, unter anderem Pestkranke, Prostituierte und verurteilte Straftäter. Ihre Nachfahren leben noch heute auf der Insel. Eine andere Bevölkerungsgruppe auf Palawan bilden die ursprünglich aus dem Süden der Philippinen stammenden Badjaos. Diese Seenomaden leben in Pfahlbauten, die sie im Wasser errichten. Doch nachdem im Jahr 2008 ein Taifun viele Behausungen hinwegfegte, wurden die Badjaos zwangsweise auf dem Festland angesiedelt. Mittlerweile haben auch Touristen das verborgene Paradies entdeckt. Einige einheimische Fischer rüsten bereits ihre Boote um und zeigen den Ausflüglern eine der schönsten Landschaften der Welt und bieten ihnen die Spezialitäten der regionalen Küche. Darunter so außergewöhnliche Gerichte wie Quallen und Schwalbennester. Neben wunderschönen Landschaften gibt es auf Palawan eine besonders außergewöhnliche Einrichtung: das einzige Open-Air-Gefängnis der Welt. Auf 44.000 Hektar Urwald, Ebene und Küste leben und arbeiten mehrere Tausend Langzeithäftlinge, manchmal mit ihren Familien. Das Konzept hat Erfolg, denn die Rückfallquote nach der Entlassung ist so gering wie kaum sonst auf der Welt. Weit vom Gefängnis entfernt lebt Brutus im tropischen Regenwald. Er gehört der Ethnie der Palawan an, einer der ältesten Bevölkerungsgruppen auf der Insel, von denen viele noch ihrer traditionellen Lebensweise nachgehen.

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14:00 - 14:45, Arte
Auf den Gipfeln der Welt

Obwohl der westafrikanische Küstenstaat Kamerun bei vielen Menschen eher für seine weiten Sandstrände bekannt ist, besteht ein Großteil des Landes doch aus Hochplateaus und Bergen. Im Hauptmassiv gibt es mehrere Vulkane: Der wichtigste ist der Kamerunberg. Mit einer Höhe von knapp über 4000 Metern ist er gleichzeitig die höchste Erhebung Westafrikas. Die Bergbewohner sind sich der Schönheit der Region bewusst. Sie setzen deshalb alles daran, die Natur ihres Landes zu schützen.

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18:05 - 19:00, Arte
Die Krabbenflut

Wenn im November der Monsun auf der Weihnachtsinsel einsetzt, bricht die rote Flut los: Millionen Rote Landkrabben wandern vom Regenwald an die Küste, wo die Männchen Paarungshöhlen graben. Biologe Steve Morris hat einige mit Sendern ausgestattet, verfolgt ihren bis zu acht Kilometer langen Weg. Autoverkehr und ausgetrocknete, entwaldete Flächen kosten dabei viele Krabben das Leben.

Die Weihnachtsinsel im Indischen Ozean gehört zu Australien. Sie ist zum größten Teil von tropischem Regenwald bedeckt, der den Krabben Nahrung bietet.

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18:30 - 19:00, 3SAT
Burkina Faso - Madame Fantas Kampf gegen den Klimawandel

Mit Handy und Moped knattert Madame Fanta durch die Hirsefelder. Sie ist auf dem Weg nach Bouloye, wo die Frauen des Dorfs sie vor ihren traditionellen Rundhütten erwarten. Über 300 Familien leben dort, und wie alle Menschen am Sahel leiden sie unter den Folgen des Klimawandels. Seit Jahrzehnten fallen die Niederschläge in dem kleinen Wüstenstaat immer unregelmäßiger. Eingestürzte Erdhütten, zerstörte Brücken und Straßen zeugen von der zerstörerischen Kraft der aus dem Gleichgewicht geratenen Natur: Monatelang fällt kein Tropfen Regen, dann kommt der Niederschlag mit solcher Gewalt, dass er alles mit sich fortreißt. Die Folge: Die Menschen in Burkina Faso, einem der ärmsten Länder der Welt, kämpfen beständig gegen Hunger, Mangelernährung und Tod. Ganze Dörfer werden von Wanderdünen begraben, der wenige fruchtbare Boden versandet. Fanta ist eine gefragte Frau. Als 'Animatrice' betreut sie zahlreiche Dörfer in der Region und vermittelt Wissen über nachhaltigen Landbau, Wirtschaft und Entwicklung. Unter ihrer Anleitung werden neue Bewässerungssysteme gebaut und Gemüsegärten in der Wüste angelegt. Es werden Fraueninitiativen, Sparclubs und Getreidebanken gegründet, neue Existenzen aufgebaut und Alphabetisierungsprogramme ins Leben gerufen. Madame Fantas Ziel: In zehn Jahren soll die Wüste rund um Dori in einen blühenden und ertragreichen Garten Eden verwandelt werden.

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19:30 - 20:15, Arte
Flüsse der Welt

Wer dem Nil von der ägyptischsudanesischen Grenze bis zum Delta am Mittelmeer folgt, vor dem breitet sich die Geschichte uralter Zivilisationen aus: die Felsentempel von Abu Simbel, das Tal der Könige und die Ruinen von Theben. Noch immer ist der Nil Lebens- und Hauptverkehrsader des 80-Mio.-Einwohner-Landes Ägypten. Früher verwandelten sich seine Ufer durch das jährliche Hochwasser in fruchtbare Auen. Heute liefern Staudämme wie der Assuan-Hochdamm zwar Strom, aber sie halten auch den Flussschlamm zurück, so dass der Boden oftmals künstlich gedüngt werden muss.

Der Assuan-Staudamm wurde von 1960 bis 1971 gebaut. Die Kosten betrugen umgerechnet 2,2 Mrd. Euro.

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20:15 - 21:00, 3SAT
Sommer im ewigen Eis - Die Arktis

Der zweite Teil der filmischen Reise beginnt in der Disko-Bucht und führt immer weiter in Richtung Norden. Eine Reise mit spannenden Begegnungen: Da schwitzt ein Schlittenführer mit seinen Hunden um die Wette, denn die Eisbärfellhose ist auch im Sommer Pflicht, wegen der Touristen. Und in einem 50-Seelen-Dorf braten zwei deutsche Auswanderer in ihrem Restaurant deftige Walrouladen - früher in Thüringen kannten sie nur Karpfen und Forelle. Auf dem Schiff dagegen hört man plötzlich Grönländisch: Eigentlich sind die Männer und Frauen aus Upernavik ja nur zum Singen an Bord gekommen. Aber dann entdecken sie auf dem fremden Schiff so manche Merkwürdigkeit. Und als sie nach ein paar Stündchen und Ständchen wieder im Boot Richtung Dorf schaukeln, sind sie alle ein bisschen reicher und ärmer zugleich. Das alte Thule, das der Expeditionsreise den Namen gab, erweist sich als unheimliches Geisterdorf; nicht ungefährlich, trotz und wegen der Präsenz amerikanischer Waffen und Soldaten auf der riesigen Airbase gleich nebenan, mitten im arktischen Nichts. Die ehemaligen Bewohner des Ortes wurden vertrieben. Sie leben jetzt im 'neuen' Thule, 120 Kilometer weiter nördlich. Von dort gehen die letzten Jäger auf Vogelfang und pflegen kulinarische Traditionen, die mitteleuropäische Geschmacksnerven vor große Herausforderungen stellen. In Siorapaluk, der nördlichsten natürlichen Siedlung der Erde, erzählt ein kauziger Jäger den Besuchern vom verrückten letzten Sommer: Zum ersten Mal ist ihm sein Lieblingsgericht, eine mit Vögeln gefüllte Robbe, die er jedes Jahr hinter dem Haus vergräbt, im Boden verrottet - es war einfach zu warm. Auch die Klimaforscher, die ein einsames Leben in Eis und Fels führen, nur mit Zelt und Satellitentelefon, haben keine guten Nachrichten. Das Leben ändert sich am Ende der Welt. Kapitän Stejnar Hansen steuert zum ersten Mal das Schiff auf dieser arktischen Fahrt. Mit klarem Ziel: Er will nach Norden, soweit es geht. 80 Grad Nord - so hoch im Norden waren bisher weder Kapitän noch Schiff. Den Passagieren hat er eine große 80-Grad-Party versprochen, aber noch liegt eine Menge Eis und Wasser vor ihnen. Für viele Passagiere ist es eine 'Einmalim-Leben-Reise'; sie berauschen sich an der einmaligen, gigantischen Natur, jeden Tag aufs Neue und jeder auf seine eigene Weise. 'Ich muss mich kneifen, damit ich weiß, dass es kein Traum ist!' - solche Sätze hört man immer wieder an Bord. Für eine ältere Dame auf dem Schiff wird die Fahrt in die kalte Ferne zu einer Reise mit ungeahnten Folgen. Sie erlebt am Ende der Welt etwas, was sie sich nie hat träumen lassen.

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21:00 - 21:45, RBB
Wildes China

Yunnan heißt auch das 'Land unter den Wolken'. Der Einfluss des Monsun prägt vor allem den urwaldreichen Süden der Landschaft. Hier leben, streng geschützt, Chinas letzte 250 Elefanten. Im gebirgigen Norden der Provinz beobachtet das TV-Team von Phil Chapman Kleine Pandas und Stumpfnasenaffen, bevor ein Abstecher zum Volk der Dai führt, das sein 'Festival des badenden Buddhas' feiert.

45 Millionen Menschen leben in Chinas achtgößter Provinz. Etwa 38 Prozent der Bevölkerung gehören ethnischen Minderheiten an, u.a. Mandschu und Mongolen.

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Samstag, 31.07.2010
09:05 - 09:20, Arte
Alle Kinder dieser Welt

Inmitten der Sahara, die sich als größte Wüste der Welt von Ost- bis Westafrika erstreckt, leben die afrikanischen Völker der Tuareg, Tubu und Fulbe. Amzas Sohn Adama begleitet zum ersten Mal die mehr als 300 Dromedare der Salzkarawane durch die unendlichen Weiten der Sahara. Zur gleichen Zeit macht sich eine Tubu-Familie auf den Weg in den Süden, wo sich die Kinder des Woodabe-Stammes auf das große Worso-Fest vorbereiten.

Diese Kinderserie für Acht- bis Zwölfjährige erzählt einen ganzen Tag im Leben eines Kindes - in entlegenen Gegenden wie in den südamerikanischen Anden, den asiatischen Steppen oder im afrikanischen Urwald.

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11:36 - 12:20, MDR
Japan - Der Marathonmönch von Kyoto

Der japanische Mönch Hoshino Endo hat sich für die vielleicht verrückteste Art zu beten entschieden. Nacht für Nacht läuft er auf schmalen steilen Pfaden 30 Kilometer durch die Zedernwälder des Berges Hiei. Der 31-Jährige ist Marathonmönch, ein Gyogia, wie die Asketen des buddhistischen Enryakuji-Ordens genannt werden. In den nächsten drei Jahren will er seine Laufstrecke auf 84 Kilometer pro Nacht steigern. Nach sieben Jahren wird er auf eine Gesamtstrecke von mehr als 38.000 Kilometer kommen. Selbst wenn er mit seiner Leistung jeden Athleten in den Schatten stellt, Hoshino Endo läuft nicht aus sportlichen Ambitionen. Was ihn antreibt, ist die Suche nach Erleuchtung. Über sich hinauszuwachsen, seine eigenen Begierden abzulegen und irgendwann ganz für andere da sein zu können, das ist das Ziel seiner Strapaze. Umkehren kann Hoshino nicht mehr. Einmal begonnen, muss ein Gyogia den Weg bis zu Ende gehen. Ob Krankheit oder Verletzung, ob Taifune oder Schnee, Hoshino wird keinen Kilometer seiner Askese auslassen. Denn sonst bliebe ihm nur der Tod. Eine Waffe für den Suizid trägt er immer bei sich. Jede Nacht verlässt er seinen Tempel um genau 01.50 Uhr. Er ist ganz in Weiß gekleidet. Weiß ist die Farbe des Todes in Japan. Hoshino Endo läuft in Strohsandalen, von denen er in Regennächten sogar zwei Paar verschleißt, trägt einen Hut aus gerolltem Zedernholz und eine Papierlaterne mit einer Kerze in der Hand. Bis der Morgen graut, ist sie seine einzige Lichtquelle. Knapp sechs Stunden ist Hoshino jede Nacht unterwegs, mindestens eineinhalb Stunden davon betet er: an Tempeln, Schreinen, Bäumen, Steinen, Bächen. 255 heilige Orte auf dem Berg Hiei sind es, und jeder hat seine eigenen Regeln. Hoshino ist zurzeit im vierten Jahr seiner Askese. Wenn alles gut geht, wird er in wenigen Jahren ein Heiliger sein.

