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Empfehlungen der Redaktion |
| Samstag, 24.07.2010 |
| 00:45 - 01:30,
Phoenix |
| Die Yunnan-Bahn Der
Film begleitet ostasiatischen Alltag auf und entlang der Bahnstrecke von Haiphong nach
Kunming und taucht immer wieder ein in die bewegte Geschichte der legendären
Schmalspurbahn. Entstanden ist ein Roadmovie mit atemberaubend schönen Landschaften und
Begegnungen mit zahlreichen Personen in ganz unterschiedlichen Lebensumständen.
Zahlreiche Fotos und spektakuläres historisches Filmmaterial machen die Geschichte der
Yunnan-Bahn lebendig und entdecken ein längst vergessenes Kapitel französischer
Kolonialgeschichte.

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| 01:30 - 02:15,
Phoenix |
| Die Yunnan-Bahn Der
zweite Teil startet von der chinesischen Grenzstadt Hekou aus. An Bord eines Güterzuges
geht es durch die beeindruckende Berglandschaft der südchinesischen Provinz Yunnan. Die
ereignisreiche Reise endet in der Millionenmetropole Kunming.

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| 02:15 - 03:00,
Phoenix |
| China - Reise durchs Reich der
Mitte Jahrtausende hat sich China der Außenwelt verschlossen. Seit knapp
dreißig Jahren vollzieht sich auf wirtschaftlichem und politischem Sektor ein drastischer
Wandel. Auf der 'Spur des Fortschritts' reist ZDF-Korrespondent Joachim Holtz durch den
flächenmäßig größten Staat Ostasiens. Vom Fluss Amur im Norden über Peking und
Shanghai bis in die ärmsten Regionen des Landes führt seine Route - mal kontrolliert von
der Staatsmacht, mal durch 'Schlupflöcher' in das verborgene China. Holtz' Resümee:
'China steckt mit dem Kopf im Weltall, mit den Füßen aber noch im vergangenen
Jahrhundert.'
Info: Dem Wirtschaftsboom ist es zu danken, dass es heute rund 300000 Millionäre in China
gibt. Die Kehrseite der Medaille: Geschätzte 120 Millionen Menschen im Land leben
unterhalb der Armutsgrenze.

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| 03:00 - 03:45,
Phoenix |
| China - Reise durchs Reich der
Mitte Von außen wirkt China wie ein Wirtschaftswunderland. Perfekt wie eine
einzige hochmoderne Maschine, die im Rekordtempo Fortschritt und Wohlstand produziert.
300.000 Dollar-Millionäre gibt es bereits. Aber es leben auch 26 Millionen Chinesen nach
offizieller Statistik unter der Armutsgrenze. Im zweiten Teil der Reise durch China geht
es von Shanghai nach Shenzhen.

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| 03:45 - 04:30,
Phoenix |
| Chinas Ströme - Chinas
Zukunft Von außen wirkt China wie ein Wirtschaftswunderland. Perfekt wie
eine einzige hochmoderne Maschine, die im Rekordtempo Fortschritt und Wohlstand
produziert. 300.000 Dollar-Millionäre gibt es bereits. Aber es leben auch 26 Millionen
Chinesen nach offizieller Statistik unter der Armutsgrenze. Im zweiten Teil der Reise
durch China geht es von Shanghai nach Shenzhen.

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| 04:30 - 05:15,
Phoenix |
| Chinas Ströme - Chinas
Zukunft Klotzen statt kleckern, lautet das Motto in Chinas Bauwirtschaft.
Bestes Beispiel ist Shanghai am Jangtsekiang: Im Einzugsgebiet der 13-Mio.-Stadt wurden
3000 Hoch- und Wohnhäuser in Windeseile aus dem Boden gestampft - auf einer Fläche so
groß wie Belgien (30000 qkm). Gigantisch auch der Bau des Drei-Schluchten-Staudamms - mit
2 km Länge und 200 m Höhe das größte Stauwerk der Welt.
Den Preis für den Größenwahn zahlen u.a. 1,2 Millionen Menschen, die wegen des
Staudammprojekts zwangsweise umgesiedelt wurden.

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| 05:15 - 06:00,
Phoenix |
| Chinas Ströme - Chinas
Zukunft Der Huanghe ist ein 'Fluss ohne Schiffe'. Früher galt der 5464
Kilometer lange Strom, der ganze Dörfer mit sich riss, als wilder Drache. Heute dümpelt
der Huanghe vor sich hin. Zahlreiche Staudämme rauben ihm die Kraft. Zudem zapfen sieben
Provinzen sein Wasser für ihre Landwirtschaft ab. Folge: Ganze Landstriche in Nordchina
versanden und werden zur Wüste. Über den Kampf gegen den Sand berichtet
ZDF-Korrespondent Thomas Euting.
Chinas Hauptstadt Peking wurde dieses Jahr bereits von 15 Sandstürmen heimgesucht.

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| 06:00 - 06:35,
Phoenix |
| Nova Scotia Schottland
liegt in Europa, Neuschottland in Nordamerika. Die kanadische Provinz Nova Scotia ist so
groß wie die Schweiz und die Heimat von knapp einer Millionen Menschen. Unter ihnen
einige tausend Micmac-Indianer, die sich das Land an der Nordostküste seit 1605 u.a. mit
Einwanderen aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland und der Schweiz teilen. |
| 08:15 - 10:15,
Phoenix |
| THEMA Weites
Land: Westwärts bis nach Oregon
In Amerika zogen knapp eine halbe Million Menschen Mitte des 19. Jahrhunderts den
Oregon Trail entlang gen Westen. Auf der Suche nach Glück, Gold und Land. Mehr als 3000
Kilometer liefen die Siedler neben ihren Ochsenkarren durch die Great Plains, durch
Indianerland, und über die Rocky Mountains, bis sie, ein halbes Jahr später, endlich das
Willamette Tal erreichten, das gelobte Land im fernen Oregon. Hanni Hüsch und ihr Team
sind den Spuren der Siedler gefolgt - durch sechs amerikanische Bundesstaaten, um zu
erkunden, was vom ursprünglichen Wilden Westen geblieben ist.
Utopia im Wüstensturm: Eine Reise zu amerikanischen Träumern
In der Wüste von Nevada, in einer der lebensfeindlichsten Umgebungen der Welt,
entsteht jedes Jahr eine bunte Festivalstadt. Über 40.000 Menschen kommen mit Zelten und
Caravan angereist, um hier eine Woche lang ein fröhliches Utopia zu leben: Geld ist
verpönt, jeder gibt jedem, was er zum Überleben braucht. Dazu: Kunst, phantasievolle
Umwelt-Projekte, Esoterik, Drogen, Sex. Am Ende brennt 'The Man', eine über 30 Meter hohe
Symbolfigur - als leuchtende und mahnende Fackel in der Wüste. USA-Korrespondent und
WELTWEIT-Autor Udo Lielischkies hat dieses außergewöhnliche aber auch zutiefst
amerikanische Festival besucht, in dem die Teilnehmer einen Gegenentwurf zur Wirklichkeit
entwickeln. Ein Leben fern ab von Arbeitslosigkeit, Krieg und Wirtschaftskrise. Im Herzen
New Yorks: Geschichten aus der 5th Avenue Deutschland 2009, Auslandsreportage Jeder glaubt
sie zu kennen: New Yorks 5th Avenue. Und doch ist sie anders als viele glauben. Sie
beginnt tief im Süden Manhattans am Washington Square. Dort wo die echten New Yorker und
weniger die Touristen bei schönem Wetter diesen kleinen Park genießen: Musiker, Maler
und die Zocker am Schachbrett.

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| 09:05 - 09:20,
Arte |
| Alle Kinder dieser Welt Der
Rhythmus des morgendlichen Stößels, aber auch die allgegenwärtigen Klänge von
Instrumenten wie Balafonen, Lauten, einsaitigen Geigen und selbstgebauten Trommeln sind
aus dem Leben der Kinder der Volksgruppen Gan und Lobi in den Savannen von Burkina Faso
nicht wegzudenken. Musik ist dort täglicher Begleiter für Jung und Alt und darf vor
allem am Neujahrstag nicht fehlen.
Diese Kinderserie für Acht- bis Zwölfjährige erzählt einen ganzen Tag im Leben eines
Kindes - in entlegenen Gegenden wie in den südamerikanischen Anden, den asiatischen
Steppen oder im afrikanischen Urwald.

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| 11:30 - 12:30,
NDR |
| Vom Postschiff zum Luxusliner
Vom Atlantik bis zum Eismeer erstreckt sich Norwegens zerklüftete Küste über
mehr als 3.000 Kilometer - zwischen der alten Hansestadt Bergen und Kirkenes nahe der
russischen Grenze. Die schwer zugängliche Gegend mit ihren tief ins Land schneidenden
Fjorden ist dennoch seit mehr als hundert Jahren ununterbrochen mit dem Rest des Landes in
Verbindung. Auf Norwegens 'Reichsweg Nr. 1' verkehren täglich die Postschiffe der
Hurtigrute - schnell, sicher und pünktlich. Doch Straßen- und Flugverbindungen machen
der Traditionslinie zunehmend Konkurrenz. Der Betrieb der ältesten und längsten
Fährverbindung der Welt ist kostspielig. So muss sich die Hurtigrute anpassen, um zu
überleben. Was einst als rustikales und urgemütliches Transportmittel für Post, Fracht
und einheimische Reisende begann, wandelt sich zum hochmodernen und luxuriösen
Kreuzfahrtgeschäft. Seetourismus vor der imposanten Kulisse der norwegischen
Fjordlandschaft soll den Erhalt der Hurtigrute auf Jahre sichern. Der Film begibt sich auf
eine Zeitreise durch die Geschichte dieser Traditionsreederei, kommentiert vom
dienstältesten Kapitän der Hurtigrute auf seinem Flaggschiff. Er führt die MS
'Nordnorge' von Bergen bis nach Kirkenes, durch atemberaubende Fjorde und einsame
Schären. Alle paar Stunden wird die Fahrt unterbrochen, jeder Hafen bietet etwas Neues,
und je weiter sich das Schiff seinem Ziel nähert, umso heller werden die Nächte. Welche
Kreuzfahrt könnte schöner und abwechslungsreicher sein?

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| 12:15 - 13:00,
Phoenix |
| Durch Asien auf zwei Rädern
Das junge kanadische Paar Mélanie Carrier und Olivier Higgins erfüllte sich
einen Lebenstraum: Mit ihren Fahrrädern reisten sie 8000 Kilometer quer durch die
Mongolei, China, Tibet, Nepal und Indien.

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| 12:30 - 13:00,
Arte |
| Reiseskizzen aus ... Indien
ist ein Land, das niemanden unberührt lässt. Der tropische Subkontinent bietet ein
Feuerwerk aus Farben, Klängen und Gesichtern, das sich in den Zeichnungen und Collagen
von Carla Talopp widerspiegelt. Sie hat den Norden des Landes bereist, vom legendären Taj
Mahal über die Paläste der Maharadschas in Rajasthan bis nach Mumbai, der 'Maximum
City'.

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| 14:00 - 14:30,
Arte |
| Gipfel der Genüsse An
den südlichen Rändern des Mátragebirges wird seit mehr als tausend Jahren Wein
angebaut. In dem kleinen nordungarischen Dorf Gyöngyöspata führen tiefe Stollen in den
vulkanischen Fels. Die Zugänge sind fast immer hinter einem einstöckigen Häuschen
versteckt. Die Stollen sind laut Aussagen der Winzerin Magdi Bernáth ein idealer
Lagerplatz für die Weinfässer. Vor 18 Jahren ist sie in ihren Geburtsort zurückgekehrt,
obwohl sie eine gut dotierte Stelle als Managerin hatte. Jetzt ist sie Winzerin. Neben
einer ungewöhnlichen Trachtenkultur gibt es in der Region auch wunderbare kulinarische
Spezialitäten, zum Beispiel den Rétes, einen Strudel, gefüllt mit karamellisierten
Möhren, Kraut oder Quark.

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| 16:00 - 16:30,
ARD |
| Vom Times Square um die Welt
In 30 Minuten um die Welt. Los geht's am Times Square im Herzen New Yorks,
vorbei an Grand Central und unter dem East River hindurch nach Queens. Wer eine Weltreise
mitten in New York machen möchte, der nimmt die Linie 7. Hier riecht es nach China,
schmeckt wie Italien und lärmt wie Südamerika. Menschen aus mehr als 100 Nationen leben
auf dem gut 15 Kilometer langen Streifen entlang der U-Bahn. Anja Bröker erzählt die
Geschichten von schwarzen Straßenmusikerinnen, indischen Karrierefrauen auf
Brautkleidsuche, chinesischen Comic-Zeichnern, italienischen Boccia-Spielern und der
Freundschaft unter Iren, bei denen die einen Polizisten und die anderen illegal
eingewandert sind.

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| 17:45 - 18:15,
Arte |
| Gipfel der Genüsse Der
Nordosten der Slowakei grenzt an Polen und ist eine der strukturschwächsten Regionen des
Landes. Vieles hier ist noch sehr ursprünglich. Die Berghütten der Hohen Tatra werden
bis heute noch von Trägern, sogenannten Sherpas, mit Lebensmitteln versorgt. Das Tragen
hat hier eine große Tradition und entspricht einer Lebenskultur, in der Freiheit und
Unabhängigkeit groß geschrieben werden. Viktor Beranek ist 56 Jahre alt. An diesem Tag
trägt er 76 Kilo Lebensmittel vom Tal über rund 800 Höhenmeter hinauf auf die Rysy
Chata, eine Berghütte. Sie liegt auf 2.250 Metern über dem Meeresspiegel, unter dem
Rysy, einem der höchsten Berge der Hohen Tatra. Schon seit 1977 arbeitet Viktor Beranek
auf der Hütte - die letzten acht Jahre als Hüttenwirt. Auch wenn die Küche hier oben
sehr einfach ist, werden die Lebensmittel durch das Herauftragen auf abenteuerlich
konstruierten Holzgestellen zu etwas Besonderem. Viktor Beranek hat eine Ausbildung als
Koch absolviert, aber viele Gerichte kann er auf der Berghütte gar nicht zubereiten. Die
Druckverhältnisse sind in dieser Höhe sehr speziell, und vieles kann nur im
Dampfdrucktopf gekocht werden. Die Besucher der Hütte haben einen anstrengenden Aufstieg
hinter sich und brauchen etwas Gehaltvolles. Ein wichtiges Gericht ist die slowakische
Variante der Krautsuppe, ein Eintopf aus Kraut, der mit Fleisch, Würsten und Sahne
angereichert wird. Die 'Buchti' eine Art Dampfnudel, bringt Viktor Beranek schon
vorbereitet vom Tal herauf, der Hefeteig würde in der Höhe nicht gelingen. Das Massiv
der Hohen Tatra fällt von 2.655 Metern nahezu ohne Übergang auf 750 Meter zur Ebene um
Poprad, dem Hauptort der Hohen Tatra, ab. Aber derartig abrupte Gegensätze prägen nicht
nur die Landschaft: Ob es um die Spuren der Geschichte oder um die Menschen geht, die hier
leben: Harte Kontraste, wohin man schaut.

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| 23:00 - 00:30,
MDR |
| Die durch die Hölle gehen So
werden sie nie wieder feiern: Nick (Christopher Walken) und Michael (Robert De Niro)
tanzen auf der Hochzeit ihres Freundes Steven (John Savage). Tage später kämpfen sie in
Vietnam. Es gelingt ihnen, allen Wirren zum Trotz zusammenzubleiben. Als Vietcong-Truppen
sie gefangen nehmen, landen die drei im gleichen Lager. Nur knapp überleben sie die
Folter im Wasserkäfig, der ihnen kaum Raum zum Atmen lässt. Die sadistischen Späße der
Feinde überstehen Nick und Steven dank Michael: Vietcong-Soldaten zwingen sie, russisches
Roulette zu spielen, und schließen Wetten auf ihr Überleben ab. Michael nutzt die Waffe
zur Flucht.
Info: Als die Delegierten der UdSSR den Film bei den Berliner Filmfestspielen 1979 sahen,
reisten sie ab. Begründung: Die Folterszenen, die den Vietcong am Werk zeigen, seien eine
'Beleidigung für das heroische Volk von Vietnam'.

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| Sonntag, 25.07.2010 |
| 09:05 - 09:20,
Arte |
| Alle Kinder dieser Welt Inmitten
der Sahara, die sich als größte Wüste der Welt von Ost- bis Westafrika erstreckt, leben
die afrikanischen Völker der Tuareg, Tubu und Fulbe. Amzas Sohn Adama begleitet zum
ersten Mal die mehr als 300 Dromedare der Salzkarawane durch die unendlichen Weiten der
Sahara. Zur gleichen Zeit macht sich eine Tubu-Familie auf den Weg in den Süden, wo sich
die Kinder des Woodabe-Stammes auf das große Worso-Fest vorbereiten.

|
| 09:45 - 10:05,
Arte |
| 20 Minuten am Meer 'Nur
wer im Verborgenen lebt, lebt glücklich!', so könnte der Wahlspruch der Bewohner von
Nantucket lauten. Auf der nur 150 Kilometer östlich von Boston gelegenen Atlantikinsel
ist man vor allem bestrebt, sich vor fremden Blicken zu schützen. Industriebosse, Banker,
Sänger, Schauspieler und Politiker leben auf der ehemals vom Walfang lebenden Insel
diskret und zurückgezogen in ihren herrschaftlichen Anwesen. Sie wollen inkognito und
unter sich bleiben. Journalisten und Fotografen sind auf Nantucket nicht erwünscht.
Inselbewohner sind in der Regel stolz auf die Besonderheiten ihrer abgeschiedenen Welt Zu
sehen sind spektakuläre und exotische Landschaften im Innern der Eilande und
außergewöhnliche Küstenregionen mit ihren Stränden. Außerdem wird die besondere Tier-
und Pflanzenwelt der Inseln vorgestellt. Und Inselbewohner präsentieren sich mit ihren
Sitten und Gebräuchen, ihren speziellen Lebensgewohnheiten und ihrer regionalen Küche.
Filmische Ausflüge zu Stränden, Küsten und Inseln auf allen Kontinenten sind seit drei
Jahren fester Bestandteil des ARTE-Sommerprogramms. Dabei gilt es, unbekannte
Gesellschaften und Lebensweisen zu entdecken. Aufgrund des großen Zuschauererfolgs
wiederholt ARTE in diesem Sommer die schönsten Episoden der Dokumentationsreihen
'Inselträume', 'Traumhafte Küsten' und 'Sommer, Sonne, Sand', alle in HD-Qualität.

|
| 09:50 - 10:35,
H3 |
| Kanadas wilde Insel -
Vancouver Island Dichter Küstenregenwald bedeckt Vancouver Island - ein
Paradies für Schwarzbären, Pumas, Wölfe, Weißkopfseeadler. 14 Prozent der größten
Insel vor Kanadas Westküste stehen unter Naturschutz. 'mareTV' besucht mit einem
Versorgungsschiff Menschen, die an den Fjorden leben, sieht Indianern beim Kanubauen zu,
geht mit ihnen auf Paddeltour und hebt im größten Flugboot der Welt, der 'Martin Mars',
ab.
Konsequenter Naturschutz: Bis 2016 soll auf der Insel der Strom komplett aus 'sauberen'
Quellen stammen, überwiegend aus einer Kette von 34 Wasserkraftwerken.

|
| 13:30 - 14:00,
Arte |
| Reiseskizzen aus ... Damien
Roudeau reist nach Schottland, ins Land mit dem angeblich so rauen Klima. Der junge
Pariser Zeichner beginnt seine Reise auf den Hebriden, durchquert die Highlands mit ihren
Lochs und Schlössern, um schließlich nach Edinburgh, der Stadt der Künste, zu gelangen.
Landschaften von wilder Schönheit und eigenwillige Menschen hält er auf dieser Reise in
seinen Zeichnungen fest.

|
| 13:35 - 14:20,
H3 |
| Zu Gast im Süden Englands
Die Grafschaft Dorset ist der 'Sonnenbalkon' Englands. Nirgends scheint die
Sonne häufiger und länger als hier im Südwesten des Landes. Schöne Sandstrände und
lebhafte Ferienorte, aber auch reetgedeckte Cottages im sattgrünen Hinterland machen den
Reiz dieser Region aus. Die weißen Klippen der 'Jurassic Coast' mit ihren 200 Millionen
Jahre alten Fossilienfunden hat die UNESCO wegen ihrer 'außerordentlichen Schönheit'
sogar zum geschützten Welterbe erklärt. Segler schätzen das Revier von Weymouth und
Portland. Es gehört zu den besten Großbritanniens und ist 2012 Austragungsort der
olympischen Segelregatten. Gartenfreunde können sich im subtropischen Paradies des Earls
of Ilchester Anregungen holen. Weiter östlich ist Portsmouth ein Muss für alle, die eine
Schwäche für die Geschichte der Seefahrt haben: Die Hafenstadt an der englischen
Südküste ist nicht nur der größte Stützpunkt der Royal Navy. Allemal eindrucksvoller
als die modernen Kriegsschiffe sind die stolzen Veteranen, die 'Victory' von Lord Nelson
oder die 'Warrior', das Flaggschiff von Königin Victoria. Wer jedoch Masten, Segeln,
Takelagen nichts abgewinnen kann, besucht ganz einfach Charles Dickens - vielmehr seine
Hinterlassenschaften. Sein Geburtshaus ist heute ein Museum. Bleibt noch Zeit für einen
Sprung auf die Isle of Wight, der klassischen Ferieninsel der Engländer, direkt vor der
Haustür. Mit ihren weißen Klippen, sanften Hügeln und gemütlichen Pubs gilt sie als
'England im Kleinen'.

|
| 17:15 - 18:00,
SWR |
| Traumflug durch Afrika Mit
dem Piloten Thilo Kaiser reist das Team im Helikopter 7000 km durchs südliche Afrika und
passiert dabei acht Länder: Südafrika, Botswana, Sambia, Tansania, Burundi, Ruanda,
Uganda und Kenia. Vom Kap aus geht es zu Beginn der Reise über die legendäre
Garden-Route, den Addo-Elefantenpark und die bizarren Formationen der Drakensberge zur
glitzernden Spiel- und Vergnügungsstätte Sun City.
Die Drakensberge sind mit einer Höhe von bis zu 3482 Metern das höchste Gebirge des
südlichen Afrikas. Sie wurden 2000 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt.

