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Dienstag, 27.07.2010

04:30 - 05:15, Phoenix
Vasco da Gama und Portugals Aufbruch ins Unbekannte geschichte.gif (1360 Byte)

Im Juli 1497 brach der portugiesische Seefahrer Vasco da Gama von Lissabon aus zu einer der abenteuerlichsten Entdeckungsfahrten der Weltgeschichte auf. Mit vier Schiffen wollte der 28-jährige Kapitän den Seeweg nach Indien finden - auf der Ostroute, um Afrika herum. Fünf Jahre vorher hatte sein Konkurrent Christoph Kolumbus - in Diensten des spanischen Königs - den Weg nach Indien in westlicher Richtung gefunden. Heute wissen wir, dass er Amerika entdeckte. In vier Folgen schildert der Dokumentarfilmer Luc Cuyvers Portugals Aufstieg zur reichen Kolonial-, Handels- und Weltmacht. Die Geschichte begann Anfang des 15. Jahrhunderts mit den ersten Fahrten entlang der westafrikanischen Küste und endete erst am 31. Dezember 1999 mit der Rückgabe der letzten Kolonie - Macao - an die Volksrepublik China. Die Geschichte Portugals zu jener Zeit liest sich wie ein Logbuch der Pioniertaten des Infanten Heinrich, der später - obwohl er nie auf große Entdeckungsfahrten gegangen war - den Beinamen 'der Seefahrer' erhält. Heinrich, von seinem Vater König Johann I. zum Gouverneur der äußersten Südküste Portugals gemacht, gründete in Sagres eine Seefahrerschule. Sie war die Keimzelle aller späteren Entdeckungs- und Eroberungsreisen. Im Mittelpunkt der ersten Folge steht die Eroberung von Kap Bojador, eines gewaltigen Küstenvorsprungs aus Sandstein an der nordwestlichen Atlantikküste Afrikas. Kap Bojador galt bis dahin als 'das Ende der Welt'. Dahinter vermutete man einen tiefen Schlund, den Eingang zur Hölle.

vasco.jpg (31713 Byte)

04:45 - 05:00, 3SAT
Der Fahrradkönig von Bangkok

Seit sechs Jahren zeigt André Breuer Urlaubern die andere Seite Bangkoks. Auf dem Mountainbike geht's mitten durch die Wohnzimmer der Ärmsten, denn das Leben spielt sich größtenteils draußen ab. Die Thailänder selbst fahren kein Fahrrad mehr und die Fahrrad-Rikschas sind dem Taxi- und Autoverkehr zum Opfer gefallen. In die schmalen Gassen der Slums passen dagegen keine Autos. Fahrradkönig André Breuer ist in den Armenvierteln bekannt wie ein bunter Hund. Mit den Einnahmen seiner Fahrradtouren unterstützt der Holländer einen Kindergarten und einen Trainingsplatz für junge Kickboxer. Ein alternativer Urlaubstrip durch Bangkoks Hinterhöfe! 'Der Fahrradkönig von Bangkok' geht auf Touristen-Tour auf dem Fahrrad durch die Slums der Stadt.

05:00 - 05:45, 3SAT
Asiens Ströme - Asiens Zauber ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Zum Wasserfest im April setzen die Bewohner von Jinghong im Südwesten Chinas kleine bunte Lichter auf den Fluss, die alle schlechten Taten davontragen sollen. Der Mekong, die 'Mutter aller Wasser', hilft beim Vergessen - auch wenn kaum ein Fluss dieser Erde mit so grausamen Erinnerungen belastet ist wie die Lebensader Südostasiens. An den Ufern des Mekongs tobte der Vietnamkrieg, die Menschen Indochinas erstritten dort über Jahrzehnte hinweg ihre Unabhängigkeit. Noch immer suchen Räumtrupps zwischen Laos und Vietnam nach Bomben und Minen aus dieser Zeit. Ansonsten ist die Mekong-Region im Begriff, in die Moderne aufzubrechen: China möchte den Fluss am liebsten ausbauen und alle Hindernisse auf dem Weg sprengen.

Peter Kunz und sein Team bereisen den Mekong, der sich 4.880 Kilometer lang vom tibetischen Hochgebirge bis in die Ebenen des Mekong-Deltas schlängelt, bevor er schließlich ins Südchinesische Meer fließt. Die Reise führt von der chinesischen Grenze bis in das weite Delta in Vietnam, wo sich der Strom in die 'Neun Drachen' aufteilt, ein weitverzweigtes System von Kanälen und Nebenarmen. Der erste Teil ihres zweiteiligen Films 'Asiens Ströme - Asiens Zauber' verfolgt den Weg von China bis an die Grenze zwischen Laos und Kambodscha.

zauber.jpg (50963 Byte)

05:15 - 06:00, Phoenix
Vasco da Gama und Portugals Aufbruch ins Unbekannte geschichte.gif (1360 Byte)

