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Montag, 02.08.2010
03:35 - 04:20, Phoenix
Lawrence von Arabien geschichte.gif (1360 Byte)

Archäologe, Guerilla, Spion und Schriftsteller - und noch dazu ein Eigenbrötler und Exzentriker: Thomas Edward Lawrence (1888-1935) war schon zu Lebzeiten eine Legende. Der Film beschäftigt sich vor allem mit der Rolle, die 'Lawrence von Arabien' im Kampf gegen die Türken spielte.

Info: Exklusive Geschenkidee für Weihnachten: die Mitgliedschaft in der T.E. Lawrence Society in Oxford! Für 23 britische Pfund gibts Newsletter, Journale und Einladungen zu Symposien

lawrende.jpg (42653 Byte)

04:20 - 05:00, Phoenix
Die Rache des Regengottes geschichte.gif (1360 Byte)

Die Hochkultur der Maya fasziniert seit ihrer Wiederentdeckung im Urwald Mittelamerikas Forscher und Abenteurer. Das Dschungelreich verfügte über erstaunliche mathematische und astronomische Kenntnisse, mit denen ein präziser Kalender entwickelt wurde - die Genauigkeit der Himmelsbeobachtungen wurde in Europa erst viel später erreicht. In dicht besiedelten Städten lebten bis zu 200 000 Einwohner - weit über 3000 Kult- und Machtzentren mussten mit einem ausgeklügelten Transportwesen und einer hochgezüchteten Landwirtschaft versorgt werden. Die Maya entwickelten ein kompliziertes Schriftsystem und stellten gigantische Rechenoperationen an. Die Ursachen des rätselhaften Unterganges dieser Zivilisation vor einem Jahrtausend konnten noch nicht endgültig entschlüsselt werden: Hatten sich rivalisierende Fürstengeschlechter gegenseitig vernichtet? Ließ die tyrannische Priesterkaste das Land ausbluten? Oder führte eine selbstverschuldete Klimakatastrophe ins Verderben? Der Film begleitet in den Staaten Mexiko und Guatemala international renommierte Wissenschaftler bei ihrer Suche nach den Gründen des Zusammenbruchs der Hochkultur. Archäologen aus Deutschland untersuchen im mexikanischen Bundesstaat Yukatán die bisher vernachlässigten Siedlungen von Bauern und finden in der Ruinenstadt Xkipché Spuren für eine gewaltsame Vertreibung der Herrscherschicht. Der nordamerikanische Starforscher Richard Hansen analysiert in der Königsstadt El Mirador/ Guatemala die Indizien für eine ökologische Katastrophe, die von der Bevölkerung selbst durch eine schleichende Zerstörung der Lebensgrundlagen verursacht wurde. In den berühmten Maya-Ruinen von Palenque haben mexikanische Ausgräber Beweise für eine katastrophale Hungersnot entdeckt. Damit bestätigen sie die Forschungsergebnisse des deutschen Geophysikers Professor Gerald Haug. Bei Tiefenbohrungen im Meeresboden der Karibik hat er im Rahmen einer internationalen Kampagne Beweise für radikale Klimaveränderungen gefunden, die exakt zum Zeitpunkt des Maya-Kollapses stattfanden. Eine Jahrtausenddürre hatte die Region heimgesucht; die Zahl der Toten muss innerhalb weniger Jahre in die Millionen gegangen sein. Wir tauchen mit der mexikanischen Unterwasserarchäologin Carmen Rojas und ihrem Team in das Höhlensystem im Untergrund von Yukatan. Sedimentablagerungen bestätigen das Vorkommen extremer Dürreperioden. Mit Laboranalysen und wissenschaftlich fundierten Computermodellen stellt der Film den neusten Stand der Forschung vor. Die wissenschaftliche Spurensuche ist verbunden mit dem szenischen Bericht über die historischen Entdeckungsreisen des deutschen Fotografen Teobert Maler, der vor 100 Jahren viele Ruinenorte der Maya wiederentdeckte und dokumentierte.

rache.jpg (46391 Byte)

05:00 - 05:45, Phoenix
Tropenfieber geschichte.gif (1360 Byte)

