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| Freitag, 06.08.2010 |
| 04:30 - 05:15,
Phoenix |
Kalt, riskant und gut fürs
Karma   Spektakulär ziehen jedes Jahr bis zu 500.000 Hindus durch
die Bergwelt der Krisenregion Kaschmir. Die 'Amarnath Yatra', der Pilgerzug zur Höhle von
Amarnath, ist die ungewöhnlichste und gefährlichste Wallfahrt Indiens, und wohl der
ganzen Welt. Erstmals seit Jahrzehnten durfte ein ausländisches Fernsehteam den Pilgerzug
begleiten. Im Sommer, wenn die Pfade halbwegs schneefrei sind, brechen sie auf: Bauern,
Wanderasketen, smarte Yuppies aus Indiens Megastädten. Zu Tausenden pilgern sie durch
grandioses Hochgebirge, schlafen in exponierten Zeltlagern, essen in provisorischen
Hochgebirgs-Raststätten. Drei Tage dauert die Wallfahrt. Ihr Ziel ist eine einsame, 4.000
Meter hoch gelegene Höhle. Dort hat einst Gott Shiva seiner Frau das Geheimnis der
Unsterblichkeit enthüllt, so die Legende. Deshalb ist die Höhle den Hindus heilig. Steil
schneidet der Pfad durch Bergflanken, durch Eis- und Geröllfelder. Der höchste Pass
liegt 5.000 Meter hoch. Höhe, Kälte, Steinschlag und die ungewohnte Anstrengung fordern
ihren Preis. Letztes Jahr haben 67 Pilger die Wallfahrt nicht überlebt. Der Film
begleitet vier Pilger. Premal, Abishek und Vijay sind 19, 23 und 31 Jahre alt. Mit ihrem
Onkel Mukesh, 40, einem Börsenhändler, fahren sie von Bombay aus nach Kaschmir. Der Film
zeigt Strapazen, Spaß und religiöses Verständnis der jungen Männer. Er zeigt ihre
Furcht vor Unwetter und Terroranschlägen und thematisiert ihr Verhältnis zu den
muslimischen Kaschmiri. Der Film zeigt auch den massiven Militärschutz der Yatra und
welch immense Logistik nötig ist, die Pilgermassen im unwirtlichen Hochgebirge zu
versorgen.

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| 05:15 - 06:00,
Phoenix |
Messners Alpen  Von den Westalpen
zum Mont Blanc, von Österreich an den Gardasee und über die Eiger-Nordwand bis zum
Matterhorn - Bergsteiger Reinhold Messner zeichnet in drei Dokus ein umfassendes Bild des
Gebirges. Er spricht mit Ingenieuren, Bauern, Hoteliers und Hirten, berichtet von Natur
und Kultur in diesem Lebensraum.

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| 05:15 - 05:45,
3SAT |
Der Duft der grünen Papaya
 Essen ist
in Vietnam heilig und eine Lebenskunst, die die Gemeinschaft zusammenhält. In seinem
Wiener Restaurant 'Indochine 21' zelebriert Wini Brugger die Kochkunst Vietnams.
Besonderen Wert legt er auf Schlichtheit, Frische und beste Qualität der Produkte.
Inspiriert wurde er nicht nur durch den Film 'Der Duft der grünen Papaya', sondern auch
durch zahlreiche Reisen nach Vietnam. Die Kunst der Gar- und Gewürzküche - auch 'Street
Food' genannt -, lernte er bei Chefkoch Trieu le Minh im Restaurant 'Quan An Nyon' in
Saigon. Dort mischte er seine eigenen Curry-Kompositionen, die er später nach Wien
brachte. Der Film 'Der Duft der grünen Papaya' stellt Wini Brugger und die verschiedenen
Kochstile Vietnams vor und führt durch die Märkte, Garküchen und Restaurants des
Landes.
Der Film 'Der Duft der grünen Papaya' stellt Wini Brugger und die verschiedenen Kochstile
Vietnams vor und führt durch die Märkte, Garküchen und Restaurants des Landes.

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| 06:00 - 06:45,
Phoenix |
Messners Alpen  In den kalten
Ostalpen wird Reinhold Messner Zeuge eines kleinen Wunders: In 1100 Metern erntet der
'Agrarrebell' Sepp Holzer noch Zitronen! Im idyllischen Ötztal lässt sich der
Extrembergsteiger von Heimatforscher Hans Haid die sagenhafte Landschaft zeigen. Und auf
Schloss Sigmundskron bei Bozen führt Messner die Zuschauer durch sein Museum, welches das
Verhältnis von Mensch und Berg dokumentiert.

