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| Dienstag, 14.02.2012 |
| 00:30 - 01:30,
arte |
Astronauten, Wikinger und
Geister  Im Süden von Wales, dem früheren Zentrum der
britischen Kohle- und Eisenindustrie, liegen die Kleinstadt Merthyr Tydfil und das Dorf
Heolgerrig. Dort beginnt Anfang der 70er Jahre der damals 19-jährige Filmstudent Robert
Haines, seine Familie, seine Freunde und manchmal auch völlig Fremde zu fotografieren.
Für ihn sind diese Bilder Aufnahmen ganz gewöhnlicher Menschen, die ein ganz
gewöhnliches Leben führen, und so landen die Fotos in einem Pappkarton und werden
vergessen. Erst knapp 40 Jahre später öffnet Haines diesen Karton wieder und findet
etwas Unerwartetes: Er stößt auf Porträts von Menschen, die jetzt gar nicht mehr
gewöhnlich scheinen, Fotos von großer Präsenz und Kraft, die davon erzählen, wie eine
Industrie, ganze Berufsstände, eine Region und ihre Dorfgemeinschaften Geschichte werden.
Und plötzlich will jeder diese Bilder sehen, ein Fotobuch entsteht, mehrere Ausstellungen
folgen, Fernsehen und Zeitungen berichten über die 'vergessenen Fotos'. Haines
entscheidet sich, zurück nach Merthyr und Heolgerrig zu gehen und dort nach den Menschen
zu suchen, die er damals fotografiert hat. Er will herausfinden, was aus ihnen geworden
ist. Und er trifft tatsächlich nicht wenige seiner ehemaligen 'Motive' wieder, redet mit
ihnen, hört ihren Erzählungen zu und macht daraus das vielschichtige Porträt einer
Gemeinde, poetisch und elegisch, lustig und anrührend, bildschön und eigenwillig. Haines
zeigt, dass kein Leben 'gewöhnlich' ist, wenn man wirklich hinsieht.

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| 02:15 - 02:45,
H3 |
Mit dem Wildhüter in der
Rhön  Der
Winter ist hart in der Rhön, nicht nur für die Menschen. Wenn sich das hessische
Mittelgebirge bei Eis und Schnee von seiner rauen Seite zeigt, geht es für viele Tiere
ums nackte Überleben. Einer, der sich dann darum kümmert, ist der Ranger Georg Sauer. Er
arbeitet fürs Biosphärenreservat und ist in der Hochrhön zuständig für alles, was mit
Hege und Jagd zu tun hat. Der 'Hessenreporter' begleitet den Wildhüter und seine Kollegen
bei der Arbeit. Auf das beinahe ausgestorbene Birkhuhn etwa haben sie ein besonderes Auge.
Die Tiere haben alle einen Sender bekommen, so dass man sie aufspüren kann. Das machen
die Männer regelmäßig. Um den kleinen Bestand zu schützen, müssen die Feinde der
Birkhühner gejagt werden: das Schwarzwild, aber auch Füchse und Marder. Für die stellen
die Jäger Fallen, die mit modernster Technik überwacht werden. Wenn der Winter kommt,
gibt es eine große Schwarzwildjagd. Bei sehr hohem Schnee wird der Notstand fürs Wild
ausgerufen. Dann müssen Rehe und Hirsche gefüttert werden. Das übernehmen die Jäger in
ihren Revieren, koordiniert von Ranger Georg Sauer. |
| 03:45 - 04:30,
Phoenix |
Russlands Ströme - Russlands
Schicksal Seit Millionen von Jahren lebt der Stör in der Wolga -
sein Kaviar ist einer von Russlands Schätzen. Jetzt bleiben die Netze der Fischer immer
öfter leer: eine Folge der Umweltverschmutzung und des Raubbaus an der Natur.
Erster von drei Teilen über Russlands große Flüsse. Es folgen Berichte über die Lena
und den Amur .

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| 04:30 - 05:15,
Phoenix |
Russlands Ströme - Russlands
Schicksal Die Lena ist der zweitlängste russische Fluss. Über die
Hälfte des Jahres vom Eis bedeckt, wird die Lena im Frühsommer zum reißenden Strom. Der
Film zeigt Tiere und Menschen, die an ihrem Ufer leben. Per Hubschrauber und im Auto,
zumeist aber auf einem altersschwachen Lenadampfer hat das Fernsehteam die viereinhalb
Tausend Kilometer bewältigt - von der Quelle im Baikalgebirge, vorbei an den
majestätischen Lena-Felsen und quer durch Russlands sibirische Schatzkammer. |
| 04:45 - 05:05,
SWR |
Norwegens neue
Touristenstraßen  Rastplätze und Aussichtspunkte in zeitgenössischer
Architektur, moderne Kunst am Straßenrand? In Norwegen führen Straßen fast immer durch
eine spektakuläre Natur, was in jedem Sommer viele Autotouristen anlockt. Naturliebhaber
hinterm Lenkrad - eigentlich ein Widerspruch, den das norwegische Straßenbauamt
aufzulösen versucht. Es schreibt deshalb Wettbewerbe aus, engagiert Architekten,
Künstler und Ingenieure, und so entstehen Haltepunkte, die selbst zu Attraktionen werden.
Sie locken Gäste an und öffnen in mehrfacher Hinsicht den Blick auf beziehungsweise für
die großartige Natur. Und die Touristenströme können besser gelenkt werden, was
ökologisch sinnvoll ist. 18 der schönsten Reichsstraßen baut das norwegische
Straßenbauamt auf diese Weise zu nationalen Touristenstraßen aus. Einige sind bereits
fertig, drei von ihnen in Südnorwegen stellt der Film vor.

