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| Montag, 02.08.2010 |
| 03:35 - 04:20,
Phoenix |
Lawrence von Arabien  Archäologe,
Guerilla, Spion und Schriftsteller - und noch dazu ein Eigenbrötler und Exzentriker:
Thomas Edward Lawrence (1888-1935) war schon zu Lebzeiten eine Legende. Der Film
beschäftigt sich vor allem mit der Rolle, die 'Lawrence von Arabien' im Kampf gegen die
Türken spielte.
Info: Exklusive Geschenkidee für Weihnachten: die Mitgliedschaft in der T.E. Lawrence
Society in Oxford! Für 23 britische Pfund gibts Newsletter, Journale und Einladungen zu
Symposien

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| 04:20 - 05:00,
Phoenix |
Die Rache des Regengottes  Die
Hochkultur der Maya fasziniert seit ihrer Wiederentdeckung im Urwald Mittelamerikas
Forscher und Abenteurer. Das Dschungelreich verfügte über erstaunliche mathematische und
astronomische Kenntnisse, mit denen ein präziser Kalender entwickelt wurde - die
Genauigkeit der Himmelsbeobachtungen wurde in Europa erst viel später erreicht. In dicht
besiedelten Städten lebten bis zu 200 000 Einwohner - weit über 3000 Kult- und
Machtzentren mussten mit einem ausgeklügelten Transportwesen und einer hochgezüchteten
Landwirtschaft versorgt werden. Die Maya entwickelten ein kompliziertes Schriftsystem und
stellten gigantische Rechenoperationen an. Die Ursachen des rätselhaften Unterganges
dieser Zivilisation vor einem Jahrtausend konnten noch nicht endgültig entschlüsselt
werden: Hatten sich rivalisierende Fürstengeschlechter gegenseitig vernichtet? Ließ die
tyrannische Priesterkaste das Land ausbluten? Oder führte eine selbstverschuldete
Klimakatastrophe ins Verderben? Der Film begleitet in den Staaten Mexiko und Guatemala
international renommierte Wissenschaftler bei ihrer Suche nach den Gründen des
Zusammenbruchs der Hochkultur. Archäologen aus Deutschland untersuchen im mexikanischen
Bundesstaat Yukatán die bisher vernachlässigten Siedlungen von Bauern und finden in der
Ruinenstadt Xkipché Spuren für eine gewaltsame Vertreibung der Herrscherschicht. Der
nordamerikanische Starforscher Richard Hansen analysiert in der Königsstadt El Mirador/
Guatemala die Indizien für eine ökologische Katastrophe, die von der Bevölkerung selbst
durch eine schleichende Zerstörung der Lebensgrundlagen verursacht wurde. In den
berühmten Maya-Ruinen von Palenque haben mexikanische Ausgräber Beweise für eine
katastrophale Hungersnot entdeckt. Damit bestätigen sie die Forschungsergebnisse des
deutschen Geophysikers Professor Gerald Haug. Bei Tiefenbohrungen im Meeresboden der
Karibik hat er im Rahmen einer internationalen Kampagne Beweise für radikale
Klimaveränderungen gefunden, die exakt zum Zeitpunkt des Maya-Kollapses stattfanden. Eine
Jahrtausenddürre hatte die Region heimgesucht; die Zahl der Toten muss innerhalb weniger
Jahre in die Millionen gegangen sein. Wir tauchen mit der mexikanischen
Unterwasserarchäologin Carmen Rojas und ihrem Team in das Höhlensystem im Untergrund von
Yukatan. Sedimentablagerungen bestätigen das Vorkommen extremer Dürreperioden. Mit
Laboranalysen und wissenschaftlich fundierten Computermodellen stellt der Film den neusten
Stand der Forschung vor. Die wissenschaftliche Spurensuche ist verbunden mit dem
szenischen Bericht über die historischen Entdeckungsreisen des deutschen Fotografen
Teobert Maler, der vor 100 Jahren viele Ruinenorte der Maya wiederentdeckte und
dokumentierte.

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| 05:00 - 05:45,
Phoenix |
Tropenfieber  Schon
früher zog es Forscher und Entdecker in die Tropen. Francisco de Orellana befuhr 1542
erstmals den damals völlig unbekannten Amazonas - und gab dem Strom seinen Namen nach
jenen wilden Kriegerinnen, den Amazonen, die ihn und seine Männer am meisten
beeindruckten. Die Anerkennung für seine Entdeckung blieb ihm versagt. Louis Antoine de
Bougainville umsegelte von 1766 bis 1769 als einer der ersten Menschen den Globus. Doch
weil er lediglich Tahiti und ein paar Südseeinseln als Neubesitz für die französische
Krone mitbrachte, blieb auch ihm nur der inoffizielle Ruhm. Alfred Russel Wallace
schließlich entdeckte von 1854 an acht Jahre lang auf den Inseln des Malayischen
Archipels eine unfassbare Menge neuer Tier- und Pflanzenarten und brachte 125.000
Tierpräparate mit. Heute findet Naturforscher Marc van Roosmalen in Amazonien immer neue
Tierarten und versucht, große Areale des Regenwalds mit europäischen Spendengeldern zum
Reservat zu machen. 'Tropenfieber' beleuchtet die Eroberung des Amazonas.

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| 05:45 - 06:30,
Phoenix |
Tropenfieber  1766
brach Louis-Antoine de Bougainville mit seinem Schiff von Nantes aus in Richtung Süden
auf. Sein Ziel: die Welt umsegeln. Zwei Jahre später entdeckte er Tahiti. Skorbut und
Hunger machten die Weiterreise jedoch bald zur Tortur. Am Great Barrier Reef drehte
Bougainville entnervt nach Norden ab - vielleicht hätte er sonst Australien entdeckt.

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| 06:30 - 07:15,
Phoenix |
Tropenfieber  Als sich Alfred
Russel Wallace (1823 - 1913) 1854 einschiffte, um den Malaysischen Archipel und
Papua-Neuguinea zu erforschen, konnte er nicht ahnen, dass er acht Jahre durchhalten
würde. Der Privatgelehrte schlug sich mit dem Verkauf von Schmetterlingssammlungen und
ausgestopften Orang-Utans durch. Vor allem auf Borneo bewegte sich Wallace stets im Land
der gefürchteten Dayaks, der heimischen Kopfjäger. Doch Wallace arrangierte sich mit den
Kriegern und spannte sie bisweilen sogar in seine Sammelwut ein. Seine bahnbrechenden
Entdeckungen mündeten in den zentralen Thesen der späteren Evolutionstheorie. Wallace
schrieb seine Theorien im Malaria-Fieber an den Biologen Charles Darwin. Darwin behauptete
ein Jahr später, auf eigene Faust zu denselben Erkenntnissen gekommen zu sein wie
Wallace: der vielleicht größte Diebstahl der Wissenschaftsgeschichte. Die dreiteilige
Reihe 'Tropenfieber' berichtet von drei frühen Entdeckern, die mit ihren abenteuerlichen
Reisen entscheidend zum Mythos der Tropen beigetragen haben. Teil drei erzählt die
Geschichte von Alfred Russel Wallace.

