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ccc

Freitag, 06.08.2010
04:30 - 05:15, Phoenix
Kalt, riskant und gut fürs Karma ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) reli.gif (4999 Byte)fauna.gif (2335 Byte)

Spektakulär ziehen jedes Jahr bis zu 500.000 Hindus durch die Bergwelt der Krisenregion Kaschmir. Die 'Amarnath Yatra', der Pilgerzug zur Höhle von Amarnath, ist die ungewöhnlichste und gefährlichste Wallfahrt Indiens, und wohl der ganzen Welt. Erstmals seit Jahrzehnten durfte ein ausländisches Fernsehteam den Pilgerzug begleiten. Im Sommer, wenn die Pfade halbwegs schneefrei sind, brechen sie auf: Bauern, Wanderasketen, smarte Yuppies aus Indiens Megastädten. Zu Tausenden pilgern sie durch grandioses Hochgebirge, schlafen in exponierten Zeltlagern, essen in provisorischen Hochgebirgs-Raststätten. Drei Tage dauert die Wallfahrt. Ihr Ziel ist eine einsame, 4.000 Meter hoch gelegene Höhle. Dort hat einst Gott Shiva seiner Frau das Geheimnis der Unsterblichkeit enthüllt, so die Legende. Deshalb ist die Höhle den Hindus heilig. Steil schneidet der Pfad durch Bergflanken, durch Eis- und Geröllfelder. Der höchste Pass liegt 5.000 Meter hoch. Höhe, Kälte, Steinschlag und die ungewohnte Anstrengung fordern ihren Preis. Letztes Jahr haben 67 Pilger die Wallfahrt nicht überlebt. Der Film begleitet vier Pilger. Premal, Abishek und Vijay sind 19, 23 und 31 Jahre alt. Mit ihrem Onkel Mukesh, 40, einem Börsenhändler, fahren sie von Bombay aus nach Kaschmir. Der Film zeigt Strapazen, Spaß und religiöses Verständnis der jungen Männer. Er zeigt ihre Furcht vor Unwetter und Terroranschlägen und thematisiert ihr Verhältnis zu den muslimischen Kaschmiri. Der Film zeigt auch den massiven Militärschutz der Yatra und welch immense Logistik nötig ist, die Pilgermassen im unwirtlichen Hochgebirge zu versorgen.

riskant.jpg (36001 Byte)

05:15 - 06:00, Phoenix
Messners Alpen fauna.gif (2335 Byte)

Von den Westalpen zum Mont Blanc, von Österreich an den Gardasee und über die Eiger-Nordwand bis zum Matterhorn - Bergsteiger Reinhold Messner zeichnet in drei Dokus ein umfassendes Bild des Gebirges. Er spricht mit Ingenieuren, Bauern, Hoteliers und Hirten, berichtet von Natur und Kultur in diesem Lebensraum.

messner.jpg (40168 Byte)

05:15 - 05:45, 3SAT
Der Duft der grünen Papaya koch.gif (4446 Byte)

Essen ist in Vietnam heilig und eine Lebenskunst, die die Gemeinschaft zusammenhält. In seinem Wiener Restaurant 'Indochine 21' zelebriert Wini Brugger die Kochkunst Vietnams. Besonderen Wert legt er auf Schlichtheit, Frische und beste Qualität der Produkte. Inspiriert wurde er nicht nur durch den Film 'Der Duft der grünen Papaya', sondern auch durch zahlreiche Reisen nach Vietnam. Die Kunst der Gar- und Gewürzküche - auch 'Street Food' genannt -, lernte er bei Chefkoch Trieu le Minh im Restaurant 'Quan An Nyon' in Saigon. Dort mischte er seine eigenen Curry-Kompositionen, die er später nach Wien brachte. Der Film 'Der Duft der grünen Papaya' stellt Wini Brugger und die verschiedenen Kochstile Vietnams vor und führt durch die Märkte, Garküchen und Restaurants des Landes.

Der Film 'Der Duft der grünen Papaya' stellt Wini Brugger und die verschiedenen Kochstile Vietnams vor und führt durch die Märkte, Garküchen und Restaurants des Landes.

papaya.jpg (36564 Byte)

06:00 - 06:45, Phoenix
Messners Alpen fauna.gif (2335 Byte)

In den kalten Ostalpen wird Reinhold Messner Zeuge eines kleinen Wunders: In 1100 Metern erntet der 'Agrarrebell' Sepp Holzer noch Zitronen! Im idyllischen Ötztal lässt sich der Extrembergsteiger von Heimatforscher Hans Haid die sagenhafte Landschaft zeigen. Und auf Schloss Sigmundskron bei Bozen führt Messner die Zuschauer durch sein Museum, welches das Verhältnis von Mensch und Berg dokumentiert.

messner1.jpg (19065 Byte)

06:30 - 07:00, B3
Blickwechsel NordSüd

Auf den Philippinen betreibt die PREDA Stiftung fairen Handel mit Kunsthandwerk und getrockneten Früchten, unterstützt damit arme Familien und kämpft gegen den Verkauf von Kindern im Sexbusiness. Faire Handelshäuser und Entwicklungsorganisationen in Europa ermöglichen Bauern und Handwerkern ein höheres Einkommen. Sie setzen sich dafür ein, dass fair gehandelte Produkte, zum Beispiel Orangensaft, in die Läden kommen. Aktionen in Europa propagieren gerechten Handel und fordern die Solidarität von Konsumenten.