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12:00 - 12:30, Arte
Zapping International

Die Fernsehzuschauer in Kirgistan finden sich mit ihren Sorgen und Nöten anscheinend am besten in der brasilianischen Telenovela 'The Clone' wieder. Die Liebesgeschichte zwischen einem Brasilianer und einer Marokkanerin schlägt alle Einschaltrekorde. Ihr Erfolg ist so groß, dass Hochzeiten in den entlegensten kirgisischen Dörfern momentan ebenso wie in der Serie ablaufen. Viele Babys werden nach Said und Jadie, den beiden Helden von 'The Clone', benannt. Es ist wohl vor allem der gemäßigte und mit dem modernen Leben vereinbare Islam, der den Kirgisen an dieser Serie vom anderen Ende der Welt so gut gefällt. Doch natürlich findet man beim Zappen auf einem der zehn Sender des Landes auch hin und wieder eine rein kirgisische Sendung. Beispielsweise 'Saltsanat' auf Kanal 5, in der es ausschließlich um die kirgisischen Traditionen geht, oder auch 'Bravo', eine Art 'Kirgistan sucht den Superstar'. Der größte Filmerfolg der letzten Zeit war 'Sunduk Predkov', eine Liebesgeschichte zwischen einem Kirgisen und einer Pariserin.

12:15 - 12:45, H3
Die Teufelstänzer der Anden

Wenn man den Onkel respektvoll behandelt, dann schützt er die Minenarbeiter Boliviens vor Katastrophen. Aber wehe, er fühlt sich vernachlässigt: Dann wird er teuflisch wütend, spuckt Feuer, lässt Stollen einbrechen und Menschen sterben. Um den 'Tío de la mina', den Onkel der Minen, zu besänftigen, opfern die Minenarbeiter Boliviens dieser Gottheit Kokablätter, Essen, Hochprozentiges und ein weißes Lama - immer am Freitag vor Karneval. Boliviens Minen von Potosí und Oruro, über Jahrhunderte die ertragreichsten der Welt, sind Heimat ungezählter Andenmythen und uralter Sagen. Zum Karneval von Oruro werden sie alle in einem farbenfrohen Spektakel gefeiert: zwanzig Stunden ausgelassene Tänze mit Heiligen und Teufeln, die Kultur der Anden feiert sich selbst. Kein Wunder: Der bolivianische Karneval ist ein Weltkulturerbe der Menschheit.

12:30 - 13:00, Arte
Reiseskizzen aus ...

Damien Roudeau reist nach Schottland, ins Land mit dem angeblich so rauen Klima. Der junge Pariser Zeichner beginnt seine Reise auf den Hebriden, durchquert die Highlands mit ihren Lochs und Schlössern, um schließlich nach Edinburgh, der Stadt der Künste, zu gelangen. Landschaften von wilder Schönheit und eigenwillige Menschen hält er auf dieser Reise in seinen Zeichnungen fest.

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16:00 - 16:30, ARD
Gesichter Asiens

Es gibt wenige Gegenden in Ostasien und in der Südsee, die Mario Schmidt in den zurückliegenden sechs Jahren nicht gesehen hat. Seine Reisen als ARD-Korrespondent führten ihn in die entlegensten Ecken des riesigen Berichtsgebiets, das von Japan über die Philippinen bis tief hinunter zu den Inseln Polynesiens reicht. Einige seiner faszinierendsten Geschichten zeigt er in den 'Gesichtern Asiens'. Zu den aufregendsten gehört sicherlich die Teilnahme am jährlichen Tempelfest in Okayama, wo Tausende von japanischen Männern fast nackt das Glück in Form von Holzstäben zu fangen versuchen. Knochenbrüche und Blessuren inbegriffen. Bewundernswert findet er die philippinische Tanztrainerin Gwen Lador. Sie bekämpfte ihre Angst, als sie zum ersten Mal ihren Job im berüchtigtsten Knast der Philippinen antrat. Auge in Auge mit Hunderten von Mördern und Schwerverbrechern. Sie setzte sich durch und brachte die harten Jungs auf den richtigen Weg. Heute sind die Insassen berühmt für ihre perfekt choreographierten Tanzshows, im Internet sind sie millionenfach geklickt. Und dank des Tanzens ist die Gewalt und damit auch die Haftdauer radikal gesenkt. Marona Atiu dagegen hat nichts gegen 'lebenslänglich': Er möchte sein kleines, selbst angelegtes Inselchen neben der Hauptinsel Bora Bora nie mehr verlassen. Er lebt dort mit seinen beiden Hunden, das kristallklare türkisfarbene Meer gibt ihm Nahrung und sorgt für das nötige Kleingeld. Ab und zu ein bisschen Tauchen mit Touristen, gelegentlich der Besuch seiner Familie. Mehr braucht er nicht. Ein moderner Robinson.

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17:45 - 18:15, Arte
Gipfel der Genüsse

Auf der Hochebene Luncanilor in den rumänischen Karpaten lebt eine kleine Gemeinschaft von circa 70 Menschen. Durch ihre Abgeschiedenheit haben sie haben alle politischen Wirren schadlos überstanden. Bis heute führt keine Autostraße nach Luncanilor, es gibt dort Wölfe und Bären. Ab Juni muss jeder beim Heumachen helfen, die Wiesen werden noch immer mit der Sense gemäht. Beim Schafehüten wechselt man sich ab. Ein Auto besitzt keiner dort, der elektrische Strom kam erst vor ein paar Jahren. Milch, Käse, Fleisch, Mais, Kartoffeln, alle Lebensmittel produzieren die Menschen der Hochebene selbst, und diese Produkte sind von überragender Qualität. Legendär ist der selbstgebrannte Obstler von Onu Susan: 'Es gibt mehrere Aspekte, warum unser Obstbrand so gut wird: Erstens leben wir hier in einer ökologischen Bergregion, über 900 Meter hoch. Hier wächst eine sehr gute Zwetschgenart, die reich an Zucker ist. Ein zweiter Aspekt ist unsere lange Erfahrung beim Brennen und dann haben wir ein wunderbares Gebirgswasser, mit dem wir den Obstbrand versetzen und das wir auch beim Waschen der Fässer und Kessel verwenden.' Balmosch, ein Maisbrei, gekocht in purer Schafssahne, kommt traditionell fast täglich auf den Tisch. Ein Sprichwort sagt: 'Ein Mädchen darf erst dann heiraten, wenn es guten Balmosch zubereiten kann.' Livia Tatulea ist schon einige Jahre verheiratet: 'Man darf immer nur ein bisschen Mehl zugeben und muss dauernd rühren, dann bleibt der Balmosch locker und sämig, sonst wird er fest und zäh und schmeckt nicht. Als ich den ersten Balmosch machte, als junges Mädchen, ist er nicht besonders gelungen. Man braucht Zeit, bis man es wirklich beherrscht. Aber mittlerweile kann ich es.' Auf dem Hochplateau existiert eine intakte bäuerliche Welt, wie es sie so kaum noch gibt in Europa, nahe an den Ursprüngen - eine Welt, die schon viele Epochen unbeschadet überlebt hat. Doch die ersten Vorboten europäischer Lebensmittelgesetze werden auch in Rumänien spürbar. Bald dürfen die nicht normgerecht produzierten Waren nicht mehr in den Verkauf. Das kleine Paradies ist also in Gefahr.

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18:30 - 19:00, 3SAT
Lebensader Mekong

Asiens drittlängster Fluss, der Mekong, verbindet, trennt, ernährt und bewegt Millionen von Menschen. - Für 'Lebensader Mekong' folgt Nachrichten-Moderatorin Daniela Lager dem Flusslauf vom Delta am südchinesischen Meer bis ins Quellgebiet in Tibet. In der ersten Folge berichtet sie unter anderem über die Fischzucht in Vietnam und von Überlebenden des Terrorregimes der Roten Khmer in Kambodscha. Asiens drittlängster Fluss, der Mekong, verbindet, trennt, ernährt und bewegt Millionen von Menschen. Für 'Lebensader Mekong' folgt Daniela Lager, Moderatorin und Redakteurin des Nachrichtenmagazins '10vor10' des Schweizer Fernsehens, dem Flusslauf vom Delta am südchinesischen Meer bis ins Quellgebiet in Tibet. Ihre Reportage gibt Einblicke in eine Welt, die geprägt ist vom Lauf und den Launen des Flusses Mekong. Die Reise beginnt in Vietnam. Dort boomt das Geschäft mit dem vietnamesischen Pangasius. Die Fische werden allerdings unter zum Teil üblen Umständen gezüchtet. Die Folge ist eine enorme Verschmutzung des Flusswassers durch Antibiotika und andere Chemikalien. Weiter entlang des Mekongs folgt die kambodschanische Hauptstadt Phnom Penh. Dort ist eine neue Mittelschicht herangewachsen. Doch noch immer sind viele von Fortschritt und Reichtum ausgeschlossen, wie etwa die 500 Menschen, die in einem längst stillgelegten Kino in Armut und unter menschenunwürdigen Bedingungen leben müssen. Daniela Lager trifft bei ihrer Reise auch Thi Nguyen, deren Familie vor 30 Jahren von den Roten Khmer ermordet wurde. Sie hat als einzige überlebt und kämpft heute für eine bessere Zukunft.

19:30 - 20:15, Arte
Die Bogenschützin von Bhutan

Fast jeder männliche Bewohner Bhutans praktiziert die Kunst mit Pfeil und Bogen zu schießen - ein Relikt aus der kriegerischen Vergangenheit des buddhistischen Bergvolkes. Bei einem traditionellen Wettkampf treten jeweils zwei Dörfer gegeneinander an. Frauen dürfen die männlichen Kontrahenten dabei lediglich anfeuern. Doch in dem kleinen Dorf Radhi gibt es eine Ausnahme. Hier trainiert die 25-jährige Tshering Chhoden für Olympia. Als Frau darf sie an dem traditionellen Kräftemessen nicht teilnehmen, obwohl sie sich darauf vorbereitet, ihr Land vor der ganzen Welt zu repräsentieren. Tshering Chhoden gilt als Virtuosin mit Pfeil und Bogen. Das abgeschottete Bhutan hat sich erst in den letzten Jahren der Außenwelt geöffnet. Noch 1960 war ein fünftägiger Fußmarsch nötig, um in das Land zu gelangen. Damals begann König Wangchuk mit seiner vorsichtigen Modernisierungspolitik. Bis heute bestimmen er und seine Minister, wie viel Einfluss von außen sein Volk verkraftet, ob es reif ist für Elektrizität, Fernsehen oder Tourismus. Industrialisierung wird nur geduldet, wenn sie nicht gegen die hohen Umweltstandards verstößt. Westliche Entwicklungspolitiker betrachten den Himalayastaat als Musterland, doch das Volk steht nur zum Teil hinter dem Monarchen. Viele der überdurchschnittlich gut ausgebildeten jungen Menschen, von denen manche im Ausland studiert haben, fühlen sich bevormundet. Tshering Chhodens Alltag während der Olympiavorbereitungen ist typisch für das Zusammentreffen von Tradition und Moderne in Bhutan. Sie glaubt fest an Dämonen und Hexen und daran, dass ihre Tempelbesuche das Sportlerglück beeinflussen werden. Gleichzeitig trainiert sie mit einem professionellen Coach und moderner Hightechausrüstung.