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| 05:15 - 06:00,
Phoenix26 |
Russlands Ströme - Russlands
Schicksal Die Russen nennen ihn Amur, die Chinesen 'schwarzer
Drache'. Der 4416 Kilometer lange Fluss trennt an seinem Oberlauf zwei Welten: Auf der
einen Seite liegen die Trümmer des Ex-Sowjetstaates, auf der anderen wachsen
Wolkenkratzer in den Himmel. Das Ufer ist auch Heimat des Amur-Tigers. Das Leben am Fluss
zeigt Anne Gelinek. |
| 06:00 - 06:45,
Phoenix |
Russland - Eine Winterreise
In den Goldminen der Kolyma in Jakutien beginnt der erste
Teil der Russland-Dokumentation über das harte Leben fernab der Großstädte der
ehemaligen Weltmacht. Das Reporterteam begleitet Bergleute, die goldhaltiges Quarzgestein
in 134 m Tiefe mit uralten Maschinen aus Stollen brechen. Ihr Arbeitsplatz: eiskalt,
staubig und eng.
Jakutien ist eine der kältesten Regionen der Erde, die von Menschen besiedelt wird. Mehr
als 6300 Kilometer legte das ZDF-Team mit Lkw, Schneeraupen und Schlitten bis tief ins
Landesinnere zurück.

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| 06:45 - 07:30,
Phoenix |
Russland - Eine Winterreise
Das ZDF-Team folgt den Spuren Alexander von Humboldts, der
1829 auf Einladung des Zaren Sibirien bereiste. Die Reporter sind unterwegs vom Ural bis
an die chinesische Grenze, reisen auf meterdick zugefrorenen Flüssen, lernen Menschen
kennen, die Eis, Schnee und Kälte trotzen und in der Einöde nach Reichtümern suchen.
Info: Alexander Freiherr von Humboldt starb 90-jährig am 6.5.1859 in Berlin. Der
Naturwissenschaftler machte weltweit bahnbrechende Beobachtungen: u.a. Mitbegründer der
physischen Geografie.

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| 08:35 - 09:05,
RBB |
Rufe aus der Kalahari - Die
Sprache der Erdmännchen  Sie sind die Publikumslieblinge in jedem Zoo. Sie flitzen
umher, machen plötzlich Männchen, verschwinden in Erdlöchern und tauchen genauso
schnell wieder ganz woanders auf. Die kleinen drolligen Kerlchen haben einen Namen:
Erdmännchen, und sie haben als nächste Verwandte die viel größeren Hyänen. Was die
wohl gemein haben? Erdmännchen leben in Clans, in Großfamilien, in der Kalahari im
Süden Afrikas. Einer für alle - alle für einen, das ist ihr Motto. Sie stehen gemeinsam
miteinander auf, einer schiebt meistens Wache, während die anderen nach Futter suchen.
Erkennt er eine Gefahr, gibt er sofort Laute von sich. Je nachdem, wie groß die Gefahr
ist, reagieren auch die anderen Familienmitglieder. Genauso sozial geht es bei der
Nachwuchs-Versorgung zu. Die Weibchen bringen die Jungen zur Welt und säugen sie, aber
auch die Männchen dürfen als Babysitter für einige Stunden die Mutterrolle übernehmen.
Gemeinsam gehen die Erdmännchen auch gegen ihre Feinde vor. Woher weiß man das alles?
Die Antwort gibt die schweizerische Verhaltensforscherin Prof. Dr. Marta Manser, die seit
Jahren die Sprache und das Verhalten der Erdmännchen in der Kalahari studiert hat. |
| 08:55 - 09:50,
arte26 |
Westafrika - Geheimnisvolle
Sahara Der junge Fulbe-Hirte Ibrahim lebt in Niger. Er hofft,
beim traditionellen Schönheitswettbewerb für Männer zu gewinnen. Beim Guérewol-Fest
stellen sich die geschminkten, herausgeputzten und mit zahlreichen Accessoires
geschmückten Männer nach stundenlanger Vorbereitung in einer Reihe auf. Die jungen
Frauen des Dorfes sehen sich die Bewerber an und wählen sich unter den Tänzern den
Schönsten aus. Schönheit ist allerdings auch das Einzige, das Ibrahim geblieben ist,
denn ihm und seiner Familie sind alle Nutztiere weggestorben. Viele Stämme leben in
tiefster Armut, denn immer länger anhaltende Dürrezeiten haben zu einer Ausbreitung der
Wüstenflächen geführt. Die einzige Nahrung der in der Region verbliebenen Menschen ist
ein bitteres Kraut. Viele der Kinder leiden an chronischer Unterernährung. Auch den
Tieren fällt es zunehmend schwerer, in diesem immer trockeneren Umfeld zu überleben. So
bleibt vom Banzena-See in Mali manchmal nur noch eine große Pfütze übrig. Und die
wenigen noch hier lebenden Elefanten müssen Hunderte von Kilometern zurücklegen, um
Wasser zu finden.