06:35 - 07:00, 3SAT
Felix und die wilden Tiere fauna.gif (2335 Byte) kind.gif (6180 Byte)

Im Daintree, einem großen Regenwaldgebiet in Australien, sind die Brillenflughunde zu Hause. Felix Heidinger zeigt, wie diese seltene Flughundeart lebt und welcher Gefahr sie ausgesetzt ist. Eine winzig kleine Zecke, von Schafherden der Menschen eingeschleppt, erweist sich als lebensbedrohlich für Brillenflughunde-Weibchen und deren Jungtiere. Deshalb haben Wissenschaftler eine Baby-Station eingerichtet, wo alljährlich Hunderte von kleinen, verwaisten Flughunden mit der Flasche aufgezogen werden.

06:45 - 07:30, Phoenix
Messners Alpen fauna.gif (2335 Byte)

An der Eigernordwand seilt Reinhold Messner sich mit dem Permafrostforscher Stephan Grube ab - es geht um die Stabilität der Felswände in Zeiten des Klimawandels. Am Gotthard besichtigt Messner Bergfestungen der Schweizer Armee und die Baustelle des gigantischen Gotthardbasistunnels. Am Matterhorn zieht Reinhold Messner ein Resümee zur Zukunft der Alpen.

messner2.jpg (34129 Byte)

09:00 - 09:45, Phoenix
Gottes Aquarium ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Das kleine Land Malawi liegt im Herzen Afrikas und ist den meisten Menschen völlig unbekannt. Doch Wissenschaftler haben es als 'Wiege der Menschheit' identifiziert. Denn wir alle stammen von Vorfahren ab, die einst in dieser Region gelebt haben. Internationale Hominidenforscher - vornehmlich aus Deutschland und Frankreich - haben in dieser afrikanischen Region die ältesten Funde menschlicher Knochen gemacht. Obwohl die meisten Bewohner Malawis bettelarm sind, ist das Land dennoch reich an Schätzen. So ist die Artenvielfalt im Malawisee auch heute noch schier unerschöpflich. Vom Fantasie-Regenbogenfisch über den weltberühmten Malawisee-Buntbarsch - der als schönster Aquarienfisch überhaupt gilt - bis hin zu besonderen Seeschlangen findet man zahlreiche Arten, zum Teil bis heute unerforscht wie zu Anbeginn der Schöpfung. Weit mehr als 1.500 einzigartige Tier- und Fischarten vermuten Forscher im See. Biologen und Anthropologen finden hier besondere Zwischenstufen der Evolutionsgeschichte. Jetzt gelang den Wissenschaftlern ein wichtiger Durchbruch: Dinosaurierknochen, die ältesten Menschenknochen und sogar Fossilteile von längst ausgestorbenen Ur-Arten gibt die Seeregion des südafrikanischen Grabenbruchs Stück für Stück preis. Bisher ist der mit 750 Meter extrem tiefe Malawisee nur oberflächlich erforscht. Das Filmteam um Birgit und Timm Ellwart hat erstmalig den Sprung in die unteren Schichten des Sees gewagt und dort Erstaunliches zu Gesicht bekommen. Ganz nebenbei entdeckten die Taucher mit ihren Unterwasserkameras gleich zwei neue Fischarten. Dabei sind Tauchgänge dort alles andere als einfach. Ständig hat die Kameracrew Nilpferd- und Krokodilattacken zu befürchten, mehr als einmal mussten die Dreharbeiten aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden.

malawi.jpg (38440 Byte)

09:10 - 09:55, Arte
Südafrika - Musangwe Fight Club

In brütender Hitze feuert die begeisterte Menge zwei Männer an, die sich einander nähern und dabei immer kleinere Kreise ziehen. Bis der eine den anderen mit dem Kopf rammt und anschließend den am Boden liegenden Gegner solange mit den Fäusten bearbeitet, bis der Schiedsrichter eingreift. Es ist ein Musangwe-Kampf und es scheint, als ob die Musangwe-Kämpfer alle über ungewöhnliche oder sogar übernatürliche Kräfte verfügten. In der Tat nehmen viele von ihnen an den Ritualen der 'Muti'-Magier teil. 'Muti' heißt auf Zulu 'Medizin'. Über die Musangwe-Fighter treten so auch die Magier gegeneinander an. Es wäre also falsch, das Jahresturnier anlässlich des großen Viehmarktes von Tshifudi nur als ein Gewalt-Happening zu sehen. Es ist auch ein gesellschaftliches Ereignis und eine Gelegenheit der Begegnung. Die Männer messen ihre Kräfte in mehreren Kategorien: Es gibt den Kampf für die Mambibi, die jungen Kämpfer, hinter denen immer die Väter stehen, und die Kämpfe für die Rovhasize, die Junioren. Junioren sind bereits erfahrene Kämpfer und bei den Zuschauern sind ihre Kämpfe die beliebtesten. Die Dokumentation 'Südafrika - Musangwe Fight Club' stellt einige der Sportler vor - zum Beispiel Frans Malala, den berühmtesten Musangwe-Champion aller Zeiten sowie JC, einen sehr populären Fighter der letzten Jahre, und Diesel, seinen härtesten Kontrahenten.

musang.jpg (38660 Byte)

09:45 - 10:30, Phoenix
Die Tierärzte vom Kilimanjaro fauna.gif (2335 Byte)

Im ostafrikanischen Tansania haben sich Elisabeth Stegtmaier und Laszlo Paisz ein kleines Paradies geschaffen. Phoenix zeigt nacheinander alle drei Folgen über das Leben der beiden deutschen Tierärzte.