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20:15 - 22:45, MDR
Budapester (Ver-)Führungen

Budapest war das Paris des Ostens, und jeder, der nach Budapest kam, war von Donau und Burgberg, von den traumhaften Bädern und der nostalgischen U-Bahn, von Margaretheninsel, Markthalle und den Kaffeehäusern, vom Nachtleben und den tollen Einkaufsmöglichkeiten begeistert. Doch wie sieht das heute aus? Wie zieht uns Budapest heute in den Bann? Madeleine Wehle und Johann Lafer haben sich auf Entdeckungsreise begeben und dabei viele Geschichten und Verführungen jeder Art entdeckt. Und sie hatten eine wundervolle Begleiterin: Zsuzsa Koncz.

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20:15 - 21:05, Arte
Die letzten Nomaden im Dschungel Borneos

Das Penan-Volk auf Borneo besteht aus nomadisch lebenden Jägern und Sammlern. Die industrielle Ausbeutung des Waldes zwingt sie, sesshaft zu werden. Wie wirkt sich das auf ihre Lebensgrundlage und Kultur aus?

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21:05 - 22:00, Arte
Der Tag, an dem die Weißen kamen

Die heute 62-jährige Yuwali ist 17, als ihre erste Begegnung mit 'Whitefellas' stattfindet. Sie gehört zu einer Gruppe von 20 Aborigines, die als letzte in der abgelegenen Great Sandy Desert auf traditionelle Weise leben und von der modernen Welt nichts wissen. Im Mai 1964 sollen in dieser Region Raketen getestet werden. Um eventuell dort lebende Menschen zu evakuieren, sendet die Regierung Patrouillen aus. Für die Doku ist Yuwali ins Lake-Gebiet zurückgekehrt. In bewegenden Worten schildert sie, wie ihre Gruppe von den 'Devilmen' hunderte Kilometer durch die Wüste gejagt wurde.

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Sonntag, 01.08.2010
06:00 - 06:45, Phoenix
Russlands kaltes Herz

Sibirien klingt hierzulande für viele hauptsächlich nach Verbannung und Straflagern, nach meterhohem Schnee und bitterer Kälte. In Russland bedeutet der Name viel mehr, steht für Grenzenlosigkeit und Unendlichkeit, ist Symbol für den Kampf gegen die Wildnis und Verweis auf den Reichtum an Rohstoffen. Die Eroberung des riesigen Gebietes zwischen Ural und Nordpazifik begann erst im 16. Jahrhundert. Abgeschlossen ist sie noch längst nicht. Der zweiteilige Film 'Russlands kaltes Herz' ist eine Reise entlang des Flusses Ob, der auf mehr als 4.000 Kilometern Sibirien vom Altai im Süden bis zur Karasee im Norden durchfließt. In der ersten Folge geht die Reise vom mittleren Ob in den Süden, wo die Chanten, Ureinwohnern Sibiriens, leben. Sie haben eine eigene Sprache, glauben an eine beseelte Natur und leben wie ihre Vorfahren: als Jäger und Sammler. Die Städte am Ob dagegen sind jung. Erst vor 30, 40 Jahren wurden sie in die unwirtlichen Sümpfe hineingebaut. In der Metropole Novosibirsk, heute Russlands drittgrößte Stadt, lebt und arbeitet ein moderner Sibirieneroberer, der amerikanische Geschäftsmann Eric. Er kam kurz nach der Perestroika aus Minnesota nach Russland und macht sein Geld mit Brot, Pizza und Kuchen. In Novosibirsk besitzt er heute mehrere Konditoreien, Cafés, Restaurants und Nachtclubs.

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06:45 - 07:30, Phoenix
Russlands kaltes Herz

Der 'Tag der Ölarbeiter' ist ein wichtiger Feiertag am mittleren Ob. Denn aus ganz Russland und den angrenzenden Republiken zieht diese Region Tausende von Arbeitskräften an, die in der sibirischen Öl- und Gasförderung hohe Löhne erzielen. Für die meisten von ihnen ist es ein Abenteuer auf Zeit. Wenn sie glauben, genug verdient zu haben, gehen sie wieder zurück in ihre Heimat.

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08:30 - 09:00, Phoenix
Kambodscha

Vor nur 30 Jahren war Phnom Penh eine Geisterstadt - die verlassene Hauptstadt eines ausgebluteten Landes. 1975 wurden alle Städter aufs Land deportiert, um dort Feldarbeit zu leisten. Phnom Penh war innerhalb von 24 Stunden komplett entvölkert. Bis 1979 regierten die Roten Khmer mit grausamer Härte und brachten Kambodscha Leid und unvorstellbares Elend. In dem vierjährigen Terrorregime Pol Pots gab es keine Schulen und Krankenhäuser, und die gesamte geistige Elite des Landes wurde ermordet. Rund zwei Millionen Menschen kamen ums Leben, knapp ein Fünftel der Bevölkerung. Während die Kambodschaner auf die Bestrafung der Verantwortlichen hoffen, die heute vor einem internationalen Gerichtshof stehen, begegnet man in Phom Penh überall den Folgen des vierjährigen Terrorregimes. Es ist eine leise Armut - Bettler und vor allem Kinder, die versuchen, ein bisschen Geld zu verdienen, die stehlen und sich prostituieren. Kein Wunder, dass Kambodscha inzwischen das Land mit der höchsten HIV-Infektionsrate in ganz Asien ist. Vor allem die junge Generation, die zum Aufbau des Landes beitragen könnte, ist mit dem Virus infiziert.

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09:05 - 09:20, Arte
Alle Kinder dieser Welt

Mitten im Regenwald leben die Yawalapiti-Indianer an einem Nebenfluss des Amazonas, dem Xingú-Fluss. 'Sonnenfreude', so heißen übersetzt die feierlichen Kuarup-Riten, mit denen sie einer alten Legende folgend die Toten ehren: Die Energie wandelt sich, die Traurigkeit weicht der Freude. Der ganze Stamm ist bei den Vorbereitungen beteiligt: Klein und Groß sammeln die herzförmigen Schoten des Annattostrauchs. Aus den Samen stellen die Yawalapiti-Indianer eine Farbe zur Bemalung der Körper mit traditionellen Symbolen her. Ebenfalls ein wichtiger Bestandteil: die Maniokpflanze. Sie dient dem Indianerstamm als Grundnahrungsmittel, vergleichbar mit Weizen und Kartoffeln in Europa. Aus ihren Wurzelknollen wird Mehl hergestellt und zu Mahlzeiten verarbeitet. Die Männer fällen im Regenwald einen großen Baum, dessen Stamm für die Trauerriten benötigt wird. Dieser wird mit Federn geschmückt, sogar das Gesicht des Verstorbenen wird aufgemalt. Mit traditionellen langstieligen Flöten und Tänzen werden die Kulthandlungen eingeführt. Die Zeremonie dauert die ganze Nacht.

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13:30 - 14:00, Arte
Reiseskizzen aus ...

Island, die Insel aus Feuer und Eis, liegt am Rande des Polarkreises. Die reiselustige Malerin Anne Steinlein stellt das kontrastreiche Land vor. Sie besucht unter anderem die Hauptstadt Reykjavík, die Fjorde im Nordwesten der Insel und den Gletschervulkan Snæfellsjökull.

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17:05 - 17:30, B3
Fernweh

Am blutsaugenden Grafen hat es wohl kaum gelegen, dass das Land jahrhundertelang eine Art 'Hinterhof Europas' war. Doch die Abgeschiedenheit hatte auch ihr Gutes. Denn in Rumänien, mittlerweile auch politisch ein Teil Europas, hat sich eine Ursprünglichkeit erhalten wie nirgendwo sonst in den EU-Staaten. Was sich dem Reisenden jedoch als malerisch präsentiert, ist für die Einheimischen mit einem harten und oft entbehrungsreichen Leben verbunden. Ob in der einzigartigen Urlandschaft des Donaudeltas oder in der archaisch schönen Region von Siebenbürgen mit ihren ehemals deutschen Siedlungen Kronstadt und Hermannstadt - das rückständige Land zieht den Urlauber in seinen Bann. Einzig Bukarest, die Hauptstadt, präsentiert sich mit den Relikten eines größenwahnsinnigen Diktators als historisches Mahnmal einer politischen Ära.

17:15 - 18:00, SWR
Traumflug durch Afrika

Abenteuercamps im Okavango-Delta von Botswana steuert Thilo Kaiser immer wieder gern an. Ein Abend in Sambia endet mit Lagerfeuerromantik in den Weiten des Kafue-Nationalparks. Über Bujumbura, Hauptstadt von Burundi, wird Gitega, Sitz eines katholischen Erzbistums und Partnerstadt des deutschen Bistums Eichstätt, angeflogen. Nach der Reise über das fantastische Hochland von Burundi und den immergrünen Bergregenwald Nyungwe wird unter anderem im Bwindi-Nationalpark mit seinen berühmten Berggorillas gestoppt. Weitere Stationen: der legendäre Viktoria-Nil in Uganda, der sagenumwobene Mount Kenia mit seinen First-Class-Lodges, der Flamingo-See Nakuru und Nairobi mit der kolonialen Blixen-Farm. Endpunkt der Reise: die Insel Lamu vor der kenianischen Küste, ein farbenfroher Schmelztiegel afrikanischer und arabischer Kultur und Tradition. 'Traumflug durch Afrika' ist eine optisch opulente Reise voller Erlebnisse und Abenteuer.

Traumflug durch Afrika' ist eine optisch opulente Reise voller Erlebnisse und Abenteuer.

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20:15 - 21:00, Phoenix
Alaskas Vulkaninseln - Die Aleuten

Die Inselgruppe Aleuten zieht sich von Alaska rund 1750 km über den Nordpazifik bis hin zu den russischen Kommandeurinseln. Ein Großteil der aktiven Vulkane Alaskas findet sich dort. Ein Kamerateam filmte die Landschaften und endet bei der letzten Insel Attu, die direkt vor Russland liegt. Der erste Teil beginnt mit der Hauptinsel Unalaska und dokumentiert die Lebensweise der Ureinwohner.

Vor etwa 11.000 Jahren, als die letzte Eiszeit endete, bildeten die Aleuten mit den Kommandeurinseln eine teils ununterbrochende Landbrücke - die Beringbrücke.

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21:00 - 21:45, Phoenix
Alaskas Vulkaninseln - Die Aleuten

Das Kamerateam besucht die Ureinwohner der Hauptinsel Unalaska. Diese gewähren einen Einblick in ihre Kultur und Sprache. Auf dem Weg dorthin wird das Kamerateam Zeuge eines Vulkanausbruchs auf der Nachbarinsel Umnak. Erst Wochen später konnte eine Rancher-Familie dorthin wieder zurück. Mit der US-Küstenwache geht es danach auf die letzte der Aleuten-Inseln, Attu.

Es herrscht ein feuchtes, raues Klima mit 120 bis 250 Regentagen jährlich. Die Sommertemperaturen betragen 10 bis 13 Grad; im Winter sind es minus 5 bis 2 Grad.

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Montag, 02.08.2010
09:15 - 09:55, Arte
China - Im Land der Dong

Millionen von Jahren alte Karstlandschaften, in Nebel gehüllte Gipfel, beeindruckende Wasserfälle: Die chinesische Provinz Guizhou übt von jeher eine unbeschreibliche Faszination auf Abenteurer und Anthropologen aus. Die Region ist die Wiege einer der ältesten Zivilisationen Südwestchinas, der Dong. Ihr Land trägt den Beinamen 'Ozean der Lieder', denn alte Mythen und Traditionen sind hier auch heute noch wesentlicher Bestandteil des täglichen Lebens. Sie werden mündlich überliefert und spielen eine große Rolle für den Erhalt der kulturellen Identität der Dong. Seit Generationen lebt dieses Volk in großer Harmonie mit der sie ernährenden 'Mutter Erde', für die es eine tiefe Achtung empfindet.