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| 11:00 - 12:30,
arte |
| Ein Lied für eine Königin
Trotz aller wirtschaftlichen Schwierigkeiten halten die Briten an ihrer
kostspieligen Monarchie fest. Der britische Filmemacher Don Kent wirft zum 60. Jahrestag
der Thronbesteigung von Queen Elizabeth II. (Bild: Ausschnitt aus Graham Deans Gemälde
'ohne Titel') einen kritischhumorvollen Blick auf Monarchie und Gesellschaft seines
Heimatlandes. Der Filmautor zeigt unveröffentlichte Archivaufnahmen sowie die berühmten
Königinnenfotos von Sir Cecil Beaton.

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| 11:30 - 12:15,
NDR |
Ganges - Indiens Fluss des
Lebens Allein auf den ersten 200 Kilometern überwindet der
Ganges ein Gefälle von über 2.800 Metern, ehe er im Tiefland beginnt zu mäandern. In
den nun immer dichter bevölkerten Tälern säumen einzelne Wälder die Ufer, doch immer
häufiger bestimmt die Landwirtschaft das Bild. Reis, Gerste, Hirse, Baumwolle, Zuckerrohr
reifen in der kräftigen Sonne. Treten die Städte ins Blickfeld, fallen die großen
Zeremonien der Hindu-Gläubigen auf, die im Wasser des Ganges stattfinden. Bei Haridwar
hat der Fluss die große Ebene, die seinen Namen trägt, erreicht. Das Lichterfest wird
täglich zu abendlicher Stunde abgehalten, Kumph Mela ist dagegen die größte
Wallfahrtsversammlung auf Erden mit mehreren Millionen Pilgern am Ort. Große Zuflüsse
schenken dem Ganges zusätzlich Wasser. Der Chambal schafft es aus einer Wüste heraus,
sein Wasser in die Ebene zu bringen. Hier lässt sich auch der seltene Gangesgavial sehen.
Mit der putzigen Schnauze ein recht ungewöhnliches Krokodil, dafür ein umso besserer
Fischjäger. Über sechs Meter lang werden die Männchen. Ein wichtiges jährlich
wiederkehrendes Naturereignis stellt der Monsun dar. Aus zahmen Gebirgsbächen entwickeln
sich reißende Flüsse. Geröll, Sand und viel Wasser bringen sie ins Tiefland. Die
Überschwemmungen in den Ebenen sind riesig. Tausende Quadratkilometer weit steht das Land
unter Wasser. Aber der Schlamm ist fruchtbar und beschert reiche Ernten. Heute lebt ein
Zehntel der Weltbevölkerung im Gangesbecken, dennoch blüht überraschenderweise auch die
Tier- und Pflanzenwelt auf diesen dicht bevölkerten Ebenen. Sarus-Kraniche vollführen
ihre Balztänze inmitten der Reisfelder, während Scharen von Rhesusaffen in alten Tempeln
und Mangogärten leben. Andere dagegen, wie die einzigartigen Gangesdelfine und die
Gangesgaviale, sind fast verschwunden und überleben nur noch in entlegenen Abschnitten
des Flusses.

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| 12:30 - 12:50,
arte |
| En casa - Zu Hause Gina,
eine chilenische Mapuche, arbeitet seit ihrer Jugend als Hausangestellte in wohlhabenden
Häusern der Weißen: Sie putzt, wischt und schrubbt, bereitet Essen vor, das sie selbst
nicht essen wird, und schenkt ihre ganze Liebe den Kindern, um die sie sich kümmert.
Damit folgt sie dem Schicksal vieler Mapuche - der größten indigenen Minderheit Chiles,
die nach jahrhundertelangem, oft erfolgreichem Kampf gegen die spanischen Eroberer nun vor
allem als Hausbedienstete für die Familien der Reichen tätig sind. Die Arbeit für
andere Familien lässt keine Zeit für die Gründung einer eigenen, das fremde Leben
verdrängt eigene Träume und Bedürfnisse. Doch anders als ihre Schwester Luisa, die wie
viele andere Mapuche ihre indigene Herkunft mit einem Gefühl von Scham betrachtet und
verdrängt, leugnet Gina ihre Wurzeln nicht, sondern ist stolz auf sie.

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| 13:15 - 13:30,
3SAT26 |
Tasmanien  Der australische
Inselstaat Tasmanien ist für die einen 'Sträflingsinsel', für die anderen das 'Paradies
am Ende der Welt'. Eine Reise von Europa an die Südostspitze Australiens ist auch heute
noch nicht in einem Tag zu bewältigen. Die ersten weißen Siedler, die vor rund 200
Jahren nach Australien aufbrachen, waren monatelang unterwegs. Ihr Vorhaben war
gefährlich, aber Landgeschenke lockten, und die Fruchtbarkeit des Bodens wurde gerühmt.
Ein englischer Landpfarrer und Amateurgeologe verkündete, 'dass der verlorene Garten Eden
auf Tasmanien gelegen' habe. Tausende haben dort schließlich ihr persönliches Paradies
gesucht und es sich geschaffen, oft ohne Rücksicht auf die Natur. Erst in den 1970er
Jahren, nachdem die Hälfte aller Säugetierarten in Australien ausgerottet war, hat ein
Umdenken eingesetzt. Die Dokumentation erzählt die Geschichte des Inselstaats Tasmaniens
und stellt Projekte vor, die dort heute die Natur und die Ureinwohner schützen.