Unter www.reiterhofkilimanjaro.de kann man auf der Makoa-Farm Reiterferien buchen.

kili1.jpg (47658 Byte)

10:30 - 11:15, Phoenix
Die Tierärzte vom Kilimanjaro fauna.gif (2335 Byte)

Elli und Laszlo, die beiden Tierärzte vom Kilimanjaro, bereiten sich auf eine Reise vor, die sie in die großen Wildschutzgebiete des Ngorongoro Kraters und der Serengeti führt. Vorher müssen auf der Farm noch die Patienten versorgt werden - ein Schopfadler etwa, der nicht mehr fliegen kann, und Schimmel Topas, der sich eine üble Beinwunde zugezogen hat. Der Servalkatze geht es besser, aber sie ist noch nicht über den Berg. Im weltberühmten Ngorongoro Krater sind Elli und Laszlo auf den Spuren der ersten Siedler, der deutschen Brüder Siedentopf. In der Serengeti werden die beiden Tierärzte Zeugen eines der größten Naturschauspiele der Welt, der Wanderung von Hunderttausenden von Gnus und Zebras.

kili2.jpg (56361 Byte)

11:15 - 12:00, Phoenix
Die Tierärzte vom Kilimanjaro fauna.gif (2335 Byte)

Elli und Laszlo, die beiden Tierärzte vom Kilimanjaro, werden zu Helfern in der Not für einen Elefanten, der in eine von Wilderern gelegte Schlinge geraten ist. Sie besuchen Martina Trappe, die aus einer der ältesten deutschen Siedlerfamilien stammt, und sie statten der Hatari-Lodge am Rande des Arusha Nationalparks einen Besuch ab. Benannt wurde die Lodge nach dem Hollywood-Film 'Hatari', einem Tierfänger-Drama, das 1960 in der Nähe gedreht wurde. Die Hauptrollen spielten Elsa Martinelli, John Wayne und Hardy Krüger.

Mitte der 1990er-Jahre kauften die beiden deutschen Tierärzte Elisabeth Stegtmaier und Laszlo Paisz die Makoa-Farm, eine kleine Kaffeeplantage am Fuße des Kilimanjaros. Dort im ostafrikanischen Tansania haben sich die beiden ein kleines Paradies geschaffen, mit 25 eigenen Pferden, Kühen, Schweinen, Gänsen, Enten und vielen anderen Tieren. Elli und Laszlo sind aber nicht nur Kaffeeanbauer, sondern behandeln auch die Haus- und Wildtiere und veranstalten Reitsafaris in das unberührte West-Kilimanjaro-Gebiet.

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12:00 - 12:15, RBB
Sigiriya - Sagenhafte Felsenfestung, Sri Lanka geschichte.gif (1360 Byte) unesco.gif (2965 Byte)

Im Herzen der Insel Sri Lanka stürzt im 5. Jahrhundert n. Chr. ein verblendeter Sohn den Vater vom Thron. Doch er will nicht nur die Macht, auch die Schätze des Königs. Dieser, ein großer Erbauer von Bewässerungssystemen, antwortet: 'Mein Reichtum ist das Wasser!' Der Thronräuber gerät außer sich vor Wut, kettet den Vater an einen Felsen und läßt ihn qualvoll verdursten. Er verjagt seinen Bruder, den rechtmäßigen Erben, aus dem Land. Doch bald beherrscht nur noch die Angst vor dessen Rache seine Gedanken. Er flieht in den Dschungel, hoch auf einen unzugänglichen Felsen und mauerte sich dort mit seinen Schätzen ein. Dem Wahn des Vatermörders verdanken wir einen herrlichen Palast zwischen Himmel und Erde, ein achtes Weltwunder, sagen manche. Die Felsenfestung von Sirigiya mit den Resten des Palastes, den Zisternen, Pools, erotischen Fresken, Felsenhöhlen und Wassergärten zeugt noch heute von den übermenschlichen Taten eines Gehetzten. Seine tragische Geschichte erzählt die filmische Dokumentation über die Festung in den Wolken - ein sagenhaftes, aber wahres Kapitel aus der Geschichte einer Insel voller Legenden.

12:00 - 12:15, 3SAT
Avila, Spanien unesco.gif (2965 Byte)

Als ein außergewöhnliches Beispiel mittelalterlicher Stadtarchitektur wurden die Altstadt der spanischen Stadt Avila und die Kirchen außerhalb der Stadtmauer 1985 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Eng verbunden mit der Geschichte Avilas und ihrer Architektur sind zwei Frauengestalten: Königin Isabella von Kastilien ersann dort die Inquisition, die heilige Theresa von Avila hingegen ihre Visionen und Gebete über Liebe und Toleranz. Der Film aus der Reihe 'Schätze der Welt - Erbe der Menschheit' folgt den Spuren der beiden gegensätzlichen Frauen und erzählt damit zugleich die Geschichte des mittelalterlichen Avila.