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| 07:00 - 07:30,
Arte |
| Zapping International Wer
sich in der litauischen Hauptstadt Vilnius durch das Fernsehprogramm zappt, wird
vermutlich auch auf die mehr als außergewöhnliche Nachrichtenshow des kleinen Senders
BTV treffen: Drei junge Frauen und ein Mann leiern die Tagesnachrichten und den
Wetterbericht herunter und entledigen sich dabei lasziv ihrer Kleidung. Natürlich soll
dieser Striptease die Einschaltquoten in die Höhe treiben. Dennoch bevorzugen die Litauer
zurzeit die Nachrichten der Journalistin Jolanta Butreviciene. Vor allem gefällt ihnen
ihr frecher Stil und ihr Nachhaken bei Interviews. Selbst der Premierminister gibt zu,
dass ihn die Fragen des Nachrichtenstars mitunter in die Enge treiben, doch gleichzeitig
freut er sich darüber, dass in seinem Land endlich völlige Meinungsfreiheit herrscht.
Die litauische Jugend hat ein Faible für den Westen und entdeckt die Freuden des
Kapitalismus. Darauf setzt die Sendung 'Generation Geld', deren Moderator clevere Tipps
rund ums Geldverdienen, -anlegen und -ausgeben gibt. |
| 07:45 - 08:45,
MDR |
| LexiTV - Wissen für alle 'LexiTV'
widmet sich der chinesischen Hafenstadt Shanghai. Fast zehn Millionen Menschen leben im
Stadtgebiet auf engstem Raum. Shanghai befindet sich im Delta des Flusses Jangtse, der in
das ostchinesische Meer fließt. Die Metropole besitzt den drittgrößten Hafen der Welt.
Shanghai ist nicht nur ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, sondern nimmt für die
Modernisierung Chinas eine Vorreiterrolle ein. Das Paris des Ostens, wie Shanghai auch
genannt wird, verfügt über bedeutende Universitäten, Museen und Theater. Über die
Menschen und deren Leben in dieser Hafenmetropole berichtet 'LexiTV' in dieser Ausgabe.

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| 09:00 - 09:30,
Phoenix |
| Kreuzfahrt durch ein
Weltwunder Für fünf Milliarden Dollar wird die Wasserstraße zwischen
Atlantik und Pazifik bis zum 100. Geburtstag 2014 auf doppelte Breite und Tiefe gebracht.
'Weltweit' durchfährt den Kanal auf dem Katamaran eines Weltumseglers, begleitet einen
Lotsen auf der Brücke eines Containerfrachters und berichtet über ökologische und
wirtschaftliche Auswirkungen des Umbaus.
Jährlich durchfahren 13.000 Schiffe den Panama-Kanal.

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| 09:05 - 09:35,
3SAT |
| Meisterwerke der Menschheit
Eine der ältesten und einflussreichsten Formen des chinesischen Theaters ist
die Kunqu-Oper, aufgeführt von der 'Beifang Kunqu Opera Troupe' in Peking. Kunqu ist eine
beeindruckende, farbenkräftige Bühnenwelt, ein faszinierendes Zusammenspiel von
tänzerischen Bewegungen und Gesang. Seit ihrer Entstehung vor 600 Jahren hat diese alte
Form der Oper eine wechselhafte Geschichte durchlebt. Gerade deshalb gilt sie als die
aussagekräftigste der traditionellen, chinesischen Opern. Tiefes Gefühl und anmutige
Posen bestimmen das Spiel, betont durch aufwendige Kostüme und Masken. Viele der Stücke
glänzen durch schwungvolle Kampfszenen und Martial-Arts-Akrobatik.

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| 09:15 - 09:55,
Arte |
China - Im Land der Dong  Millionen von
Jahren alte Karstlandschaften, in Nebel gehüllte Gipfel, beeindruckende Wasserfälle: Die
chinesische Provinz Guizhou übt von jeher eine unbeschreibliche Faszination auf
Abenteurer und Anthropologen aus. Die Region ist die Wiege einer der ältesten
Zivilisationen Südwestchinas, der Dong. Ihr Land trägt den Beinamen 'Ozean der Lieder',
denn alte Mythen und Traditionen sind hier auch heute noch wesentlicher Bestandteil des
täglichen Lebens. Sie werden mündlich überliefert und spielen eine große Rolle für
den Erhalt der kulturellen Identität der Dong. Seit Generationen lebt dieses Volk in
großer Harmonie mit der sie ernährenden 'Mutter Erde', für die es eine tiefe Achtung
empfindet.

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| 09:45 - 10:15,
3SAT |
Burkina Faso - Madame Fantas
Kampf gegen den Klimawandel  Mit Handy und Moped knattert Madame Fanta durch
die Hirsefelder. Sie ist auf dem Weg nach Bouloye, wo die Frauen des Dorfs sie vor ihren
traditionellen Rundhütten erwarten. Über 300 Familien leben dort, und wie alle Menschen
am Sahel leiden sie unter den Folgen des Klimawandels. Seit Jahrzehnten fallen die
Niederschläge in dem kleinen Wüstenstaat immer unregelmäßiger. Eingestürzte
Erdhütten, zerstörte Brücken und Straßen zeugen von der zerstörerischen Kraft der aus
dem Gleichgewicht geratenen Natur: Monatelang fällt kein Tropfen Regen, dann kommt der
Niederschlag mit solcher Gewalt, dass er alles mit sich fortreißt. Die Folge: Die
Menschen in Burkina Faso, einem der ärmsten Länder der Welt, kämpfen beständig gegen
Hunger, Mangelernährung und Tod. Ganze Dörfer werden von Wanderdünen begraben, der
wenige fruchtbare Boden versandet. Fanta ist eine gefragte Frau. Als 'Animatrice' betreut
sie zahlreiche Dörfer in der Region und vermittelt Wissen über nachhaltigen Landbau,
Wirtschaft und Entwicklung. Unter ihrer Anleitung werden neue Bewässerungssysteme gebaut
und Gemüsegärten in der Wüste angelegt. Es werden Fraueninitiativen, Sparclubs und
Getreidebanken gegründet, neue Existenzen aufgebaut und Alphabetisierungsprogramme ins
Leben gerufen. Madame Fantas Ziel: In zehn Jahren soll die Wüste rund um Dori in einen
blühenden und ertragreichen Garten Eden verwandelt werden.