Der portugiesische Seefahrer Gil Eanes war 1432 der erste Europäer, der mit seinen Schiffen das berüchtigte Kap Bojador an der Nordwestküste Afrikas umsegelte und somit den Weg für weitere Entdeckungsfahrten freimachte. Prinz Heinrich von Portugal hatte ihm den Auftrag gegeben. Er wollte den Weg nach Indien finden, zu den Reichtümern im geheimnisvollen Land der tausend Gewürze. Jahr um Jahr stießen die Portugiesen weiter nach Süden vor - immer am äußersten Rand des unbekannten Kontinents Afrika entlang. Die Tapferkeit der Kapitäne und die ihrer Mannschaften ist Legende. Der Verlauf der Küste wurde von ausgebildeten Kartographen akribisch genau festgehalten. Schreiber brachten die Entbehrungen, Erfahrungen und Entdeckungen zu Papier. Auch im Bau von Schiffen verschaffte sich Portugal eine Vormachtstellung. Aber die Passage nach Indien wurde immer noch nicht gefunden. Dafür fanden die Portugiesen Gold und Elfenbein. Die dunklen Kapitel der Geschichte der Entdeckung des Seewegs nach Indien begannen. 1460 starb Prinz Heinrich. Die Afrikareisen gerieten ins Stocken. Dann umrundete Bartholomeu Diaz die Südspitze Afrikas - und bemerkte es zunächst nicht einmal. Auf der Rückreise - auch er hatte Indien nicht gefunden - gerieten seine Schiffe in schwere Unwetter. Diaz gab dem Ort den Namen 'Kap der Stürme'. Sein König aber ordnete an, die Südspitze Afrikas das 'Kap der Guten Hoffnung' zu nennen. Denn nun, so meinte Johann II., sei der Weg nach Indien frei - rund 30 Jahre nach dem Tod Heinrichs.

06:00 - 06:45, Phoenix
Vasco da Gama und Portugals Aufbruch ins Unbekannte geschichte.gif (1360 Byte)

Niemand weiß genau, wann Vasco da Gama geboren wurde. Vermutlich aber kam er Ende 1469 als Sohn des Gouverneurs von Sines an der portugiesischen Atlantikküste zu Welt. Der junge Mann aus reichem Haus erwarb sich sehr schnell den Ruf eines guten Kapitäns. 1497, mit 28 Jahren, erhielt Vasco da Gama von seinem König den Auftrag, endlich den so lange gesuchten Seeweg nach Indien zu finden - und zwar auf der Route nach Osten, um die Südspitze Afrikas herum. Ein gewisser Christoph Kolumbus meinte, diesen Weg im Auftrag des spanischen Königs bereits 1492 gefunden zu haben - allerdings auf der Route nach Westen. Heute wissen wir, dass Kolumbus den damals noch unbekannten Kontinent Amerika entdeckt hatte. Mit vier großen und neu entwickelten Schiffen und 160 Mann machte sich da Gama auf die Suche. Einer seiner Soldaten, ein gewisser Alvaro Velho, schrieb das Tagebuch dieser Expedition. Es blieb die einzige schriftliche Überlieferung der abenteuerlichen Reise. Die 'Reiseroute zu den Gewürzländern' sei unter Benutzung des Seeweges beträchtlich kürzer als die von Marco Polo über Land gefundene, meinte man damals - und das rechtfertigte jedes Abenteuer und viel Geld. Bereits Weihnachten 1497 war Vasco da Gama an der Ostküste Südafrikas an Land gegangen. Er nannte es 'Natal' - das portugiesische Wort für dieses Fest. Fünf Monate und rund 2 000 Seemeilen später ging die Flotte dann wenige Meilen nördlich der Stadt Calicut vor Anker. Der Seeweg nach Indien war gefunden. Als Vasco nach zwei Jahren Reise wieder in Lissabon eintraf, waren von den einst 160 Männern an Bord der Schiffe nur noch 55 übrig geblieben.

vasco1.jpg (34191 Byte)

06:45 - 07:30, Phoenix
Vasco da Gama und Portugals Aufbruch ins Unbekannte geschichte.gif (1360 Byte)

1510 eroberten die Portugiesen die indische Hafenstadt Goa und machten sie zur Hauptstadt ihres neuen 'Königreichs'. Vasco da Gama, der zwölf Jahre zuvor den Seeweg nach Indien entdeckt hatte, wurde Vizekönig der Kolonie. Am 24. Dezember 1524 starb der große Seefahrer im 'Goldenen Goa', das heute Panaji heißt. Von Goa aus drangen die Portugiesen um die Südspitze des indischen Subkontinents herum weiter nach Osten vor. Gold und Gewürze, Silber und Seide - der Handel blühte und machte Eroberer und Abenteurer zu reichen Leuten. Überall an den Küsten entstanden neue Städte. Einer dieser Abenteurer war Fernao Mendes Pinto, der 1538 in Indien ankam. Er war Kaufmann, Pirat, Sklave, Jesuit, Diplomat und Schriftsteller. Seine Reiseberichte bilden das Fundament der vierten und letzten Folge. Pintos Lebensgeschichte scheint die Fortseztung der Vasco da Gamas zu sein. Allerdings vermischen sich bei ihm Fantasie und Wirklichkeit, unglaubliche Abenteuer und scharfe, realistische Beobachtungen. Die Entdeckung des Mittleren und des Fernen Ostens im 16. und 17. Jahrhundert durch die Portugiesen - und später dann durch Holländer und Briten - ist aber auch ohne Zweifel reich an märchenhaften Geschichten und kaum vorstellbaren Ereignissen. Birma (seit 1989 amtlicher Name Myanmar), Thailand, Kambodscha, Malaysia, Vietnam und China - Europa erhielt Kenntnis von fremden Kulturen, Menschen und Handelsgütern. 1543 verschlug ein furchtbarer Taifun eine portugiesische Schiffsbesatzung an ein den Europäern bis dahin unbekanntes Gestade. Ein neues Land war entdeckt - Japan! Die Portugiesen brachten wertvolle Tauschwaren mit, die im 'Land der aufgehenden Sonne' völlig unbekannt waren: Gewehre, Patronen und Pulver.