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| 13:30 - 14:15,
3SAT26 |
Nosy Be - Madagaskars
Parfum-Insel  Madagaskar ist die viertgrößte Insel der Welt und rund
1,6-mal so groß wie Deutschland. Obwohl Madagaskar nur durch den Kanal von Mosambik
getrennt etwa 400 Kilometer von Afrika entfernt liegt, erscheint das Land ganz anders,
beinahe schon als eigenständiger Minikontinent. Die Küche, die Musik und der farbige
Alltag sind geprägt von den Kulturen Afrikas, Arabiens und Asiens, woher die Vorfahren
der Madagassen stammen. Im fruchtbaren Norden Madagaskars wachsen Pfeffer, Kaffee, Tabak,
Zuckerrohr, Nelken, Vanille und vor allem die wertvolle Parfumpflanze Ylang-Ylang. Ihr
verdankt die kleine tropische Insel Nosy Be, 'Ile de Parfum', ihren unvergleichlichen Duft
und einen relativ hohen Lebensstandard in einem der ärmsten Länder der Welt. Die
Dokumentation 'Nosy Be - Madagaskars Parfum-Insel' zeigt Leben und Arbeit des
Ylang-Ylang-Produzenten und Destillateurs Sabyr Houssem und seiner Familie. Die von Sabyr
Houssem mit einfachsten Mitteln erzeugte Ylang-Ylang-Essenz findet Eingang in die edelsten
Parfums. |
| 14:00 - 14:30,
H3 |
Eisenbahn-Romantik  Auf breiter Spur fährt ein kleiner
blauer Schienenbus durch die faszinierende Landschaft Kareliens. An Bord der historischen
Triebwagengarnitur: eine Gruppe Eisenbahnfreunde, unterwegs auf dem Schienenetz von
Mittelfinnland. Diese zweite Etappe beginnt in Kareliens Hauptstadt Joensuu. Die Reise
führt zur östlichsten Schiene auf dem europäischen Kontinent, in das einst größte
finnische Bergwerk Outukumpu und in den kleinsten Nationalpark Finnlands, Rokua. Weiter
geht's an die Westküste nach Oulu, Europas nördlichster Großstadt. In den Zeiten der
Mitternachtsonne wird hier die Nacht zum Tage. Als letzter Superlativ der Fahrt steht die
Jokioinen-Bahn auf dem Programm, Finnlands älteste Schmalspureisenbahn. Die
Dampfbahnstrecke ist in Betrieb seit ihrer Eröffnung im 19. Jahrhundert. |
| 14:15 - 15:00,
NDR26 |
Bilderbuch Deutschland  Der Vulkanismus
prägt das Gesicht der Eifel vom Laacher See unweit des Rheins bis nach Manderscheid im
Südwesten. Er ist bestimmend für das Landschaftsbild, aber auch für die Kultur der
Region. Eine Kultur erbaut auf Lava. Vom vulkanischen Gestein lebten einst viele Menschen
rund um den Laacher See. Mit vulkanischem Gestein schufen und schaffen sie immer noch ihre
Bauwerke. Davon zeugen die Mauern des traditionsreichen Klosters Maria Laach genauso wie
die Tuffsteinhäuser von Weibern und die Basalthöhlen von Mendig. Dutzende von
Steinbrüchen überziehen die gesamte Hocheifel westlich des Laacher Sees. Auf den sanften
Hügeln weidet das typische rotbunte Vieh. Landwirtschaft bestimmt das Bild.

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| 14:15 - 14:45,
3SAT26 |
Von Himmel und Hölle Das Paradies geht
unter. Der Präsident der Malediven sucht bereits nach einer neuen Bleibe für sein Volk,
denn die Trauminseln der Atolle und Korallenriffe im Indischen Ozean werden versinken.
Während die ersten Bewohner die Inseln zwischen Südindien und Sri Lanka verlassen - sie
sind die weltweit ersten Klimaflüchtlinge - sonnen sich die Touristen weiter an den
Stränden der prachtvollen Sechs-Sterne-Resorts. Nirgendwo liegen Himmel und Hölle so
unvermutet nah zusammen wie auf diesen Archipelen mitten im Meer. Im Südwesten Indiens,
in Kerala, verwandelt sich alljährlich ein Dorf zum Schauplatz eines mystischen
Festivals: Ein Unberührbarer aus der untersten Kaste wird für 30 Stunden zum Gott
erkoren. Auslandskorrespondent Markus Grüne sucht nach 'Himmel und Hölle' auf den
Malediven, in Indien und in Sri Lanka.

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| 14:30 - 15:15,
H3 |
| Metropolen des Ostens Über
Jahrzehnte war Moskau, die Zehn-Millionen-Metropole, das Zentrum eines Riesenreiches,
sogar einer Supermacht. Moskau hat mindestens zwei katastrophale Schlachten überlebt,
alles ist riesengroß. Moskau ist eine Stadt der Superlative wie New York oder Tokio -
und: Moskau ist nicht Russland. Moskau ist längst nicht mehr das Moskau der Sowjetunion
und das der Nach-Gorbatschow-Zeit: Das Moskau von heute ist gespalten. Das Zentrum, das
'alte' Moskau, die Residenz der Superreichen, wirkt 'völlig durchgeknallt'. Die Menschen
in den Randgebieten, die natürlich in der Überzahl sind, leben zwischen Normalität und
sozialen Problemen. Der Film von Christian Klemke beobachtet und befragt die Menschen, die
Moskauer. Klemke zeigt die Welt der Superreichen, die der Normalbürger und nicht zuletzt
die der sozial Schwachen.

