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| Montag, 26.07.2010 |
| 03:35 - 04:20,
Phoenix |
| Frühling für St. Petersburg
In keiner Stadt Europas wurde im Jahr 2003 so viel gehämmert, geschraubt und
gesägt wie in St. Petersburg. Hinter den Kunststoffplanen und Gerüsten, die Kirchen,
Schlösser und Monumente verhüllten, wurde fieberhaft gearbeitet, als sei der 300.
Stadtgeburtstag doch etwas überraschend gekommen. Die Stadt gab sich alle Mühe, zum
Jubiläum ein würdiges Bild zu bieten. Doch die in Jahrzehnten gerissenen Wunden des
Verfalls sind zu tief, als dass schneller Eifer sie heilen könnte. Gleichwohl stand St.
Petersburg vor einem Fest, das der Stadt viel vom alten Glanz zurückgegeben hat. 300
Jahre Stadtgeschichte - im europäischen Konzert der Metropolen mehr Wimpernschlag denn
Ewigkeit. Keine Stadt in Russland, die mehr gezeichnet ist als diese von den Höhen und
Abgründen der Geschichte. Keine russische Stadt, die dem Westen näher war, und keine,
auf deren Glanz so viel Schatten fiel, nachdem die Revolution sie aus dem
verheißungsvollen Weg ihrer Geschichte riss. Gerade weil Bürgertum und gebildete
Oberschicht so tief verwurzelt waren, trafen Missachtung und Verfolgung durch die
Bolschewiken die einstige europäische Metropole besonders hart. Die dunkelsten Tage aber
erlebte die Stadt, als die deutsche Wehrmacht sie im Zweiten Weltkrieg fast drei Jahre
lang belagerte und Hunderttausende an Kälte und Hunger starben. Heute empfinden viele
Bürger es schon als Gnade des Schicksals, dass ihre Stadt wieder St. Petersburg heißen
darf, nachdem sie fast siebzig Jahre unter dem Namen Leningrad ein Vermächtnis tragen
musste, das die Stadt wie im Würgegriff hielt. Als Peter der Große vor dreihundert
Jahren in den Sümpfen an der Mündung der Newa zuerst eine Festung und dann eine
prächtige Stadt erwachsen ließ und sie zur Hauptstadt machte, wollte er damit ganz
Russland einen neuen Wegweisen. Der junge Herrscher hat das Fenster zum Westen geöffnet.
Die Stadt war nicht nur architektonisch eine Absage an die sonderlichen, mittelalterlichen
Gepflogenheiten, die das Leben in Moskau und seinem großen Reich prägten. Nach
dreihundert Jahren, in denen St. Petersburg zur Bühne für die dramatische russische
Geschichte wurde, ist die Stadt wieder frei, eine Rolle für sich zu finden. Schon wer im
Hubschrauber die Stadt überfliegt, erliegt dem verführerischen Glanz des alten
Stadtzentrums. Man blickt auf eine Perle europäischen Städtebaus. Gerade weil die
kommunistischen Herrscher in Moskau sie nicht schätzten, blieben ihr brutale
städtebauliche Eingriffe, mit denen die Parteichefs sich gerne Denkmäler setzten,
erspart. Aber dem Auge des Betrachters bleiben die großen Industriebrachen nicht
verborgen, auf denen nach dem Fall des Kommunismus das wirtschaftliche Leben
zusammenbrach. Um das Zentrum der Stadt erheben sich wie Gebirge die Wohnsilos der
Vorstädte. St. Petersburg ist auch ein urbaner Moloch, in dem rund fünf Millionen
Menschen leben, die weit überwiegende Mehrheit von ihnen geplagt von den Nöten der
Umbruchszeit in Russland. Böse Zungen nennen St. Petersburg heute die russische
Hauptstadt der Kriminalität. Das Herz der Stadt aber schlägt wieder auf dem Newski
Prospekt. Keine andere Straße in Russland lädt so sehr zum Spazieren und Schauen ein.
Die bunten Fassaden aus der Zeit des Jugendstils nebenklassizistischen Palästen, die
Geschäfte, die eben nicht nur mitwestlichen Luxuswaren locken, die unendliche Zahl an
Cafés und Restaurants. Dirk Sager hat St. Petersburg durchstreift und eine Metropole
gefunden, die heute wieder Russlands Fenster zum Westen ist. Er berichtet von altem Glanz
und neuer Hoffnung und von den Menschen, die die Stadt der Zaren selbstbewusst Richtung
Zukunft führen und St. Petersburg einen neuen Frühling bescheren.

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| 04:20 - 05:05,
Phoenix |
Metropolis - Die Macht der
Städte  Vierteilige Reihe über beeindruckende Städte, die
Geschichte geschrieben haben: Athen, die Geburtsstätte der Demokratie; Alexandria, die
Stadt des Wissens; Karthago, die Stadt der Seefahrer; und Rom, das Zentrum der antiken
Welt. Die Kombination von aktuellen und historischen Aufnahmen, Spielszenen und
Computeranimationen ermöglicht eine Zeitreise der besonderen Art.

