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Donnerstag, 05.08.2010
00:00 - 01:00, Phoenix
Leben im Minenfeld

Kambodscha ist ein traumhaft schönes, fruchtbares Land mit lächelnden, freundlichen Menschen. Doch der Schein trügt. 30 Jahre Krieg haben ein tödliches Erbe zurückgelassen. Jeden Monat explodieren hier etwa 60 Landminen. Kambodscha hat die meisten Minenamputierten der Welt: 35'000 Menschen haben hier bei Unfällen Füße, Beine oder Arme verloren. Mit jedem Schritt riskiert man hier sein Leben. Eindrücklich zeigt die norwegische Dokumentarfilmerin Marit Gjertsen, wie selbstverständlich die Bevölkerung mit dieser allgegenwärtigen Bedrohung umgeht. Jährlich werden in Kambodscha rund 1000 Menschen durch herumliegende Minen getötet oder verstümmelt. Meistens trifft es die Ärmsten der Armen. Um zu überleben, roden sie vermintes Land. Sie säubern es eigenhändig von Unkraut und Minen, um es bepflanzen zu können. Humanitäre Entminung nennt man das. Im Mittelpunkt des Films stehen An Vi und ihre acht Töchter. Ihr Mann wurde durch eine Mine getötet. Seither muss sie allein für ihre Familie sorgen. Die Witwe beklagt sich nie, obwohl sie keine Unterstützung bekommt. Und Angst kann sie sich schlichtweg nicht leisten. An Vi sagt: 'In diesem Land musst du hart arbeiten. Wenn du Angst hast und zu Hause bleibst, kannst du deinen Kindern nichts zu essen geben.' Während die Filmerin Marit Gjertsen An Vi und ihre Kinder aufs Feld begleitet und ständig bangt, dass dabei eine Mine hochgeht, hat der 25-jährige Ry Sok genau das schon erlebt und dabei einen Fuß verloren. Auch er trägt sein schweres Schicksal ohne Klagen. Da er wegen seiner Verstümmelung keine Familie ernähren kann, trennt sich seine Verlobte von ihm. Doch er hat Glück im Unglück und kann sich zum Motorfahrradmechaniker ausbilden lassen. Ironischerweise wurde der Unfall für ihn zum Weg aus dem sozialen Minenfeld, und die Hochzeit findet schließlich doch noch statt. Mit ihrem einfühlsamen Film gibt die Norwegerin Marit Gjertsen der Landbevölkerung Kambodschas eine Stimme. Oder wie es An Vi formuliert: 'Diese Aufnahmen geben mir das Gefühl, mein Leben sei wichtig. Ich möchte, dass andere Menschen sie sehen.'

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06:10 - 06:15, Phoenix
Mode aus Afrika

Felsbilder, die man vielerorts in Namibia findet, geben Wissenschaftlern Rätsel auf: Waren die Künstler Vorfahren der San, die vor Jahrtausenden das südliche Afrika durchstreiften? Der Film spürt den Geheimnissen dieser steinzeitlichen Kunstwerke nach.

06:15 - 06:45, Phoenix
Mit der Bummelbahn um den Baikalsee ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) bahn.jpg (2944 Byte)

Mit 20 Stundenkilometern fährt ein alter Bummelzug um den südlichen Zipfel des Baikalsees - viermal in der Woche, auch bei Eis und Schnee. Für die Anwohner ist er eine Lebensader: Weil es keine Läden gibt, verkauft die Schaffnerin an den Haltestellen Nahrungsmittel und Medikamente. Touristen werden von den Dorfbewohnern mit eingelegten Gurken und Zedernvodka versorgt. Albrecht Reinhardt schildert Eindrücke und Begegnungen.

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06:45 - 07:30, Phoenix
Wunder der Natur ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Er ist der älteste, tiefste und wasserreichste See der Erde: 'Brunnen des Planeten' nennen die Russen den Baikal - und tatsächlich könnte der See die gesamte Weltbevölkerung über 50 Jahre mit Trinkwasser versorgen.