|
| 19:30 - 20:15,
ZDF |
| Der geheime Kontinent Die
Spanier bringen das Pferd - und bald bevölkern Millionen von Mustangs die
nordamerikanischen Prärien. Dann kommt das europäische Hausschwein: Es wird die
Nahrungsgewohnheiten der Menschen komplett verändern. Schon um die Mitte des 19.
Jahrhunderts hat sich so der wilde Kontinent Amerika in ein zweites Europa verwandelt.
Dabei wurden die Ureinwohner verdrängt - nicht durch Kriege, sondern durch lautlose
Eroberer: die Krankheitserreger von Pocken und Pest.
Auch Europa veränderte sich durch Pflanzen und Bazillen aus der Neuen Welt.

|
| 23:30 - 00:15,
Phoenix |
| Somalia - Land ohne Gesetz
'Sie sind der einzige zivile Ausländer in Mogadischu', sagt einer der
Zollbeamten zur Begrüßung am Flughafen. Die unbelegten Zimmer im Hotel Shamo bestätigen
seine Aussage. Wenige Wochen nach dem Aufenthalt von Ashwin Raman wird die
Veranstaltungshalle des Hotels von einem Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt, 19
Somalier kommen dabei ums Leben. Von der UNO als gescheiterter Staat deklariert, ist
Somalia ohne Zweifel das gefährlichste Land der Erde. Eine islamistische Terrorgruppe,
die der Al-Kaida nahesteht, baut hier ihre Machtbasis immer weiter aus. Kaum ein
westlicher Journalist wagt es, aus diesem Teil Ostafrikas zu berichten. Die Liste der
ermordeten oder entführten Journalisten, die es dennoch versuchten, ist lang. Trotzdem
reist der ZDF-Autor Ashwin Raman im Herbst 2009, ausgestattet mit kugelsicherer Weste und
einer kleinen Videokamera, in das Land am Horn von Afrika. Nach dem Sturz des Diktators
Siad Barre, 1991, scheiterten knapp zwanzig Versuche, eine zentrale Regierung in Somalia
zu bilden. Mit Unterstützung der UN wird Anfang 2009 Sheik Sharif Ahmed als Präsident
einer provisorischen Regierung benannt. Sharif kontrolliert jedoch nur etwa zehn Prozent
des Landes, der Rest befindet sich in den Händen der Al-Shabab, einer islamistischen
Gruppierung mit Verbindung zur Al-Kaida. Sie zieht auch immer mehr junge Muslime aus
Europa und den USA an, die im sogenannten 'heiligen Krieg' mitkämpfen wollen. An die eine
Million Somalier verlieren in fast zwanzig Jahren Bürgerkrieg ihr Leben, weitere zwei
Millionen sind auf der Flucht. Ashwin Raman gelingt es, bei allen verfeindeten
Gruppierungen zu filmen, nicht selten unter Gefährdung des eigenen Lebens. So gerät er
zum Beispiel in ein heftiges Gefecht zwischen der Al-Shabab und den Regierungstruppen im
Norden Somalias. Seinen letzten Tag in Mogadischu beschreibt der Autor als den
gefährlichsten seines Aufenthalts. Er und seine Bodyguards, die ihn auf einem Teil seiner
Reise begleiten, werden mehrmals aus vorbeifahrenden Autos beschossen. Die Reportage gibt
auch einen tiefen Einblick in die amerikanische Anti-Terror-Strategie in Ostafrika rund um
den Brennpunkt Somalia. So besucht Raman den US-Militärstützpunkt im benachbarten
Dschibuti und ein Ausbildungscamp am Viktoriasee, in dem ugandische Soldaten von
amerikanischen Spezialisten für die Terrorbekämpfung in Somalia trainiert werden.
Offiziell heißt es, die rund 2000 US-Soldaten in der Region würden für zivile Projekte
in den Nachbarländern eingesetzt. Doch in Wirklichkeit sind US-Streitkräfte und
-Geheimdienste dort, um den zunehmenden Einfluss von Terrorgruppen wie Al-Kaida zu
stoppen.

|
| Montag, 26.07.2010 |
| 07:00 - 07:30,
Arte |
| Zapping International Die
Fernsehzuschauer in Kirgistan finden sich mit ihren Sorgen und Nöten anscheinend am
besten in der brasilianischen Telenovela 'The Clone' wieder. Die Liebesgeschichte zwischen
einem Brasilianer und einer Marokkanerin schlägt alle Einschaltrekorde. Ihr Erfolg ist so
groß, dass Hochzeiten in den entlegensten kirgisischen Dörfern momentan ebenso wie in
der Serie ablaufen. Viele Babys werden nach Said und Jadie, den beiden Helden von 'The
Clone', benannt. Es ist wohl vor allem der gemäßigte und mit dem modernen Leben
vereinbare Islam, der den Kirgisen an dieser Serie vom anderen Ende der Welt so gut
gefällt. Doch natürlich findet man beim Zappen auf einem der zehn Sender des Landes auch
hin und wieder eine rein kirgisische Sendung. Beispielsweise 'Saltsanat' auf Kanal 5, in
der es ausschließlich um die kirgisischen Traditionen geht, oder auch 'Bravo', eine Art
'Kirgistan sucht den Superstar'. Der größte Filmerfolg der letzten Zeit war 'Sunduk
Predkov', eine Liebesgeschichte zwischen einem Kirgisen und einer Pariserin. |
| 11:30 - 12:00,
RBB |
| Auf der Korallenroute durch
die Südsee Von Neuseeland über Fidschi und Samoa nach Tahiti:
ARD-Korrespondent folgt der Route der legendären Flugboote der 50er-Jahre, berichtet
über Bilderbuchlagunen und glückliche Insulaner.

|
| 14:00 - 14:45,
Arte |
| Auf den Gipfeln der Welt Schwindelerregend
hohe, mystische Berge bedecken zwei Drittel des nördlichen vietnamesischen Staatsgebietes
an der Grenze zum großen Nachbarn China. Das Yunnan-Karstgebirge ist geprägt von
zahllosen, Zuckerhüten gleichenden Bergen. In den sie umgebenen Talkesseln und am Fuße
der höchsten Erhebung der Region, dem 3.143 Meter hohen Phan Xi Pang, leben verschiedene
Ethnien, unter anderem die Völker der Hmong, der Yi und der Yao. Die Hmong leben im
Herzen eines grünen Dschungels, obwohl der Name des Volkes wörtlich übersetzt 'Volk der
Berge' lautet. Die Hmong leben in erster Linie von der Fischerei, vom Sammeln von
Arzneipflanzen, vom Ackerbau auf künstlich angelegten Terrassen und von der Herstellung
kunstvoller Pferdesättel. Seit einiger Zeit ist in diesem Landstrich auch eine Zunahme
des Ökotourismus zu beobachten.

|
| 14:45 - 15:00,
3SAT |
| Im Rhythmus der Wüste Der
Tahat ist mit über 3.000 Metern der höchste Berg des Hoggargebirges im Süden Algeriens.
Dort leben überwiegend Tuaregs, die auch die Expedition in die Wüste Sahara und das
Kameltrekking durch das Südalgerische Hoggargebirge leiten. Die Teilnehmer erleben
Einiges: Von atemberaubenden Landschaften bei der Bergbesteigung oder beim Ritt mit dem
Dromedar bis zum Nachtlager oder der Morgentoilette in der Wüste. Ein Genuss wird der
Aufenthalt in der größten Oase des Hoggargebirges, in der Handels- und Touristenstadt
Tamanrasset.
Der Film 'Im Rhythmus der Wüste' hat die außergewöhnliche Kameltrekkingtour durch das
Südalgerische Hoggargebirge begleitet. |
| 15:15 - 16:00,
NDR |
| Die schwimmenden Dörfer der
Kutai Sie leben auf dem Wasser: die Kutai im Innern Borneos. Sie sind die
Nachkommen eines Volkes, das vor Jahrhunderten von See her eingewandert ist. Ausgerechnet
im riesigen Überschwemmungsgebiet des Mahakam haben sie sich niedergelassen - in
einzigartigen schwimmenden Dörfern. Wegen des ständig schwankenden Wasserstandes
schwimmen ihre Häuser auf fest vertäuten Baumstämmen. Nicht nur die Wohnhäuser
schwimmen, auch Sägewerke oder Bootswerften. Die Händler bieten ihre Waren vom Boot aus
an. Nur die Moschee und die Schule stehen auf festem Boden. In einem dieser schwimmenden
Dörfer lebt Demong, der täglich mit seinem Sohn in den überfluteten Wäldern und in den
flachen Seen Reusen aufstellt oder die Fische nachts im Schein der Petroleumlampe
harpuniert. Dort lebt auch Maxi, der in der Sumpflandschaft Affenfallen aufstellt oder mit
bloßen Händen Pythons und Wasserschlangen fängt. Das Filmteam hat Demong, Maxi und den
Dorflehrer mehrere Wochen lang in ihrem Leben auf dem Wasser begleitet. Es war mit ihnen
und ihren Familien auch in der Schule, auf einer Hochzeit, in der Moschee. Mindestens in
einem Punkt hat es die Kutai beneidet: Wenn eine Familie sich von der lauten Musik der
Nachbarn gestört fühlt, stakt sie ihr Haus einfach an eine andere Stelle.

|
| 16:15 - 17:00,
3SAT |
| Djenné - Stadt am Ufer der
Wüste Die älteste Metropole Westafrikas existiert seit rund 2300 Jahren.
Djenné, im Nigerdelta gelegen, diente früher als Drehscheibe für Sklaven, Gold und
Feuerwaffen. Heute leben die Bewohner als Fischer, Hirten und Bauern. Der Fluss Bani
liefert den wichtigsten Baustoff: Aus Lehm fertigen die Menschen luftgetrocknete Ziegel
für ihre Häuser an.

|
| 16:50 - 17:35,
Arte |
| China - Im Land der Dong Millionen
von Jahren alte Karstlandschaften, in Nebel gehüllte Gipfel, beeindruckende Wasserfälle:
Die chinesische Provinz Guizhou übt von jeher eine unbeschreibliche Faszination auf
Abenteurer und Anthropologen aus. Die Region ist die Wiege einer der ältesten
Zivilisationen Südwestchinas, der Dong. Ihr Land trägt den Beinamen 'Ozean der Lieder',
denn alte Mythen und Traditionen sind hier auch heute noch wesentlicher Bestandteil des
täglichen Lebens. Sie werden mündlich überliefert und spielen eine große Rolle für
den Erhalt der kulturellen Identität der Dong. Seit Generationen lebt dieses Volk in
großer Harmonie mit der sie ernährenden 'Mutter Erde', für die es eine tiefe Achtung
empfindet.

|
| 17:00 - 17:45,
3SAT |
| Hinter dem Horizont Timbuktu
- seit Jahrhunderten entfacht der Name Gier und Neugier der Europäer. In der 'Stadt der
333 Heiligen' tauschten Händler Gold und Sklaven von der Elfenbeinküste gegen Salz aus
der Sahara. Für Europa lag Timbuktu lange Zeit hinter dem Horizont, am Ende der Welt.
Historische Tatsache jedoch ist, dass im Gebiet des Nigerbogens im heutigen Mali eine
blühende Hochkultur existierte, als Europa noch im düsteren Mittelalter gefangen war.
Thomas Wartmann und Thomas Riedelsheimer zeigen in der zweiteiligen Dokumentation 'Hinter
dem Horizont' den europäischen Blick auf das Nigerdelta - von den sagenhaften Berichten
in der Antike bis hin zum zeitgenössischen Tourismus - und stellen diesen kritisch in
Frage. Der erste Teil der Dokumentation führt von der alten Handelsstadt Djenné, wo das
weltgrößte Lehmgebäude der Welt, die Grande Mosquée, an die architektonische Pracht
aus den goldenen Zeiten Malis erinnert, nach Mopti, dem Venedig Afrikas. |
| 17:45 - 18:30,
3SAT |
| Hinter dem Horizont Timbuktu
- seit Jahrhunderten entfacht der Name Gier und Neugier der Europäer. In der 'Stadt der
333 Heiligen' tauschten Händler Gold und Sklaven von der Elfenbeinküste gegen Salz aus
der Sahara. Für Europa lag Timbuktu lange Zeit hinter dem Horizont, am Ende der Welt.
Historische Tatsache jedoch ist, dass im Gebiet des Nigerbogens im heutigen Mali eine
blühende Hochkultur existierte, als Europa noch im düsteren Mittelalter gefangen war.
Thomas Wartmann und Thomas Riedelsheimer zeigen in der zweiteiligen Dokumentation 'Hinter
dem Horizont' den europäischen Blick auf das Nigerdelta - von den sagenhaften Berichten
in der Antike bis hin zum zeitgenössischen Tourismus - und stellen diesen kritisch in
Frage. Im zweiten Teil geht die Reise mit der Piroge auf dem Niger weiter von Mopti ins
sagenumwobene Timbuktu. In der islamischen Welt des 14. und 15. Jahrhunderts war Timbuktu
für seine Korangelehrten und seinen sagenhaften Reichtum bekannt. |
| 19:30 - 20:15,
Arte |
| Flüsse der Welt Der
Colorado entspringt in den Rocky Mountains, im US-Bundesstaat Colorado. Bis er in Mexiko
in den Pazifik mündet, legt er mehr als 2300 Kilometer zurück. Auf seinem Weg durch den
amerikanischen Westen passiert der majestätische Fluss Monument Valley, dessen
Steinformationen zu den ältesten der Erde gehören. Weiter gehts durch zahlreiche
Schluchten, darunter Marble Canyon und Grand Canyon.
Den deutschen Kommentar spricht Christian Brückner (66), Synchronstimme von Robert De
Niro und einer der renommiertesten Sprecher Deutschlands.

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| Dienstag, 27.07.2010 |
| 05:00 - 05:45,
3SAT |
| Asiens Ströme - Asiens
Zauber Zum Wasserfest im April setzen die Bewohner von Jinghong im
Südwesten Chinas kleine bunte Lichter auf den Fluss, die alle schlechten Taten
davontragen sollen. Der Mekong, die 'Mutter aller Wasser', hilft beim Vergessen - auch
wenn kaum ein Fluss dieser Erde mit so grausamen Erinnerungen belastet ist wie die
Lebensader Südostasiens. An den Ufern des Mekongs tobte der Vietnamkrieg, die Menschen
Indochinas erstritten dort über Jahrzehnte hinweg ihre Unabhängigkeit. Noch immer suchen
Räumtrupps zwischen Laos und Vietnam nach Bomben und Minen aus dieser Zeit. Ansonsten ist
die Mekong-Region im Begriff, in die Moderne aufzubrechen: China möchte den Fluss am
liebsten ausbauen und alle Hindernisse auf dem Weg sprengen.
Peter Kunz und sein Team bereisen den Mekong, der sich 4.880 Kilometer lang vom
tibetischen Hochgebirge bis in die Ebenen des Mekong-Deltas schlängelt, bevor er
schließlich ins Südchinesische Meer fließt. Die Reise führt von der chinesischen
Grenze bis in das weite Delta in Vietnam, wo sich der Strom in die 'Neun Drachen'
aufteilt, ein weitverzweigtes System von Kanälen und Nebenarmen. Der erste Teil ihres
zweiteiligen Films 'Asiens Ströme - Asiens Zauber' verfolgt den Weg von China bis an die
Grenze zwischen Laos und Kambodscha.

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| 08:15 - 09:00,
Phoenix |
| Leben auf dem Fluss Timbuktu
lautet das Ziel der Reise. Über Jahrhunderte hinweg hatte der Name der Stadt in der
Sahara einen magischen Klang: Als eine der heiligen Stätten des Islam war sie für
Nicht-Muslime verboten, Kaufleute beschrieben sie als sagenhaft reich. Einer Legende nach
waren die Straßen mit Gold gepflastert. Doch der Zugang nach Timbuktu war zu keiner Zeit
einfach. Bis heute führen wenige Pisten durch die Wüste dorthin. Deshalb werden Personen
und Waren nach wie vor überwiegend auf dem Fluss Niger transportiert. Die Reise beginnt
in Mopti in der Republik Mali. Hier treffen sich die Handelsrouten aus dem Norden mit
denen des Südens. Mopti ist Hafen und Umschlagplatz für Waren aller Art. Die beiden
Flüsse Bani und Niger verwandeln nach der Regenzeit im Sommer das trockene Land in eine
grüne Insel am Rand der Sahelzone. 'Venedig Afrikas' haben es die ehemaligen
französischen Kolonialherren genannt. Die 'Air Bouctou' ist eine von drei Pinassen, die
regelmäßig zwischen Mopti und Timbuktu verkehren. Pinassen sind einfache flache
Holzboote, auf denen alles transportiert wird. Zumeist sind die Pinassen hoffnungslos
überladen, mit Reisenden und Waren aller Art - vom Federvieh bis zum Fahrrad. Das
Geschäft ist hart umkämpft. Basekou Tikambo ist der Pinassier der 'Air Bouctou'. Er ist
Reeder und Kapitän zugleich. Gemeinsam mit seiner Familie fährt er seit zehn Jahren die
Strecke. Den Beruf und das Boot hat er von seinem Vater übernommen. 'Man kann kein
Pinassier sein, wenn man es nicht von seinem Vater geerbt hat. Mein Vater hat es von
seinem Vater und der wiederum von seinem Vater gelernt. Nur so wird man ein guter
Pinassier.' Basekou Tikambo navigiert ohne Hilfsmittel - er verlässt sich allein auf
seine Erfahrung, seinen Instinkt und seinen Glauben. Als Bozo ist er ein Mann des Wassers,
der mit den Flussgeistern sprechen kann. Dörfer ziehen vorbei. Die Pinasse hält dort, wo
Menschen aus- oder einsteigen wollen. Oft sind die Orte nur eine Ansammlung von
Lehmhütten mit flachen Dächern und winzigen Fenstern. Am Ufer im Hafen von Timbuktu, der
ein paar Kilometer außerhalb der Stadt liegt, warten schon die Händler auf ihre Fracht.
Andere wollen, dass ihre Waren zurück nach Mopti transportiert werden. Meist sind es
Salzplatten aus den Minen im Norden von Mali, die durch die Wüste hierher gebracht
wurden. Eine Nacht lang liegt die Pinasse in Timbuktu vor Anker, dann geht die Fahrt
zurück nach Mopti, den langen Niger herunter.

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| 14:00 - 14:45,
Arte |
| Auf den Gipfeln der Welt Die
Republik Nepal liegt zwischen den beiden riesigen Ländern China und Indien. Die
Oberfläche des kleinen Landes im Himalaya besteht aus hohen Bergen und tiefen Tälern.
Hier gibt es Höhenunterschiede wie in kaum einem anderen Land der Erde. Gipfel, die
Höhen von mehr als 8.000 Meter erreichen, haben Nepal zum Ziel zahlloser
Trekkingtouristen und Bergsteiger gemacht. Das Land hat sich nahezu in einen Freizeitpark
für Alpinisten aller Nationen verwandelt. Im Lande Buddhas leben verschiedene
Volksgruppen: Das im Gebiet der höchsten Bergkette lebende Volk der Sherpas dürfte jedem
ein Begriff sein, sind doch Sherpas an fast jeder Hochgebirgsexpedition in der Region als
zuverlässige Lastenträger beteiligt. Vor allem im September und Oktober bringt das
Tragen von Rucksäcken für die zahlreichen Trekkingtouristen vielen Sherpas schnelles
Geld. Sie sind unersetzlich in dieser extremen Hochgebirgsregion, denn hier gibt es keine
Straßen oder Autos, nur die Rücken von Menschen, die bis zu hundert Kilogramm tragen.

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| 15:15 - 16:00,
NDR |
| Onkel Wanjas Dorf Östlich
von Moskau gibt es eine fast unbekannte autonome Republik: Mari El. Die Mari halten an den
Ursprüngen ihrer Kultur fest - sie beten zu den Naturgöttern und leben von der Jagd.
'Länder - Menschen - Abenteuer' besucht den Bauern Wanja und nimmt teil an einer
traditionellen Hochzeit und dem Opferritus.

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| 15:30 - 16:00,
3SAT |
| Gesichter des Orients Jordanien
durchlebte beinahe 2.000 Jahre lang, von der Zeit des Alten Testaments bis zum frühen
Islam, eine wechselhafte Geschichte. Geografisch gesehen ist Jordanien ein letzter
fruchtbarer Posten zwischen Mittelmeer und den Weiten der arabischen Wüste. Israeliten,
Nabatäer, Römer, später Christen und islamische Herrscher prägten das Gesicht
Jordaniens. Die Felsenstadt Petra, das heutige Amman und die Römerstadt Gerasa,
byzantinische Mosaiken, Jagd- und Lustschlösser der syrischen Kalifen - das alles sind
Facetten des Orients. Der Film 'Gesichter des Orients' erzählt die Geschichte Jordaniens. |
| 16:00 - 16:30,
3SAT |
| Rotes Meer - Rote Felsen Nahostkorrespondent
Peter Dudzik begleitet den Freediver Erez Beatus, der im Roten Meer 50 Meter tief ohne
Sauerstofftank taucht. In der Negev-Wüste trifft er einen 'Aussteiger', der mit den
sieben Pflanzen aus der Bibel eine künstliche Oase schaffen will. Außerdem geht Dudzik
auf eine Wanderung durch den faszinierenden 'Red Canyon' und führt die Zuschauer in den
Timna-Park, ein Wüstental, in dem schon in der Antike Erz gefördert wurde. Dort findet
eine landestypische Hochzeitsfeier unter den 'Säulen Salomons' statt. Im Dolphin Reef
Eilat schwimmt Peter Dudzik mit Delphinen, die sonst vor allem zur Therapie von Kindern
eingesetzt werden. Und er besucht das einzige Unterwasser-Restaurant der Welt, über acht
Meter unter dem Meeresspiegel. Die Reisereportage 'Rotes Meer - Rote Felsen' von
Nahostkorrespondent Peter Dudzik führt an den südlichsten Zipfel Israels. |
| 16:30 - 17:00,
3SAT |
| Der Mythos der blauen Männer
'Du bist mein Freund, ich erkenne dich am Abdruck deines Fußes im Sand', sagt
Abdallah und lacht mit den Augen. Der Rest des Gesichts ist im Cheich, dem Schleier der
Tuareg-Männer, verborgen. Seit 30 Jahren führt Abdallah Karawanen im Geländewagen durch
die Wüste. Der Mythos erzählt von 'blauen Männern' rätselhafter Herkunft,
wahrscheinlich aus Atlantis, allesamt stolze Wüstenkrieger, die durch willkürliche
Grenzziehungen auf Algerien, Niger, Mali, Libyen und Mauretanien verteilt wurden. Überall
sind sie sozial und wirtschaftlich an den Rand gedrängt. Jahrelang fuhr kein Tourist
freiwillig in den Süden Algeriens. Jetzt kehren die ersten Touristen zurück. Von
Abdallah kann man lernen, dass das Sternzeichen des 'großen Bären' dort die 'große
Kamelstute' heißt und wie man ein Sandorakel liest. Seit wieder mehr Besucher in den
Hoggar, das Wüstengebirge in der algerischen Sahara kommen, züchten die Tuaregs auch
wieder mehr weiße Kamele, Meharis, für Reittouren. Auch Hamu, der Schneider, hat gut zu
tun: traditionelle Anzüge in Himmels- oder königsblau für die Männer, sonnengelbe und
blutrote Gewänder für die Frauen. Die Tuareg lieben es, die Einsamkeit und die Stille
der Wüste mit Farben zu füllen.