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| 14:30 - 15:28,
MDR |
| LexiTV - Wissen für alle
Der Sage nach war er der Urvater der Tschechen: Cech. Denn er führte sein Volk
in die neue Heimat: in das Land zwischen Böhmerwald und Beskiden, wo Elbe und Moldau
fließen. Heute leben in diesem Staat im Herzen von Europa über zehn Millionen Menschen.
'LexiTV' geht dort auf Erkundungstour, besucht malerische Städte und zauberhafte
Landschaften und taucht in die Geschichte von Böhmen und Mähren ein. Die Sendung stellt
Ausflugsziele im spannenden Nachbarland vor und hinterfragt auch das deutschtschechische
Verhältnis.

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| 14:45 - 15:30,
3SAT |
Ko Samui Ursprünglich ein
Geheimtipp für Reisende und Aussteiger, ist die Insel Ko Samui heute zu einem
Aushängeschild des Thailand-Tourismus geworden. Ziel ist es, die Insel für den
'gehobenen' Tourismus zu erschließen und sie nicht zu einem Ort des ungehemmten
Massentourismus verkommen zu lassen. So wird Bauten-'Wildwuchs' verhindert, Hotels müssen
in die Landschaft eingepasst sein und dürfen nicht höher gebaut werden als die sie
umgebenden Palmen. Kokospalmen waren, neben der Küstenfischerei, bis zum Aufkommen des
Tourismus die einzige Einnahmequelle der Inselbewohner. Bis heute prägen Kokosplantagen
das Bild der Insel. Ko Samui, mit 250 Quadratkilometern etwa halb so groß wie Ibiza, hat
wegen seiner drei Millionen Kokospalmen den Beinamen 'Coconut Island'. Neben der
landschaftlichen Schönheit und den touristischen Attraktionen zeigt die Dokumentation 'Ko
Samui' vor allem Kultur und Alltag der Inselbewohner: Tempelfeste und Büffelkämpfe,
Kokosernte und Fischerei, Schattenspiel und Mumienverehrung.

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| 14:55 - 16:35,
arte |
Kiss Me, I'm Jewish  Der junge
Rabbiner Zevi Ives und seine Frau Sara verkörpern die derzeitige Aufbruchstimmung, die
unter den jungen Juden Europas herrscht. Sie mischen mit ihrer Organisation für Jüdische
Studenten in Europa das jüdische Leben auf dem Kontinent auf. Ihre Mission: Jude sucht
Jüdin. Viermal im Jahr rufen sie: 'Party Like a Jew', und Tausende jüdischer Singles
folgen ihnen zu den Single-Wochendenden, die sie in ganz Europa organisieren. In der
dritten Generation nach der Schoah breitet sich die Vielfalt jüdischen Lebens wieder
kraftvoll in den Metropolen Europas aus. Kreativ, vernetzt, selbstbewusst und
unternehmungshungrig treten junge Jüdinnen und Juden ihr reiches kulturelles Erbe an. Sie
brechen über 60 Jahre nach dem Holocaust auf, um zu erwecken, was auch von ihren Eltern
verdrängt und verschüttet wurde. Auf der Suche nach einer eigenen jüdischen Identität
finden sie neue, zeitgemäße Formen und Inhalte. Sie tun dies im Bewusstsein, als Juden
leben zu wollen, und auch, um von ihrer Umgebung als Juden erfahren zu werden. Der
Dokumentarfilm hält fest, was es bedeutet, für 400 jüdische Singles aus ganz Europa ein
Event zu organisieren, bis die Flirtlustigen schließlich anreisen, um den Spagat zwischen
Thora und Speed-Dating zu wagen.

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| 15:15 - 16:00,
NDR |
Alaska - Die 48 Stunden von
Kodiak Kodiak in Alaska ist die zweitgrößte Insel der
Vereinigten Staaten. Hier ist der Kodiak-Bär zu Hause, das größte Landraubtier der
Welt. Jahr für Jahr im Sommer und im Herbst, wenn die Lachse zu Hunderttausenden zu den
Laichplätzen aufsteigen, herrscht an den Flüssen Hochbetrieb. Dann machen die Bären
reiche Beute. Auf Kodiak leben rund 6.000 Menschen, etwa die Hälfte hat direkt oder
indirekt mit dem Fischfang oder der Fischverarbeitung zu tun. Hunderte von Fischkuttern
und Trawlern liegen im Hafen, einem der bedeutendsten von ganz Alaska. Ein Team des NDR
war im Spätsommer 2006 bei einer Fangfahrt auf Heilbutt dabei. Der Skipper des Bootes
'Compromise' heißt Brian Young. Er fischt schon mehr als 20 Jahre in den kalten
Gewässern der Bristol Bay und der Beringsee. Mit von der Partie sind seit einigen Jahren
seine beiden Söhne Josh und Jeremy. Der Pazifische Heilbutt, auf den es Brian und seine
Söhne abgesehen haben, wird mit so genannten Langleinen, die mit Lachsködern bestückt
sind, gefangen. Besonders große Heilbutts können ein Gewicht bis zu 350 Kilogramm auf
die Waage bringen; ein Fang, der sich bei einem Kilopreis von neun Dollar lohnt. Innerhalb
von 48 Stunden haben Brian, Josh und Jeremy mehr als 7.000 Kilogramm Heilbutt am Haken.
Der Film erzählt aber nicht nur vom Leben und von der Arbeit einer Fischerfamilie auf
Kodiak, er vermittelt auch spektakuläre Eindrücke einer nahezu unberührten Natur und
berichtet von der spannenden Entdeckung Kodiaks vor 250 Jahren durch russische
Pelzhändler.