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06:50 - 07:30, 3SAT
Das Heanzenland fauna.gif (2335 Byte)

'Heanzen' werden die deutschsprachigen Bewohner des südlichen und mittleren Burgenlands genannt, die sich dort im 11. und 12. Jahrhundert angesiedelt haben. Im Zentrum des Heanzenlandes liegt der Kurort Bad Tatzmannsdorf. Die unverwechselbare sanfte Hügellandschaft des Südburgenlandes und das milde Klima schaffen ein ideales Ambiente für den Kurort. Das Moor wird schon seit Jahrhunderten für therapeutische Zwecke eingesetzt. Der 'Wohlfühlort', wie sich Bad Tatzmannsdorf gerne nennt, bietet auch eine großartige Kulisse für Freunde des Golfsports, für Radler und Wanderer. Gourmets und Liebhaber erlesener Weine finden in diesem Gebiet regionale kulinarische Schmankerln und zahlreiche Winzer, die gerne ihre Kellertüren zur Verkostung öffnen. Der Film von Ernst A. Grandits stellt 'Das Heanzenland' vor.

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08:00 - 08:45, Arte
Die Bogenschützin von Bhutan ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Fast jeder männliche Bewohner Bhutans praktiziert die Kunst mit Pfeil und Bogen zu schießen - ein Relikt aus der kriegerischen Vergangenheit des buddhistischen Bergvolkes. Bei einem traditionellen Wettkampf treten jeweils zwei Dörfer gegeneinander an. Frauen dürfen die männlichen Kontrahenten dabei lediglich anfeuern. Doch in dem kleinen Dorf Radhi gibt es eine Ausnahme. Hier trainiert die 25-jährige Tshering Chhoden für Olympia. Als Frau darf sie an dem traditionellen Kräftemessen nicht teilnehmen, obwohl sie sich darauf vorbereitet, ihr Land vor der ganzen Welt zu repräsentieren. Tshering Chhoden gilt als Virtuosin mit Pfeil und Bogen. Das abgeschottete Bhutan hat sich erst in den letzten Jahren der Außenwelt geöffnet. Noch 1960 war ein fünftägiger Fußmarsch nötig, um in das Land zu gelangen. Damals begann König Wangchuk mit seiner vorsichtigen Modernisierungspolitik. Bis heute bestimmen er und seine Minister, wie viel Einfluss von außen sein Volk verkraftet, ob es reif ist für Elektrizität, Fernsehen oder Tourismus. Industrialisierung wird nur geduldet, wenn sie nicht gegen die hohen Umweltstandards verstößt. Westliche Entwicklungspolitiker betrachten den Himalayastaat als Musterland, doch das Volk steht nur zum Teil hinter dem Monarchen. Viele der überdurchschnittlich gut ausgebildeten jungen Menschen, von denen manche im Ausland studiert haben, fühlen sich bevormundet. Tshering Chhodens Alltag während der Olympiavorbereitungen ist typisch für das Zusammentreffen von Tradition und Moderne in Bhutan. Sie glaubt fest an Dämonen und Hexen und daran, dass ihre Tempelbesuche das Sportlerglück beeinflussen werden. Gleichzeitig trainiert sie mit einem professionellen Coach und moderner Hightechausrüstung.

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09:15 - 10:00, Arte
Laos - Die Karawane der bedrohten Elefanten ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Laos wurde einst das 'Land der Millionen Elefanten' genannt. Heute gibt es hier nur noch 2.000 wildlebende und zahme Elefanten. Die Gefahr ist groß, dass in etwa zehn Jahren der Elefant ausgestorben ist, der innerhalb der laotischen Kultur eine entscheidende Rolle besetzt. Um auf diese Bedrohung aufmerksam zu machen, werden während der traditionellen Feierlichkeiten des Vat-Phou-Tempels in Südlaos vier Elefanten auf einen 1.300 Kilometer langen Marsch geschickt. Begleitet von 'ElefantAsia', einer französischen Organisation, sollen sie in drei Monaten in Luang Prabang, dem alten Königssitz des 'Landes der tausend Elefanten', an der großen Prozession zum laotischen Neujahrsfest teilnehmen. Auf ihrem Weg durchquert die 'Caravan Xang' genannte Expedition viele abgeschiedene Landesteile und einige Städte. Überall begrüßen die Menschen ungeachtet ihrer ethnischen Zugehörigkeit und ihres Glaubens die Elefanten mit religiösem Eifer und tiefer Verehrung.