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| 16:50 - 17:30,
Arte |
| Niger - Ein Zelt zur Hochzeit
Rhaissa ist ein Tuaregmädchen im Niger und hütet Schafe. Sie blickt scheu in
die Kamera und lacht über das, was ihre Freundin Fatima über den Mann sagt, der in
wenigen Tagen ihr Ehemann sein wird. Er sieht wohl nicht besonders gut aus und wirkt auch
nicht sonderlich stolz. Doch Rhaissa wird ihn heiraten. Es wurde um ihre Hand angehalten,
die Eltern willigten ein und Rhaissa fügt sich dem Schicksal. Ein letztes Mal wird sie
die Schafe hüten, auf den Hügeln singen und ein Mädchen sein. Danach wird sie mehrere
Tage im Zelt ihrer Mutter verbringen. Das Heiratsritual verlangt, dass die zukünftige
Braut bis zur Hochzeitsnacht weder spricht noch das Zelt der Mutter verlässt. Doch andere
erzählen an ihrer Stelle, was sie verschweigen muss. Die Dokumentation ist ein
feinfühliges Porträt eines jungen Mädchens. Sie vermittelt Einblicke in eine Kultur mit
einem anderen Zeitgefühl, eigenen Werten und einer anderen Auffassung von der Liebe.

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| 17:00 - 17:45,
3SAT |
| Libyen - Reise in ein
unbekanntes Land Tankwagen holpern über Karawanenwege - Alltag im reichsten
Land Afrikas. Libyen besitzt riesige Erdölfelder, doch das arabische Volk lebt noch wie
vor hundert Jahren: Viehhändler schachern vor den Toren von Tripolis, und Beduinen ziehen
durch die Sahara.

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| 17:45 - 18:30,
3SAT |
| Skizzen aus Marokko Die
gewaltigen Ketten des Hohen Atlas sind noch tief verschneit. Die Passstraßen führen in
2.700 Meter Höhe über das Gebirge. Die Flüsse, die dort entspringen, fließen nach
Süden, in die Sahara. Der Ziz ist der mächtigste dieser Flüsse. An seinen Ufern
leuchtet das Grün der Oasen mitten im Braun der trockenen Ödnis. Judentum, Christentum
und Islam haben ihre Ursprünge in den Trockengebieten des Vorderen Orients, und in allen
drei Weltregionen ist die Oase der versprochene Garten Eden. Die Dattelpalme ist das
wichtigste Erzeugnis der Oasen. Ihre Frucht ist nahrhaft, ihr Stamm liefert Holz, die
Blätter werden zu Flechtwerk verarbeitet. Die Staub- und Sandstürme, die oft völlig
überraschend einsetzen, bedrohen vor allem die große Oase im Norden, das Tafilalet. Die
Menschen schützen Haus und Hof durch hohe Sandschutzzäune, dennoch dringt die Wüste
vor. Noch heute leben die meisten Oasenbewohner in einem Ksar, einer riesigen Wehrburg,
erbaut aus Lehm und Stroh. So schützten sie sich vor den Angriffen und Überfällen der
Nomaden aus der Wüste. Rissani ist der wichtigste Ort in Tafilalet. Dort gibt es den
bedeutendsten Markt der Region. Im Frühjahr ist der Schafmarkt Zentrum des Geschehens,
denn dort treffen sich die Bauern der Oase mit den Nomaden der Umgebung. Die Wüste birgt
aber nicht nur Schrecken: 'Allah hat die Wüste geschaffen, damit es einen Ort gäbe,
darinnen er in Ruhe lustwandeln könne', sagt eine altarabische Legende. Tatsächlich war
die Wüste immer auch Ort der Kontemplation, der Meditation und der göttlichen
Offenbarung. |
| 19:30 - 20:15,
Arte |
| Flüsse der Welt Der
gewaltige Strom Niger fließt durch mehrere westafrikanische Länder, einem gibt er sogar
seinen Namen. An seinen Ufern liegen Städte wie das tausendjährige Djenné in Mali,
bekannt durch die fantastische Lehmmoschee, und Timbuktu, die Perle der Sahara. Im Verlauf
des Flusses von Malis Hauptstadt Bamako bis zur Handelsmetropole Gao verehren
westafrikanische Völker den Niger als wundersamen Lebensquell und geheimnisvolle
Gottheit.

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| Mittwoch, 28.07.2010 |
| 05:10 - 05:55,
3SAT |
| Asiens Ströme - Asiens Zauber
Der Mekong schlängelt sich 4.880 Kilometer lang vom tibetischen Hochgebirge bis
in die Ebenen des Mekong-Deltas, bevor er schließlich ins Südchinesische Meer fließt.
Peter Kunz und sein Team bereisen für den letzten Film der zweiteiligen Reihe 'Asiens
Ströme - Asiens Zauber' den Mekong. Ihre Reise führt von der chinesischen Grenze bis in
das weite Delta in Vietnam, wo sich der Strom in die 'Neun Drachen' aufteilt, ein
weitverzweigtes System von Kanälen und Nebenarmen.

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| 08:15 - 09:00,
Phoenix |
| Leben auf dem Fluss In
Vietnam verzweigt sich der Mekong in ein Geflecht aus Flussarmen, kleinen Nebenflüssen
und Kanälen. 'Sông Cuu Long' wird er hier genannt, Fluss der neun Drachen. Zwischen den
Wasserwegen liegen Reisfelder und üppige Obstgärten. In dieser Welt aus Wasser bewegt
man sich am besten mit dem Boot vorwärts. Cao Thu Trang und ihr Mann Bao leben auf einem
kleinen Boot, mit dem sie im Mekong-Delta Handel treiben. Trang lebt, schon solange sie
denken kann, auf einem Boot. Sie ist mit dem Mekong vertraut. Um sicher zu gehen, dass
alles gutgeht, bittet sie morgens und abends die Wassergöttin um Beistand. Auch ihre
17-jährige Tochter fährt auf dem Boot mit, doch die träumt von einem Leben an Land.
Trang und Bao kaufen bei einem Bauern kurz vor der Mündung des Mekong Wassermelonen und
fahren dann wieder flussaufwärts. Mal haben sie Glück und können die Melonen zu einem
guten Preis weiterverkaufen, mal haben sie Pech und können nicht weiterfahren, weil Ebbe
ist oder weil ein Abnehmer sein Geld noch nicht bezahlt hat. Am Ende kommen sie zum
schwimmenden Markt in Chau Doc, ganz im Norden des Mekong-Deltas, nahe der Grenze zu
Kambodscha. Auch Trangs Eltern sind mit ihrem Boot im Mekongdelta unterwegs. Sie
transportieren Fisch von Zuchtteichen zu Fabriken, wo er weiter verarbeitet wird. Ihr Boot
ist komfortabler und größer als das der Tochter, aber Trang ist zufrieden mit ihrem Boot
und ihrem Leben auf dem Fluss. Bis sie alt ist, will sie so weiter leben, immer auf und ab
im Delta der neun Drachen.

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| 10:00 - 10:45,
Arte |
| Auf den Gipfeln der Welt Bergregionen,
die zu den höchsten der Welt gehören, und die Menschen, die hier ihren beschwerlichen
Alltag bewältigen, stehen im Zentrum der 20-teiligen Dokumentationsreihe. Ausschlaggebend
für die Auswahl der porträtierten Gebirgszüge waren ihre natürlichen oder kulturellen
Besonderheiten, ihre spezielle Flora und Fauna und die Traditionen, die hier - fernab der
rastlosen westlichen Zivilisation - gelebt werden. Klein-Tibet lautet eine Bezeichnung des
Ladakh-Hochgebirges im Himalaya. Da sich die Gletscher immer weiter zurückziehen, fehlt
den Bewohnern der kargen Region das für die Landwirtschaft dringend benötigte
Schmelzwasser. Doch die Menschen wissen sich zu helfen. Die Hochgebirgswüste Ladakh wird
auch als Klein-Tibet bezeichnet. Um die Hochebene Changtang erheben sich Berge, die bis zu
6.000 Meter hoch sind. Bauern und Handwerker leben in Oasen an den Ufern von Bächen, die
aus den Gletschern entspringen und mit deren Wasser die Bauern ihre Felder bewässern. Das
Eis der Gletscher im Himalaya ist seit 1962 um 21 Prozent zurückgegangen, das führt für
die Landwirtschaft in der kargen Region zu einer dramatischen Situation. Ein pensionierter
Ingenieur kam auf die rettende Idee, die ebenso einfach wie einleuchtend erscheint. Er
leitete einen Bach um und baute Deiche aus Steinen, um das Wasser in kleinen Becken zu
stauen. Dort gefriert es im Winter. Wenn das Wasser dann im März schmilzt, kann es zur
Bewässerung der Felder verwendet werden. |
| 10:45 - 11:30,
Arte |
| Auf den Gipfeln der Welt Im
Südwesten von Indien liegt der Bundesstaat Kerala. Hier befindet sich der fast 2.700
Meter hohe Anamudi. Die Region am Fuße des Berges gilt als Paradies für wilde Elefanten,
Tiger und Lippenbären. Kerala ist eine außergewöhnliche Region, die unbedingt
geschützt werden muss. Kerala ist auch in Bezug auf die indische Gesellschaft eine
Ausnahmeprovinz. Hier leben Religionsgemeinschaften wie Hindus, Christen, Juden und
Moslems trotz aller Unterschiede harmonisch und respektvoll zusammen. Außerdem hat Kerala
als Bundesstaat mit 90 Prozent auch die höchste Alphabetisierungsrate des gesamten
Landes. Ferner sind Männer und Frauen in Kerala relativ gleichberechtigt und die
durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen liegt hier zehn Jahre über dem nationalen
Durchschnitt.

|
| 12:15 - 12:45,
Arte |
| Sommer, Sonne, Strand! Bis
zum Zweiten Weltkrieg wurde der argentinische Badeort Mar del Plata 'Klein-Biarritz'
genannt. Eine betuchte Elite spielte Golf, ging ins Casino, bewohnte stattliche Villen und
spazierte elegant die Strandpromenade entlang. Mit dem Ende des Krieges waren die fetten
Jahre vorbei. 1946 beschloss der populistische Präsident Juan Domingo Perón den Ausbau
des Massentourismus. Die schönen Villen wurden zugunsten von weniger glamourösen
Gebäuden abgerissen. Nur das heute leerstehende Kasino blieb übrig. Doch der Ruf des
großen, beliebten Strands von Mar del Plata ist nicht verhallt, und er zieht immer mehr
Ausflügler an, besonders am Wochenende. Man nimmt bereitwillig die fünfstündige
Busfahrt von Buenos Aires in Kauf, um kurz ins Meer zu tauchen und sich ausgelassen zu
amüsieren. Die Reichen flüchten vor den Arbeitermassen weiter in den Süden und halten
in Luxusressorts an Privatstränden die Füße ins Wasser.

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| 14:00 - 14:45,
Arte |
| Auf den Gipfeln der Welt Der
höchste Gipfel Afrikas misst 5.895 Meter. Der Berg, der samt seiner ihn umgebenden
Landschaft seit 1987 zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt, ist noch von 'ewigem' Schnee
bedeckt. Doch wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge wird der Gletscher schon in zehn
Jahren vollständig geschmolzen sein. Damit würde auch eine der letzten paradiesischen
Regionen auf dem afrikanischen Kontinent verschwinden, in denen die Menschen noch in
Harmonie mit der Natur leben. Während das Volk der Jagga die kühlen und feuchten Flanken
des Kilimandscharos bevölkert und hier Ackerbau betreibt, züchten die Angehörigen der
Massai ihre Viehherden in den trockenen Gebieten am Fuße des Berges.

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| 15:00 - 16:00,
SWR |
| Planet Wissen 'Ein
Vulkanausbruch ist ein unvergleichbares Ereignis - man spürt wie nirgendwo sonst die
Kraft des Planeten', sagt der Vulkanologe Colin Devey. Er hat sich auf die Erforschung von
Unterwasservulkanen spezialisiert - weit unten im Meer brodeln die meisten Feuerberge.
Erst wenn das heiße Gestein aus der Tiefe über die Wasseroberfläche hinausschwappt,
bilden sich Inseln - oft traumhaft schön: Die Kanaren, Hawaii, Island oder die erst 1963
Insel Surtsey sind so entstanden. Colin Devey verrät bei 'Planet Wissen' auch, weshalb
Wissenschaftler für die Erforschung der feuerspeienden Berge gelegentlich ihr Leben
riskieren. Die Sendung taucht ein in die Natur und das Leben der Menschen entlang der
Feuerberge, auch unter dem Meeresspiegel. Eine Reise über bezaubernde Inseln rund um
Erdball - fortwährend am Rande des Abgrunds ins glühendheiße Erdinnere. |
| 15:00 - 15:45,
3SAT |
| Die neue Seidenstraße Wüsten
und Gebirge, blühende Städte und eindrucksvolle Kulturlandschaften säumen die
Seidenstraße. Claus Richter folgte den Spuren Marco Polos und erkundete die legendäre
Route, die China, Rußland und die anderen Anrainer zu neuem Leben erwecken wollen.
Info: Die Seidenstraße verband China mit dem Mittelmeer. Mit fast 10000 Kilometern war
sie der längste Handelsweg der Welt - und der älteste: Zwei Jahrtausende lang diente sie
als Transportweg über die größte geschlossene Landmasse der Erde.

|
| 15:15 - 16:00,
NDR |
| Wo die Riesen vom Himmel kamen
Ihre Entdeckung war eine Sensation: 1959 stießen Forscher im Westen Australiens
auf das Nomadenvolk der Pintubi. Die Wüstenwanderer jagten Kängurus, aßen Ameisenlarven
und beteten eigene Götter an. Heute leben sie in festen Häusern. Doch immer wieder
fliehen die 'gezähmten Wilden' zurück zu ihren Wurzeln. Bruno Scrobogna hat die Pintubi
bei ihrem Fluchtversuch begleitet.
Schriftsteller Bruno Scrobogna hat die Pintubi in den letzten 40 Jahren regelmäßig
besucht und insgesamt fünf Jahre mit ihnen gelebt.

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| 15:45 - 16:30,
3SAT |
| Die neue Seidenstraße Die
zweite Etappe auf der legendären Handelsroute führt von China bis nach Pakistan. Beide
Länder haben den Karakorum-Highway gebaut und so erstmals seit Dschingis Khans Zeiten
wieder eine ununterbrochene Landverbindung über den Kontinent geschaffen. Entlang
schwindelerregender Abgründe führt die Straße ins Herz Asiens.

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| 16:40 - 17:35,
Arte |
| Mit den Wüsten-Hebammen bei
den Tuareg In der Region Adrar im Grenzgebiet zwischen Mali und Algerien
prägen unwirtliche Sanddünen und felsige Bergmassive das Landschaftsbild. Ihre Bewohner,
die Tuareg, sind Nomaden und leben in erster Linie von der Wanderweidenwirtschaft. Die
Lebensbedingungen sind hart und ärztliche Versorgung ist oft unerreichbar.
Kindersterblichkeit und Kindbetttod sind hier so hoch wie kaum sonst auf der Welt. Mit
Unterstützung der Hilfsorganisation 'Ärzte der Welt - Belgien' bemüht sich die malische
Regierung um eine Verbesserung der Gesundheitsfürsorge in der Region. So wurden über 200
einheimische Hebammen geschult, um Geburtshilfe unter bestmöglichen hygienischen
Bedingungen leisten zu können oder komplizierte Geburten so frühzeitig zu erkennen, dass
die Gebärende noch in ein Krankenhaus gebracht werden kann. Die Wander-Hebammen tragen
einen wichtigen Teil dazu bei, die Lebensumstände der Tuareg zu verbessern.

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| 18:30 - 19:00,
3SAT |
| Kambodscha - Die Kinder der
Killing Fields Vor nur 30 Jahren war Phnom Penh eine Geisterstadt - die
verlassene Hauptstadt eines ausgebluteten Landes. 1975 wurden alle Städter aufs Land
deportiert, um dort Feldarbeit zu leisten. Phnom Penh war innerhalb von 24 Stunden
komplett entvölkert. Bis 1979 regierten die Roten Khmer mit grausamer Härte und brachten
Kambodscha Leid und unvorstellbares Elend. In dem vierjährigen Terrorregime Pol Pots gab
es keine Schulen und Krankenhäuser, und die gesamte geistige Elite des Landes wurde
ermordet. Rund zwei Millionen Menschen kamen ums Leben, knapp ein Fünftel der
Bevölkerung. Während die Kambodschaner auf die Bestrafung der Verantwortlichen hoffen,
die heute vor einem internationalen Gerichtshof stehen, begegnet man in Phom Penh überall
den Folgen des vierjährigen Terrorregimes. Es ist eine leise Armut - Bettler und vor
allem Kinder, die versuchen, ein bisschen Geld zu verdienen, die stehlen und sich
prostituieren. Kein Wunder, dass Kambodscha inzwischen das Land mit der höchsten
HIV-Infektionsrate in ganz Asien ist. Vor allem die junge Generation, die zum Aufbau des
Landes beitragen könnte, ist mit dem Virus infiziert.

|
| 19:30 - 20:15,
Arte |
| Flüsse der Welt Der
in Angola entspringende Okavango fließt durch Namibia und endet in der Kalahari-Wüste
von Botsuana. In dieser Region ohne jegliche Erhebung teilt er sich in Hunderte von
mäandernden Kanälen mit vielen Inseln. Die Tatsache, dass der rund 1.800 Kilometer lange
Fluss nie das Meer erreicht, sondern in der Wüste versickert, ist einem seltenen
geologischen Phänomen geschuldet: Der Boden der Kalahari ist so porös, dass er das
Wasser des Okavango aufsaugt. Dadurch wird die an sich vollkommen dürre Region bewässert
und fruchtbar gemacht. Und so bringt der Okavango der Wüste überquellendes Leben:
Löwen, Elefanten, Flusspferde, unterschiedlichste Vogelarten, Antilopen und Krokodile
machen das bis zu 16.000 Quadratkilometer große Okavango-Deltas zu einem Garten Eden, in
dem die außergewöhnlichsten Tiere leben. Ein streng bewachtes Paradies, denn die
einzigartige Artenvielfalt dieses Ortes muss geschützt werden. Auf der Reise entlang der
Flusswindungen zeigt die Dokumentation einige der Menschen, die sich dieser Aufgabe
verschrieben haben, darunter Wissenschaftler, die sich für die üppige Natur der Region
begeistern. Aber das Wasser des Okavango weckt viele Begehrlichkeiten. Sein Delta ist von
einem Staudammprojekt bedroht, das die Bewässerung der Nachbarländer ermöglichen soll.
Somit bleibt dem Paradies des Okavango vielleicht nur eine Gnadenfrist.

|
| 21:55 - 23:25,
Arte |
| Feuerherz Eritrea
in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts: Mitten in den Wirren des Unabhängigkeitskrieges
gegen Äthiopien wächst die aufgeweckte Awet, liebevoll betreut von italienischen Nonnen,
in einem Waisenheim in Asmara auf. Ihre Mutter ist auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg
umgekommen. Eines Tages stellt sich heraus, dass ihr Vater, ein Freiheitskämpfer, noch
lebt. Dieser schickt seine ältere Tochter Freweyni, um sein zweites Kind zu sich zu
holen. Awet ist überglücklich, glaubt sie doch endlich Familie und Heimat gefunden zu
haben. Doch statt Geborgenheit warten harte Arbeit und Armut auf das junge Mädchen. Ihr
Vater, den sich Awet in ihrer Fantasie als mutigen Kämpfer vorgestellt hat, entpuppt sich
als feigherziger Schläger, der seine Kinder und deren Kräfte schamlos ausbeutet. Awet
hingegen hat ihren eigenen Kopf sowie ihr 'Feuerherz' - ein gesticktes Bild, das sie von
ihrer Lieblingsschwester Anna aus der Klosterschule als glückbringendes Abschiedsgeschenk
erhalten hat. Von ihr hat Awet auch gelernt, sich gegen Ungerechtigkeiten und Gewalt auf
friedliche Weise zu wehren. Schließlich übergibt der Vater seine beiden Kinder der
'Jebha' einer der rivalisierenden Befreiungsarmeen: Seine Mädchen sollen 'Töchter
Eritreas' werden. Im Lager der Jebha, die sich als die erste und wahre Befreiungsfront
begreifen, soll Awet lernen, wie Waffen und Sozialismus funktionieren. Nach und nach
lässt sich das Mädchen in den Sog des Kampfes hineinziehen: Obwohl sie Freundschaft und
Brüderlichkeit erfährt und sich für das Freiheitsideal zu begeistern lernt, wird Awet
im Camp vor allem mit dem Wahnsinn des Krieges konfrontiert, mit menschlichen
Gräueltaten, Fanatismus und Tod. Angesichts des innereritreischen Krieges der 'Jebha'
gegen die 'Shabia' stellt sie ihren Ausbildern die clevere Frage, warum sich zwei
militante Gruppen mit dem gleichen Ziel gegenseitig umbringen, statt sich in ihrem
Vorhaben der Befreiung des Landes zu unterstützen. Dennoch glaubt Awet, bei der Jebha
eine neue Familie gefunden zu haben; die Gruppenführer Ma'aza und Mike'ele nimmt sie als
die größten Helden wahr. Mit den Waffen mag sich Awet allerdings nicht anfreunden. Bei
der Jagd begeht sie einen folgenschweren Fehler, wird daraufhin hart bestraft und von der
Gruppe geächtet. So verliert das Mädchen langsam den Glauben an die Jebha und an den
endlosen Befreiungskampf, der über Leichen geht. Zusammen mit ihrer Schwester und einigen
Kindern aus dem Camp geht Awet ihren eigenen Weg, ihrem Gewissen und ihrem 'feurigen
Herzen' folgend ...