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| 15:15 - 16:00,
RBB26 |
Bilderbuch Deutschland  Die Reise entlang
der Oste beginnt in den Mooren der nördlichen Lüneburger Heide und endet nach 140
Kilometern im Marschland und in der Mündung der Oste in die Elbe, unweit der Deutschen
Bucht. Eine Reise durch eine sehr reizvolle Landschaft, mit Besuchen bei den Menschen, die
eine enge Beziehung zu ihrem Fluss haben. Die Landschaft links und rechts der Oste ist von
Landwirtschaft geprägt. Größere Städte gibt es hier nicht, aber kleine hübsche Orte,
durch die sich der Fluss schlängelt. An den Straßen stehen alle paar Kilometer
Gemüsestände, unbeaufsichtigt. Sie laden zur Selbstbedienung ein. Und tatsächlich, es
funktioniert: Die meisten, die etwas nehmen, werfen Geld in den 'Opferstock'.

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| 15:30 - 16:00,
3SAT |
Chinas wilder Fluss Auf Chinesisch
heißt er Lancang Jiang, was soviel wie 'wilder Fluss' bedeutet: Der Mekong (aufgestaut
bei Wanyaolong) ist mit fast 5000 km einer der längsten Ströme der Erde. Im Himalaya
liegt seine Quelle. Bevor er ins Chinesische Meer mündet, durchfließt er sieben Länder,
mehr als die Hälfte seines Laufs liegt im Reich der Mitte. An seinen Ufern wachsen Wein,
Tee, Tabak und Heilkräuter. Ariane Reimers zeigt faszinierende Landschaften und den
Alltag der Menschen am Fluss.

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| 16:00 - 16:30,
3SAT |
Hongkongs grüne Inseln  Der Hauptinsel mit
der Glitzerwelt der Wolkenkratzer vorgelagert, findet man Hongkongs grüne Inseln.
Korrespondentin Christine Adelhardt und ihr Team besuchen u.a. das Fischerdorf Aberdeen ,
Lamma Island - das Sylt Asiens, und die Insel Cheung Chau, wo noch das dörfliche China zu
existieren scheint.
Info: Die Bevölkerungszahl Hongkongs hat sich in den letzten 60 Jahren verzwölffacht:
von 600.000 im Jahr 1945 bis auf 7,004 Mio. 2009.

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| 16:30 - 17:15,
3SAT |
Tahiti  Wohl kaum ein Land
ist seit über zwei Jahrhunderten so sehr Inbegriff von Sehnsüchten und
Paradiesvorstellungen wie die französische Südseeinsel Tahiti, die zu
Französisch-Polynesien gehört. Dort führen - so der Mythos - schöne, gutherzige
Menschen ein sorgloses Leben inmitten einer paradiesischen Natur. Geschaffen wurde der
Mythos durch die enthusiastischen Reiseberichte europäischer Seefahrer wie Louis Antoine
de Bougainville und James Cook, durch Schriftsteller, Philosophen und Maler. Paul Gauguins
berühmte Tahiti-Gemälde und der Film 'Die Meuterei auf der Bounty' besiegelten das
verklärte Bild Tahitis. Die Dokumentation 'Tahiti' stellt die Südseeinsel vor und
kontrastiert Mythos und gesellschaftliche Realität des heutigen Tahitis. Sie gibt
Einblick in Alltag, Kultur und Lebensgefühl der Menschen, begleitet Tänzer und Ruderer
bei ihren Vorbereitungen auf den unbestrittenen Höhepunkt des Jahres: das 'Heiva i
Tahiti'-Fest im Juni.

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| 17:15 - 17:45,
3SAT |
Im Herzen der Südsee Weiße
Sandstrände, malerische Wasserfälle und unberührte Regenwälder: Das ist der Inselstaat
Samoa mit den Hauptinseln Savaii und Upolu im Herzen der Südsee. Auf den berühmten
Lavafeldern leben die Menschen in unwirtlicher Umgebung. In den Fischerdörfern werden
neben dem samoanischen Lebensstil auch traditionelle Jagdmethoden gepflegt. Beim größten
Volksfest des Landes starten die traditionellen Langboote zu einem Rennen. An die
Tatsache, dass Samoa einst deutsche Kolonie war, erinnern zahlreiche Namen: So legte 1885
ein Mann namens Frederick Kruse von der Ostseeinsel Fehmarn mit einem Segelschiff an der
Küste an. Seine Urenkelin führt heute ein Hotel auf Samoa mit dem Namen 'Insel Fehmarn'.
Der Tourismusminister heißt Misa Telefoni Retzlaff - sein Großvater brachte die ersten
Telefone von Berlin nach Samoa. Die Dokumentation 'Im Herzen der Südsee' stellt Samoas
Hauptinseln Savaii und Upolu vor und erzählt Alltagsgeschichten aus dem Leben im
Südseeparadies.

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| 17:20 - 17:45,
arte |
| Nächster Halt - Peking Die
Chinesen sehen sich gerne als große Familie. Im Freien finden sich alle
Familienmitglieder zusammen. Und dank des kontinentalen Klimas können sich die Bewohner
von Chinas Hauptstadt Peking tatsächlich neun Monate im Jahr in den städtischen Parks
und Grünanlagen treffen und die Natur genießen. An dieser uralten Sitte hat auch der
moderne Lebensstil nicht viel geändert. Mensch und Natur bilden in der Vorstellungswelt
der meisten Chinesen eine Einheit, und das Leben im Freien ist für sie mehr als nur eine
Gewohnheit, es ist eine echte Philosophie.

