Wörterbuch
Synonyme
Woxikon - Online Wörterbuch

Navigation
Diese Woche
Samstag
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag

Nächste Woche
Samstag
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag

Schnellübersicht  

Bahngeschichten
Empfehlungen
Geschichtssendungen
Kindersendungen
Kulinarische Entdeckungen
Religionen der Welt
Spielfilme
Tier- und Natursendungen
Weltkulturerbe
Wissenschaft & Technik

--> Erdkunde
--> Service
--> Seiteninternes

Kommunikation  
Gästebuch
Kontakt
Impressum
Suchmaschine


 

Montag, 26.07.2010
03:35 - 04:20, Phoenix
Frühling für St. Petersburg

In keiner Stadt Europas wurde im Jahr 2003 so viel gehämmert, geschraubt und gesägt wie in St. Petersburg. Hinter den Kunststoffplanen und Gerüsten, die Kirchen, Schlösser und Monumente verhüllten, wurde fieberhaft gearbeitet, als sei der 300. Stadtgeburtstag doch etwas überraschend gekommen. Die Stadt gab sich alle Mühe, zum Jubiläum ein würdiges Bild zu bieten. Doch die in Jahrzehnten gerissenen Wunden des Verfalls sind zu tief, als dass schneller Eifer sie heilen könnte. Gleichwohl stand St. Petersburg vor einem Fest, das der Stadt viel vom alten Glanz zurückgegeben hat. 300 Jahre Stadtgeschichte - im europäischen Konzert der Metropolen mehr Wimpernschlag denn Ewigkeit. Keine Stadt in Russland, die mehr gezeichnet ist als diese von den Höhen und Abgründen der Geschichte. Keine russische Stadt, die dem Westen näher war, und keine, auf deren Glanz so viel Schatten fiel, nachdem die Revolution sie aus dem verheißungsvollen Weg ihrer Geschichte riss. Gerade weil Bürgertum und gebildete Oberschicht so tief verwurzelt waren, trafen Missachtung und Verfolgung durch die Bolschewiken die einstige europäische Metropole besonders hart. Die dunkelsten Tage aber erlebte die Stadt, als die deutsche Wehrmacht sie im Zweiten Weltkrieg fast drei Jahre lang belagerte und Hunderttausende an Kälte und Hunger starben. Heute empfinden viele Bürger es schon als Gnade des Schicksals, dass ihre Stadt wieder St. Petersburg heißen darf, nachdem sie fast siebzig Jahre unter dem Namen Leningrad ein Vermächtnis tragen musste, das die Stadt wie im Würgegriff hielt. Als Peter der Große vor dreihundert Jahren in den Sümpfen an der Mündung der Newa zuerst eine Festung und dann eine prächtige Stadt erwachsen ließ und sie zur Hauptstadt machte, wollte er damit ganz Russland einen neuen Wegweisen. Der junge Herrscher hat das Fenster zum Westen geöffnet. Die Stadt war nicht nur architektonisch eine Absage an die sonderlichen, mittelalterlichen Gepflogenheiten, die das Leben in Moskau und seinem großen Reich prägten. Nach dreihundert Jahren, in denen St. Petersburg zur Bühne für die dramatische russische Geschichte wurde, ist die Stadt wieder frei, eine Rolle für sich zu finden. Schon wer im Hubschrauber die Stadt überfliegt, erliegt dem verführerischen Glanz des alten Stadtzentrums. Man blickt auf eine Perle europäischen Städtebaus. Gerade weil die kommunistischen Herrscher in Moskau sie nicht schätzten, blieben ihr brutale städtebauliche Eingriffe, mit denen die Parteichefs sich gerne Denkmäler setzten, erspart. Aber dem Auge des Betrachters bleiben die großen Industriebrachen nicht verborgen, auf denen nach dem Fall des Kommunismus das wirtschaftliche Leben zusammenbrach. Um das Zentrum der Stadt erheben sich wie Gebirge die Wohnsilos der Vorstädte. St. Petersburg ist auch ein urbaner Moloch, in dem rund fünf Millionen Menschen leben, die weit überwiegende Mehrheit von ihnen geplagt von den Nöten der Umbruchszeit in Russland. Böse Zungen nennen St. Petersburg heute die russische Hauptstadt der Kriminalität. Das Herz der Stadt aber schlägt wieder auf dem Newski Prospekt. Keine andere Straße in Russland lädt so sehr zum Spazieren und Schauen ein. Die bunten Fassaden aus der Zeit des Jugendstils nebenklassizistischen Palästen, die Geschäfte, die eben nicht nur mitwestlichen Luxuswaren locken, die unendliche Zahl an Cafés und Restaurants. Dirk Sager hat St. Petersburg durchstreift und eine Metropole gefunden, die heute wieder Russlands Fenster zum Westen ist. Er berichtet von altem Glanz und neuer Hoffnung und von den Menschen, die die Stadt der Zaren selbstbewusst Richtung Zukunft führen und St. Petersburg einen neuen Frühling bescheren.

st.jpg (38373 Byte)

04:20 - 05:05, Phoenix
Metropolis - Die Macht der Städte geschichte.gif (1360 Byte)

Vierteilige Reihe über beeindruckende Städte, die Geschichte geschrieben haben: Athen, die Geburtsstätte der Demokratie; Alexandria, die Stadt des Wissens; Karthago, die Stadt der Seefahrer; und Rom, das Zentrum der antiken Welt. Die Kombination von aktuellen und historischen Aufnahmen, Spielszenen und Computeranimationen ermöglicht eine Zeitreise der besonderen Art.

metro.jpg (26972 Byte)

05:05 - 05:50, Phoenix
Metropolis - Die Macht der Städte geschichte.gif (1360 Byte)