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| 05:05 - 05:50,
Phoenix |
Metropolis - Die Macht der
Städte  Für die antike Welt war Alexandria eine Stadt voller
Wunder und Geheimnisse. Direkt an der Einfahrt zum Handelshafen der Metropole erhob sich
eines der Sieben Weltwunder, der gigantische Leuchtturm 'Pharos'. Mit seinen 140 Metern
Höhe war er das höchste Gebäude der Antike und praktisch der erste Wolkenkratzer
überhaupt. Unvorstellbare Schätze barg die sagenhafte Bibliothek Alexandrias. Hier wurde
das gesammelte Wissen des Altertums aufbewahrt, 700 000 Schriftrollen in allen damals
bekannten Sprachen sollen sich in den Regalen befunden haben. Hier forschten und
unterrichteten die berühmtesten Gelehrten ihrer Zeit: Archimedes, Euklid und
Erathostenes, der bereits herausgefunden hatte, dass sich die Erde um die Sonne dreht.
Schon die Gründung der Stadt soll auf ein Wunder zurückgehen. Alexander der Große hat
demnach von einer Traumgestalt den Hinweis erhalten, wo er seine Königsstadt errichten
soll. Neuere Grabungen bestätigen zumindest, dass die Baumeister von Alexandria durchaus
Visionäre waren. Die griechische Siedlung auf ägyptischem Boden war komplett 'auf dem
Reißbrett' entstanden. 331 vor Christus gab Alexander den Bau in Auftrag, und schon
wenige Jahrzehnte später lebten rund eine halbe Million Menschen in der aufstrebenden
Metropole. Nichts wurde dem Zufall überlassen. Die großen Verkehrsadern waren mit 30
Metern Breite so großzügig ausgelegt, dass noch heute der Verkehr an gleicher Stelle
ungehindert fließen kann. Bevor die Gebäude errichtet und die Straßen gebaut werden
konnten, wurde ein Wasserleitungssystem in den felsigen Untergrund geschlagen - eine
baugeschichtliche Meisterleistung. Vermutlich planten und überwachten die Architekten
dieser frühen 'Megacity' die Bautätigkeit von einer kleinen vorgelagerten Insel aus:
Nelson Island. Die beiden Autoren Manfred Baur und Hannes Schuler begleiteten den
italienischen Archäologen Professor Gallo, der als erster Forscher seit Jahrzehnten das
winzige Eiland untersuchen darf. Die Insel war lange Zeit militärisches Sperrgebiet. Das
ZDF-Team zeigt die ersten Bilder der frühesten Anfänge Alexandrias. Auch in dieser Folge
inszenieren die beiden Autoren das Schicksal einer berühmten Person der Stadt. Der
römische Gelehrte Hygienus überlieferte die Geschichte der jungen Athenerin Agnodike.
Sie kommt in das moderne, weltoffene Alexandria, um hier Medizin zu studieren.

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| 05:50 - 06:30,
Phoenix |
Metropolis - Die Macht der
Städte  Im Frühjahr 146 vor Christus machten die Römer
Karthago dem Erdboden gleich. So steht es in den Geschichtsbüchern, und kaum jemand
erinnert sich an mehr, wenn von der ehemaligen punischen Hauptstadt die Rede ist. Dabei
geriet eine der glanzvollsten Metropolen der Antike völlig zu unrecht in Vergessenheit.
Rund 800 Jahre vor unserer Zeitrechnung von den Phöniziern als Handelsstützpunkt
gegründet, entwickelte sich die Stadt schnell zu einem kommerziellen Zentrum, wo Waren
aus der gesamten antiken Welt gehandelt wurden. Lange Zeit spielte Karthago in der
Forschung eine untergeordnete Rolle. Zu gründlich waren die römischen Legionen bei ihrem
Zerstörungswerk gewesen. Ruinen aus der Blütezeit der Stadt waren entweder völlig
ausradiert oder später überbaut worden. Nur wenige Funde gaben Auskunft über Kleidung
und Kultur, Lebensweise und Glauben der Karthager. Die karthagischen Schriftzeichen sind
zwar die direkten Vorbilder der griechischen und römischen Schrift und damit des modernen
Alphabets, aber nur wenige Textfetzen jener Urschrift sind erhalten. Die wichtigsten
Hinweise auf Karthago und seine Bewohner waren bislang bei römischen Autoren zu finden.
Allerdings erweisen sich die Texte mehr und mehr als Kriegspropaganda, die den Karthagern
wohl in den seltensten Fällen gerecht wird. In den letzten Jahren gelang es einigen
Forschern jedoch, etwas Licht in das Dunkel der punischen Geschichte zu bringen. Professor
Fethi Chelbi vom Nationalmuseum Karthago gelang es beispielweise, einige der Geheimnisse
des raffiniert geplanten Kriegshafens zu lüften. Die runde Militäranlage lag
landeinwärts hinter dem viereckigen Becken für die Handelsschiffe verborgen. Er war mit
einer Mauer umgeben und weder vom Land noch vom Wasser her einzusehen. 220 Rampen waren
hier aufgereiht, von denen Kriegsschiffe in Rekordzeit herunter gelassen werden konnten.
Eine Sensation gelang dem niederländischen Wissenschaftler Roald Docter. Er stieß bei
seiner Suche nach der ehemaligen Stadtmauer Karthagos auf eine Art 'Industrieviertel'. Die
schmutzigen und stinkenden Handwerksbetriebe mussten offenbar vor den Toren der
eigentlichen Stadt bleiben. Häufige Fundstücke in den Ruinen des Außenbezirks waren
Blasebalgdüsen, die erst vor kurzem bei der genauen Untersuchung im Labor ihren Zweck
preisgaben. Offenbar kannten die Karthager bereits ein mehrstufiges Veredelungsverfahren
für Eisen. In den Düsen fanden sich Kalkrückstände, die dazu dienten, Verunreinigungen
des Eisens zu neutralisieren. Dieses Wissen ging mit dem Fall Karthagos verloren und wurde
erst wieder in der vorindustriellen Zeit für die Stahlherstellung eingesetzt. Trotz ihres
großen Wissens und ihrer überragenden Technologie waren die Karthager vor allem
Seefahrer und Händler. Über mehrere Jahrhunderte beherrschten sie den Seehandel auf dem
Mittelmeer und segelten sogar bis nach Westafrika, um Geschäfte zu machen und
Bodenschätze abzubauen. Dabei hafteten Kapitäne und Navigatoren mit ihrem Besitz und
sogar mit ihrem Leben, wenn sie ein Schiff durch Unwetter oder Piraten verloren. Einen
kleinen Einblick in die raue Welt der karthagischen Seeleute erlaubt die Geschichte des
punischen Navigators Mago, der als Schiffbrüchiger nach Karthago zurückkehrte. Weil sein
Geld nicht ausreichte, um die Kaufleute zufrieden zu stellen, die ihm ihre Waren
anvertraut hatten, wurde er als Sklave verkauft und der Erlös unter den Gläubigern
aufgeteilt. Damit ist sein Schicksal aber nicht besiegelt. In einer erfolgsorientierten
Gesellschaft wie der der Karthager war eine schnelle Karriere ebenso möglich wie der
plötzliche Abstieg.