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| 06:30 - 07:00,
B3 |
| Blickwechsel NordSüd Auf
den Philippinen betreibt die PREDA Stiftung fairen Handel mit Kunsthandwerk und
getrockneten Früchten, unterstützt damit arme Familien und kämpft gegen den Verkauf von
Kindern im Sexbusiness. Faire Handelshäuser und Entwicklungsorganisationen in Europa
ermöglichen Bauern und Handwerkern ein höheres Einkommen. Sie setzen sich dafür ein,
dass fair gehandelte Produkte, zum Beispiel Orangensaft, in die Läden kommen. Aktionen in
Europa propagieren gerechten Handel und fordern die Solidarität von Konsumenten. |
| 06:35 - 07:00,
3SAT |
Felix und die wilden Tiere
 Im Daintree, einem
großen Regenwaldgebiet in Australien, sind die Brillenflughunde zu Hause. Felix Heidinger
zeigt, wie diese seltene Flughundeart lebt und welcher Gefahr sie ausgesetzt ist. Eine
winzig kleine Zecke, von Schafherden der Menschen eingeschleppt, erweist sich als
lebensbedrohlich für Brillenflughunde-Weibchen und deren Jungtiere. Deshalb haben
Wissenschaftler eine Baby-Station eingerichtet, wo alljährlich Hunderte von kleinen,
verwaisten Flughunden mit der Flasche aufgezogen werden. |
| 06:45 - 07:30,
Phoenix |
Messners Alpen  An der
Eigernordwand seilt Reinhold Messner sich mit dem Permafrostforscher Stephan Grube ab - es
geht um die Stabilität der Felswände in Zeiten des Klimawandels. Am Gotthard besichtigt
Messner Bergfestungen der Schweizer Armee und die Baustelle des gigantischen
Gotthardbasistunnels. Am Matterhorn zieht Reinhold Messner ein Resümee zur Zukunft der
Alpen.

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| 09:00 - 09:45,
Phoenix |
Gottes Aquarium  Das kleine Land
Malawi liegt im Herzen Afrikas und ist den meisten Menschen völlig unbekannt. Doch
Wissenschaftler haben es als 'Wiege der Menschheit' identifiziert. Denn wir alle stammen
von Vorfahren ab, die einst in dieser Region gelebt haben. Internationale
Hominidenforscher - vornehmlich aus Deutschland und Frankreich - haben in dieser
afrikanischen Region die ältesten Funde menschlicher Knochen gemacht. Obwohl die meisten
Bewohner Malawis bettelarm sind, ist das Land dennoch reich an Schätzen. So ist die
Artenvielfalt im Malawisee auch heute noch schier unerschöpflich. Vom
Fantasie-Regenbogenfisch über den weltberühmten Malawisee-Buntbarsch - der als
schönster Aquarienfisch überhaupt gilt - bis hin zu besonderen Seeschlangen findet man
zahlreiche Arten, zum Teil bis heute unerforscht wie zu Anbeginn der Schöpfung. Weit mehr
als 1.500 einzigartige Tier- und Fischarten vermuten Forscher im See. Biologen und
Anthropologen finden hier besondere Zwischenstufen der Evolutionsgeschichte. Jetzt gelang
den Wissenschaftlern ein wichtiger Durchbruch: Dinosaurierknochen, die ältesten
Menschenknochen und sogar Fossilteile von längst ausgestorbenen Ur-Arten gibt die
Seeregion des südafrikanischen Grabenbruchs Stück für Stück preis. Bisher ist der mit
750 Meter extrem tiefe Malawisee nur oberflächlich erforscht. Das Filmteam um Birgit und
Timm Ellwart hat erstmalig den Sprung in die unteren Schichten des Sees gewagt und dort
Erstaunliches zu Gesicht bekommen. Ganz nebenbei entdeckten die Taucher mit ihren
Unterwasserkameras gleich zwei neue Fischarten. Dabei sind Tauchgänge dort alles andere
als einfach. Ständig hat die Kameracrew Nilpferd- und Krokodilattacken zu befürchten,
mehr als einmal mussten die Dreharbeiten aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden.

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| 09:10 - 09:55,
Arte |
| Südafrika - Musangwe Fight
Club In brütender Hitze feuert die begeisterte Menge zwei Männer an, die
sich einander nähern und dabei immer kleinere Kreise ziehen. Bis der eine den anderen mit
dem Kopf rammt und anschließend den am Boden liegenden Gegner solange mit den Fäusten
bearbeitet, bis der Schiedsrichter eingreift. Es ist ein Musangwe-Kampf und es scheint,
als ob die Musangwe-Kämpfer alle über ungewöhnliche oder sogar übernatürliche Kräfte
verfügten. In der Tat nehmen viele von ihnen an den Ritualen der 'Muti'-Magier teil.
'Muti' heißt auf Zulu 'Medizin'. Über die Musangwe-Fighter treten so auch die Magier
gegeneinander an. Es wäre also falsch, das Jahresturnier anlässlich des großen
Viehmarktes von Tshifudi nur als ein Gewalt-Happening zu sehen. Es ist auch ein
gesellschaftliches Ereignis und eine Gelegenheit der Begegnung. Die Männer messen ihre
Kräfte in mehreren Kategorien: Es gibt den Kampf für die Mambibi, die jungen Kämpfer,
hinter denen immer die Väter stehen, und die Kämpfe für die Rovhasize, die Junioren.
Junioren sind bereits erfahrene Kämpfer und bei den Zuschauern sind ihre Kämpfe die
beliebtesten. Die Dokumentation 'Südafrika - Musangwe Fight Club' stellt einige der
Sportler vor - zum Beispiel Frans Malala, den berühmtesten Musangwe-Champion aller Zeiten
sowie JC, einen sehr populären Fighter der letzten Jahre, und Diesel, seinen härtesten
Kontrahenten.