08:15 - 09:00, Phoenix
Leben auf dem Fluss ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) unesco.gif (2965 Byte)

Timbuktu lautet das Ziel der Reise. Über Jahrhunderte hinweg hatte der Name der Stadt in der Sahara einen magischen Klang: Als eine der heiligen Stätten des Islam war sie für Nicht-Muslime verboten, Kaufleute beschrieben sie als sagenhaft reich. Einer Legende nach waren die Straßen mit Gold gepflastert. Doch der Zugang nach Timbuktu war zu keiner Zeit einfach. Bis heute führen wenige Pisten durch die Wüste dorthin. Deshalb werden Personen und Waren nach wie vor überwiegend auf dem Fluss Niger transportiert. Die Reise beginnt in Mopti in der Republik Mali. Hier treffen sich die Handelsrouten aus dem Norden mit denen des Südens. Mopti ist Hafen und Umschlagplatz für Waren aller Art. Die beiden Flüsse Bani und Niger verwandeln nach der Regenzeit im Sommer das trockene Land in eine grüne Insel am Rand der Sahelzone. 'Venedig Afrikas' haben es die ehemaligen französischen Kolonialherren genannt. Die 'Air Bouctou' ist eine von drei Pinassen, die regelmäßig zwischen Mopti und Timbuktu verkehren. Pinassen sind einfache flache Holzboote, auf denen alles transportiert wird. Zumeist sind die Pinassen hoffnungslos überladen, mit Reisenden und Waren aller Art - vom Federvieh bis zum Fahrrad. Das Geschäft ist hart umkämpft. Basekou Tikambo ist der Pinassier der 'Air Bouctou'. Er ist Reeder und Kapitän zugleich. Gemeinsam mit seiner Familie fährt er seit zehn Jahren die Strecke. Den Beruf und das Boot hat er von seinem Vater übernommen. 'Man kann kein Pinassier sein, wenn man es nicht von seinem Vater geerbt hat. Mein Vater hat es von seinem Vater und der wiederum von seinem Vater gelernt. Nur so wird man ein guter Pinassier.' Basekou Tikambo navigiert ohne Hilfsmittel - er verlässt sich allein auf seine Erfahrung, seinen Instinkt und seinen Glauben. Als Bozo ist er ein Mann des Wassers, der mit den Flussgeistern sprechen kann. Dörfer ziehen vorbei. Die Pinasse hält dort, wo Menschen aus- oder einsteigen wollen. Oft sind die Orte nur eine Ansammlung von Lehmhütten mit flachen Dächern und winzigen Fenstern. Am Ufer im Hafen von Timbuktu, der ein paar Kilometer außerhalb der Stadt liegt, warten schon die Händler auf ihre Fracht. Andere wollen, dass ihre Waren zurück nach Mopti transportiert werden. Meist sind es Salzplatten aus den Minen im Norden von Mali, die durch die Wüste hierher gebracht wurden. Eine Nacht lang liegt die Pinasse in Timbuktu vor Anker, dann geht die Fahrt zurück nach Mopti, den langen Niger herunter.

leben1.jpg (51760 Byte)

09:30 - 09:45, H3
Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik geschichte.gif (1360 Byte) wissenschaft.gif (2377 Byte)

Schon früh mutmaßte man, dass das schimmernde Band am Himmel aus zahllosen Sternen bestehen müsse, die aber nicht mit dem bloßen Auge zu erkennen sind. Erst die Erfindung des Fernrohrs machte eine genauere Betrachtung möglich. Galilei gelingt es, durch den Nachbau eines holländischen Fernrohrs und mit Hilfe der Präzisionsarbeit der venezianischen Linsenschleifer, ein Fernrohr mit ausreichender Vergrößerung zu bauen. Mithilfe dieses Fernrohrs untersucht Galilei 1609 erstmals die Milchstraße. Bei seinen Beobachtungen erkennt er, dass die Sonne und nicht die Erde im Mittelpunkt des Universums steht, Kopernikus mit seinem heliozentrischen Weltbild also Recht hat. Doch die Kirche ermahnt ihn, die Lehre des Kopernikus nicht weiter zu verbreiten und Galilei wird schließlich vor die Inquisition gezerrt um abzuschwören. Doch die Richtigkeit dieses Weltbilds lässt sich auch damit nicht verschweigen, obwohl es noch Jahrhunderte dauern soll, bis man die Größe der Milchstraße genauer erforschen kann. Erst 1923 weist Edwin Powell Hubble nach, dass es außer der Milchstraße noch weitere Galaxien gibt.