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| 06:30 - 07:15,
3SAT |
Die geheimen Höhlen der
Grafen Bégouën  Tief im Inneren der französischen Pyrenäen haben
Menschen vor 14.000 Jahren beeindruckende Kunstwerke geschaffen. Weite Teile davon sind
bis heute erhalten, doch bislang hatte kaum jemand die Möglichkeit, die einzigartigen
Artefakte der französischen Höhlen zu bestaunen. Denn die Höhlen sind seit Generationen
im Besitz der Familie Bégouën. Das Familienoberhaupt Robert Bégouën wehrt sich - wie
auch schon sein Vater und Großvater - strikt gegen jegliche touristische Nutzung und jede
noch so kleine Veränderung. In Frankreich leben ganze Regionen vom Höhlentourismus. Doch
viele Höhlen haben die Besuchermassen nicht verkraftet. Lascaux etwa, die 'Sixtinische
Kapelle der Steinzeit' mit ihren Stieren, Pferden und Hirschen, musste bereits 1963 wegen
Schimmel- und Algenbefall weitgehend geschlossen werden. Auch Forschung kann gelegentlich
Zerstörung bedeuten: Wo eine archäologische Ausgrabung stattfindet, werden Informationen
gewonnen und gleichzeitig vernichtet. So setzt der Graf von Bégouën alles daran, damit
seinen Höhlen dieses Schicksal nicht widerfährt. Die Dokumentation 'Die geheimen Höhlen
der Grafen Bégouën' von John A. Kantara zeigt beeindruckende Bilder aus den Höhlen nahe
des Flüsschens Volp und den Grafen Bégouën bei seinem Kampf um die Erhaltung der
Höhlen. Die Dokumentation zeigt aber auch andere, zum Teil beschädigte Höhlen - ein
Weltkulturerbe, das erkennbar in Gefahr ist.

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| 06:30 - 07:15,
Phoenix |
Metropolis - Die Macht der
Städte  Schon vor über 2000 Jahren klagten die Römer über
Lärm und Verkehrsstaus. Gesetze verbannten Ochsenkarren tagsüber aus der Metropole,
dafür raubten sie nachts den Anwohnern den Schlaf. Im 2. Jahrhundert war Rom die erste
Millionenstadt der Geschichte. Der Mix aus aktuellen und historischen Aufnahmen sowie
PC-Animationen ermöglicht eine faszinierende Zeitreise.

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| 07:00 - 07:30,
Arte |
Zapping International  Die
Fernsehzuschauer in Kirgistan finden sich mit ihren Sorgen und Nöten anscheinend am
besten in der brasilianischen Telenovela 'The Clone' wieder. Die Liebesgeschichte zwischen
einem Brasilianer und einer Marokkanerin schlägt alle Einschaltrekorde. Ihr Erfolg ist so
groß, dass Hochzeiten in den entlegensten kirgisischen Dörfern momentan ebenso wie in
der Serie ablaufen. Viele Babys werden nach Said und Jadie, den beiden Helden von 'The
Clone', benannt. Es ist wohl vor allem der gemäßigte und mit dem modernen Leben
vereinbare Islam, der den Kirgisen an dieser Serie vom anderen Ende der Welt so gut
gefällt. Doch natürlich findet man beim Zappen auf einem der zehn Sender des Landes auch
hin und wieder eine rein kirgisische Sendung. Beispielsweise 'Saltsanat' auf Kanal 5, in
der es ausschließlich um die kirgisischen Traditionen geht, oder auch 'Bravo', eine Art
'Kirgistan sucht den Superstar'. Der größte Filmerfolg der letzten Zeit war 'Sunduk
Predkov', eine Liebesgeschichte zwischen einem Kirgisen und einer Pariserin. |
| 08:15 - 09:00,
Phoenix |
| Leben auf dem Fluss Die
europäische Binnenschifffahrt hat sich in den letzten Jahren dramatisch verändert. Nach
jahrzehntelangem Niedergang boomt mit dem steigenden Frachtaufkommen in den Seehäfen auch
der Transport auf großen Flüssen und Kanälen. Auf dem Rhein, der Donau und den weit
verzweigten Kanälen Mitteleuropas ziehen die Schiffe im Fünf-Minuten-Takt vorbei. Doch
nicht jeder Binnenschiffer profitiert in gleicher Weise von diesem Aufschwung. Stefan
Pannen und sein Kamerateam begleiten einen niederländischen Binnenschiffer quer durch
Europa von Rotterdam bis kurz vor Wien, der gleichzeitig die Erfordernisse des Berufes mit
dem Familienmanagement in Einklang bringen muss. Peter Krujt, dessen Eltern, Groß- und
Urgroßeltern bereits Binnenschiffer waren, besitzt seit sechs Jahren sein eigenes Schiff.
Die 'MS Gratias' fasst 1.450 Tonnen, ein größeres Schiff wollen die Krujts nicht. Am
liebsten ist Peter Krujt die Strecke vom Rhein zur Donau - zumindest so lange, bis die
Kinder in die Schule kommen. Nach Linz befördert er Erz, bis Wien Sojaschrot, von dort
aus Getreide bis nach Budapest. In die Gegenrichtung dann Mais und Sonnenblumenkerne nach
Amsterdam. Seine Frau Floriane fährt als Steuerfrau mit, Tochter Jacoline (4) und Sohn
Cornej (2) sind auch mit an Bord.

