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Samstag, 31.07.2010
05:00 - 05:25, Arte
Auf nach Europa!

Agnieszka arbeitet viel. Viel zu viel. Aber sie hat ihre Berufung gefunden: Sie ist Ärztin. Nie würde sie ihr Metier gegen ein anderes eintauschen. Sie ist unverheiratet und kinderlos und steckt dafür ihre ganze Liebe in ihre Arbeit und gute Freunde. Agnieszka ist tief in ihrer polnischen Heimat verwurzelt und möchte nicht von dort wegziehen, obwohl sie es anderswo beruflich sicher leichter haben könnte. Die Medizin ist in Polen zwar auf dem gleichen Niveau wie in anderen EU-Ländern, die Bezahlung allerdings nicht. Darunter leidet Agnieszka mitunter. An ihrem Engagement ändert das jedoch nichts. Aber auch Agnieszkas Aufopferungsbereitschaft hat ihre Grenzen. Denn die 38-Jährige ist auch eine Frau mit ganz normalen Ängsten und Schwächen und dem erklärten Wunsch, irgendwann einmal Kinder zu haben.

05:25 - 06:00, Arte
Auf nach Europa!

Vanessa stammt aus dem Fischerdorf Estepona in Südspanien und ist eine typische Andalusierin. Sie hat immer alle Hände voll zu tun, um allem gerecht zu werden: ihren Kindern, ihrem Mann, einem Fischer, der manchmal aufgrund der Fischfangquoten nicht aufs Meer hinaus darf und so zum Nichtstun gezwungen ist, und dem Kleidergeschäft, in dem sie arbeitet. Aber von Zeit zu Zeit gönnt sich Vanessa eine Auszeit. Die braucht sie zum Nachdenken, unter anderem über die Werte, die ihr wichtig sind und die sie an ihre Kinder weitergeben möchte. Auf jeden Fall hat Vanessa beschlossen, glücklich zu sein. Eine Herausforderung, der sie sich tagtäglich stellt.

05:30 - 05:55, ARD
Felix und die wilden Tiere fauna.gif (2335 Byte) kind.gif (6180 Byte)

Tierliebhaber Felix Heidinger widmet die heutige Sendung den Schmetterlingen Taiwans. Das asiatische Land ist berühmt für die große Artenvielfalt der farbenprächtigen Insekten. Als Artenschutz noch kein Begriff war, wurden Schmetterlinge auch dort beinahe bis zur Ausrottung gejagt.

06:00 - 06:30, SWR
Weltkultur Eisenbahn bahn.jpg (2944 Byte) unesco.gif (2965 Byte)

An alles hatten Karl Ritter von Ghega, der Planungschef der österreichischen Staatsbahn, und seine Mitarbeiter gedacht, als die Semmeringbahn am 18. April 1854 feierlich von Kaiser Franz Josef eröffnet wurde. Nur an eines nicht: Der Schornstein der Lokomotive war für die Gloggnitzer Bahnhofshalle zu hoch. Bei der Einfahrt krachte er herunter und hüllte die feine österreichische Gesellschaft in Rauch und Ruß. Der Kaiser aber behielt die Nerven und Karl Ritter von Ghega durfte triumphieren. Die erste Hochgebirgsbahn der Welt konnte ihren Betrieb aufnehmen. Nur sechs Jahre früher, im Revolutionsjahr 1848, entschloss man sich zu ihrem Bau. Es war eine verwegene Unternehmung. Ghega plante 15 Tunnel und 16, zum Teil zweistöckige, Viadukte. Zeitweise bauten bis zu 20.000 Arbeiter an der Bahnstrecke. 1998 wurde die Semmeringbahn und damit diese tollkühne technische Meisterleistung von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt. Die Schmalspurbahn der 'Darjeeling Himalayan Railway' erklimmt qualmend und ächzend über 2.000 Meter Höhe. Der Bau einer der ersten Gebirgsbahnen der Welt war eine technische Meisterleistung. 1881 fuhr der erste Dampfzug von der tropischen Ebene Bengalens ins Vorgebirge des Himalajas. Britisches Understatement würdigt den Zug mit einem liebevollen Spitznamen: 'Toy Train', Spielzeugbahn. Ein unverwüstliches Spielzeug, das nach über 100 Jahren noch immer mit originaler Technik funktioniert. Auch als Güterzug - für Tee - war die Bahn damals äußerst effektiv; sie reduzierte die Transportkosten und machte den Tee aus Darjeeling erschwinglich und berühmt.

06:45 - 07:15, SWR
Spiele der Welt

Die Wikinger - aus Norwegen kommend - besiedeln um 900 nach Christus Island, ein Land, das mit weiten Weideflächen und reichen Fanggründen lockt und Freiheit und Unabhängigkeit verheißt. Über die Zeit der Landnahme berichten uns die vielen isländischen Familiensagas. In allen Sagas wird gekämpft, manchmal um Leben und Tod, oft jedoch nur, um die Kräfte zu messen - im 'Glima', wie die Isländer ihren Zweikampf nennen. Der isländische Nationalsport findet schon in den Sagas Erwähnung: Glima, ein Ringkampf mit fast 1.000-jähriger Tradition.