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10:33 - 11:18, MDR
Im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft fauna.gif (2335 Byte)

Nachdem im März 1990 die Modrow-Übergangsregierung 23 große Schutzgebiete einstweilig gesichert hatte, beschloss die letzte DDR-Regierung in ihrer letzten Sitzung am 12. September 1990 das Nationalparkprogramm der DDR. Zwei Tage vor dem 3. Oktober 1990 trat es in Kraft. Als 'Tafelsilber der deutschen Einheit' - so der damalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer - wurden damit 14 Landschaften, darunter fünf Nationalparks, endgültig unter Schutz gestellt. Weitere folgten inzwischen. Zum 20-jährigen Jubiläum zeigt der MDR aus seiner Reihe 'Deutschlands wilde Tiere' noch einmal die Dokumentationen über die ersten Naturräume im Osten mit dem höchsten Schutzstatus. Der wichtigste Rastplatz für Kraniche in Deutschland und einer der größten in Mitteleuropa ist die Vorpommersche Boddenlandschaft. Im Herbst verweilen im Nationalpark manchmal mehr als 30.000 dieser größten heimischen Vögel. Doch nicht nur für die Kraniche, sondern auch für viele andere Zugvögel ist diese Region eine optimale Zwischenstation auf ihrem Weg in den Süden. Die Landschaft ist vielgestaltig: Steil- und Flachküsten, Landzungen, Buchten, Dünen und Strandseen liegen nirgendwo so eng beieinander. Ein Teil vom Darß, Hiddensee und die Vogelinseln Kirr und Oie gehören dazu. Sie laden viele Vogelarten auch zum Überwintern ein. Im zeitigen Frühjahr kehren die Kraniche, auch 'Vögel des Glücks' genannt, zurück. Mit einem spektakulären Balz-Tanz kündigt sich die Paarung an. Versteckt brüten sie im märchenhaften Erlenbruch des Darßer Waldes. Dabei wechseln sich Männchen und Weibchen arbeitsteilig ab. Bereits im Frühsommer brechen die Kranichjungen zu ihren ersten Ausflügen auf. Eine Zeit, in der auch auf den Vogelinseln bei Kibitzen und Säbelschnäblern Hochbetrieb herrscht. In den Sandwänden der Steilküste von Hiddensee nisten Hunderte Uferschwalben. Dreiviertel der gesamten Fläche des Nationalparks bestehen aus Wasser. Eine Besonderheit sind die im Bodden gelegenen Seegraswiesen mit zahlreichen Kleintieren. Bei einem Tauchgang wird auch dieser wichtige Lebensraum vorgestellt.

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12:00 - 12:45, Arte
Inselträume

Shodoshima ist eine Insel in der japanischen Seto-Inlandsee. Seit über 400 Jahren wird hier Sojasoße hergestellt, und die Insel deckt heute einen Großteil des Weltbedarfs. Sie ist aber auch der einzige Ort in Japan, an dem Oliven wachsen, deren Öl zur Kosmetikherstellung verwendet wird. Jedes Jahr, wenn die Ölbäume blühen, findet dort ein großes Fest mit einem Ball statt. Er soll den jungen Leuten auf der Insel Gelegenheit zu neuen Bekanntschaften geben, denn die Veranstaltung zieht junge Mädchen aus ganz Japan an. Die Inselbewohner leben vom Reisanbau und vom Fischfang, dennoch ist die lokale Küche von gängigen Klischees wie Sushi und Konsorten weit entfernt. Berühmt ist Shodoshima auch für seine Kabuki-Aufführungen, eine traditionelle japanische Theaterform. Es wurden sogar bereits Vorstellungen vor dem japanischen Kaiserpaar gegeben. Außerdem gibt es auf Shodoshima nicht weniger als 88 Pilgerstätten, die gläubige Buddhisten aus ganz Japan anziehen.