Schon früher zog es Forscher und Entdecker in die Tropen. Francisco de Orellana befuhr 1542 erstmals den damals völlig unbekannten Amazonas - und gab dem Strom seinen Namen nach jenen wilden Kriegerinnen, den Amazonen, die ihn und seine Männer am meisten beeindruckten. Die Anerkennung für seine Entdeckung blieb ihm versagt. Louis Antoine de Bougainville umsegelte von 1766 bis 1769 als einer der ersten Menschen den Globus. Doch weil er lediglich Tahiti und ein paar Südseeinseln als Neubesitz für die französische Krone mitbrachte, blieb auch ihm nur der inoffizielle Ruhm. Alfred Russel Wallace schließlich entdeckte von 1854 an acht Jahre lang auf den Inseln des Malayischen Archipels eine unfassbare Menge neuer Tier- und Pflanzenarten und brachte 125.000 Tierpräparate mit. Heute findet Naturforscher Marc van Roosmalen in Amazonien immer neue Tierarten und versucht, große Areale des Regenwalds mit europäischen Spendengeldern zum Reservat zu machen. 'Tropenfieber' beleuchtet die Eroberung des Amazonas.

tropen.jpg (36157 Byte)

05:45 - 06:30, Phoenix
Tropenfieber  geschichte.gif (1360 Byte)

1766 brach Louis-Antoine de Bougainville mit seinem Schiff von Nantes aus in Richtung Süden auf. Sein Ziel: die Welt umsegeln. Zwei Jahre später entdeckte er Tahiti. Skorbut und Hunger machten die Weiterreise jedoch bald zur Tortur. Am Great Barrier Reef drehte Bougainville entnervt nach Norden ab - vielleicht hätte er sonst Australien entdeckt.

tropen1.jpg (34815 Byte)

06:30 - 07:15, Phoenix
Tropenfieber geschichte.gif (1360 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Als sich Alfred Russel Wallace (1823 - 1913) 1854 einschiffte, um den Malaysischen Archipel und Papua-Neuguinea zu erforschen, konnte er nicht ahnen, dass er acht Jahre durchhalten würde. Der Privatgelehrte schlug sich mit dem Verkauf von Schmetterlingssammlungen und ausgestopften Orang-Utans durch. Vor allem auf Borneo bewegte sich Wallace stets im Land der gefürchteten Dayaks, der heimischen Kopfjäger. Doch Wallace arrangierte sich mit den Kriegern und spannte sie bisweilen sogar in seine Sammelwut ein. Seine bahnbrechenden Entdeckungen mündeten in den zentralen Thesen der späteren Evolutionstheorie. Wallace schrieb seine Theorien im Malaria-Fieber an den Biologen Charles Darwin. Darwin behauptete ein Jahr später, auf eigene Faust zu denselben Erkenntnissen gekommen zu sein wie Wallace: der vielleicht größte Diebstahl der Wissenschaftsgeschichte. Die dreiteilige Reihe 'Tropenfieber' berichtet von drei frühen Entdeckern, die mit ihren abenteuerlichen Reisen entscheidend zum Mythos der Tropen beigetragen haben. Teil drei erzählt die Geschichte von Alfred Russel Wallace.

tropen2.jpg (42569 Byte)

07:00 - 07:30, Arte
Zapping International

Wer sich in der litauischen Hauptstadt Vilnius durch das Fernsehprogramm zappt, wird vermutlich auch auf die mehr als außergewöhnliche Nachrichtenshow des kleinen Senders BTV treffen: Drei junge Frauen und ein Mann leiern die Tagesnachrichten und den Wetterbericht herunter und entledigen sich dabei lasziv ihrer Kleidung. Natürlich soll dieser Striptease die Einschaltquoten in die Höhe treiben. Dennoch bevorzugen die Litauer zurzeit die Nachrichten der Journalistin Jolanta Butreviciene. Vor allem gefällt ihnen ihr frecher Stil und ihr Nachhaken bei Interviews. Selbst der Premierminister gibt zu, dass ihn die Fragen des Nachrichtenstars mitunter in die Enge treiben, doch gleichzeitig freut er sich darüber, dass in seinem Land endlich völlige Meinungsfreiheit herrscht. Die litauische Jugend hat ein Faible für den Westen und entdeckt die Freuden des Kapitalismus. Darauf setzt die Sendung 'Generation Geld', deren Moderator clevere Tipps rund ums Geldverdienen, -anlegen und -ausgeben gibt.