Für die antike Welt war Alexandria eine Stadt voller Wunder und Geheimnisse. Direkt an der Einfahrt zum Handelshafen der Metropole erhob sich eines der Sieben Weltwunder, der gigantische Leuchtturm 'Pharos'. Mit seinen 140 Metern Höhe war er das höchste Gebäude der Antike und praktisch der erste Wolkenkratzer überhaupt. Unvorstellbare Schätze barg die sagenhafte Bibliothek Alexandrias. Hier wurde das gesammelte Wissen des Altertums aufbewahrt, 700 000 Schriftrollen in allen damals bekannten Sprachen sollen sich in den Regalen befunden haben. Hier forschten und unterrichteten die berühmtesten Gelehrten ihrer Zeit: Archimedes, Euklid und Erathostenes, der bereits herausgefunden hatte, dass sich die Erde um die Sonne dreht. Schon die Gründung der Stadt soll auf ein Wunder zurückgehen. Alexander der Große hat demnach von einer Traumgestalt den Hinweis erhalten, wo er seine Königsstadt errichten soll. Neuere Grabungen bestätigen zumindest, dass die Baumeister von Alexandria durchaus Visionäre waren. Die griechische Siedlung auf ägyptischem Boden war komplett 'auf dem Reißbrett' entstanden. 331 vor Christus gab Alexander den Bau in Auftrag, und schon wenige Jahrzehnte später lebten rund eine halbe Million Menschen in der aufstrebenden Metropole. Nichts wurde dem Zufall überlassen. Die großen Verkehrsadern waren mit 30 Metern Breite so großzügig ausgelegt, dass noch heute der Verkehr an gleicher Stelle ungehindert fließen kann. Bevor die Gebäude errichtet und die Straßen gebaut werden konnten, wurde ein Wasserleitungssystem in den felsigen Untergrund geschlagen - eine baugeschichtliche Meisterleistung. Vermutlich planten und überwachten die Architekten dieser frühen 'Megacity' die Bautätigkeit von einer kleinen vorgelagerten Insel aus: Nelson Island. Die beiden Autoren Manfred Baur und Hannes Schuler begleiteten den italienischen Archäologen Professor Gallo, der als erster Forscher seit Jahrzehnten das winzige Eiland untersuchen darf. Die Insel war lange Zeit militärisches Sperrgebiet. Das ZDF-Team zeigt die ersten Bilder der frühesten Anfänge Alexandrias. Auch in dieser Folge inszenieren die beiden Autoren das Schicksal einer berühmten Person der Stadt. Der römische Gelehrte Hygienus überlieferte die Geschichte der jungen Athenerin Agnodike. Sie kommt in das moderne, weltoffene Alexandria, um hier Medizin zu studieren.

metro1.jpg (29046 Byte)

05:50 - 06:30, Phoenix
Metropolis - Die Macht der Städte geschichte.gif (1360 Byte)

Im Frühjahr 146 vor Christus machten die Römer Karthago dem Erdboden gleich. So steht es in den Geschichtsbüchern, und kaum jemand erinnert sich an mehr, wenn von der ehemaligen punischen Hauptstadt die Rede ist. Dabei geriet eine der glanzvollsten Metropolen der Antike völlig zu unrecht in Vergessenheit. Rund 800 Jahre vor unserer Zeitrechnung von den Phöniziern als Handelsstützpunkt gegründet, entwickelte sich die Stadt schnell zu einem kommerziellen Zentrum, wo Waren aus der gesamten antiken Welt gehandelt wurden. Lange Zeit spielte Karthago in der Forschung eine untergeordnete Rolle. Zu gründlich waren die römischen Legionen bei ihrem Zerstörungswerk gewesen. Ruinen aus der Blütezeit der Stadt waren entweder völlig ausradiert oder später überbaut worden. Nur wenige Funde gaben Auskunft über Kleidung und Kultur, Lebensweise und Glauben der Karthager. Die karthagischen Schriftzeichen sind zwar die direkten Vorbilder der griechischen und römischen Schrift und damit des modernen Alphabets, aber nur wenige Textfetzen jener Urschrift sind erhalten. Die wichtigsten Hinweise auf Karthago und seine Bewohner waren bislang bei römischen Autoren zu finden. Allerdings erweisen sich die Texte mehr und mehr als Kriegspropaganda, die den Karthagern wohl in den seltensten Fällen gerecht wird. In den letzten Jahren gelang es einigen Forschern jedoch, etwas Licht in das Dunkel der punischen Geschichte zu bringen. Professor Fethi Chelbi vom Nationalmuseum Karthago gelang es beispielweise, einige der Geheimnisse des raffiniert geplanten Kriegshafens zu lüften. Die runde Militäranlage lag landeinwärts hinter dem viereckigen Becken für die Handelsschiffe verborgen. Er war mit einer Mauer umgeben und weder vom Land noch vom Wasser her einzusehen. 220 Rampen waren hier aufgereiht, von denen Kriegsschiffe in Rekordzeit herunter gelassen werden konnten. Eine Sensation gelang dem niederländischen Wissenschaftler Roald Docter. Er stieß bei seiner Suche nach der ehemaligen Stadtmauer Karthagos auf eine Art 'Industrieviertel'. Die schmutzigen und stinkenden Handwerksbetriebe mussten offenbar vor den Toren der eigentlichen Stadt bleiben. Häufige Fundstücke in den Ruinen des Außenbezirks waren Blasebalgdüsen, die erst vor kurzem bei der genauen Untersuchung im Labor ihren Zweck preisgaben. Offenbar kannten die Karthager bereits ein mehrstufiges Veredelungsverfahren für Eisen. In den Düsen fanden sich Kalkrückstände, die dazu dienten, Verunreinigungen des Eisens zu neutralisieren. Dieses Wissen ging mit dem Fall Karthagos verloren und wurde erst wieder in der vorindustriellen Zeit für die Stahlherstellung eingesetzt. Trotz ihres großen Wissens und ihrer überragenden Technologie waren die Karthager vor allem Seefahrer und Händler. Über mehrere Jahrhunderte beherrschten sie den Seehandel auf dem Mittelmeer und segelten sogar bis nach Westafrika, um Geschäfte zu machen und Bodenschätze abzubauen. Dabei hafteten Kapitäne und Navigatoren mit ihrem Besitz und sogar mit ihrem Leben, wenn sie ein Schiff durch Unwetter oder Piraten verloren. Einen kleinen Einblick in die raue Welt der karthagischen Seeleute erlaubt die Geschichte des punischen Navigators Mago, der als Schiffbrüchiger nach Karthago zurückkehrte. Weil sein Geld nicht ausreichte, um die Kaufleute zufrieden zu stellen, die ihm ihre Waren anvertraut hatten, wurde er als Sklave verkauft und der Erlös unter den Gläubigern aufgeteilt. Damit ist sein Schicksal aber nicht besiegelt. In einer erfolgsorientierten Gesellschaft wie der der Karthager war eine schnelle Karriere ebenso möglich wie der plötzliche Abstieg.

