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Dienstag,
03.08.2010 |
| 03:25 - 04:10,
Phoenix |
| Tore zur Welt Wladiwostok
ist Russlands östlichste Stadt und gilt als Tor zum Pazifik. Die Nähe der Hafenstadt zu
Japan, China und den USA birgt ein gewaltiges wirtschaftliches Potential.

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| 04:10 - 04:55,
Phoenix |
Höllenfahrten  Im Jahr
1856 machte sich ein erbärmlicher Menschenstrom von Iowa auf den Weg nach Salt Lake City.
Ihre Habseligkeiten auf Handkarren verstaut, zogen die Mormonen 2000 Kilometer zu Fuß
durch Hitze und Eis. Ihr Weg ins gelobte Land ging durch die Hölle.

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| 04:55 - 05:40,
Phoenix |
Höllenfahrten  1869
machte sich der einarmige Major John Wesley Powell mit neun Pfadfindern auf, um den
Verlauf des Colorados zu ergründen. Am Ende ihrer Fahrt landeten die halb verhungerten
Männer in Arizona in einer rund 350 Kilometer langen Felsenschlucht, aus der es kein
Entrinnen zu geben schien: dem Grand Canyon.

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| 05:40 - 06:20,
Phoenix |
Höllenfahrten  Im Januar
'97 kentert Toni Bullimore im Polarmeer und harrt eine Woche unter dem Bootsrumpf aus. Er
selbst stellt das Unglück und seine Rettung noch einmal nach. |
| 06:20 - 06:50,
Phoenix |
Von Potsdam zum Polarkreis
 Zehn
Wochen lang mit dem Schiff durchs Eis - auf dem Weg zu einer völlig unerforschten Bucht
des antarktischen Kontinents: 50 Wissenschaftler an Bord des deutschen
Forschungseisbrechers Polarstern haben sich im Internationalen Polarjahr 2007 zu diesem
Abenteuer auf den Weg gemacht. Sie wollen die ersten sein, die die Prydz-Bucht ganz im
Osten der Antarktis erforschen. Dort fließen die größten Gletscher der Ostantarktis ins
Meer. Die Polarstern wird dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung im
Bremerhaven von der Bundesregierung zur Verfügung gestellt. Unter den Wissenschaftlern an
Bord sind auch sieben Mitarbeiter der Forschungsstelle Potsdam des Instituts. Wann ist der
antarktische Kontinent entstanden? Welche Lebensformen können in dieser Eiswüste
existieren? Welches Klima hat vor Jahrtausenden die Region beherrscht, und war es dort
immer so kalt? Auf diese Fragen wollen die Wissenschaftler Antworten finden. Auf kleinen
Inseln suchen sie dazu Gesteinsproben, fliegen Tausende Kilometer mit dem Helikopter, um
mit Magnetsonden den Grund des Eismeeres zu erkunden, und holen aus 4.000 Metern
Wassertiefe uralten Schlamm vom Meeresboden. Letztlich sollen die Erkenntnisse aus der
Frühgeschichte des Kontinents dabei helfen, die Prozesse in der Gegenwart, wie etwa den
Klimawandel, besser zu verstehen. Ein rbb-Filmteam begleitete die Expedition zehn Wochen
lang von Chile bis nach Kapstadt.

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| 06:50 - 07:35,
Phoenix |
Antarktis voraus!  Am 4. Dezember 1875 legt der deutsche Dampfsegler 'Deutschland' in
Bremerhaven ab und nimmt Kurs auf New York. Das Kommando führt der erfahrene Kapitän
Eduard Brickenstein. Die Dokumentation erzählt die dramatische Geschichte eines
Untergangs, der eine einschneidende Veränderung in der deutschen Seefahrt bewirkte. Am 6.
Dezember, gerät die 'Deutschland' vor der Ostküste Englands in einen Sturm der
Windstärke 10. Brickenstein lässt umgehend den Ausguck verdoppeln und per Lotblei die
Meerestiefe messen. Als plötzlich an Backbord aus dem Dunkel ein Licht aufblitzt,
befiehlt der Kapitän halbe Kraft voraus und korrigiert den Kurs. Eine fatale
Entscheidung, denn in diesem Moment läuft der Dampfer in der Höhe des Themse-Deltas auf
eine Sandbank. Der Kapitän unternimmt verzweifelte Manöver, das Schlimmste abzuwenden,
doch die Aktionen bleiben ohne Erfolg. Von den 230 Menschen an Bord lassen 57 ihr Leben in
den eisigen Fluten des Atlantik. Erst am 7. Dezember 1875 kann ein Radschlepper die 173
Überlebenden in Sicherheit bringen, die schwer beschädigte 'Deutschland' versinkt im
Meer. In Ermangelung einer deutschen Seegerichtsbarkeit wird Kapitän Eduard Brickenstein
von der königlichen Admiralität in England der Prozess gemacht. Nach Paragraph 326
lautet die Anklage auf fahrlässige, beziehungsweise vorsätzliche Tötung in 57 Fällen.
Das Verfahren löst im Deutschen Reich Empörung aus. Obwohl dem Kapitän keine Schuld
nachgewiesen werden kann, und die Norddeutsche Lloyd Reederei den routinierten Seemann
erneut einsetzen, zieht sich Eduard Brickenstein aus dem Geschäft zurück. Schon wenige
Monate nach dem Unglück verabschiedet der Deutsche Reichstag ein Gesetz, das zur
Gründung der Deutschen Seewarte als Gerichtsbarkeit führt. 130 Jahre nach der
Katastrophe bemüht sich ein Team aus Unterwasser-Archäologen, das Wrack der
'Deutschland' in den Untiefen des Ärmelkanals zu orten. Die Forscher wollen dem Fall auf
den Grund gehen und die Ereignisse jener Dezembernacht rekonstruieren.