07:15 - 07:45, SWR
Spiele der Welt

Hornussen ist eine 'unschuldig Leibsübung' oder auch ein 'schädlich Ding, ein unseelig Sonntagsvergnügen, das die Jugend verderbe und von der Predigt abhalte', wie es von der Kanzel klang, verschieden je nach Zeitpunkt und Pfarrer. Ganz sicher ist es ein traditionelles Schweizer Mannschaftsspiel, das besonders in der geographischen Mitte der Schweiz, zwischen Alpen und Jura, sehr beliebt ist. Seit dem 17. Jahrhundert ist das Hornussen im Emmental feste Sitte und wird dort bis heute eifrig gespielt.

07:45 - 08:15, SWR
Spiele der Welt

Die Gewohnheit, mit einem Segel und Kufen über das Eis zu rasen, ist in Schweden schon sehr alt. Die Bauern haben früher in strengen Wintern ihre Transportschlitten mit einem Segel zu schnellen Eisflitzern gemacht. Städter machten es ihnen nach, schliffen ihre Schlittschuhe und bastelten sich Segel. Anfangs ein Sport der oberen Klassen, wurde Eissegeln bald eine beliebte Freizeitbeschäftigung für alle. Jeder hatte Schlittschuhe, und ein Segel war nicht teuer. Um schneller zu werden, veränderten die Eissegler ständig Details ihrer Ausrüstung. Mal wurde das Segel verbessert, mal die Kufen der Schlittschuhe erhöht - ein Tüftlertrend, der bis heute anhält.

07:55 - 09:20, MDR
Gefahr im Tal der Tiger fauna.gif (2335 Byte) film.gif (3907 Byte) kind.gif (6180 Byte)

Der 13-jährige Terry Bowen reist voller Erwartungen aus Wyoming zu seinem Vater Hugh nach Indien. Der berühmte Großwildjäger ist jedoch nur noch ein Schatten seiner selbst. Die Jagd hat er schon lange aufgegeben, und er bereitet seinem Sohn einen unterkühlten Empfang. Als er auch noch einen wildernden Geparden erschießt, mit dem sich Terry gerade angefreundet hatte, ist der Junge so desillusioniert über seinen Vater, dass er Hals über Kopf wieder in die USA zurückreisen will. Unterwegs springt Terry jedoch aus dem Zug und schlägt sich in den Dschungel durch. In letzter Minute wird er von dem indischen Jungen Raji aus den Stromschnellen gerettet. Raji ist gerade mit dem heiligen weißen Elefanten Primo und dessen Muttertier Maya unterwegs zu einem Tempel, um so die Pilgerreise seines verstorbenen Vaters zu vollenden. Terry freundet sich mit Raji an und begleitet ihn auf seiner abenteuerlichen Odyssee. Unterwegs haben sie es nicht nur mit unwegsamem Gelände und gefährlichen Tieren zu tun. In einem Dorf versucht man, ihnen den heiligen Elefanten wegzunehmen. In einer 'Nachtund-Nebel-Aktion' können Raji und Terry Primo jedoch befreien. Dafür werden sie von einem Einäugigen verfolgt, der hinter der Fangprämie für Primo her ist. Auf der Flucht geraten sie ins berüchtigte Tal der Tiger. Maya wird in einem furiosen Kampf mit zwei Tigern verwickelt. Hugh ist den beiden Kindern indes schon auf der Spur und sieht gerade noch rechtzeitig, wie die Tiger auf sie losgehen. Seitdem er jedoch von einem Tiger angefallen worden ist, hat Hugh ein Trauma, das ihn am Jagen hindert. Nun kommt für ihn der Moment der Wahrheit.

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08:15 - 09:00, Phoenix
Krieg für die Umwelt fauna.gif (2335 Byte)

Den Amazonas retten - das ist das Ziel der 'Operation Feuerbogen'. Es ist der erste 'ökologische Krieg' des 21. Jahrhunderts: das größte Projekt gegen illegales Abholzen . Die Polizei, militärische Spezialeinheiten und Umweltschützer kämpfen gemeinsam gegen die Holz-Mafia. Die verkauft das Tropenholz in alle Welt und macht ein Vermögen damit.

Der Hauptarm des 6448 km langen Amazonas durchquert fast den gesamten südamerikanischen Kontinent.

08:15 - 08:45, SWR
Spiele der Welt

Am Rande des Dorfplatzes prallen plötzlich Holzstöcke laut krachend aufeinander. Es sieht aus wie ein ernster Streit. Tatsächlich ist es nur ein Spiel: Jogo da Pau. Im Norden Portugals hat das Spiel mit dem Stock, dem 'Pau', eine lange Tradition. Werkzeug und Waffe in einem, war der 'Pau' jahrhundertelang selbstverständlicher Begleiter der Bauern und Hirten. Der lange herumwirbelnde Stock jagte jeden Räuber in die Flucht. Auch bei dörflichen Streitereien konnte man den 'Pau' gut gebrauchen. Der alte Stockschnitzer erinnert sich noch gut: 'Als ich ein Junge war, da sind wir immer alle mit dem Weidenstock auf die Feste gegangen, mit diesen Stöcken hier. Denn irgendwann, nach ein bisschen Reden und ein wenig Wein, gab's Prügeleien.' Auch wenn das Stockfechten immer noch hart und rau ist, so geht es heute nicht mehr um das Ausfechten von Liebeshändeln und anderen Zwistigkeiten, jetzt ist Jogo da Pau ein Sport.