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09:45 - 10:15, 3SAT
Burkina Faso - Madame Fantas Kampf gegen den Klimawandel

Mit Handy und Moped knattert Madame Fanta durch die Hirsefelder. Sie ist auf dem Weg nach Bouloye, wo die Frauen des Dorfs sie vor ihren traditionellen Rundhütten erwarten. Über 300 Familien leben dort, und wie alle Menschen am Sahel leiden sie unter den Folgen des Klimawandels. Seit Jahrzehnten fallen die Niederschläge in dem kleinen Wüstenstaat immer unregelmäßiger. Eingestürzte Erdhütten, zerstörte Brücken und Straßen zeugen von der zerstörerischen Kraft der aus dem Gleichgewicht geratenen Natur: Monatelang fällt kein Tropfen Regen, dann kommt der Niederschlag mit solcher Gewalt, dass er alles mit sich fortreißt. Die Folge: Die Menschen in Burkina Faso, einem der ärmsten Länder der Welt, kämpfen beständig gegen Hunger, Mangelernährung und Tod. Ganze Dörfer werden von Wanderdünen begraben, der wenige fruchtbare Boden versandet. Fanta ist eine gefragte Frau. Als 'Animatrice' betreut sie zahlreiche Dörfer in der Region und vermittelt Wissen über nachhaltigen Landbau, Wirtschaft und Entwicklung. Unter ihrer Anleitung werden neue Bewässerungssysteme gebaut und Gemüsegärten in der Wüste angelegt. Es werden Fraueninitiativen, Sparclubs und Getreidebanken gegründet, neue Existenzen aufgebaut und Alphabetisierungsprogramme ins Leben gerufen. Madame Fantas Ziel: In zehn Jahren soll die Wüste rund um Dori in einen blühenden und ertragreichen Garten Eden verwandelt werden.

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13:15 - 14:00, 3SAT
Im Land der Generatoren

Albanien war jahrzehntelang von allen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Europa ausgeschlossen. Der Staat auf dem südlichen Balkan zählt ökonomisch zu den Bedürftigsten des Kontinents. Bei der Stromversorgung seiner Bürger ist Albanien sogar Schlusslicht. Vor allem im Winter gehören Stromausfälle zur Tagesordnung: Die Stromleitungen brechen überlastet zusammen, wenn durch die Nutzung von privaten Elektroheizungen der Stromverbrauch stark ansteigt. Da Albanien den Löwenanteil seines Stroms aus Wasserkraftwerken gewinnt, wird die Stromversorgung aber auch im Sommer erheblich eingeschränkt, denn die Stauseen trocknen bei anhaltender Hitze aus. Strom muss dann importiert werden. Doch auch das ist problematisch. Viele Elektrizitätswerke und Stromleitungen Albaniens sind veraltet und renovierungsbedürftig, ein gut ausgebautes Verbindungsnetz zu den Nachbarstaaten existiert nicht, und der Strom aus dem Ausland muss mit Devisen bezahlt werden, die der albanische Staat nicht hat. Der Film 'Im Land der Generatoren' zeigt den Alltag der Albaner, die in ganz unterschiedlicher Weise mit dem Strommangel zurechtkommen müssen - im Zentrum der Hauptstadt Tirana, in den Armenvierteln am Rand der Stadt und im krisengeschüttelten Norden des Landes.

14:00 - 14:30, 3SAT
Letzte Ausfahrt: Pamir Highway

Es ist eine der unzugänglichsten Ecken dieser Erde: Das Pamir-Gebirge mit seinen zum Teil über 7.000 Meter hohen Gipfeln im Osten des kleinen Tadschikistans gehört zu den beeindruckendsten Landschaften der Welt. Seit Kurzem ist die M41 wieder offiziell befahrbar, die Straße, die sich am Dach der Welt in schwindelerregender Höhe zwischen der afghanischen, der pakistanischen und der chinesischen Grenze entlangschlängelt. Trotz der kargen Natur ist die Landschaft voller Geschichte: Die Perser waren dort, Alexander der Große wollte von dort aus die Ostgrenze seines Weltreichs sichern. Die großen Entdecker bewunderten noch Jahrhunderte danach eine Kulturlandschaft, die zuletzt von den Kommunisten in Moskau willkürlich geteilt wurde. Der Film 'Letzte Ausfahrt: Pamir Highway' berichtet über jahrtausendealte Städte in vergessenen Winkeln, über Paläste in der Wüste sowie über Nomaden und Lastwagenfahrer, Grenzbeamte und Dorfbewohner - all jene, die versuchen, mit der rauen Natur in der atemberaubenden Höhe zu leben.

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14:00 - 14:45, Arte
Flüsse der Welt

Der Colorado entspringt in den Rocky Mountains, im US-Bundesstaat Colorado. Bis er in Mexiko in den Pazifik mündet, legt er mehr als 2300 Kilometer zurück. Auf seinem Weg durch den amerikanischen Westen passiert der majestätische Fluss Monument Valley, dessen Steinformationen zu den ältesten der Erde gehören. Weiter gehts durch zahlreiche Schluchten, darunter Marble Canyon und Grand Canyon.

Den deutschen Kommentar spricht Christian Brückner (66), Synchronstimme von Robert De Niro und einer der renommiertesten Sprecher Deutschlands.

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14:30 - 15:00, 3SAT
Frühling in Armenien

Die Armenier sind berühmt für ihren Kognak und für ihre Geschäftstüchtigkeit. Ihr kleines steiniges Land am Kaukasus war eine frühe Hochkultur und ihre Sprache eine der ersten Schriftsprachen der Welt. Heute ist es eine christliche Enklave im Schatten des alles überragenden Berges Ararat, umgeben von drei islamischen Staaten. Bodenschätze gibt es nicht, und zwei geschlossene Grenzen zur Türkei und zu Aserbeidschan behindern den Handel. Das Land überlebt dennoch, weil Armenier zusammenhalten: Millionen von Exil-Armeniern in aller Welt überweisen regelmäßig Geld in die Heimat, davon lebt das ganze Volk. Udo Lielischkies reiste für seinen Film 'Frühling in Armenien' durch das karge, aber wunderschöne Land.

15:00 - 16:00, SWR
Planet Wissen  

Die Rocky Mountains sind eine der faszinierendsten Berglandschaften unserer Erde. Hier liegt der älteste Nationalpark der Welt, der 1872 gegründete Yellowstone Nationalpark - heute UNESCO-Weltnaturerbe. Einst zogen Indianer und die ersten Trapper durch die einsame Bergwelt der Rockys, Goldsucher und Siedler folgten ihnen auf der Suche nach einem bisschen Glück. Zweihundert Jahre später haben die Rocky Mountains immer noch nichts von ihrem Mythos und ihrer überwältigenden Naturgewalt verloren. Rüdiger Glaser, Professor für Geographie, erforscht und bereist die Rocky Mountains seit mehr als 20 Jahren. In Planet Wissen berichtet er von spannenden Begegnungen mit Bären und Blackfeet-Indianern und verrät, warum im Yellowstone ein neuer Vulkanausbruch bevorstehen könnte.

15:15 - 16:00, NDR
Australiens Channel Country

Das Channel Country im Outback ist eines der trockensten Gebiete Australiens. Trotzdem wird dort seit 150 Jahren Viehzucht betrieben. Das Leben ist hart, staubig und eintönig. Die Dürre der letzten Jahre war extrem. Aber alle fünf bis zehn Jahre verwandelt sich diese Welt, explodiert buchstäblich das Leben, und die Wüste blüht. Nach den außergewöhnlich starken Monsunregen im Januar und Februar 2004 dringt mehr Wasser als sonst in die ausgetrockneten Flussbetten und fließt durch unzählige kleine Kanäle, Bäche und Spalten langsam nach Süden in Richtung auf den Lake Eyre-Salzsee. Die Natur erwacht wie nach einem langen Schlaf. Es grünt und blüht überall, riesige Schwärme von Wasservögeln tauchen plötzlich auf, und die Rinderzüchter strahlen, denn ihr Land steht unter Wasser. Gerd Pohlmann beobacht, wie sich dieses Naturschauspiel auf das Leben der Familien auswirkt, deren Farmen 50.000 Hektar und noch größer sind und in der Regel Hunderte von Meilen auseinanderliegen. Das einzige Transportmittel ist das Sportflugzeug. Fliegen ist eine Selbstverständlichkeit für alle Familienmitglieder, und sei es, um die Kinder zum Geburtstag des Nachbarkindes - 200 Kilometer entfernt - zu bringen.

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16:00 - 16:45, H3
Das Burgenland - wo Österreich halb ungarisch ist

Fast tausend Jahre gehörte das Burgenland zu Ungarn. Kein anderes Bundesland - abgesehen von der Metropole Wien - weist so viele Sprach- und Volksgruppen auf wie das schmale und lang gezogene Gebiet ganz im Osten Österreichs. Obwohl der Name sich auf vier Komitatsburgen bezieht, denen das Land früher unterstand, trägt das Burgenland diesen Namen zu Recht: Ganze 68 Burg- und Wehranlagen erinnern an Zeiten, als das Grenzland hart umkämpft war. Heute sind die zum Teil gut erhaltenen historischen Gemäuer aus dem Besitz der Esterhazys und Batthyanys touristisch erforschbare Kostbarkeiten. Meist kennt man das Burgenland über seine landschaftlichen Reize wie den Neusiedler See und den angrenzenden Seewinkel, die Storchenstadt Rust oder die bodenständige Weinkultur im Kellerviertel. Doch das seit 1921 zu Österreich gehörende, klimatisch begünstigte Ländchen hat mehr zu bieten. Seine ehemalige Rückständigkeit erweist sich heute als Kapital: Blaudruck, Korbflechten und Töpfern im Einmannbetrieb, altertümliche Märkte und Feste - und daneben die Gegenwart in Form schick gestylter Thermen und Wellnessanlagen, origineller Nobelherbergen und traditionsbewusster Gastronomie. Dazu einmal jährlich die berühmten Haydn-Festspiele in Eisenstadt - das Burgenland wartet darauf, entdeckt zu werden.

16:15 - 17:00, 3SAT
Moskau, Jalta, Kiew - Eine Zugreise

Moskau, Bahnhof Pawelezkaja: Hier startet Filmautor Klaus Schwagrzinna zu einer Abenteuerreise, über 6500 km in drei Wochen. Er erlebt deutsche Geschichte in Wolgograd. In Sotschi, dem Nobelbadeort von Präsident Putin, badet er mit den Reichen und Schönen im Schwarzen Meer, durchstreift Weinberge auf der Krim und fährt durch Moldawien bis nach Kiew.

Die Stadt Sotschi hat gut 331.000 Einwohner und ist für ihre Sommersporteinrichtungen bekannt. Die dortige Tennisschule hat z.B. die Stars Maria Scharapowa und Jewgeni Kafelnikow hervorgebracht.

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18:05 - 19:00, Arte
Die Kichwa-Krieger und das Öl

Der Regenwald Ecuadors beeindruckt mit grandioser Natur. Aber im Norden sind weite Teile durch die Ölförderung verseucht. Wenige Einheimische wehren sich gegen die Verschmutzung. Ein '360°'-Filmteam hat sie besucht.

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18:30 - 19:15, Phoenix
Die Teeroute

Vom Südwesten Chinas bis nach Tibet folgt die Reihe der jahrtausendealten Teestraße, auf der die kostbare Fracht einst transportiert wurde. Im 1. Teil gehts um Bräuche und Traditionen.