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| 09:15 - 09:55,
Arte |
Niger - Ein Zelt zur Hochzeit
 Rhaissa ist ein Tuaregmädchen im Niger und
hütet Schafe. Sie blickt scheu in die Kamera und lacht über das, was ihre Freundin
Fatima über den Mann sagt, der in wenigen Tagen ihr Ehemann sein wird. Er sieht wohl
nicht besonders gut aus und wirkt auch nicht sonderlich stolz. Doch Rhaissa wird ihn
heiraten. Es wurde um ihre Hand angehalten, die Eltern willigten ein und Rhaissa fügt
sich dem Schicksal. Ein letztes Mal wird sie die Schafe hüten, auf den Hügeln singen und
ein Mädchen sein. Danach wird sie mehrere Tage im Zelt ihrer Mutter verbringen. Das
Heiratsritual verlangt, dass die zukünftige Braut bis zur Hochzeitsnacht weder spricht
noch das Zelt der Mutter verlässt. Doch andere erzählen an ihrer Stelle, was sie
verschweigen muss. Die Dokumentation ist ein feinfühliges Porträt eines jungen
Mädchens. Sie vermittelt Einblicke in eine Kultur mit einem anderen Zeitgefühl, eigenen
Werten und einer anderen Auffassung von der Liebe.

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| 11:45 - 12:30,
3SAT |
Wien - köstliches Grün  Es gibt kaum eine
Weltstadt, die so von Grün durchdrungen ist wie Wien. Im Mittelalter weideten auf der
Freyung die Kühe, und die Weingärten zogen sich bis in die Stadt hinein. Selbst als sich
Wien ausdehnte, leistete die Natur erfolgreich Widerstand - vom Wienerwald über den
Bisamberg, die Lobau und die Simmeringer Heide. Viele Stadtviertel tragen heute noch
ländliche Namen wie Gumpendorf, Hütteldorf, Sievering und Stammersdorf. Dort hat sich
auch eine 'grüne Gastronomie' entwickelt. In dem Film 'Wien - köstliches Grün' stellt
Schauspieler und Gastronom Hanno Pöschl die 'grüne Gastronomie' von Österreichs
Hauptstadt und ihres Umlands vor. |
| 12:00 - 12:45,
Arte |
Traumhafte Küsten  Aufgrund seiner
faszinierenden Landschaften und herrlichen Strände entwickelt sich Mosambik im Südosten
Afrikas zu einem beliebten Reiseziel. Seit 1992 herrschen politische Stabilität und
Demokratie im Land, so dass die Zahl der Touristen steigt. Die Südküste konnte daher
wenigstens zum Teil zu ihrem verblichenen Glanz zurückfinden. Die Hafenstadt Maputo ist
inzwischen wieder ein belebtes Handelszentrum. Und zumindest hier in der Hauptstadt
spielen Frauen im politischen und gesellschaftlichen Leben eine wichtige Rolle. Auch in
kultureller Hinsicht hat Mosambik einiges zu bieten, sei es in den Bereichen Musik und
Film oder Architektur und Malerei.

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| 13:00 - 13:55,
Arte |
Cranberrysaison auf Cape Cod
 Kein
Thanksgiving ohne Cranberrys! Das gilt zumindest für die USA. Dort gehören das
traditionelle Erntefest und Cranberrys - zu Deutsch Kran- oder Moosbeeren - einfach
zusammen. Der Legende nach haben die Pilgerväter der 'Mayflower', die 1620 die Küste von
Cape Cod erreichten, auch dank des Verzehrs der sauren roten Beeren den ersten harten
Winter überstanden. Anbau und Ernte der kleinen Kraftpakete sind für heutige
Cranberry-Farmer wie Keith und Monica Mann nicht einfach. Die Früchte sind überaus
anspruchsvoll und sehr wetterempfindlich. Um sie während der kurzen Erntephase pflücken
zu können, werden die Felder unter Wasser gesetzt und die Beeren mit eigens entwickelten
Maschinen von den Sträuchern gelöst. Kleine Luftkammern in den Beeren lassen die reifen
Früchte an die Wasseroberfläche steigen. Dort verdichten sie sich zu einem
farbenprächtigen roten Meer. Die Erntehelfer waten im hüfttiefen kalten Wasser, wenn sie
die sanft schaukelnden Beeren einsammeln. Um den Absatz ihrer Cranberrys müssen sich die
Farmer keine Sorgen machen. Seit Wissenschaftler publiziert haben, dass die roten Beeren
auch vor Krankheiten wie Krebs und Diabetes schützen können, ist die Nachfrage weiter
gestiegen. Bereits während der Ernte verbringen Farmerin Monika Mann und ihre Tochter die
Abende mit der Zubereitung von Cranberry-Kompott, Cranberry-Punsch und verschiedenen
Cranberry-Soßen, denn die nass geernteten Beeren sind nicht lange haltbar. Doch in diesem
Jahr verzögert sich alles, da viele Beeren zum geplanten Erntezeitpunkt noch nicht reif
sind. Die Manns geraten unter Druck, denn sie müssen die Lieferfristen einhalten. Und
Thanksgiving rückt immer näher ...

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| 13:30 - 14:15,
H3 |
| Marburg Stadtallendorf,
nicht weit von Marburg entfernt, ist eine Stadt der Kontraste, in der sich alte Riten mit
moderner Industrie verbinden und Menschen aus verschiedenen Nationen schon seit siebzig
Jahren erprobt sind im Zusammenleben. Die Filmautorin Astrid Dermutz lernt den Ort durch
das beliebte 'Fernsehgesicht' aus der Kinderserie 'Willi wills wissen' - mit bürgerlichen
Namen Helmar Rudolf Willi Weitzel - kennen und hört von dem gebürtigen Stadtallendorfer,
was er an der oberhessischen Stadt besonders liebt. Bewohner von Stadtallendorf erzählen
von der ungewöhnlichen Geschichte des Ortes, der sich schnell vom kleinen, beschaulichen
Dorf zum international bekannten Industriestandort gewandelt hat. Malerische
Fachwerkdörfer säumen Stadtallendorf wie eine Perlenschnur; Astrid Dermutz besucht das
Schweinsberger Moor und den größten Fachwerkturm Europas, und sie macht einen Ausflug
nach Amöneburg. Natürlich darf auch ein Streifzug durch die Universitätsstadt Marburg
nicht fehlen. Überall trifft man Menschen, die 'ihr' Stadtallendorf und das Marburger
Land nahebringen.