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| Donnerstag, 29.07.2010 |
| 08:15 - 09:00,
Phoenix |
| Leben auf dem Fluss Der
Rio Tapajós ist einer der größten Nebenflüsse des Amazonas. Der mächtige Wasserlauf
ist an seinem Oberlauf im Norden Brasiliens bis zu 18 Kilometer breit und gilt als einer
der schönsten Flüsse im Amazonasregenwald. Für die Menschen in den abgelegenen Dörfern
entlang des Rio Tapajós ist er der einzige Transportweg. Das Ärzteschiff 'Abaré' - in
der Sprache der Tupi-Indianer 'der sich kümmernde Freund' - bringt den Menschen
medizinische Versorgung. Fabio Tozzi leitet die moderne Krankenstation und leistet mit
einem eingespielten 35-köpfigen Team die dringend benötigte medizinische Hilfe. Für den
Chirurgen und Abenteurer aus São Paulo ist die zweiwöchige Fahrt mit dem Ärzteschiff
eine Herausforderung. Der 50-Jährige kann sich nicht mehr vorstellen, seinen
ungewöhnlichen Arbeitsplatz auf dem Schiff gegen den Alltag in einem Krankenhaus
einzutauschen. Täglich bewältigt der Arzt den Ansturm der Patienten auf dem Schiff,
macht Hausbesuche in den Dörfern und kümmert sich gleichzeitig um sein Team und die
Schiffsmannschaft. Alle an Bord müssen während der 400 Kilometer langen Flussfahrt viele
Entbehrungen hinnehmen und ein hohes Arbeitspensum bewältigen. Die Schiffsmannschaft ist
ständig im Einsatz, um die Ärzte sicher zu den Dörfern zu bringen. Obwohl Fabio Tozzi
und sein Team große medizinische Hilfe leisten, reicht sie dennoch nicht aus. Für viele
Patienten bleibt wenig Zeit, anderen können die Ärzte gar nicht helfen. Die
Dokumentation zeigt den ungewöhnlichen Alltag des Arztes und seiner Kollegen auf der
'Abaré'. Sie taucht aber auch ein in die Lebenssituation der Menschen in den
Flussdörfern - eine Flussfahrt mit freudigen, nachdenklichen und aufregenden Momenten in
der Welt Amazoniens.

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| 14:00 - 14:45,
Arte |
| Auf den Gipfeln der Welt In
dem südamerikanischen Land Ecuador gibt es unzählige Berggipfel. Es zählt allein 50
Vulkane, von denen sieben noch aktiv sind. So lebt von den über 13 Millionen Einwohnern
des Landes etwa ein Drittel in ständiger Bedrohung durch einen Vulkanausbruch. Angesichts
dieser Gefahr hat die Bevölkerung eine starke Religiosität entwickelt. Ihrer Ansicht
nach schützt im Schatten der Vulkane nur der Himmel vor dem Zorn der Erde. Einer der
gefährlichsten Vulkane des Landes ist der über 5.000 Meter hohe Tungurahua. Aber die
20.000 Einwohner der nahe gelegenen Stadt Baños scheinen nicht beunruhigt zu sein. In den
letzten fünf Jahrhunderten erlebte man hier mehrere Vulkanausbrüche, die Stadt wurde
jedoch nie zerstört. Also vertrauen die Einwohner auf Gott - in wichtigen wie in
unwichtigen Angelegenheiten.

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| 15:00 - 15:45,
3SAT |
| Die neue Seidenstraße Die
letzte Etappe führt Claus Richter durch Kirgisien und Usbekistan. Seit dem Ende der UdSSR
entdecken die Staaten ihre vorsowjetischen Traditionen: Kleine Privatbetriebe produzieren
Güter, der Islam ist auf dem Vormarsch. Der Westen unterstützt auch deshalb die
Wiederbelebung der Seidenstraße zwischen China und Europa: Der Handel soll den Wohlstand
mehren und somit dem Fundamentalismus Einhalt gebieten.
Den Begriff Seidenstraße prägte Anfang des 19. Jahrhunderts der deutsche Gelehrte
Ferdinand von Richthofen.
q
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| 15:15 - 16:00,
NDR |
| Wo dem Gatten nur die Nacht
gehört Kwill Dkhar hat Sorgen. Ihre Kohlengrube läuft voll Wasser, die
Haupteinnahmequelle der Familie droht für längere Zeit zu versiegen. Was die 55-Jährige
aber noch mehr bekümmert, ist der Plan ihrer Tochter Rani, 'in Weiß zu heiraten'. Bei
den Jaintia in den Bergen Nordostindiens haben die Frauen den Männern einiges voraus: Nur
sie dürfen Land besitzen, und sie vererben alles Vermögen nur an ihre Töchter. Fremde
Männer sind ihnen für längere oder kürzere Zeit willkommen, aber nur als 'nächtliche
Gatten', bei Tagesanbruch müssen sie das Haus wieder verlassen haben. Alle wissen, welche
Frau welchen 'nächtlichen Gatten' hat, aber man spricht nicht darüber. Eine solche
Beziehung durch eine 'Hochzeit in Weiß' öffentlich zu machen, ist für ältere Jaintia
ein Zeichen schlimmen Sittenverfalls. Von den Männern wird erwartet, dass sie für ihre
Mütter da sind. 'Ein angesehener Mann ist der, der ständig und erfolgreich für seine
Mutter arbeitet', sagt Kwill Dkhar und erhofft sich die Lösung ihrer Probleme von ihren
beiden Söhnen Evening und Morning.

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| 15:30 - 16:00,
H3 |
| Zu Gast im Süden Englands
Die Grafschaft Dorset ist der 'Sonnenbalkon'
Englands. Nirgends scheint die Sonne häufiger und länger als hier im Südwesten des
Landes. Schöne Sandstrände und lebhafte Ferienorte, aber auch reetgedeckte Cottages im
sattgrünen Hinterland machen den Reiz dieser Region aus. Die weißen Klippen der
'Jurassic Coast' mit ihren 200 Millionen Jahre alten Fossilienfunden hat die UNESCO wegen
ihrer 'außerordentlichen Schönheit' sogar zum geschützten Welterbe erklärt. Segler
schätzen das Revier von Weymouth und Portland. Es gehört zu den besten Großbritanniens
und ist 2012 Austragungsort der olympischen Segelregatten. Gartenfreunde können sich im
subtropischen Paradies des Earls of Ilchester Anregungen holen. Weiter östlich ist
Portsmouth ein Muss für alle, die eine Schwäche für die Geschichte der Seefahrt haben:
Die Hafenstadt an der englischen Südküste ist nicht nur der größte Stützpunkt der
Royal Navy. Allemal eindrucksvoller als die modernen Kriegsschiffe sind die stolzen
Veteranen, die 'Victory' von Lord Nelson oder die 'Warrior', das Flaggschiff von Königin
Victoria. Wer jedoch Masten, Segeln, Takelagen nichts abgewinnen kann, besucht ganz
einfach Charles Dickens - vielmehr seine Hinterlassenschaften. Sein Geburtshaus ist heute
ein Museum. Bleibt noch Zeit für einen Sprung auf die Isle of Wight, der klassischen
Ferieninsel der Engländer, direkt vor der Haustür. Mit ihren weißen Klippen, sanften
Hügeln und gemütlichen Pubs gilt sie als 'England im Kleinen'.

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| 16:50 - 17:35,
Arte |
| Laos - Die Karawane der
bedrohten Elefanten Laos wurde einst das 'Land der Millionen Elefanten'
genannt. Heute gibt es hier nur noch 2.000 wildlebende und zahme Elefanten. Die Gefahr ist
groß, dass in etwa zehn Jahren der Elefant ausgestorben ist, der innerhalb der laotischen
Kultur eine entscheidende Rolle besetzt. Um auf diese Bedrohung aufmerksam zu machen,
werden während der traditionellen Feierlichkeiten des Vat-Phou-Tempels in Südlaos vier
Elefanten auf einen 1.300 Kilometer langen Marsch geschickt. Begleitet von 'ElefantAsia',
einer französischen Organisation, sollen sie in drei Monaten in Luang Prabang, dem alten
Königssitz des 'Landes der tausend Elefanten', an der großen Prozession zum laotischen
Neujahrsfest teilnehmen. Auf ihrem Weg durchquert die 'Caravan Xang' genannte Expedition
viele abgeschiedene Landesteile und einige Städte. Überall begrüßen die Menschen
ungeachtet ihrer ethnischen Zugehörigkeit und ihres Glaubens die Elefanten mit
religiösem Eifer und tiefer Verehrung.

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| 17:15 - 18:00,
3SAT |
| Dunkle Schönheit Eritrea Vor
dem Zweiten Weltkrieg war Eritrea eine italienische Kolonie, danach geriet das
afrikanische Land unter äthiopische Herrschaft. Erst 1993 wurde das ostafrikanische Land
nach einem 30-jährigen Krieg mit Äthiopien unabhängig. Seither ist es still geworden um
Eritrea. Dabei waren es gerade sein Zauber und sein Reichtum, die das Land so vielen
Kriegen und Konflikten ausgesetzt haben. Eritreas Landschaften sind spektakulär. Das Land
umfasst vier Klimazonen mit jeweils völlig unterschiedlicher Vegetation. Es bietet
faszinierende und weitgehend unerforschte archäologische Stätten, unberührte Natur und
neun Ethnien mit jeweils eigener Sprache und Kultur. Denn große Teile Eritreas sind ohne
Spezialerlaubnis bis heute nicht zugänglich. Das Beeindruckendste aber sind die Menschen:
Mönche im 2.400 Meter hoch gelegenen orthodoxen Kloster Debre Bizen, die ihren Berg
niemals verlassen, Frauen, die nach dem Verlust ihrer Männer ihr Leben selbst in die Hand
nehmen, Moslems und Christen, die in Freundschaft zusammenleben, Dorfbewohner, die im
Schatten eines riesigen Maulbeer-Feigenbaums ihre Probleme ausdiskutieren, und Steinmetze,
die den Klang der Steine deuten können.
Der Film 'Dunkle Schönheit Eritrea' entführt in eine Welt, deren wilde Schönheit vom
Tourismus noch weitgehend unberührt geblieben ist.

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| 18:30 - 19:00,
3SAT |
| Das schwimmende Krankenhaus
von Sibirien Seit fünf Jahren fährt das Krankenhausschiff 'Nikolaij
Pirogow' in die tiefste Provinz. Die Menschen dort warten schon sehnsüchtig, denn das
Schiff kommt nur einmal im Jahr vorbei.

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| 19:30 - 20:15,
Arte |
| Flüsse der Welt Der
Urubamba ist ein Quellfluss des Amazonas. Er entspringt in den Anden, nahe des Passes Abra
La Raya nordwestlich des Titicacasees, und fließt durch das Valle Sagrado, das Heilige
Tal der Inka. Dort zeugen beeindruckende Ruinenstädte wie Machu Picchu von vergangener
Pracht und der entwickelten Zivilisation der südamerikanischen Urbevölkerung. Eine
Vergangenheit, die auch heute noch in der Region und der Kultur ihrer Einwohner
gegenwärtig ist.

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| 20:15 - 21:00,
3SAT |
| Sommer im ewigen Eis - Die
Arktis Im Licht der Mitternachtssonne erkunden zwei Kamerateams den
arktischen Sommer auf Grönland. Los gehts auf den Fjorden vom Süden bis zur Disko-Bucht.
Die Filmemacher erleben faszinierende Naturschauspiele und treffen Menschen, die am Rand
des Eises leben: Inuit-Schüler bei ihrer Abi-Party, einen Bierbrauer, der auf
Gletschereis setzt, und einen Bauern, der dank Erderwärmung Salat ziehen kann.
Info: 'Kalaallit Nunaat' - Land der Menschen - nennen Grönlands Inuit ihre Heimat. Doch
nicht einmal 60.000 Einwohner leben hier: 0,026 pro Quadratkilometer.

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| Freitag, 30.07.2010 |
| 08:15 - 09:00,
Phoenix |
| Leben auf dem Fluss Es
ist weltweit ein aussterbendes Gewerbe - das Flößen von Holz aus entlegenen Wäldern zu
den großen Sägemühlen. Doch es gibt sie noch, die gewandten Männer, die auf
Baumstämmen den Strom hinuntertreiben, gezogen nur von einem kleinem 'Tugboat'. Auf dem
Fraser River in British Columbia an der Westküste Kanadas wird das Flößen von Holz bis
heute betrieben. Der Fluss entspringt in den Rocky Mountains und mündet nach rund 1.400
Kilometern bei Vancouver in den Pazifik. Kapitän Berry Higgs und sein 'Deckhand' Jo sind
Tag für Tag mit ihrem kleinen kraftvollen Schlepper unterwegs, um die riesigen
Holzflöße zu den Sägemühlen zu ziehen. Berry ist seit über 30 Jahren bei einer Firma
beschäftigt. Er liebt seinen Job und er liebt die Boote. Zu jedem Tugboat, dem sie
begegnen, kennt er eine Geschichte. Früher waren noch viel mehr Schiffe unterwegs, und
als es noch keine Mobiltelefone gab, sind sie mit ihren kleinen, starken Booten oft für
Wochen in den Sunden und Buchten des kanadischen Nordens verschwunden. Heute muss alles
schnell gehen. An Bord sind sie per Telefon, Funk und Faxgerät erreichbar. Die Branche
hat außerdem mit der Globalisierung zu kämpfen: Jedes Jahr schließen Sägewerke entlang
des Fraser Rivers - schwere Zeiten für die letzten starken Männer auf dem Fluss. Für
Berry und seine Kollegen ist der Preiskampf eine tägliche Herausforderung. 'Zeit ist
Geld' heißt das Motto. Zur Ablösung werden sie oft mit dem Wasserflugzeug geflogen,
damit die Boote und ihre Crews effektiver eingesetzt werden. Trotz des enormen Drucks
müssen sie dafür sorgen, dass Menschen, Boote und Flöße heil ankommen, und die Fahrt
mit den langen Flößen ist nicht einfach. Doch Berry würde um nichts in der Welt seinen
Job eintauschen. Er liebt die Freiheit auf dem Wasser, und wenn er oben an Deck dem Wind
trotzt und den wendigen kleinen Schlepper um das große Holzfloß dirigiert, ist er
glücklich.

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| 12:00 - 12:45,
Arte |
| Inselträume Auf
die landschaftlich wunderschöne Insel Palawan im Südwesten der Philippinen wurden lange
Zeit all jene geschickt, die man im Land nicht haben wollte, unter anderem Pestkranke,
Prostituierte und verurteilte Straftäter. Ihre Nachfahren leben noch heute auf der Insel.
Eine andere Bevölkerungsgruppe auf Palawan bilden die ursprünglich aus dem Süden der
Philippinen stammenden Badjaos. Diese Seenomaden leben in Pfahlbauten, die sie im Wasser
errichten. Doch nachdem im Jahr 2008 ein Taifun viele Behausungen hinwegfegte, wurden die
Badjaos zwangsweise auf dem Festland angesiedelt. Mittlerweile haben auch Touristen das
verborgene Paradies entdeckt. Einige einheimische Fischer rüsten bereits ihre Boote um
und zeigen den Ausflüglern eine der schönsten Landschaften der Welt und bieten ihnen die
Spezialitäten der regionalen Küche. Darunter so außergewöhnliche Gerichte wie Quallen
und Schwalbennester. Neben wunderschönen Landschaften gibt es auf Palawan eine besonders
außergewöhnliche Einrichtung: das einzige Open-Air-Gefängnis der Welt. Auf 44.000
Hektar Urwald, Ebene und Küste leben und arbeiten mehrere Tausend Langzeithäftlinge,
manchmal mit ihren Familien. Das Konzept hat Erfolg, denn die Rückfallquote nach der
Entlassung ist so gering wie kaum sonst auf der Welt. Weit vom Gefängnis entfernt lebt
Brutus im tropischen Regenwald. Er gehört der Ethnie der Palawan an, einer der ältesten
Bevölkerungsgruppen auf der Insel, von denen viele noch ihrer traditionellen Lebensweise
nachgehen.

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| 14:00 - 14:45,
Arte |
| Auf den Gipfeln der Welt Obwohl
der westafrikanische Küstenstaat Kamerun bei vielen Menschen eher für seine weiten
Sandstrände bekannt ist, besteht ein Großteil des Landes doch aus Hochplateaus und
Bergen. Im Hauptmassiv gibt es mehrere Vulkane: Der wichtigste ist der Kamerunberg. Mit
einer Höhe von knapp über 4000 Metern ist er gleichzeitig die höchste Erhebung
Westafrikas. Die Bergbewohner sind sich der Schönheit der Region bewusst. Sie setzen
deshalb alles daran, die Natur ihres Landes zu schützen.

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| 18:05 - 19:00,
Arte |
| Die Krabbenflut Wenn
im November der Monsun auf der Weihnachtsinsel einsetzt, bricht die rote Flut los:
Millionen Rote Landkrabben wandern vom Regenwald an die Küste, wo die Männchen
Paarungshöhlen graben. Biologe Steve Morris hat einige mit Sendern ausgestattet, verfolgt
ihren bis zu acht Kilometer langen Weg. Autoverkehr und ausgetrocknete, entwaldete
Flächen kosten dabei viele Krabben das Leben.
Die Weihnachtsinsel im Indischen Ozean gehört zu Australien. Sie ist zum größten Teil
von tropischem Regenwald bedeckt, der den Krabben Nahrung bietet.

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| 18:30 - 19:00,
3SAT |
| Burkina Faso - Madame Fantas
Kampf gegen den Klimawandel Mit Handy und Moped knattert Madame Fanta durch
die Hirsefelder. Sie ist auf dem Weg nach Bouloye, wo die Frauen des Dorfs sie vor ihren
traditionellen Rundhütten erwarten. Über 300 Familien leben dort, und wie alle Menschen
am Sahel leiden sie unter den Folgen des Klimawandels. Seit Jahrzehnten fallen die
Niederschläge in dem kleinen Wüstenstaat immer unregelmäßiger. Eingestürzte
Erdhütten, zerstörte Brücken und Straßen zeugen von der zerstörerischen Kraft der aus
dem Gleichgewicht geratenen Natur: Monatelang fällt kein Tropfen Regen, dann kommt der
Niederschlag mit solcher Gewalt, dass er alles mit sich fortreißt. Die Folge: Die
Menschen in Burkina Faso, einem der ärmsten Länder der Welt, kämpfen beständig gegen
Hunger, Mangelernährung und Tod. Ganze Dörfer werden von Wanderdünen begraben, der
wenige fruchtbare Boden versandet. Fanta ist eine gefragte Frau. Als 'Animatrice' betreut
sie zahlreiche Dörfer in der Region und vermittelt Wissen über nachhaltigen Landbau,
Wirtschaft und Entwicklung. Unter ihrer Anleitung werden neue Bewässerungssysteme gebaut
und Gemüsegärten in der Wüste angelegt. Es werden Fraueninitiativen, Sparclubs und
Getreidebanken gegründet, neue Existenzen aufgebaut und Alphabetisierungsprogramme ins
Leben gerufen. Madame Fantas Ziel: In zehn Jahren soll die Wüste rund um Dori in einen
blühenden und ertragreichen Garten Eden verwandelt werden.

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| 19:30 - 20:15,
Arte |
| Flüsse der Welt Wer
dem Nil von der ägyptischsudanesischen Grenze bis zum Delta am Mittelmeer folgt, vor dem
breitet sich die Geschichte uralter Zivilisationen aus: die Felsentempel von Abu Simbel,
das Tal der Könige und die Ruinen von Theben. Noch immer ist der Nil Lebens- und
Hauptverkehrsader des 80-Mio.-Einwohner-Landes Ägypten. Früher verwandelten sich seine
Ufer durch das jährliche Hochwasser in fruchtbare Auen. Heute liefern Staudämme wie der
Assuan-Hochdamm zwar Strom, aber sie halten auch den Flussschlamm zurück, so dass der
Boden oftmals künstlich gedüngt werden muss.
Der Assuan-Staudamm wurde von 1960 bis 1971 gebaut. Die Kosten betrugen umgerechnet 2,2
Mrd. Euro.

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| 20:15 - 21:00,
3SAT |
| Sommer im ewigen Eis - Die
Arktis Der zweite Teil der filmischen Reise beginnt in der Disko-Bucht und
führt immer weiter in Richtung Norden. Eine Reise mit spannenden Begegnungen: Da schwitzt
ein Schlittenführer mit seinen Hunden um die Wette, denn die Eisbärfellhose ist auch im
Sommer Pflicht, wegen der Touristen. Und in einem 50-Seelen-Dorf braten zwei deutsche
Auswanderer in ihrem Restaurant deftige Walrouladen - früher in Thüringen kannten sie
nur Karpfen und Forelle. Auf dem Schiff dagegen hört man plötzlich Grönländisch:
Eigentlich sind die Männer und Frauen aus Upernavik ja nur zum Singen an Bord gekommen.
Aber dann entdecken sie auf dem fremden Schiff so manche Merkwürdigkeit. Und als sie nach
ein paar Stündchen und Ständchen wieder im Boot Richtung Dorf schaukeln, sind sie alle
ein bisschen reicher und ärmer zugleich. Das alte Thule, das der Expeditionsreise den
Namen gab, erweist sich als unheimliches Geisterdorf; nicht ungefährlich, trotz und wegen
der Präsenz amerikanischer Waffen und Soldaten auf der riesigen Airbase gleich nebenan,
mitten im arktischen Nichts. Die ehemaligen Bewohner des Ortes wurden vertrieben. Sie
leben jetzt im 'neuen' Thule, 120 Kilometer weiter nördlich. Von dort gehen die letzten
Jäger auf Vogelfang und pflegen kulinarische Traditionen, die mitteleuropäische
Geschmacksnerven vor große Herausforderungen stellen. In Siorapaluk, der nördlichsten
natürlichen Siedlung der Erde, erzählt ein kauziger Jäger den Besuchern vom verrückten
letzten Sommer: Zum ersten Mal ist ihm sein Lieblingsgericht, eine mit Vögeln gefüllte
Robbe, die er jedes Jahr hinter dem Haus vergräbt, im Boden verrottet - es war einfach zu
warm. Auch die Klimaforscher, die ein einsames Leben in Eis und Fels führen, nur mit Zelt
und Satellitentelefon, haben keine guten Nachrichten. Das Leben ändert sich am Ende der
Welt. Kapitän Stejnar Hansen steuert zum ersten Mal das Schiff auf dieser arktischen
Fahrt. Mit klarem Ziel: Er will nach Norden, soweit es geht. 80 Grad Nord - so hoch im
Norden waren bisher weder Kapitän noch Schiff. Den Passagieren hat er eine große
80-Grad-Party versprochen, aber noch liegt eine Menge Eis und Wasser vor ihnen. Für viele
Passagiere ist es eine 'Einmalim-Leben-Reise'; sie berauschen sich an der einmaligen,
gigantischen Natur, jeden Tag aufs Neue und jeder auf seine eigene Weise. 'Ich muss mich
kneifen, damit ich weiß, dass es kein Traum ist!' - solche Sätze hört man immer wieder
an Bord. Für eine ältere Dame auf dem Schiff wird die Fahrt in die kalte Ferne zu einer
Reise mit ungeahnten Folgen. Sie erlebt am Ende der Welt etwas, was sie sich nie hat
träumen lassen.