08:45 - 09:15, SWR
Spiele der Welt

Die Friesen sind ein wehrhaftes Volk. Seeräuber und andere feindlich gesonnene Eindringlinge hat man hier einst mit wohlgezielten Lehmkugeln oder Steinen verjagt. Das Werfen musste geübt werden - so erklärt man heute in Friesland die urtümliche Wochenendbeschäftigung. Beim friesischen Nationalsport, dem Klootschießen und dem Boßeln, fliegen und rollen die Kugeln bis heute. Was früher Dorfkampf war, ausgetragen von Männern in langen weißen Unterhosen, ist heute auch zum 'Leistungssport' geworden. Jung und Alt trainieren hart. Auch wenn friesische Bauern ihre Knechte heute nicht mehr nur nach ihrer 'Boßelfähigkeit' einstellen, hat das Boßeln in Friesland nach wie vor Konjunktur. Alle Verbote, Fürstenedikte und Warnungen des Pfarrers vor dem 'greulichen Kugelspiel' haben nicht gefruchtet.

09:05 - 09:20, Arte
Alle Kinder dieser Welt ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) kind.gif (6180 Byte)

Inmitten der Sahara, die sich als größte Wüste der Welt von Ost- bis Westafrika erstreckt, leben die afrikanischen Völker der Tuareg, Tubu und Fulbe. Amzas Sohn Adama begleitet zum ersten Mal die mehr als 300 Dromedare der Salzkarawane durch die unendlichen Weiten der Sahara. Zur gleichen Zeit macht sich eine Tubu-Familie auf den Weg in den Süden, wo sich die Kinder des Woodabe-Stammes auf das große Worso-Fest vorbereiten.

Diese Kinderserie für Acht- bis Zwölfjährige erzählt einen ganzen Tag im Leben eines Kindes - in entlegenen Gegenden wie in den südamerikanischen Anden, den asiatischen Steppen oder im afrikanischen Urwald.

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09:30 - 10:15, Phoenix
Weißes Gold fauna.gif (2335 Byte)

'So lange es Menschen gibt, die Elfenbein kaufen, wird es solche Märkte geben. Und solange es solche Märkte gibt, werden weiter Elefanten getötet.' Das sagt Cosma Wilungula, Chef der kongolesischen Naturschutzbehörde. Er steht auf einem offenen Elfenbeinmarkt in Kinshasa, und er muss hilflos mit ansehen, wie dort das Elfenbein von rund 150 Elefanten zum Kauf angeboten wird. Seine Regierung hat andere Sorgen als tote Elefanten. Von ihr wird er keine Unterstützung bekommen, um die Tiere in seinem Land zu schützen. Das ist die Realität in der Demokratischen Republik Kongo, wo nur noch ein paar hundert Elefanten den jahrelangen Bürgerkrieg überlebt haben. Wo Armee und Rebellen Elefanten ungehindert töten, mit dem Elfenbein ihren Kampf finanzieren, das Fleisch als Proviant lagern. Ähnlich sieht es in anderen Ländern West- und Zentralafrikas aus. Bis zu 30.000 Elefanten werden nach Schätzungen von Experten jedes Jahr in Afrika von Wilderern getötet. Verantwortlich sei die steigende Nachfrage aus China und Japan. Moderner Elfenbeinschmuggel, sagt ein kenianischer Fahnder, ist genauso organisiert wie Drogenschmuggel. Kartelle verschieben die Stoßzähne rund um die Welt. Mit unterschiedlichem Erfolg versuchen die Elefanten-Staaten Afrikas gegen die Wilderei vorzugehen. Drei Monate lang reisten ZDF-Afrika-Korrespondent Jörg Brase und sein Team durch Kenia, Tansania und die Demokratische Republik Kongo. Sie gingen mit kenianischen Wildhütern auf Streife. Dabei sahen sie riesige Elfenbeinlager, besuchten die Elefanten-Passage in Kilimandjaro-West in Tansania, sprachen mit Bauern, deren Felder von Elefanten zerstört wurden, und sie trafen Wilderer und Wildhüter im Kongo. Der Film zeigt den verzweifelten Kampf gegen die Elfenbeinwilderei, die Probleme aber auch Lösungsansätze, um den Kampf um Afrikas Elfenbein vielleicht doch noch zu gewinnen.

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09:45 - 10:20, 3SAT
Was isst Pannonien? koch.gif (4446 Byte)

Die einst von Kaiser Augustus im Jahr 10 nach Christus errichtete römische Provinz Pannonien wird im erweiterten Europa als interessante Region wiederentdeckt. Von ihrer bewegten Geschichte künden auch einfache, aber raffiniert zubereitete Gerichte, geprägt durch Hirtentradition und Einflüsse europäischer Herrscherhäuser. Die kulturhistorische und kulinarische Spurensuche 'Was isst Pannonien?' macht Appetit auf Gerichte mit Geschichte.