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| 14:00 - 14:45,
Arte |
Flüsse der Welt  Der Mekong ist eine
der großen Lebensadern der Erde. Er entspringt im Himalaya in einer Höhe von rund 5000
Metern, fließt nach Laos hinab, verlangsamt dann sein Tempo, um wieder zu beschleunigen,
bevor er schließlich Kambodscha und Vietnam durchquert. Auf seiner bewegten, 4200
Kilometer langen, Reise bildet der Strom die Lebensgrundlage für Millionen von Fischern,
Händlern und Bauern.
Mit mehr als 1200 Fischarten , sowie zahllosen Vogel- und Reptilienarten gehört der
Mekong zu den fünf artenreichsten Flüssen der Erde.

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| 14:15 - 15:00,
NDR |
| Bilderbuch Deutschland Ludwig
II. schuf sich eine märchenhafte Welt, die man schillernder als in Linderhof nirgends
erleben kann. Der Monarch ist gerade mal 33 Jahre alt, da sind königliche Villa und
Landschaftsgarten von Linderhof bereits vollendet. Die Göttin der Liebe und Amor, ihr
kleiner Begleiter, sind allgegenwärtig in dem verwunschenen Schloss in den Bergen. Der
König war verliebt, das steht fest. Es ist jedoch nicht ganz klar, in wen oder was.
Gertraud Dinzinger erzählt über die Bäume, die der König im Vorübergehen streichelte,
zeigt die Kinderträume, die er sich erfüllte: das 'Tischleindeck-Dich' und das Baumhaus
in der Königslinde. Sie stellt die 'bayerische Venus' vor, eine tüchtige Schwimmerin wie
der König selbst auch, die Ludwig vor Augen hatte, wenn er auf seinem himmelblauen Sofa
im Spiegelzimmer von Linderhof döste. Neben all den sinnstarken Bezügen zu den
Wagner-Opern, zu den Märchen aus '1001 Nacht', dem Einsatz der ersten Dynamos,
Scheinwerfer und Batterien, kommt auch die Begeisterung der Gründerzeit zur romantischen
Landschaftsbeleuchtung zur Sprache. |
| 14:15 - 15:00,
H3 |
Wilde Inseln im Nordatlantik
 Eine
rauhe Welt am Rande Europas: die Äußeren Hebriden. Den Stürmen des Nordatlantiks
schutzlos ausgeliefert, liegt diese Inselkette in einem 150 Kilometer langen Bogen vor der
Westküste Schottlands. 'Nächster Halt: Amerika', scherzen die Einheimischen. Nur wenige
Menschen leben hier. Deshalb blieben die wilden Inseln bis heute ein Naturparadies aus
Fels, Sand, Moor, windgepeitschtem Grasland - Lebensraum für Papageientaucher,
Fischotter, Wollgras und Taumelkäfer. Hinter Torffeldern, Heuwiesen und Mooren ragt ein
besonderes Highlight aus dem Meer: die Shiant Inseln. Seit 100 Jahren sind sie vom
Menschen verlassen. Hier versammeln sich im Sommer rund 300.000 Seevögel, um ihre Jungen
großzuziehen. Unter ihnen tummeln sich zahlreiche Papageientaucher. Seine Entdecker
tauften diesen Vogel mit dem roten Schnabel und dem Gesicht eines Clowns 'Arktisches
Brüderchen' - er ist der Hauptdarsteller des Films
.
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| 14:30 - 15:00,
3SAT |
Das italienische Fest des
Antonio Carluccio  Antonio Carluccio widmet sich der Küche seiner Heimat
Italien mit viel Gefühl und noch mehr Kultur. Bei Carluccio wird nicht gewogen, gemessen
und vorgekocht, sondern werden Speisen mit jener leichten Hand zubereitet, die Kochen vom
Handwerk zur Kunst erhebt. Die sechsteilige Reihe 'Das italienische Fest des Antonio
Carluccio' führt auf eine gastronomische Tour quer durch Norditalien. Carluccio tauscht
Rezepte mit Küchenchefs, Hausfrauen und alten Freunden und kocht auch selbst. Die fünfte
Folge stellt die Küche Venetiens vor. In Venedig trifft Antonio Carluccio den Grafen
Carlo Maria Roco. Nach einem gemeinsamen Marktbesuch begeben sich die beiden in die
Küche, wo ein Salat aus frischen Fischen und ein Kartoffel-Fisch-Gratin entstehen.
Natürlich ist Carluccio auch bei der berühmten Gondelregatta von Burano dabei und
begutachtet beim anschließenden Fest ausführlich die reich gedeckte Tafel. Auf der
Terrasse eines Nobelhotels bereitet der Meisterkoch dann ein Eis-Dessert mit exotischen
Gewürzen zu, die Abenteurer und Seefahrer schon vor Jahrhunderten in die Lagunenstadt
gebracht haben. In Verona widmet er dem berühmtesten Liebespaar der Welt eine süße
Nachspeisenkreation: Pfirsiche Romeo und Julia. |
| 15:15 - 16:00,
WDR |
Das Dschungel-Orchester  Im
Norden Boliviens liegt das 4000-Seelen-Dorf Urubichá. Dort gibt es keine Autos, auf den
Wegen tummeln sich Schweine. Ein einziges Telefon verbindet den Ort mit der Außenwelt.
Dennoch musiziert in Urubichá ein Barockorchester - jedes vierte Kind beherrscht ein
Instrument. Grund: Mit Musik wurden einst die Ureinwohner missioniert. Ein Filmteam
beobachtet das Orchester bei Proben und Auftritten.