metro2.jpg (37741 Byte)

06:30 - 07:15, 3SAT
Die geheimen Höhlen der Grafen Bégouën geschichte.gif (1360 Byte) unesco.gif (2965 Byte)

Tief im Inneren der französischen Pyrenäen haben Menschen vor 14.000 Jahren beeindruckende Kunstwerke geschaffen. Weite Teile davon sind bis heute erhalten, doch bislang hatte kaum jemand die Möglichkeit, die einzigartigen Artefakte der französischen Höhlen zu bestaunen. Denn die Höhlen sind seit Generationen im Besitz der Familie Bégouën. Das Familienoberhaupt Robert Bégouën wehrt sich - wie auch schon sein Vater und Großvater - strikt gegen jegliche touristische Nutzung und jede noch so kleine Veränderung. In Frankreich leben ganze Regionen vom Höhlentourismus. Doch viele Höhlen haben die Besuchermassen nicht verkraftet. Lascaux etwa, die 'Sixtinische Kapelle der Steinzeit' mit ihren Stieren, Pferden und Hirschen, musste bereits 1963 wegen Schimmel- und Algenbefall weitgehend geschlossen werden. Auch Forschung kann gelegentlich Zerstörung bedeuten: Wo eine archäologische Ausgrabung stattfindet, werden Informationen gewonnen und gleichzeitig vernichtet. So setzt der Graf von Bégouën alles daran, damit seinen Höhlen dieses Schicksal nicht widerfährt. Die Dokumentation 'Die geheimen Höhlen der Grafen Bégouën' von John A. Kantara zeigt beeindruckende Bilder aus den Höhlen nahe des Flüsschens Volp und den Grafen Bégouën bei seinem Kampf um die Erhaltung der Höhlen. Die Dokumentation zeigt aber auch andere, zum Teil beschädigte Höhlen - ein Weltkulturerbe, das erkennbar in Gefahr ist.

tief.jpg (39605 Byte)

06:30 - 07:15, Phoenix
Metropolis - Die Macht der Städte geschichte.gif (1360 Byte)

Schon vor über 2000 Jahren klagten die Römer über Lärm und Verkehrsstaus. Gesetze verbannten Ochsenkarren tagsüber aus der Metropole, dafür raubten sie nachts den Anwohnern den Schlaf. Im 2. Jahrhundert war Rom die erste Millionenstadt der Geschichte. Der Mix aus aktuellen und historischen Aufnahmen sowie PC-Animationen ermöglicht eine faszinierende Zeitreise.

metro3.jpg (44339 Byte)

07:00 - 07:30, Arte
Zapping International ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Die Fernsehzuschauer in Kirgistan finden sich mit ihren Sorgen und Nöten anscheinend am besten in der brasilianischen Telenovela 'The Clone' wieder. Die Liebesgeschichte zwischen einem Brasilianer und einer Marokkanerin schlägt alle Einschaltrekorde. Ihr Erfolg ist so groß, dass Hochzeiten in den entlegensten kirgisischen Dörfern momentan ebenso wie in der Serie ablaufen. Viele Babys werden nach Said und Jadie, den beiden Helden von 'The Clone', benannt. Es ist wohl vor allem der gemäßigte und mit dem modernen Leben vereinbare Islam, der den Kirgisen an dieser Serie vom anderen Ende der Welt so gut gefällt. Doch natürlich findet man beim Zappen auf einem der zehn Sender des Landes auch hin und wieder eine rein kirgisische Sendung. Beispielsweise 'Saltsanat' auf Kanal 5, in der es ausschließlich um die kirgisischen Traditionen geht, oder auch 'Bravo', eine Art 'Kirgistan sucht den Superstar'. Der größte Filmerfolg der letzten Zeit war 'Sunduk Predkov', eine Liebesgeschichte zwischen einem Kirgisen und einer Pariserin.

08:15 - 09:00, Phoenix
Leben auf dem Fluss

Die europäische Binnenschifffahrt hat sich in den letzten Jahren dramatisch verändert. Nach jahrzehntelangem Niedergang boomt mit dem steigenden Frachtaufkommen in den Seehäfen auch der Transport auf großen Flüssen und Kanälen. Auf dem Rhein, der Donau und den weit verzweigten Kanälen Mitteleuropas ziehen die Schiffe im Fünf-Minuten-Takt vorbei. Doch nicht jeder Binnenschiffer profitiert in gleicher Weise von diesem Aufschwung. Stefan Pannen und sein Kamerateam begleiten einen niederländischen Binnenschiffer quer durch Europa von Rotterdam bis kurz vor Wien, der gleichzeitig die Erfordernisse des Berufes mit dem Familienmanagement in Einklang bringen muss. Peter Krujt, dessen Eltern, Groß- und Urgroßeltern bereits Binnenschiffer waren, besitzt seit sechs Jahren sein eigenes Schiff. Die 'MS Gratias' fasst 1.450 Tonnen, ein größeres Schiff wollen die Krujts nicht. Am liebsten ist Peter Krujt die Strecke vom Rhein zur Donau - zumindest so lange, bis die Kinder in die Schule kommen. Nach Linz befördert er Erz, bis Wien Sojaschrot, von dort aus Getreide bis nach Budapest. In die Gegenrichtung dann Mais und Sonnenblumenkerne nach Amsterdam. Seine Frau Floriane fährt als Steuerfrau mit, Tochter Jacoline (4) und Sohn Cornej (2) sind auch mit an Bord.