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| 10:00 - 10:15,
H3 |
| Sprungbrett Ausland Jahr
für Jahr stellen sich viele Schulabgänger dieselbe Frage: Was kommt jetzt? Das
Abschlusszeugnis haben sie in der Tasche. Doch bevor der Ernst des Lebens beginnt,
träumen viele davon, eine Zeit lang ins Ausland zu gehen: eine andere Sprache erlernen,
selbstständiger werden und mit fremden Ländern und Kulturen in Kontakt kommen, die
ersten eigenen vier Wände dort haben, wo andere nur Urlaub machen. Es gibt vielfältige
Möglichkeiten für einen Auslandsaufenthalt. Wie wäre es etwa mit einem Praktikum bei
der UNO in New York oder einer Ausbildung zum Hotelfachmann in Portugal? Die Sendereihe
'Sprungbrett Ausland' zeigt verschiedene interessante Wege, um individuelle Erfahrungen
außerhalb Deutschlands zu sammeln - mögliche Sprungbretter für einen erfolgreichen
Berufseinstieg danach. |
| 10:55 - 12:00,
Arte |
| Jüdische Rapper und singende
Rabbis in New York Jeremiah Lockwood lässt sich in der U-Bahn-Station am
New Yorker Times Square nieder und singt aus tiefster Seele. Menschen ziehen an ihm
vorbei, zumeist mit hektischem Blick auf die Uhr, denn New Yorker haben für gewöhnlich
wenig Zeit. Und doch haben sie ihn bestimmt gehört, denn seine Musik ist einzigartig. Die
jüdische Boyband 'Blue Fringe' interpretiert traditionelle jüdische Lieder mit
Rockklängen, während der orthodoxjüdische schwarze Rapper namens Y-Love auch schon mal
auf Aramäisch über jüdische Gebote und die Kabbala singt. Außerdem sind da noch der
Gitarre spielende Rabbiner Rav Shmuel und die Gruppe Balkan Beat, die zu den bekanntesten
Bands Israels gehört und die die Musik ihrer Vorfahren mit elektronischen Beats
kombiniert, wozu sie leidenschaftlich den Frieden im Nahen Osten proklamiert. Die
Porträts der einzelnen Künstler geben nicht nur einen direkten Einblick in einen
bemerkenswerten Aspekt heutiger jüdischer Kultur, sondern lassen verstaubte Klischees
über altmodische und moralisierende religiöse Musik weit hinter sich. Der Glaube findet
sich bei den jungen Künstlern mitten im Alltag wieder, in ihrer Musik, die mit den
altvertrauten Klezmer-Klängen rein gar nichts zu tun hat. Die Dokumentation von Wendla
Nölle zeigt das fantasievolle Spektrum dieser Musiker. Sie begibt sich mit ihnen auf eine
Reise in einen unentdeckten Teil New Yorks, in die alten jüdischen Stadtviertel, in denen
noch der Geruch eines anderen Jahrhunderts durch die kleinen Nebenstraßen weht, während
aus den Caféhäusern und Tonstudios die aufregende Musik von morgen erklingt.

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| 11:30 - 12:00,
RBB |
Oaxaca - Mexikos Seele  Dort, wo Mexiko am
schmalsten ist, liegt Oaxaca. Er ist einer der faszinierendsten und kulturell
vielfältigsten Bundesstaaten Mexikos. Hier leben 16 Volksgruppen mit eigenen Sprachen.
Klimatisch gibt es alles: tropische Strände, Urwald, trockene Wüste bis zu eisigen
Gipfeln. ARD-Mexiko-Korrespondent Stefan Schaaf stellt Oaxaca vor, besucht die
Schildkröten an der Pazifikküste sowie die beiden Weltkulturerbestätten der UNESCO: die
Ruinen von Monte Alban, der ehemaligen Hauptstadt der Zapoteken und das historische
Zentrum der Hauptstadt Oaxaca de Juárez. Aus Oaxaca kommen auch die international
geschätzten, exotischen Kunstobjekte 'Alebrijes', bunt bemalte Fantasie-Figuren und
-Tiere. Die 'Weltreisen' besuchen auch ein Dorffest in den Bergen, in Teococuilco; ein
Dorf, wie es typisch für so viele in Mexiko ist - fast die Hälfte der Häuser stehen
leer, weil die Männer in die USA emigriert sind, um Geld zu verdienen. Aber einmal im
Jahr gibt es das Patronatsfest mit einem Feuerwerk, das sich gewaschen hat ... |
| 11:30 - 12:15,
NDR |
Baiji - der letzte weiße
Delfin  Der
Baiji, der weiße Flussdelfin Chinas, gilt als das seltenste Säugetier der Welt. Hundert
Tiere, so schätzte man vor kurzem, leben noch im Jangtse. August Pfluger ist der letzte
Europäer, der ihn lebend gesehen hat, und diese Begegnung hat ihn nie mehr losgelassen.
Der Schweizer opferte große Teile seines Privatvermögens, gründete eine Stiftung,
trommelte Sponsoren zusammen und gewann die renommiertesten Wissenschaftler der Welt für
seinen Plan: Auf einer fast zwei Monate dauernden Expedition sollten die letzten Baijis
gefunden, eingefangen und in einem eigens vorbereiteten Naturschutzgebiet gezüchtet
werden, um ihr Überleben zu sichern. Im Dezember 2006 ist der Traum ausgeträumt. Die
Expedition bleibt erfolglos. Es ist die erste Tierart die ausstirbt, obwohl sie weder
gejagt, gegessen oder dem Menschen gefährlich wird. Der Baiji stirbt aus, weil der Mensch
seinen Lebensraum radikal verändert hat. Ausgehend von der Suche nach dem Baiji, macht
der Film eine Reise zu den Delfinarten dieser Erde, denn Delfine sind überall auf der
Welt stark bedroht. In einzigartigen Bildern werden die Verhaltensweisen und die
Fähigkeiten dieser wunderschönen Geschöpfe gezeigt und verglichen. Und immer wieder
kehren wir zurück zu August Pfluger und seinen Expeditionsschiffen, deren Besatzung immer
verzweifelter auf 1.800 Kilometern den 'Götterboten Chinas' sucht. Am Ende bleibt nur
noch eine Hoffnung: Kann wenigstens die zweite Säugetierart gerettet werden, die nur hier
im Fluss lebt, der Jangtse-Schweinswal? August Pfluger und sein Team beschließen, den
Kampf aufzunehmen.