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| 15:15 - 16:00,
NDR |
Das grüne Australien  Auf der Reise durch
Westaustralien begegnet das Team z.B. Baumdoktor Gavin Drake. Er beschneidet riesige
Eukalyptusbäume - 'karri trees' - hoch oben in den Wipfeln. Auf andere Weise riskieren
Darren und Nathan ihr Leben: Vor der Südküste bei Port Augusta tauchen sie nach
Abalone-Muscheln in Tiefen, in denen es von Haien wimmelt.
Australiens Hauptstadt Canberra wurde eigens zwischen Sydney und Melbourne angelegt, da
diese sich nicht einigen konnten, welche Hauptstadt werden sollte.

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| 15:30 - 15:55,
B3 |
Felix und die wilden Tiere
 Felix Heidinger
berichtet von den Chamäleons auf der Insel Madagaskar. Hier findet man die
unterschiedlichsten Arten, von Winzlingen bis hin zu wahren Riesen, die bis zum 70 cm lang
werden. Chamäleons werden nach dem Glauben der Inselbewohner von unerlösten
Menschenseelen bewohnt. Deshalb dürfen sie auch nicht gejagt und getötet werden. Doch
durch die Rodung der Regenwälder wurden viele Arten ihres Lebensraums beraubt. Im
Schutzgebiet des Regenwaldes von Périnet lebt über die Hälfte aller auf der Insel
vorkommenden Arten und nirgendwo sonst sind diese Echsen so gut zu beobachten wie dort. |
| 15:30 - 16:00,
3SAT |
Geheimnisvolles Afrika  Eine der letzten
Abenteuerreisen auf dem afrikanischen Kontinent führt in den Niassa-Nationalpark im
Norden Mosambiks. Im Unterschied zu den anderen Nationalparks im Süden des Kontinents ist
der Park nicht eingezäunt, denn er ist viel zu groß dafür. Der jahrzehntelange
Bürgerkrieg im Sudan und der ungeklärte Grenzverlauf haben das Dreiländereck Sudan,
Kenia und Äthiopien ebenfalls zu einem Stück unberührtem Afrika gemacht. Auch in
Ägypten findet sich noch viel Natur. Die größte aller Oasen Ägyptens ist gleichzeitig
die schönste: Dakhla, inmitten der Einsamkeit und der Magie der 'Großen Sandwüste', der
Sahara, gelegen. Der Film 'Geheimnisvolles Afrika' zeigt die schönsten Naturlandschaften
in Mosambik, Sudan und Ägypten.

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| 16:00 - 16:30,
3SAT |
Mit dem Bus durch Afrika  Durch
Afrika zu reisen, ist schon exotisch genug. Aber das Ganze dann auch noch in einem
rollenden Hotel, das ist Abenteuer pur. Die Urlauber wissen, dass sie mit dem Komfort
beziehungsweise 'Nicht-Komfort' einer solchen Reise zurechtkommen müssen. Dafür werden
sie aber auch mit großartigen Erlebnissen belohnt: Die Reise führt durch Naturreservate
und über Wüstenpisten. Man rastet mitten im afrikanischen Busch, oft auf Strecken, die
sonst selten ein Tourist zu sehen bekommt. Der Film 'Mit dem Bus durch Afrika' begleitet
die abenteuerliche Reise. |
| 16:30 - 17:00,
3SAT |
Die Oase des Lichts  Marco
Polo nannte die Wüstenstadt Yazd einst 'die Edle'. Vieles scheint seit damals
unverändert: Noch immer werden die alten Windtürme gebaut, und die Bewohner achten
weiterhin die Bräuche aus der Zeit der persischen Antike. In der Stadt leben zahlreiche
Anhänger des Propheten Zarathustra, des vorislamischen Heiligen, und lassen noch die
alten geweihten Feuer brennen. Die Menschen versuchen außerdem, das alte
Bewässerungssystem der Perserkönige Darius und Xerxes zu erhalten und ziehen an
bestimmten Tagen des Jahres zu heiligen Höhlen des persischen Altertums. Der Film 'Die
Oase des Lichts' stellt die Wüstenstadt Yazd und ihre Bewohner vor. |
| 17:00 - 17:45,
3SAT |
Libyen - Reise in ein
unbekanntes Land  Libyen ist ein schwer erreichbares Wüstenland
mit bizarren Gebirgen, sagenumwobenen Seen inmitten der endlosen Sahara, legendären
Ruinenstätten und einer Mittelmeerküste, die seit der Antike ein Brennpunkt der
Geschichte war. Jahrelang blieb die 'Große Sozialistische Libysch-Arabische
Volks-Jamahirya' für westliche Besucher weitgehend verschlossen, sodass über Libyens
Kultur und seine Bewohner kaum etwas bekannt ist. Schlagzeilen über Terrorismus und
Giftgas bestimmen das politische Image dieses Staats, den Erdölvorkommen zum reichsten
Land Afrikas werden ließen. Die Reise durch Libyen führt von Tripolis, dem 'Tor zu
Afrika', über den Jebel Nafusa zum legendären Karawanenstützpunkt Ghadames und weiter
zur Oase Ghat, einer Hochburg der Tuareg im äußersten Südwesten des Landes. Der letzte
Teil des zweiteiligen Films 'Libyen - Reise in ein unbekanntes Land' stellt das moderne
Libyen vor. Außerdem führt die Reise durch die Sahara zurück zur libyschen
Mittelmeerküste, vorbei an prähistorischen Felsbildern im Akakus-Gebirge und grandiosen
Ruinenstätten wie Leptis Magna aus römischer Zeit.