07:45 - 08:45, MDR
LexiTV - Wissen für alle

'LexiTV' widmet sich der chinesischen Hafenstadt Shanghai. Fast zehn Millionen Menschen leben im Stadtgebiet auf engstem Raum. Shanghai befindet sich im Delta des Flusses Jangtse, der in das ostchinesische Meer fließt. Die Metropole besitzt den drittgrößten Hafen der Welt. Shanghai ist nicht nur ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, sondern nimmt für die Modernisierung Chinas eine Vorreiterrolle ein. Das Paris des Ostens, wie Shanghai auch genannt wird, verfügt über bedeutende Universitäten, Museen und Theater. Über die Menschen und deren Leben in dieser Hafenmetropole berichtet 'LexiTV' in dieser Ausgabe.

shang1.jpg (26073 Byte)

09:00 - 09:30, Phoenix
Kreuzfahrt durch ein Weltwunder

Für fünf Milliarden Dollar wird die Wasserstraße zwischen Atlantik und Pazifik bis zum 100. Geburtstag 2014 auf doppelte Breite und Tiefe gebracht. 'Weltweit' durchfährt den Kanal auf dem Katamaran eines Weltumseglers, begleitet einen Lotsen auf der Brücke eines Containerfrachters und berichtet über ökologische und wirtschaftliche Auswirkungen des Umbaus.

Jährlich durchfahren 13.000 Schiffe den Panama-Kanal.

panama.jpg (48389 Byte)

09:05 - 09:35, 3SAT
Meisterwerke der Menschheit

Eine der ältesten und einflussreichsten Formen des chinesischen Theaters ist die Kunqu-Oper, aufgeführt von der 'Beifang Kunqu Opera Troupe' in Peking. Kunqu ist eine beeindruckende, farbenkräftige Bühnenwelt, ein faszinierendes Zusammenspiel von tänzerischen Bewegungen und Gesang. Seit ihrer Entstehung vor 600 Jahren hat diese alte Form der Oper eine wechselhafte Geschichte durchlebt. Gerade deshalb gilt sie als die aussagekräftigste der traditionellen, chinesischen Opern. Tiefes Gefühl und anmutige Posen bestimmen das Spiel, betont durch aufwendige Kostüme und Masken. Viele der Stücke glänzen durch schwungvolle Kampfszenen und Martial-Arts-Akrobatik.

meister2.jpg (39304 Byte)

09:15 - 09:55, Arte
China - Im Land der Dong ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Millionen von Jahren alte Karstlandschaften, in Nebel gehüllte Gipfel, beeindruckende Wasserfälle: Die chinesische Provinz Guizhou übt von jeher eine unbeschreibliche Faszination auf Abenteurer und Anthropologen aus. Die Region ist die Wiege einer der ältesten Zivilisationen Südwestchinas, der Dong. Ihr Land trägt den Beinamen 'Ozean der Lieder', denn alte Mythen und Traditionen sind hier auch heute noch wesentlicher Bestandteil des täglichen Lebens. Sie werden mündlich überliefert und spielen eine große Rolle für den Erhalt der kulturellen Identität der Dong. Seit Generationen lebt dieses Volk in großer Harmonie mit der sie ernährenden 'Mutter Erde', für die es eine tiefe Achtung empfindet.

land5.jpg (34372 Byte)

09:45 - 10:15, 3SAT
Burkina Faso - Madame Fantas Kampf gegen den Klimawandel ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Mit Handy und Moped knattert Madame Fanta durch die Hirsefelder. Sie ist auf dem Weg nach Bouloye, wo die Frauen des Dorfs sie vor ihren traditionellen Rundhütten erwarten. Über 300 Familien leben dort, und wie alle Menschen am Sahel leiden sie unter den Folgen des Klimawandels. Seit Jahrzehnten fallen die Niederschläge in dem kleinen Wüstenstaat immer unregelmäßiger. Eingestürzte Erdhütten, zerstörte Brücken und Straßen zeugen von der zerstörerischen Kraft der aus dem Gleichgewicht geratenen Natur: Monatelang fällt kein Tropfen Regen, dann kommt der Niederschlag mit solcher Gewalt, dass er alles mit sich fortreißt. Die Folge: Die Menschen in Burkina Faso, einem der ärmsten Länder der Welt, kämpfen beständig gegen Hunger, Mangelernährung und Tod. Ganze Dörfer werden von Wanderdünen begraben, der wenige fruchtbare Boden versandet. Fanta ist eine gefragte Frau. Als 'Animatrice' betreut sie zahlreiche Dörfer in der Region und vermittelt Wissen über nachhaltigen Landbau, Wirtschaft und Entwicklung. Unter ihrer Anleitung werden neue Bewässerungssysteme gebaut und Gemüsegärten in der Wüste angelegt. Es werden Fraueninitiativen, Sparclubs und Getreidebanken gegründet, neue Existenzen aufgebaut und Alphabetisierungsprogramme ins Leben gerufen. Madame Fantas Ziel: In zehn Jahren soll die Wüste rund um Dori in einen blühenden und ertragreichen Garten Eden verwandelt werden.