12:00 - 12:45, Arte
Inselträume ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Die Insel Sainte-Marie vor Madagaskar bildet mit ihrer aus Afrika und Asien zugewanderten Bevölkerung einen Schmelztiegel der Völker und Kulturen. Unberührte, weiße Sandstrände, Kokospalmen, türkisfarbene Lagunen - dieses paradiesische Bild bot sich schon den ersten Seefahrern, als sie hier an Land gingen. 1960 wurde Sainte-Marie unabhängig, doch erst als die Franzosen 1972 nach einem Referendum das Land definitiv verlassen mussten, war die Insel auch wirtschaftlich eigenständig. Großen Wert legen die Bewohner von Sainte-Marie auf ihre Piratenvergangenheit. Im 18. Jahrhundert ließen sich hier 2.000 Männer nieder, auf der Insel lebten damals nur 500 Menschen. Voller Stolz präsentiert der Lehrer Raymond den Piratenfriedhof. Das Leben auf der zu Madagaskar gehörenden Insel ist nicht leicht, da das Land zu den ärmsten Staaten der Welt zählt. Vor allem junge Mütter bekommen die Armut zu spüren, entziehen sich die Väter oft ihrer Verantwortung. So gibt es immer mehr Waisenhäuser, die von ausländischen Partnern finanziert werden müssen. Auch Schwester Florine leitet ein Waisenhaus. Obwohl ihr nur geringe Mittel zur Verfügung stehen, nimmt sie zahlreiche Kinder aus Sainte-Maire für kurze oder längere Zeit auf, da die Mütter ihrem Nachwuchs weder Nahrung noch Bildung bieten können. Trotz der großen Armut lassen sich die Bewohner von Sainte-Marie ihre Lebensfreude jedoch nicht nehmen.

mada.jpg (35493 Byte)

12:15 - 13:00, 3SAT
Theresa von Avila geschichte.gif (1360 Byte)

Wenn in dem mittelalterlichen Städtchen Avila im Herzen Spaniens das Fest der heiligen Theresa gefeiert wird, ist das ganze Volk auf den Beinen. Die sonst so ruhigen Straßen sind voller Menschen, die Hotels sind belegt, in den Küchen der Restaurants brodelt es, und vor der Stadtmauer werden die Vorbereitungen für das große Feuerwerk getroffen. Die Ortsheilige ist immerhin eine der größten Frauengestalten der katholischen Kirche, Ordensgründerin, erste weibliche Kirchenlehrerin und Patronin Spaniens. Und sie war eine Frau, die sich voller Leidenschaft gleichzeitig der Welt zuwandte und tiefe religiöse Erfahrungen suchte. Schon als junges Mädchen, als Tochter einer wohlhabenden Familie, in die sie 1515 hineingeboren wurde, schätzte sie die Freuden des Lebens. Doch die strengen Gesetze von Kirche und Gesellschaft des 16. Jahrhunderts setzten ihr Grenzen. Eine Möglichkeit, dennoch ein intensives und erfülltes Leben führen zu können, fand sie ausgerechnet im Kloster. Mit 20 Jahren trat sie in das Karmeliterkloster der 'Menschwerdung' in Avila ein. Theresas religiöser Weg war von da an gekennzeichnet von geheimnisvollen Krankheiten, mystischen Visionen und ekstatischen Erlebnissen. Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen, aber auch mit viel Charme, Humor und Diplomatie, gelang es ihr, sich fast völlig von der Bevormundung männlicher Geistlicher zu befreien. 1582 starb Theresa in Alba de Tormes, dem Sitz der mächtigen Herzöge von Alba. Schon 40 Jahre nach ihrem Tod wurde Theresa heilig gesprochen. Papst Paul VI. ernannte sie 1970 zur Kirchenlehrerin. Der Film 'Theresia von Avila' porträtiert die Heilige und gibt Einblicke in die Klausur des strengen Klosters der 'Menschwerdung' von Avila.

13:00 - 13:55, Arte
Die Krabbenflut fauna.gif (2335 Byte)

Wenn im November der Monsun auf der Weihnachtsinsel einsetzt, bricht die rote Flut los: Millionen Rote Landkrabben wandern vom Regenwald an die Küste, wo die Männchen Paarungshöhlen graben. Biologe Steve Morris hat einige mit Sendern ausgestattet, verfolgt ihren bis zu acht Kilometer langen Weg. Autoverkehr und ausgetrocknete, entwaldete Flächen kosten dabei viele Krabben das Leben.