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| 17:45 - 18:30,
3SAT |
Skizzen aus Marokko Von
Marrakesch aus geht es über den Atlas nach Süden. Die Passstraße fällt beständig,
allmählich färbt sich der Boden grün. Entlang des Draa-Flusses führt der Weg nach
Zagora. Die zweitgrößte Oase Marokkos mit ihren Hunderttausenden von Dattelpalmen war
einst der größte Umschlagplatz für den Sklavenhandel. Die Haratine, die Nachkommen der
Sklaven, bilden noch heute die unterste Schicht der Gesellschaft. Durch wüstenhaftes Land
geht es westwärts in die fruchtbare Sous-Ebene. In den Weizenfeldern stehen
Arganienbäume, in denen Ziegen herumklettern, um die Früchte und die Blattspitzen der
Pflanzen zu erreichen. In Taroudant gibt es einen besonders schönen Markt: Dort werden
erlesene Teppiche angeboten und Holzgegenstände unter offenem Himmel hergestellt. Im
Antiatlas haben die Menschen die Flanken der Berge terrassiert. Zur Erntezeit werden die
Dreschplätze gereinigt. Dann laufen Esel und Maultiere im Kreis und treten die Körner
aus den Getreidehalmen. Die Orte wirken wie Festungen aus Stein. Das Zentrum bildet ein
prächtiger Agadir, eine Burg für die Vorräte der Dorfbewohner. Denn im Sommer ziehen
viele Familien mit ihren Herden auf hochgelegene Weiden. Nur wenige Männer, Vertraute der
Dorfgemeinschaft, müssen dann das Getreide für den Winter, Wertsachen der Familien und
die amtlichen Urkunden gegen räuberische Eindringlinge bewachen. Im Tal der Ammeln
hängen die roten Dörfer wie Vogelnester am Steilabhang des Gebirges, darunter liegen
ihre fruchtbaren Oasen mit Getreidefeldern und Oliven. Das kostbare Wasser aus den Bächen
wird in Zisternen gesammelt und sorgfältig, nach Besitz jeder Familie bemessen, in einem
ausgeklügelten System auf die Felder geleitet. Die dritte Folge der dreiteiligen Reihe
'Skizzen aus Marokko' stellt den Süden des Landes vor.

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| 18:30 - 19:15,
Phoenix |
Die Teeroute  In
China wird die Teestraße auch 'Straße des Tees und der Pferde' genannt, denn das eine
wäre ohne das andere nicht denkbar. Bereitwillig berichten einige Karawanenführer über
Freuden, Überraschungen und Gefahren, die sie in ihrer zum Teil über 30-jährigen Arbeit
auf der 4.000 Kilometer langen Route erlebt haben. Oft verschwimmen in den Erzählungen
dieser Männer die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Legende. Shiping ist eine der
wichtigsten Stationen auf der Teestraße. Zum alljährlichen Frühjahrsfest kommen
Besucher aus der ganzen Provinz und sogar aus anderen Regionen hierher. Dann wimmelt es in
den Karawansereien vor Betriebsamkeit, arbeiten die Handwerker doppelt so schnell und sind
die Geschäfte Tag und Nacht geöffnet. Der ganze Ort fiebert dem Höhepunkt des Festes
entgegen: der Stelzenparade. Die Dokumentation zeigt diesen fantastischen Umzug, bei dem
prächtig ausstaffierte Ritter auf riesigen Stelzen in den engen Dorfgassen die
legendären Kämpfe der drei Königreiche nachstellen. Vorgestellt wird auch die einzige
noch bewirtschaftete Karawanserei, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde.
Wie die Karawanenführer von einst werden heute Reisende hier bewirtet und unterhalten.
Ein besonderer Höhepunkt ist eine wundervolle Schattentheateraufführung.

|
| 18:30 - 19:00,
3SAT |
Expedition Wissen  Eine Reise durch
den Westen Kanadas ist vor allem ein intensives Naturerlebnis: Es gibt riesige
Regenwälder zu entdecken, schneebedeckte Gipfel und Wasserfälle, Schwarzbären und
Viehherden. Auf Vancouver Island am Pazifik kann man raue Küsten, lange Strände und
Orcas bestaunen. Die Provinz British Columbia ist aber auch bekannt für ihre Ureinwohner,
die First Nations. Nach einer Politik der Zwangsassimilierung, die bis in die 1980er Jahre
reichte, erleben viele Volksstämme derzeit eine kulturelle und wirtschaftliche
Renaissance. 'Expedition Wissen' begleitet eine Familie aus Dortmund, die per Wohnmobil
Kanadas Westen durchquert. Dabei müssen die Familienmitglieder ihre romantischen
Vorstellungen über das Leben der 'Indianer' und 'Trapper' mehr als einmal korrigieren.

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| 19:15 - 20:00,
Phoenix |
Andreas Kieling. Mitten im
wilden Deutschland  Die Basaltfelsen der Rhön sind vulkanischen Ursprungs und
über 20 Millionen Jahre alt. Im Mittelalter gab es dort noch weite Buchenurwälder. Durch
großflächige Rodungen entstand 'das Land der offenen Fernen', wie man es heute kennt.

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| 19:30 - 20:00,
3SAT |
| Meisterwerke der Menschheit
Auf der Insel Java gehört die Nacht dem Wayang Kulit, dem traditionellen
indonesischen Schattentheater. Im Spiel mit Licht und Schatten verleiht der Dalang, der
Puppenspielmeister, seinen Puppen mehr als nur eine Stimme. Er wird zum Medium, durch das
der Geist des Göttlichen zu den Menschen sprechen kann. Die Menschen auf Java bezeichnen
Wayang als Schatten des Lebens. Seine ethischen Werte beeinflussen das gesamte soziale
Leben der javanischen Gesellschaft. Wayang Kulit ist das Vermächtnis des indonesischen
Volkes.