|
| 09:45 - 10:00,
MDR |
| Moskau - Stadt der Kontraste
Unzählige protzige Bürotürme ragen in den Moskauer Himmel, künden von
Reichtum, Macht und Wirtschaftskraft. Gebaut wurden die gigantischen Glaspaläste vor
allem von dem Heer an Tagelöhnern, das Tag für Tag in die russische Hauptstadt strömt.
Die Gastarbeiter schuften für Hungerlöhne, seit der Finanzkrise oft ganz umsonst.
Während sie am Rand der Gesellschaft zu überleben versuchen, kennt selbst in der
momentanen Finanzkrise die Moskauer High Society keine Geldnöte. Zumindest spricht hier
keiner davon. Der Krise zum Trotz fand auch die Millionärsmesse in Moskau wieder regen
Zulauf. Wobei die Wirtschaftskrise hier ihre Spuren hinterlässt, das Geld nicht mehr ganz
so locker sitzt. Christoph Wanner hat sich umgesehen in der russischen Hauptstadt. |
| 11:25 - 11:50,
H3 |
Reise ins Innere der Alpen
 In den
Berchtesgadener Alpen suchen Höhlenforscher die tiefste Höhle Deutschlands. Andreas
Kücha, einer der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Höhlenforscher, hat die
'Aufreißer-Höhle' auf der Reiteralm schon vor 19 Jahren entdeckt. 600 Meter tief sind er
und seine Kollegen schon eingedrungen. Lange Zeit lag die Höhle auf Rang zwei der
tiefsten deutschen Höhlen, jetzt soll endlich der Durchbruch geschafft werden. Bei ihrer
letzten Expedition sind die Forscher an einer Engstelle gescheitert. Gelingt ihnen dieses
Mal der Schritt ins 'Neuland' - an Orte, die bisher noch kein Mensch betreten hat? Doch
schon der Aufstieg zum Höhleneingang auf 2.050 Meter ist anstrengend und gefährlich. Ein
plötzlicher Wintereinbruch Anfang September macht die Kletterei zu einem Schweiß
treibenden Roulette. Trotz der schlechten Witterungsverhältnisse wagen die Forscher den
Einstieg in die Höhle. Sollten sie tatsächlich den tiefsten Punkt der Höhle erreichen,
dann ist erst die Hälfte der Aufgabe geschafft, und der Rückweg ist noch viel
anstrengender: Da die Felswände zu steil zum Klettern sind, kommen die Männer nur mit
Tausenden Klimmzügen am Seil wieder zurück ans Tageslicht. Filmautor Claus
Hanischdörfer hat mit seinem Team die abenteuerliche Expedition begleitet. Die beiden
Kameramänner Jochen Schmoll und Daniel Bartsch sind mit in die Tiefen der Höhle
vorgedrungen.

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| 11:30 - 12:00,
RBB |
Auf der Korallenroute durch
die Südsee  Von Neuseeland über Fidschi und Samoa nach Tahiti:
ARD-Korrespondent folgt der Route der legendären Flugboote der 50er-Jahre, berichtet
über Bilderbuchlagunen und glückliche Insulaner.

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| 13:15 - 14:00,
3SAT |
Auf dem Dach der Welt  Kopfschmerz,
Schwindel, Müdigkeit - eine Klettertour 'auf dem Dach der Welt' ist kräftezehrend. Kein
Wunder: Die schneebedeckten Gipfel des Pamirgebirges ragen bis zu 7719 m in den Himmel. Im
August '02 erforschten deutsche Wissenschaftler auf 4000 m Höhe Tiere und Pflanzen der
Pamir-Wüste - die erste Expedition westlicher Wissenschaftler seit 1927!

|
| 13:30 - 14:00
NDR |
Eisenbahn-Romantik  Weltberühmt sind die
amerikanischen Diesel-Lokomotiven mit einer Farbgebung in Rot und Silber und einem gelben
Kreuz mit dem Kürzel 'ATSF' an der Front, das so genannte 'Warbonnet'-Design. Es war auch
im Ausland jahrzehntelang der Inbegriff einer amerikanischen Lok. 'ATSF' ist die
Abkürzung für 'Atchison, Topeko & Santa Fe Railroad', die Bahngesellschaft, die
jeder nur 'Santa Fe' nannte. Deren Züge waren seit 1859 im Südwesten der USA unterwegs,
in Arizona, Colorado und New Mexico, später auch in Texas. 'Santa Fe' war eine der ersten
Bahngesellschaften in den USA, die auf Dieselkraft setzten, das war 1937. Auch in den
1950er-Jahren war sie Vorreiterin, indem sie im Personenverkehr luxuriöse
Doppelstockwagen einsetzte. Doch wirtschaftliche Schwierigkeiten machten auch vor der
Bahnlegende nicht Halt. Die Bahngesellschaft fusionierte 1997 mit der 'Burlington
Northern' zur 'BNSF'. |
| 14:00 - 14:45,
3SAT |
Glühende Landschaften  Traumhafte
Badestrände mit türkisblauem Meerwasser und grünen Hügeln, malerische Buchten - dazu
Sonnengarantie von April bis Oktober. Nach wie vor gehören Spanien, Italien und
Griechenland zu den Topreisezielen der Deutschen. Doch immer häufiger finden sich nicht
weit von den Touristenorten entfernt ausgetrocknete Felder und versalzte Böden. Der
Hauptgrund ist die Ausbeutung der Wasserressourcen durch Industrie, Landwirtschaft und
Tourismus. Die Wissenschaftler warnen: Weite Teile des Mittelmeerraums drohen zu
verwüsten.Um das zu verhindern, arbeiten Forscher aus Südeuropa an verschiedenen
Lösungsansätzen. So könnte beispielsweise mit Hilfe solarthermischer Anlagen
Sonnenenergie verwendet werden, um Wasser zu entsalzen. Meerwasser wird zu Süßwasser
für die Bewässerung. Auch die Umstellung auf besonders angepasste Obst- und
Gemüsesorten wäre eine Möglichkeit. Außerdem müsste die Viehwirtschaft reduziert
werden, weil Ziegen und Schafe die Böden kahl fressen und so die Erosion fördern. Alles
zusammen könnte noch helfen, um die Schönheit unserer südlichen Urlaubsländer auf
Dauer zu bewahren.
Der Film 'Glühende Landschaften' berichtet von der Ausbeutung der Wasserressourcen des
Mittelmeerraums und zeigt Lösungsansätze. |
| 14:00 - 14:45,
Arte |
Auf den Gipfeln der Welt  Schwindelerregend
hohe, mystische Berge bedecken zwei Drittel des nördlichen vietnamesischen Staatsgebietes
an der Grenze zum großen Nachbarn China. Das Yunnan-Karstgebirge ist geprägt von
zahllosen, Zuckerhüten gleichenden Bergen. In den sie umgebenen Talkesseln und am Fuße
der höchsten Erhebung der Region, dem 3.143 Meter hohen Phan Xi Pang, leben verschiedene
Ethnien, unter anderem die Völker der Hmong, der Yi und der Yao. Die Hmong leben im
Herzen eines grünen Dschungels, obwohl der Name des Volkes wörtlich übersetzt 'Volk der
Berge' lautet. Die Hmong leben in erster Linie von der Fischerei, vom Sammeln von
Arzneipflanzen, vom Ackerbau auf künstlich angelegten Terrassen und von der Herstellung
kunstvoller Pferdesättel. Seit einiger Zeit ist in diesem Landstrich auch eine Zunahme
des Ökotourismus zu beobachten.