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| 12:45 - 13:00,
3SAT |
Djoudj, Senegal -
Wasserwildnis am Rande der Sahara  Über 5.000 Pelikanpaare treffen sich jedes Jahr im Winter
zur Brutzeit auf einer kleinen Insel inmitten der Wasserwildnis des Djoudj Nationalparks
im Delta des Senegals zur Brut und bilden eine der größten Vogelkolonien Afrikas. Immer
wieder überqueren sie von Tamarisken gesäumte Flussarme, die mit bunten Teppichen aus
Lotusblumen überzogen sind. Ein blühendes Paradies voller Tiere in einem wüstenhaften
Land: Warzenschweine wühlen im Ufersaum nach schmackhafter Nahrung, an jeder Flussbiegung
trifft man auf Störche und Reiher, die im flachen Wasser nach Beute Ausschau halten. Die
kleinen Flussarme münden in große Lagunen, an denen sich Millionen Wintergäste
versammelt haben. Für die Sing- und Wasservögel aus Europa und den Weiten Sibiriens ist
der Djoudj Park überlebenswichtig, denn er bietet eine der wenigen Möglichkeiten, nach
Überquerung der Sahara endlich wieder Wasser und Nahrung aufzunehmen. So ist es nicht
verwunderlich, dass der Park erst unter Schutz gestellt und dann von der UNESCO zum
Weltnaturerbe erklärt wurde. Das Erbe zu bewahren war nicht einfach, denn Afrika
verändert sich schnell. Sperrwerke und Deiche am Senegalfluss hatten das Schutzgebiet von
den herbstlichen Überflutungen fast abgeschnitten. Doch mit neu errichteten Schleusen
gelang es, die Überschwemmungen wieder herzustellen. Die einzigartige Wasserwildnis des
Djoudj Vogelparks scheint heute gesichert. Der Film aus der Reihe 'Schätze der Welt -
Erbe der Menschheit' stellt den Djoudj Nationalpark im Senegal vor. |
| 13:00 - 13:55,
Arte |
Wilde Pferde im Donaudelta
 Mugur
Pop ist Pferdezüchter aus Leidenschaft. Seit er denken kann, bestimmen die Vierbeiner
sein Leben. Ganz besonders liegen ihm die Herden wilder Pferde am Herzen, die seit dem
Zusammenbruch des kommunistischen Systems in Rumänien im Donaudelta leben. Forscher
vermuten, dass diese Pferde inzwischen eine neue Rasse gebildet haben. Doch die Zukunft
der Tiere ist bedroht. Umweltschützer behaupten, dass der einzigartige Letea-Wald im
Donaudelta, der mit seinen Lianen, Eichen und Birken als nördlichster tropischer Urwald
Europas gilt, von den Pferden zerstört wird. Deshalb drängen sie die rumänische
Regierung zum Handeln. Die Tiere sollen gefangen oder zumindest in ihrem Bestand reduziert
werden. Doch Pferdeexperte Mugor Pop ist davon überzeugt, dass die Tiere und der Wald
nebeneinander existieren können. Zusammen mit dem Tierarzt Stefan Raileanu sucht er nach
Lösungen zur Rettung der Pferde. So begleitet Mugor Pop einige Jugendliche aus dem Dorf
Letea bei ihrer Jagd auf neue, billige Arbeitstiere. Er beobachtet, wie sie die Tiere in
einem halsbrecherischen Unternehmen einfangen und anschließend gefügig machen. Das geht
für die Pferde nicht immer ohne Verletzungen vor sich. Deshalb versucht Mugor Pop, den
Jugendlichen sanftere Dressurmethoden beizubringen und Verständnis für die Pferde zu
wecken. Er wünscht sich sehnsüchtig die Unterstützung der Einheimischen bei seinem
Kampf gegen die Behörden und die allein auf die Rettung des Waldes konzentrierten
Umweltschützer.

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| 13:15 - 14:00,
3SAT |
Im Land der Generatoren  Albanien
war jahrzehntelang von allen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Europa
ausgeschlossen. Der Staat auf dem südlichen Balkan zählt ökonomisch zu den
Bedürftigsten des Kontinents. Bei der Stromversorgung seiner Bürger ist Albanien sogar
Schlusslicht. Vor allem im Winter gehören Stromausfälle zur Tagesordnung: Die
Stromleitungen brechen überlastet zusammen, wenn durch die Nutzung von privaten
Elektroheizungen der Stromverbrauch stark ansteigt. Da Albanien den Löwenanteil seines
Stroms aus Wasserkraftwerken gewinnt, wird die Stromversorgung aber auch im Sommer
erheblich eingeschränkt, denn die Stauseen trocknen bei anhaltender Hitze aus. Strom muss
dann importiert werden. Doch auch das ist problematisch. Viele Elektrizitätswerke und
Stromleitungen Albaniens sind veraltet und renovierungsbedürftig, ein gut ausgebautes
Verbindungsnetz zu den Nachbarstaaten existiert nicht, und der Strom aus dem Ausland muss
mit Devisen bezahlt werden, die der albanische Staat nicht hat. Der Film 'Im Land der
Generatoren' zeigt den Alltag der Albaner, die in ganz unterschiedlicher Weise mit dem
Strommangel zurechtkommen müssen - im Zentrum der Hauptstadt Tirana, in den Armenvierteln
am Rand der Stadt und im krisengeschüttelten Norden des Landes. |
| 14:00 - 14:30,
3SAT |
Letzte Ausfahrt: Pamir Highway
 Es ist eine der unzugänglichsten Ecken dieser Erde: Das
Pamir-Gebirge mit seinen zum Teil über 7.000 Meter hohen Gipfeln im Osten des kleinen
Tadschikistans gehört zu den beeindruckendsten Landschaften der Welt. Seit Kurzem ist die
M41 wieder offiziell befahrbar, die Straße, die sich am Dach der Welt in
schwindelerregender Höhe zwischen der afghanischen, der pakistanischen und der
chinesischen Grenze entlangschlängelt. Trotz der kargen Natur ist die Landschaft voller
Geschichte: Die Perser waren dort, Alexander der Große wollte von dort aus die Ostgrenze
seines Weltreichs sichern. Die großen Entdecker bewunderten noch Jahrhunderte danach eine
Kulturlandschaft, die zuletzt von den Kommunisten in Moskau willkürlich geteilt wurde.
Der Film 'Letzte Ausfahrt: Pamir Highway' berichtet über jahrtausendealte Städte in
vergessenen Winkeln, über Paläste in der Wüste sowie über Nomaden und Lastwagenfahrer,
Grenzbeamte und Dorfbewohner - all jene, die versuchen, mit der rauen Natur in der
atemberaubenden Höhe zu leben.