leben.jpg (66871 Byte)

09:45 - 10:00, MDR
Moskau - Stadt der Kontraste

Unzählige protzige Bürotürme ragen in den Moskauer Himmel, künden von Reichtum, Macht und Wirtschaftskraft. Gebaut wurden die gigantischen Glaspaläste vor allem von dem Heer an Tagelöhnern, das Tag für Tag in die russische Hauptstadt strömt. Die Gastarbeiter schuften für Hungerlöhne, seit der Finanzkrise oft ganz umsonst. Während sie am Rand der Gesellschaft zu überleben versuchen, kennt selbst in der momentanen Finanzkrise die Moskauer High Society keine Geldnöte. Zumindest spricht hier keiner davon. Der Krise zum Trotz fand auch die Millionärsmesse in Moskau wieder regen Zulauf. Wobei die Wirtschaftskrise hier ihre Spuren hinterlässt, das Geld nicht mehr ganz so locker sitzt. Christoph Wanner hat sich umgesehen in der russischen Hauptstadt.

11:25 - 11:50, H3
Reise ins Innere der Alpen fauna.gif (2335 Byte)

In den Berchtesgadener Alpen suchen Höhlenforscher die tiefste Höhle Deutschlands. Andreas Kücha, einer der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Höhlenforscher, hat die 'Aufreißer-Höhle' auf der Reiteralm schon vor 19 Jahren entdeckt. 600 Meter tief sind er und seine Kollegen schon eingedrungen. Lange Zeit lag die Höhle auf Rang zwei der tiefsten deutschen Höhlen, jetzt soll endlich der Durchbruch geschafft werden. Bei ihrer letzten Expedition sind die Forscher an einer Engstelle gescheitert. Gelingt ihnen dieses Mal der Schritt ins 'Neuland' - an Orte, die bisher noch kein Mensch betreten hat? Doch schon der Aufstieg zum Höhleneingang auf 2.050 Meter ist anstrengend und gefährlich. Ein plötzlicher Wintereinbruch Anfang September macht die Kletterei zu einem Schweiß treibenden Roulette. Trotz der schlechten Witterungsverhältnisse wagen die Forscher den Einstieg in die Höhle. Sollten sie tatsächlich den tiefsten Punkt der Höhle erreichen, dann ist erst die Hälfte der Aufgabe geschafft, und der Rückweg ist noch viel anstrengender: Da die Felswände zu steil zum Klettern sind, kommen die Männer nur mit Tausenden Klimmzügen am Seil wieder zurück ans Tageslicht. Filmautor Claus Hanischdörfer hat mit seinem Team die abenteuerliche Expedition begleitet. Die beiden Kameramänner Jochen Schmoll und Daniel Bartsch sind mit in die Tiefen der Höhle vorgedrungen.

reise3.jpg (46470 Byte)

11:30 - 12:00, RBB
Auf der Korallenroute durch die Südsee ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Von Neuseeland über Fidschi und Samoa nach Tahiti: ARD-Korrespondent folgt der Route der legendären Flugboote der 50er-Jahre, berichtet über Bilderbuchlagunen und glückliche Insulaner.

korallen.jpg (26233 Byte)

13:15 - 14:00, 3SAT
Auf dem Dach der Welt fauna.gif (2335 Byte)

Kopfschmerz, Schwindel, Müdigkeit - eine Klettertour 'auf dem Dach der Welt' ist kräftezehrend. Kein Wunder: Die schneebedeckten Gipfel des Pamirgebirges ragen bis zu 7719 m in den Himmel. Im August '02 erforschten deutsche Wissenschaftler auf 4000 m Höhe Tiere und Pflanzen der Pamir-Wüste - die erste Expedition westlicher Wissenschaftler seit 1927!

welt11.jpg (47281 Byte)

13:30 - 14:00 NDR
Eisenbahn-Romantik bahn.jpg (2944 Byte)

Weltberühmt sind die amerikanischen Diesel-Lokomotiven mit einer Farbgebung in Rot und Silber und einem gelben Kreuz mit dem Kürzel 'ATSF' an der Front, das so genannte 'Warbonnet'-Design. Es war auch im Ausland jahrzehntelang der Inbegriff einer amerikanischen Lok. 'ATSF' ist die Abkürzung für 'Atchison, Topeko & Santa Fe Railroad', die Bahngesellschaft, die jeder nur 'Santa Fe' nannte. Deren Züge waren seit 1859 im Südwesten der USA unterwegs, in Arizona, Colorado und New Mexico, später auch in Texas. 'Santa Fe' war eine der ersten Bahngesellschaften in den USA, die auf Dieselkraft setzten, das war 1937. Auch in den 1950er-Jahren war sie Vorreiterin, indem sie im Personenverkehr luxuriöse Doppelstockwagen einsetzte. Doch wirtschaftliche Schwierigkeiten machten auch vor der Bahnlegende nicht Halt. Die Bahngesellschaft fusionierte 1997 mit der 'Burlington Northern' zur 'BNSF'.

14:00 - 14:45, 3SAT
Glühende Landschaften fauna.gif (2335 Byte)

Traumhafte Badestrände mit türkisblauem Meerwasser und grünen Hügeln, malerische Buchten - dazu Sonnengarantie von April bis Oktober. Nach wie vor gehören Spanien, Italien und Griechenland zu den Topreisezielen der Deutschen. Doch immer häufiger finden sich nicht weit von den Touristenorten entfernt ausgetrocknete Felder und versalzte Böden. Der Hauptgrund ist die Ausbeutung der Wasserressourcen durch Industrie, Landwirtschaft und Tourismus. Die Wissenschaftler warnen: Weite Teile des Mittelmeerraums drohen zu verwüsten.Um das zu verhindern, arbeiten Forscher aus Südeuropa an verschiedenen Lösungsansätzen. So könnte beispielsweise mit Hilfe solarthermischer Anlagen Sonnenenergie verwendet werden, um Wasser zu entsalzen. Meerwasser wird zu Süßwasser für die Bewässerung. Auch die Umstellung auf besonders angepasste Obst- und Gemüsesorten wäre eine Möglichkeit. Außerdem müsste die Viehwirtschaft reduziert werden, weil Ziegen und Schafe die Böden kahl fressen und so die Erosion fördern. Alles zusammen könnte noch helfen, um die Schönheit unserer südlichen Urlaubsländer auf Dauer zu bewahren.