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| 14:15 - 15:00,
H3 |
Das Abenteuer der
Eisbärenkinder  Herausragende Bilder und spannende Geschichten verspricht
NDR-Redaktionsleiter Jörn Röver : 'Für ,Erlebnis Erde' picken wir die besten Dokus
heraus, die von den Sendern der ARD in diesem Jahr produziert werden; aber auch die
gelungensten Produktionen des Weltmarktes.' Rund um den Globus waren die Teams im Einsatz
- tauchten in Spezialanzügen 300 Meter tief durch Unterwasserwelten, befestigten
Mini-Kameras an Elefantenrüsseln, erkletterten aktive Vulkane und heilige Berge. Den
Auftakt macht der preisgekrönte Tierfilmer Thomas Behrend: In der Arktis entdeckte er
eine Eisbärin, die drei Junge aufzieht - eine Seltenheit in der lebensfeindlichen Region.
Fast nebenbei kommen Behrend Wale und Robben vor die Linse - und der seltene Eishai, der
in 2000 m Tiefe lebt. -
Info: Der Eishai galt bislang als träger Aasfresser. 1998 filmten US-Forscher das erste
lebende Exemplar: Die Tiere entpuppten sich als intelligente Jäger von Robben und
Fischen.

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| 14:15 - 15:00,
NDR |
Bilderbuch  Hundert Kilometer
südöstlich von Berlin erstreckt sich auf etwa 480 Quadratkilometern eine in Mitteleuropa
einmalige Kulturlandschaft, der Spreewald. Die beliebteste Brandenburger Region wird
jährlich von 2,5 Millionen Touristen besucht, die sich in Kähnen durch die Kanäle
staken lassen, Gurken kosten und sorbische Bräuche bewundern. Doch das 'ländliche
Venedig' Brandenburgs ist eine fragile Idylle. Die intensive Landwirtschaft
zurückliegender Jahrzehnte haben ein schwieriges Erbe hinterlassen. Das Wegbrechen
großer Wirtschaftszweige wie die Kohle- und Textilindustrie hatten eine hohe
Arbeitslosigkeit zur Folge, die die private Landwirtschaft und der Tourismusboom nicht
auffangen konnten. So kehrten viele junge Leute der Region den Rücken. Der Film erzählt
von jungen Existenzgründern und Ideengebern, die dennoch blieben.

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| 14:45 - 15:00,
3SAT |
Im Rhythmus der Wüste  Der Tahat ist mit
über 3.000 Metern der höchste Berg des Hoggargebirges im Süden Algeriens. Dort leben
überwiegend Tuaregs, die auch die Expedition in die Wüste Sahara und das Kameltrekking
durch das Südalgerische Hoggargebirge leiten. Die Teilnehmer erleben Einiges: Von
atemberaubenden Landschaften bei der Bergbesteigung oder beim Ritt mit dem Dromedar bis
zum Nachtlager oder der Morgentoilette in der Wüste. Ein Genuss wird der Aufenthalt in
der größten Oase des Hoggargebirges, in der Handels- und Touristenstadt Tamanrasset.
Der Film 'Im Rhythmus der Wüste' hat die außergewöhnliche Kameltrekkingtour durch das
Südalgerische Hoggargebirge begleitet. |
| 15:00 - 15:30,
3SAT |
Die Kamele des Beduinen  Als der Mensch vor
5.000 Jahren die Kamele zähmte, gewann er den besten Gefährten für die Wüste, den es
gibt: Kamele können wochenlang ohne Wasser auskommen, tragen Lasten durch glühende Hitze
und sind ausdauernde Reittiere. Das Leben der Beduinen ist bis heute aufs Engste mit der
Haltung von Kamelen verknüpft. Sie halten sie nicht nur als Last- oder Reittiere, sondern
trinken auch ihre Milch und essen ihr Fleisch.
Der Film 'Die Kamele des Beduinen' begleitet die Beduinen und ihre Kamele durch die
Wüste.