11:36 - 12:20, MDR
Japan - Der Marathonmönch von Kyoto ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) reli.gif (4999 Byte)

Der japanische Mönch Hoshino Endo hat sich für die vielleicht verrückteste Art zu beten entschieden. Nacht für Nacht läuft er auf schmalen steilen Pfaden 30 Kilometer durch die Zedernwälder des Berges Hiei. Der 31-Jährige ist Marathonmönch, ein Gyogia, wie die Asketen des buddhistischen Enryakuji-Ordens genannt werden. In den nächsten drei Jahren will er seine Laufstrecke auf 84 Kilometer pro Nacht steigern. Nach sieben Jahren wird er auf eine Gesamtstrecke von mehr als 38.000 Kilometer kommen. Selbst wenn er mit seiner Leistung jeden Athleten in den Schatten stellt, Hoshino Endo läuft nicht aus sportlichen Ambitionen. Was ihn antreibt, ist die Suche nach Erleuchtung. Über sich hinauszuwachsen, seine eigenen Begierden abzulegen und irgendwann ganz für andere da sein zu können, das ist das Ziel seiner Strapaze. Umkehren kann Hoshino nicht mehr. Einmal begonnen, muss ein Gyogia den Weg bis zu Ende gehen. Ob Krankheit oder Verletzung, ob Taifune oder Schnee, Hoshino wird keinen Kilometer seiner Askese auslassen. Denn sonst bliebe ihm nur der Tod. Eine Waffe für den Suizid trägt er immer bei sich. Jede Nacht verlässt er seinen Tempel um genau 01.50 Uhr. Er ist ganz in Weiß gekleidet. Weiß ist die Farbe des Todes in Japan. Hoshino Endo läuft in Strohsandalen, von denen er in Regennächten sogar zwei Paar verschleißt, trägt einen Hut aus gerolltem Zedernholz und eine Papierlaterne mit einer Kerze in der Hand. Bis der Morgen graut, ist sie seine einzige Lichtquelle. Knapp sechs Stunden ist Hoshino jede Nacht unterwegs, mindestens eineinhalb Stunden davon betet er: an Tempeln, Schreinen, Bäumen, Steinen, Bächen. 255 heilige Orte auf dem Berg Hiei sind es, und jeder hat seine eigenen Regeln. Hoshino ist zurzeit im vierten Jahr seiner Askese. Wenn alles gut geht, wird er in wenigen Jahren ein Heiliger sein.

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11:45 - 12:00, Arte
Mit offenen Karten

Georgien ist ein kleiner Staat in Vorderasien, auch 'Balkon Europas' genannt, in dem über 25 verschiedene Volksgruppen leben. Zwei Jahre nach dem bewaffneten Konflikt mit Russland um die Gebiete Abchasien und Südossetien zeichnet 'Mit offenen Karten' das geopolitische Porträt der Kaukasus-Republik, die selbst lange nach Ende des Kalten Krieges noch immer heiß umkämpft ist.

12:00 - 12:30, Arte
Zapping International ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Die Fernsehzuschauer in Kirgistan finden sich mit ihren Sorgen und Nöten anscheinend am besten in der brasilianischen Telenovela 'The Clone' wieder. Die Liebesgeschichte zwischen einem Brasilianer und einer Marokkanerin schlägt alle Einschaltrekorde. Ihr Erfolg ist so groß, dass Hochzeiten in den entlegensten kirgisischen Dörfern momentan ebenso wie in der Serie ablaufen. Viele Babys werden nach Said und Jadie, den beiden Helden von 'The Clone', benannt. Es ist wohl vor allem der gemäßigte und mit dem modernen Leben vereinbare Islam, der den Kirgisen an dieser Serie vom anderen Ende der Welt so gut gefällt. Doch natürlich findet man beim Zappen auf einem der zehn Sender des Landes auch hin und wieder eine rein kirgisische Sendung. Beispielsweise 'Saltsanat' auf Kanal 5, in der es ausschließlich um die kirgisischen Traditionen geht, oder auch 'Bravo', eine Art 'Kirgistan sucht den Superstar'. Der größte Filmerfolg der letzten Zeit war 'Sunduk Predkov', eine Liebesgeschichte zwischen einem Kirgisen und einer Pariserin.

12:15 - 12:45, H3
Die Teufelstänzer der Anden ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Wenn man den Onkel respektvoll behandelt, dann schützt er die Minenarbeiter Boliviens vor Katastrophen. Aber wehe, er fühlt sich vernachlässigt: Dann wird er teuflisch wütend, spuckt Feuer, lässt Stollen einbrechen und Menschen sterben. Um den 'Tío de la mina', den Onkel der Minen, zu besänftigen, opfern die Minenarbeiter Boliviens dieser Gottheit Kokablätter, Essen, Hochprozentiges und ein weißes Lama - immer am Freitag vor Karneval. Boliviens Minen von Potosí und Oruro, über Jahrhunderte die ertragreichsten der Welt, sind Heimat ungezählter Andenmythen und uralter Sagen. Zum Karneval von Oruro werden sie alle in einem farbenfrohen Spektakel gefeiert: zwanzig Stunden ausgelassene Tänze mit Heiligen und Teufeln, die Kultur der Anden feiert sich selbst. Kein Wunder: Der bolivianische Karneval ist ein Weltkulturerbe der Menschheit.