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| 09:45 - 10:30,
Phoenix |
Die Tierärzte vom Kilimanjaro
 Im
ostafrikanischen Tansania haben sich Elisabeth Stegtmaier und Laszlo Paisz ein kleines
Paradies geschaffen. Phoenix zeigt nacheinander alle drei Folgen über das Leben der
beiden deutschen Tierärzte.
Unter www.reiterhofkilimanjaro.de kann man auf der Makoa-Farm Reiterferien buchen.

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| 10:30 - 11:15,
Phoenix |
Die Tierärzte vom Kilimanjaro
 Elli
und Laszlo, die beiden Tierärzte vom Kilimanjaro, bereiten sich auf eine Reise vor, die
sie in die großen Wildschutzgebiete des Ngorongoro Kraters und der Serengeti führt.
Vorher müssen auf der Farm noch die Patienten versorgt werden - ein Schopfadler etwa, der
nicht mehr fliegen kann, und Schimmel Topas, der sich eine üble Beinwunde zugezogen hat.
Der Servalkatze geht es besser, aber sie ist noch nicht über den Berg. Im weltberühmten
Ngorongoro Krater sind Elli und Laszlo auf den Spuren der ersten Siedler, der deutschen
Brüder Siedentopf. In der Serengeti werden die beiden Tierärzte Zeugen eines der
größten Naturschauspiele der Welt, der Wanderung von Hunderttausenden von Gnus und
Zebras.

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| 11:15 - 12:00,
Phoenix |
Die Tierärzte vom Kilimanjaro
 Elli
und Laszlo, die beiden Tierärzte vom Kilimanjaro, werden zu Helfern in der Not für einen
Elefanten, der in eine von Wilderern gelegte Schlinge geraten ist. Sie besuchen Martina
Trappe, die aus einer der ältesten deutschen Siedlerfamilien stammt, und sie statten der
Hatari-Lodge am Rande des Arusha Nationalparks einen Besuch ab. Benannt wurde die Lodge
nach dem Hollywood-Film 'Hatari', einem Tierfänger-Drama, das 1960 in der Nähe gedreht
wurde. Die Hauptrollen spielten Elsa Martinelli, John Wayne und Hardy Krüger.
Mitte der 1990er-Jahre kauften die beiden deutschen Tierärzte Elisabeth Stegtmaier und
Laszlo Paisz die Makoa-Farm, eine kleine Kaffeeplantage am Fuße des Kilimanjaros. Dort im
ostafrikanischen Tansania haben sich die beiden ein kleines Paradies geschaffen, mit 25
eigenen Pferden, Kühen, Schweinen, Gänsen, Enten und vielen anderen Tieren. Elli und
Laszlo sind aber nicht nur Kaffeeanbauer, sondern behandeln auch die Haus- und Wildtiere
und veranstalten Reitsafaris in das unberührte West-Kilimanjaro-Gebiet.

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| 12:00 - 12:15,
RBB |
Sigiriya - Sagenhafte
Felsenfestung, Sri Lanka  Im Herzen der Insel Sri Lanka stürzt im 5. Jahrhundert n.
Chr. ein verblendeter Sohn den Vater vom Thron. Doch er will nicht nur die Macht, auch die
Schätze des Königs. Dieser, ein großer Erbauer von Bewässerungssystemen, antwortet:
'Mein Reichtum ist das Wasser!' Der Thronräuber gerät außer sich vor Wut, kettet den
Vater an einen Felsen und läßt ihn qualvoll verdursten. Er verjagt seinen Bruder, den
rechtmäßigen Erben, aus dem Land. Doch bald beherrscht nur noch die Angst vor dessen
Rache seine Gedanken. Er flieht in den Dschungel, hoch auf einen unzugänglichen Felsen
und mauerte sich dort mit seinen Schätzen ein. Dem Wahn des Vatermörders verdanken wir
einen herrlichen Palast zwischen Himmel und Erde, ein achtes Weltwunder, sagen manche. Die
Felsenfestung von Sirigiya mit den Resten des Palastes, den Zisternen, Pools, erotischen
Fresken, Felsenhöhlen und Wassergärten zeugt noch heute von den übermenschlichen Taten
eines Gehetzten. Seine tragische Geschichte erzählt die filmische Dokumentation über die
Festung in den Wolken - ein sagenhaftes, aber wahres Kapitel aus der Geschichte einer
Insel voller Legenden. |
| 12:00 - 12:15,
3SAT |
Avila, Spanien  Als ein
außergewöhnliches Beispiel mittelalterlicher Stadtarchitektur wurden die Altstadt der
spanischen Stadt Avila und die Kirchen außerhalb der Stadtmauer 1985 von der UNESCO zum
Weltkulturerbe ernannt. Eng verbunden mit der Geschichte Avilas und ihrer Architektur sind
zwei Frauengestalten: Königin Isabella von Kastilien ersann dort die Inquisition, die
heilige Theresa von Avila hingegen ihre Visionen und Gebete über Liebe und Toleranz. Der
Film aus der Reihe 'Schätze der Welt - Erbe der Menschheit' folgt den Spuren der beiden
gegensätzlichen Frauen und erzählt damit zugleich die Geschichte des mittelalterlichen
Avila. |
| 12:00 - 12:45,
Arte |
Inselträume  Die
Insel Sainte-Marie vor Madagaskar bildet mit ihrer aus Afrika und Asien zugewanderten
Bevölkerung einen Schmelztiegel der Völker und Kulturen. Unberührte, weiße
Sandstrände, Kokospalmen, türkisfarbene Lagunen - dieses paradiesische Bild bot sich
schon den ersten Seefahrern, als sie hier an Land gingen. 1960 wurde Sainte-Marie
unabhängig, doch erst als die Franzosen 1972 nach einem Referendum das Land definitiv
verlassen mussten, war die Insel auch wirtschaftlich eigenständig. Großen Wert legen die
Bewohner von Sainte-Marie auf ihre Piratenvergangenheit. Im 18. Jahrhundert ließen sich
hier 2.000 Männer nieder, auf der Insel lebten damals nur 500 Menschen. Voller Stolz
präsentiert der Lehrer Raymond den Piratenfriedhof. Das Leben auf der zu Madagaskar
gehörenden Insel ist nicht leicht, da das Land zu den ärmsten Staaten der Welt zählt.
Vor allem junge Mütter bekommen die Armut zu spüren, entziehen sich die Väter oft ihrer
Verantwortung. So gibt es immer mehr Waisenhäuser, die von ausländischen Partnern
finanziert werden müssen. Auch Schwester Florine leitet ein Waisenhaus. Obwohl ihr nur
geringe Mittel zur Verfügung stehen, nimmt sie zahlreiche Kinder aus Sainte-Maire für
kurze oder längere Zeit auf, da die Mütter ihrem Nachwuchs weder Nahrung noch Bildung
bieten können. Trotz der großen Armut lassen sich die Bewohner von Sainte-Marie ihre
Lebensfreude jedoch nicht nehmen.