Die Weihnachtsinsel im Indischen Ozean gehört zu Australien. Sie ist zum größten Teil von tropischem Regenwald bedeckt, der den Krabben Nahrung bietet.

krabben.jpg (41484 Byte)

13:30 - 14:15, SWR
Tirol - Leben im Bergland fauna.gif (2335 Byte)

Es sind Menschen, die über Generationen hinweg gelernt haben, sich gegen eine alles bestimmende Natur zu behaupten, in ihr zu überleben - die Bergbauern in den Tiroler und Osttiroler Seitentälern, die von der Landschaft geprägt sind, in der sie leben. Der international ausgezeichnete Regisseur Curt Faudon porträtiert das raue und harte Leben dieser Menschen zwischen Arbeit, Festen und dem Kampf mit der Natur. Mit Kameramann Stephan Mussil macht er sich auf die Suche nach jenen archaischen Schnittstellen zwischen Landschaft und Mensch, die im Hochgebirge auch im 21. Jahrhundert noch existieren. Am Ötztaler Similaun-Gletscher drehte Faudon etwa den alljährlichen Großen Schafabtrieb vom Alpenhauptkamm in die Täler Südtirols, im Osttiroler Villgratental folgte er den Bergbauern durch einen langen Winter. Entstanden sind Bilder von großer Ruhe und Würde, ob es sich dabei um eine uralte Holzsammlerin am Bergwald oder die Errettung eines Schafes aus dem Gletscher handelt, um Strategien des täglichen Überlebens oder um Rituale, sich den Himmel gewogen zu halten. Der Mensch, das ist Curd Faudons großes Thema, achtet hier den Berg und seine Gesetze, auf dass der Berg den Menschen schone.

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14:00 - 14:45, Arte
Flüsse der Welt fauna.gif (2335 Byte) unesco.gif (2965 Byte)

Wer dem Nil von der ägyptischsudanesischen Grenze bis zum Delta am Mittelmeer folgt, vor dem breitet sich die Geschichte uralter Zivilisationen aus: die Felsentempel von Abu Simbel, das Tal der Könige und die Ruinen von Theben. Noch immer ist der Nil Lebens- und Hauptverkehrsader des 80-Mio.-Einwohner-Landes Ägypten. Früher verwandelten sich seine Ufer durch das jährliche Hochwasser in fruchtbare Auen. Heute liefern Staudämme wie der Assuan-Hochdamm zwar Strom, aber sie halten auch den Flussschlamm zurück, so dass der Boden oftmals künstlich gedüngt werden muss.

Der Assuan-Staudamm wurde von 1960 bis 1971 gebaut. Die Kosten betrugen umgerechnet 2,2 Mrd. Euro.

nil4.jpg (31964 Byte)

14:15 - 15:00, NDR
Das Tote Meer ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Das Tote Meer trägt seinen Namen zu Recht: Die Salzkonzentration ist mit 33 % so hoch, dass Fische und Pflanzen eingehen würden. Hautkranke dagegen versprechen sich von den Mineralstoffen Heilung; Touristen können sich mit der Zeitung in der Hand treiben lassen. Die deutschenglische Koproduktion blickt in 3D-Animationen auf die geografische Entwicklung der Region.

Das Tote Meer ist der tiefste Punkt der Erdoberfläche. Durch Verdunstung sinkt der Wasserspiegel jedes Jahr um rund einen Meter.

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14:15 - 15:00, NDR
Bilderbuch Deutschland fauna.gif (2335 Byte)

Quer durch Schleswig-Holstein fließt die Eider, bevor sie bei Tönning in die Nordsee mündet. Friedlich mäandert sie durch Marschen und Moore. Ein Fluss, der nach dem Bau des Nord-Ostsee-Kanals nur noch für Freizeitkapitäne von Bedeutung ist. Ein Fluss ohne Dramatik, mit viel Beschaulichkeit und stillem Reiz. Da ist zunächst das Dorf Bergenhusen: das 'Storchendorf' Schleswig-Holsteins. Fast jedes Haus hat sein Storchennest, wenn sich auch heute die Lebensbedingungen Adebars verschlechtert haben. Oder Friedrichstadt: Erbaut wurde die Kleinstadt von den Holländern. Es waren Glaubensflüchtlinge, die ihre schmucken Häuser an Grachten und Kanälen bauten. An der Nordseemündung liegt Tönning, wo Tonnenleger und Krabbenfischer leben. Zum Ringreiterfest versammeln sich hier die Bewohner der Halbinsel Eiderstedt. Wie Trutzburgen erheben sich auf der weiten 'platten' Fläche die berühmten Haubarge, mächtige Vierkanthöfe, die alles unter einem Dach vereinen: Wohnung, Viehstall, Heuboden. Das Wahrzeichen der Halbinsel Eiderstedt, die ihren Namen der früher einmal bedeutendsten Wasserstraße des Landes zwischen Ost- und Nordsee zu verdanken hat, ist der berühmte Leuchtturm von Westerhever. Das letzte Wort in diesem Kapitel 'Bilderbuch Deutschland' hat darum der Leuchtturmwärter. Doch Heinrich Geertsen braucht nicht mehr diesen wunderschönen einsamen Arbeitsplatz aufzusuchen, der technische Fortschritt hat Leuchtturmwärter überflüssig gemacht. Aber auf das Leuchtfeuer am Horizont braucht trotzdem niemand zu verzichten.