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| 17:45 - 18:30,
3SAT |
Rapa Nui - die Osterinsel
 Wenn man 'Osterinsel' sagt, fallen vielen Menschen die
rätselhaften, riesigen Tuffsteinfiguren ein, von denen etwa 1.000 Stück die raue Küste
der Insel Rapa Nui säumten. Darüber hinaus sind die Insel und ihre Geschichte weitgehend
unbekannt. Überlieferungen berichten, dass eine kleine Gruppe von Polynesiern um 350 nach
Christus in ihren Segelbooten auf der Suche nach Neuland dorthin verschlagen wurde. Sie
lebten die nächsten 1.300 Jahre in totaler Isolation inmitten des Pazifiks - 3.700
Kilometer vom südamerikanischen Festland und 2.250 Kilometer von der nächsten bewohnten
Insel entfernt. So entwickelten sie ihre Kultur ohne Kontakt mit der Außenwelt. Mit der
Entdeckung der Insel durch den holländischen Seefahrer Jacob Roggeveen (1659 -
1729)begann dort eine Kette von Überfällen, Entführungen und Morden. Der chilenische
Kapitän Pedro Toro fand bei seinem Besuch 1870 nur noch 100 Männer sowie 78 Frauen und
Kinder vor. Die Dokumentation 'Rapa Nui - die Osterinsel' erzählt die Geschichte der
Insel und ihrer Bewohner.

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| 18:50 - 19:15,
H3 |
service: reisen  Lebensfreude.
Vielleicht zieht es deswegen Scharen von deutschen Pauschaltouristen an die Strände der
Halbinsel Varadero, nach Holguín oder nach Havanna. Wo auch sonst sieht man so viele auf
Hochglanz polierte, betagte Straßenkreuzer aus der Zeit Al Capones? Und das vor der
Kulisse alter Kolonialpaläste, die einer nach dem anderen in frischem Glanz erstrahlen.
Wer die Nähe zur Bevölkerung sucht und Bettenburgen meiden will, findet heutzutage
preisgünstige Unterkünfte in Privathäusern und in den kleinen, privat geführten
Restaurants, den 'Paladares', typisch kubanische Gerichte zu vernünftigen Preisen. Fehlt
nur noch ein Salsa-Kurs. 'service: reisen' zeigt, was den Besucher in Kuba erwartet - auch
die neueren Hotel-Oasen beispielsweise an den weißen Stränden der Insel Santa Maria oder
den beeindruckenden Alexandervon-Humboldt-Nationalpark im Osten Kubas, ein Regenwald, in
dem der kleinste Frosch der Welt zu Hause ist. Er misst nur knapp einen Zentimeter und
kommt nur auf Kuba vor.

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| 19:30 - 20:15,
arte |
Wilde Pyrenäen  Meterhoch liegt der
Schnee in den winterlichen Pyrenäen und hat alles unter sich begraben. Es herrscht
bittere Kälte, Nahrung ist jetzt für alle knapp. Die Tiere, die keinen Winterschlaf
machen, kämpfen ums Überleben. Gämsen suchen in den Tälern nach den letzten
genießbaren Leckerbissen. Wölfe unternehmen auf der Suche nach Beute weite Wanderungen.
Auch für die Bartgeier sind die Aussichten trübe: Die Tierkadaver und insbesondere deren
Knochen, von denen sich die Aasfresser hauptsächlich ernähren, liegen unter den
Schneemassen begraben. Spanische Vogelschützer haben deshalb in den Pyrenäen
Futterplätze für die Bartgeier eingerichtet. Dafür muss das Futter zu Fuß in eisige
Höhen hinaufgetragen werden. Ab Mitte Februar erreichen die ersten Frühlingsboten die
Pyrenäen. Tausende Kraniche kommen aus ihren zentralspanischen Winterquartieren und
rasten ein letztes Mal in den Bergstauseen, bevor sie auf ihrem Weg nach Frankreich und
Nordeuropa die Pyrenäen überqueren. In den Wäldern lassen Auerhühner ihre gurgelnden
Balzrufe ertönen und die ersten Wiedehopfe erscheinen in den Bergdörfern. Bei den
Bartgeiern ist der Nachwuchs geschlüpft. Aber nur wenn genug Nahrung da ist, werden sie
die nächsten vier Monate bis zum Ausfliegen überleben.

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| 20:15 - 21:00,
WDR26 |
Wildes Russland  Auf der Halbinsel Kamtschatka gehen
20 verschiedene Klimazonen ineinander über. Der Naturfilmer Christian Baumeister folgte
den Fährten von Bär, Vielfraß, Rotfuchs und Riesenseeadler .
Christian Baumeister, Biologe, wurde mehrfach für seinen Film 'Naturwunder Iguaçu'
prämiert. Auf der Kamtschatka entkam das Team nur knapp einem Erdrutsch.

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| 20:15 - 21:50,
arte |
| Paris - Berlin: Ein
ungleiches Paar Angela Merkel und Nicolas Sarkozy haben sich auf die Fahnen
geschrieben, den Euro und Europa zu retten und demonstrieren verbissen Einigkeit. Doch
auch die vielen gemeinsamen Auftritte können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die
Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich so angespannt sind wie lange nicht mehr.
Als 'Grande Nation ganz klein' wird Frankreich in der deutschen Presse verspottet. An der
Seine erwachen die 'alten Dämonen der Germanophobie'. Wie lange hält die Vernunftehe
noch?