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| 14:00 - 14:45,
Arte |
Flüsse der Welt  Der Colorado
entspringt in den Rocky Mountains, im US-Bundesstaat Colorado. Bis er in Mexiko in den
Pazifik mündet, legt er mehr als 2300 Kilometer zurück. Auf seinem Weg durch den
amerikanischen Westen passiert der majestätische Fluss Monument Valley, dessen
Steinformationen zu den ältesten der Erde gehören. Weiter gehts durch zahlreiche
Schluchten, darunter Marble Canyon und Grand Canyon.
Den deutschen Kommentar spricht Christian Brückner (66), Synchronstimme von Robert De
Niro und einer der renommiertesten Sprecher Deutschlands.

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| 14:15 - 15:00,
NDR |
Bilderbuch  Der Rhein zwischen
der Loreley und Koblenz bietet alle Facetten einer Flusslandschaft, die zu Recht die
Auszeichnung 'Welterbe' verdient: von der bedrohlichen Enge des Canyons an der Loreley
über die größte Rheinschleife bei Boppard bis hin zu dem sich öffnenden Strom vor
Koblenz. Im Sommer ein quirliger Fluss, mit seiner einmaligen Dichte mittelalterlicher
Burgen ein Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt, ist der Rhein im Winter ganz
anders, ganz still und in sich gekehrt, ein Geheimtipp für Insider. Ein Jahr lang hat ein
Team im Tal der Loreley gedreht, immer wieder verblüfft von den Stimmungsschwankungen des
Rheins in den verschiedenen Jahreszeiten, vor allem seiner Launenhaftigkeit im Herbst,
betroffen aber auch von dem Lärm der Güterzüge, der das Tal bedroht und der die
Anwohner auf die Barrikaden treibt. Darin sind sich die Rechtsrheinischen wie die
Linksrheinischen einmal einig, dass da etwas geschehen muss. Ein 'Bilderbuch' über den
Rhein zwischen der Loreley und Koblenz, über die Gegensätze einer einmaligen Landschaft,
die zu jeder Jahreszeit einen eigenen Reiz entfaltet.

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| 14:30 - 15:00,
3SAT |
Frühling in Armenien  Die
Armenier sind berühmt für ihren Kognak und für ihre Geschäftstüchtigkeit. Ihr kleines
steiniges Land am Kaukasus war eine frühe Hochkultur und ihre Sprache eine der ersten
Schriftsprachen der Welt. Heute ist es eine christliche Enklave im Schatten des alles
überragenden Berges Ararat, umgeben von drei islamischen Staaten. Bodenschätze gibt es
nicht, und zwei geschlossene Grenzen zur Türkei und zu Aserbeidschan behindern den
Handel. Das Land überlebt dennoch, weil Armenier zusammenhalten: Millionen von
Exil-Armeniern in aller Welt überweisen regelmäßig Geld in die Heimat, davon lebt das
ganze Volk. Udo Lielischkies reiste für seinen Film 'Frühling in Armenien' durch das
karge, aber wunderschöne Land. |
| 15:00 - 16:00,
SWR |
Planet Wissen  Die Rocky Mountains sind eine der
faszinierendsten Berglandschaften unserer Erde. Hier liegt der älteste Nationalpark der
Welt, der 1872 gegründete Yellowstone Nationalpark - heute UNESCO-Weltnaturerbe. Einst
zogen Indianer und die ersten Trapper durch die einsame Bergwelt der Rockys, Goldsucher
und Siedler folgten ihnen auf der Suche nach einem bisschen Glück. Zweihundert Jahre
später haben die Rocky Mountains immer noch nichts von ihrem Mythos und ihrer
überwältigenden Naturgewalt verloren. Rüdiger Glaser, Professor für Geographie,
erforscht und bereist die Rocky Mountains seit mehr als 20 Jahren. In Planet Wissen
berichtet er von spannenden Begegnungen mit Bären und Blackfeet-Indianern und verrät,
warum im Yellowstone ein neuer Vulkanausbruch bevorstehen könnte. |
| 15:00 - 15:30,
3SAT |
Allein auf der Welt  Professor Pazhepnov
hat ein Herz für Braunbären, vor allem für jene, die ihre Mutter bereits kurz nach der
Geburt verloren haben. Liebevoll zieht der Russe die Tiere auf. Doch irgendwann beginnt
auch für sie der Ernst des Lebens. Dann spielt Pazhepnov Mutter und Feind in einem. Denn
schon im Herbst müssen die Kleinen fit sein für eine Freiheit voller Gefahren. |
| 15:15 - 16:00,
NDR |
Australiens Channel Country
 Das Channel Country im Outback ist eines der trockensten
Gebiete Australiens. Trotzdem wird dort seit 150 Jahren Viehzucht betrieben. Das Leben ist
hart, staubig und eintönig. Die Dürre der letzten Jahre war extrem. Aber alle fünf bis
zehn Jahre verwandelt sich diese Welt, explodiert buchstäblich das Leben, und die Wüste
blüht. Nach den außergewöhnlich starken Monsunregen im Januar und Februar 2004 dringt
mehr Wasser als sonst in die ausgetrockneten Flussbetten und fließt durch unzählige
kleine Kanäle, Bäche und Spalten langsam nach Süden in Richtung auf den Lake
Eyre-Salzsee. Die Natur erwacht wie nach einem langen Schlaf. Es grünt und blüht
überall, riesige Schwärme von Wasservögeln tauchen plötzlich auf, und die
Rinderzüchter strahlen, denn ihr Land steht unter Wasser. Gerd Pohlmann beobacht, wie
sich dieses Naturschauspiel auf das Leben der Familien auswirkt, deren Farmen 50.000
Hektar und noch größer sind und in der Regel Hunderte von Meilen auseinanderliegen. Das
einzige Transportmittel ist das Sportflugzeug. Fliegen ist eine Selbstverständlichkeit
für alle Familienmitglieder, und sei es, um die Kinder zum Geburtstag des Nachbarkindes -
200 Kilometer entfernt - zu bringen.

|
| 15:15 - 16:00,
WDR |
| Inseln des Mittelmeeres:
Korsika Ab in den Süden, der Sonne hinterher - das könnte auch das
Urlaubsmotto der Deutschen sein. Keine andere Nation hat so viel Spaß am Reisen. Dabei
wählen 41 Prozent die 'Inseln im Süden' als Ferienziel (laut BAT-Stiftung für
Zukunftsfragen). Die meisten ziehts auf die Balearen, allein Mallorca verzeichnet 2007
über 3,5 Millionen deutsche Touristen. Kein Wunder, dass die Einheimischen um ihre Kultur
fürchten, Bräuche und Rituale besonders pflegen. Dieses 'private' Gesicht beliebter
Urlaubsinseln im Mittelmeer zeigt die arte-Reihe. Zum Auftakt gehts nach Korsika :
Jahrtausende alte Steinfiguren zeugen von der bewegten Geschichte der Insel.
Info: Der Korse Angelo Francesco Mariani erfand 1870 die 'Ur-Cola': ein berauschendes
Gebräu aus Cola-Blättern und Bordeaux, beliebt bei Papst Pius X. und Rußlands Zar.