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15:30 - 15:55, B3
Felix und die wilden Tiere fauna.gif (2335 Byte) kind.gif (6180 Byte)

Felix Heidinger ist auf der australischen Insel Tasmanien unterwegs, um Tiere aufzuspüren, die bei uns fast unbekannt sind. Er begegnet nicht nur einem Schnabeligel, der sein Junges in einer Bauchfalte mit sich herumträgt, sondern auch einem Schnabeltier. Dieses erstaunliche Mischwesen aus Echse und Säugetier lebt im Wasser, legt seine Eier an Land und säugt die geschlüpften Jungen. Felix hat noch mehr ungewöhnliche Begegnungen: z. B. mit einem winzigen, mausartigen Nasenbeutler und mit einem Quall, der auch Beutelmarder genannt wird. Er trifft auf den Tasmanischen Teufel und hört sich dessen schauerliches Geschrei an. Und schließlich erfährt er, dass man denTasmanischen Tiger nicht mehr in der Wildnis entdecken kann. Das große, gestreifte Raubtier ist inzwischen ausgestorben. Es war aber kein Tiger sondern ein Beutelwolf.

16:00 - 16:45, H3
Auf den Spuren der Wikinger geschichte.gif (1360 Byte)

'Dass die Wikinger über die Ozeane der Welt gesegelt sind, verdient Respekt', sagt der Pole Henryk Wolski. Wirklich angetan jedoch hats ihm eine Wikingerroute über Flüsse zwischen seiner Heimat Danzig und Odessa. Mit der 'Welet', einem originalgetreuen Nachbau eines Wikingerschiffes, und einer starken Rudermannschaft gehts auf die turbulente Reise. Ein '360°'-Team ist dabei.

18:05 - 19:00, Arte
Razzia im Regenwald fauna.gif (2335 Byte)

Seit 30 Jahren ist José de Souza Kontrolleur der Umweltschutzbehörde Ibama im Hinterland von Rio de Janeiro. Jetzt soll er der Bundespolizei im Kampf gegen den illegalen Tierhandel helfen. Geplant ist eine große Razzia im Amazonas-Gebiet. Die Regenwälder sind hier besonders artenreich und ein begehrtes Jagdgebiet für Wilderer. Von ihren Booten aus entern die Kontrolleure Kanus und sogar größere Passagierschiffe, um nach gewilderten Tieren zu suchen. Ein nicht ungefährliches Unterfangen, denn nur selten geben die Wilddiebe ihre Beute freiwillig heraus. Kaum einer von ihnen ist unbewaffnet, und einige arbeiten im Auftrag größerer illegaler Organisationen. Sie jagen alles, was Profit verspricht: Jaguare wegen ihres Felles, Kaimane und Schlangen wegen ihrer Haut und Affen, weil sie besonders possierliche Hausgenossen abgeben. Und für einen Ara aus der Wildnis Brasiliens zahlt manch ausländischer Sammler sogar ein Vermögen. Immer wieder erhält José de Souza Drohanrufe, nicht selten Todesdrohungen. Noch sieht seine Frau Ozinete die Sache pragmatisch: 'Das sind doch alles keine Männer, die jemanden durchs Telefon bedrohen. Wenn sie Mumm in den Knochen hätten, würden sie vor unserem Haus stehen.' Das hat bislang zum Glück noch keiner getan.

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18:30 - 19:15, Phoenix
Die Teeroute ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Yaks haben die Pferde ersetzt. Denn ab 1.800 Meter wird die Luft dünner und Temperaturen bis minus 40 Grad Celsius halten Pferde nicht aus. Die Yakführer der Karawane zögern nicht, die Tiere schwer zu beladen, und verstauen zwischen Unmengen an Fleisch, Salzsäcken und anderen Lebensmitteln auch die Teepakete. Nur bei regelmäßiger Nahrungsaufnahme können Menschen solch niedrigen Temperaturen standhalten. Fleisch und Tee allein reichen nicht aus, sie müssen auch das tibetische Grundnahrungsmittel 'Tsampa' zu sich nehmen, einen kompakten Brei aus geröstetem Gerstenmehl, Tee und Yakbutter. Lhasa, die Hauptstadt Tibets, ist nicht nur die Hochburg des Buddhismus, sondern auch eines der größten Handelszentren des Reichs der Mitte. Hier ist die Endstation der spektakulären Reise entlang der historischen Teestraße. Seit den 60er Jahren ist durch den Bau von Straßen und Autobahnen der Transport von Tee auf Pferde- und Yakrücken selten geworden. Aber für echte Teeliebhaber bleibt die 'Reifung auf dem Pferderücken' das Nonplusultra. Und die Puristen der Teekultur würden niemals auf diesen ganz besonderen Geschmack verzichten wollen, der nur beim traditionellen Transport entsteht. Um es mit den Buddhisten zu halten: Die Teestraße kann als wichtiger Bestandteil der Identität eines ganzen Volkes nicht sterben, sie kann nur wiedergeboren werden.