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| 15:15 - 16:00,
NDR |
Die schwimmenden Dörfer der
Kutai  Sie leben auf dem Wasser: die Kutai im Innern Borneos. Sie
sind die Nachkommen eines Volkes, das vor Jahrhunderten von See her eingewandert ist.
Ausgerechnet im riesigen Überschwemmungsgebiet des Mahakam haben sie sich niedergelassen
- in einzigartigen schwimmenden Dörfern. Wegen des ständig schwankenden Wasserstandes
schwimmen ihre Häuser auf fest vertäuten Baumstämmen. Nicht nur die Wohnhäuser
schwimmen, auch Sägewerke oder Bootswerften. Die Händler bieten ihre Waren vom Boot aus
an. Nur die Moschee und die Schule stehen auf festem Boden. In einem dieser schwimmenden
Dörfer lebt Demong, der täglich mit seinem Sohn in den überfluteten Wäldern und in den
flachen Seen Reusen aufstellt oder die Fische nachts im Schein der Petroleumlampe
harpuniert. Dort lebt auch Maxi, der in der Sumpflandschaft Affenfallen aufstellt oder mit
bloßen Händen Pythons und Wasserschlangen fängt. Das Filmteam hat Demong, Maxi und den
Dorflehrer mehrere Wochen lang in ihrem Leben auf dem Wasser begleitet. Es war mit ihnen
und ihren Familien auch in der Schule, auf einer Hochzeit, in der Moschee. Mindestens in
einem Punkt hat es die Kutai beneidet: Wenn eine Familie sich von der lauten Musik der
Nachbarn gestört fühlt, stakt sie ihr Haus einfach an eine andere Stelle.

|
| 15:15 - 16:00,
WDR |
| Inseln des Mittelmeeres Kreta
ist die südlichste Mittelmeerinsel, zwischen Europa, Asien und Nordafrika gelegen.
600.000 Menschen leben auf der größten griechischen Insel. 245 Kilometer Luftlinie
trennen West- und Ostküste. Die Nordküste der Insel ist fest in der Hand der Touristen.
Abseits vom Rummel aber gibt es immer noch viele Möglichkeiten, die Seele Kretas zu
entdecken. Zum Beispiel im größten Kloster der Insel, Agia Triada. Die Mönche hier
leben von Öko-Landwirtschaft. Dazu gehört, dass der Abt es sich nicht nehmen lässt,
selbst auf den Traktor zu steigen, wenn Weinernte ist. Die Produkte des Klosters werden in
ganz Europa, aber auch im kleinen Klosterladen verkauft. Wer das echte Kreta erleben
möchte, muss auf den Psiloritis fahren. Hier, wo die All-Inclusive-Urlauber selten
hinkommen, sind die alten Traditionen noch lebendig. Bei Hochzeiten werden Freudenschüsse
aus Maschinengewehren abgefeuert. Sie sollen zeigen, dass die Kreter stets wehrbereit
sind. Sie sind aber auch heftig umstritten, weil sie schon Tragödien ausgelöst haben.
'Hier oben gilt noch das Ehrenwort', sagt der Pfarrer von Anoiga, im Nebenberuf
Zeitungsverleger und Präsident des örtlichen Fußballvereins, auch er ein Waffenfreund,
wie jeder hier. Im Dorf nebenan wurden zuletzt Polizisten niedergeschossen, als sie dem
Drogen- und Waffenhandel ein Ende bereiten wollten. Ein Streifzug über die Insel abseits
der Touristenpfade, eine Begegnung mit einem Fischer, einem Stiefelmacher und Menschen,
die etwas gegen die Entvölkerung der Dörfer tun wollen.

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| 15:30 - 16:15,
3SAT |
| unterwegs Moderatorin
Andrea Jansen geht auf Entdeckungstour durch New York: Im Finanzbezirk ganz im Süden von
Manhattan schlägt das Herz des Weltfinanzzentrums. In der New York Stock Exchange, der
weltgrößten Aktienbörse an der Wall Street, trifft sie einen alteingesessenen Broker.
Mit dem einzigen Imker von Manhattan erkundet Andrea Jansen die Dächer der Metropole und
erntet echten New Yorker Honig. In der Lower Eastside geht sie mit einem renommierten
Fotografen und Musikproduzenten auf Fototour und entdeckt die New Yorker Subkultur. Das
ehemalige Einwandererviertel gilt als beispielhaft für die raschen Veränderungen, die
New York ausmachen. In Brooklyn trifft Andrea Jansen eine Schweizer Designerin, die mit
ihrem Designblog für Furore sorgt. Gemeinsam gehen die beiden auf Einkaufstour. Denn New
York ist nach wie vor Shoppingziel Nummer eins. Mit der Bahn verlässt die Moderatorin die
Stadtgrenze und fährt nach New Jersey. Dort wird sie von einer Pferdetrainerin in die
Welt des Rennsports eingeführt und versucht anschließend ihr Glück am Wettschalter.
'Unterwegs - New York' geht auf Entdeckungstour durch den 'Big Apple'. |
| 16:15 - 17:00,
3SAT |
Djenné - Stadt am Ufer der
Wüste  Die älteste Metropole Westafrikas existiert seit rund
2300 Jahren. Djenné, im Nigerdelta gelegen, diente früher als Drehscheibe für Sklaven,
Gold und Feuerwaffen. Heute leben die Bewohner als Fischer, Hirten und Bauern. Der Fluss
Bani liefert den wichtigsten Baustoff: Aus Lehm fertigen die Menschen luftgetrocknete
Ziegel für ihre Häuser an.