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12:45 - 13:00, 3SAT
Teneriffa - Der Süden

Klimatisch ist die Ferieninsel Teneriffa in zwei Zonen geteilt: in den Süden mit jeder Menge Sonne und heißen Temperaturen und in den Norden mit gemäßigtem feuchten Klima und milden Temperaturen. Die Insel ist im Lauf der Jahre zur 'Badewanne Europas' geworden. Heute kommen pro Woche 100.000 sonnenhungrige Gäste. Sechs Millionen sind es im Jahr. Der Südteil der Insel um Playa de las America und Los Cristianos ist von den Touristenmassen besonders betroffen. Der Film 'Teneriffa - der Süden' stellt den südlichen Teil der Ferieninsel vor.

14:00 - 14:45, Arte
Flüsse der Welt ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Der Urubamba ist ein Quellfluss des Amazonas. Er entspringt in den Anden, nahe des Passes Abra La Raya nordwestlich des Titicacasees, und fließt durch das Valle Sagrado, das Heilige Tal der Inka. Dort zeugen beeindruckende Ruinenstädte wie Machu Picchu von vergangener Pracht und der entwickelten Zivilisation der südamerikanischen Urbevölkerung. Eine Vergangenheit, die auch heute noch in der Region und der Kultur ihrer Einwohner gegenwärtig ist.

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15:15 - 16:00, NDR
Durch Australien in legendären Zügen bahn.jpg (2944 Byte)

Der Ghan gehört zu den berühmtesten Reisezügen der Welt. Robert Hetkämper und sein Team sind damit gereist, fuhren von Adelaide im Bundesstaat South Australia bis nach Darwin im tropischen Norden des Landes. Die Doku erzählt von einer Rettungsstation für Kängurubabys, vom Weinanbau im Barossa Valley, von den letzten Opalsuchern in der Wüste und von den Aborigines-Malerinnen in Alice Springs.

Info: Zur Anreise aus Melbourne nutzt Hetkämper eine weitere Zuglegende: den Overland, der als Schlafwagenzug durch den Staat Victoria im Südosten Australiens fährt.

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15:30 - 15:55, B3
Felix und die wilden Tiere fauna.gif (2335 Byte) kind.gif (6180 Byte)

Felix Heidinger schließt sich in der afrikanischen Kalahari-Wüste einem einheimischen Fährtensucher an. Boss ist ein Nachfahre der Buschmänner. Im Jogging-Tempo läuft Boss durch die Wüste. Dabei sieht und riecht er Tierspuren wie kein anderer. Mit Boss verfolgt Felix die Jagdfährten großer Raubkatzen und erfährt dabei, wie man ihre Spuren an den Bäumen und auf dem sandigen, spärlich bewachsenen Wüstenboden richtig deutet. Gemeinsam spüren sie ein Löwenrudel auf, das sich an eine Antilopenherde herangeschlichen hat, sie folgen einem Gepardweibchen, das zwei hungrige Jungtiere versorgen muss und sie finden sogar einen Leopard, der ein Stachelschwein gerissen hat. Weit verstreut liegende Stacheln sind alles, was von der Mahlzeit übrig ist. Die Stacheln weisen ihnen den Weg zum Jäger, der satt und faul auf einer Düne liegt.

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16:00 - 16:45, H3
Paradies am Polarkreis fauna.gif (2335 Byte)

Über 500 Quadratkilometer ist die einzigartige Landschaft von Muddus groß. Hier folgt Wildhüter Jan Stuge den Spuren von Luchs, Bär und Elch. Dirk Hagenbuch führt Öko-Touristen im Wald ins Leben der Samen ein. Und die Hallmans kämpfen gegen eine kommerzielle Nutzung des Muddus. Die Filmemacher begleiteten alle durchs unberührte Paradies.

Die größten Urwaldreste Europas liegen in Skandinavien. Wälder sind das einzige Natursystem, das Kohlendioxid abbauen kann.