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| 21:00 - 21:45,
RBB |
| Wildes China Yunnan
heißt auch das 'Land unter den Wolken'. Der Einfluss des Monsun prägt vor allem den
urwaldreichen Süden der Landschaft. Hier leben, streng geschützt, Chinas letzte 250
Elefanten. Im gebirgigen Norden der Provinz beobachtet das TV-Team von Phil Chapman Kleine
Pandas und Stumpfnasenaffen, bevor ein Abstecher zum Volk der Dai führt, das sein
'Festival des badenden Buddhas' feiert.
45 Millionen Menschen leben in Chinas achtgößter Provinz. Etwa 38 Prozent der
Bevölkerung gehören ethnischen Minderheiten an, u.a. Mandschu und Mongolen.

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| Samstag, 31.07.2010 |
| 09:05 - 09:20,
Arte |
| Alle Kinder dieser Welt Inmitten
der Sahara, die sich als größte Wüste der Welt von Ost- bis Westafrika erstreckt, leben
die afrikanischen Völker der Tuareg, Tubu und Fulbe. Amzas Sohn Adama begleitet zum
ersten Mal die mehr als 300 Dromedare der Salzkarawane durch die unendlichen Weiten der
Sahara. Zur gleichen Zeit macht sich eine Tubu-Familie auf den Weg in den Süden, wo sich
die Kinder des Woodabe-Stammes auf das große Worso-Fest vorbereiten.
Diese Kinderserie für Acht- bis Zwölfjährige erzählt einen ganzen Tag im Leben eines
Kindes - in entlegenen Gegenden wie in den südamerikanischen Anden, den asiatischen
Steppen oder im afrikanischen Urwald.

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| 11:36 - 12:20,
MDR |
| Japan - Der Marathonmönch von
Kyoto Der japanische Mönch Hoshino Endo hat sich für die vielleicht
verrückteste Art zu beten entschieden. Nacht für Nacht läuft er auf schmalen steilen
Pfaden 30 Kilometer durch die Zedernwälder des Berges Hiei. Der 31-Jährige ist
Marathonmönch, ein Gyogia, wie die Asketen des buddhistischen Enryakuji-Ordens genannt
werden. In den nächsten drei Jahren will er seine Laufstrecke auf 84 Kilometer pro Nacht
steigern. Nach sieben Jahren wird er auf eine Gesamtstrecke von mehr als 38.000 Kilometer
kommen. Selbst wenn er mit seiner Leistung jeden Athleten in den Schatten stellt, Hoshino
Endo läuft nicht aus sportlichen Ambitionen. Was ihn antreibt, ist die Suche nach
Erleuchtung. Über sich hinauszuwachsen, seine eigenen Begierden abzulegen und irgendwann
ganz für andere da sein zu können, das ist das Ziel seiner Strapaze. Umkehren kann
Hoshino nicht mehr. Einmal begonnen, muss ein Gyogia den Weg bis zu Ende gehen. Ob
Krankheit oder Verletzung, ob Taifune oder Schnee, Hoshino wird keinen Kilometer seiner
Askese auslassen. Denn sonst bliebe ihm nur der Tod. Eine Waffe für den Suizid trägt er
immer bei sich. Jede Nacht verlässt er seinen Tempel um genau 01.50 Uhr. Er ist ganz in
Weiß gekleidet. Weiß ist die Farbe des Todes in Japan. Hoshino Endo läuft in
Strohsandalen, von denen er in Regennächten sogar zwei Paar verschleißt, trägt einen
Hut aus gerolltem Zedernholz und eine Papierlaterne mit einer Kerze in der Hand. Bis der
Morgen graut, ist sie seine einzige Lichtquelle. Knapp sechs Stunden ist Hoshino jede
Nacht unterwegs, mindestens eineinhalb Stunden davon betet er: an Tempeln, Schreinen,
Bäumen, Steinen, Bächen. 255 heilige Orte auf dem Berg Hiei sind es, und jeder hat seine
eigenen Regeln. Hoshino ist zurzeit im vierten Jahr seiner Askese. Wenn alles gut geht,
wird er in wenigen Jahren ein Heiliger sein.

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| 12:00 - 12:30,
Arte |
| Zapping International Die
Fernsehzuschauer in Kirgistan finden sich mit ihren Sorgen und Nöten anscheinend am
besten in der brasilianischen Telenovela 'The Clone' wieder. Die Liebesgeschichte zwischen
einem Brasilianer und einer Marokkanerin schlägt alle Einschaltrekorde. Ihr Erfolg ist so
groß, dass Hochzeiten in den entlegensten kirgisischen Dörfern momentan ebenso wie in
der Serie ablaufen. Viele Babys werden nach Said und Jadie, den beiden Helden von 'The
Clone', benannt. Es ist wohl vor allem der gemäßigte und mit dem modernen Leben
vereinbare Islam, der den Kirgisen an dieser Serie vom anderen Ende der Welt so gut
gefällt. Doch natürlich findet man beim Zappen auf einem der zehn Sender des Landes auch
hin und wieder eine rein kirgisische Sendung. Beispielsweise 'Saltsanat' auf Kanal 5, in
der es ausschließlich um die kirgisischen Traditionen geht, oder auch 'Bravo', eine Art
'Kirgistan sucht den Superstar'. Der größte Filmerfolg der letzten Zeit war 'Sunduk
Predkov', eine Liebesgeschichte zwischen einem Kirgisen und einer Pariserin. |
| 12:15 - 12:45,
H3 |
| Die Teufelstänzer der Anden
Wenn man den Onkel respektvoll behandelt, dann schützt er die Minenarbeiter
Boliviens vor Katastrophen. Aber wehe, er fühlt sich vernachlässigt: Dann wird er
teuflisch wütend, spuckt Feuer, lässt Stollen einbrechen und Menschen sterben. Um den
'Tío de la mina', den Onkel der Minen, zu besänftigen, opfern die Minenarbeiter
Boliviens dieser Gottheit Kokablätter, Essen, Hochprozentiges und ein weißes Lama -
immer am Freitag vor Karneval. Boliviens Minen von Potosí und Oruro, über Jahrhunderte
die ertragreichsten der Welt, sind Heimat ungezählter Andenmythen und uralter Sagen. Zum
Karneval von Oruro werden sie alle in einem farbenfrohen Spektakel gefeiert: zwanzig
Stunden ausgelassene Tänze mit Heiligen und Teufeln, die Kultur der Anden feiert sich
selbst. Kein Wunder: Der bolivianische Karneval ist ein Weltkulturerbe der Menschheit. |
| 12:30 - 13:00,
Arte |
| Reiseskizzen aus ... Damien
Roudeau reist nach Schottland, ins Land mit dem angeblich so rauen Klima. Der junge
Pariser Zeichner beginnt seine Reise auf den Hebriden, durchquert die Highlands mit ihren
Lochs und Schlössern, um schließlich nach Edinburgh, der Stadt der Künste, zu gelangen.
Landschaften von wilder Schönheit und eigenwillige Menschen hält er auf dieser Reise in
seinen Zeichnungen fest.

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| 16:00 - 16:30,
ARD |
| Gesichter Asiens Es
gibt wenige Gegenden in Ostasien und in der Südsee, die Mario Schmidt in den
zurückliegenden sechs Jahren nicht gesehen hat. Seine Reisen als ARD-Korrespondent
führten ihn in die entlegensten Ecken des riesigen Berichtsgebiets, das von Japan über
die Philippinen bis tief hinunter zu den Inseln Polynesiens reicht. Einige seiner
faszinierendsten Geschichten zeigt er in den 'Gesichtern Asiens'. Zu den aufregendsten
gehört sicherlich die Teilnahme am jährlichen Tempelfest in Okayama, wo Tausende von
japanischen Männern fast nackt das Glück in Form von Holzstäben zu fangen versuchen.
Knochenbrüche und Blessuren inbegriffen. Bewundernswert findet er die philippinische
Tanztrainerin Gwen Lador. Sie bekämpfte ihre Angst, als sie zum ersten Mal ihren Job im
berüchtigtsten Knast der Philippinen antrat. Auge in Auge mit Hunderten von Mördern und
Schwerverbrechern. Sie setzte sich durch und brachte die harten Jungs auf den richtigen
Weg. Heute sind die Insassen berühmt für ihre perfekt choreographierten Tanzshows, im
Internet sind sie millionenfach geklickt. Und dank des Tanzens ist die Gewalt und damit
auch die Haftdauer radikal gesenkt. Marona Atiu dagegen hat nichts gegen
'lebenslänglich': Er möchte sein kleines, selbst angelegtes Inselchen neben der
Hauptinsel Bora Bora nie mehr verlassen. Er lebt dort mit seinen beiden Hunden, das
kristallklare türkisfarbene Meer gibt ihm Nahrung und sorgt für das nötige Kleingeld.
Ab und zu ein bisschen Tauchen mit Touristen, gelegentlich der Besuch seiner Familie. Mehr
braucht er nicht. Ein moderner Robinson.

|
| 17:45 - 18:15,
Arte |
| Gipfel der Genüsse Auf
der Hochebene Luncanilor in den rumänischen Karpaten lebt eine kleine Gemeinschaft von
circa 70 Menschen. Durch ihre Abgeschiedenheit haben sie haben alle politischen Wirren
schadlos überstanden. Bis heute führt keine Autostraße nach Luncanilor, es gibt dort
Wölfe und Bären. Ab Juni muss jeder beim Heumachen helfen, die Wiesen werden noch immer
mit der Sense gemäht. Beim Schafehüten wechselt man sich ab. Ein Auto besitzt keiner
dort, der elektrische Strom kam erst vor ein paar Jahren. Milch, Käse, Fleisch, Mais,
Kartoffeln, alle Lebensmittel produzieren die Menschen der Hochebene selbst, und diese
Produkte sind von überragender Qualität. Legendär ist der selbstgebrannte Obstler von
Onu Susan: 'Es gibt mehrere Aspekte, warum unser Obstbrand so gut wird: Erstens leben wir
hier in einer ökologischen Bergregion, über 900 Meter hoch. Hier wächst eine sehr gute
Zwetschgenart, die reich an Zucker ist. Ein zweiter Aspekt ist unsere lange Erfahrung beim
Brennen und dann haben wir ein wunderbares Gebirgswasser, mit dem wir den Obstbrand
versetzen und das wir auch beim Waschen der Fässer und Kessel verwenden.' Balmosch, ein
Maisbrei, gekocht in purer Schafssahne, kommt traditionell fast täglich auf den Tisch.
Ein Sprichwort sagt: 'Ein Mädchen darf erst dann heiraten, wenn es guten Balmosch
zubereiten kann.' Livia Tatulea ist schon einige Jahre verheiratet: 'Man darf immer nur
ein bisschen Mehl zugeben und muss dauernd rühren, dann bleibt der Balmosch locker und
sämig, sonst wird er fest und zäh und schmeckt nicht. Als ich den ersten Balmosch
machte, als junges Mädchen, ist er nicht besonders gelungen. Man braucht Zeit, bis man es
wirklich beherrscht. Aber mittlerweile kann ich es.' Auf dem Hochplateau existiert eine
intakte bäuerliche Welt, wie es sie so kaum noch gibt in Europa, nahe an den Ursprüngen
- eine Welt, die schon viele Epochen unbeschadet überlebt hat. Doch die ersten Vorboten
europäischer Lebensmittelgesetze werden auch in Rumänien spürbar. Bald dürfen die
nicht normgerecht produzierten Waren nicht mehr in den Verkauf. Das kleine Paradies ist
also in Gefahr.

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| 18:30 - 19:00,
3SAT |
| Lebensader Mekong Asiens
drittlängster Fluss, der Mekong, verbindet, trennt, ernährt und bewegt Millionen von
Menschen. - Für 'Lebensader Mekong' folgt Nachrichten-Moderatorin Daniela Lager dem
Flusslauf vom Delta am südchinesischen Meer bis ins Quellgebiet in Tibet. In der ersten
Folge berichtet sie unter anderem über die Fischzucht in Vietnam und von Überlebenden
des Terrorregimes der Roten Khmer in Kambodscha. Asiens drittlängster Fluss, der Mekong,
verbindet, trennt, ernährt und bewegt Millionen von Menschen. Für 'Lebensader Mekong'
folgt Daniela Lager, Moderatorin und Redakteurin des Nachrichtenmagazins '10vor10' des
Schweizer Fernsehens, dem Flusslauf vom Delta am südchinesischen Meer bis ins Quellgebiet
in Tibet. Ihre Reportage gibt Einblicke in eine Welt, die geprägt ist vom Lauf und den
Launen des Flusses Mekong. Die Reise beginnt in Vietnam. Dort boomt das Geschäft mit dem
vietnamesischen Pangasius. Die Fische werden allerdings unter zum Teil üblen Umständen
gezüchtet. Die Folge ist eine enorme Verschmutzung des Flusswassers durch Antibiotika und
andere Chemikalien. Weiter entlang des Mekongs folgt die kambodschanische Hauptstadt Phnom
Penh. Dort ist eine neue Mittelschicht herangewachsen. Doch noch immer sind viele von
Fortschritt und Reichtum ausgeschlossen, wie etwa die 500 Menschen, die in einem längst
stillgelegten Kino in Armut und unter menschenunwürdigen Bedingungen leben müssen.
Daniela Lager trifft bei ihrer Reise auch Thi Nguyen, deren Familie vor 30 Jahren von den
Roten Khmer ermordet wurde. Sie hat als einzige überlebt und kämpft heute für eine
bessere Zukunft. |
| 19:30 - 20:15,
Arte |
| Die Bogenschützin von Bhutan
Fast jeder männliche Bewohner Bhutans praktiziert die Kunst mit Pfeil und Bogen
zu schießen - ein Relikt aus der kriegerischen Vergangenheit des buddhistischen
Bergvolkes. Bei einem traditionellen Wettkampf treten jeweils zwei Dörfer gegeneinander
an. Frauen dürfen die männlichen Kontrahenten dabei lediglich anfeuern. Doch in dem
kleinen Dorf Radhi gibt es eine Ausnahme. Hier trainiert die 25-jährige Tshering Chhoden
für Olympia. Als Frau darf sie an dem traditionellen Kräftemessen nicht teilnehmen,
obwohl sie sich darauf vorbereitet, ihr Land vor der ganzen Welt zu repräsentieren.
Tshering Chhoden gilt als Virtuosin mit Pfeil und Bogen. Das abgeschottete Bhutan hat sich
erst in den letzten Jahren der Außenwelt geöffnet. Noch 1960 war ein fünftägiger
Fußmarsch nötig, um in das Land zu gelangen. Damals begann König Wangchuk mit seiner
vorsichtigen Modernisierungspolitik. Bis heute bestimmen er und seine Minister, wie viel
Einfluss von außen sein Volk verkraftet, ob es reif ist für Elektrizität, Fernsehen
oder Tourismus. Industrialisierung wird nur geduldet, wenn sie nicht gegen die hohen
Umweltstandards verstößt. Westliche Entwicklungspolitiker betrachten den Himalayastaat
als Musterland, doch das Volk steht nur zum Teil hinter dem Monarchen. Viele der
überdurchschnittlich gut ausgebildeten jungen Menschen, von denen manche im Ausland
studiert haben, fühlen sich bevormundet. Tshering Chhodens Alltag während der
Olympiavorbereitungen ist typisch für das Zusammentreffen von Tradition und Moderne in
Bhutan. Sie glaubt fest an Dämonen und Hexen und daran, dass ihre Tempelbesuche das
Sportlerglück beeinflussen werden. Gleichzeitig trainiert sie mit einem professionellen
Coach und moderner Hightechausrüstung.

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| 20:15 - 22:45,
MDR |
| Budapester (Ver-)Führungen
Budapest war das Paris des Ostens, und jeder, der nach Budapest kam, war von
Donau und Burgberg, von den traumhaften Bädern und der nostalgischen U-Bahn, von
Margaretheninsel, Markthalle und den Kaffeehäusern, vom Nachtleben und den tollen
Einkaufsmöglichkeiten begeistert. Doch wie sieht das heute aus? Wie zieht uns Budapest
heute in den Bann? Madeleine Wehle und Johann Lafer haben sich auf Entdeckungsreise
begeben und dabei viele Geschichten und Verführungen jeder Art entdeckt. Und sie hatten
eine wundervolle Begleiterin: Zsuzsa Koncz.

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| 20:15 - 21:05,
Arte |
| Die letzten Nomaden im
Dschungel Borneos Das Penan-Volk auf Borneo besteht aus nomadisch lebenden
Jägern und Sammlern. Die industrielle Ausbeutung des Waldes zwingt sie, sesshaft zu
werden. Wie wirkt sich das auf ihre Lebensgrundlage und Kultur aus?

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| 21:05 - 22:00,
Arte |
| Der Tag, an dem die Weißen
kamen Die heute 62-jährige Yuwali ist 17, als ihre erste Begegnung mit
'Whitefellas' stattfindet. Sie gehört zu einer Gruppe von 20 Aborigines, die als letzte
in der abgelegenen Great Sandy Desert auf traditionelle Weise leben und von der modernen
Welt nichts wissen. Im Mai 1964 sollen in dieser Region Raketen getestet werden. Um
eventuell dort lebende Menschen zu evakuieren, sendet die Regierung Patrouillen aus. Für
die Doku ist Yuwali ins Lake-Gebiet zurückgekehrt. In bewegenden Worten schildert sie,
wie ihre Gruppe von den 'Devilmen' hunderte Kilometer durch die Wüste gejagt wurde.

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| Sonntag, 01.08.2010 |
| 06:00 - 06:45,
Phoenix |
| Russlands kaltes Herz Sibirien
klingt hierzulande für viele hauptsächlich nach Verbannung und Straflagern, nach
meterhohem Schnee und bitterer Kälte. In Russland bedeutet der Name viel mehr, steht für
Grenzenlosigkeit und Unendlichkeit, ist Symbol für den Kampf gegen die Wildnis und
Verweis auf den Reichtum an Rohstoffen. Die Eroberung des riesigen Gebietes zwischen Ural
und Nordpazifik begann erst im 16. Jahrhundert. Abgeschlossen ist sie noch längst nicht.
Der zweiteilige Film 'Russlands kaltes Herz' ist eine Reise entlang des Flusses Ob, der
auf mehr als 4.000 Kilometern Sibirien vom Altai im Süden bis zur Karasee im Norden
durchfließt. In der ersten Folge geht die Reise vom mittleren Ob in den Süden, wo die
Chanten, Ureinwohnern Sibiriens, leben. Sie haben eine eigene Sprache, glauben an eine
beseelte Natur und leben wie ihre Vorfahren: als Jäger und Sammler. Die Städte am Ob
dagegen sind jung. Erst vor 30, 40 Jahren wurden sie in die unwirtlichen Sümpfe
hineingebaut. In der Metropole Novosibirsk, heute Russlands drittgrößte Stadt, lebt und
arbeitet ein moderner Sibirieneroberer, der amerikanische Geschäftsmann Eric. Er kam kurz
nach der Perestroika aus Minnesota nach Russland und macht sein Geld mit Brot, Pizza und
Kuchen. In Novosibirsk besitzt er heute mehrere Konditoreien, Cafés, Restaurants und
Nachtclubs.

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| 06:45 - 07:30,
Phoenix |
| Russlands kaltes Herz Der
'Tag der Ölarbeiter' ist ein wichtiger Feiertag am mittleren Ob. Denn aus ganz Russland
und den angrenzenden Republiken zieht diese Region Tausende von Arbeitskräften an, die in
der sibirischen Öl- und Gasförderung hohe Löhne erzielen. Für die meisten von ihnen
ist es ein Abenteuer auf Zeit. Wenn sie glauben, genug verdient zu haben, gehen sie wieder
zurück in ihre Heimat.

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| 08:30 - 09:00,
Phoenix |
| Kambodscha Vor
nur 30 Jahren war Phnom Penh eine Geisterstadt - die verlassene Hauptstadt eines
ausgebluteten Landes. 1975 wurden alle Städter aufs Land deportiert, um dort Feldarbeit
zu leisten. Phnom Penh war innerhalb von 24 Stunden komplett entvölkert. Bis 1979
regierten die Roten Khmer mit grausamer Härte und brachten Kambodscha Leid und
unvorstellbares Elend. In dem vierjährigen Terrorregime Pol Pots gab es keine Schulen und
Krankenhäuser, und die gesamte geistige Elite des Landes wurde ermordet. Rund zwei
Millionen Menschen kamen ums Leben, knapp ein Fünftel der Bevölkerung. Während die
Kambodschaner auf die Bestrafung der Verantwortlichen hoffen, die heute vor einem
internationalen Gerichtshof stehen, begegnet man in Phom Penh überall den Folgen des
vierjährigen Terrorregimes. Es ist eine leise Armut - Bettler und vor allem Kinder, die
versuchen, ein bisschen Geld zu verdienen, die stehlen und sich prostituieren. Kein
Wunder, dass Kambodscha inzwischen das Land mit der höchsten HIV-Infektionsrate in ganz
Asien ist. Vor allem die junge Generation, die zum Aufbau des Landes beitragen könnte,
ist mit dem Virus infiziert.