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10:00 - 10:15, H3
Sprungbrett Ausland

Jahr für Jahr stellen sich viele Schulabgänger dieselbe Frage: Was kommt jetzt? Das Abschlusszeugnis haben sie in der Tasche. Doch bevor der Ernst des Lebens beginnt, träumen viele davon, eine Zeit lang ins Ausland zu gehen: eine andere Sprache erlernen, selbstständiger werden und mit fremden Ländern und Kulturen in Kontakt kommen, die ersten eigenen vier Wände dort haben, wo andere nur Urlaub machen. Es gibt vielfältige Möglichkeiten für einen Auslandsaufenthalt. Wie wäre es etwa mit einem Praktikum bei der UNO in New York oder einer Ausbildung zum Hotelfachmann in Portugal? Die Sendereihe 'Sprungbrett Ausland' zeigt verschiedene interessante Wege, um individuelle Erfahrungen außerhalb Deutschlands zu sammeln - mögliche Sprungbretter für einen erfolgreichen Berufseinstieg danach.

10:55 - 12:00, Arte
Jüdische Rapper und singende Rabbis in New York

Jeremiah Lockwood lässt sich in der U-Bahn-Station am New Yorker Times Square nieder und singt aus tiefster Seele. Menschen ziehen an ihm vorbei, zumeist mit hektischem Blick auf die Uhr, denn New Yorker haben für gewöhnlich wenig Zeit. Und doch haben sie ihn bestimmt gehört, denn seine Musik ist einzigartig. Die jüdische Boyband 'Blue Fringe' interpretiert traditionelle jüdische Lieder mit Rockklängen, während der orthodoxjüdische schwarze Rapper namens Y-Love auch schon mal auf Aramäisch über jüdische Gebote und die Kabbala singt. Außerdem sind da noch der Gitarre spielende Rabbiner Rav Shmuel und die Gruppe Balkan Beat, die zu den bekanntesten Bands Israels gehört und die die Musik ihrer Vorfahren mit elektronischen Beats kombiniert, wozu sie leidenschaftlich den Frieden im Nahen Osten proklamiert. Die Porträts der einzelnen Künstler geben nicht nur einen direkten Einblick in einen bemerkenswerten Aspekt heutiger jüdischer Kultur, sondern lassen verstaubte Klischees über altmodische und moralisierende religiöse Musik weit hinter sich. Der Glaube findet sich bei den jungen Künstlern mitten im Alltag wieder, in ihrer Musik, die mit den altvertrauten Klezmer-Klängen rein gar nichts zu tun hat. Die Dokumentation von Wendla Nölle zeigt das fantasievolle Spektrum dieser Musiker. Sie begibt sich mit ihnen auf eine Reise in einen unentdeckten Teil New Yorks, in die alten jüdischen Stadtviertel, in denen noch der Geruch eines anderen Jahrhunderts durch die kleinen Nebenstraßen weht, während aus den Caféhäusern und Tonstudios die aufregende Musik von morgen erklingt.

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11:30 - 12:00, RBB
Oaxaca - Mexikos Seele unesco.gif (2965 Byte)

Dort, wo Mexiko am schmalsten ist, liegt Oaxaca. Er ist einer der faszinierendsten und kulturell vielfältigsten Bundesstaaten Mexikos. Hier leben 16 Volksgruppen mit eigenen Sprachen. Klimatisch gibt es alles: tropische Strände, Urwald, trockene Wüste bis zu eisigen Gipfeln. ARD-Mexiko-Korrespondent Stefan Schaaf stellt Oaxaca vor, besucht die Schildkröten an der Pazifikküste sowie die beiden Weltkulturerbestätten der UNESCO: die Ruinen von Monte Alban, der ehemaligen Hauptstadt der Zapoteken und das historische Zentrum der Hauptstadt Oaxaca de Juárez. Aus Oaxaca kommen auch die international geschätzten, exotischen Kunstobjekte 'Alebrijes', bunt bemalte Fantasie-Figuren und -Tiere. Die 'Weltreisen' besuchen auch ein Dorffest in den Bergen, in Teococuilco; ein Dorf, wie es typisch für so viele in Mexiko ist - fast die Hälfte der Häuser stehen leer, weil die Männer in die USA emigriert sind, um Geld zu verdienen. Aber einmal im Jahr gibt es das Patronatsfest mit einem Feuerwerk, das sich gewaschen hat ...