Der Film 'Glühende Landschaften' berichtet von der Ausbeutung der Wasserressourcen des Mittelmeerraums und zeigt Lösungsansätze.

14:00 - 14:45, Arte
Auf den Gipfeln der Welt ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Schwindelerregend hohe, mystische Berge bedecken zwei Drittel des nördlichen vietnamesischen Staatsgebietes an der Grenze zum großen Nachbarn China. Das Yunnan-Karstgebirge ist geprägt von zahllosen, Zuckerhüten gleichenden Bergen. In den sie umgebenen Talkesseln und am Fuße der höchsten Erhebung der Region, dem 3.143 Meter hohen Phan Xi Pang, leben verschiedene Ethnien, unter anderem die Völker der Hmong, der Yi und der Yao. Die Hmong leben im Herzen eines grünen Dschungels, obwohl der Name des Volkes wörtlich übersetzt 'Volk der Berge' lautet. Die Hmong leben in erster Linie von der Fischerei, vom Sammeln von Arzneipflanzen, vom Ackerbau auf künstlich angelegten Terrassen und von der Herstellung kunstvoller Pferdesättel. Seit einiger Zeit ist in diesem Landstrich auch eine Zunahme des Ökotourismus zu beobachten.

vietnam1.jpg (22832 Byte)

14:15 - 15:00, H3
Das Abenteuer der Eisbärenkinder fauna.gif (2335 Byte)

Herausragende Bilder und spannende Geschichten verspricht NDR-Redaktionsleiter Jörn Röver : 'Für ,Erlebnis Erde' picken wir die besten Dokus heraus, die von den Sendern der ARD in diesem Jahr produziert werden; aber auch die gelungensten Produktionen des Weltmarktes.' Rund um den Globus waren die Teams im Einsatz - tauchten in Spezialanzügen 300 Meter tief durch Unterwasserwelten, befestigten Mini-Kameras an Elefantenrüsseln, erkletterten aktive Vulkane und heilige Berge. Den Auftakt macht der preisgekrönte Tierfilmer Thomas Behrend: In der Arktis entdeckte er eine Eisbärin, die drei Junge aufzieht - eine Seltenheit in der lebensfeindlichen Region. Fast nebenbei kommen Behrend Wale und Robben vor die Linse - und der seltene Eishai, der in 2000 m Tiefe lebt. -

Info: Der Eishai galt bislang als träger Aasfresser. 1998 filmten US-Forscher das erste lebende Exemplar: Die Tiere entpuppten sich als intelligente Jäger von Robben und Fischen.

kinder.jpg (39267 Byte)

14:15 - 15:00, NDR
Bilderbuch fauna.gif (2335 Byte)

Hundert Kilometer südöstlich von Berlin erstreckt sich auf etwa 480 Quadratkilometern eine in Mitteleuropa einmalige Kulturlandschaft, der Spreewald. Die beliebteste Brandenburger Region wird jährlich von 2,5 Millionen Touristen besucht, die sich in Kähnen durch die Kanäle staken lassen, Gurken kosten und sorbische Bräuche bewundern. Doch das 'ländliche Venedig' Brandenburgs ist eine fragile Idylle. Die intensive Landwirtschaft zurückliegender Jahrzehnte haben ein schwieriges Erbe hinterlassen. Das Wegbrechen großer Wirtschaftszweige wie die Kohle- und Textilindustrie hatten eine hohe Arbeitslosigkeit zur Folge, die die private Landwirtschaft und der Tourismusboom nicht auffangen konnten. So kehrten viele junge Leute der Region den Rücken. Der Film erzählt von jungen Existenzgründern und Ideengebern, die dennoch blieben.

spree.jpg (49337 Byte)

14:45 - 15:00, 3SAT
Im Rhythmus der Wüste ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Der Tahat ist mit über 3.000 Metern der höchste Berg des Hoggargebirges im Süden Algeriens. Dort leben überwiegend Tuaregs, die auch die Expedition in die Wüste Sahara und das Kameltrekking durch das Südalgerische Hoggargebirge leiten. Die Teilnehmer erleben Einiges: Von atemberaubenden Landschaften bei der Bergbesteigung oder beim Ritt mit dem Dromedar bis zum Nachtlager oder der Morgentoilette in der Wüste. Ein Genuss wird der Aufenthalt in der größten Oase des Hoggargebirges, in der Handels- und Touristenstadt Tamanrasset.

Der Film 'Im Rhythmus der Wüste' hat die außergewöhnliche Kameltrekkingtour durch das Südalgerische Hoggargebirge begleitet.

15:00 - 15:30, 3SAT
Die Kamele des Beduinen fauna.gif (2335 Byte)

Als der Mensch vor 5.000 Jahren die Kamele zähmte, gewann er den besten Gefährten für die Wüste, den es gibt: Kamele können wochenlang ohne Wasser auskommen, tragen Lasten durch glühende Hitze und sind ausdauernde Reittiere. Das Leben der Beduinen ist bis heute aufs Engste mit der Haltung von Kamelen verknüpft. Sie halten sie nicht nur als Last- oder Reittiere, sondern trinken auch ihre Milch und essen ihr Fleisch.