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| 15:30 - 16:15,
3SAT |
| unterwegs In
Sachen Lebensqualität ist Vancouver in Nordamerika nicht zu schlagen. Bei allen Rankings
belegt die drittgrößte Stadt Kanadas Spitzenplätze. Tatsächlich sind die
Lebensbedingungen in der Zwei-Millionen-Metropole hervorragend. In keiner anderen
Großstadt ist die Natur so kurz von Downtown entfernt wie in Vancouver. So kommt es, dass
man mitten in der Stadt auf Indianer und Park-Ranger trifft oder in der Mittagspause
kurzerhand das Snowboard unter die Füße schnallt. Sportverrückte Menschen aus der
ganzen Welt zieht es in die Stadt. Vor den Olympischen Winterspielen 2010 nimmt der Film
'unterwegs - Vancouver' die kanadische Großstadt unter die Lupe. Filmemacherin Andrea
Jansen möchte herausfinden, was in Vancouver besser ist als in anderen Städten. Sie
macht sich auf die Spurensuche nach der indianischen Kultur der First Nations, trifft auf
einen Schweizer Landwirt, der sich in Kanada seinen großen Lebenstraum erfüllt hat, und
wagt sich in voller Eishockey-Montur aufs Glatteis. |
| 15:30 - 15:55,
B3 |
Felix und die wilden Tiere
 Diesmal ist Felix
Heidinger in Australien unterwegs und berichtet über die dort heimischen Koala-Bären.
Die Beuteltiere ernähren sich ausschließlich von giftigen Eukalyptusblättern.

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| 16:00 - 16:45,
H3 |
Das Burgenland - wo
Österreich halb ungarisch ist  Fast tausend Jahre gehörte das
Burgenland zu Ungarn. Kein anderes Bundesland - abgesehen von der Metropole Wien - weist
so viele Sprach- und Volksgruppen auf wie das schmale und lang gezogene Gebiet ganz im
Osten Österreichs. Obwohl der Name sich auf vier Komitatsburgen bezieht, denen das Land
früher unterstand, trägt das Burgenland diesen Namen zu Recht: Ganze 68 Burg- und
Wehranlagen erinnern an Zeiten, als das Grenzland hart umkämpft war. Heute sind die zum
Teil gut erhaltenen historischen Gemäuer aus dem Besitz der Esterhazys und Batthyanys
touristisch erforschbare Kostbarkeiten. Meist kennt man das Burgenland über seine
landschaftlichen Reize wie den Neusiedler See und den angrenzenden Seewinkel, die
Storchenstadt Rust oder die bodenständige Weinkultur im Kellerviertel. Doch das seit 1921
zu Österreich gehörende, klimatisch begünstigte Ländchen hat mehr zu bieten. Seine
ehemalige Rückständigkeit erweist sich heute als Kapital: Blaudruck, Korbflechten und
Töpfern im Einmannbetrieb, altertümliche Märkte und Feste - und daneben die Gegenwart
in Form schick gestylter Thermen und Wellnessanlagen, origineller Nobelherbergen und
traditionsbewusster Gastronomie. Dazu einmal jährlich die berühmten Haydn-Festspiele in
Eisenstadt - das Burgenland wartet darauf, entdeckt zu werden. |
| 16:15 - 17:00,
3SAT |
Moskau, Jalta, Kiew - Eine
Zugreise  Moskau, Bahnhof Pawelezkaja: Hier startet Filmautor Klaus
Schwagrzinna zu einer Abenteuerreise, über 6500 km in drei Wochen. Er erlebt deutsche
Geschichte in Wolgograd. In Sotschi, dem Nobelbadeort von Präsident Putin, badet er mit
den Reichen und Schönen im Schwarzen Meer, durchstreift Weinberge auf der Krim und fährt
durch Moldawien bis nach Kiew.
Die Stadt Sotschi hat gut 331.000 Einwohner und ist für ihre Sommersporteinrichtungen
bekannt. Die dortige Tennisschule hat z.B. die Stars Maria Scharapowa und Jewgeni
Kafelnikow hervorgebracht.

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| 17:00 - 17:45,
3SAT |
Das Wolgadelta in Russland
 Wo der
längste Fluss Europas in den größten Binnensee der Welt mündet, zählt man
Wasservögel in Millionen. Im Wolgadelta an der Nordküste des Kaspischen Meeres leben
zeitweise fast 300 Arten: vom Krauskopfpelikan über Seeadler, Kormoran, Graureiher und
Löffler bis hin zu Beutelmeise und Weißbartseeschwalbe. Kein Wunder bei dem
unglaublichen Fischreichtum in diesem gewaltigen, an der Küste fast 200 Kilometer breiten
Delta, dem größten Feuchtbiotop des Kontinents. Ende April, wenn die Wolga riesige
Schmelzwassermassen zum Meer bringt, legen viele Fische in den Überschwemmungsgebieten
ihre Eier ab. Wildkarpfen wagen sich auf den überfluteten Wiesen sogar so weit vor, dass
der halbe Körper aus dem Wasser ragt. Dank der günstigen klimatischen Bedingungen
können sie sich im Delta - anders als im mittleren und nördlichen Europa - noch auf
natürliche Weise vermehren. Auch Störe, die wohl bekanntesten Bewohner der Wolga, machen
sich während des Frühjahrshochwassers auf den Weg vom Kaspischen Meer zu ihren
Laichgebieten am Oberlauf des Flusses. Doch immer wieder sind zu dieser Zeit Tausende von
Wilderern auf der Jagd nach dem begehrten schwarzen Kaviar. Trotz drastischer Strafen hat
der illegale Fang inzwischen gigantische Ausmaße angenommen. Wenn der Wasserspiegel im
Sommer auf Durchschnittshöhe gefallen ist, blüht der Lotus. Riesige Areale erstrahlen
dann in sattem Rot. Im Herbst verwandelt sich das Delta in den größten Vogelrastplatz
Osteuropas. Dass das Wolgamündungsgebiet am Kaspischen Meer schützenswert ist, war schon
den Revolutionären um Lenin klar. Bereits 1919 wurde dort ein sogenannter 'Sapowednik',
ein Schutzgebiet, eingerichtet. In ihm ist heute jegliche Nutzung, auch das Betreten durch
Besucher, verboten. Seit 1997 steht das Wolgadelta als 'Feuchtgebiet von internationaler
Bedeutung' ganz unter Naturschutz. Der Film 'Das Wolgadelta in Russland' beobachtet das
Leben in dem Feuchtbiotop im Lauf der Jahreszeiten.