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19:30 - 20:15, Arte
Flüsse der Welt

Die Quellen des Orinoko liegen im beinahe unzugänglichen Grenzgebiet zwischen Venezuela und Brasilien. Bis zu seiner Mündung im Atlantik legt der Strom mehr als 2000 Kilometer zurück. Dabei durchfließt er die Gebiete zahlreicher indigener Völker , die teilweise jeden Kontakt mit der westlichen Zivilisation meiden.

Die Warao sind mit rund 30.000 Angehörigen die zweitgrößte indianische Ethnie in Venezuela.

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Dienstag, 03.08.2010
09:15 - 09:55, Arte
Niger - Ein Zelt zur Hochzeit

Rhaissa ist ein Tuaregmädchen im Niger und hütet Schafe. Sie blickt scheu in die Kamera und lacht über das, was ihre Freundin Fatima über den Mann sagt, der in wenigen Tagen ihr Ehemann sein wird. Er sieht wohl nicht besonders gut aus und wirkt auch nicht sonderlich stolz. Doch Rhaissa wird ihn heiraten. Es wurde um ihre Hand angehalten, die Eltern willigten ein und Rhaissa fügt sich dem Schicksal. Ein letztes Mal wird sie die Schafe hüten, auf den Hügeln singen und ein Mädchen sein. Danach wird sie mehrere Tage im Zelt ihrer Mutter verbringen. Das Heiratsritual verlangt, dass die zukünftige Braut bis zur Hochzeitsnacht weder spricht noch das Zelt der Mutter verlässt. Doch andere erzählen an ihrer Stelle, was sie verschweigen muss. Die Dokumentation ist ein feinfühliges Porträt eines jungen Mädchens. Sie vermittelt Einblicke in eine Kultur mit einem anderen Zeitgefühl, eigenen Werten und einer anderen Auffassung von der Liebe.

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12:00 - 12:45, Arte
Traumhafte Küsten

Aufgrund seiner faszinierenden Landschaften und herrlichen Strände entwickelt sich Mosambik im Südosten Afrikas zu einem beliebten Reiseziel. Seit 1992 herrschen politische Stabilität und Demokratie im Land, so dass die Zahl der Touristen steigt. Die Südküste konnte daher wenigstens zum Teil zu ihrem verblichenen Glanz zurückfinden. Die Hafenstadt Maputo ist inzwischen wieder ein belebtes Handelszentrum. Und zumindest hier in der Hauptstadt spielen Frauen im politischen und gesellschaftlichen Leben eine wichtige Rolle. Auch in kultureller Hinsicht hat Mosambik einiges zu bieten, sei es in den Bereichen Musik und Film oder Architektur und Malerei.

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14:00 - 14:45, Arte
Flüsse der Welt

Der Mekong ist eine der großen Lebensadern der Erde. Er entspringt im Himalaya in einer Höhe von rund 5000 Metern, fließt nach Laos hinab, verlangsamt dann sein Tempo, um wieder zu beschleunigen, bevor er schließlich Kambodscha und Vietnam durchquert. Auf seiner bewegten, 4200 Kilometer langen, Reise bildet der Strom die Lebensgrundlage für Millionen von Fischern, Händlern und Bauern.

Mit mehr als 1200 Fischarten , sowie zahllosen Vogel- und Reptilienarten gehört der Mekong zu den fünf artenreichsten Flüssen der Erde.

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15:15 - 16:00, WDR
Das Dschungel-Orchester

Im Norden Boliviens liegt das 4000-Seelen-Dorf Urubichá. Dort gibt es keine Autos, auf den Wegen tummeln sich Schweine. Ein einziges Telefon verbindet den Ort mit der Außenwelt. Dennoch musiziert in Urubichá ein Barockorchester - jedes vierte Kind beherrscht ein Instrument. Grund: Mit Musik wurden einst die Ureinwohner missioniert. Ein Filmteam beobachtet das Orchester bei Proben und Auftritten.

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15:30 - 16:00, 3SAT
Geheimnisvolles Afrika

Eine der letzten Abenteuerreisen auf dem afrikanischen Kontinent führt in den Niassa-Nationalpark im Norden Mosambiks. Im Unterschied zu den anderen Nationalparks im Süden des Kontinents ist der Park nicht eingezäunt, denn er ist viel zu groß dafür. Der jahrzehntelange Bürgerkrieg im Sudan und der ungeklärte Grenzverlauf haben das Dreiländereck Sudan, Kenia und Äthiopien ebenfalls zu einem Stück unberührtem Afrika gemacht. Auch in Ägypten findet sich noch viel Natur. Die größte aller Oasen Ägyptens ist gleichzeitig die schönste: Dakhla, inmitten der Einsamkeit und der Magie der 'Großen Sandwüste', der Sahara, gelegen. Der Film 'Geheimnisvolles Afrika' zeigt die schönsten Naturlandschaften in Mosambik, Sudan und Ägypten.

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16:00 - 16:30, 3SAT
Mit dem Bus durch Afrika

Durch Afrika zu reisen, ist schon exotisch genug. Aber das Ganze dann auch noch in einem rollenden Hotel, das ist Abenteuer pur. Die Urlauber wissen, dass sie mit dem Komfort beziehungsweise 'Nicht-Komfort' einer solchen Reise zurechtkommen müssen. Dafür werden sie aber auch mit großartigen Erlebnissen belohnt: Die Reise führt durch Naturreservate und über Wüstenpisten. Man rastet mitten im afrikanischen Busch, oft auf Strecken, die sonst selten ein Tourist zu sehen bekommt. Der Film 'Mit dem Bus durch Afrika' begleitet die abenteuerliche Reise.

16:30 - 17:00, 3SAT
Die Oase des Lichts

Marco Polo nannte die Wüstenstadt Yazd einst 'die Edle'. Vieles scheint seit damals unverändert: Noch immer werden die alten Windtürme gebaut, und die Bewohner achten weiterhin die Bräuche aus der Zeit der persischen Antike. In der Stadt leben zahlreiche Anhänger des Propheten Zarathustra, des vorislamischen Heiligen, und lassen noch die alten geweihten Feuer brennen. Die Menschen versuchen außerdem, das alte Bewässerungssystem der Perserkönige Darius und Xerxes zu erhalten und ziehen an bestimmten Tagen des Jahres zu heiligen Höhlen des persischen Altertums. Der Film 'Die Oase des Lichts' stellt die Wüstenstadt Yazd und ihre Bewohner vor.

17:00 - 17:45, 3SAT
Libyen - Reise in ein unbekanntes Land

Libyen ist ein schwer erreichbares Wüstenland mit bizarren Gebirgen, sagenumwobenen Seen inmitten der endlosen Sahara, legendären Ruinenstätten und einer Mittelmeerküste, die seit der Antike ein Brennpunkt der Geschichte war. Jahrelang blieb die 'Große Sozialistische Libysch-Arabische Volks-Jamahirya' für westliche Besucher weitgehend verschlossen, sodass über Libyens Kultur und seine Bewohner kaum etwas bekannt ist. Schlagzeilen über Terrorismus und Giftgas bestimmen das politische Image dieses Staats, den Erdölvorkommen zum reichsten Land Afrikas werden ließen. Die Reise durch Libyen führt von Tripolis, dem 'Tor zu Afrika', über den Jebel Nafusa zum legendären Karawanenstützpunkt Ghadames und weiter zur Oase Ghat, einer Hochburg der Tuareg im äußersten Südwesten des Landes. Der letzte Teil des zweiteiligen Films 'Libyen - Reise in ein unbekanntes Land' stellt das moderne Libyen vor. Außerdem führt die Reise durch die Sahara zurück zur libyschen Mittelmeerküste, vorbei an prähistorischen Felsbildern im Akakus-Gebirge und grandiosen Ruinenstätten wie Leptis Magna aus römischer Zeit.

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17:45 - 18:30, 3SAT
Skizzen aus Marokko

Von Marrakesch aus geht es über den Atlas nach Süden. Die Passstraße fällt beständig, allmählich färbt sich der Boden grün. Entlang des Draa-Flusses führt der Weg nach Zagora. Die zweitgrößte Oase Marokkos mit ihren Hunderttausenden von Dattelpalmen war einst der größte Umschlagplatz für den Sklavenhandel. Die Haratine, die Nachkommen der Sklaven, bilden noch heute die unterste Schicht der Gesellschaft. Durch wüstenhaftes Land geht es westwärts in die fruchtbare Sous-Ebene. In den Weizenfeldern stehen Arganienbäume, in denen Ziegen herumklettern, um die Früchte und die Blattspitzen der Pflanzen zu erreichen. In Taroudant gibt es einen besonders schönen Markt: Dort werden erlesene Teppiche angeboten und Holzgegenstände unter offenem Himmel hergestellt. Im Antiatlas haben die Menschen die Flanken der Berge terrassiert. Zur Erntezeit werden die Dreschplätze gereinigt. Dann laufen Esel und Maultiere im Kreis und treten die Körner aus den Getreidehalmen. Die Orte wirken wie Festungen aus Stein. Das Zentrum bildet ein prächtiger Agadir, eine Burg für die Vorräte der Dorfbewohner. Denn im Sommer ziehen viele Familien mit ihren Herden auf hochgelegene Weiden. Nur wenige Männer, Vertraute der Dorfgemeinschaft, müssen dann das Getreide für den Winter, Wertsachen der Familien und die amtlichen Urkunden gegen räuberische Eindringlinge bewachen. Im Tal der Ammeln hängen die roten Dörfer wie Vogelnester am Steilabhang des Gebirges, darunter liegen ihre fruchtbaren Oasen mit Getreidefeldern und Oliven. Das kostbare Wasser aus den Bächen wird in Zisternen gesammelt und sorgfältig, nach Besitz jeder Familie bemessen, in einem ausgeklügelten System auf die Felder geleitet. Die dritte Folge der dreiteiligen Reihe 'Skizzen aus Marokko' stellt den Süden des Landes vor.

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18:30 - 19:15, Phoenix
Die Teeroute

In China wird die Teestraße auch 'Straße des Tees und der Pferde' genannt, denn das eine wäre ohne das andere nicht denkbar. Bereitwillig berichten einige Karawanenführer über Freuden, Überraschungen und Gefahren, die sie in ihrer zum Teil über 30-jährigen Arbeit auf der 4.000 Kilometer langen Route erlebt haben. Oft verschwimmen in den Erzählungen dieser Männer die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Legende. Shiping ist eine der wichtigsten Stationen auf der Teestraße. Zum alljährlichen Frühjahrsfest kommen Besucher aus der ganzen Provinz und sogar aus anderen Regionen hierher. Dann wimmelt es in den Karawansereien vor Betriebsamkeit, arbeiten die Handwerker doppelt so schnell und sind die Geschäfte Tag und Nacht geöffnet. Der ganze Ort fiebert dem Höhepunkt des Festes entgegen: der Stelzenparade. Die Dokumentation zeigt diesen fantastischen Umzug, bei dem prächtig ausstaffierte Ritter auf riesigen Stelzen in den engen Dorfgassen die legendären Kämpfe der drei Königreiche nachstellen. Vorgestellt wird auch die einzige noch bewirtschaftete Karawanserei, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Wie die Karawanenführer von einst werden heute Reisende hier bewirtet und unterhalten. Ein besonderer Höhepunkt ist eine wundervolle Schattentheateraufführung.

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18:30 - 19:00, 3SAT
Expedition Wissen

Eine Reise durch den Westen Kanadas ist vor allem ein intensives Naturerlebnis: Es gibt riesige Regenwälder zu entdecken, schneebedeckte Gipfel und Wasserfälle, Schwarzbären und Viehherden. Auf Vancouver Island am Pazifik kann man raue Küsten, lange Strände und Orcas bestaunen. Die Provinz British Columbia ist aber auch bekannt für ihre Ureinwohner, die First Nations. Nach einer Politik der Zwangsassimilierung, die bis in die 1980er Jahre reichte, erleben viele Volksstämme derzeit eine kulturelle und wirtschaftliche Renaissance. 'Expedition Wissen' begleitet eine Familie aus Dortmund, die per Wohnmobil Kanadas Westen durchquert. Dabei müssen die Familienmitglieder ihre romantischen Vorstellungen über das Leben der 'Indianer' und 'Trapper' mehr als einmal korrigieren.