|
| 20:15 - 21:45,
Phoenix |
Rom - Niedergang einer
Weltmacht (2)  Im fünften Jahrhundert nach Christus hat das
Römische Reich nach langer Blütezeit eine noch längere Periode des langsamen
Niedergangs hinter sich. Seit Jahrzehnten ist es in ein Weströmisches und ein
Oströmisches Reich geteilt. Ein Kaiser residiert in Rom, dem alten Zentrum des Reichs.
Ein zweiter Kaiser herrscht in Konstantinopel. Sein Reich wird noch fast ein Jahrtausend
bestehen, bis die Türken im 15. Jahrhundert Konstantinopel erobern. Im letzten
Jahrhundert der Existenz des Weströmischen Reiches leben die Feinde von einst mitten im
Reich. Rom hat die Germanen als Söldner angeworben, weil es seine Grenzen nicht mehr
allein verteidigen kann. Bezahlt werden sie mit Ackerland, dem wertvollsten Schatz Roms.
Aber die Germanen leben als Fremde unter Römern. Romanisiert werden sie nicht. Viele
Germanen bekleiden hohe Positionen im Heer und in der Zivilverwaltung. Nur der Thron
bleibt ihnen verwehrt. Weströmischer Kaiser darf nur ein Römer werden. Doch beim Ringen
um die Macht kämpfen Germanen längst in vorderster Reihe. So herrscht der Heerführer
Ricimer über Rom durch von ihm abhängige Monarchen. Er setzt Kaiser ein und stürzt sie
wieder, wenn sie sich seinem Einfluss entziehen wollen. Sein Nachfolger Odoaker ist da
weitsichtiger. Er hat erkannt, dass West-Rom in der alten Form keine Zukunft hat. Im Jahre
476 nach Christus zwingt er den letzten Kaiser Romulus Augustus, Purpurgewand und goldene
Krone nach Konstantinopel zu schicken mit der Botschaft, der Westen brauche keinen Kaiser
mehr. Odoaker aber setzt sich selbst als König von Italien ein.

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| 20:15 - 21:00,
WDR |
Das blaue Wunder  Das Archipel liegt
vor der Küste Papua Neuguineas. Viele der Tierarten sind einmalig und noch völlig
unbekannt. Die Bevölkerung lebt in der Tradition der Vorfahren. Erst 2001 drangen
Wissenschaftler in die Korallenriffe vor. Jetzt ist das Idyll bedroht: Pharmaforscher,
Fischgroßhändler und Holzfirmen plündern den Naturschatz Raja Ampats.
2006 wurde hier ein Hai entdeckt, der auf seinen Flossen über den Meeresgrund läuft.

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| 21:00 - 21:45,
RBB |
Das Steinhuder Meer  Das Steinhuder Meer
ist Teil des gleichnamigen Naturparks und liegt gut 30 Kilometer nordwestlich von
Hannover. Der Park ist ein Vogelparadies, beliebtes Segelrevier und gilt als Oase für
Tiere und Menschen. Der See Steinhuder Meer ist Niedersachsens größtes Gewässer. Neben
der großen Wasserfläche wird die Landschaft des Naturparks von Dünen, Mooren, Wiesen
und Wäldern bestimmt. Das Tote Moor, die Meerbruchswiesen und das Steinhuder Meer gelten
als drei artenreiche Lebensräume. Gemeinsam bilden sie eine einzigartige Naturoase. Sie
ist ein Rastplatz für Zugvögel und Rückzugsraum für viele selten gewordene Tiere. Das
Ufer des Steinhuder Meeres ist 21 Kilometer lang. Es entstand während der letzten
Eiszeit, vor etwa 15.000 Jahren. Verborgen im Dauerfrostboden, unter einer Schicht aus
Sand, tauten gewaltige Eisplatten auf. Es blieb ein riesiger See zurück, der anfangs mehr
als doppelt so groß war wie heute.

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| 21:45 - 22:00,
3SAT |
Bialowieza,
Polen/Weißrussland  50 Meter hoch ragen die Baumriesen im Urwald von
Bialowieza in den Himmel empor. Schwarzstörche haben in den ausladenden Ästen ihren
Horst angelegt, und im Totholz abgestorbener Bäume brüten Eulen und zahllose Spechte.
Versteckt in den Kronen ziehen Adler ihre Jungen auf. Die Artenvielfalt ist in der
polnischen Region an der Grenze zu Weißrussland immens, denn anders als im
Wirtschaftswald bleibt abgestorbenes Holz am Boden liegen und bietet Lebensraum für
zahllose Insekten. Singvögel wissen diese Nahrungsfülle zu schätzen. Wölfe und Luchse
gehen im Dickicht auf die Jagd, spähen nach Wildschweinen, Rehen und Hirschen. Noch heute
durchstreifen auch Wisente den großen Wald. Der Film aus der Reihe 'Schätze der Welt -
Erbe der Menschheit' zeigt die faszinierende Wildnis des Bialowieza Nationalparks, der
seit 1979 zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt.

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| 22:00 - 22:30,
WDR |
Rio de la Plata - SOS am
Silberfluss  'SOS am Silberfluss'. Oskar 'Chiqui' Bruzzone ist ein
erfahrener Kapitän. Mit seinem Kahn transportiert er im argentinischen Flussdelta alles
von Baumaterial über Lebensmittel bis hin zu Pferden.

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| 22:05 - 23:05,
Arte |
| Georgien: Europa verzweifelt
gesucht Das empfindliche Gleichgewicht der Welt beschreibt die als
politische Fabel angelegte Dokumentation um den Konflikt des kleinen Kaukasusstaates
Georgien mit seinem großen Nachbarn Russland. Und sie untersucht gleichzeitig die
Leitwerte internationaler Beziehungen. Am Beispiel Georgiens werden wesentliche Fragen der
politischen Ethik und der weltweiten politischen Verantwortung behandelt. Im Mittelpunkt
steht Georgiens Schicksalsjahr 2008, als das Land im Kaukasus für kurze Zeit und auf
tragische Weise in den Fokus der Weltnachrichten rückte. Damals hatten sich die Georgier
bei den Wahlen im Januar große Hoffnungen auf positive Veränderungen gemacht, wurden
jedoch nach dem Krieg mit Russland im August und der Rückkehr zum Status quo schwer
enttäuscht. Wichtige Zeitzeugen des Konfliktes, wie der georgische Präsident, seine
Minister, Oppositionsführer, ausländische Staatschefs und Diplomaten der internationalen
Vertretungen sowie natürlich Georgier von der Straße, geben Auskunft über das Geschehen
selbst wie dessen Auswirkungen auf das politische und ihr persönliches Leben.
Themenabend: So viele Lügen in so wenigen Tagen. Der russischgeorgische Konflikt um
Südossetien im August 2008 war auch ein Krieg der Propaganda-Kompanien. Der
ARTE-Themenabend sucht in zwei Dokumentationen nach der Wahrheit. Er sucht nach den
Schuldigen dieser bewaffneten Auseinandersetzung und nach den wahren Gründen dafür,
diesen Krieg überhaupt zu führen. Zum einen schildern Zeitzeugen - einflussreiche
Politiker und Diplomaten ebenso wie georgische Bürger von der Straße - ihre Sicht des
Konfliktes. Auf der anderen Seite stehen die Medienmaschinerien der Konfliktparteien, die
dem jeweiligen Gegner die Schuld am Krieg zusprechen und die Unschuld der eigenen Seite
beteuern.