12:30 - 13:15, Phoenix
Durch Australien in legendären Zügen bahn.jpg (2944 Byte)

Der Ghan gehört zu den berühmtesten Reisezügen der Welt. Robert Hetkämper und sein Team sind damit gereist, fuhren von Adelaide im Bundesstaat South Australia bis nach Darwin im tropischen Norden des Landes. Die Doku erzählt von einer Rettungsstation für Kängurubabys, vom Weinanbau im Barossa Valley, von den letzten Opalsuchern in der Wüste und von den Aborigines-Malerinnen in Alice Springs.

Info: Zur Anreise aus Melbourne nutzt Hetkämper eine weitere Zuglegende: den Overland, der als Schlafwagenzug durch den Staat Victoria im Südosten Australiens fährt.

zug1.jpg (53884 Byte)

13:15 - 14:00, Phoenix
Die Tibet-Bahn bahn.jpg (2944 Byte)

Seit 2006 rollen Züge der Qinghai-Tibet-Bahn von Golmud im Südwesten Chinas nach Lhasa, der Hauptstadt Tibets. Der Bau der 1100 km langen Strecke stellt eine Meisterleistung der Ingenieurskunst dar.

zug2.jpg (41504 Byte)

14:00 - 14:45, Arte
Auf den Gipfeln der Welt ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Die Republik Nepal liegt zwischen den beiden riesigen Ländern China und Indien. Die Oberfläche des kleinen Landes im Himalaya besteht aus hohen Bergen und tiefen Tälern. Hier gibt es Höhenunterschiede wie in kaum einem anderen Land der Erde. Gipfel, die Höhen von mehr als 8.000 Meter erreichen, haben Nepal zum Ziel zahlloser Trekkingtouristen und Bergsteiger gemacht. Das Land hat sich nahezu in einen Freizeitpark für Alpinisten aller Nationen verwandelt. Im Lande Buddhas leben verschiedene Volksgruppen: Das im Gebiet der höchsten Bergkette lebende Volk der Sherpas dürfte jedem ein Begriff sein, sind doch Sherpas an fast jeder Hochgebirgsexpedition in der Region als zuverlässige Lastenträger beteiligt. Vor allem im September und Oktober bringt das Tragen von Rucksäcken für die zahlreichen Trekkingtouristen vielen Sherpas schnelles Geld. Sie sind unersetzlich in dieser extremen Hochgebirgsregion, denn hier gibt es keine Straßen oder Autos, nur die Rücken von Menschen, die bis zu hundert Kilogramm tragen.

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14:15 - 15:00, NDR
Bilderbuch Deutschland

Zwischen Pfullendorf im Norden und dem Bodenseeufer bei Überlingen und Meersburg im Süden liegt der Linzgau. Vor etwa zwei Millionen Jahren setzte eine Periode von Eiszeiten ein, in deren Verlauf gewaltige Gletscher in den Bodenseeraum vorstießen und deren Schmelzwasser die heutige Landschaft formte: Seen, Moore, weite Täler, tiefe Einschnitte, flach gewölbte Hügel, Wälder und weite Felder. Der 'Untere Linzgau' im Salemer Tal ist geprägt durch Obst- und Weinanbau, er gehört zu den produktivsten und modernsten Obstanbaugebieten Europas. Der Linzgau ist ein Geheimtipp für all jene, die im Sommer dem Trubel am Bodensee entgehen wollen. Nur wenige Kilometer vom See entfernt bietet das Hinterland Ruhe und Beschaulichkeit und eine Vielzahl von gemütlichen Landgasthäusern mit herausragender Küche. Pfullendorf, Heiligenberg und Salem sind die größten Orte im Linzgau. Rudolf Werner porträtiert Landschaft und Leute, u. a. einen Einsiedler, einen Instrumentenbauer, eine Kartoffelbäuerin, die über 200 Gerichte aus der beliebten Knolle zubereitet, und eine 96-jährige Wirtin, in deren Gasthaus ein Schnupfverein seit 1890 seinen Stammtisch hat. Er ist auch auf den Spuren von Joseph Anton Feuchtmayer, einem der bedeutendsten Stuckateure und Barock-Bildhauer Süddeutschlands. Die Wallfahrtskirche Birnau, ein Wahrzeichen des Bodensees, wurde von ihm prunkvoll ausgestaltet.

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15:15 - 16:00, WDR
Inseln des Mittelmeeres

Sie ist der Inbegriff des Massentourismus: die Baleareninsel Mallorca. 80 Prozent des Bruttoinlandproduktes werden im Hotel- und Dienstleistungsgewerbe erwirtschaftet, nur noch 5 Prozent in der Landwirtschaft. Mallorca ohne Urlaubsgäste, das wäre nicht denkbar. Aber vielleicht haben gerade deswegen die Mallorquiner ihre Eigenarten bewahrt und pflegen sie, um sich so ihrer Identität zu vergewissern. Vor allem in den Ebenen im zentralen Binnenland, in dem das Leben bis heute - außer an Markttagen - kaum vom Tourismus geprägt ist, und in den entlegenen Bergregionen sind die Einheimischen bis heute oftmals unter sich. Der Film erzählt, wie sich auf Mallorca trotz des seit Jahrzehnten anhaltenden Touristenansturmes Besonderheiten erhalten haben, die den unverwechselbaren Charakter des Insellebens ausmachen. Er zeigt dies am Beispiel der Sprache, des Weinbaus und der Schweinezucht. Seine Protagonisten stehen im Spannungsfeld zwischen Tourismus und Alltagsleben: der Puppenspieler, der Viehzüchter, der eine einheimische Schweinerasse wiederbelebt, der Pianist aus der Kartause von Valldemossa und der Arzt, der Einheimische, Zugezogene und Urlauber gleichermaßen zu seinen Patienten zählt.