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20:15 - 21:00, WDR
Das blaue Wunder

Das Archipel liegt vor der Küste Papua Neuguineas. Viele der Tierarten sind einmalig und noch völlig unbekannt. Die Bevölkerung lebt in der Tradition der Vorfahren. Erst 2001 drangen Wissenschaftler in die Korallenriffe vor. Jetzt ist das Idyll bedroht: Pharmaforscher, Fischgroßhändler und Holzfirmen plündern den Naturschatz Raja Ampats.

2006 wurde hier ein Hai entdeckt, der auf seinen Flossen über den Meeresgrund läuft.

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22:00 - 22:30, WDR
Rio de la Plata - SOS am Silberfluss

'SOS am Silberfluss'. Oskar 'Chiqui' Bruzzone ist ein erfahrener Kapitän. Mit seinem Kahn transportiert er im argentinischen Flussdelta alles von Baumaterial über Lebensmittel bis hin zu Pferden.

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Mittwoch, 04.08.2010
09:15 - 10:05, Arte
Mit den Wüsten-Hebammen bei den Tuareg

In der Region Adrar im Grenzgebiet zwischen Mali und Algerien prägen unwirtliche Sanddünen und felsige Bergmassive das Landschaftsbild. Ihre Bewohner, die Tuareg, sind Nomaden und leben in erster Linie von der Wanderweidenwirtschaft. Die Lebensbedingungen sind hart und ärztliche Versorgung ist oft unerreichbar. Kindersterblichkeit und Kindbetttod sind hier so hoch wie kaum sonst auf der Welt. Mit Unterstützung der Hilfsorganisation 'Ärzte der Welt - Belgien' bemüht sich die malische Regierung um eine Verbesserung der Gesundheitsfürsorge in der Region. So wurden über 200 einheimische Hebammen geschult, um Geburtshilfe unter bestmöglichen hygienischen Bedingungen leisten zu können oder komplizierte Geburten so frühzeitig zu erkennen, dass die Gebärende noch in ein Krankenhaus gebracht werden kann. Die Wander-Hebammen tragen einen wichtigen Teil dazu bei, die Lebensumstände der Tuareg zu verbessern.

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10:30 - 11:15, Arte
China - Die mächtigen Frauen vom Lugu-See

Hoch oben in den Bergen im Südwesten Chinas liegt in einer abgelegenen Region zwischen den Provinzen Yunnan und Sichuan der Lugu-See. An seinen Ufern lebt das Volk der Mosuo in einer matriarchalisch geprägten Gesellschaft. Seit 2.000 Jahren haben dort die Frauen das Sagen. Die älteste Frau eines Mosuo-Haushalts bestimmt über alle Tagesangelegenheiten. Sie ist oft die Einzige, die für den Unterhalt der Familie sorgt. So etwas wie eine Ehe im europäischen Sinne gibt es nicht. Die Kinder leben im Haushalt der Mutter und werden von den Frauen und deren Clans aufgezogen. Der Besitz vererbt sich von der Mutter an die Töchter. Und männliche Bezugspersonen finden die Kinder unter den Brüdern ihrer Mutter. Abgeschieden vom Rest der Welt herrscht bei den Mosuo ein harmonischer Lebensstil, was auch am Fortbestand der religiösen Überzeugungen der Mosuo liegt. Die vorherrschende Religion ist der tibetische Buddhismus. Nun aber werden diese Gesellschaft und ihre Lebensweise durch das Vordringen der Moderne bedroht. Im Gespräch bangt Yeshe Tsultim, der Lama der Mosuo, um die Zukunft des Mosuo-Volkes.

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11:15 - 12:00, Arte
Argentinien - Der Kampf der Wichí

Francisco kommt mit 13 anderen Wichí-Häuptlingen nach Buenos Aires. Die meisten von ihnen haben ihre Dörfer zuvor noch nie verlassen. Als Vertreter des Wichí-Stammes sind sie in die Hauptstadt gereist, um den Kampf mit der argentinischen Staatsregierung aufzunehmen. Um ihre Kultur zu bewahren, streben die Wichí an, die Kontrolle über das Land ihrer Vorfahren auszuüben, auf das sie auch durch verschiedene Verträge und Abkommen ein unabdingbares garantiertes Anrecht besitzen. Doch dieses Recht durchzusetzen ist keine leichte Aufgabe. In ihrem Kampf haben es die Wichí nicht nur mit der Staatsmacht zu tun, sondern sie kämpfen gleichzeitig gegen bestechliche Politiker, Drogenbarone, Erdölmagnaten und mächtige Viehzüchter. Der norwegische Filmemacher Magne Sleire hat die Lebensumstände der Wichí vor Ort mit der Kamera dokumentiert. Fünfmal hat er sie innerhalb von drei Jahren besucht. Mit einem Dolmetscher als einzigem Begleiter lernt er die Lebensweise der Wichí hautnah kennen. Zu Wort kommen unter anderem die beiden Häuptlinge Pascal Perez und Francisco Perez, die mit ihren Familien in der nördlichen Provinz Salta leben.

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12:00 - 12:45, Arte
Inselträume

Genau am Schnittpunkt von Äquator und Nullmeridian, wo nördliche und südliche Hemisphäre aufeinandertreffen, liegen die Inseln São Tomé und Príncipe. Der Inselstaat ist der größte Kakaoproduzent Afrikas und zieht Arbeitskräfte vom gesamten Kontinent an. Die Hauptinsel São Tomé wurde am 21. Dezember 1470, am Tag des Heiligen Thomas, von den Portugiesen entdeckt. Jahrhunderte lang verwaltete die portugiesische Kolonialmacht den Archipel aus der Ferne. Nur Sträflinge wurden nach São Tomé geschickt, und weil dort die Malaria wütete, galt die Insel als 'Friedhof für Europäer'. Nachdem die Kakaoproduktion zurückgegangen war, beschlossen die Portugiesen 1888, sie durch stärkere Präsenz wieder anzukurbeln. 1919 erreichte São Tomé den Spitzenplatz im weltweiten Kakaoexport. Nach der Unabhängigkeit der Inseln wurden die Plantagen vom marxistisch orientierten Regime verstaatlicht. Heute sind einige verwahrlost, andere wieder in Privatbesitz. Der Großteil des Kakaos wird in Europa zu Schokolade verarbeitet. Aber der Italiener Claudio stellt auf São Tomé vor Ort Schokolade mit ausschließlich lokalen Zutaten her. Und auch Juan Carlos ist Schokoladenliebhaber. Seine Kochsendungen im Fernsehen haben sogar in Lissabon Zuschauer. Juan Carlos will das Image des Kakaos aufpolieren, das oft noch mit den Leiden der Plantagenarbeiter in Verbindung gebracht wird. Daher kreiert er ausgefallene Rezepte mit Kakao. Die ersten Bewohner von São Tomé sollen 'Angolares' gewesen sein. Der Legende nach stammen sie von Sklavenschiffen, die zwischen Europa, dem Kongo und Amerika verkehrten und auf der Insel Schiffbruch erlitten hatten. Die Gefangenen versteckten sich im Wald und entgingen der Versklavung. Sie lebten vom Fischfang, und ihre Nachfahren tun dies noch heute. Stolz sein kann die Insel São Tomé übrigens auf die Schönheit ihrer Frauen: Bereits dreimal wurde eine Bewohnerin des winzigen Eilands zur Miss World gekürt.

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18:30 - 19:15, Phoenix
Die Teeroute

Gadana ist eine der wenigen Frauen im Beruf des Karawanenführers. Sie wurde einst von einem reichen Händler aus Peking angeheuert, um eine Ladung Tee auf traditionelle Weise, das heißt mit einer Pferdekarawane, zu transportieren. Sie spricht mit Leidenschaft über ihren Beruf - wohl wissend, dass es ihn bald nicht mehr geben wird. Im Dörfchen Tengchong scheint es nur Frauen zu geben. Ehrenwerte alte Damen erzählen, wie sie sich über die lange Abwesenheit ihrer Männer hinwegtrösteten, wenn diese mit der Karawane auf der Teestraße unterwegs waren. Eine von ihnen berichtet, wie sie von einem mit ihrem Mann befreundeten Karawanenführer erfahren hat, dass ihr Mann unterwegs vor Erschöpfung gestorben sei. Eine weitere wichtige Station der Reise ist der berühmte Pferdemarkt von Dali. Auf der riesigen 'Messe des Dritten Monats', die zwischen Ende April und Anfang Mai stattfindet, waltet auch der Hufschmied seines Amtes. Wie in der Blütezeit der Karawanen werden hier alle möglichen Pferdearten gehandelt oder getauscht. In der matriarchalischen Gesellschaft der Naxis teilen die Frauen ihre Macht mit den Göttern und deren Gesandten, den Dong Ba. In ihren jahrtausendealten Tänzen verquicken sich animistische mit buddhistischen Riten, um die bösen Geister zu vertreiben, die sich der Karawane in den Weg stellen könnten.

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19:30 - 20:00, 3SAT
Meisterwerke der Menschheit

Im Königreich Bhutan feiern die Mönche des Klosters Drametse jeden Herbst das 'Ngacham', es ist das wichtigste Fest des Jahres. Den Höhepunkt bildet die Aufführung des Maskentanzes der Trommler, den die UNESCO als 'Meisterwerk der Menschheit' ausgezeichnet hat. Doch diesmal ist die Aufführung gefährdet. Der Mönch Jigme wartet auf die Rückgabe der wertvollen Maske des Schneelöwen, die er als Tanzmeister der Gruppe tragen soll. Sie wurde in die Hauptstadt Thimpu ausgeliehen.

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19:30 - 20:15, Arte
Am Mississippi

Autor Peter Adler beginnt seine Reise entlang des 'Ol' Man River' im Sumpfgebiet Atchafalaya Basin in Louisiana. Nach einem Besuch in New Orleans führt der Weg stromaufwärts zum Staatsgefängnis Angola, auf dessen Territorium Bullen-Rodeos ausgetragen werden. Auf der 'Evergreen Plantation' besichtigt Adler die bis heute instand gehaltenen Sklavenhütten .

Der 3778 Kilometer lange Mississippi fließt durch zehn US-Bundestaaten.

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20:15 - 21:00, Phoenix
Kirchen, Kühe, Kalaschnikows

Ein Leben ohne Auto - unmöglich !' ruft die junge Frau, die Gerd Ruge von Auto zu Auto in einem der gigantischen Moskauer Staus interviewt. Als die Sowjetunion zusammenbrach, gab es 350.000 Pkw - heute sind es dreieinhalb Millionen. Nicht nur das eigene Auto hat das Lebensgefühl von Millionen Russen verändert. Und trotzdem sind die meisten mit dem neuen Leben, nach der Sowjetzeit, nicht zufrieden. Gerd Ruge ist diesen Menschen begegnet - an Landstraßen und auf Feldwegen. Sein Film führt nicht ins Moskau der Millionäre und der Mächtigen, sondern ins weite Umland der Hauptstadt. Am Stadtrand bei jungen Leuten auf der Piste eines riesigen künstlichen Skitunnels hat er sich umgehört und 20 Kilometer entfernt davon bei Frauen, die in einem verfallenden Kulturhaus ihre viel zu knappe Rente abholen. Gerd Ruge spürt Rechtsextreme im Wald auf. die mit der Kalaschnikow Bürgerkrieg üben und er trifft Rock-Fans, von deren Musik sich Ministerpräsident Putin gesellschaftsbildende Kraft erhofft. In einem Kloster exerzieren kleine Jungen und lernen ihre Kalaschnikow zu lieben. Eine Familie von Häuslebauern zieht in ihre fensterloses Banja, das russische Schwitzbad ein; weil in der Wirtschaftskrise das Geld für den Hausbau ausgegangen ist. Ein altes Ehepaar fährt mit dem Auto auf die Weide, um ihre einzige Kuh zu melken. Ein Bankier kauft ein Kloster, renoviert es und kommt sonntags mit eigenem Geistlichen aus der Hauptstadt, um einen Privatgottesdienst abzuhalten. Und auf dem Arm des riesigen Lenin-Denkmals am Moskau-Wolga-Kanal lässt sich ein Mann beim Turnen fotografieren. Gerd Ruges Film zeigt unerwartete Begegnungen und Gespräche am Rande der Hauptstadt, nur scheinbar fern der großen Politik und immer nahe bei den Menschen.