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16:30 - 17:15, 3SAT
Hochprozentig

Noch heute streiten sich Polen und Russen, wer von ihnen den Wodka erfunden hat. Sicher ist, dass der Begriff Wodka das slavische Wort für 'Wässerchen' ist. Sicher ist auch, dass der Wodka in Polen und Russland aus dem öffentlichen und privaten Leben nicht wegzudenken ist. Stanislaw Kuznik zeigt, welche Bedeutung Wodka in seiner Heimat Polen hat.

17:15 - 18:00, 3SAT
Auswandererträume in Neuseeland

Täglich mit dem eigenen Flugzeug von der Stadtvilla ins Ferienhaus am Meer zu pendeln - für Familie Herzhoff kaum der Rede wert. Es ist ihr Alltag. Vor 20 Jahren brach sie auf nach Neuseeland. Das Ehepaar und ihre beiden Söhne kämpften um ihr Glück und hatten Erfolg. Ihre zahlreichen Geschäftsideen wurden von den begeisterungsfähigen Neuseeländern angenommen. Auch Familie Schleuss wagte vor einigen Jahren den Schritt ins unbekannte Land und zog von Brandenburg auf die Kiwi-Insel. Das Ehepaar hatte ihre kleine Druckerei in Potsdam aufgegeben und stellte fest, dass es dort mit ihren drei kleinen Kindern viel fröhlicher und ungezwungener leben konnte als in Deutschland. Der Film von Ralf Dilger stellt Menschen vor, die ihre Träume verwirklicht haben und nach Neuseeland ausgewandert sind.

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18:05 - 19:00, Arte
Die Mutter der Bonobos fauna.gif (2335 Byte)

Nur in der Demokratischen Republik Kongo leben die Bonobos - eine bedrohte Primatenart, die dem Menschen genetisch ähnlicher ist als jedes andere Tier. Die im Kongo geborene Belgierin Claudine André betreut in ihrer 2002 gegründeten Tierstation 'Lola ya Bonobo' Affenwaisen, deren Eltern von Wilderern getötet wurden.

Seit 2006 finden Bonobos im Lamoko-Yokokala-Reservat einen Lebensraum. Man schätzt die Gesamtpopulation auf rund 50.000 Tiere.

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18:30 - 19:00, 3SAT
Expedition Wissen

Der Terroranschlag vom 11. September 2001 hat nicht nur die Skyline New Yorks verändert, sondern auch das Selbstverständnis der Metropole. Doch nach einer Phase der tiefen Verunsicherung wagen sich New Yorks Architekten wieder an kühne Projekte. Vor allem in Manhattan sollen neue Wolkenkratzer in den Himmel ragen. Der spektakulärste Bau wächst auf Ground Zero, dem Gelände des ehemaligen World Trade Centers. Zu bestaunen sind zahlreiche architektonische Einfälle - voller in Beton gegossener Symbolik. Der sogenannte 'Freedom Tower' soll im Zentrum des Areals stehen. Aber auch die 'inneren Werte' der Hochhäuser prägen das Selbstverständnis der Metropole am Hudson River. Die Architekturhistorikerin und Kuratorin eines Hochhausmuseums, Carol Willis, macht einen neuen Trend aus, der sich derzeit in New York durchsetzt: ökologische Wolkenkratzer. Gemeinsam mit Bauleiter Glenn Hughes erkundet das Team von 'Expedition Wissen' die in dieser Hinsicht spektakulärste Baustelle New Yorks: Die New York Times errichtete ein Gebäude mit höchster Energieeffizienz und maximalem Tageslicht für seine Mitarbeiter. 'Expedition Wissen' aus dem Jahr 2007 erkundet, welche Wechselwirkung zwischen dem Selbstbild New Yorks und seiner Architektur nach den Anschlägen auf die Zwillingstürme des World Trade Centers bestehen.