|
| 12:15 - 13:00,
3SAT |
Theresa von Avila  Wenn in
dem mittelalterlichen Städtchen Avila im Herzen Spaniens das Fest der heiligen Theresa
gefeiert wird, ist das ganze Volk auf den Beinen. Die sonst so ruhigen Straßen sind
voller Menschen, die Hotels sind belegt, in den Küchen der Restaurants brodelt es, und
vor der Stadtmauer werden die Vorbereitungen für das große Feuerwerk getroffen. Die
Ortsheilige ist immerhin eine der größten Frauengestalten der katholischen Kirche,
Ordensgründerin, erste weibliche Kirchenlehrerin und Patronin Spaniens. Und sie war eine
Frau, die sich voller Leidenschaft gleichzeitig der Welt zuwandte und tiefe religiöse
Erfahrungen suchte. Schon als junges Mädchen, als Tochter einer wohlhabenden Familie, in
die sie 1515 hineingeboren wurde, schätzte sie die Freuden des Lebens. Doch die strengen
Gesetze von Kirche und Gesellschaft des 16. Jahrhunderts setzten ihr Grenzen. Eine
Möglichkeit, dennoch ein intensives und erfülltes Leben führen zu können, fand sie
ausgerechnet im Kloster. Mit 20 Jahren trat sie in das Karmeliterkloster der
'Menschwerdung' in Avila ein. Theresas religiöser Weg war von da an gekennzeichnet von
geheimnisvollen Krankheiten, mystischen Visionen und ekstatischen Erlebnissen. Vor dem
Hintergrund dieser Erfahrungen, aber auch mit viel Charme, Humor und Diplomatie, gelang es
ihr, sich fast völlig von der Bevormundung männlicher Geistlicher zu befreien. 1582
starb Theresa in Alba de Tormes, dem Sitz der mächtigen Herzöge von Alba. Schon 40 Jahre
nach ihrem Tod wurde Theresa heilig gesprochen. Papst Paul VI. ernannte sie 1970 zur
Kirchenlehrerin. Der Film 'Theresia von Avila' porträtiert die Heilige und gibt Einblicke
in die Klausur des strengen Klosters der 'Menschwerdung' von Avila. |
| 13:00 - 13:55,
Arte |
Die Krabbenflut  Wenn im November
der Monsun auf der Weihnachtsinsel einsetzt, bricht die rote Flut los: Millionen Rote
Landkrabben wandern vom Regenwald an die Küste, wo die Männchen Paarungshöhlen graben.
Biologe Steve Morris hat einige mit Sendern ausgestattet, verfolgt ihren bis zu acht
Kilometer langen Weg. Autoverkehr und ausgetrocknete, entwaldete Flächen kosten dabei
viele Krabben das Leben.
Die Weihnachtsinsel im Indischen Ozean gehört zu Australien. Sie ist zum größten Teil
von tropischem Regenwald bedeckt, der den Krabben Nahrung bietet.