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Donnerstag, 05.08.2010
06:15 - 06:45, Phoenix
Mit der Bummelbahn um den Baikalsee

Mit 20 Stundenkilometern fährt ein alter Bummelzug um den südlichen Zipfel des Baikalsees - viermal in der Woche, auch bei Eis und Schnee. Für die Anwohner ist er eine Lebensader: Weil es keine Läden gibt, verkauft die Schaffnerin an den Haltestellen Nahrungsmittel und Medikamente. Touristen werden von den Dorfbewohnern mit eingelegten Gurken und Zedernvodka versorgt. Albrecht Reinhardt schildert Eindrücke und Begegnungen.

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06:45 - 07:30, Phoenix
Wunder der Natur

Er ist der älteste, tiefste und wasserreichste See der Erde: 'Brunnen des Planeten' nennen die Russen den Baikal - und tatsächlich könnte der See die gesamte Weltbevölkerung über 50 Jahre mit Trinkwasser versorgen.

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08:00 - 08:45, Arte
Die Bogenschützin von Bhutan

Fast jeder männliche Bewohner Bhutans praktiziert die Kunst mit Pfeil und Bogen zu schießen - ein Relikt aus der kriegerischen Vergangenheit des buddhistischen Bergvolkes. Bei einem traditionellen Wettkampf treten jeweils zwei Dörfer gegeneinander an. Frauen dürfen die männlichen Kontrahenten dabei lediglich anfeuern. Doch in dem kleinen Dorf Radhi gibt es eine Ausnahme. Hier trainiert die 25-jährige Tshering Chhoden für Olympia. Als Frau darf sie an dem traditionellen Kräftemessen nicht teilnehmen, obwohl sie sich darauf vorbereitet, ihr Land vor der ganzen Welt zu repräsentieren. Tshering Chhoden gilt als Virtuosin mit Pfeil und Bogen. Das abgeschottete Bhutan hat sich erst in den letzten Jahren der Außenwelt geöffnet. Noch 1960 war ein fünftägiger Fußmarsch nötig, um in das Land zu gelangen. Damals begann König Wangchuk mit seiner vorsichtigen Modernisierungspolitik. Bis heute bestimmen er und seine Minister, wie viel Einfluss von außen sein Volk verkraftet, ob es reif ist für Elektrizität, Fernsehen oder Tourismus. Industrialisierung wird nur geduldet, wenn sie nicht gegen die hohen Umweltstandards verstößt. Westliche Entwicklungspolitiker betrachten den Himalayastaat als Musterland, doch das Volk steht nur zum Teil hinter dem Monarchen. Viele der überdurchschnittlich gut ausgebildeten jungen Menschen, von denen manche im Ausland studiert haben, fühlen sich bevormundet. Tshering Chhodens Alltag während der Olympiavorbereitungen ist typisch für das Zusammentreffen von Tradition und Moderne in Bhutan. Sie glaubt fest an Dämonen und Hexen und daran, dass ihre Tempelbesuche das Sportlerglück beeinflussen werden. Gleichzeitig trainiert sie mit einem professionellen Coach und moderner Hightechausrüstung.

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09:15 - 10:00, Arte
Laos - Die Karawane der bedrohten Elefanten

Laos wurde einst das 'Land der Millionen Elefanten' genannt. Heute gibt es hier nur noch 2.000 wildlebende und zahme Elefanten. Die Gefahr ist groß, dass in etwa zehn Jahren der Elefant ausgestorben ist, der innerhalb der laotischen Kultur eine entscheidende Rolle besetzt. Um auf diese Bedrohung aufmerksam zu machen, werden während der traditionellen Feierlichkeiten des Vat-Phou-Tempels in Südlaos vier Elefanten auf einen 1.300 Kilometer langen Marsch geschickt. Begleitet von 'ElefantAsia', einer französischen Organisation, sollen sie in drei Monaten in Luang Prabang, dem alten Königssitz des 'Landes der tausend Elefanten', an der großen Prozession zum laotischen Neujahrsfest teilnehmen. Auf ihrem Weg durchquert die 'Caravan Xang' genannte Expedition viele abgeschiedene Landesteile und einige Städte. Überall begrüßen die Menschen ungeachtet ihrer ethnischen Zugehörigkeit und ihres Glaubens die Elefanten mit religiösem Eifer und tiefer Verehrung.

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14:00 - 14:45, Arte
Flüsse der Welt

Der Urubamba ist ein Quellfluss des Amazonas. Er entspringt in den Anden, nahe des Passes Abra La Raya nordwestlich des Titicacasees, und fließt durch das Valle Sagrado, das Heilige Tal der Inka. Dort zeugen beeindruckende Ruinenstädte wie Machu Picchu von vergangener Pracht und der entwickelten Zivilisation der südamerikanischen Urbevölkerung. Eine Vergangenheit, die auch heute noch in der Region und der Kultur ihrer Einwohner gegenwärtig ist.

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18:30 - 19:15, Phoenix
Die Teeroute

Die Karawane gelangt an den Fuß der Höhen von Shangri-La. Den Namen dieses legendären Landstriches prägte der britische Schriftsteller James Hilton mit seinem Werk 'Der verlorene Horizont'. Das Buch wurde erstmals 1937 und 1973 nochmals verfilmt. Hilton leitete den Fantasienamen von dem tibetischen Begriff 'Shambhala' ab, der wörtlich übersetzt soviel bedeutet wie 'der Ort, an dem man in seinem Herzen Sonne und Mond vereinen kann'. Der Begriff 'Shangri-La' ging mit der Bedeutung 'Paradies auf Erden' sogar in den englischen Sprachgebrauch ein. Er verbreitete sich derart, dass selbst die chinesischen Behörden ihn letztlich als offiziellen Namen für die Region übernahmen. Nicht weit von der Mekong-Quelle entfernt arbeiten Frauen im Salzbergwerk von Yanjing. Heldenhaft tragen die Arbeiterinnen Krüge mit Salzwasser zu den Verdampfungsbecken und legen so rund 20 Kilometer am Tag zurück. Durch den Ausbau der Straße entwickelte sich Yanjing zum bedeutendsten Zentrum für Salzgewinnung in der Region. Früher war das 'weiße Gold' die wichtigste Tauschwährung für Tee. Nach den grünen Landschaften von Shangri-La führt die Teestraße in die Banda-Steppe und die tibetischen Hochplateaus. Hier werden die klimatischen Bedingungen so extrem, dass die Pferde nicht mehr weiterkönnen.

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19:30 - 20:15, Arte
Am Mississippi

'Blues Highway' wird der Highway 61 genannt. 4.000 Kilometer begleiten Mythen und Legenden diese Straße den Mississippi auf seinem Weg durch Amerika. Im Städtchen Clarksdale soll vor über 70 Jahren ein junger Musiker seine Seele an den Teufel verkauft haben - der zeigte ihm dafür, wie man den Blues spielt. Der Blues führte auch John Ruskey vor vielen Jahren an das Ufer von Amerikas großem Strom. Später begann John mit dem Bau von Kanus. Mittlerweile nennen sie ihn den 'Riverman'. An Bord seiner traditionellen Kanus kann man auf dem mächtigen 'Ol' Man River' eine Welt von wilder, oft gänzlich unberührter Schönheit entdecken, die bereits Mark Twain als Inspiration für den Literaturklassiker 'Huckleberry Finn' diente. Verborgen hinter den Deichen liegt das 'Delta', einst ein riesiges Überschwemmungsgebiet. Frühe Entdecker hielten es für das Mündungsdelta des Flusses und gaben ihm deshalb diese irreführende Bezeichnung. Überall stehen noch die Hütten einstiger Sklaven, die den Sümpfen Ackerland für Baumwolle, das 'Gold des Mississippi', abringen mussten. Die Erinnerung an diese Zeit hält auch Sylvester Hoover, der als Baumwollpflücker-Kind in einer Welt aus Armut, Rechtlosigkeit und Rassentrennung aufwuchs, in einem Museum aufrecht. Er führt interessierte Besucher auch in das Dörfchen Money, in dem im August 1955 ein 14-jähriger Schwarzer von einem weißen Mob zu Tode gefoltert wurde, weil er es gewagt hatte, einer Weißen hinterherzupfeifen. Weiße Geschworene sprachen die Mörder frei. Die Empörung darüber gilt als einer der Auslöser der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Vieles hat sich seither verändert, aber der Blues ist für die Menschen bis heute Ausdruck ihrer Emotionen geblieben. In den trostlosen Siedlungen des Deltas haben viele Musikcafés und Bars überlebt, die die Welt des Blues spür- und erlebbar machen.

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19:30 - 20:00, 3SAT
Meisterwerke der Menschheit

Vanuatu - das sind 83 Inseln und Archipele. Beinahe jede dieser Südsee-Insel kennt ihre eigene Sprache. Nirgendwo sonst auf der Welt existiert diese Sprachendichte. Bevor man eine gemeinsame Lautsprache fand, verständigten sich die Insulaner mit Hilfe von Zeichnungen, die sie in Asche oder Sand malten. Dieses Jahrtausende altes Erbe des Inselstaats Vanuatu hat die UNESCO als 'Meisterwerk der Menschheit' ausgezeichnet.

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Freitag, 06.08.2010
04:30 - 05:15, Phoenix
Kalt, riskant und gut fürs Karma

Spektakulär ziehen jedes Jahr bis zu 500.000 Hindus durch die Bergwelt der Krisenregion Kaschmir. Die 'Amarnath Yatra', der Pilgerzug zur Höhle von Amarnath, ist die ungewöhnlichste und gefährlichste Wallfahrt Indiens, und wohl der ganzen Welt. Erstmals seit Jahrzehnten durfte ein ausländisches Fernsehteam den Pilgerzug begleiten. Im Sommer, wenn die Pfade halbwegs schneefrei sind, brechen sie auf: Bauern, Wanderasketen, smarte Yuppies aus Indiens Megastädten. Zu Tausenden pilgern sie durch grandioses Hochgebirge, schlafen in exponierten Zeltlagern, essen in provisorischen Hochgebirgs-Raststätten. Drei Tage dauert die Wallfahrt. Ihr Ziel ist eine einsame, 4.000 Meter hoch gelegene Höhle. Dort hat einst Gott Shiva seiner Frau das Geheimnis der Unsterblichkeit enthüllt, so die Legende. Deshalb ist die Höhle den Hindus heilig. Steil schneidet der Pfad durch Bergflanken, durch Eis- und Geröllfelder. Der höchste Pass liegt 5.000 Meter hoch. Höhe, Kälte, Steinschlag und die ungewohnte Anstrengung fordern ihren Preis. Letztes Jahr haben 67 Pilger die Wallfahrt nicht überlebt. Der Film begleitet vier Pilger. Premal, Abishek und Vijay sind 19, 23 und 31 Jahre alt. Mit ihrem Onkel Mukesh, 40, einem Börsenhändler, fahren sie von Bombay aus nach Kaschmir. Der Film zeigt Strapazen, Spaß und religiöses Verständnis der jungen Männer. Er zeigt ihre Furcht vor Unwetter und Terroranschlägen und thematisiert ihr Verhältnis zu den muslimischen Kaschmiri. Der Film zeigt auch den massiven Militärschutz der Yatra und welch immense Logistik nötig ist, die Pilgermassen im unwirtlichen Hochgebirge zu versorgen.