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18:30 - 19:15, Phoenix
Die Teeroute ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Die Karawane gelangt an den Fuß der Höhen von Shangri-La. Den Namen dieses legendären Landstriches prägte der britische Schriftsteller James Hilton mit seinem Werk 'Der verlorene Horizont'. Das Buch wurde erstmals 1937 und 1973 nochmals verfilmt. Hilton leitete den Fantasienamen von dem tibetischen Begriff 'Shambhala' ab, der wörtlich übersetzt soviel bedeutet wie 'der Ort, an dem man in seinem Herzen Sonne und Mond vereinen kann'. Der Begriff 'Shangri-La' ging mit der Bedeutung 'Paradies auf Erden' sogar in den englischen Sprachgebrauch ein. Er verbreitete sich derart, dass selbst die chinesischen Behörden ihn letztlich als offiziellen Namen für die Region übernahmen. Nicht weit von der Mekong-Quelle entfernt arbeiten Frauen im Salzbergwerk von Yanjing. Heldenhaft tragen die Arbeiterinnen Krüge mit Salzwasser zu den Verdampfungsbecken und legen so rund 20 Kilometer am Tag zurück. Durch den Ausbau der Straße entwickelte sich Yanjing zum bedeutendsten Zentrum für Salzgewinnung in der Region. Früher war das 'weiße Gold' die wichtigste Tauschwährung für Tee. Nach den grünen Landschaften von Shangri-La führt die Teestraße in die Banda-Steppe und die tibetischen Hochplateaus. Hier werden die klimatischen Bedingungen so extrem, dass die Pferde nicht mehr weiterkönnen.

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19:15 - 20:00, Phoenix
Andreas Kieling. Mitten im wilden Deutschland fauna.gif (2335 Byte)

Bis zur Wende war Natur auf die Randbezirke West-Berlins beschränkt. Doch langsam erobert sie sich auch Parks und Grünstreifen entlang der ehemaligen Grenze zurück. Füchse stromern durch öffentliche Gärten, Wildschweine wühlen Kleingärten um. Andreas Kieling spürt kleine Paradiese inmitten der Betonwüste auf - im Tiergarten, direkt auf dem Potsdamer Platz oder im Naturschutzgebiet in Pankow.

Der NABU betreut im Naturschutzgebiet am Köppchensee in Pankow Streuobstwiesen. Das bedrohte Biotop ist wichtiger Lebensraum für Vögel und Insekten.

19:30 - 20:15, Arte
Am Mississippi ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

'Blues Highway' wird der Highway 61 genannt. 4.000 Kilometer begleiten Mythen und Legenden diese Straße den Mississippi auf seinem Weg durch Amerika. Im Städtchen Clarksdale soll vor über 70 Jahren ein junger Musiker seine Seele an den Teufel verkauft haben - der zeigte ihm dafür, wie man den Blues spielt. Der Blues führte auch John Ruskey vor vielen Jahren an das Ufer von Amerikas großem Strom. Später begann John mit dem Bau von Kanus. Mittlerweile nennen sie ihn den 'Riverman'. An Bord seiner traditionellen Kanus kann man auf dem mächtigen 'Ol' Man River' eine Welt von wilder, oft gänzlich unberührter Schönheit entdecken, die bereits Mark Twain als Inspiration für den Literaturklassiker 'Huckleberry Finn' diente. Verborgen hinter den Deichen liegt das 'Delta', einst ein riesiges Überschwemmungsgebiet. Frühe Entdecker hielten es für das Mündungsdelta des Flusses und gaben ihm deshalb diese irreführende Bezeichnung. Überall stehen noch die Hütten einstiger Sklaven, die den Sümpfen Ackerland für Baumwolle, das 'Gold des Mississippi', abringen mussten. Die Erinnerung an diese Zeit hält auch Sylvester Hoover, der als Baumwollpflücker-Kind in einer Welt aus Armut, Rechtlosigkeit und Rassentrennung aufwuchs, in einem Museum aufrecht. Er führt interessierte Besucher auch in das Dörfchen Money, in dem im August 1955 ein 14-jähriger Schwarzer von einem weißen Mob zu Tode gefoltert wurde, weil er es gewagt hatte, einer Weißen hinterherzupfeifen. Weiße Geschworene sprachen die Mörder frei. Die Empörung darüber gilt als einer der Auslöser der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Vieles hat sich seither verändert, aber der Blues ist für die Menschen bis heute Ausdruck ihrer Emotionen geblieben. In den trostlosen Siedlungen des Deltas haben viele Musikcafés und Bars überlebt, die die Welt des Blues spür- und erlebbar machen.