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| 13:30 - 14:15,
SWR |
Tirol - Leben im Bergland  Es sind Menschen,
die über Generationen hinweg gelernt haben, sich gegen eine alles bestimmende Natur zu
behaupten, in ihr zu überleben - die Bergbauern in den Tiroler und Osttiroler
Seitentälern, die von der Landschaft geprägt sind, in der sie leben. Der international
ausgezeichnete Regisseur Curt Faudon porträtiert das raue und harte Leben dieser Menschen
zwischen Arbeit, Festen und dem Kampf mit der Natur. Mit Kameramann Stephan Mussil macht
er sich auf die Suche nach jenen archaischen Schnittstellen zwischen Landschaft und
Mensch, die im Hochgebirge auch im 21. Jahrhundert noch existieren. Am Ötztaler
Similaun-Gletscher drehte Faudon etwa den alljährlichen Großen Schafabtrieb vom
Alpenhauptkamm in die Täler Südtirols, im Osttiroler Villgratental folgte er den
Bergbauern durch einen langen Winter. Entstanden sind Bilder von großer Ruhe und Würde,
ob es sich dabei um eine uralte Holzsammlerin am Bergwald oder die Errettung eines Schafes
aus dem Gletscher handelt, um Strategien des täglichen Überlebens oder um Rituale, sich
den Himmel gewogen zu halten. Der Mensch, das ist Curd Faudons großes Thema, achtet hier
den Berg und seine Gesetze, auf dass der Berg den Menschen schone.

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| 14:00 - 14:45,
Arte |
Flüsse der Welt  Wer dem Nil von der
ägyptischsudanesischen Grenze bis zum Delta am Mittelmeer folgt, vor dem breitet sich die
Geschichte uralter Zivilisationen aus: die Felsentempel von Abu Simbel, das Tal der
Könige und die Ruinen von Theben. Noch immer ist der Nil Lebens- und Hauptverkehrsader
des 80-Mio.-Einwohner-Landes Ägypten. Früher verwandelten sich seine Ufer durch das
jährliche Hochwasser in fruchtbare Auen. Heute liefern Staudämme wie der Assuan-Hochdamm
zwar Strom, aber sie halten auch den Flussschlamm zurück, so dass der Boden oftmals
künstlich gedüngt werden muss.
Der Assuan-Staudamm wurde von 1960 bis 1971 gebaut. Die Kosten betrugen umgerechnet 2,2
Mrd. Euro.

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| 14:15 - 15:00,
NDR |
Das Tote Meer  Das Tote Meer
trägt seinen Namen zu Recht: Die Salzkonzentration ist mit 33 % so hoch, dass Fische und
Pflanzen eingehen würden. Hautkranke dagegen versprechen sich von den Mineralstoffen
Heilung; Touristen können sich mit der Zeitung in der Hand treiben lassen. Die
deutschenglische Koproduktion blickt in 3D-Animationen auf die geografische Entwicklung
der Region.
Das Tote Meer ist der tiefste Punkt der Erdoberfläche. Durch Verdunstung sinkt der
Wasserspiegel jedes Jahr um rund einen Meter.

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| 14:15 - 15:00,
NDR |
Bilderbuch Deutschland  Quer durch
Schleswig-Holstein fließt die Eider, bevor sie bei Tönning in die Nordsee mündet.
Friedlich mäandert sie durch Marschen und Moore. Ein Fluss, der nach dem Bau des
Nord-Ostsee-Kanals nur noch für Freizeitkapitäne von Bedeutung ist. Ein Fluss ohne
Dramatik, mit viel Beschaulichkeit und stillem Reiz. Da ist zunächst das Dorf
Bergenhusen: das 'Storchendorf' Schleswig-Holsteins. Fast jedes Haus hat sein
Storchennest, wenn sich auch heute die Lebensbedingungen Adebars verschlechtert haben.
Oder Friedrichstadt: Erbaut wurde die Kleinstadt von den Holländern. Es waren
Glaubensflüchtlinge, die ihre schmucken Häuser an Grachten und Kanälen bauten. An der
Nordseemündung liegt Tönning, wo Tonnenleger und Krabbenfischer leben. Zum
Ringreiterfest versammeln sich hier die Bewohner der Halbinsel Eiderstedt. Wie Trutzburgen
erheben sich auf der weiten 'platten' Fläche die berühmten Haubarge, mächtige
Vierkanthöfe, die alles unter einem Dach vereinen: Wohnung, Viehstall, Heuboden. Das
Wahrzeichen der Halbinsel Eiderstedt, die ihren Namen der früher einmal bedeutendsten
Wasserstraße des Landes zwischen Ost- und Nordsee zu verdanken hat, ist der berühmte
Leuchtturm von Westerhever. Das letzte Wort in diesem Kapitel 'Bilderbuch Deutschland' hat
darum der Leuchtturmwärter. Doch Heinrich Geertsen braucht nicht mehr diesen
wunderschönen einsamen Arbeitsplatz aufzusuchen, der technische Fortschritt hat
Leuchtturmwärter überflüssig gemacht. Aber auf das Leuchtfeuer am Horizont braucht
trotzdem niemand zu verzichten.