11:30 - 12:15, NDR
Baiji - der letzte weiße Delfin fauna.gif (2335 Byte)

Der Baiji, der weiße Flussdelfin Chinas, gilt als das seltenste Säugetier der Welt. Hundert Tiere, so schätzte man vor kurzem, leben noch im Jangtse. August Pfluger ist der letzte Europäer, der ihn lebend gesehen hat, und diese Begegnung hat ihn nie mehr losgelassen. Der Schweizer opferte große Teile seines Privatvermögens, gründete eine Stiftung, trommelte Sponsoren zusammen und gewann die renommiertesten Wissenschaftler der Welt für seinen Plan: Auf einer fast zwei Monate dauernden Expedition sollten die letzten Baijis gefunden, eingefangen und in einem eigens vorbereiteten Naturschutzgebiet gezüchtet werden, um ihr Überleben zu sichern. Im Dezember 2006 ist der Traum ausgeträumt. Die Expedition bleibt erfolglos. Es ist die erste Tierart die ausstirbt, obwohl sie weder gejagt, gegessen oder dem Menschen gefährlich wird. Der Baiji stirbt aus, weil der Mensch seinen Lebensraum radikal verändert hat. Ausgehend von der Suche nach dem Baiji, macht der Film eine Reise zu den Delfinarten dieser Erde, denn Delfine sind überall auf der Welt stark bedroht. In einzigartigen Bildern werden die Verhaltensweisen und die Fähigkeiten dieser wunderschönen Geschöpfe gezeigt und verglichen. Und immer wieder kehren wir zurück zu August Pfluger und seinen Expeditionsschiffen, deren Besatzung immer verzweifelter auf 1.800 Kilometern den 'Götterboten Chinas' sucht. Am Ende bleibt nur noch eine Hoffnung: Kann wenigstens die zweite Säugetierart gerettet werden, die nur hier im Fluss lebt, der Jangtse-Schweinswal? August Pfluger und sein Team beschließen, den Kampf aufzunehmen.

letzte.jpg (35757 Byte)

12:45 - 13:00, 3SAT
Djoudj, Senegal - Wasserwildnis am Rande der Sahara fauna.gif (2335 Byte) unesco.gif (2965 Byte)

Über 5.000 Pelikanpaare treffen sich jedes Jahr im Winter zur Brutzeit auf einer kleinen Insel inmitten der Wasserwildnis des Djoudj Nationalparks im Delta des Senegals zur Brut und bilden eine der größten Vogelkolonien Afrikas. Immer wieder überqueren sie von Tamarisken gesäumte Flussarme, die mit bunten Teppichen aus Lotusblumen überzogen sind. Ein blühendes Paradies voller Tiere in einem wüstenhaften Land: Warzenschweine wühlen im Ufersaum nach schmackhafter Nahrung, an jeder Flussbiegung trifft man auf Störche und Reiher, die im flachen Wasser nach Beute Ausschau halten. Die kleinen Flussarme münden in große Lagunen, an denen sich Millionen Wintergäste versammelt haben. Für die Sing- und Wasservögel aus Europa und den Weiten Sibiriens ist der Djoudj Park überlebenswichtig, denn er bietet eine der wenigen Möglichkeiten, nach Überquerung der Sahara endlich wieder Wasser und Nahrung aufzunehmen. So ist es nicht verwunderlich, dass der Park erst unter Schutz gestellt und dann von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde. Das Erbe zu bewahren war nicht einfach, denn Afrika verändert sich schnell. Sperrwerke und Deiche am Senegalfluss hatten das Schutzgebiet von den herbstlichen Überflutungen fast abgeschnitten. Doch mit neu errichteten Schleusen gelang es, die Überschwemmungen wieder herzustellen. Die einzigartige Wasserwildnis des Djoudj Vogelparks scheint heute gesichert. Der Film aus der Reihe 'Schätze der Welt - Erbe der Menschheit' stellt den Djoudj Nationalpark im Senegal vor.