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| 22:15 - 23:45,
Phoenix |
Versailles - Der Traum eines
Königs  Der Film erzählt in Form eines Dokudramas die Geschichte
des Baus von Versailles, des Königsschlosses schlechthin - des wohl berühmtesten
Schlosses der Welt. Damit verflochten ist die Lebensgeschichte des Erbauers, Ludwig XIV.,
der 'Sonnenkönig'. Zu Beginn seiner Herrschaft residierte er im Pariser Louvre. Der Bau
von Versailles war nicht nur ein gigantisches architektonisches Projekt - er war auch der
Beginn einer neuen Herrschaftsform. Zuvor hatten sich Teile des französischen Adels
mehrfach gegen das Königshaus aufgelehnt, auch mit Waffengewalt. Nun aber war der Adel
gezwungen, in Versailles zu leben, wollte er nicht unbedeutend werden. Doch in Versailles
zu leben, das hieß unter der direkten Kontrolle des Königs selbst. Danach gab es keine
Adelsaufstände mehr - bis auf die Französische Revolution 1789. 1661 begann der Bau des
Schlosses. Weitgehend fertiggestellt wurden die letzten Bauten erst 30 Jahre später,
Anfang der 90er-Jahre des 17. Jahrhunderts. Aber schon lange zuvor war der König mit
seinem immensen Hofstaat, der aus mehreren Tausend Menschen bestand, eingezogen. Bis 1715
sollte er von hier aus regieren, bis zu seinem Tod - eine Herrschaft mit einer nie wieder
gekannten Prachtentfaltung und Machtfülle.

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| 22:45 - 00:00,
ARD |
| Soldatinnen Gottes - Die
Frauen der Hamas Regisseurin Suha Arraf, Palästinenserin mit israelischem
Pass und Feministin, hat vier Frauen der Hamas in ihrem Alltag begleitet und beobachtet.
Es ist ihr gelungen, in die geschlossene Gesellschaft dieser Frauen einzudringen. In ihrem
Dokumentarfilm fragt sie danach, was dazu führt, ein von Gewalt und Tod bestimmtes Leben
mit Sinn zu versehen, gar die eigenen Söhne zu opfern. Frauen, die Kindern das Leben
schenken, werden zu Instrumenten des Todes dieser Kinder. Sobald die Kamera angeschaltet
ist, achten die Frauen peinlich darauf, dass jedes Wort, das sie sagen, der offiziellen
Hamas-Doktrin entspricht. Doch ein paarmal bekommt das Bild Risse, tiefe Trauer,
Verzweiflung, Depression werden offensichtlich. Zugleich untersucht der Film den Kult des
Märtyrertums, der in Gaza nicht erst seit dem letzten Krieg das Straßenbild bestimmt.
Zwei Jahre lang hat die Regisseurin immer wieder in Gaza gedreht, unter erschwerten
Bedingungen und oft misstrauisch beäugt. Dennoch gelingen ihr einmalige Einblicke in das
System Hamas, in eine geschlossene und fanatisierte Welt, in der sich alle uns geläufigen
Wertekategorien verschoben haben. 'Der einzige Grund, warum wir Kinder in die Welt setzen,
ist, um sie Gott und dem Kampf preiszugeben,' sagt Huda al-Abud, 56, Palästinenserin und
Mutter von zehn Kindern. Geblieben sind ihr fünf. Zwei starben als Selbstmordattentäter,
drei wurden getötet, als israelische Hubschrauber Jagd auf Terroristen machten. Huda ist
stolz darauf. Ohne sie und ihre Mitstreiterinnen wäre die Hamas im Gazastreifen nur halb
so stark. Denn die Frauen der Hamas ziehen den Nachwuchs für die Kämpfer heran. Die
Hamas ist Partei, Terrororganisation und soziales Netzwerk zugleich. Wie alle radikal
ideologisierten Gemeinschaften investiert sie viel Kraft in die Indoktrinierung
nachfolgender Generationen. Es sind vor allem die Frauen - Mütter, Lehrerinnen und
Studentinnen - die die nächste Generation von Hamas-Anhängern aufziehen und ihnen das
ideologische Rüstzeug vermitteln. In den Kindergärten bereiten sie schon Vierjährige
auf das 'Märtyrertum' - als höchste Form des Kampfes gegen Israel - vor. 'Shahid' ist
das erste Wort, das die Kinder dort lernen. Gut 4000 Menschen leben im Gazastreifen auf
einem Quadratkilometer, damit gehört der Gazastreifen zu den dichtestbesiedelten Gebieten
der Welt. Seit der gewaltsamen Machtübernahme der Hamas im Juni 2007 ist das
Palästinensergebiet nahezu vollständig durch Ägypten und Israel abgeriegelt. Vier von
fünf Bewohnern leben unterhalb der Armutsgrenze; die Arbeitslosigkeit ist hoch. Nur was
die Israelis als Grundversorgungsmittel erachten, darf eingeführt werden. Der
Gazastreifen ist abhängig von internationalen Hilfslieferungen und vom Schmuggel, den die
Hamas ebenso kontrolliert wie das öffentliche Leben. Wer zur rivalisierenden Fatah
gehört, hat kaum Chancen, beruflich weiterzukommen. Seitdem die Hamas die Macht an sich
riss, ist viel passiert im Gazastreifen: Ausschreitungen, unerbittliches Töten, die
schweren Angriffe der israelischen Streitkräfte im Krieg 2008-2009, in dessen Folge
Hunderte Verletzte und Tote. Während sich die Hamas-Führer in einem Netz von Bunkern
versteckten, pflegten die Frauen Verwundete in den Krankenhäusern und besuchten die
Familien der Opfer. Die Anhängerinnen der Hamas sind die mächtigsten Frauen im
Gazastreifen. Sie kümmern sich um Arme und Kranke, organisieren Frauentreffen, gründen
Vereine für Kindererziehung und für das Koranstudium. Wer die eigenen Söhne im Dschihad
verlor, hat in der Gesellschaft einen Ehrenplatz. 'Die Beerdigung meines Sohnes war die
größte in Rafiah', erzählt Huda al-Abud. 'Leute kamen aus dem ganzen Gazastreifen, um
daran teilzunehmen. Heute nennen sie mich 'Umm als Shahidim', die Mutter der Märtyrer.
Andere Frauen beneiden mich und möchten auch so stark sein.' Ihre Stärke will Huda
anderen Müttern vermitteln; sie hält Vorträge in einer Moschee. Immer wieder zeigt sie
das Video, das am Morgen jenes Tages gedreht wurde, an dem ihr Sohn in den Tod ging und
das zeigt, wie er sie zum Abschied umarmt. Die Frauen der Hamas verstecken sich nicht in
den Privathäusern. Sie sind auch politisch aktiv. Die promovierte
Erziehungswissenschaftlerin Jamila al-Shanti, 51, hat für die Hamas einen Sitz im
palästinensischen Parlament. Aufgrund der israelischen Blockade allerdings kann sie nicht
zu den Sitzungen nach Ramallah reisen, die Parlamentarier im Gazastreifen tagen getrennt.
Jamila al-Shanti engagiert sich für die Rechte der Frauen in Palästina. 'Es gibt
traditionelle Vorstellungen, die sagen, dass die Frau im Islam sich unterordnen soll. Doch
das hat mit dem Islam nichts zu tun', meint sie in einem Interview. 'Die Hamas wird diese
Vorstellungen ausradieren. Wir werden vorangehen und Verantwortung übernehmen.' An einer
islamistischen Auslegung des Koran - gerade in Bezug auf die Frauen - hält sie trotzdem
fest. So ist es kein Wunder, dass sich kaum noch unverschleierte Frauen auf der Straße
blicken, seitdem die islamistische Hamas im Gazastreifen das Sagen hat.