Der Film 'Die Kamele des Beduinen' begleitet die Beduinen und ihre Kamele durch die Wüste.

wuste1.jpg (29598 Byte)

15:15 - 16:00, NDR
Die schwimmenden Dörfer der Kutai ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Sie leben auf dem Wasser: die Kutai im Innern Borneos. Sie sind die Nachkommen eines Volkes, das vor Jahrhunderten von See her eingewandert ist. Ausgerechnet im riesigen Überschwemmungsgebiet des Mahakam haben sie sich niedergelassen - in einzigartigen schwimmenden Dörfern. Wegen des ständig schwankenden Wasserstandes schwimmen ihre Häuser auf fest vertäuten Baumstämmen. Nicht nur die Wohnhäuser schwimmen, auch Sägewerke oder Bootswerften. Die Händler bieten ihre Waren vom Boot aus an. Nur die Moschee und die Schule stehen auf festem Boden. In einem dieser schwimmenden Dörfer lebt Demong, der täglich mit seinem Sohn in den überfluteten Wäldern und in den flachen Seen Reusen aufstellt oder die Fische nachts im Schein der Petroleumlampe harpuniert. Dort lebt auch Maxi, der in der Sumpflandschaft Affenfallen aufstellt oder mit bloßen Händen Pythons und Wasserschlangen fängt. Das Filmteam hat Demong, Maxi und den Dorflehrer mehrere Wochen lang in ihrem Leben auf dem Wasser begleitet. Es war mit ihnen und ihren Familien auch in der Schule, auf einer Hochzeit, in der Moschee. Mindestens in einem Punkt hat es die Kutai beneidet: Wenn eine Familie sich von der lauten Musik der Nachbarn gestört fühlt, stakt sie ihr Haus einfach an eine andere Stelle.

kutai.jpg (30462 Byte)

15:15 - 16:00, WDR
Inseln des Mittelmeeres

Kreta ist die südlichste Mittelmeerinsel, zwischen Europa, Asien und Nordafrika gelegen. 600.000 Menschen leben auf der größten griechischen Insel. 245 Kilometer Luftlinie trennen West- und Ostküste. Die Nordküste der Insel ist fest in der Hand der Touristen. Abseits vom Rummel aber gibt es immer noch viele Möglichkeiten, die Seele Kretas zu entdecken. Zum Beispiel im größten Kloster der Insel, Agia Triada. Die Mönche hier leben von Öko-Landwirtschaft. Dazu gehört, dass der Abt es sich nicht nehmen lässt, selbst auf den Traktor zu steigen, wenn Weinernte ist. Die Produkte des Klosters werden in ganz Europa, aber auch im kleinen Klosterladen verkauft. Wer das echte Kreta erleben möchte, muss auf den Psiloritis fahren. Hier, wo die All-Inclusive-Urlauber selten hinkommen, sind die alten Traditionen noch lebendig. Bei Hochzeiten werden Freudenschüsse aus Maschinengewehren abgefeuert. Sie sollen zeigen, dass die Kreter stets wehrbereit sind. Sie sind aber auch heftig umstritten, weil sie schon Tragödien ausgelöst haben. 'Hier oben gilt noch das Ehrenwort', sagt der Pfarrer von Anoiga, im Nebenberuf Zeitungsverleger und Präsident des örtlichen Fußballvereins, auch er ein Waffenfreund, wie jeder hier. Im Dorf nebenan wurden zuletzt Polizisten niedergeschossen, als sie dem Drogen- und Waffenhandel ein Ende bereiten wollten. Ein Streifzug über die Insel abseits der Touristenpfade, eine Begegnung mit einem Fischer, einem Stiefelmacher und Menschen, die etwas gegen die Entvölkerung der Dörfer tun wollen.

kreta1.jpg (47460 Byte)

15:30 - 16:15, 3SAT
unterwegs 

Moderatorin Andrea Jansen geht auf Entdeckungstour durch New York: Im Finanzbezirk ganz im Süden von Manhattan schlägt das Herz des Weltfinanzzentrums. In der New York Stock Exchange, der weltgrößten Aktienbörse an der Wall Street, trifft sie einen alteingesessenen Broker. Mit dem einzigen Imker von Manhattan erkundet Andrea Jansen die Dächer der Metropole und erntet echten New Yorker Honig. In der Lower Eastside geht sie mit einem renommierten Fotografen und Musikproduzenten auf Fototour und entdeckt die New Yorker Subkultur. Das ehemalige Einwandererviertel gilt als beispielhaft für die raschen Veränderungen, die New York ausmachen. In Brooklyn trifft Andrea Jansen eine Schweizer Designerin, die mit ihrem Designblog für Furore sorgt. Gemeinsam gehen die beiden auf Einkaufstour. Denn New York ist nach wie vor Shoppingziel Nummer eins. Mit der Bahn verlässt die Moderatorin die Stadtgrenze und fährt nach New Jersey. Dort wird sie von einer Pferdetrainerin in die Welt des Rennsports eingeführt und versucht anschließend ihr Glück am Wettschalter. 'Unterwegs - New York' geht auf Entdeckungstour durch den 'Big Apple'.

16:15 - 17:00, 3SAT
Djenné - Stadt am Ufer der Wüste ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) unesco.gif (2965 Byte)

Die älteste Metropole Westafrikas existiert seit rund 2300 Jahren. Djenné, im Nigerdelta gelegen, diente früher als Drehscheibe für Sklaven, Gold und Feuerwaffen. Heute leben die Bewohner als Fischer, Hirten und Bauern. Der Fluss Bani liefert den wichtigsten Baustoff: Aus Lehm fertigen die Menschen luftgetrocknete Ziegel für ihre Häuser an.

stadt2.jpg (48960 Byte)

16:50 - 17:35, Arte
China - Im Land der Dong ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Millionen von Jahren alte Karstlandschaften, in Nebel gehüllte Gipfel, beeindruckende Wasserfälle: Die chinesische Provinz Guizhou übt von jeher eine unbeschreibliche Faszination auf Abenteurer und Anthropologen aus. Die Region ist die Wiege einer der ältesten Zivilisationen Südwestchinas, der Dong. Ihr Land trägt den Beinamen 'Ozean der Lieder', denn alte Mythen und Traditionen sind hier auch heute noch wesentlicher Bestandteil des täglichen Lebens. Sie werden mündlich überliefert und spielen eine große Rolle für den Erhalt der kulturellen Identität der Dong. Seit Generationen lebt dieses Volk in großer Harmonie mit der sie ernährenden 'Mutter Erde', für die es eine tiefe Achtung empfindet.