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| 09:05 - 09:20,
Arte |
| Alle Kinder dieser Welt Mitten
im Regenwald leben die Yawalapiti-Indianer an einem Nebenfluss des Amazonas, dem
Xingú-Fluss. 'Sonnenfreude', so heißen übersetzt die feierlichen Kuarup-Riten, mit
denen sie einer alten Legende folgend die Toten ehren: Die Energie wandelt sich, die
Traurigkeit weicht der Freude. Der ganze Stamm ist bei den Vorbereitungen beteiligt: Klein
und Groß sammeln die herzförmigen Schoten des Annattostrauchs. Aus den Samen stellen die
Yawalapiti-Indianer eine Farbe zur Bemalung der Körper mit traditionellen Symbolen her.
Ebenfalls ein wichtiger Bestandteil: die Maniokpflanze. Sie dient dem Indianerstamm als
Grundnahrungsmittel, vergleichbar mit Weizen und Kartoffeln in Europa. Aus ihren
Wurzelknollen wird Mehl hergestellt und zu Mahlzeiten verarbeitet. Die Männer fällen im
Regenwald einen großen Baum, dessen Stamm für die Trauerriten benötigt wird. Dieser
wird mit Federn geschmückt, sogar das Gesicht des Verstorbenen wird aufgemalt. Mit
traditionellen langstieligen Flöten und Tänzen werden die Kulthandlungen eingeführt.
Die Zeremonie dauert die ganze Nacht.

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| 13:30 - 14:00,
Arte |
| Reiseskizzen aus ... Island,
die Insel aus Feuer und Eis, liegt am Rande des Polarkreises. Die reiselustige Malerin
Anne Steinlein stellt das kontrastreiche Land vor. Sie besucht unter anderem die
Hauptstadt Reykjavík, die Fjorde im Nordwesten der Insel und den Gletschervulkan
Snæfellsjökull.

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| 17:05 - 17:30,
B3 |
| Fernweh Am
blutsaugenden Grafen hat es wohl kaum gelegen, dass das Land jahrhundertelang eine Art
'Hinterhof Europas' war. Doch die Abgeschiedenheit hatte auch ihr Gutes. Denn in
Rumänien, mittlerweile auch politisch ein Teil Europas, hat sich eine Ursprünglichkeit
erhalten wie nirgendwo sonst in den EU-Staaten. Was sich dem Reisenden jedoch als
malerisch präsentiert, ist für die Einheimischen mit einem harten und oft
entbehrungsreichen Leben verbunden. Ob in der einzigartigen Urlandschaft des Donaudeltas
oder in der archaisch schönen Region von Siebenbürgen mit ihren ehemals deutschen
Siedlungen Kronstadt und Hermannstadt - das rückständige Land zieht den Urlauber in
seinen Bann. Einzig Bukarest, die Hauptstadt, präsentiert sich mit den Relikten eines
größenwahnsinnigen Diktators als historisches Mahnmal einer politischen Ära. |
| 17:15 - 18:00,
SWR |
| Traumflug durch Afrika Abenteuercamps
im Okavango-Delta von Botswana steuert Thilo Kaiser immer wieder gern an. Ein Abend in
Sambia endet mit Lagerfeuerromantik in den Weiten des Kafue-Nationalparks. Über
Bujumbura, Hauptstadt von Burundi, wird Gitega, Sitz eines katholischen Erzbistums und
Partnerstadt des deutschen Bistums Eichstätt, angeflogen. Nach der Reise über das
fantastische Hochland von Burundi und den immergrünen Bergregenwald Nyungwe wird unter
anderem im Bwindi-Nationalpark mit seinen berühmten Berggorillas gestoppt. Weitere
Stationen: der legendäre Viktoria-Nil in Uganda, der sagenumwobene Mount Kenia mit seinen
First-Class-Lodges, der Flamingo-See Nakuru und Nairobi mit der kolonialen Blixen-Farm.
Endpunkt der Reise: die Insel Lamu vor der kenianischen Küste, ein farbenfroher
Schmelztiegel afrikanischer und arabischer Kultur und Tradition. 'Traumflug durch Afrika'
ist eine optisch opulente Reise voller Erlebnisse und Abenteuer.
Traumflug durch Afrika' ist eine optisch opulente Reise voller Erlebnisse und Abenteuer.

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| 20:15 - 21:00,
Phoenix |
| Alaskas Vulkaninseln - Die
Aleuten Die Inselgruppe Aleuten zieht sich von Alaska rund 1750 km über den
Nordpazifik bis hin zu den russischen Kommandeurinseln. Ein Großteil der aktiven Vulkane
Alaskas findet sich dort. Ein Kamerateam filmte die Landschaften und endet bei der letzten
Insel Attu, die direkt vor Russland liegt. Der erste Teil beginnt mit der Hauptinsel
Unalaska und dokumentiert die Lebensweise der Ureinwohner.
Vor etwa 11.000 Jahren, als die letzte Eiszeit endete, bildeten die Aleuten mit den
Kommandeurinseln eine teils ununterbrochende Landbrücke - die Beringbrücke.

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| 21:00 - 21:45,
Phoenix |
| Alaskas Vulkaninseln - Die
Aleuten Das Kamerateam besucht die Ureinwohner der Hauptinsel Unalaska.
Diese gewähren einen Einblick in ihre Kultur und Sprache. Auf dem Weg dorthin wird das
Kamerateam Zeuge eines Vulkanausbruchs auf der Nachbarinsel Umnak. Erst Wochen später
konnte eine Rancher-Familie dorthin wieder zurück. Mit der US-Küstenwache geht es danach
auf die letzte der Aleuten-Inseln, Attu.
Es herrscht ein feuchtes, raues Klima mit 120 bis 250 Regentagen jährlich. Die
Sommertemperaturen betragen 10 bis 13 Grad; im Winter sind es minus 5 bis 2 Grad.

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| Montag, 02.08.2010 |
| 09:15 - 09:55,
Arte |
| China - Im Land der Dong Millionen
von Jahren alte Karstlandschaften, in Nebel gehüllte Gipfel, beeindruckende Wasserfälle:
Die chinesische Provinz Guizhou übt von jeher eine unbeschreibliche Faszination auf
Abenteurer und Anthropologen aus. Die Region ist die Wiege einer der ältesten
Zivilisationen Südwestchinas, der Dong. Ihr Land trägt den Beinamen 'Ozean der Lieder',
denn alte Mythen und Traditionen sind hier auch heute noch wesentlicher Bestandteil des
täglichen Lebens. Sie werden mündlich überliefert und spielen eine große Rolle für
den Erhalt der kulturellen Identität der Dong. Seit Generationen lebt dieses Volk in
großer Harmonie mit der sie ernährenden 'Mutter Erde', für die es eine tiefe Achtung
empfindet.

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| 09:45 - 10:15,
3SAT |
| Burkina Faso - Madame Fantas
Kampf gegen den Klimawandel Mit Handy und Moped knattert Madame Fanta durch
die Hirsefelder. Sie ist auf dem Weg nach Bouloye, wo die Frauen des Dorfs sie vor ihren
traditionellen Rundhütten erwarten. Über 300 Familien leben dort, und wie alle Menschen
am Sahel leiden sie unter den Folgen des Klimawandels. Seit Jahrzehnten fallen die
Niederschläge in dem kleinen Wüstenstaat immer unregelmäßiger. Eingestürzte
Erdhütten, zerstörte Brücken und Straßen zeugen von der zerstörerischen Kraft der aus
dem Gleichgewicht geratenen Natur: Monatelang fällt kein Tropfen Regen, dann kommt der
Niederschlag mit solcher Gewalt, dass er alles mit sich fortreißt. Die Folge: Die
Menschen in Burkina Faso, einem der ärmsten Länder der Welt, kämpfen beständig gegen
Hunger, Mangelernährung und Tod. Ganze Dörfer werden von Wanderdünen begraben, der
wenige fruchtbare Boden versandet. Fanta ist eine gefragte Frau. Als 'Animatrice' betreut
sie zahlreiche Dörfer in der Region und vermittelt Wissen über nachhaltigen Landbau,
Wirtschaft und Entwicklung. Unter ihrer Anleitung werden neue Bewässerungssysteme gebaut
und Gemüsegärten in der Wüste angelegt. Es werden Fraueninitiativen, Sparclubs und
Getreidebanken gegründet, neue Existenzen aufgebaut und Alphabetisierungsprogramme ins
Leben gerufen. Madame Fantas Ziel: In zehn Jahren soll die Wüste rund um Dori in einen
blühenden und ertragreichen Garten Eden verwandelt werden.

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| 13:15 - 14:00,
3SAT |
| Im Land der Generatoren Albanien
war jahrzehntelang von allen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Europa
ausgeschlossen. Der Staat auf dem südlichen Balkan zählt ökonomisch zu den
Bedürftigsten des Kontinents. Bei der Stromversorgung seiner Bürger ist Albanien sogar
Schlusslicht. Vor allem im Winter gehören Stromausfälle zur Tagesordnung: Die
Stromleitungen brechen überlastet zusammen, wenn durch die Nutzung von privaten
Elektroheizungen der Stromverbrauch stark ansteigt. Da Albanien den Löwenanteil seines
Stroms aus Wasserkraftwerken gewinnt, wird die Stromversorgung aber auch im Sommer
erheblich eingeschränkt, denn die Stauseen trocknen bei anhaltender Hitze aus. Strom muss
dann importiert werden. Doch auch das ist problematisch. Viele Elektrizitätswerke und
Stromleitungen Albaniens sind veraltet und renovierungsbedürftig, ein gut ausgebautes
Verbindungsnetz zu den Nachbarstaaten existiert nicht, und der Strom aus dem Ausland muss
mit Devisen bezahlt werden, die der albanische Staat nicht hat. Der Film 'Im Land der
Generatoren' zeigt den Alltag der Albaner, die in ganz unterschiedlicher Weise mit dem
Strommangel zurechtkommen müssen - im Zentrum der Hauptstadt Tirana, in den Armenvierteln
am Rand der Stadt und im krisengeschüttelten Norden des Landes. |
| 14:00 - 14:30,
3SAT |
| Letzte Ausfahrt: Pamir Highway
Es ist eine der unzugänglichsten Ecken dieser Erde: Das Pamir-Gebirge mit
seinen zum Teil über 7.000 Meter hohen Gipfeln im Osten des kleinen Tadschikistans
gehört zu den beeindruckendsten Landschaften der Welt. Seit Kurzem ist die M41 wieder
offiziell befahrbar, die Straße, die sich am Dach der Welt in schwindelerregender Höhe
zwischen der afghanischen, der pakistanischen und der chinesischen Grenze
entlangschlängelt. Trotz der kargen Natur ist die Landschaft voller Geschichte: Die
Perser waren dort, Alexander der Große wollte von dort aus die Ostgrenze seines
Weltreichs sichern. Die großen Entdecker bewunderten noch Jahrhunderte danach eine
Kulturlandschaft, die zuletzt von den Kommunisten in Moskau willkürlich geteilt wurde.
Der Film 'Letzte Ausfahrt: Pamir Highway' berichtet über jahrtausendealte Städte in
vergessenen Winkeln, über Paläste in der Wüste sowie über Nomaden und Lastwagenfahrer,
Grenzbeamte und Dorfbewohner - all jene, die versuchen, mit der rauen Natur in der
atemberaubenden Höhe zu leben.

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| 14:00 - 14:45,
Arte |
| Flüsse der Welt Der
Colorado entspringt in den Rocky Mountains, im US-Bundesstaat Colorado. Bis er in Mexiko
in den Pazifik mündet, legt er mehr als 2300 Kilometer zurück. Auf seinem Weg durch den
amerikanischen Westen passiert der majestätische Fluss Monument Valley, dessen
Steinformationen zu den ältesten der Erde gehören. Weiter gehts durch zahlreiche
Schluchten, darunter Marble Canyon und Grand Canyon.
Den deutschen Kommentar spricht Christian Brückner (66), Synchronstimme von Robert De
Niro und einer der renommiertesten Sprecher Deutschlands.

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| 14:30 - 15:00,
3SAT |
| Frühling in Armenien Die
Armenier sind berühmt für ihren Kognak und für ihre Geschäftstüchtigkeit. Ihr kleines
steiniges Land am Kaukasus war eine frühe Hochkultur und ihre Sprache eine der ersten
Schriftsprachen der Welt. Heute ist es eine christliche Enklave im Schatten des alles
überragenden Berges Ararat, umgeben von drei islamischen Staaten. Bodenschätze gibt es
nicht, und zwei geschlossene Grenzen zur Türkei und zu Aserbeidschan behindern den
Handel. Das Land überlebt dennoch, weil Armenier zusammenhalten: Millionen von
Exil-Armeniern in aller Welt überweisen regelmäßig Geld in die Heimat, davon lebt das
ganze Volk. Udo Lielischkies reiste für seinen Film 'Frühling in Armenien' durch das
karge, aber wunderschöne Land. |
| 15:00 - 16:00,
SWR |
| Planet Wissen
Die Rocky Mountains sind eine der faszinierendsten Berglandschaften unserer
Erde. Hier liegt der älteste Nationalpark der Welt, der 1872 gegründete Yellowstone
Nationalpark - heute UNESCO-Weltnaturerbe. Einst zogen Indianer und die ersten Trapper
durch die einsame Bergwelt der Rockys, Goldsucher und Siedler folgten ihnen auf der Suche
nach einem bisschen Glück. Zweihundert Jahre später haben die Rocky Mountains immer noch
nichts von ihrem Mythos und ihrer überwältigenden Naturgewalt verloren. Rüdiger Glaser,
Professor für Geographie, erforscht und bereist die Rocky Mountains seit mehr als 20
Jahren. In Planet Wissen berichtet er von spannenden Begegnungen mit Bären und
Blackfeet-Indianern und verrät, warum im Yellowstone ein neuer Vulkanausbruch bevorstehen
könnte. |
| 15:15 - 16:00,
NDR |
| Australiens Channel Country
Das Channel Country im Outback ist eines der trockensten Gebiete Australiens.
Trotzdem wird dort seit 150 Jahren Viehzucht betrieben. Das Leben ist hart, staubig und
eintönig. Die Dürre der letzten Jahre war extrem. Aber alle fünf bis zehn Jahre
verwandelt sich diese Welt, explodiert buchstäblich das Leben, und die Wüste blüht.
Nach den außergewöhnlich starken Monsunregen im Januar und Februar 2004 dringt mehr
Wasser als sonst in die ausgetrockneten Flussbetten und fließt durch unzählige kleine
Kanäle, Bäche und Spalten langsam nach Süden in Richtung auf den Lake Eyre-Salzsee. Die
Natur erwacht wie nach einem langen Schlaf. Es grünt und blüht überall, riesige
Schwärme von Wasservögeln tauchen plötzlich auf, und die Rinderzüchter strahlen, denn
ihr Land steht unter Wasser. Gerd Pohlmann beobacht, wie sich dieses Naturschauspiel auf
das Leben der Familien auswirkt, deren Farmen 50.000 Hektar und noch größer sind und in
der Regel Hunderte von Meilen auseinanderliegen. Das einzige Transportmittel ist das
Sportflugzeug. Fliegen ist eine Selbstverständlichkeit für alle Familienmitglieder, und
sei es, um die Kinder zum Geburtstag des Nachbarkindes - 200 Kilometer entfernt - zu
bringen.

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| 16:00 - 16:45,
H3 |
| Das Burgenland - wo
Österreich halb ungarisch ist Fast tausend Jahre gehörte das Burgenland zu
Ungarn. Kein anderes Bundesland - abgesehen von der Metropole Wien - weist so viele
Sprach- und Volksgruppen auf wie das schmale und lang gezogene Gebiet ganz im Osten
Österreichs. Obwohl der Name sich auf vier Komitatsburgen bezieht, denen das Land früher
unterstand, trägt das Burgenland diesen Namen zu Recht: Ganze 68 Burg- und Wehranlagen
erinnern an Zeiten, als das Grenzland hart umkämpft war. Heute sind die zum Teil gut
erhaltenen historischen Gemäuer aus dem Besitz der Esterhazys und Batthyanys touristisch
erforschbare Kostbarkeiten. Meist kennt man das Burgenland über seine landschaftlichen
Reize wie den Neusiedler See und den angrenzenden Seewinkel, die Storchenstadt Rust oder
die bodenständige Weinkultur im Kellerviertel. Doch das seit 1921 zu Österreich
gehörende, klimatisch begünstigte Ländchen hat mehr zu bieten. Seine ehemalige
Rückständigkeit erweist sich heute als Kapital: Blaudruck, Korbflechten und Töpfern im
Einmannbetrieb, altertümliche Märkte und Feste - und daneben die Gegenwart in Form
schick gestylter Thermen und Wellnessanlagen, origineller Nobelherbergen und
traditionsbewusster Gastronomie. Dazu einmal jährlich die berühmten Haydn-Festspiele in
Eisenstadt - das Burgenland wartet darauf, entdeckt zu werden. |
| 16:15 - 17:00,
3SAT |
| Moskau, Jalta, Kiew - Eine
Zugreise Moskau, Bahnhof Pawelezkaja: Hier startet Filmautor Klaus
Schwagrzinna zu einer Abenteuerreise, über 6500 km in drei Wochen. Er erlebt deutsche
Geschichte in Wolgograd. In Sotschi, dem Nobelbadeort von Präsident Putin, badet er mit
den Reichen und Schönen im Schwarzen Meer, durchstreift Weinberge auf der Krim und fährt
durch Moldawien bis nach Kiew.
Die Stadt Sotschi hat gut 331.000 Einwohner und ist für ihre Sommersporteinrichtungen
bekannt. Die dortige Tennisschule hat z.B. die Stars Maria Scharapowa und Jewgeni
Kafelnikow hervorgebracht.

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| 18:05 - 19:00,
Arte |
| Die Kichwa-Krieger und das Öl
Der Regenwald Ecuadors beeindruckt mit grandioser Natur. Aber im Norden sind
weite Teile durch die Ölförderung verseucht. Wenige Einheimische wehren sich gegen die
Verschmutzung. Ein '360°'-Filmteam hat sie besucht.

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| 18:30 - 19:15,
Phoenix |
| Die Teeroute Vom
Südwesten Chinas bis nach Tibet folgt die Reihe der jahrtausendealten Teestraße, auf der
die kostbare Fracht einst transportiert wurde. Im 1. Teil gehts um Bräuche und
Traditionen.

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| 19:30 - 20:15,
Arte |
| Flüsse der Welt Die
Quellen des Orinoko liegen im beinahe unzugänglichen Grenzgebiet zwischen Venezuela und
Brasilien. Bis zu seiner Mündung im Atlantik legt der Strom mehr als 2000 Kilometer
zurück. Dabei durchfließt er die Gebiete zahlreicher indigener Völker , die teilweise
jeden Kontakt mit der westlichen Zivilisation meiden.
Die Warao sind mit rund 30.000 Angehörigen die zweitgrößte indianische Ethnie in
Venezuela.

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| Dienstag, 03.08.2010 |
| 09:15 - 09:55,
Arte |
| Niger - Ein Zelt zur Hochzeit
Rhaissa ist ein Tuaregmädchen im Niger und hütet Schafe. Sie blickt scheu in
die Kamera und lacht über das, was ihre Freundin Fatima über den Mann sagt, der in
wenigen Tagen ihr Ehemann sein wird. Er sieht wohl nicht besonders gut aus und wirkt auch
nicht sonderlich stolz. Doch Rhaissa wird ihn heiraten. Es wurde um ihre Hand angehalten,
die Eltern willigten ein und Rhaissa fügt sich dem Schicksal. Ein letztes Mal wird sie
die Schafe hüten, auf den Hügeln singen und ein Mädchen sein. Danach wird sie mehrere
Tage im Zelt ihrer Mutter verbringen. Das Heiratsritual verlangt, dass die zukünftige
Braut bis zur Hochzeitsnacht weder spricht noch das Zelt der Mutter verlässt. Doch andere
erzählen an ihrer Stelle, was sie verschweigen muss. Die Dokumentation ist ein
feinfühliges Porträt eines jungen Mädchens. Sie vermittelt Einblicke in eine Kultur mit
einem anderen Zeitgefühl, eigenen Werten und einer anderen Auffassung von der Liebe.

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| 12:00 - 12:45,
Arte |
| Traumhafte Küsten Aufgrund
seiner faszinierenden Landschaften und herrlichen Strände entwickelt sich Mosambik im
Südosten Afrikas zu einem beliebten Reiseziel. Seit 1992 herrschen politische Stabilität
und Demokratie im Land, so dass die Zahl der Touristen steigt. Die Südküste konnte daher
wenigstens zum Teil zu ihrem verblichenen Glanz zurückfinden. Die Hafenstadt Maputo ist
inzwischen wieder ein belebtes Handelszentrum. Und zumindest hier in der Hauptstadt
spielen Frauen im politischen und gesellschaftlichen Leben eine wichtige Rolle. Auch in
kultureller Hinsicht hat Mosambik einiges zu bieten, sei es in den Bereichen Musik und
Film oder Architektur und Malerei.

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| 14:00 - 14:45,
Arte |
| Flüsse der Welt Der
Mekong ist eine der großen Lebensadern der Erde. Er entspringt im Himalaya in einer Höhe
von rund 5000 Metern, fließt nach Laos hinab, verlangsamt dann sein Tempo, um wieder zu
beschleunigen, bevor er schließlich Kambodscha und Vietnam durchquert. Auf seiner
bewegten, 4200 Kilometer langen, Reise bildet der Strom die Lebensgrundlage für Millionen
von Fischern, Händlern und Bauern.
Mit mehr als 1200 Fischarten , sowie zahllosen Vogel- und Reptilienarten gehört der
Mekong zu den fünf artenreichsten Flüssen der Erde.

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| 15:15 - 16:00,
WDR |
| Das Dschungel-Orchester Im
Norden Boliviens liegt das 4000-Seelen-Dorf Urubichá. Dort gibt es keine Autos, auf den
Wegen tummeln sich Schweine. Ein einziges Telefon verbindet den Ort mit der Außenwelt.
Dennoch musiziert in Urubichá ein Barockorchester - jedes vierte Kind beherrscht ein
Instrument. Grund: Mit Musik wurden einst die Ureinwohner missioniert. Ein Filmteam
beobachtet das Orchester bei Proben und Auftritten.