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09:00 - 09:45, Phoenix
Gottes Aquarium

Das kleine Land Malawi liegt im Herzen Afrikas und ist den meisten Menschen völlig unbekannt. Doch Wissenschaftler haben es als 'Wiege der Menschheit' identifiziert. Denn wir alle stammen von Vorfahren ab, die einst in dieser Region gelebt haben. Internationale Hominidenforscher - vornehmlich aus Deutschland und Frankreich - haben in dieser afrikanischen Region die ältesten Funde menschlicher Knochen gemacht. Obwohl die meisten Bewohner Malawis bettelarm sind, ist das Land dennoch reich an Schätzen. So ist die Artenvielfalt im Malawisee auch heute noch schier unerschöpflich. Vom Fantasie-Regenbogenfisch über den weltberühmten Malawisee-Buntbarsch - der als schönster Aquarienfisch überhaupt gilt - bis hin zu besonderen Seeschlangen findet man zahlreiche Arten, zum Teil bis heute unerforscht wie zu Anbeginn der Schöpfung. Weit mehr als 1.500 einzigartige Tier- und Fischarten vermuten Forscher im See. Biologen und Anthropologen finden hier besondere Zwischenstufen der Evolutionsgeschichte. Jetzt gelang den Wissenschaftlern ein wichtiger Durchbruch: Dinosaurierknochen, die ältesten Menschenknochen und sogar Fossilteile von längst ausgestorbenen Ur-Arten gibt die Seeregion des südafrikanischen Grabenbruchs Stück für Stück preis. Bisher ist der mit 750 Meter extrem tiefe Malawisee nur oberflächlich erforscht. Das Filmteam um Birgit und Timm Ellwart hat erstmalig den Sprung in die unteren Schichten des Sees gewagt und dort Erstaunliches zu Gesicht bekommen. Ganz nebenbei entdeckten die Taucher mit ihren Unterwasserkameras gleich zwei neue Fischarten. Dabei sind Tauchgänge dort alles andere als einfach. Ständig hat die Kameracrew Nilpferd- und Krokodilattacken zu befürchten, mehr als einmal mussten die Dreharbeiten aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden.

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12:00 - 12:45, Arte
Inselträume

Die Insel Sainte-Marie vor Madagaskar bildet mit ihrer aus Afrika und Asien zugewanderten Bevölkerung einen Schmelztiegel der Völker und Kulturen. Unberührte, weiße Sandstrände, Kokospalmen, türkisfarbene Lagunen - dieses paradiesische Bild bot sich schon den ersten Seefahrern, als sie hier an Land gingen. 1960 wurde Sainte-Marie unabhängig, doch erst als die Franzosen 1972 nach einem Referendum das Land definitiv verlassen mussten, war die Insel auch wirtschaftlich eigenständig. Großen Wert legen die Bewohner von Sainte-Marie auf ihre Piratenvergangenheit. Im 18. Jahrhundert ließen sich hier 2.000 Männer nieder, auf der Insel lebten damals nur 500 Menschen. Voller Stolz präsentiert der Lehrer Raymond den Piratenfriedhof. Das Leben auf der zu Madagaskar gehörenden Insel ist nicht leicht, da das Land zu den ärmsten Staaten der Welt zählt. Vor allem junge Mütter bekommen die Armut zu spüren, entziehen sich die Väter oft ihrer Verantwortung. So gibt es immer mehr Waisenhäuser, die von ausländischen Partnern finanziert werden müssen. Auch Schwester Florine leitet ein Waisenhaus. Obwohl ihr nur geringe Mittel zur Verfügung stehen, nimmt sie zahlreiche Kinder aus Sainte-Maire für kurze oder längere Zeit auf, da die Mütter ihrem Nachwuchs weder Nahrung noch Bildung bieten können. Trotz der großen Armut lassen sich die Bewohner von Sainte-Marie ihre Lebensfreude jedoch nicht nehmen.

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14:15 - 15:00, NDR
Das Tote Meer

Das Tote Meer trägt seinen Namen zu Recht: Die Salzkonzentration ist mit 33 % so hoch, dass Fische und Pflanzen eingehen würden. Hautkranke dagegen versprechen sich von den Mineralstoffen Heilung; Touristen können sich mit der Zeitung in der Hand treiben lassen. Die deutschenglische Koproduktion blickt in 3D-Animationen auf die geografische Entwicklung der Region.

Das Tote Meer ist der tiefste Punkt der Erdoberfläche. Durch Verdunstung sinkt der Wasserspiegel jedes Jahr um rund einen Meter.

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18:30 - 19:15, Phoenix
Die Teeroute

Yaks haben die Pferde ersetzt. Denn ab 1.800 Meter wird die Luft dünner und Temperaturen bis minus 40 Grad Celsius halten Pferde nicht aus. Die Yakführer der Karawane zögern nicht, die Tiere schwer zu beladen, und verstauen zwischen Unmengen an Fleisch, Salzsäcken und anderen Lebensmitteln auch die Teepakete. Nur bei regelmäßiger Nahrungsaufnahme können Menschen solch niedrigen Temperaturen standhalten. Fleisch und Tee allein reichen nicht aus, sie müssen auch das tibetische Grundnahrungsmittel 'Tsampa' zu sich nehmen, einen kompakten Brei aus geröstetem Gerstenmehl, Tee und Yakbutter. Lhasa, die Hauptstadt Tibets, ist nicht nur die Hochburg des Buddhismus, sondern auch eines der größten Handelszentren des Reichs der Mitte. Hier ist die Endstation der spektakulären Reise entlang der historischen Teestraße. Seit den 60er Jahren ist durch den Bau von Straßen und Autobahnen der Transport von Tee auf Pferde- und Yakrücken selten geworden. Aber für echte Teeliebhaber bleibt die 'Reifung auf dem Pferderücken' das Nonplusultra. Und die Puristen der Teekultur würden niemals auf diesen ganz besonderen Geschmack verzichten wollen, der nur beim traditionellen Transport entsteht. Um es mit den Buddhisten zu halten: Die Teestraße kann als wichtiger Bestandteil der Identität eines ganzen Volkes nicht sterben, sie kann nur wiedergeboren werden.

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18:30 - 19:00, 3SAT
Expedition Wissen

'Uisge Beatha', 'Wasser des Lebens', nennen die Schotten auf Gälisch ihren Whisky. In den vom rauen Seeklima geprägten Highlands findet man alle Zutaten, um einen herausragenden Whisky zu brennen. Die wichtigsten: frisches, reines Quellwasser, gefiltert von Granit und Torf, Gerstenmalz und Hefe. In den Lagerhäusern Schottlands reifen mehr als 125 Millionen Liter Whisky in über 800.000 Fässern. Der Geschmack eines Whiskys hängt jedoch nicht nur von seinen Bestandteilen ab, sondern von zwei weiteren Faktoren: dem Herstellungsprozess und der Reifung im Fass. Gute Whiskys sind rar. Entsprechend argwöhnisch hüten die zahlreichen schottischen Brennereien die Geheimnisse ihrer Herstellungsverfahren. 'Expedition Wissen' spürt die Geheimnisse des traditionsreichen Brandes auf: Der Journalist Reiner Luyken, ein Schottland- und Whisky-Kenner, erklärt in dem Film die komplexen Herstellungsarten und kommentiert die unterschiedlichen Produkte, darunter den berühmten Single Malt.

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19:30 - 20:15, Arte
Am Mississippi

Memphis ist die größte Stadt am Mississippi, und dank Elvis Presley auch die berühmteste. Fast 600.000 Fans pilgern jährlich zum Haus des 'King' nach Graceland. Ein weiterer kulturell bedeutender Ort wird mit der 18.000-Einwohner-Stadt Hannibal angesteuert, in der Schriftsteller Mark Twain aufwuchs.

'Huckleberry Finn'-Autor Mark Twain (1835 - 1910) arbeitete vier Jahre lang als Steuermann auf Mississippi-Dampfern.

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19:30 - 20:00, 3SAT
Meisterwerke der Menschheit

Es ist noch dunkel, erst fünf Uhr morgens, dennoch liegt schon eine große Schwüle über dem kleinen Übungsraum im südindischen Kerala. 15 Jungen sind dorthin gekommen, um sich zu dehnen und um ihre Gelenke geschmeidig zu machen für einen der schwierigsten Tänze überhaupt. Die Rede ist von Kuttiyatam, dem über 2.000 Jahre alten Tempeltanz aus Indien, der auch heute noch seine Zuschauer mit prächtigen Masken und stilisierten Gesten fasziniert. Die UNESCO hat diesen Tanz als 'Meisterwerk der Menschheit' unter ihren Schutz gestellt. An diesem Morgen ist auch Sangit in den Übungsraum gekommen. Der gläubige 19-jährige Hindu stammt aus einer Künstlerkaste, sein Vater war selbst ein bekannter Tempeltänzer. Sangit muss in einer Woche seine erste Vorführung bestehen, gewissermaßen sein Abschlussexamen. Auf die Tanzschule dürfen nur die Besten, und nur ganz wenigen steht eine Zukunft als professioneller Tänzer bevor. Zu den Auserwählten zählt auch Shalini. Sie träumt davon, eines Tages mit Sangit aufzutreten. Allein das Auftragen der aufwendigen Masken, die teilweise gemalt und aufgeklebt werden, dauert Stunden. Der Tanz ist ohne die Kenntnis der mythologischen Götter- und Sagenwelt nicht zu verstehen. Die Verehrung der Lehrer als Gurus, der tägliche Gang der Schüler zum Tempel Shivas gehört zum Alltag der Tanzschule. Daher ist auch das tägliche Studium der heiligen Schriften ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung. Der Film von Norbert Busè verfolgt die komplizierte und komplexe Präsentationsform des Tempeltanzes Kuttiyatam. Seit 2003 stellt die UNESCO neben Bauwerken und Naturstätten auch immaterielle Weltkulturgüter unter ihren Schutz. Die zweite 'Meisterwerke der Menschheit'-Staffel stellt sechs von ihnen vor.

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21:00 - 21:45, RBB
Wildes China

Das Land im Himalaya bietet eine einzigartige Tierwelt. Neben Yaks, Braunbären, Wölfen und Tibetfüchsen leben hier Schneeleoparden , die durch illegale Jagd gefährdet sind. Eine weitere bedrohte Spezies ist der Tschiru, eine Antilopenart, deren Fell die edle Shahtoosh- oder auch Königswolle liefert.

Schneeleoparden werden wegen ihres Pelzes und ihrer Knochen gejagt. Letztere finden in der Traditionellen Chinesischen Medizin Verwendung, erzielen hohe Preise.

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23:20 - 00:50, Phoenix
Feuerland

Ein Archipel, das zu den unwirtlichsten, doch landschaftlich schönsten der Erde gehört, ist 'Tierra del Fuego', auf Deutsch Feuerland. Der portugiesische Seefahrer Ferdinand Magellan entdeckte die Inseln im Jahr 1520. Gut 300 Jahre später begleitete der junge Charles Darwin eine Expedition nach Feuerland und verbrachte fast zwei Jahre auf der Inselgruppe an der Südspitze Südamerikas. Er schrieb über die Gegend: 'Vorzuherrschen in dieser stillen Einsamkeit schien der Geist des Todes, nicht der des Lebens'. Tatsächlich ist die Geschichte Feuerlands gespickt mit brutaler Eroberung und Vernichtung. Doch nur wenige Orte verbinden sich so sehr mit der menschlichen Sehnsucht nach Weite, Ferne, Stille und ursprünglicher Natur.

Auf den Spuren des Evolutionsbiologen Charles Darwin und des Entdeckers Ferdinand Magellan beschreibt der Dokumentarfilm 'Feuerland' das Archipel.

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