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15:15 - 16:00, NDR
Onkel Wanjas Dorf ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Östlich von Moskau gibt es eine fast unbekannte autonome Republik: Mari El. Die Mari halten an den Ursprüngen ihrer Kultur fest - sie beten zu den Naturgöttern und leben von der Jagd. 'Länder - Menschen - Abenteuer' besucht den Bauern Wanja und nimmt teil an einer traditionellen Hochzeit und dem Opferritus.

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15:30 - 16:00, 3SAT
Gesichter des Orients ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) geschichte.gif (1360 Byte)

Jordanien durchlebte beinahe 2.000 Jahre lang, von der Zeit des Alten Testaments bis zum frühen Islam, eine wechselhafte Geschichte. Geografisch gesehen ist Jordanien ein letzter fruchtbarer Posten zwischen Mittelmeer und den Weiten der arabischen Wüste. Israeliten, Nabatäer, Römer, später Christen und islamische Herrscher prägten das Gesicht Jordaniens. Die Felsenstadt Petra, das heutige Amman und die Römerstadt Gerasa, byzantinische Mosaiken, Jagd- und Lustschlösser der syrischen Kalifen - das alles sind Facetten des Orients. Der Film 'Gesichter des Orients' erzählt die Geschichte Jordaniens.

16:00 - 16:30, 3SAT
Rotes Meer - Rote Felsen ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Nahostkorrespondent Peter Dudzik begleitet den Freediver Erez Beatus, der im Roten Meer 50 Meter tief ohne Sauerstofftank taucht. In der Negev-Wüste trifft er einen 'Aussteiger', der mit den sieben Pflanzen aus der Bibel eine künstliche Oase schaffen will. Außerdem geht Dudzik auf eine Wanderung durch den faszinierenden 'Red Canyon' und führt die Zuschauer in den Timna-Park, ein Wüstental, in dem schon in der Antike Erz gefördert wurde. Dort findet eine landestypische Hochzeitsfeier unter den 'Säulen Salomons' statt. Im Dolphin Reef Eilat schwimmt Peter Dudzik mit Delphinen, die sonst vor allem zur Therapie von Kindern eingesetzt werden. Und er besucht das einzige Unterwasser-Restaurant der Welt, über acht Meter unter dem Meeresspiegel. Die Reisereportage 'Rotes Meer - Rote Felsen' von Nahostkorrespondent Peter Dudzik führt an den südlichsten Zipfel Israels.

16:30 - 17:00, 3SAT
Der Mythos der blauen Männer ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

'Du bist mein Freund, ich erkenne dich am Abdruck deines Fußes im Sand', sagt Abdallah und lacht mit den Augen. Der Rest des Gesichts ist im Cheich, dem Schleier der Tuareg-Männer, verborgen. Seit 30 Jahren führt Abdallah Karawanen im Geländewagen durch die Wüste. Der Mythos erzählt von 'blauen Männern' rätselhafter Herkunft, wahrscheinlich aus Atlantis, allesamt stolze Wüstenkrieger, die durch willkürliche Grenzziehungen auf Algerien, Niger, Mali, Libyen und Mauretanien verteilt wurden. Überall sind sie sozial und wirtschaftlich an den Rand gedrängt. Jahrelang fuhr kein Tourist freiwillig in den Süden Algeriens. Jetzt kehren die ersten Touristen zurück. Von Abdallah kann man lernen, dass das Sternzeichen des 'großen Bären' dort die 'große Kamelstute' heißt und wie man ein Sandorakel liest. Seit wieder mehr Besucher in den Hoggar, das Wüstengebirge in der algerischen Sahara kommen, züchten die Tuaregs auch wieder mehr weiße Kamele, Meharis, für Reittouren. Auch Hamu, der Schneider, hat gut zu tun: traditionelle Anzüge in Himmels- oder königsblau für die Männer, sonnengelbe und blutrote Gewänder für die Frauen. Die Tuareg lieben es, die Einsamkeit und die Stille der Wüste mit Farben zu füllen.

mhytos3.jpg (29307 Byte)

16:50 - 17:30, Arte
Niger - Ein Zelt zur Hochzeit ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Rhaissa ist ein Tuaregmädchen im Niger und hütet Schafe. Sie blickt scheu in die Kamera und lacht über das, was ihre Freundin Fatima über den Mann sagt, der in wenigen Tagen ihr Ehemann sein wird. Er sieht wohl nicht besonders gut aus und wirkt auch nicht sonderlich stolz. Doch Rhaissa wird ihn heiraten. Es wurde um ihre Hand angehalten, die Eltern willigten ein und Rhaissa fügt sich dem Schicksal. Ein letztes Mal wird sie die Schafe hüten, auf den Hügeln singen und ein Mädchen sein. Danach wird sie mehrere Tage im Zelt ihrer Mutter verbringen. Das Heiratsritual verlangt, dass die zukünftige Braut bis zur Hochzeitsnacht weder spricht noch das Zelt der Mutter verlässt. Doch andere erzählen an ihrer Stelle, was sie verschweigen muss. Die Dokumentation ist ein feinfühliges Porträt eines jungen Mädchens. Sie vermittelt Einblicke in eine Kultur mit einem anderen Zeitgefühl, eigenen Werten und einer anderen Auffassung von der Liebe.