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| 15:30 - 16:00,
3SAT |
| Geheimnisvolles Afrika Eine
der letzten Abenteuerreisen auf dem afrikanischen Kontinent führt in den
Niassa-Nationalpark im Norden Mosambiks. Im Unterschied zu den anderen Nationalparks im
Süden des Kontinents ist der Park nicht eingezäunt, denn er ist viel zu groß dafür.
Der jahrzehntelange Bürgerkrieg im Sudan und der ungeklärte Grenzverlauf haben das
Dreiländereck Sudan, Kenia und Äthiopien ebenfalls zu einem Stück unberührtem Afrika
gemacht. Auch in Ägypten findet sich noch viel Natur. Die größte aller Oasen Ägyptens
ist gleichzeitig die schönste: Dakhla, inmitten der Einsamkeit und der Magie der 'Großen
Sandwüste', der Sahara, gelegen. Der Film 'Geheimnisvolles Afrika' zeigt die schönsten
Naturlandschaften in Mosambik, Sudan und Ägypten.

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| 16:00 - 16:30,
3SAT |
| Mit dem Bus durch Afrika Durch
Afrika zu reisen, ist schon exotisch genug. Aber das Ganze dann auch noch in einem
rollenden Hotel, das ist Abenteuer pur. Die Urlauber wissen, dass sie mit dem Komfort
beziehungsweise 'Nicht-Komfort' einer solchen Reise zurechtkommen müssen. Dafür werden
sie aber auch mit großartigen Erlebnissen belohnt: Die Reise führt durch Naturreservate
und über Wüstenpisten. Man rastet mitten im afrikanischen Busch, oft auf Strecken, die
sonst selten ein Tourist zu sehen bekommt. Der Film 'Mit dem Bus durch Afrika' begleitet
die abenteuerliche Reise. |
| 16:30 - 17:00,
3SAT |
| Die Oase des Lichts Marco
Polo nannte die Wüstenstadt Yazd einst 'die Edle'. Vieles scheint seit damals
unverändert: Noch immer werden die alten Windtürme gebaut, und die Bewohner achten
weiterhin die Bräuche aus der Zeit der persischen Antike. In der Stadt leben zahlreiche
Anhänger des Propheten Zarathustra, des vorislamischen Heiligen, und lassen noch die
alten geweihten Feuer brennen. Die Menschen versuchen außerdem, das alte
Bewässerungssystem der Perserkönige Darius und Xerxes zu erhalten und ziehen an
bestimmten Tagen des Jahres zu heiligen Höhlen des persischen Altertums. Der Film 'Die
Oase des Lichts' stellt die Wüstenstadt Yazd und ihre Bewohner vor. |
| 17:00 - 17:45,
3SAT |
| Libyen - Reise in ein
unbekanntes Land Libyen ist ein schwer erreichbares Wüstenland mit bizarren
Gebirgen, sagenumwobenen Seen inmitten der endlosen Sahara, legendären Ruinenstätten und
einer Mittelmeerküste, die seit der Antike ein Brennpunkt der Geschichte war. Jahrelang
blieb die 'Große Sozialistische Libysch-Arabische Volks-Jamahirya' für westliche
Besucher weitgehend verschlossen, sodass über Libyens Kultur und seine Bewohner kaum
etwas bekannt ist. Schlagzeilen über Terrorismus und Giftgas bestimmen das politische
Image dieses Staats, den Erdölvorkommen zum reichsten Land Afrikas werden ließen. Die
Reise durch Libyen führt von Tripolis, dem 'Tor zu Afrika', über den Jebel Nafusa zum
legendären Karawanenstützpunkt Ghadames und weiter zur Oase Ghat, einer Hochburg der
Tuareg im äußersten Südwesten des Landes. Der letzte Teil des zweiteiligen Films
'Libyen - Reise in ein unbekanntes Land' stellt das moderne Libyen vor. Außerdem führt
die Reise durch die Sahara zurück zur libyschen Mittelmeerküste, vorbei an
prähistorischen Felsbildern im Akakus-Gebirge und grandiosen Ruinenstätten wie Leptis
Magna aus römischer Zeit.

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| 17:45 - 18:30,
3SAT |
| Skizzen aus Marokko Von
Marrakesch aus geht es über den Atlas nach Süden. Die Passstraße fällt beständig,
allmählich färbt sich der Boden grün. Entlang des Draa-Flusses führt der Weg nach
Zagora. Die zweitgrößte Oase Marokkos mit ihren Hunderttausenden von Dattelpalmen war
einst der größte Umschlagplatz für den Sklavenhandel. Die Haratine, die Nachkommen der
Sklaven, bilden noch heute die unterste Schicht der Gesellschaft. Durch wüstenhaftes Land
geht es westwärts in die fruchtbare Sous-Ebene. In den Weizenfeldern stehen
Arganienbäume, in denen Ziegen herumklettern, um die Früchte und die Blattspitzen der
Pflanzen zu erreichen. In Taroudant gibt es einen besonders schönen Markt: Dort werden
erlesene Teppiche angeboten und Holzgegenstände unter offenem Himmel hergestellt. Im
Antiatlas haben die Menschen die Flanken der Berge terrassiert. Zur Erntezeit werden die
Dreschplätze gereinigt. Dann laufen Esel und Maultiere im Kreis und treten die Körner
aus den Getreidehalmen. Die Orte wirken wie Festungen aus Stein. Das Zentrum bildet ein
prächtiger Agadir, eine Burg für die Vorräte der Dorfbewohner. Denn im Sommer ziehen
viele Familien mit ihren Herden auf hochgelegene Weiden. Nur wenige Männer, Vertraute der
Dorfgemeinschaft, müssen dann das Getreide für den Winter, Wertsachen der Familien und
die amtlichen Urkunden gegen räuberische Eindringlinge bewachen. Im Tal der Ammeln
hängen die roten Dörfer wie Vogelnester am Steilabhang des Gebirges, darunter liegen
ihre fruchtbaren Oasen mit Getreidefeldern und Oliven. Das kostbare Wasser aus den Bächen
wird in Zisternen gesammelt und sorgfältig, nach Besitz jeder Familie bemessen, in einem
ausgeklügelten System auf die Felder geleitet. Die dritte Folge der dreiteiligen Reihe
'Skizzen aus Marokko' stellt den Süden des Landes vor.

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| 18:30 - 19:15,
Phoenix |
| Die Teeroute In
China wird die Teestraße auch 'Straße des Tees und der Pferde' genannt, denn das eine
wäre ohne das andere nicht denkbar. Bereitwillig berichten einige Karawanenführer über
Freuden, Überraschungen und Gefahren, die sie in ihrer zum Teil über 30-jährigen Arbeit
auf der 4.000 Kilometer langen Route erlebt haben. Oft verschwimmen in den Erzählungen
dieser Männer die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Legende. Shiping ist eine der
wichtigsten Stationen auf der Teestraße. Zum alljährlichen Frühjahrsfest kommen
Besucher aus der ganzen Provinz und sogar aus anderen Regionen hierher. Dann wimmelt es in
den Karawansereien vor Betriebsamkeit, arbeiten die Handwerker doppelt so schnell und sind
die Geschäfte Tag und Nacht geöffnet. Der ganze Ort fiebert dem Höhepunkt des Festes
entgegen: der Stelzenparade. Die Dokumentation zeigt diesen fantastischen Umzug, bei dem
prächtig ausstaffierte Ritter auf riesigen Stelzen in den engen Dorfgassen die
legendären Kämpfe der drei Königreiche nachstellen. Vorgestellt wird auch die einzige
noch bewirtschaftete Karawanserei, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde.
Wie die Karawanenführer von einst werden heute Reisende hier bewirtet und unterhalten.
Ein besonderer Höhepunkt ist eine wundervolle Schattentheateraufführung.

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| 18:30 - 19:00,
3SAT |
| Expedition Wissen Eine
Reise durch den Westen Kanadas ist vor allem ein intensives Naturerlebnis: Es gibt riesige
Regenwälder zu entdecken, schneebedeckte Gipfel und Wasserfälle, Schwarzbären und
Viehherden. Auf Vancouver Island am Pazifik kann man raue Küsten, lange Strände und
Orcas bestaunen. Die Provinz British Columbia ist aber auch bekannt für ihre Ureinwohner,
die First Nations. Nach einer Politik der Zwangsassimilierung, die bis in die 1980er Jahre
reichte, erleben viele Volksstämme derzeit eine kulturelle und wirtschaftliche
Renaissance. 'Expedition Wissen' begleitet eine Familie aus Dortmund, die per Wohnmobil
Kanadas Westen durchquert. Dabei müssen die Familienmitglieder ihre romantischen
Vorstellungen über das Leben der 'Indianer' und 'Trapper' mehr als einmal korrigieren.

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| 20:15 - 21:00,
WDR |
| Das blaue Wunder Das
Archipel liegt vor der Küste Papua Neuguineas. Viele der Tierarten sind einmalig und noch
völlig unbekannt. Die Bevölkerung lebt in der Tradition der Vorfahren. Erst 2001 drangen
Wissenschaftler in die Korallenriffe vor. Jetzt ist das Idyll bedroht: Pharmaforscher,
Fischgroßhändler und Holzfirmen plündern den Naturschatz Raja Ampats.
2006 wurde hier ein Hai entdeckt, der auf seinen Flossen über den Meeresgrund läuft.

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| 22:00 - 22:30,
WDR |
| Rio de la Plata - SOS am
Silberfluss 'SOS am Silberfluss'. Oskar 'Chiqui' Bruzzone ist ein erfahrener
Kapitän. Mit seinem Kahn transportiert er im argentinischen Flussdelta alles von
Baumaterial über Lebensmittel bis hin zu Pferden.

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| Mittwoch, 04.08.2010 |
| 09:15 - 10:05,
Arte |
| Mit den Wüsten-Hebammen bei
den Tuareg In der Region Adrar im Grenzgebiet zwischen Mali und Algerien
prägen unwirtliche Sanddünen und felsige Bergmassive das Landschaftsbild. Ihre Bewohner,
die Tuareg, sind Nomaden und leben in erster Linie von der Wanderweidenwirtschaft. Die
Lebensbedingungen sind hart und ärztliche Versorgung ist oft unerreichbar.
Kindersterblichkeit und Kindbetttod sind hier so hoch wie kaum sonst auf der Welt. Mit
Unterstützung der Hilfsorganisation 'Ärzte der Welt - Belgien' bemüht sich die malische
Regierung um eine Verbesserung der Gesundheitsfürsorge in der Region. So wurden über 200
einheimische Hebammen geschult, um Geburtshilfe unter bestmöglichen hygienischen
Bedingungen leisten zu können oder komplizierte Geburten so frühzeitig zu erkennen, dass
die Gebärende noch in ein Krankenhaus gebracht werden kann. Die Wander-Hebammen tragen
einen wichtigen Teil dazu bei, die Lebensumstände der Tuareg zu verbessern.

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| 10:30 - 11:15,
Arte |
| China - Die mächtigen Frauen
vom Lugu-See Hoch oben in den Bergen im Südwesten Chinas liegt in einer
abgelegenen Region zwischen den Provinzen Yunnan und Sichuan der Lugu-See. An seinen Ufern
lebt das Volk der Mosuo in einer matriarchalisch geprägten Gesellschaft. Seit 2.000
Jahren haben dort die Frauen das Sagen. Die älteste Frau eines Mosuo-Haushalts bestimmt
über alle Tagesangelegenheiten. Sie ist oft die Einzige, die für den Unterhalt der
Familie sorgt. So etwas wie eine Ehe im europäischen Sinne gibt es nicht. Die Kinder
leben im Haushalt der Mutter und werden von den Frauen und deren Clans aufgezogen. Der
Besitz vererbt sich von der Mutter an die Töchter. Und männliche Bezugspersonen finden
die Kinder unter den Brüdern ihrer Mutter. Abgeschieden vom Rest der Welt herrscht bei
den Mosuo ein harmonischer Lebensstil, was auch am Fortbestand der religiösen
Überzeugungen der Mosuo liegt. Die vorherrschende Religion ist der tibetische Buddhismus.
Nun aber werden diese Gesellschaft und ihre Lebensweise durch das Vordringen der Moderne
bedroht. Im Gespräch bangt Yeshe Tsultim, der Lama der Mosuo, um die Zukunft des
Mosuo-Volkes.

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| 11:15 - 12:00,
Arte |
| Argentinien - Der Kampf der
Wichí Francisco kommt mit 13 anderen Wichí-Häuptlingen nach Buenos Aires.
Die meisten von ihnen haben ihre Dörfer zuvor noch nie verlassen. Als Vertreter des
Wichí-Stammes sind sie in die Hauptstadt gereist, um den Kampf mit der argentinischen
Staatsregierung aufzunehmen. Um ihre Kultur zu bewahren, streben die Wichí an, die
Kontrolle über das Land ihrer Vorfahren auszuüben, auf das sie auch durch verschiedene
Verträge und Abkommen ein unabdingbares garantiertes Anrecht besitzen. Doch dieses Recht
durchzusetzen ist keine leichte Aufgabe. In ihrem Kampf haben es die Wichí nicht nur mit
der Staatsmacht zu tun, sondern sie kämpfen gleichzeitig gegen bestechliche Politiker,
Drogenbarone, Erdölmagnaten und mächtige Viehzüchter. Der norwegische Filmemacher Magne
Sleire hat die Lebensumstände der Wichí vor Ort mit der Kamera dokumentiert. Fünfmal
hat er sie innerhalb von drei Jahren besucht. Mit einem Dolmetscher als einzigem Begleiter
lernt er die Lebensweise der Wichí hautnah kennen. Zu Wort kommen unter anderem die
beiden Häuptlinge Pascal Perez und Francisco Perez, die mit ihren Familien in der
nördlichen Provinz Salta leben.

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| 12:00 - 12:45,
Arte |
| Inselträume Genau
am Schnittpunkt von Äquator und Nullmeridian, wo nördliche und südliche Hemisphäre
aufeinandertreffen, liegen die Inseln São Tomé und Príncipe. Der Inselstaat ist der
größte Kakaoproduzent Afrikas und zieht Arbeitskräfte vom gesamten Kontinent an. Die
Hauptinsel São Tomé wurde am 21. Dezember 1470, am Tag des Heiligen Thomas, von den
Portugiesen entdeckt. Jahrhunderte lang verwaltete die portugiesische Kolonialmacht den
Archipel aus der Ferne. Nur Sträflinge wurden nach São Tomé geschickt, und weil dort
die Malaria wütete, galt die Insel als 'Friedhof für Europäer'. Nachdem die
Kakaoproduktion zurückgegangen war, beschlossen die Portugiesen 1888, sie durch stärkere
Präsenz wieder anzukurbeln. 1919 erreichte São Tomé den Spitzenplatz im weltweiten
Kakaoexport. Nach der Unabhängigkeit der Inseln wurden die Plantagen vom marxistisch
orientierten Regime verstaatlicht. Heute sind einige verwahrlost, andere wieder in
Privatbesitz. Der Großteil des Kakaos wird in Europa zu Schokolade verarbeitet. Aber der
Italiener Claudio stellt auf São Tomé vor Ort Schokolade mit ausschließlich lokalen
Zutaten her. Und auch Juan Carlos ist Schokoladenliebhaber. Seine Kochsendungen im
Fernsehen haben sogar in Lissabon Zuschauer. Juan Carlos will das Image des Kakaos
aufpolieren, das oft noch mit den Leiden der Plantagenarbeiter in Verbindung gebracht
wird. Daher kreiert er ausgefallene Rezepte mit Kakao. Die ersten Bewohner von São Tomé
sollen 'Angolares' gewesen sein. Der Legende nach stammen sie von Sklavenschiffen, die
zwischen Europa, dem Kongo und Amerika verkehrten und auf der Insel Schiffbruch erlitten
hatten. Die Gefangenen versteckten sich im Wald und entgingen der Versklavung. Sie lebten
vom Fischfang, und ihre Nachfahren tun dies noch heute. Stolz sein kann die Insel São
Tomé übrigens auf die Schönheit ihrer Frauen: Bereits dreimal wurde eine Bewohnerin des
winzigen Eilands zur Miss World gekürt.

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| 18:30 - 19:15,
Phoenix |
| Die Teeroute Gadana
ist eine der wenigen Frauen im Beruf des Karawanenführers. Sie wurde einst von einem
reichen Händler aus Peking angeheuert, um eine Ladung Tee auf traditionelle Weise, das
heißt mit einer Pferdekarawane, zu transportieren. Sie spricht mit Leidenschaft über
ihren Beruf - wohl wissend, dass es ihn bald nicht mehr geben wird. Im Dörfchen Tengchong
scheint es nur Frauen zu geben. Ehrenwerte alte Damen erzählen, wie sie sich über die
lange Abwesenheit ihrer Männer hinwegtrösteten, wenn diese mit der Karawane auf der
Teestraße unterwegs waren. Eine von ihnen berichtet, wie sie von einem mit ihrem Mann
befreundeten Karawanenführer erfahren hat, dass ihr Mann unterwegs vor Erschöpfung
gestorben sei. Eine weitere wichtige Station der Reise ist der berühmte Pferdemarkt von
Dali. Auf der riesigen 'Messe des Dritten Monats', die zwischen Ende April und Anfang Mai
stattfindet, waltet auch der Hufschmied seines Amtes. Wie in der Blütezeit der Karawanen
werden hier alle möglichen Pferdearten gehandelt oder getauscht. In der matriarchalischen
Gesellschaft der Naxis teilen die Frauen ihre Macht mit den Göttern und deren Gesandten,
den Dong Ba. In ihren jahrtausendealten Tänzen verquicken sich animistische mit
buddhistischen Riten, um die bösen Geister zu vertreiben, die sich der Karawane in den
Weg stellen könnten.

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| 19:30 - 20:00,
3SAT |
| Meisterwerke der Menschheit
Im Königreich Bhutan feiern die Mönche des Klosters Drametse jeden Herbst das
'Ngacham', es ist das wichtigste Fest des Jahres. Den Höhepunkt bildet die Aufführung
des Maskentanzes der Trommler, den die UNESCO als 'Meisterwerk der Menschheit'
ausgezeichnet hat. Doch diesmal ist die Aufführung gefährdet. Der Mönch Jigme wartet
auf die Rückgabe der wertvollen Maske des Schneelöwen, die er als Tanzmeister der Gruppe
tragen soll. Sie wurde in die Hauptstadt Thimpu ausgeliehen.

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| 19:30 - 20:15,
Arte |
| Am Mississippi Autor
Peter Adler beginnt seine Reise entlang des 'Ol' Man River' im Sumpfgebiet Atchafalaya
Basin in Louisiana. Nach einem Besuch in New Orleans führt der Weg stromaufwärts zum
Staatsgefängnis Angola, auf dessen Territorium Bullen-Rodeos ausgetragen werden. Auf der
'Evergreen Plantation' besichtigt Adler die bis heute instand gehaltenen Sklavenhütten .
Der 3778 Kilometer lange Mississippi fließt durch zehn US-Bundestaaten.

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| 20:15 - 21:00,
Phoenix |
| Kirchen, Kühe, Kalaschnikows
Ein Leben ohne Auto - unmöglich !' ruft die junge Frau, die Gerd Ruge von Auto
zu Auto in einem der gigantischen Moskauer Staus interviewt. Als die Sowjetunion
zusammenbrach, gab es 350.000 Pkw - heute sind es dreieinhalb Millionen. Nicht nur das
eigene Auto hat das Lebensgefühl von Millionen Russen verändert. Und trotzdem sind die
meisten mit dem neuen Leben, nach der Sowjetzeit, nicht zufrieden. Gerd Ruge ist diesen
Menschen begegnet - an Landstraßen und auf Feldwegen. Sein Film führt nicht ins Moskau
der Millionäre und der Mächtigen, sondern ins weite Umland der Hauptstadt. Am Stadtrand
bei jungen Leuten auf der Piste eines riesigen künstlichen Skitunnels hat er sich
umgehört und 20 Kilometer entfernt davon bei Frauen, die in einem verfallenden Kulturhaus
ihre viel zu knappe Rente abholen. Gerd Ruge spürt Rechtsextreme im Wald auf. die mit der
Kalaschnikow Bürgerkrieg üben und er trifft Rock-Fans, von deren Musik sich
Ministerpräsident Putin gesellschaftsbildende Kraft erhofft. In einem Kloster exerzieren
kleine Jungen und lernen ihre Kalaschnikow zu lieben. Eine Familie von Häuslebauern zieht
in ihre fensterloses Banja, das russische Schwitzbad ein; weil in der Wirtschaftskrise das
Geld für den Hausbau ausgegangen ist. Ein altes Ehepaar fährt mit dem Auto auf die
Weide, um ihre einzige Kuh zu melken. Ein Bankier kauft ein Kloster, renoviert es und
kommt sonntags mit eigenem Geistlichen aus der Hauptstadt, um einen Privatgottesdienst
abzuhalten. Und auf dem Arm des riesigen Lenin-Denkmals am Moskau-Wolga-Kanal lässt sich
ein Mann beim Turnen fotografieren. Gerd Ruges Film zeigt unerwartete Begegnungen und
Gespräche am Rande der Hauptstadt, nur scheinbar fern der großen Politik und immer nahe
bei den Menschen.

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| Donnerstag, 05.08.2010 |
| 06:15 - 06:45,
Phoenix |
| Mit der Bummelbahn um den
Baikalsee Mit 20 Stundenkilometern fährt ein alter Bummelzug um den
südlichen Zipfel des Baikalsees - viermal in der Woche, auch bei Eis und Schnee. Für die
Anwohner ist er eine Lebensader: Weil es keine Läden gibt, verkauft die Schaffnerin an
den Haltestellen Nahrungsmittel und Medikamente. Touristen werden von den Dorfbewohnern
mit eingelegten Gurken und Zedernvodka versorgt. Albrecht Reinhardt schildert Eindrücke
und Begegnungen.

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| 06:45 - 07:30,
Phoenix |
| Wunder der Natur Er
ist der älteste, tiefste und wasserreichste See der Erde: 'Brunnen des Planeten' nennen
die Russen den Baikal - und tatsächlich könnte der See die gesamte Weltbevölkerung
über 50 Jahre mit Trinkwasser versorgen.