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| 22:00 - 22:30,
WDR |
| Auf den Barrikaden Wie
meistern 30-Jährige die Euro-Krise? Sabine Heinrich besucht Ophélie in Paris und Andreas
auf Euböa, um mit ihnen über ihre Sorgen zu reden. |
| 23:15 - 00:55,
RBB |
Welcome - Grenze der Hoffnung
 Zu Fuß
durchquert Bilal, ein kurdischer Flüchtling aus dem Irak, ganz Europa. Ziel des
17-Jährigen ist England, wo seine große Liebe Mina demnächst mit einem Cousin
zwangsverheiratet werden soll. Doch in Calais scheint der talentierte Fußballer, der von
einer Profikarriere in der britischen Premier League träumt, am Ende seiner Reise
angelangt zu sein: Polizei und Grenzbeamte kennen alle Tricks, um illegale Einwanderer
abzufangen. Dabei trennen Bilal nur schlappe 20 Seemeilen von der nächsten englischen
Stadt. Entschlossen beginnt er im örtlichen Hallenbad mit dem Schwimmtraining.
Bademeister Simon, einst Olympiasieger im Kraulen, hat Mitleid mit dem couragierten Jungen
und unterstützt dessen waghalsigen Plan. Zunächst will Simon mit seiner politisch
korrekten Tat nur seine geschiedene Frau Marion beeindrucken, die ehrenamtlich für die
Flüchtlingshilfe tätig ist. Doch je besser er den jungen Kurden kennenlernt, umso mehr
freunden sich die beiden an. Bilal geht bei ihm ein und aus, doch das ist verboten. Simon
wird von einem spießigen Nachbarn denunziert und muss sich vor Gericht verantworten. Für
seine Zivilcourage bei der Unterstützung eines illegalen Flüchtlings drohen ihm bis zu
fünf Jahre Haft. Mit einem Neoprenanzug und dem Mut der Verzweiflung schwimmt Bilal
unterdessen los.
Das unsentimentale Migrantendrama wirft einen nüchternen Blick auf die Mechanismen
gesellschaftlicher Abgrenzung. Mit Vincent Lindon als Schwimmlehrer und Firat Ayverdi in
der Rolle des verzweifelten Asylanten zeichnet Philippe Lioret ('Die Frau des
Leuchtturmwärters') das berührende Porträt einer Freundschaft, die sich im
alltäglichen Klima der Angst behauptet.

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| 23:25 - 01:15,
arte |
| Yellow Cake Der
Dokumentarfilm beginnt in Sachsen und Thüringen, wo über Jahrzehnte der drittgrößte
Uranproduzent der Welt, die Wismut, beheimatet war. Eine ökologische Zeitbombe baute sich
auf, mit deren Beseitigung sich Deutschland noch bis 2040 herumplagen muss. Von
Deutschland führt der Film unter anderem in die Namib, die älteste Wüste der Welt mit
einem hochempfindlichen Ökosystem. Hier produziert seit 1976 die Rössing-Mine. Das
abgebaute Uran geht nach Asien, Amerika und Europa. Zurück bleiben radioaktive Halden und
belasteter Feinstaub, den der Wind in die Wüste, aber auch in die nahe Hafenstadt
Swakopmund trägt. In Australien, im Gebiet der Aborigines, traf der Regisseur einen
mutigen Landeigentümer, der, würde er seine Genehmigung zum Abbau des Urans geben,
plötzlich sehr reich wäre. Doch er widersetzt sich, weil - wie er sagt - man Geld nicht
essen kann und die Zerstörung der Umwelt nicht wiedergutzumachen ist. Beim Atlantis
Filmfest in Wiesbaden gewann der Dokumentarfilm im Oktober 2010 den Ersten Preis. Aus der
Laudatio: 'Es ist ein Film, der uns als Jury so beeindruckt hat, weil er sich ganz
unprätentiös, beinah sperrig einem Thema widmet, das kaum brisanter sein könnte. Dabei
tut er es mit viel Umsicht, wägt ab und will die vielen Teilaspekte berücksichtigen, die
in diesem Thema stecken. Der Film beginnt in einem dunklen Labyrinth, das so groß ist,
dass es von Berlin nach Moskau und zurückreicht. Dieser Anfang wirkt fast wie der
visualisierte Bauplan des Films, ein dunkles Dickicht mit hier und da einigen Lichtpunkten
und Abzweigungen. Der Film führt uns durch das Labyrinth des Uranabbaus, einem Thema, das
davon geprägt ist, dass wir kaum etwas darüber wissen und wohl auch nicht wissen sollen.
Der Film entreißt dem Geflecht der Geheimhaltung und der Desinformation viele Aspekte und
zerrt sie ans Licht. Als Jury war uns bewusst, welcher Mut und welche Beharrlichkeit es
bedarf, um sich einem solchen Thema zu widmen. Es ist ein Film mit Haltung, der klar
Position bezieht. Es ist aber auch ein Film, der dem Zuschauer Raum lässt, ihn nicht mit
seiner Erkenntnis erschlägt, sondern ihm mitunter überlässt, eigene Zusammenhänge
herzustellen. Der Film erzählt in ruhigen, fast stoischen Kameraeinstellungen. Er zwingt
uns genau hinzuschauen und nimmt sich Zeit, die Zerstörung aus der Luft wahrzunehmen, die
der Uranbergbau in die Landschaft gerissen hat.'

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