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17:00 - 17:45, 3SAT
Libyen - Reise in ein unbekanntes Land ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Tankwagen holpern über Karawanenwege - Alltag im reichsten Land Afrikas. Libyen besitzt riesige Erdölfelder, doch das arabische Volk lebt noch wie vor hundert Jahren: Viehhändler schachern vor den Toren von Tripolis, und Beduinen ziehen durch die Sahara.

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17:45 - 18:30, 3SAT
Skizzen aus Marokko ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Die gewaltigen Ketten des Hohen Atlas sind noch tief verschneit. Die Passstraßen führen in 2.700 Meter Höhe über das Gebirge. Die Flüsse, die dort entspringen, fließen nach Süden, in die Sahara. Der Ziz ist der mächtigste dieser Flüsse. An seinen Ufern leuchtet das Grün der Oasen mitten im Braun der trockenen Ödnis. Judentum, Christentum und Islam haben ihre Ursprünge in den Trockengebieten des Vorderen Orients, und in allen drei Weltregionen ist die Oase der versprochene Garten Eden. Die Dattelpalme ist das wichtigste Erzeugnis der Oasen. Ihre Frucht ist nahrhaft, ihr Stamm liefert Holz, die Blätter werden zu Flechtwerk verarbeitet. Die Staub- und Sandstürme, die oft völlig überraschend einsetzen, bedrohen vor allem die große Oase im Norden, das Tafilalet. Die Menschen schützen Haus und Hof durch hohe Sandschutzzäune, dennoch dringt die Wüste vor. Noch heute leben die meisten Oasenbewohner in einem Ksar, einer riesigen Wehrburg, erbaut aus Lehm und Stroh. So schützten sie sich vor den Angriffen und Überfällen der Nomaden aus der Wüste. Rissani ist der wichtigste Ort in Tafilalet. Dort gibt es den bedeutendsten Markt der Region. Im Frühjahr ist der Schafmarkt Zentrum des Geschehens, denn dort treffen sich die Bauern der Oase mit den Nomaden der Umgebung. Die Wüste birgt aber nicht nur Schrecken: 'Allah hat die Wüste geschaffen, damit es einen Ort gäbe, darinnen er in Ruhe lustwandeln könne', sagt eine altarabische Legende. Tatsächlich war die Wüste immer auch Ort der Kontemplation, der Meditation und der göttlichen Offenbarung.

18:05 - 19:00, Arte
Cranberrysaison auf Cape Cod fauna.gif (2335 Byte)

Kein Thanksgiving ohne Cranberrys! Das gilt zumindest für die USA. Dort gehören das traditionelle Erntefest und Cranberrys - zu Deutsch Kran- oder Moosbeeren - einfach zusammen. Der Legende nach haben die Pilgerväter der 'Mayflower', die 1620 die Küste von Cape Cod erreichten, auch dank des Verzehrs der sauren roten Beeren den ersten harten Winter überstanden. Anbau und Ernte der kleinen Kraftpakete sind für heutige Cranberry-Farmer wie Keith und Monica Mann nicht einfach. Die Früchte sind überaus anspruchsvoll und sehr wetterempfindlich. Um sie während der kurzen Erntephase pflücken zu können, werden die Felder unter Wasser gesetzt und die Beeren mit eigens entwickelten Maschinen von den Sträuchern gelöst. Kleine Luftkammern in den Beeren lassen die reifen Früchte an die Wasseroberfläche steigen. Dort verdichten sie sich zu einem farbenprächtigen roten Meer. Die Erntehelfer waten im hüfttiefen kalten Wasser, wenn sie die sanft schaukelnden Beeren einsammeln. Um den Absatz ihrer Cranberrys müssen sich die Farmer keine Sorgen machen. Seit Wissenschaftler publiziert haben, dass die roten Beeren auch vor Krankheiten wie Krebs und Diabetes schützen können, ist die Nachfrage weiter gestiegen. Bereits während der Ernte verbringen Farmerin Monika Mann und ihre Tochter die Abende mit der Zubereitung von Cranberry-Kompott, Cranberry-Punsch und verschiedenen Cranberry-Soßen, denn die nass geernteten Beeren sind nicht lange haltbar. Doch in diesem Jahr verzögert sich alles, da viele Beeren zum geplanten Erntezeitpunkt noch nicht reif sind. Die Manns geraten unter Druck, denn sie müssen die Lieferfristen einhalten. Und Thanksgiving rückt immer näher ...