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19:30 - 20:00, 3SAT
Meisterwerke der Menschheit ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Vanuatu - das sind 83 Inseln und Archipele. Beinahe jede dieser Südsee-Insel kennt ihre eigene Sprache. Nirgendwo sonst auf der Welt existiert diese Sprachendichte. Bevor man eine gemeinsame Lautsprache fand, verständigten sich die Insulaner mit Hilfe von Zeichnungen, die sie in Asche oder Sand malten. Dieses Jahrtausende altes Erbe des Inselstaats Vanuatu hat die UNESCO als 'Meisterwerk der Menschheit' ausgezeichnet.

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20:15 - 21:00, NDR
mareTV

Die Bornholmer sind stolz auf ihre Eigenständigkeit - die Hauptstadt Kopenhagen ist weit. Das 'mareTV'-Team besucht u.a. Familie Kofoed, die Heringsräucherer von Svaneke, und Kapitän Peter Jensen, der mit dem Postschiff 'MS Peter' die entlegenen Erbseninseln versorgt. Ein weiterer Abstecher führt zu Landwirt Jesper Poulsen, Dänemarks erstem Winzer.

Das rund 42.000 Einwohner zählende Bornholm ist die östlichste Gemeinde Dänemarks. Die Ostseeinsel liegt etwa 150 km südöstlich von Kopenhagen. Bedeutendster Wirtschaftszweig ist der Tourismus.

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21:00 - 21:45, NDR
mareTV

Das Südfünische Inselmeer, auch als 'Dänische Südsee' bekannt, ist etwas für Kenner original skandinavischer Lebensart. 'mareTV' besucht einige der vielen kleinen Inseln dort. Auf Birkholm leben die Mortensen-Brüder Frede (58) und Morten (63). Die beiden Fischer haben ihr ganzes Leben dort verbracht und gehören zu den letzten zehn von ursprünglich neunzig Insulanern. Auf Birkholm gibt es keinen Kaufmann und keine Kneipe mehr. Aber Frede und Morten vermissen nichts. Jeden Morgen fahren sie mit ihrem Trecker zur Mole hinunter, wo ihr Boot liegt. Dann gehen sie auf Krabben- oder Aalfang. Und wenn die Brüder nicht zum Fischen draußen auf See sind, gibt es trotzdem immer noch genug zu tun: dann sind die beiden nämlich auch Bürgermeister, Polizisten und Feuerwehrleute. Zwischen Svendborg und Schloss Valdemar pendelt die Oldtimerfähre 'Helge', Baujahr 1924. Obwohl längst ein Damm gebaut worden ist, verrichtet das betagte Schiff weiter seinen Dienst. 'Helge' - eine Institution mit eigenem Fanclub. Ein Seemann will die 'alte Dame' sogar in Öl verewigen. Ærø ist die kleine Insel mit großer Seefahrertradition. Die Hafenstadt Marstal war einst Handelszentrum für das ganze Inselmeer. Überall stößt man auf Spuren aus dieser Zeit: die Schiffswerft, die Kalkbrennerei und viele bunte Badehäuser. Der Hafenmeister von Marstal und Ærøskøbing war früher selbst auf großer Fahrt. Seine Geschichten stecken natürlich voller Seemannsgarn. Fynn der Räuchermeister von Avernakø ist eine Legende. Alle Fischer dieser Gegend beliefern ihn, damit er ihren Fang veredelt. Vom einzigen Hafen der Insel werden die Fische überall hin verschifft. Und dann legt 'mareTV' noch an einer Pølserbude an, um das Geheimnis des original dänischen Würstchens zu ergründen: Wurst, Brød, Ketchup, Senf, Remoulade, Gurken und viele Röstzwiebeln - so richtig schmeckt der kulinarische Exportschlager nur im dänischen Inselmeer.

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