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| 16:50 - 17:35,
Arte |
China - Im Land der Dong Millionen
von Jahren alte Karstlandschaften, in Nebel gehüllte Gipfel, beeindruckende Wasserfälle:
Die chinesische Provinz Guizhou übt von jeher eine unbeschreibliche Faszination auf
Abenteurer und Anthropologen aus. Die Region ist die Wiege einer der ältesten
Zivilisationen Südwestchinas, der Dong. Ihr Land trägt den Beinamen 'Ozean der Lieder',
denn alte Mythen und Traditionen sind hier auch heute noch wesentlicher Bestandteil des
täglichen Lebens. Sie werden mündlich überliefert und spielen eine große Rolle für
den Erhalt der kulturellen Identität der Dong. Seit Generationen lebt dieses Volk in
großer Harmonie mit der sie ernährenden 'Mutter Erde', für die es eine tiefe Achtung
empfindet.

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| 17:00 - 17:45,
3SAT |
Hinter dem Horizont  Timbuktu - seit
Jahrhunderten entfacht der Name Gier und Neugier der Europäer. In der 'Stadt der 333
Heiligen' tauschten Händler Gold und Sklaven von der Elfenbeinküste gegen Salz aus der
Sahara. Für Europa lag Timbuktu lange Zeit hinter dem Horizont, am Ende der Welt.
Historische Tatsache jedoch ist, dass im Gebiet des Nigerbogens im heutigen Mali eine
blühende Hochkultur existierte, als Europa noch im düsteren Mittelalter gefangen war.
Thomas Wartmann und Thomas Riedelsheimer zeigen in der zweiteiligen Dokumentation 'Hinter
dem Horizont' den europäischen Blick auf das Nigerdelta - von den sagenhaften Berichten
in der Antike bis hin zum zeitgenössischen Tourismus - und stellen diesen kritisch in
Frage. Der erste Teil der Dokumentation führt von der alten Handelsstadt Djenné, wo das
weltgrößte Lehmgebäude der Welt, die Grande Mosquée, an die architektonische Pracht
aus den goldenen Zeiten Malis erinnert, nach Mopti, dem Venedig Afrikas. |
| 17:45 - 18:30,
3SAT |
Hinter dem Horizont  Timbuktu - seit
Jahrhunderten entfacht der Name Gier und Neugier der Europäer. In der 'Stadt der 333
Heiligen' tauschten Händler Gold und Sklaven von der Elfenbeinküste gegen Salz aus der
Sahara. Für Europa lag Timbuktu lange Zeit hinter dem Horizont, am Ende der Welt.
Historische Tatsache jedoch ist, dass im Gebiet des Nigerbogens im heutigen Mali eine
blühende Hochkultur existierte, als Europa noch im düsteren Mittelalter gefangen war.
Thomas Wartmann und Thomas Riedelsheimer zeigen in der zweiteiligen Dokumentation 'Hinter
dem Horizont' den europäischen Blick auf das Nigerdelta - von den sagenhaften Berichten
in der Antike bis hin zum zeitgenössischen Tourismus - und stellen diesen kritisch in
Frage. Im zweiten Teil geht die Reise mit der Piroge auf dem Niger weiter von Mopti ins
sagenumwobene Timbuktu. In der islamischen Welt des 14. und 15. Jahrhunderts war Timbuktu
für seine Korangelehrten und seinen sagenhaften Reichtum bekannt. |
| 18:05 - 19:00,
Arte |
Wilde Pferde im Donaudelta
 Mugur
Pop ist Pferdezüchter aus Leidenschaft. Seit er denken kann, bestimmen die Vierbeiner
sein Leben. Ganz besonders liegen ihm die Herden wilder Pferde am Herzen, die seit dem
Zusammenbruch des kommunistischen Systems in Rumänien im Donaudelta leben. Forscher
vermuten, dass diese Pferde inzwischen eine neue Rasse gebildet haben. Doch die Zukunft
der Tiere ist bedroht. Umweltschützer behaupten, dass der einzigartige Letea-Wald im
Donaudelta, der mit seinen Lianen, Eichen und Birken als nördlichster tropischer Urwald
Europas gilt, von den Pferden zerstört wird. Deshalb drängen sie die rumänische
Regierung zum Handeln. Die Tiere sollen gefangen oder zumindest in ihrem Bestand reduziert
werden. Doch Pferdeexperte Mugor Pop ist davon überzeugt, dass die Tiere und der Wald
nebeneinander existieren können. Zusammen mit dem Tierarzt Stefan Raileanu sucht er nach
Lösungen zur Rettung der Pferde. So begleitet Mugor Pop einige Jugendliche aus dem Dorf
Letea bei ihrer Jagd auf neue, billige Arbeitstiere. Er beobachtet, wie sie die Tiere in
einem halsbrecherischen Unternehmen einfangen und anschließend gefügig machen. Das geht
für die Pferde nicht immer ohne Verletzungen vor sich. Deshalb versucht Mugor Pop, den
Jugendlichen sanftere Dressurmethoden beizubringen und Verständnis für die Pferde zu
wecken. Er wünscht sich sehnsüchtig die Unterstützung der Einheimischen bei seinem
Kampf gegen die Behörden und die allein auf die Rettung des Waldes konzentrierten
Umweltschützer.

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| 19:30 - 20:15,
Arte |
Flüsse der Welt  Der Colorado entspringt in den
Rocky Mountains, im US-Bundesstaat Colorado. Bis er in Mexiko in den Pazifik mündet, legt
er mehr als 2300 Kilometer zurück. Auf seinem Weg durch den amerikanischen Westen
passiert der majestätische Fluss Monument Valley, dessen Steinformationen zu den
ältesten der Erde gehören. Weiter gehts durch zahlreiche Schluchten, darunter Marble
Canyon und Grand Canyon.
Den deutschen Kommentar spricht Christian Brückner (66), Synchronstimme von Robert De
Niro und einer der renommiertesten Sprecher Deutschlands.