12:15 - 12:45, NDR
Stockholm - Zwischen Schlössern und Schären

Aus der Luft sieht man es auf den ersten Blick: Stockholm ist wie eine schwimmende Stadt, erbaut auf 14 Inseln mit einem eigenen Inselgarten vor der Tür: den Stockholmer Schären. Das Leben am Wasser prägt die Stadt, der hohe Freizeitwert, die Leichtigkeit. ARD-Skandinavienkorrespondentin Claudia Buckenmaier und ihr Team erkunden die sommerliche Königsstadt aus dem Heißluftballon, per Boot und zu Fuß. Stockholm ist vielfältig. Königlich, mit Schlössern und Prachtbauten. Modern, mit junger Vorzeigearchitektur am Wasser. Gemütlich, mit den verwinkelten Gassen der Altstadt Gamla Stan. Und hip: mit trendigen Szenelokalen, junger Mode und vorbildlichem Design. Für die Erkundung ihrer Stadt musste unser Team schwindelfrei sein: eine Wanderung über das Dach des alten Reichstagsgebäudes von Riddarholmen ermöglicht herrliche und ungewöhnliche Blicke auf Stockholms Altstadt. Es ist nicht leicht, Stockholmer wirklich kennenzulernen. Sie gelten im restlichen Schweden als hochmütig. Aber Claudia Buckenmaier stellt Ihnen einige ungewöhnliche Einwohner der Stadt vor: Erik Fritzell zum Beispiel. Er ist Bootsführer und fährt mit seinem Bunkerboot raus in die Schären. So ein Boot kann alles bunkern, was draußen auf den Inseln vor Stockholm gebraucht wird. Erik hat sich mit seinen Booten auf Treibstoff spezialisiert und fährt die kleinen Zapfsäulen auf den Inseln an, wo die Schärenbewohner ihre Boote betanken können. Oder Sigrid. Sigrid ist 19. Sie zieht durch die angesagten Second-Hand-Boutiquen der Stadt, immer auf der Suche nach neuen Trends. U.a. hat sie einen Mode-Blog im Internet. Neues und Altes vermischen, das ist ihre große Leidenschaft. Und dann im Nachtleben der Stadt glänzen, das sich im Sommer fast komplett draußen abspielt. Egal, bei welchen Temperaturen. Da sind die Stockholmer hart im Nehmen. Sommer ist Sommer. Kjerstin Dellert liebt da schon eher die grünen Seiten ihrer Stadt. Die ehemalige Opernsängerin betreibt das Theater auf Ulriksdal, das ist eines der vielen Schlösser in und rund um Stockholm. Mitten in einem herrlichen Park und natürlich am Wasser gelegen. Die 83-Jährige ist trotz ihres hohen Alters topfit: Neben ihrem Engagement für das Theater entwickelt sie auch noch Fitnesskurse für Ältere.

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12:25 - 13:00, Phoenix
Südseeträume fauna.gif (2335 Byte)

Seit Anfang 2008 kreuzt die Starflyer in den Gewässern von Französisch Polynesien in der Südsee. Das Fernsehteam war für einen Sieben-Tage-Törn durch die Gesellschaftsinseln mit an Bord. Das Schiff aus der Flotte Starclipper-Reederei ist eine 115 Meter lange Barkentine; ein echter Segler mit quer stehenden Rahsegeln am Fockmast im Stil der schnellen Clipperschiffe von vor gut 100 Jahren. Südseeromantik unter weißen Segeln - die Bounty lässt grüßen. Die Reise schließt die Besuche der Inseln Tahiti, Huahine, Raiatea, Tahaa, Bora-Bora und Moorea ein. Die Sendung zeigt das Leben an Bord, unternimmt aber auch viele Land- und auch Unterwasserausflüge. Im Januar ist dort Hochsommer; so nah am Äquator ist die in Europa durch den französischen Maler Gaugin bekannt gewordene Region aber das ganze Jahr hindurch von der Sonne verwöhnt.

12:30 - 13:00, Arte
Reiseskizzen aus ... ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Damien Roudeau reist nach Schottland, ins Land mit dem angeblich so rauen Klima. Der junge Pariser Zeichner beginnt seine Reise auf den Hebriden, durchquert die Highlands mit ihren Lochs und Schlössern, um schließlich nach Edinburgh, der Stadt der Künste, zu gelangen. Landschaften von wilder Schönheit und eigenwillige Menschen hält er auf dieser Reise in seinen Zeichnungen fest.

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13:00 - 13:50, Arte
Expo Shanghai - Der Größenwahn

Die Weltausstellung in Shanghai ist die bisher größte überhaupt. 192 Länder nehmen daran teil, und auf dem über fünf Quadratkilometer großen Expo-Gelände erwarten zahlreiche Pavillons einen Strom von 100 Millionen Besuchern. Und dann sind da noch die Milliardensummen, die investiert wurden, um die Stadt in ihrem bestem Licht zu zeigen. Zwei Jahre nach den Olympischen Spielen von Peking demonstriert China aufs Neue, dass es aus der Riege der Global Player nicht mehr wegzudenken ist. In Begleitung von Jacques Ferrier, dem Architekten des französischen Pavillons, und Xu Bo, dem Generalkommissar der Expo, der mit besonderem Stolz den chinesischen Pavillon vorstellt, führt die Dokumentation durch diese Weltausstellung der Superlative. Und ein junger Student aus Shanghai, der den deutschen, englischen und spanischen Pavillon entdeckt, schildert seine Eindrücke. Jeder erklärt sein Verständnis des Expo-Mottos 'Better City, Better Life'. Außerdem blickt Vicente Loscertales, der Generalsekretär des Internationalen Ausstellungsbüros BIE, zurück auf die legendären Weltausstellungen des 19. Jahrhunderts in London 1851 und Paris 1900. Eine Weltausstellung ist immer eng an die ausrichtende Stadt geknüpft. In Begleitung von Jan Zhao, Stadtplaner und Dozent an der Universität Tongji, verlässt die Dokumentation die Expo für eine Besichtigungsfahrt durch die rasant wachsende Metropole Shanghai, in der eine Dynamik herrscht, die mit der Aufbruchsstimmung im New York der 30er Jahre vergleichbar ist. Die Rundfahrt führt durch das ultramoderne Viertel Pudong und an zentrale Schauplätze der bewegten Vergangenheit der 'Perle des Ostens', die aufgrund ihres unverhohlenen Flirts mit dem Kapitalismus lange Zeit von Peking gegängelt wurde.