land5.jpg (34372 Byte)

17:00 - 17:45, 3SAT
Hinter dem Horizont ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) unesco.gif (2965 Byte)

Timbuktu - seit Jahrhunderten entfacht der Name Gier und Neugier der Europäer. In der 'Stadt der 333 Heiligen' tauschten Händler Gold und Sklaven von der Elfenbeinküste gegen Salz aus der Sahara. Für Europa lag Timbuktu lange Zeit hinter dem Horizont, am Ende der Welt. Historische Tatsache jedoch ist, dass im Gebiet des Nigerbogens im heutigen Mali eine blühende Hochkultur existierte, als Europa noch im düsteren Mittelalter gefangen war. Thomas Wartmann und Thomas Riedelsheimer zeigen in der zweiteiligen Dokumentation 'Hinter dem Horizont' den europäischen Blick auf das Nigerdelta - von den sagenhaften Berichten in der Antike bis hin zum zeitgenössischen Tourismus - und stellen diesen kritisch in Frage. Der erste Teil der Dokumentation führt von der alten Handelsstadt Djenné, wo das weltgrößte Lehmgebäude der Welt, die Grande Mosquée, an die architektonische Pracht aus den goldenen Zeiten Malis erinnert, nach Mopti, dem Venedig Afrikas.

17:45 - 18:30, 3SAT
Hinter dem Horizont ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) unesco.gif (2965 Byte)

Timbuktu - seit Jahrhunderten entfacht der Name Gier und Neugier der Europäer. In der 'Stadt der 333 Heiligen' tauschten Händler Gold und Sklaven von der Elfenbeinküste gegen Salz aus der Sahara. Für Europa lag Timbuktu lange Zeit hinter dem Horizont, am Ende der Welt. Historische Tatsache jedoch ist, dass im Gebiet des Nigerbogens im heutigen Mali eine blühende Hochkultur existierte, als Europa noch im düsteren Mittelalter gefangen war.

Thomas Wartmann und Thomas Riedelsheimer zeigen in der zweiteiligen Dokumentation 'Hinter dem Horizont' den europäischen Blick auf das Nigerdelta - von den sagenhaften Berichten in der Antike bis hin zum zeitgenössischen Tourismus - und stellen diesen kritisch in Frage. Im zweiten Teil geht die Reise mit der Piroge auf dem Niger weiter von Mopti ins sagenumwobene Timbuktu. In der islamischen Welt des 14. und 15. Jahrhunderts war Timbuktu für seine Korangelehrten und seinen sagenhaften Reichtum bekannt.

18:05 - 19:00, Arte
Wilde Pferde im Donaudelta fauna.gif (2335 Byte)

Mugur Pop ist Pferdezüchter aus Leidenschaft. Seit er denken kann, bestimmen die Vierbeiner sein Leben. Ganz besonders liegen ihm die Herden wilder Pferde am Herzen, die seit dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems in Rumänien im Donaudelta leben. Forscher vermuten, dass diese Pferde inzwischen eine neue Rasse gebildet haben. Doch die Zukunft der Tiere ist bedroht. Umweltschützer behaupten, dass der einzigartige Letea-Wald im Donaudelta, der mit seinen Lianen, Eichen und Birken als nördlichster tropischer Urwald Europas gilt, von den Pferden zerstört wird. Deshalb drängen sie die rumänische Regierung zum Handeln. Die Tiere sollen gefangen oder zumindest in ihrem Bestand reduziert werden. Doch Pferdeexperte Mugor Pop ist davon überzeugt, dass die Tiere und der Wald nebeneinander existieren können. Zusammen mit dem Tierarzt Stefan Raileanu sucht er nach Lösungen zur Rettung der Pferde. So begleitet Mugor Pop einige Jugendliche aus dem Dorf Letea bei ihrer Jagd auf neue, billige Arbeitstiere. Er beobachtet, wie sie die Tiere in einem halsbrecherischen Unternehmen einfangen und anschließend gefügig machen. Das geht für die Pferde nicht immer ohne Verletzungen vor sich. Deshalb versucht Mugor Pop, den Jugendlichen sanftere Dressurmethoden beizubringen und Verständnis für die Pferde zu wecken. Er wünscht sich sehnsüchtig die Unterstützung der Einheimischen bei seinem Kampf gegen die Behörden und die allein auf die Rettung des Waldes konzentrierten Umweltschützer.

pferd.jpg (30791 Byte)

19:30 - 20:15, Arte
Flüsse der Welt ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte) unesco.gif (2965 Byte)

Der Colorado entspringt in den Rocky Mountains, im US-Bundesstaat Colorado. Bis er in Mexiko in den Pazifik mündet, legt er mehr als 2300 Kilometer zurück. Auf seinem Weg durch den amerikanischen Westen passiert der majestätische Fluss Monument Valley, dessen Steinformationen zu den ältesten der Erde gehören. Weiter gehts durch zahlreiche Schluchten, darunter Marble Canyon und Grand Canyon.