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| 17:45 - 18:30,
3SAT |
Wälder, Bären, goldene
Kuppeln  Der Dnjepr ist der wichtigste Fluss der Ukraine und nach
der Wolga und der Donau der drittlängste in Europa. Er entspringt in den waldreichen
russischen Waldaihöhen und fließt auf seinem 2.285 Kilometer langen Weg durch Russland,
Weißrussland und die Ukraine. Im Dnipro-Bug-Liman mündet er schließlich ins Schwarze
Meer. Bis zur ukrainischen Grenze ist der Dnjepr kaum verbaut. Er fließt durch
naturbelassene Landschaften, die im Vergleich zu Deutschland dünn besiedelt sind. In den
russischen Wäldern leben noch Bären, in Weißrussland begegnet man Wölfen und Elchen.
Auf seinem Weg strömt der Fluss durch das Sperrgebiet von Tschernobyl, vorbei an der
Stadt Kiew mit ihren goldenen Kuppeln, bevor er durch die weiten Ebenen des ukrainischen
Südens fließt. Hinter Kiew wird der Fluss immer wieder aufgestaut. Über eine Kaskade
riesiger Stauseen fließt er ruhig und gemächlich zum Schwarzen Meer. Auf den Inseln in
den Stauseen leben Wildschweine. Schildkröten und Wasservögel nutzen die riesigen
Wasserflächen. Unter Wasser wachsen Muscheln an den Resten der gefluteten Bäume, die
Krebsen und Fischen Schutz bieten. Schließlich erreicht der Fluss Taurien, das Gebiet um
Chersones, das durch endlose Weizen- und Sonnenblumenfelder geprägt ist. Hinter Chersones
spaltet sich der Fluss auf. Es formt sich ein Delta, das von Schilf überwuchert ist.
Anders als sonst fließt im Delta Süß- statt Brackwasser. Denn das Dnjepr-Delta liegt
noch ein ganzes Stück vom Meer entfernt. Eine sandige Nehrung weiter draußen verhindert,
dass sich Fluss- und Meerwasser im Delta vermischen. In den Schilfgebieten nisten jedes
Jahr zahlreiche seltene und exotische Vögel. Braune Sichler, Pelikane und Kormorane
gehören dort zu den Stammgästen. Der Film 'Wälder, Bären, goldene Kuppeln' folgt dem
Lauf des Dnjepr und stellt die Tier- und Pflanzenwelt an den Ufern des Flusses vor.

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| 18:05 - 19:00,
Arte |
Die Kichwa-Krieger und das Öl
 Der Regenwald Ecuadors beeindruckt mit grandioser
Natur. Aber im Norden sind weite Teile durch die Ölförderung verseucht. Wenige
Einheimische wehren sich gegen die Verschmutzung. Ein '360°'-Filmteam hat sie besucht.

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| 18:30 - 19:15,
Phoenix |
Die Teeroute  Vom Südwesten
Chinas bis nach Tibet folgt die Reihe der jahrtausendealten Teestraße, auf der die
kostbare Fracht einst transportiert wurde. Im 1. Teil gehts um Bräuche und Traditionen.

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| 18:30 - 19:00,
3SAT |
Land unter - Die Halligen im
Kampf mit den Gezeiten  Kaum eine Landschaft in Deutschland ist den Naturgewalten
so stark ausgesetzt wie die nordfriesischen Halligen. Das Meer nagt an diesem Land. Als
Wellenbrecher schützen die Halligen die schleswigholsteinische Westküste. Bei Sturmflut
werden sie überschwemmt. Über 100 Halligen hat es einst gegeben, zehn sind geblieben.
Auch wenn man das Gefühl hat, dass die Zeit dort stehen geblieben ist - es ist ein
vergänglicher Landstrich. 'Expedition Wissen' erkundet die Hallig Langeneß gemeinsam mit
dem Küstenarchäologen Hans-Joachim Kühn, der sich erfolgreich auf die Suche nach
untergegangenen Siedlungen macht. Außerdem begleitet der Film den Hallig-Bauern Frerk
Johannson, der die heilsame Wirkung der Sturmfluten kennt, und eine Reisegruppe, die in
der Abgeschiedenheit von Langeneß über den Begriff 'Zeit' philosophiert. |
| 19:15 - 20:00,
Phoenix |
Andreas Kieling. Mitten im
wilden Deutschland  'Selten habe ich eine so abwechslungsreiche Expedition
erlebt!' Dieses erstaunliche Resümee zieht Naturfilmer Andreas Kieling nach seiner
Wanderung durch Deutschland - immerhin hat der 'Bärenmann' von Grizzlys in Alaska bis zu
Krokodilen in Australien schon sämtliche Tiere in grandioser Landschaft vor der Kamera
gehabt. Was also reizt ihn an der heimischen Tier- und Pflanzenwelt? 'Ich bin mit meinem
Hund das ,grüne Band' entlanggewandert. Der Geländestreifen der ehemaligen
innerdeutschen Grenze war schon vor dem Mauerfall ein Rückzugsgebiet für bedrohte
Arten', erklärt Kieling. 'An manchen Tagen hab ich rund um die Uhr seltene Tiere
beobachtet, von der Wildkatze am Morgen über Kreuzottern bis zum Uhu in der Nacht. All
das mitten in Deutschland. Fantastisch!' Und auch die Menschen beeindrucken Kieling auf
seinem Weg von Bayern zur Lübecker Bucht. 'Es gibt viel zu entdecken. Ich will die
Zuschauer ermutigen, Wanderschuhe anzuziehen', meint der Weltenbummler. ' Man muss ja
nicht gleich die kompletten 1400 Kilometer laufen!'

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| 19:30 - 20:00,
3SAT |
| Meisterwerke der Menschheit
Die Timbila, ein hölzernes Xylophon, ist das traditionelle Musikinstrument der
Chopi in Mosambik. Kein anderes Volk Afrikas hat die überlieferte Musik auf Klanghölzern
und Kalebassen zu gleicher Perfektion entwickelt. Jede Aufführung wird begleitet von
sarkastischen und humorvollen Epen in Form von Tanz und Gesängen, die gesellschaftliche
Begebenheiten reflektieren. Aus den Liedtexten spricht der Widerstandsgeist gegen die 500
Jahre andauernde Fremdherrschaft der Portugiesen in Mosambik. Ein erfahrener
Timbila-Spieler kann Hunderte verschiedene Stücke aus dem Gedächtnis spielen, doch diese
Meister werden immer älter, und mit ihrem Tod droht das mündlich überlieferte Wissen
verloren zu gehen. In der Hauptstadt Maputo hat man deshalb begonnen, an Hochschulen das
Timbila-Spiel und den traditionellen Tanz zu lehren.