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18:30 - 19:00, 3SAT
Expedition Wissen ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

'Uisge Beatha', 'Wasser des Lebens', nennen die Schotten auf Gälisch ihren Whisky. In den vom rauen Seeklima geprägten Highlands findet man alle Zutaten, um einen herausragenden Whisky zu brennen. Die wichtigsten: frisches, reines Quellwasser, gefiltert von Granit und Torf, Gerstenmalz und Hefe. In den Lagerhäusern Schottlands reifen mehr als 125 Millionen Liter Whisky in über 800.000 Fässern. Der Geschmack eines Whiskys hängt jedoch nicht nur von seinen Bestandteilen ab, sondern von zwei weiteren Faktoren: dem Herstellungsprozess und der Reifung im Fass. Gute Whiskys sind rar. Entsprechend argwöhnisch hüten die zahlreichen schottischen Brennereien die Geheimnisse ihrer Herstellungsverfahren. 'Expedition Wissen' spürt die Geheimnisse des traditionsreichen Brandes auf: Der Journalist Reiner Luyken, ein Schottland- und Whisky-Kenner, erklärt in dem Film die komplexen Herstellungsarten und kommentiert die unterschiedlichen Produkte, darunter den berühmten Single Malt.

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19:15 - 20:00, Phoenix
Andreas Kieling. Mitten im wilden Deutschland fauna.gif (2335 Byte)

Das ehemalige Grenzgebiet zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt und weiter nördlich zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ist dünn besiedelt. Hier ist die Natur noch am ursprünglichsten. Andreas Kieling wandert um verträumte Seen, beobachtet Störche auf den Elbwiesen, testet die Wasserqualität des großen Stroms. An der Ostsee, dem Lebensraum von Seeadler und Schweinswal, ist Kieling am Ende seiner Grenzwanderung.

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19:30 - 20:15, Arte
Am Mississippi ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Memphis ist die größte Stadt am Mississippi, und dank Elvis Presley auch die berühmteste. Fast 600.000 Fans pilgern jährlich zum Haus des 'King' nach Graceland. Ein weiterer kulturell bedeutender Ort wird mit der 18.000-Einwohner-Stadt Hannibal angesteuert, in der Schriftsteller Mark Twain aufwuchs.

'Huckleberry Finn'-Autor Mark Twain (1835 - 1910) arbeitete vier Jahre lang als Steuermann auf Mississippi-Dampfern.

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19:30 - 20:00, 3SAT
Meisterwerke der Menschheit ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Es ist noch dunkel, erst fünf Uhr morgens, dennoch liegt schon eine große Schwüle über dem kleinen Übungsraum im südindischen Kerala. 15 Jungen sind dorthin gekommen, um sich zu dehnen und um ihre Gelenke geschmeidig zu machen für einen der schwierigsten Tänze überhaupt. Die Rede ist von Kuttiyatam, dem über 2.000 Jahre alten Tempeltanz aus Indien, der auch heute noch seine Zuschauer mit prächtigen Masken und stilisierten Gesten fasziniert. Die UNESCO hat diesen Tanz als 'Meisterwerk der Menschheit' unter ihren Schutz gestellt. An diesem Morgen ist auch Sangit in den Übungsraum gekommen. Der gläubige 19-jährige Hindu stammt aus einer Künstlerkaste, sein Vater war selbst ein bekannter Tempeltänzer. Sangit muss in einer Woche seine erste Vorführung bestehen, gewissermaßen sein Abschlussexamen. Auf die Tanzschule dürfen nur die Besten, und nur ganz wenigen steht eine Zukunft als professioneller Tänzer bevor. Zu den Auserwählten zählt auch Shalini. Sie träumt davon, eines Tages mit Sangit aufzutreten. Allein das Auftragen der aufwendigen Masken, die teilweise gemalt und aufgeklebt werden, dauert Stunden. Der Tanz ist ohne die Kenntnis der mythologischen Götter- und Sagenwelt nicht zu verstehen. Die Verehrung der Lehrer als Gurus, der tägliche Gang der Schüler zum Tempel Shivas gehört zum Alltag der Tanzschule. Daher ist auch das tägliche Studium der heiligen Schriften ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung. Der Film von Norbert Busè verfolgt die komplizierte und komplexe Präsentationsform des Tempeltanzes Kuttiyatam. Seit 2003 stellt die UNESCO neben Bauwerken und Naturstätten auch immaterielle Weltkulturgüter unter ihren Schutz. Die zweite 'Meisterwerke der Menschheit'-Staffel stellt sechs von ihnen vor.

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20:15 - 21:00, H3
Afrika - Die große Wanderung der Gnus fauna.gif (2335 Byte)