Den deutschen Kommentar spricht Christian Brückner (66), Synchronstimme von Robert De Niro und einer der renommiertesten Sprecher Deutschlands.

welt10.jpg (56538 Byte)

20:15 - 21:00, Phoenix
Das Jahr der Wildnis fauna.gif (2335 Byte)

In den Monaten April bis Juni treten die Kontraste zwischen den verschiedenen Lebensräumen deutlich zutage. Denn während in einigen Teilen der Erde die Natur erst wieder zu erwachen scheint und die Zeit der Fortpflanzung beginnt, geht im Süden Afrikas der Herbst in den Winter über, und Thailand befindet sich mitten in der hochsommerlichen Hitze. Die verschiedenen Momentaufnahmen aus der Welt der Tiere zeigen geschäftiges Treiben: Erdmännchen in der südafrikanischen Wüste hüten den Familiennachwuchs, in Thailand sucht eine Kolonie Flughunde Schutz vor der Sonne, in Botsuana wird ein junger Löwe von seiner Mutter ins Rudel eingeführt. Für Tausende von Meeresraubtieren beginnt die große Jagd auf Sardinen, die sich in riesigen Schwärmen an der Küste Südafrikas auf ihrer jährlichen Wanderung befinden. Die Langzeitdokumentation 'Das Jahr der Wildnis' zeigt beeindruckende Naturschauspiele unseres Planeten im Verlauf eines Jahres, gefilmt von acht Kamerateams. Sie zeigt, was der Wechsel der Jahreszeiten in allen Teilen der Erde für die Tier- und Pflanzenwelt bedeutet und bietet faszinierende Einblicke in den farbenfrohen Kreislauf der Natur.

wildnis1.jpg (41368 Byte)

21:30 - 22:00, 3SAT
Öl und doch kein Ende? wissenschaft.gif (2377 Byte)

Russische Wissenschaftler stellen eine gewagte Theorie auf: Erdöl stamme nicht aus Millionen Jahre alten Zersetzungsprozessen, sondern entstehe unter der Erdkruste ständig neu. 'hitec' forscht nach.

ol.jpg (21169 Byte)

22:00 - 22:45, WDR
Bedrohte Paradiese fauna.gif (2335 Byte)

Mallorca, Ibiza und zunehmend auch Menorca sind die Lieblingsinseln deutscher Urlauber. Neben Millionen Touristen, die Jahr für Jahr kommen, haben 60.000 Deutsche ihren Wohnsitz auf Mallorca. Man spricht Deutsch: Überall gibt es deutsche Wirte, deutsche Bäcker, deutsche Kliniken und deutsche Immobilienmakler. Fernab der überfüllten Küsten bieten Mallorca und die Balearen unberührte Natur, wilde Berglandschaften und idyllische Dörfer. Ein bedrohtes Paradies: Vor allen auf Mallorca wird das Trinkwasser inzwischen knapp. Immer neue Hotels und Golfplätze, die täglich bewässert werden müssen, sind die Ursache. In den Sommermonaten muss Trinkwasser mit Tankschiffen vom spanischen Festland herbei transportiert werden. Ausreichend Kläranlagen fehlen an vielen Orten. Dramatisch ist die Umweltzerstörung auch auf Ibiza. Ökologisch wichtigen Seegraswiesen verschwinden durch die Meeresverschmutzung, zahlreiche Pflanzenarten sind beinahe ausgerottet. Seit Jahren schon verlagert sich der Tourismus zunehmend nach Menorca. Mehr und mehr strömen die Touristen in die hier noch vorhandenen einsamen Badebuchten. Flächendeckend entstehen auch dort riesige Appartement- und Hotelanlagen. Gemeinsam mit dem Meeresbiologen Dr. Robert Hofrichter und dem Tauchkameramann Jörg Matzky zeigen die story-Autoren die einmalige Naturschönheit über wie unter Wasser. Sie dokumentieren die Folgen des Massentourismus, sprechen mit politisch Verantwortlichen und spanischen Umweltschützern, die inzwischen nicht nur auf Mallorca mobil machen.

malle.jpg (35753 Byte)

23:00 - 01:20, NDR
Das Geisterhaus film.gif (3907 Byte)

Chile 1973: Kurz nach dem Militärputsch kehrt der despotische Großgrundbesitzer Esteban Trueba (Jeremy Irons) als alter Mann auf sein Landgut 'Tres Marias' zurück. In Rückblenden erinnert er sich an 50 Jahre seines bewegten Lebens: an seine tragische Liebe zu der fragilen Rosa (Teri Polo), die er als junger Mann durch einen Giftanschlag verlor; an seine Hochzeit mit ihrer übersinnlich begabten Schwester Clara (Meryl Streep); an das tragische Leben seiner in Clara verliebten Schwester Férula (Glenn Close) und an die Auseinandersetzungen mit seiner aufmüpfigen Tochter Blanca (Winona Ryder), die sich ausgerechnet in den Revolutionär Pedro (Antonio Banderas) verliebt.

Mit fast vier Mio. Kinobesuchern in Deutschland ein Hit. In den USA hingegen wurde der Film bereits nach wenigen Tagen wieder aus dem Programm genommen.

putsch.jpg (28468 Byte)

23:30 - 23:55, Arte
Sommer, Sonne, Strand!

Im Vietnamkrieg diente Danang den Amerikanern als Marine- und Luftwaffenstützpunkt, weil die Stadt genau in der Mitte des Küstenstreifens zwischen Nord- und Südvietnam liegt. An diese Zeit erinnern heute nur noch wenige herumstehende Panzer. Zwar weht überall die Fahne des siegreichen kommunistischen Vietnams, doch das Land ist dabei, sich auszusöhnen. Und egal, ob jemand früher Vietcong oder ein Freund der Amerikaner war, alle wissen, dass das Meer die Quelle des derzeitigen und des zukünftigen Wohlstands ist. Während die traditionellen Fischer sich Sorgen um ihre wirtschaftliche Zukunft machen, beginnen Strandressorts und andere Luxushotels, die wunderschöne Küste von Danang in Besitz zu nehmen. Die einst als Boat-People aus dem Land Geflüchteten kommen zurück, und die jungen Vietnamesen lernen westliche Tänze und Sprachen. An den Stränden von Danang, dem neuen Eldorado Vietnams, sind alle bereit, sich hemmungslos dem Handel und dem Tourismus zu verschreiben.

sommer2.jpg (47518 Byte)

(C) erdkunde-wissen.de. Konzept, Gestaltung und Redaktion: erdkunde-wissen.de. Nachdruck, Weiterverarbeitung, Weitergabe an Dritte sowie Veröffentlichung nur mit schriftlicher Genehmigung. Keine Haftung für falsche Angaben, keine Gewähr über die Richtigkeit der Informationen. Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik? Mailen Sie uns einfach.