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| 08:00 - 08:45,
Arte |
| Die Bogenschützin von Bhutan
Fast jeder männliche Bewohner Bhutans praktiziert die Kunst mit Pfeil und Bogen
zu schießen - ein Relikt aus der kriegerischen Vergangenheit des buddhistischen
Bergvolkes. Bei einem traditionellen Wettkampf treten jeweils zwei Dörfer gegeneinander
an. Frauen dürfen die männlichen Kontrahenten dabei lediglich anfeuern. Doch in dem
kleinen Dorf Radhi gibt es eine Ausnahme. Hier trainiert die 25-jährige Tshering Chhoden
für Olympia. Als Frau darf sie an dem traditionellen Kräftemessen nicht teilnehmen,
obwohl sie sich darauf vorbereitet, ihr Land vor der ganzen Welt zu repräsentieren.
Tshering Chhoden gilt als Virtuosin mit Pfeil und Bogen. Das abgeschottete Bhutan hat sich
erst in den letzten Jahren der Außenwelt geöffnet. Noch 1960 war ein fünftägiger
Fußmarsch nötig, um in das Land zu gelangen. Damals begann König Wangchuk mit seiner
vorsichtigen Modernisierungspolitik. Bis heute bestimmen er und seine Minister, wie viel
Einfluss von außen sein Volk verkraftet, ob es reif ist für Elektrizität, Fernsehen
oder Tourismus. Industrialisierung wird nur geduldet, wenn sie nicht gegen die hohen
Umweltstandards verstößt. Westliche Entwicklungspolitiker betrachten den Himalayastaat
als Musterland, doch das Volk steht nur zum Teil hinter dem Monarchen. Viele der
überdurchschnittlich gut ausgebildeten jungen Menschen, von denen manche im Ausland
studiert haben, fühlen sich bevormundet. Tshering Chhodens Alltag während der
Olympiavorbereitungen ist typisch für das Zusammentreffen von Tradition und Moderne in
Bhutan. Sie glaubt fest an Dämonen und Hexen und daran, dass ihre Tempelbesuche das
Sportlerglück beeinflussen werden. Gleichzeitig trainiert sie mit einem professionellen
Coach und moderner Hightechausrüstung.

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| 09:15 - 10:00,
Arte |
| Laos - Die Karawane der
bedrohten Elefanten Laos wurde einst das 'Land der Millionen Elefanten'
genannt. Heute gibt es hier nur noch 2.000 wildlebende und zahme Elefanten. Die Gefahr ist
groß, dass in etwa zehn Jahren der Elefant ausgestorben ist, der innerhalb der laotischen
Kultur eine entscheidende Rolle besetzt. Um auf diese Bedrohung aufmerksam zu machen,
werden während der traditionellen Feierlichkeiten des Vat-Phou-Tempels in Südlaos vier
Elefanten auf einen 1.300 Kilometer langen Marsch geschickt. Begleitet von 'ElefantAsia',
einer französischen Organisation, sollen sie in drei Monaten in Luang Prabang, dem alten
Königssitz des 'Landes der tausend Elefanten', an der großen Prozession zum laotischen
Neujahrsfest teilnehmen. Auf ihrem Weg durchquert die 'Caravan Xang' genannte Expedition
viele abgeschiedene Landesteile und einige Städte. Überall begrüßen die Menschen
ungeachtet ihrer ethnischen Zugehörigkeit und ihres Glaubens die Elefanten mit
religiösem Eifer und tiefer Verehrung.

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| 14:00 - 14:45,
Arte |
| Flüsse der Welt Der
Urubamba ist ein Quellfluss des Amazonas. Er entspringt in den Anden, nahe des Passes Abra
La Raya nordwestlich des Titicacasees, und fließt durch das Valle Sagrado, das Heilige
Tal der Inka. Dort zeugen beeindruckende Ruinenstädte wie Machu Picchu von vergangener
Pracht und der entwickelten Zivilisation der südamerikanischen Urbevölkerung. Eine
Vergangenheit, die auch heute noch in der Region und der Kultur ihrer Einwohner
gegenwärtig ist.

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| 18:30 - 19:15,
Phoenix |
| Die Teeroute Die
Karawane gelangt an den Fuß der Höhen von Shangri-La. Den Namen dieses legendären
Landstriches prägte der britische Schriftsteller James Hilton mit seinem Werk 'Der
verlorene Horizont'. Das Buch wurde erstmals 1937 und 1973 nochmals verfilmt. Hilton
leitete den Fantasienamen von dem tibetischen Begriff 'Shambhala' ab, der wörtlich
übersetzt soviel bedeutet wie 'der Ort, an dem man in seinem Herzen Sonne und Mond
vereinen kann'. Der Begriff 'Shangri-La' ging mit der Bedeutung 'Paradies auf Erden' sogar
in den englischen Sprachgebrauch ein. Er verbreitete sich derart, dass selbst die
chinesischen Behörden ihn letztlich als offiziellen Namen für die Region übernahmen.
Nicht weit von der Mekong-Quelle entfernt arbeiten Frauen im Salzbergwerk von Yanjing.
Heldenhaft tragen die Arbeiterinnen Krüge mit Salzwasser zu den Verdampfungsbecken und
legen so rund 20 Kilometer am Tag zurück. Durch den Ausbau der Straße entwickelte sich
Yanjing zum bedeutendsten Zentrum für Salzgewinnung in der Region. Früher war das
'weiße Gold' die wichtigste Tauschwährung für Tee. Nach den grünen Landschaften von
Shangri-La führt die Teestraße in die Banda-Steppe und die tibetischen Hochplateaus.
Hier werden die klimatischen Bedingungen so extrem, dass die Pferde nicht mehr
weiterkönnen.

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| 19:30 - 20:15,
Arte |
| Am Mississippi 'Blues
Highway' wird der Highway 61 genannt. 4.000 Kilometer begleiten Mythen und Legenden diese
Straße den Mississippi auf seinem Weg durch Amerika. Im Städtchen Clarksdale soll vor
über 70 Jahren ein junger Musiker seine Seele an den Teufel verkauft haben - der zeigte
ihm dafür, wie man den Blues spielt. Der Blues führte auch John Ruskey vor vielen Jahren
an das Ufer von Amerikas großem Strom. Später begann John mit dem Bau von Kanus.
Mittlerweile nennen sie ihn den 'Riverman'. An Bord seiner traditionellen Kanus kann man
auf dem mächtigen 'Ol' Man River' eine Welt von wilder, oft gänzlich unberührter
Schönheit entdecken, die bereits Mark Twain als Inspiration für den Literaturklassiker
'Huckleberry Finn' diente. Verborgen hinter den Deichen liegt das 'Delta', einst ein
riesiges Überschwemmungsgebiet. Frühe Entdecker hielten es für das Mündungsdelta des
Flusses und gaben ihm deshalb diese irreführende Bezeichnung. Überall stehen noch die
Hütten einstiger Sklaven, die den Sümpfen Ackerland für Baumwolle, das 'Gold des
Mississippi', abringen mussten. Die Erinnerung an diese Zeit hält auch Sylvester Hoover,
der als Baumwollpflücker-Kind in einer Welt aus Armut, Rechtlosigkeit und Rassentrennung
aufwuchs, in einem Museum aufrecht. Er führt interessierte Besucher auch in das Dörfchen
Money, in dem im August 1955 ein 14-jähriger Schwarzer von einem weißen Mob zu Tode
gefoltert wurde, weil er es gewagt hatte, einer Weißen hinterherzupfeifen. Weiße
Geschworene sprachen die Mörder frei. Die Empörung darüber gilt als einer der Auslöser
der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Vieles hat sich seither verändert, aber der
Blues ist für die Menschen bis heute Ausdruck ihrer Emotionen geblieben. In den
trostlosen Siedlungen des Deltas haben viele Musikcafés und Bars überlebt, die die Welt
des Blues spür- und erlebbar machen.

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| 19:30 - 20:00,
3SAT |
| Meisterwerke der Menschheit
Vanuatu - das sind 83 Inseln und Archipele. Beinahe jede dieser Südsee-Insel
kennt ihre eigene Sprache. Nirgendwo sonst auf der Welt existiert diese Sprachendichte.
Bevor man eine gemeinsame Lautsprache fand, verständigten sich die Insulaner mit Hilfe
von Zeichnungen, die sie in Asche oder Sand malten. Dieses Jahrtausende altes Erbe des
Inselstaats Vanuatu hat die UNESCO als 'Meisterwerk der Menschheit' ausgezeichnet.

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| Freitag, 06.08.2010 |
| 04:30 - 05:15,
Phoenix |
| Kalt, riskant und gut fürs
Karma Spektakulär ziehen jedes Jahr bis zu 500.000 Hindus durch die
Bergwelt der Krisenregion Kaschmir. Die 'Amarnath Yatra', der Pilgerzug zur Höhle von
Amarnath, ist die ungewöhnlichste und gefährlichste Wallfahrt Indiens, und wohl der
ganzen Welt. Erstmals seit Jahrzehnten durfte ein ausländisches Fernsehteam den Pilgerzug
begleiten. Im Sommer, wenn die Pfade halbwegs schneefrei sind, brechen sie auf: Bauern,
Wanderasketen, smarte Yuppies aus Indiens Megastädten. Zu Tausenden pilgern sie durch
grandioses Hochgebirge, schlafen in exponierten Zeltlagern, essen in provisorischen
Hochgebirgs-Raststätten. Drei Tage dauert die Wallfahrt. Ihr Ziel ist eine einsame, 4.000
Meter hoch gelegene Höhle. Dort hat einst Gott Shiva seiner Frau das Geheimnis der
Unsterblichkeit enthüllt, so die Legende. Deshalb ist die Höhle den Hindus heilig. Steil
schneidet der Pfad durch Bergflanken, durch Eis- und Geröllfelder. Der höchste Pass
liegt 5.000 Meter hoch. Höhe, Kälte, Steinschlag und die ungewohnte Anstrengung fordern
ihren Preis. Letztes Jahr haben 67 Pilger die Wallfahrt nicht überlebt. Der Film
begleitet vier Pilger. Premal, Abishek und Vijay sind 19, 23 und 31 Jahre alt. Mit ihrem
Onkel Mukesh, 40, einem Börsenhändler, fahren sie von Bombay aus nach Kaschmir. Der Film
zeigt Strapazen, Spaß und religiöses Verständnis der jungen Männer. Er zeigt ihre
Furcht vor Unwetter und Terroranschlägen und thematisiert ihr Verhältnis zu den
muslimischen Kaschmiri. Der Film zeigt auch den massiven Militärschutz der Yatra und
welch immense Logistik nötig ist, die Pilgermassen im unwirtlichen Hochgebirge zu
versorgen.

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| 09:00 - 09:45,
Phoenix |
| Gottes Aquarium Das
kleine Land Malawi liegt im Herzen Afrikas und ist den meisten Menschen völlig unbekannt.
Doch Wissenschaftler haben es als 'Wiege der Menschheit' identifiziert. Denn wir alle
stammen von Vorfahren ab, die einst in dieser Region gelebt haben. Internationale
Hominidenforscher - vornehmlich aus Deutschland und Frankreich - haben in dieser
afrikanischen Region die ältesten Funde menschlicher Knochen gemacht. Obwohl die meisten
Bewohner Malawis bettelarm sind, ist das Land dennoch reich an Schätzen. So ist die
Artenvielfalt im Malawisee auch heute noch schier unerschöpflich. Vom
Fantasie-Regenbogenfisch über den weltberühmten Malawisee-Buntbarsch - der als
schönster Aquarienfisch überhaupt gilt - bis hin zu besonderen Seeschlangen findet man
zahlreiche Arten, zum Teil bis heute unerforscht wie zu Anbeginn der Schöpfung. Weit mehr
als 1.500 einzigartige Tier- und Fischarten vermuten Forscher im See. Biologen und
Anthropologen finden hier besondere Zwischenstufen der Evolutionsgeschichte. Jetzt gelang
den Wissenschaftlern ein wichtiger Durchbruch: Dinosaurierknochen, die ältesten
Menschenknochen und sogar Fossilteile von längst ausgestorbenen Ur-Arten gibt die
Seeregion des südafrikanischen Grabenbruchs Stück für Stück preis. Bisher ist der mit
750 Meter extrem tiefe Malawisee nur oberflächlich erforscht. Das Filmteam um Birgit und
Timm Ellwart hat erstmalig den Sprung in die unteren Schichten des Sees gewagt und dort
Erstaunliches zu Gesicht bekommen. Ganz nebenbei entdeckten die Taucher mit ihren
Unterwasserkameras gleich zwei neue Fischarten. Dabei sind Tauchgänge dort alles andere
als einfach. Ständig hat die Kameracrew Nilpferd- und Krokodilattacken zu befürchten,
mehr als einmal mussten die Dreharbeiten aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden.

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| 12:00 - 12:45,
Arte |
| Inselträume Die
Insel Sainte-Marie vor Madagaskar bildet mit ihrer aus Afrika und Asien zugewanderten
Bevölkerung einen Schmelztiegel der Völker und Kulturen. Unberührte, weiße
Sandstrände, Kokospalmen, türkisfarbene Lagunen - dieses paradiesische Bild bot sich
schon den ersten Seefahrern, als sie hier an Land gingen. 1960 wurde Sainte-Marie
unabhängig, doch erst als die Franzosen 1972 nach einem Referendum das Land definitiv
verlassen mussten, war die Insel auch wirtschaftlich eigenständig. Großen Wert legen die
Bewohner von Sainte-Marie auf ihre Piratenvergangenheit. Im 18. Jahrhundert ließen sich
hier 2.000 Männer nieder, auf der Insel lebten damals nur 500 Menschen. Voller Stolz
präsentiert der Lehrer Raymond den Piratenfriedhof. Das Leben auf der zu Madagaskar
gehörenden Insel ist nicht leicht, da das Land zu den ärmsten Staaten der Welt zählt.
Vor allem junge Mütter bekommen die Armut zu spüren, entziehen sich die Väter oft ihrer
Verantwortung. So gibt es immer mehr Waisenhäuser, die von ausländischen Partnern
finanziert werden müssen. Auch Schwester Florine leitet ein Waisenhaus. Obwohl ihr nur
geringe Mittel zur Verfügung stehen, nimmt sie zahlreiche Kinder aus Sainte-Maire für
kurze oder längere Zeit auf, da die Mütter ihrem Nachwuchs weder Nahrung noch Bildung
bieten können. Trotz der großen Armut lassen sich die Bewohner von Sainte-Marie ihre
Lebensfreude jedoch nicht nehmen.

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| 14:15 - 15:00,
NDR |
| Das Tote Meer Das
Tote Meer trägt seinen Namen zu Recht: Die Salzkonzentration ist mit 33 % so hoch, dass
Fische und Pflanzen eingehen würden. Hautkranke dagegen versprechen sich von den
Mineralstoffen Heilung; Touristen können sich mit der Zeitung in der Hand treiben lassen.
Die deutschenglische Koproduktion blickt in 3D-Animationen auf die geografische
Entwicklung der Region.
Das Tote Meer ist der tiefste Punkt der Erdoberfläche. Durch Verdunstung sinkt der
Wasserspiegel jedes Jahr um rund einen Meter.

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| 18:30 - 19:15,
Phoenix |
| Die Teeroute Yaks
haben die Pferde ersetzt. Denn ab 1.800 Meter wird die Luft dünner und Temperaturen bis
minus 40 Grad Celsius halten Pferde nicht aus. Die Yakführer der Karawane zögern nicht,
die Tiere schwer zu beladen, und verstauen zwischen Unmengen an Fleisch, Salzsäcken und
anderen Lebensmitteln auch die Teepakete. Nur bei regelmäßiger Nahrungsaufnahme können
Menschen solch niedrigen Temperaturen standhalten. Fleisch und Tee allein reichen nicht
aus, sie müssen auch das tibetische Grundnahrungsmittel 'Tsampa' zu sich nehmen, einen
kompakten Brei aus geröstetem Gerstenmehl, Tee und Yakbutter. Lhasa, die Hauptstadt
Tibets, ist nicht nur die Hochburg des Buddhismus, sondern auch eines der größten
Handelszentren des Reichs der Mitte. Hier ist die Endstation der spektakulären Reise
entlang der historischen Teestraße. Seit den 60er Jahren ist durch den Bau von Straßen
und Autobahnen der Transport von Tee auf Pferde- und Yakrücken selten geworden. Aber für
echte Teeliebhaber bleibt die 'Reifung auf dem Pferderücken' das Nonplusultra. Und die
Puristen der Teekultur würden niemals auf diesen ganz besonderen Geschmack verzichten
wollen, der nur beim traditionellen Transport entsteht. Um es mit den Buddhisten zu
halten: Die Teestraße kann als wichtiger Bestandteil der Identität eines ganzen Volkes
nicht sterben, sie kann nur wiedergeboren werden.

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| 18:30 - 19:00,
3SAT |
| Expedition Wissen 'Uisge
Beatha', 'Wasser des Lebens', nennen die Schotten auf Gälisch ihren Whisky. In den vom
rauen Seeklima geprägten Highlands findet man alle Zutaten, um einen herausragenden
Whisky zu brennen. Die wichtigsten: frisches, reines Quellwasser, gefiltert von Granit und
Torf, Gerstenmalz und Hefe. In den Lagerhäusern Schottlands reifen mehr als 125 Millionen
Liter Whisky in über 800.000 Fässern. Der Geschmack eines Whiskys hängt jedoch nicht
nur von seinen Bestandteilen ab, sondern von zwei weiteren Faktoren: dem
Herstellungsprozess und der Reifung im Fass. Gute Whiskys sind rar. Entsprechend
argwöhnisch hüten die zahlreichen schottischen Brennereien die Geheimnisse ihrer
Herstellungsverfahren. 'Expedition Wissen' spürt die Geheimnisse des traditionsreichen
Brandes auf: Der Journalist Reiner Luyken, ein Schottland- und Whisky-Kenner, erklärt in
dem Film die komplexen Herstellungsarten und kommentiert die unterschiedlichen Produkte,
darunter den berühmten Single Malt.

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| 19:30 - 20:15,
Arte |
| Am Mississippi Memphis
ist die größte Stadt am Mississippi, und dank Elvis Presley auch die berühmteste. Fast
600.000 Fans pilgern jährlich zum Haus des 'King' nach Graceland. Ein weiterer kulturell
bedeutender Ort wird mit der 18.000-Einwohner-Stadt Hannibal angesteuert, in der
Schriftsteller Mark Twain aufwuchs.
'Huckleberry Finn'-Autor Mark Twain (1835 - 1910) arbeitete vier Jahre lang als Steuermann
auf Mississippi-Dampfern.

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| 19:30 - 20:00,
3SAT |
| Meisterwerke der Menschheit
Es ist noch dunkel, erst fünf Uhr morgens, dennoch liegt schon eine große
Schwüle über dem kleinen Übungsraum im südindischen Kerala. 15 Jungen sind dorthin
gekommen, um sich zu dehnen und um ihre Gelenke geschmeidig zu machen für einen der
schwierigsten Tänze überhaupt. Die Rede ist von Kuttiyatam, dem über 2.000 Jahre alten
Tempeltanz aus Indien, der auch heute noch seine Zuschauer mit prächtigen Masken und
stilisierten Gesten fasziniert. Die UNESCO hat diesen Tanz als 'Meisterwerk der
Menschheit' unter ihren Schutz gestellt. An diesem Morgen ist auch Sangit in den
Übungsraum gekommen. Der gläubige 19-jährige Hindu stammt aus einer Künstlerkaste,
sein Vater war selbst ein bekannter Tempeltänzer. Sangit muss in einer Woche seine erste
Vorführung bestehen, gewissermaßen sein Abschlussexamen. Auf die Tanzschule dürfen nur
die Besten, und nur ganz wenigen steht eine Zukunft als professioneller Tänzer bevor. Zu
den Auserwählten zählt auch Shalini. Sie träumt davon, eines Tages mit Sangit
aufzutreten. Allein das Auftragen der aufwendigen Masken, die teilweise gemalt und
aufgeklebt werden, dauert Stunden. Der Tanz ist ohne die Kenntnis der mythologischen
Götter- und Sagenwelt nicht zu verstehen. Die Verehrung der Lehrer als Gurus, der
tägliche Gang der Schüler zum Tempel Shivas gehört zum Alltag der Tanzschule. Daher ist
auch das tägliche Studium der heiligen Schriften ein wichtiger Bestandteil der
Ausbildung. Der Film von Norbert Busè verfolgt die komplizierte und komplexe
Präsentationsform des Tempeltanzes Kuttiyatam. Seit 2003 stellt die UNESCO neben
Bauwerken und Naturstätten auch immaterielle Weltkulturgüter unter ihren Schutz. Die
zweite 'Meisterwerke der Menschheit'-Staffel stellt sechs von ihnen vor.

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| 21:00 - 21:45,
RBB |
| Wildes China Das
Land im Himalaya bietet eine einzigartige Tierwelt. Neben Yaks, Braunbären, Wölfen und
Tibetfüchsen leben hier Schneeleoparden , die durch illegale Jagd gefährdet sind. Eine
weitere bedrohte Spezies ist der Tschiru, eine Antilopenart, deren Fell die edle
Shahtoosh- oder auch Königswolle liefert.
Schneeleoparden werden wegen ihres Pelzes und ihrer Knochen gejagt. Letztere finden in der
Traditionellen Chinesischen Medizin Verwendung, erzielen hohe Preise.

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| 23:20 - 00:50,
Phoenix |
| Feuerland Ein
Archipel, das zu den unwirtlichsten, doch landschaftlich schönsten der Erde gehört, ist
'Tierra del Fuego', auf Deutsch Feuerland. Der portugiesische Seefahrer Ferdinand Magellan
entdeckte die Inseln im Jahr 1520. Gut 300 Jahre später begleitete der junge Charles
Darwin eine Expedition nach Feuerland und verbrachte fast zwei Jahre auf der Inselgruppe
an der Südspitze Südamerikas. Er schrieb über die Gegend: 'Vorzuherrschen in dieser
stillen Einsamkeit schien der Geist des Todes, nicht der des Lebens'. Tatsächlich ist die
Geschichte Feuerlands gespickt mit brutaler Eroberung und Vernichtung. Doch nur wenige
Orte verbinden sich so sehr mit der menschlichen Sehnsucht nach Weite, Ferne, Stille und
ursprünglicher Natur.
Auf den Spuren des Evolutionsbiologen Charles Darwin und des Entdeckers Ferdinand Magellan
beschreibt der Dokumentarfilm 'Feuerland' das Archipel.

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