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16:00 - 16:30, ARD
Gesichter Asiens ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Es gibt wenige Gegenden in Ostasien und in der Südsee, die Mario Schmidt in den zurückliegenden sechs Jahren nicht gesehen hat. Seine Reisen als ARD-Korrespondent führten ihn in die entlegensten Ecken des riesigen Berichtsgebiets, das von Japan über die Philippinen bis tief hinunter zu den Inseln Polynesiens reicht. Einige seiner faszinierendsten Geschichten zeigt er in den 'Gesichtern Asiens'. Zu den aufregendsten gehört sicherlich die Teilnahme am jährlichen Tempelfest in Okayama, wo Tausende von japanischen Männern fast nackt das Glück in Form von Holzstäben zu fangen versuchen. Knochenbrüche und Blessuren inbegriffen. Bewundernswert findet er die philippinische Tanztrainerin Gwen Lador. Sie bekämpfte ihre Angst, als sie zum ersten Mal ihren Job im berüchtigtsten Knast der Philippinen antrat. Auge in Auge mit Hunderten von Mördern und Schwerverbrechern. Sie setzte sich durch und brachte die harten Jungs auf den richtigen Weg. Heute sind die Insassen berühmt für ihre perfekt choreographierten Tanzshows, im Internet sind sie millionenfach geklickt. Und dank des Tanzens ist die Gewalt und damit auch die Haftdauer radikal gesenkt. Marona Atiu dagegen hat nichts gegen 'lebenslänglich': Er möchte sein kleines, selbst angelegtes Inselchen neben der Hauptinsel Bora Bora nie mehr verlassen. Er lebt dort mit seinen beiden Hunden, das kristallklare türkisfarbene Meer gibt ihm Nahrung und sorgt für das nötige Kleingeld. Ab und zu ein bisschen Tauchen mit Touristen, gelegentlich der Besuch seiner Familie. Mehr braucht er nicht. Ein moderner Robinson.

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16:35 - 16:50, WDR
Erlebnisreisen-Tipp

North Island ist eines der exklusivsten und teuersten Reiseziele der Erde. Denn die ehemalige Pirateninsel im Indischen Ozean bietet vor allem den Prominenten dieser Welt einen seltenen Vorteil - sie können hier nach allen Seiten geschützt durch das Meer zurückgezogen ihren Urlaub verleben. Selbst für Paparazzi ist es fast unmöglich sich der Insel vom Seeweg aus zu nähern. Die Beckhams, Julia Roberts, Bono von U2, David Gilmour, Prinz Andrew und viele weitere Stars aus dem Show- und Modebusiness waren schon auf North Island. Die Insel ist in Privatbesitz, eine deutschsüdafrikanische Investorengruppe hat das Eiland vor 10 Jahren gekauft und ein Traumhotel direkt am Strand gebaut. Der deutsche Teilhaber heißt Wolfgang Burre und stammt gebürtig aus Detmold im Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen. Burre ist 1968 als Bäcker nach Südafrika ausgewandert und hat dort die Traumgeschichte vom Lehrling zum Millionär hingelegt. Er besitzt unter anderem eine Farm im berühmten Krüger Nationalpark in Südafrika und ein privates Wildschutzgebiet im Okavango Delta in Botswana. Als er auf North Island einstieg war die Insel menschenleer und total verwildert. Als Bauleiter machte er daraus innerhalb von zwei Jahren ein Urlaubsparadies auf Erden.

17:45 - 18:15, Arte
Gipfel der Genüsse ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) koch.gif (4446 Byte)