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| 22:55 - 00:30,
3SAT |
Der Mann von der Botschaft
 Herbert
(Burghart Klaußner) arbeitet in der deutschen Botschaft in Georgiens Hauptstadt Tiflis.
Durch Zufall lernt er die zwölfjährige Saschka (Lika Martinova) kennen: Das Mädchen
versucht ihm die Brieftasche zu stehlen. Trotzdem entwickelt Herbert bald väterliche
Gefühle für das Straßenkind.
In eindringlichen und ruhigen Bildern erzählt Regisseur Dito Tsintsadze ('Schussangst')
von einer Freundschaft, die ohne Worte auskommt.

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| 23:05 - 00:05,
Arte |
| Propagandanebel Der
Pulverdampf hat sich verzogen aus den Tälern Südossetiens. Aber noch immer wabert der
Propagandanebel des Krieges durch die Redaktionsstuben der Weltpresse. 'Das erste Opfer
des Krieges ist die Wahrheit.' Der Spruch war selten so zutreffend wie im
georgischrussischen Konflikt um Südossetien im August 2008. Der Krieg dauerte nur wenige
Tage, der Kampf um die Sympathie der Weltöffentlichkeit hält dagegen bis heute an. Dabei
sind PR-Kampagnen international operierender Agenturen zu entscheidenden Waffen geworden.
Die Dokumentation untersucht die Kriegsversionen der Konfliktparteien und ihre
Propagandaapparate. Der Befund ist für beide Seiten wenig schmeichelhaft. Während Tiflis
weiter an seiner längst widerlegten Unschuldsversion festhält, nährt Moskau mit
geheimnistuerischer Informationspolitik Zweifel an allen offiziellen Verlautbarungen. In
scharfem Kontrast zur kalten Welt der Medienpolitik stehen die Bilder von den Kriegsopfern
im südossetischen Zchinwali und den Flüchtlingen im georgischen Gori. Wer sind
eigentlich die Osseten, um deren einst autonomes Gebiet es bei dem gewaltsamen Konflikt
ging, und welche Rolle spielten die dort lebenden Georgier? In der geopolitischen Debatte
hat das damals niemanden interessiert. Ein Lokaljournalist aus Gori bringt es sarkastisch
auf den Punkt: 'Politiker betreiben ihre Politik und das Volk bleibt als Opfer zurück.'
Der ossetische Medienwissenschaftler Ruslan Bekurow und der aus Südossetien vertriebene
Georgier Nodar Kochischwili äußern sich differenzierter als die Regierenden in Tiflis
und Moskau. Beide bestreiten, dass es Gewinner und Verlierer in der Medienschlacht gibt.
Sie sind der Meinung, dass alle nur verloren haben: natürlich in erster Linie die
Menschen und die Opfer in diesem Krieg - aber auch die Zuschauer, Leser und Hörer.
Themenabend: So viele Lügen in so wenigen Tagen. Der russischgeorgische Konflikt um
Südossetien im August 2008 war auch ein Krieg der Propaganda-Kompanien. Der
ARTE-Themenabend sucht in zwei Dokumentationen nach der Wahrheit. Er sucht nach den
Schuldigen dieser bewaffneten Auseinandersetzung und nach den wahren Gründen dafür,
diesen Krieg überhaupt zu führen. Zum einen schildern Zeitzeugen - einflussreiche
Politiker und Diplomaten ebenso wie georgische Bürger von der Straße - ihre Sicht des
Konfliktes. Auf der anderen Seite stehen die Medienmaschinerien der Konfliktparteien, die
dem jeweiligen Gegner die Schuld am Krieg zusprechen und die Unschuld der eigenen Seite
beteuern.

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