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| 20:15 - 21:00,
Phoenix |
Das Jahr der Wildnis  In den Monaten
April bis Juni treten die Kontraste zwischen den verschiedenen Lebensräumen deutlich
zutage. Denn während in einigen Teilen der Erde die Natur erst wieder zu erwachen scheint
und die Zeit der Fortpflanzung beginnt, geht im Süden Afrikas der Herbst in den Winter
über, und Thailand befindet sich mitten in der hochsommerlichen Hitze. Die verschiedenen
Momentaufnahmen aus der Welt der Tiere zeigen geschäftiges Treiben: Erdmännchen in der
südafrikanischen Wüste hüten den Familiennachwuchs, in Thailand sucht eine Kolonie
Flughunde Schutz vor der Sonne, in Botsuana wird ein junger Löwe von seiner Mutter ins
Rudel eingeführt. Für Tausende von Meeresraubtieren beginnt die große Jagd auf
Sardinen, die sich in riesigen Schwärmen an der Küste Südafrikas auf ihrer jährlichen
Wanderung befinden. Die Langzeitdokumentation 'Das Jahr der Wildnis' zeigt beeindruckende
Naturschauspiele unseres Planeten im Verlauf eines Jahres, gefilmt von acht Kamerateams.
Sie zeigt, was der Wechsel der Jahreszeiten in allen Teilen der Erde für die Tier- und
Pflanzenwelt bedeutet und bietet faszinierende Einblicke in den farbenfrohen Kreislauf der
Natur.

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| 21:30 - 22:00,
3SAT |
Öl und doch kein Ende?  Russische
Wissenschaftler stellen eine gewagte Theorie auf: Erdöl stamme nicht aus Millionen Jahre
alten Zersetzungsprozessen, sondern entstehe unter der Erdkruste ständig neu. 'hitec'
forscht nach.

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| 22:00 - 22:45,
WDR |
Bedrohte Paradiese  Mallorca, Ibiza und
zunehmend auch Menorca sind die Lieblingsinseln deutscher Urlauber. Neben Millionen
Touristen, die Jahr für Jahr kommen, haben 60.000 Deutsche ihren Wohnsitz auf Mallorca.
Man spricht Deutsch: Überall gibt es deutsche Wirte, deutsche Bäcker, deutsche Kliniken
und deutsche Immobilienmakler. Fernab der überfüllten Küsten bieten Mallorca und die
Balearen unberührte Natur, wilde Berglandschaften und idyllische Dörfer. Ein bedrohtes
Paradies: Vor allen auf Mallorca wird das Trinkwasser inzwischen knapp. Immer neue Hotels
und Golfplätze, die täglich bewässert werden müssen, sind die Ursache. In den
Sommermonaten muss Trinkwasser mit Tankschiffen vom spanischen Festland herbei
transportiert werden. Ausreichend Kläranlagen fehlen an vielen Orten. Dramatisch ist die
Umweltzerstörung auch auf Ibiza. Ökologisch wichtigen Seegraswiesen verschwinden durch
die Meeresverschmutzung, zahlreiche Pflanzenarten sind beinahe ausgerottet. Seit Jahren
schon verlagert sich der Tourismus zunehmend nach Menorca. Mehr und mehr strömen die
Touristen in die hier noch vorhandenen einsamen Badebuchten. Flächendeckend entstehen
auch dort riesige Appartement- und Hotelanlagen. Gemeinsam mit dem Meeresbiologen Dr.
Robert Hofrichter und dem Tauchkameramann Jörg Matzky zeigen die story-Autoren die
einmalige Naturschönheit über wie unter Wasser. Sie dokumentieren die Folgen des
Massentourismus, sprechen mit politisch Verantwortlichen und spanischen Umweltschützern,
die inzwischen nicht nur auf Mallorca mobil machen.

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| 23:00 - 01:20,
NDR |
Das Geisterhaus  Chile 1973: Kurz nach
dem Militärputsch kehrt der despotische Großgrundbesitzer Esteban Trueba (Jeremy Irons)
als alter Mann auf sein Landgut 'Tres Marias' zurück. In Rückblenden erinnert er sich an
50 Jahre seines bewegten Lebens: an seine tragische Liebe zu der fragilen Rosa (Teri
Polo), die er als junger Mann durch einen Giftanschlag verlor; an seine Hochzeit mit ihrer
übersinnlich begabten Schwester Clara (Meryl Streep); an das tragische Leben seiner in
Clara verliebten Schwester Férula (Glenn Close) und an die Auseinandersetzungen mit
seiner aufmüpfigen Tochter Blanca (Winona Ryder), die sich ausgerechnet in den
Revolutionär Pedro (Antonio Banderas) verliebt.
Mit fast vier Mio. Kinobesuchern in Deutschland ein Hit. In den USA hingegen wurde der
Film bereits nach wenigen Tagen wieder aus dem Programm genommen.

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| 23:30 - 23:55,
Arte |
| Sommer, Sonne, Strand! Im
Vietnamkrieg diente Danang den Amerikanern als Marine- und Luftwaffenstützpunkt, weil die
Stadt genau in der Mitte des Küstenstreifens zwischen Nord- und Südvietnam liegt. An
diese Zeit erinnern heute nur noch wenige herumstehende Panzer. Zwar weht überall die
Fahne des siegreichen kommunistischen Vietnams, doch das Land ist dabei, sich
auszusöhnen. Und egal, ob jemand früher Vietcong oder ein Freund der Amerikaner war,
alle wissen, dass das Meer die Quelle des derzeitigen und des zukünftigen Wohlstands ist.
Während die traditionellen Fischer sich Sorgen um ihre wirtschaftliche Zukunft machen,
beginnen Strandressorts und andere Luxushotels, die wunderschöne Küste von Danang in
Besitz zu nehmen. Die einst als Boat-People aus dem Land Geflüchteten kommen zurück, und
die jungen Vietnamesen lernen westliche Tänze und Sprachen. An den Stränden von Danang,
dem neuen Eldorado Vietnams, sind alle bereit, sich hemmungslos dem Handel und dem
Tourismus zu verschreiben.

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