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| 19:30 - 20:15,
Arte |
Flüsse der Welt  Die Quellen des
Orinoko liegen im beinahe unzugänglichen Grenzgebiet zwischen Venezuela und Brasilien.
Bis zu seiner Mündung im Atlantik legt der Strom mehr als 2000 Kilometer zurück. Dabei
durchfließt er die Gebiete zahlreicher indigener Völker , die teilweise jeden Kontakt
mit der westlichen Zivilisation meiden.
Die Warao sind mit rund 30.000 Angehörigen die zweitgrößte indianische Ethnie in
Venezuela.

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| 20:15 - 21:45,
Phoenix |
Rom - Niedergang einer
Weltmacht (1)  Rom hatte durch Kriege und kluge Bündnispolitik über
mehrere Jahrhunderte hinweg riesige Gebiete rund um das Mittelmeer erobert. Das Militär
gewann mit der Zeit immer mehr an Einfluss. Im dritten Jh. regierten sogenannte
Soldatenkaiser. Römer, die sich dem Christentum zuwendeten, wurden verfolgt .
Latein, die Sprache der Römer, war in Europa bis in die Neuzeit die Sprache der
Gebildeten.

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| 21:30 - 22:00,
3SAT |
Bomben aus dem All - Kosmische
Strahlung  Kosmische Strahlung ist unser ständiger Begleiter.
Erst seit 100 Jahren weiß der Mensch um ihre Existenz. Noch ahnen wir nur, was diese
Partikel beim Zusammenprall mit der Erde anrichten. Ganz sicher sind sie ein wichtiger
Antrieb der Evolution, sicher auch eine Gefahr für unser Erbgut. Die 'Bomben aus dem All'
legen außerdem Stromnetze lahm, sind eine Gefahr für die Luftfahrt und bedrohen die
Elektronik von Satelliten. Jetzt tritt eine ganze Heerschar von Wissenschaftlern an, das
Rätsel der kosmischen Strahlung zu lösen. Wie ein Puzzle setzen sie ihr Wissen zusammen,
beobachten das Universum und wollen dabei existenzielle Fragen klären: Woher kommt das
Leben? Wie entstand das Universum? Was geschieht mit uns im Strom kosmischer Teilchen? Im
argentinischen Malargue versuchen Wissenschaftler jetzt, die genaue Herkunft
hochenergetischer kosmischer Strahlung zu ergründen. Der deutsche Physiker Johannes
Blümer vom Forschungszentrum Karlsruhe hat über Jahre ein großes Experiment in der
argentinischen Pampa mit aufgebaut: 'Kosmische Strahlung erlebt derzeit einen Boom in der
physikalischen Forschung. Früher hat man mit Teleskopen ins All hinein geschaut. Heute
nehmen wir die gesamte Erdatmosphäre als Teilchendetektor, quasi als Teleskop. Wir
versuchen derzeit herauszufinden, wo die kosmischen Teilchen mit der größten Energie
herkommen. 2005 haben wir angefangen, tappten im Dunklen. Heute wissen wir, welchen
Bereich des Himmels wir genauer ansehen müssen.' Die 'hitec'-Dokumentation 'Bomben aus
dem All' berichtet über einen jungen Forschungszweig, in dem Astronomie, Meteorologie und
Klimaforschung immer mehr verschmelzen.

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| 22:00 - 22:45,
WDR |
Bedrohte Paradiese  Feinkörnige
Sandstrände, farbenprächtige Unterwasserlandschaften, märchenhafte Inseln, auf denen
einst James-Bond-Filme gedreht wurden: Trotz der Unruhen in Bangkok ist Thailand nach wie
vor ein Top-Reiseziel deutscher Urlauber. Ganzjährig suchen sie hier Sonne und Erholung
im Tropenparadies. Doch das Paradies ist bedroht: Nach dem verheerenden Tsunami vor sechs
Jahren setzte vor allem auf den Inseln Phuket und Koh Samui ein gigantischer Bauboom ein.
Statt Palmenhainen findet man jetzt dort Hotelbunker. Die weiträumige Abholzung führte
zu starker Bodenerosion, die das Meer stark eintrübt. Dadurch sterben die empfindlichen
Korallenriffe vor den Küsten. Auf den Speisekarten der zahllosen Hotels und Restaurants
steht vor allem frischer Fisch. Die Folge: Mit riesigen Schleppnetzen wird das Meer leer
gefischt. Unterwegs mit dem Meeresbiologen Dr. Robert Hofrichter dokumentieren die
story-Autoren den Raubbau an der Natur, konfrontieren die politisch Verantwortlichen mit
ihren Recherchen. Der Unterwasserkameramann Jörg Matzky zeigt die Schönheit der
Unterwasserwelt, aber auch den Kahlschlag, den die Umweltverschmutzung und die Fischerei
in den Korallenriffen anrichtet. Dabei sind es gerade die Korallenriffe und die
gleichfalls vom Massentourismus bedrohten Mangroven-Wälder, die die Küstenregionen
Thailands vor der Gewalt des Meeres auf natürliche Art und Weise schützen. Der nächste
Tsunami, so warnen Fachleute und Umweltschützer vor Ort, könnte noch verheerender sein.

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| 22:15 - 23:15,
Phoenix |
| Mulholland Drive Der
Mulholland Drive, L.A.s längste Straße, ist im Film 'L.A. Crash' verewigt. Rennstrecke
für James Dean, Jack Nicholsons Adresse, besungen von The Doors und REM. Ein Porträt.

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| 23:10 - 23:50,
3SAT |
| 15 Jahre Kantha Bopha Im
Mai 1975, beim Einmarsch der Roten Khmer in Kambodscha, muss der junge Schweizer
Kinderarzt Beat Richner, der in Phnom Penh in einem Kinderspital für das Rote Kreuz
arbeitet, das Land sofort verlassen. 1991 kehrt er zurück, um sich ein Bild der Lage zu
machen. Er stellt fest, dass besonders die Kinder unter dem katastrophalen
Gesundheitssystem leiden und beschließt, sich wieder in dem Land niederzulassen. In 15
Jahren baut er vier Spitäler und eine Klinik für HIV-positive Mütter. Seither wurden
dort 7,2 Millionen Kinder gepflegt. Für die Kinder in Kambodscha sind Beat Richners
Spitäler ein Ersatz für das fehlende Gesundheitssystem. Georges Gachot erzählt inm
seinem Film '15 Jahre Kantha Bopha' die Geschichte des Kinderarztes und Cellisten Beat
Richner und beobachtet dessen Arbeit in Kambodscha. |
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