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| 15:30 - 15:55,
B3 |
Felix und die wilden Tiere
 Felix Heidinger ist
auf der australischen Insel Tasmanien unterwegs, um Tiere aufzuspüren, die bei uns fast
unbekannt sind. Er begegnet nicht nur einem Schnabeligel, der sein Junges in einer
Bauchfalte mit sich herumträgt, sondern auch einem Schnabeltier. Dieses erstaunliche
Mischwesen aus Echse und Säugetier lebt im Wasser, legt seine Eier an Land und säugt die
geschlüpften Jungen. Felix hat noch mehr ungewöhnliche Begegnungen: z. B. mit einem
winzigen, mausartigen Nasenbeutler und mit einem Quall, der auch Beutelmarder genannt
wird. Er trifft auf den Tasmanischen Teufel und hört sich dessen schauerliches Geschrei
an. Und schließlich erfährt er, dass man denTasmanischen Tiger nicht mehr in der Wildnis
entdecken kann. Das große, gestreifte Raubtier ist inzwischen ausgestorben. Es war aber
kein Tiger sondern ein Beutelwolf. |
| 16:00 - 16:45,
H3 |
Auf den Spuren der Wikinger
 'Dass
die Wikinger über die Ozeane der Welt gesegelt sind, verdient Respekt', sagt der Pole
Henryk Wolski. Wirklich angetan jedoch hats ihm eine Wikingerroute über Flüsse zwischen
seiner Heimat Danzig und Odessa. Mit der 'Welet', einem originalgetreuen Nachbau eines
Wikingerschiffes, und einer starken Rudermannschaft gehts auf die turbulente Reise. Ein
'360°'-Team ist dabei. |
| 18:05 - 19:00,
Arte |
Razzia im Regenwald  Seit 30 Jahren ist
José de Souza Kontrolleur der Umweltschutzbehörde Ibama im Hinterland von Rio de
Janeiro. Jetzt soll er der Bundespolizei im Kampf gegen den illegalen Tierhandel helfen.
Geplant ist eine große Razzia im Amazonas-Gebiet. Die Regenwälder sind hier besonders
artenreich und ein begehrtes Jagdgebiet für Wilderer. Von ihren Booten aus entern die
Kontrolleure Kanus und sogar größere Passagierschiffe, um nach gewilderten Tieren zu
suchen. Ein nicht ungefährliches Unterfangen, denn nur selten geben die Wilddiebe ihre
Beute freiwillig heraus. Kaum einer von ihnen ist unbewaffnet, und einige arbeiten im
Auftrag größerer illegaler Organisationen. Sie jagen alles, was Profit verspricht:
Jaguare wegen ihres Felles, Kaimane und Schlangen wegen ihrer Haut und Affen, weil sie
besonders possierliche Hausgenossen abgeben. Und für einen Ara aus der Wildnis Brasiliens
zahlt manch ausländischer Sammler sogar ein Vermögen. Immer wieder erhält José de
Souza Drohanrufe, nicht selten Todesdrohungen. Noch sieht seine Frau Ozinete die Sache
pragmatisch: 'Das sind doch alles keine Männer, die jemanden durchs Telefon bedrohen.
Wenn sie Mumm in den Knochen hätten, würden sie vor unserem Haus stehen.' Das hat
bislang zum Glück noch keiner getan.

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| 18:30 - 19:15,
Phoenix |
Die Teeroute  Yaks haben die
Pferde ersetzt. Denn ab 1.800 Meter wird die Luft dünner und Temperaturen bis minus 40
Grad Celsius halten Pferde nicht aus. Die Yakführer der Karawane zögern nicht, die Tiere
schwer zu beladen, und verstauen zwischen Unmengen an Fleisch, Salzsäcken und anderen
Lebensmitteln auch die Teepakete. Nur bei regelmäßiger Nahrungsaufnahme können Menschen
solch niedrigen Temperaturen standhalten. Fleisch und Tee allein reichen nicht aus, sie
müssen auch das tibetische Grundnahrungsmittel 'Tsampa' zu sich nehmen, einen kompakten
Brei aus geröstetem Gerstenmehl, Tee und Yakbutter. Lhasa, die Hauptstadt Tibets, ist
nicht nur die Hochburg des Buddhismus, sondern auch eines der größten Handelszentren des
Reichs der Mitte. Hier ist die Endstation der spektakulären Reise entlang der
historischen Teestraße. Seit den 60er Jahren ist durch den Bau von Straßen und
Autobahnen der Transport von Tee auf Pferde- und Yakrücken selten geworden. Aber für
echte Teeliebhaber bleibt die 'Reifung auf dem Pferderücken' das Nonplusultra. Und die
Puristen der Teekultur würden niemals auf diesen ganz besonderen Geschmack verzichten
wollen, der nur beim traditionellen Transport entsteht. Um es mit den Buddhisten zu
halten: Die Teestraße kann als wichtiger Bestandteil der Identität eines ganzen Volkes
nicht sterben, sie kann nur wiedergeboren werden.