Die Sendereihe zeigt die größte Wanderung von Landtieren weltweit, eine abenteuerliche Reise von über 3.000 Kilometern, die jedes Jahr aufs Neue unternommen wird. Mehr als eine Million Gnus nehmen daran teil, ebenso zahlreiche Zebras und Antilopen. Die einjährige Wanderung folgt den Regenfällen, die für frische Nahrung sorgen, und verläuft auf einem Rundweg durch die Serengeti Tansanias und die kenianische Masai Mara. Die Zuschauer erleben die abenteuerlichen Geschehnisse aus der Sicht eines einzelnen Gnus, das von seiner Geburt an über die ganze lange Reise begleitet wird, bis es am Ende mit seiner Mutter wieder dort ankommt, wo es vor einem Jahr geboren wurde. Die Strapazen dabei sind unvorstellbar, denn überall, an Land wie an Wasser, wird den Riesenherden aufgelauert. Für Krokodile, Löwen, Geparden, Hyänen und für alle Raubtiere der Savanne herrscht Hochzeit, wenn die Herden auf der langen Wanderung ihr Territorium durchkreuzen. Die oft winzigen Kameras sind bestens getarnt, um mitten im Geschehen filmen zu können. Die 'Steinkamera' etwa steht direkt im Weg der ziehenden Herde, kann ihr sogar folgen. Ähnliches leistet die 'Dungkamera'. Eine Kamera ist in die Nachbildung eines Flusspferdkopfes eingebaut und wird durch den Fluss gesteuert, wenn die Herde ihn durchquert. Die 'Krokodilkamera' dokumentiert, wie die Reptilien den Gnus auflauern. Die 'Geierkamera' liefert aus großen Höhen einzigartige Überblicke über die Wanderung, zeigt aber auch in nie gekannter Perfektion, wie sich Räuber an die Herden heranschleichen. Die 'Libellenkamera' ist sehr leise, kann von oben dicht an die Herde heranfliegen, ohne diese aufzuschrecken. Die 'Schildkrötenkamera' wurde in einen entsprechenden Panzer eingebaut und bewegt sich ungestört in einem Löwenrudel. Für den Film haben diese Spezialkameras insgesamt 500 Stunden Filmmaterial über das Verhalten der Gnus aufgezeichnet, aber auch die verschiedenen Strategien der einzelnen Raubtierarten dokumentiert.

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21:00 - 21:45, RBB
Wildes China ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Das Land im Himalaya bietet eine einzigartige Tierwelt. Neben Yaks, Braunbären, Wölfen und Tibetfüchsen leben hier Schneeleoparden , die durch illegale Jagd gefährdet sind. Eine weitere bedrohte Spezies ist der Tschiru, eine Antilopenart, deren Fell die edle Shahtoosh- oder auch Königswolle liefert.

Schneeleoparden werden wegen ihres Pelzes und ihrer Knochen gejagt. Letztere finden in der Traditionellen Chinesischen Medizin Verwendung, erzielen hohe Preise.

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21:45 - 22:30, Phoenix
Das Gold der Konquistadoren geschichte.gif (1360 Byte)

Der Drang nach Ruhm und Goldreichtum trieb den deutschen Abenteurer Ambrosius Alfinger vor 500 Jahren hinaus in die Neue Welt. Ein TV-Team folgt seiner beschwerlichen Route durch Panama in das heutige Guerilla-Gebiet Kolumbiens.

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22:30 - 23:20, Phoenix
1536 - Tod der Sonnensöhne geschichte.gif (1360 Byte)

Der peruanische Archäologe Guillermo Cock machte an einer Fundstätte in der Nähe von Lima Entdeckungen, die vielleicht den ersten materiellen Beweis für eine Widerstandsbewegung der Inkas liefern. Die neu gewonnenen Erkenntnisse weisen darauf hin, dass die Angehörigen dieser hoch entwickelten Zivilisation den brutalen und habgierigen spanischen Eroberern im 16. Jahrhundert einen verbissenen Guerillakrieg lieferten. Sie errichteten Gegenbelagerungen, wandten Einschüchterungstaktiken an und versuchten in einem Wettlauf gegen die Zeit, die Waffen und Kriegsstrategien der Spanier zu beherrschen. Es scheint, als hätte es selbst mit Hilfe Tausender indianischer Rekruten und Söldner aus dem heutigen Nicaragua mehrere Jahrzehnte gedauert, bis die Konquistadoren die Inka-Rebellen bezwingen konnten. Tatsächlich soll es den Inkas sogar fast gelungen sein, die Spanier vom südamerikanischen Kontinent zu vertreiben. Guillermo Cock schreibt die Geschichte der Eroberung des Inka-Reiches neu und stützt seine Hypothesen auf Untersuchungen der Mumien und Skelette eines Ausgrabungsortes in Lima. Anhand stringenter anthropologischer, forensischer und historischer Analysen wird die Geschichte des Inka-Untergangs aus einer neuen Perspektive dargestellt.

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23:20 - 00:50, Phoenix
Feuerland ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Ein Archipel, das zu den unwirtlichsten, doch landschaftlich schönsten der Erde gehört, ist 'Tierra del Fuego', auf Deutsch Feuerland. Der portugiesische Seefahrer Ferdinand Magellan entdeckte die Inseln im Jahr 1520. Gut 300 Jahre später begleitete der junge Charles Darwin eine Expedition nach Feuerland und verbrachte fast zwei Jahre auf der Inselgruppe an der Südspitze Südamerikas. Er schrieb über die Gegend: 'Vorzuherrschen in dieser stillen Einsamkeit schien der Geist des Todes, nicht der des Lebens'. Tatsächlich ist die Geschichte Feuerlands gespickt mit brutaler Eroberung und Vernichtung. Doch nur wenige Orte verbinden sich so sehr mit der menschlichen Sehnsucht nach Weite, Ferne, Stille und ursprünglicher Natur.

Auf den Spuren des Evolutionsbiologen Charles Darwin und des Entdeckers Ferdinand Magellan beschreibt der Dokumentarfilm 'Feuerland' das Archipel.

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