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18:45 - 19:15, Phoenix
Pirateninsel im Paradies

Wolfgang Burre aus Detmold lebt einen Traum. Als Bäckerlehrling zog es ihn in die Ferne - heute ist der 68-Jährige Teilhaber einer Insel in den Seychellen, hat Haus und Büro in Johannesburg, betreibt ein privates Wildschutzgebiet in Botswana und besitzt eine Farm an der Garden Route und im Krüger Nationalpark in Südafrika. 1968 ist Wolfgang Burre nach Südafrika ausgewandert. Der Mann ist ein Abenteurer durch und durch, für seine Tochter und seine besten Freunde ein Indiana Jones unserer Tage. Einmal konnte er sich gerade noch aus einem brennenden Flugzeug retten, bevor die Maschine explodiert ist, zweimal haben Nilpferde sein Boot gekentert und mehrmals haben Löwen das wärmende Lagerfeuer im afrikanischen Busch mit ihm geteilt. Der Reichtum hat aber auch seine Schattenseite. Vor sieben Jahren wurde Burre in seinem Haus in Johannesburg überfallen, entführt und seine Familie erpresst. Nach vier Tagen gelang ihm die Flucht - am Geburtstag seiner einzigen Tochter. Er lebt immer noch in Südafrika, weil er das Land trotz aller Risiken liebt.

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18:50 - 19:15, H3
service: reisen bahn.jpg (2944 Byte)

Ein rollendes Hotel mit Ausblick auf das Meer und die Berge: Sieben Tage ist der 'Transcantabrico' zwischen Santiago de Compostela und León unterwegs. Dabei bietet der Hotelzug den Komfort einer perfekt organisierten Luxusreise wie Exkursionen mit Bus und Boot, Stadtbesichtigungen und ausreichend Zeit, einen Eindruck von der Vielfalt Nordspaniens zu bekommen: von der architektonischen Erhabenheit und den berührenden menschlichen Begegnungen im galizischen Pilgerziel Santiago de Compostela, von den bezaubernden Fischerstädtchen Asturiens, die sich in hügelige Buchten schmiegen, von quirligen Metropolen wie Oviedo und Gijón. Die Hochgebirgslandschaft der Picos de Europa stehen ebenso auf dem Ausflugsprogramm wie ein Besuch in den originalgetreu nachgebauten Höhlen von Altamira mit ihren künstlerischen Hinterlassenschaften der frühesten Europäer. Für kulinarische Höhepunkte sorgen Besuche in den besten Restaurants entlang der Strecke, und im Zug kümmert sich eine aufmerksame Crew um das Wohl der Reisenden. Ein Rundgang durch die zurzeit spannendste Stadt Nordspaniens beschließt diese Tour: Das baskische Bilbao hat sich von einer düsteren Industriemetropole in eine liebens- und lebenswerte Provinzhauptstadt verwandelt. Das Guggenheim-Museum sowie zahlreiche weitere Bauten moderner Architekten entlang der neuentstandenen Flusspromenade vertragen sich bestens mit der charmanten Altstadt, in deren Kneipen und Cafés die berühmten 'Pintxos' serviert werden, aufwändige Schnittchenkreationen für den kleinen Hunger zwischendurch.

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19:30 - 20:15, Arte
Flüsse der Welt ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) unesco.gif (2965 Byte)

Der gewaltige Strom Niger fließt durch mehrere westafrikanische Länder, einem gibt er sogar seinen Namen. An seinen Ufern liegen Städte wie das tausendjährige Djenné in Mali, bekannt durch die fantastische Lehmmoschee, und Timbuktu, die Perle der Sahara. Im Verlauf des Flusses von Malis Hauptstadt Bamako bis zur Handelsmetropole Gao verehren westafrikanische Völker den Niger als wundersamen Lebensquell und geheimnisvolle Gottheit.

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20:15 - 21:00, Phoenix
Das Jahr der Wildnis fauna.gif (2335 Byte)

In Europa gehören die Monate Juli und August zu den heißesten des Jahres, doch im Süden Afrikas ist es dann Winter. Die Landschaft, die sich nach einer Regenzeit in voller Pracht zeigt, hat sich nun in einer staubige Wüste verwandelt. Nur im Okavango-Delta, das im Nordwesten Botsuanas gelegene größte Binnenwasserdelta der Erde, stellt sich dem Betrachter noch immer als eine grüne Oase dar. In der Tierwelt gibt es wieder einiges zu entdecken und zu bestaunen. Bei den Sandtigerhaien hat die Paarungszeit begonnen, sie versammeln sich im Indischen Ozean. In Indonesien verfolgt ein Komodowaran, die größte lebende Echse, sein Opfer, und bei der Verfolgung einer Büffelherde geraten zwei konkurrierende Löwenrudel miteinander in Streit. Die Langzeitdokumentation 'Das Jahr der Wildnis' zeigt beeindruckende Naturschauspiele unseres Planeten im Verlauf eines Jahres, gefilmt von acht Kamerateams an 365 Tagen. Sie dokumentiert, was der Wechsel der Jahreszeiten in allen Teilen der Erde für die Tier- und Pflanzenwelt bedeutet und bietet faszinierende Einblicke in den farbenfrohen Kreislauf der Natur.