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| 18:30 - 19:00,
3SAT |
Expedition Wissen  'Uisge
Beatha', 'Wasser des Lebens', nennen die Schotten auf Gälisch ihren Whisky. In den vom
rauen Seeklima geprägten Highlands findet man alle Zutaten, um einen herausragenden
Whisky zu brennen. Die wichtigsten: frisches, reines Quellwasser, gefiltert von Granit und
Torf, Gerstenmalz und Hefe. In den Lagerhäusern Schottlands reifen mehr als 125 Millionen
Liter Whisky in über 800.000 Fässern. Der Geschmack eines Whiskys hängt jedoch nicht
nur von seinen Bestandteilen ab, sondern von zwei weiteren Faktoren: dem
Herstellungsprozess und der Reifung im Fass. Gute Whiskys sind rar. Entsprechend
argwöhnisch hüten die zahlreichen schottischen Brennereien die Geheimnisse ihrer
Herstellungsverfahren. 'Expedition Wissen' spürt die Geheimnisse des traditionsreichen
Brandes auf: Der Journalist Reiner Luyken, ein Schottland- und Whisky-Kenner, erklärt in
dem Film die komplexen Herstellungsarten und kommentiert die unterschiedlichen Produkte,
darunter den berühmten Single Malt.

|
| 19:15 - 20:00,
Phoenix |
Andreas Kieling. Mitten im
wilden Deutschland  Das ehemalige Grenzgebiet zwischen Niedersachsen und
Sachsen-Anhalt und weiter nördlich zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern
ist dünn besiedelt. Hier ist die Natur noch am ursprünglichsten. Andreas Kieling wandert
um verträumte Seen, beobachtet Störche auf den Elbwiesen, testet die Wasserqualität des
großen Stroms. An der Ostsee, dem Lebensraum von Seeadler und Schweinswal, ist Kieling am
Ende seiner Grenzwanderung.

|
| 19:30 - 20:15,
Arte |
Am Mississippi  Memphis
ist die größte Stadt am Mississippi, und dank Elvis Presley auch die berühmteste. Fast
600.000 Fans pilgern jährlich zum Haus des 'King' nach Graceland. Ein weiterer kulturell
bedeutender Ort wird mit der 18.000-Einwohner-Stadt Hannibal angesteuert, in der
Schriftsteller Mark Twain aufwuchs.
'Huckleberry Finn'-Autor Mark Twain (1835 - 1910) arbeitete vier Jahre lang als Steuermann
auf Mississippi-Dampfern.

|
| 19:30 - 20:00,
3SAT |
Meisterwerke der Menschheit
 Es ist noch dunkel, erst fünf Uhr morgens,
dennoch liegt schon eine große Schwüle über dem kleinen Übungsraum im südindischen
Kerala. 15 Jungen sind dorthin gekommen, um sich zu dehnen und um ihre Gelenke geschmeidig
zu machen für einen der schwierigsten Tänze überhaupt. Die Rede ist von Kuttiyatam, dem
über 2.000 Jahre alten Tempeltanz aus Indien, der auch heute noch seine Zuschauer mit
prächtigen Masken und stilisierten Gesten fasziniert. Die UNESCO hat diesen Tanz als
'Meisterwerk der Menschheit' unter ihren Schutz gestellt. An diesem Morgen ist auch Sangit
in den Übungsraum gekommen. Der gläubige 19-jährige Hindu stammt aus einer
Künstlerkaste, sein Vater war selbst ein bekannter Tempeltänzer. Sangit muss in einer
Woche seine erste Vorführung bestehen, gewissermaßen sein Abschlussexamen. Auf die
Tanzschule dürfen nur die Besten, und nur ganz wenigen steht eine Zukunft als
professioneller Tänzer bevor. Zu den Auserwählten zählt auch Shalini. Sie träumt
davon, eines Tages mit Sangit aufzutreten. Allein das Auftragen der aufwendigen Masken,
die teilweise gemalt und aufgeklebt werden, dauert Stunden. Der Tanz ist ohne die Kenntnis
der mythologischen Götter- und Sagenwelt nicht zu verstehen. Die Verehrung der Lehrer als
Gurus, der tägliche Gang der Schüler zum Tempel Shivas gehört zum Alltag der
Tanzschule. Daher ist auch das tägliche Studium der heiligen Schriften ein wichtiger
Bestandteil der Ausbildung. Der Film von Norbert Busè verfolgt die komplizierte und
komplexe Präsentationsform des Tempeltanzes Kuttiyatam. Seit 2003 stellt die UNESCO neben
Bauwerken und Naturstätten auch immaterielle Weltkulturgüter unter ihren Schutz. Die
zweite 'Meisterwerke der Menschheit'-Staffel stellt sechs von ihnen vor.