Auf der Hochebene Luncanilor in den rumänischen Karpaten lebt eine kleine Gemeinschaft von circa 70 Menschen. Durch ihre Abgeschiedenheit haben sie haben alle politischen Wirren schadlos überstanden. Bis heute führt keine Autostraße nach Luncanilor, es gibt dort Wölfe und Bären. Ab Juni muss jeder beim Heumachen helfen, die Wiesen werden noch immer mit der Sense gemäht. Beim Schafehüten wechselt man sich ab. Ein Auto besitzt keiner dort, der elektrische Strom kam erst vor ein paar Jahren. Milch, Käse, Fleisch, Mais, Kartoffeln, alle Lebensmittel produzieren die Menschen der Hochebene selbst, und diese Produkte sind von überragender Qualität. Legendär ist der selbstgebrannte Obstler von Onu Susan: 'Es gibt mehrere Aspekte, warum unser Obstbrand so gut wird: Erstens leben wir hier in einer ökologischen Bergregion, über 900 Meter hoch. Hier wächst eine sehr gute Zwetschgenart, die reich an Zucker ist. Ein zweiter Aspekt ist unsere lange Erfahrung beim Brennen und dann haben wir ein wunderbares Gebirgswasser, mit dem wir den Obstbrand versetzen und das wir auch beim Waschen der Fässer und Kessel verwenden.' Balmosch, ein Maisbrei, gekocht in purer Schafssahne, kommt traditionell fast täglich auf den Tisch. Ein Sprichwort sagt: 'Ein Mädchen darf erst dann heiraten, wenn es guten Balmosch zubereiten kann.' Livia Tatulea ist schon einige Jahre verheiratet: 'Man darf immer nur ein bisschen Mehl zugeben und muss dauernd rühren, dann bleibt der Balmosch locker und sämig, sonst wird er fest und zäh und schmeckt nicht. Als ich den ersten Balmosch machte, als junges Mädchen, ist er nicht besonders gelungen. Man braucht Zeit, bis man es wirklich beherrscht. Aber mittlerweile kann ich es.' Auf dem Hochplateau existiert eine intakte bäuerliche Welt, wie es sie so kaum noch gibt in Europa, nahe an den Ursprüngen - eine Welt, die schon viele Epochen unbeschadet überlebt hat. Doch die ersten Vorboten europäischer Lebensmittelgesetze werden auch in Rumänien spürbar. Bald dürfen die nicht normgerecht produzierten Waren nicht mehr in den Verkauf. Das kleine Paradies ist also in Gefahr.

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18:30 - 19:00, 3SAT
Lebensader Mekong ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Asiens drittlängster Fluss, der Mekong, verbindet, trennt, ernährt und bewegt Millionen von Menschen. - Für 'Lebensader Mekong' folgt Nachrichten-Moderatorin Daniela Lager dem Flusslauf vom Delta am südchinesischen Meer bis ins Quellgebiet in Tibet. In der ersten Folge berichtet sie unter anderem über die Fischzucht in Vietnam und von Überlebenden des Terrorregimes der Roten Khmer in Kambodscha. Asiens drittlängster Fluss, der Mekong, verbindet, trennt, ernährt und bewegt Millionen von Menschen. Für 'Lebensader Mekong' folgt Daniela Lager, Moderatorin und Redakteurin des Nachrichtenmagazins '10vor10' des Schweizer Fernsehens, dem Flusslauf vom Delta am südchinesischen Meer bis ins Quellgebiet in Tibet. Ihre Reportage gibt Einblicke in eine Welt, die geprägt ist vom Lauf und den Launen des Flusses Mekong. Die Reise beginnt in Vietnam. Dort boomt das Geschäft mit dem vietnamesischen Pangasius. Die Fische werden allerdings unter zum Teil üblen Umständen gezüchtet. Die Folge ist eine enorme Verschmutzung des Flusswassers durch Antibiotika und andere Chemikalien. Weiter entlang des Mekongs folgt die kambodschanische Hauptstadt Phnom Penh. Dort ist eine neue Mittelschicht herangewachsen. Doch noch immer sind viele von Fortschritt und Reichtum ausgeschlossen, wie etwa die 500 Menschen, die in einem längst stillgelegten Kino in Armut und unter menschenunwürdigen Bedingungen leben müssen. Daniela Lager trifft bei ihrer Reise auch Thi Nguyen, deren Familie vor 30 Jahren von den Roten Khmer ermordet wurde. Sie hat als einzige überlebt und kämpft heute für eine bessere Zukunft.

19:15 - 19:30, Arte
Mit offenen Karten fauna.gif (2335 Byte)

Die seit dem Ende des 19. Jahrhunderts voranschreitende Klimaerwärmung trübt den Blick in die Zukunft und weckt Besorgnis um den Planeten Erde und die künftigen Generationen. Vorbeugung, Verantwortungsnahme und Recht auf Entwicklung sind Schlagwörter, die in den 90er Jahren den UN-Umweltgipfel von Rio und das Kyoto-Protokoll beherrschten. Zeit für eine Bilanz vor dem anstehenden Klimagipfel in Kopenhagen.