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20:15 - 21:00, WDR
Der Prater - Eine wilde Geschichte fauna.gif (2335 Byte)

Der Prater ist die älteste Vergnügungsstätte Europas. Doch hinter Geisterbahn und Spiegelkabinett liegt die 'grüne Lunge' Wiens - eine weitgehend naturbelassene Wald- und Auenlandschaft .

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21:00 - 21:45, RBB
Usedom fauna.gif (2335 Byte)

Kilometerlange Sandstrände entlang der Ostsee, Heimat zahlreicher Seevögel, eine Oase der Ruhe zwischen Deutschland und Polen: das ist Usedom. Ein paar Schritte abseits der alten Seebäder kann man die 'wilde' Seite Usedoms entdecken. Nur wenige Besucher kennen das reizvolle Hinterland der Insel. Fast 900 Kilometer schlängelt sich die Oder von Tschechien aus in Richtung Norden und mündet in der Ostsee. Zwei Inseln bilden ihr Delta: In Deutschland Usedom und in Polen Wollin. Durch Ostsee und Oder wird fruchtbarer Boden transportiert und verteilt. Dadurch entstehen dichte Schilf- und Sumpfflächen - ein idealer Lebensraum für viele seltene Tiere. Die Feuchtwiesen der Insel, die Bruchwälder und Moore, sind abenteuerliche Labyrinthe aus Land- und Wasserflächen. Perfektes Terrain für Kraniche, Möwen, Flussseeschwalben und andere Wasservögel. Auf Usedom gibt es insgesamt 14 Naturschutzgebiete, aber fast die ganze Insel hat den Status eines Naturparks.

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22:00 - 22:30, WDR
Leben an der Loire fauna.gif (2335 Byte)

Die Loire im Herzen Frankreichs ist einer der letzten wilden Flüsse Europas. Staudämme und Flussbegradigungen konnten bis heute verhindert werden, der Fluss windet sich über seine gesamten 1020 Kilometer durch ein natürlich geschaffenes Bett. Die Menschen an seinen Ufern haben sich eine eigene Kultur bewahrt, leben in Tuffsteinhäusern, ziehen Wein und züchten alte andernorts längst verschwundene Gemüsesorten. Ihr Leben verteidigen sie standhaft gegen moderne Einflüsse. Der Maler Jean-Jack Martin ist einer dieser Menschen, die im Rhythmus dieses längsten Flusses Frankreichs leben. Das ganze Jahr ist der Maler und Zeichner Jean-Jack Martin an den Ufern der Loire unterwegs, um die schönsten Motive für seine Werke zu finden. Der Herbst ist jedoch auch für ihn eine ganz besondere Jahreszeit: Der Wein wird geerntet, die Vögel sammeln sich für den Flug gen Süden, und die Herbsthochwasser lassen den Fluss über die Ufer treten. In manchen Nächten um einen guten Meter. Ohne Kanal oder Staudämme verteilt sich das Wasser schnell in die toten Nebenarme. Dadurch nimmt es Schlamm und organische Stoffe in sich auf, die als Nährstoffe für die Fische dienen. Viele gibt es heute davon wieder im Fluss, etwa Welse und Meeräschen, die aus dem Atlantik gewandert kommen. Ein Segen für die Fischer. Sie liefern ihren Fang an die Restaurants der Region. Dort werden für die Loire typischen Fischspezialitäten zubereitet. Das gesamte Leben entlang des Flusses blüht und gedeiht, auch wenn es auf den ersten Blick eher ruhig und beschaulich wirkt. Viele einheimische Bräuche und Riten haben sich bis heute gehalten, wie etwa das Boulede-Fort-Spiel, das von den Schifferleuten der Loire erfunden wurde. WELTWEIT ist mit dem Künstler die Ufer der Loire entlang gewandert und hat die Menschen am Fluss kennen gelernt, die zwar mitten in Europa leben, sich aber doch eine eigene Welt bewahrt haben.

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22:00 - 22:30, SWR
Im Seenland - Lothringens schönste Ufer fauna.gif (2335 Byte)

Das Seenland, 'Pays des Etangs', liegt im Osten des Regionalparks Lothringen. Dazu zählen dutzende Weiher, wie der bei den Deutschen besonders bekannte Stockweiher oder der unter Naturschutz stehende Lindnerweiher, größter Fischweiher Frankreichs und wichtiger Rastplatz für Zugvögel. Auch viele kleinere Seen prägen das Bild der Landschaft, die meisten wurden bereits im Mittelalter von Mönchen zur Fischzucht angelegt. Lothringens schönste Ufer sind für Saarländer, Rheinland-Pfälzer oder Baden-Württemberger ein beliebtes Naherholungsziel und für so manchen zum zweiten Zuhause geworden, der hier seit vielen Jahren seinen Traumurlaubsort gefunden hat. 'Fahr mal hin' ist auf seinem Weg durch das Seenland auch mit dem rollenden Bäckereiladen von Dorf zu Dorf unterwegs, oder auf den Kanälen mit dem originalgetreu im Maßstab 1:8 errichteten Kreuzfahrtschiff 'Majesty of the Sea'. Es ist das Traumschiff eines ehemaligen Bergmannes, der 15 Jahre lang selbst daran gebaut hat.

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