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| 20:15 - 21:00,
H3 |
Afrika - Die große Wanderung
der Gnus  Die Sendereihe zeigt die größte Wanderung von Landtieren
weltweit, eine abenteuerliche Reise von über 3.000 Kilometern, die jedes Jahr aufs Neue
unternommen wird. Mehr als eine Million Gnus nehmen daran teil, ebenso zahlreiche Zebras
und Antilopen. Die einjährige Wanderung folgt den Regenfällen, die für frische Nahrung
sorgen, und verläuft auf einem Rundweg durch die Serengeti Tansanias und die kenianische
Masai Mara. Die Zuschauer erleben die abenteuerlichen Geschehnisse aus der Sicht eines
einzelnen Gnus, das von seiner Geburt an über die ganze lange Reise begleitet wird, bis
es am Ende mit seiner Mutter wieder dort ankommt, wo es vor einem Jahr geboren wurde. Die
Strapazen dabei sind unvorstellbar, denn überall, an Land wie an Wasser, wird den
Riesenherden aufgelauert. Für Krokodile, Löwen, Geparden, Hyänen und für alle
Raubtiere der Savanne herrscht Hochzeit, wenn die Herden auf der langen Wanderung ihr
Territorium durchkreuzen. Die oft winzigen Kameras sind bestens getarnt, um mitten im
Geschehen filmen zu können. Die 'Steinkamera' etwa steht direkt im Weg der ziehenden
Herde, kann ihr sogar folgen. Ähnliches leistet die 'Dungkamera'. Eine Kamera ist in die
Nachbildung eines Flusspferdkopfes eingebaut und wird durch den Fluss gesteuert, wenn die
Herde ihn durchquert. Die 'Krokodilkamera' dokumentiert, wie die Reptilien den Gnus
auflauern. Die 'Geierkamera' liefert aus großen Höhen einzigartige Überblicke über die
Wanderung, zeigt aber auch in nie gekannter Perfektion, wie sich Räuber an die Herden
heranschleichen. Die 'Libellenkamera' ist sehr leise, kann von oben dicht an die Herde
heranfliegen, ohne diese aufzuschrecken. Die 'Schildkrötenkamera' wurde in einen
entsprechenden Panzer eingebaut und bewegt sich ungestört in einem Löwenrudel. Für den
Film haben diese Spezialkameras insgesamt 500 Stunden Filmmaterial über das Verhalten der
Gnus aufgezeichnet, aber auch die verschiedenen Strategien der einzelnen Raubtierarten
dokumentiert.

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| 21:00 - 21:45,
RBB |
Wildes China  Das Land im
Himalaya bietet eine einzigartige Tierwelt. Neben Yaks, Braunbären, Wölfen und
Tibetfüchsen leben hier Schneeleoparden , die durch illegale Jagd gefährdet sind. Eine
weitere bedrohte Spezies ist der Tschiru, eine Antilopenart, deren Fell die edle
Shahtoosh- oder auch Königswolle liefert.
Schneeleoparden werden wegen ihres Pelzes und ihrer Knochen gejagt. Letztere finden in der
Traditionellen Chinesischen Medizin Verwendung, erzielen hohe Preise.

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| 21:45 - 22:30,
Phoenix |
Das Gold der Konquistadoren
 Der
Drang nach Ruhm und Goldreichtum trieb den deutschen Abenteurer Ambrosius Alfinger vor 500
Jahren hinaus in die Neue Welt. Ein TV-Team folgt seiner beschwerlichen Route durch Panama
in das heutige Guerilla-Gebiet Kolumbiens.

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| 22:30 - 23:20,
Phoenix |
1536 - Tod der Sonnensöhne
 Der
peruanische Archäologe Guillermo Cock machte an einer Fundstätte in der Nähe von Lima
Entdeckungen, die vielleicht den ersten materiellen Beweis für eine Widerstandsbewegung
der Inkas liefern. Die neu gewonnenen Erkenntnisse weisen darauf hin, dass die
Angehörigen dieser hoch entwickelten Zivilisation den brutalen und habgierigen spanischen
Eroberern im 16. Jahrhundert einen verbissenen Guerillakrieg lieferten. Sie errichteten
Gegenbelagerungen, wandten Einschüchterungstaktiken an und versuchten in einem Wettlauf
gegen die Zeit, die Waffen und Kriegsstrategien der Spanier zu beherrschen. Es scheint,
als hätte es selbst mit Hilfe Tausender indianischer Rekruten und Söldner aus dem
heutigen Nicaragua mehrere Jahrzehnte gedauert, bis die Konquistadoren die Inka-Rebellen
bezwingen konnten. Tatsächlich soll es den Inkas sogar fast gelungen sein, die Spanier
vom südamerikanischen Kontinent zu vertreiben. Guillermo Cock schreibt die Geschichte der
Eroberung des Inka-Reiches neu und stützt seine Hypothesen auf Untersuchungen der Mumien
und Skelette eines Ausgrabungsortes in Lima. Anhand stringenter anthropologischer,
forensischer und historischer Analysen wird die Geschichte des Inka-Untergangs aus einer
neuen Perspektive dargestellt.

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| 23:20 - 00:50,
Phoenix |
Feuerland  Ein Archipel, das
zu den unwirtlichsten, doch landschaftlich schönsten der Erde gehört, ist 'Tierra del
Fuego', auf Deutsch Feuerland. Der portugiesische Seefahrer Ferdinand Magellan entdeckte
die Inseln im Jahr 1520. Gut 300 Jahre später begleitete der junge Charles Darwin eine
Expedition nach Feuerland und verbrachte fast zwei Jahre auf der Inselgruppe an der
Südspitze Südamerikas. Er schrieb über die Gegend: 'Vorzuherrschen in dieser stillen
Einsamkeit schien der Geist des Todes, nicht der des Lebens'. Tatsächlich ist die
Geschichte Feuerlands gespickt mit brutaler Eroberung und Vernichtung. Doch nur wenige
Orte verbinden sich so sehr mit der menschlichen Sehnsucht nach Weite, Ferne, Stille und
ursprünglicher Natur.
Auf den Spuren des Evolutionsbiologen Charles Darwin und des Entdeckers Ferdinand Magellan
beschreibt der Dokumentarfilm 'Feuerland' das Archipel.

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