19:30 - 20:15, Arte
Die Bogenschützin von Bhutan ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Fast jeder männliche Bewohner Bhutans praktiziert die Kunst mit Pfeil und Bogen zu schießen - ein Relikt aus der kriegerischen Vergangenheit des buddhistischen Bergvolkes. Bei einem traditionellen Wettkampf treten jeweils zwei Dörfer gegeneinander an. Frauen dürfen die männlichen Kontrahenten dabei lediglich anfeuern. Doch in dem kleinen Dorf Radhi gibt es eine Ausnahme. Hier trainiert die 25-jährige Tshering Chhoden für Olympia. Als Frau darf sie an dem traditionellen Kräftemessen nicht teilnehmen, obwohl sie sich darauf vorbereitet, ihr Land vor der ganzen Welt zu repräsentieren. Tshering Chhoden gilt als Virtuosin mit Pfeil und Bogen. Das abgeschottete Bhutan hat sich erst in den letzten Jahren der Außenwelt geöffnet. Noch 1960 war ein fünftägiger Fußmarsch nötig, um in das Land zu gelangen. Damals begann König Wangchuk mit seiner vorsichtigen Modernisierungspolitik. Bis heute bestimmen er und seine Minister, wie viel Einfluss von außen sein Volk verkraftet, ob es reif ist für Elektrizität, Fernsehen oder Tourismus. Industrialisierung wird nur geduldet, wenn sie nicht gegen die hohen Umweltstandards verstößt. Westliche Entwicklungspolitiker betrachten den Himalayastaat als Musterland, doch das Volk steht nur zum Teil hinter dem Monarchen. Viele der überdurchschnittlich gut ausgebildeten jungen Menschen, von denen manche im Ausland studiert haben, fühlen sich bevormundet. Tshering Chhodens Alltag während der Olympiavorbereitungen ist typisch für das Zusammentreffen von Tradition und Moderne in Bhutan. Sie glaubt fest an Dämonen und Hexen und daran, dass ihre Tempelbesuche das Sportlerglück beeinflussen werden. Gleichzeitig trainiert sie mit einem professionellen Coach und moderner Hightechausrüstung.

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20:15 - 21:00, Phoenix
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Insgesamt vier Bahnstrecken durchqueren Neuseeland. Zuerst geht es mit dem 'Overlander' von Auckland nach Wellington. Die 689 Kilometer lange Strecke führt durch britische Parklandschaften und Vulkangebiete.

Regisseur Peter Jackson verewigte die atemberaubende Landschaft Neuseelands in seiner 'Herr der Ringe'-Trilogie. So verstecken sich die Hobbits z.B. im Mt. Victoria Park in Wellington vor den schwarzen Reitern.

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20:15 - 22:45, MDR
Budapester (Ver-)Führungen ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Budapest war das Paris des Ostens, und jeder, der nach Budapest kam, war von Donau und Burgberg, von den traumhaften Bädern und der nostalgischen U-Bahn, von Margaretheninsel, Markthalle und den Kaffeehäusern, vom Nachtleben und den tollen Einkaufsmöglichkeiten begeistert. Doch wie sieht das heute aus? Wie zieht uns Budapest heute in den Bann? Madeleine Wehle und Johann Lafer haben sich auf Entdeckungsreise begeben und dabei viele Geschichten und Verführungen jeder Art entdeckt. Und sie hatten eine wundervolle Begleiterin: Zsuzsa Koncz.

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20:15 - 21:05, Arte
Die letzten Nomaden im Dschungel Borneos ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Das Penan-Volk auf Borneo besteht aus nomadisch lebenden Jägern und Sammlern. Die industrielle Ausbeutung des Waldes zwingt sie, sesshaft zu werden. Wie wirkt sich das auf ihre Lebensgrundlage und Kultur aus?

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21:00 - 21:45, Phoenix
Am anderen Ende der Welt bahn.jpg (2944 Byte)

Vier Bahnstrecken durchqueren die fantastischen Landschaften der Nord- und Südinsel Neuseelands. Drei davon, der 'Overlander', der 'TranzCoastal' und der 'TranzAlpine' bedienen einen regulären Passagierbetrieb, während der 'Taieri Gorge Railway Train' auf der Südinsel der einzige reine Touristenzug ist. Im zweiten Teil der Dokumentation 'Am anderen Ende der Welt' geht die Fahrt über die Südinsel. Die Reise beginnt an der Fähre von Wellington. Man durchquert die Marlborough Sounds, eine riesige Fjordlandschaft mit einsamen Buchten. Vom Fährhafen Picton führt dann der 'TranzCoastal' am atemberaubend grünblauen Südpazifik entlang nach Christchurch, der 'englischsten' Stadt außerhalb Englands. Die Fahrt führt durch Neuseelands wichtigstes Weinanbaugebiet, entlang schwarzer Vulkanstrände vor denen sich Wale, Robben und Delfine tummeln. In Christchurch startet der 'TranzAlpine'. Er windet sich in die Höhen der neuseeländischen Alpen, die von zahlreichen spektakulären Gletschern bedeckt werden. Von Dunedin im Süden führt schließlich der 'Taieri Gorge Railway Train' in einem halben Tag ins Herz der unberührten Natur der Südinsel. Die Reisenden nehmen den Touristenzug häufig als Ausgangspunkt, um weiter ins Landesinnere in Richtung Queenstown zu reisen, dem Abenteuersportzentrum Neuseelands.

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21:05 - 22:00, Arte
Der Tag, an dem die Weißen kamen ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Die heute 62-jährige Yuwali ist 17, als ihre erste Begegnung mit 'Whitefellas' stattfindet. Sie gehört zu einer Gruppe von 20 Aborigines, die als letzte in der abgelegenen Great Sandy Desert auf traditionelle Weise leben und von der modernen Welt nichts wissen. Im Mai 1964 sollen in dieser Region Raketen getestet werden. Um eventuell dort lebende Menschen zu evakuieren, sendet die Regierung Patrouillen aus. Für die Doku ist Yuwali ins Lake-Gebiet zurückgekehrt. In bewegenden Worten schildert sie, wie ihre Gruppe von den 'Devilmen' hunderte Kilometer durch die Wüste gejagt wurde.

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