13:00 - 13:55, Arte
Wilde Pferde im Donaudelta fauna.gif (2335 Byte)

Mugur Pop ist Pferdezüchter aus Leidenschaft. Seit er denken kann, bestimmen die Vierbeiner sein Leben. Ganz besonders liegen ihm die Herden wilder Pferde am Herzen, die seit dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems in Rumänien im Donaudelta leben. Forscher vermuten, dass diese Pferde inzwischen eine neue Rasse gebildet haben. Doch die Zukunft der Tiere ist bedroht. Umweltschützer behaupten, dass der einzigartige Letea-Wald im Donaudelta, der mit seinen Lianen, Eichen und Birken als nördlichster tropischer Urwald Europas gilt, von den Pferden zerstört wird. Deshalb drängen sie die rumänische Regierung zum Handeln. Die Tiere sollen gefangen oder zumindest in ihrem Bestand reduziert werden. Doch Pferdeexperte Mugor Pop ist davon überzeugt, dass die Tiere und der Wald nebeneinander existieren können. Zusammen mit dem Tierarzt Stefan Raileanu sucht er nach Lösungen zur Rettung der Pferde. So begleitet Mugor Pop einige Jugendliche aus dem Dorf Letea bei ihrer Jagd auf neue, billige Arbeitstiere. Er beobachtet, wie sie die Tiere in einem halsbrecherischen Unternehmen einfangen und anschließend gefügig machen. Das geht für die Pferde nicht immer ohne Verletzungen vor sich. Deshalb versucht Mugor Pop, den Jugendlichen sanftere Dressurmethoden beizubringen und Verständnis für die Pferde zu wecken. Er wünscht sich sehnsüchtig die Unterstützung der Einheimischen bei seinem Kampf gegen die Behörden und die allein auf die Rettung des Waldes konzentrierten Umweltschützer.

pferd.jpg (30791 Byte)

13:15 - 14:00, 3SAT
Im Land der Generatoren ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Albanien war jahrzehntelang von allen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Europa ausgeschlossen. Der Staat auf dem südlichen Balkan zählt ökonomisch zu den Bedürftigsten des Kontinents. Bei der Stromversorgung seiner Bürger ist Albanien sogar Schlusslicht. Vor allem im Winter gehören Stromausfälle zur Tagesordnung: Die Stromleitungen brechen überlastet zusammen, wenn durch die Nutzung von privaten Elektroheizungen der Stromverbrauch stark ansteigt. Da Albanien den Löwenanteil seines Stroms aus Wasserkraftwerken gewinnt, wird die Stromversorgung aber auch im Sommer erheblich eingeschränkt, denn die Stauseen trocknen bei anhaltender Hitze aus. Strom muss dann importiert werden. Doch auch das ist problematisch. Viele Elektrizitätswerke und Stromleitungen Albaniens sind veraltet und renovierungsbedürftig, ein gut ausgebautes Verbindungsnetz zu den Nachbarstaaten existiert nicht, und der Strom aus dem Ausland muss mit Devisen bezahlt werden, die der albanische Staat nicht hat. Der Film 'Im Land der Generatoren' zeigt den Alltag der Albaner, die in ganz unterschiedlicher Weise mit dem Strommangel zurechtkommen müssen - im Zentrum der Hauptstadt Tirana, in den Armenvierteln am Rand der Stadt und im krisengeschüttelten Norden des Landes.

14:00 - 14:30, 3SAT
Letzte Ausfahrt: Pamir Highway ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Es ist eine der unzugänglichsten Ecken dieser Erde: Das Pamir-Gebirge mit seinen zum Teil über 7.000 Meter hohen Gipfeln im Osten des kleinen Tadschikistans gehört zu den beeindruckendsten Landschaften der Welt. Seit Kurzem ist die M41 wieder offiziell befahrbar, die Straße, die sich am Dach der Welt in schwindelerregender Höhe zwischen der afghanischen, der pakistanischen und der chinesischen Grenze entlangschlängelt. Trotz der kargen Natur ist die Landschaft voller Geschichte: Die Perser waren dort, Alexander der Große wollte von dort aus die Ostgrenze seines Weltreichs sichern. Die großen Entdecker bewunderten noch Jahrhunderte danach eine Kulturlandschaft, die zuletzt von den Kommunisten in Moskau willkürlich geteilt wurde. Der Film 'Letzte Ausfahrt: Pamir Highway' berichtet über jahrtausendealte Städte in vergessenen Winkeln, über Paläste in der Wüste sowie über Nomaden und Lastwagenfahrer, Grenzbeamte und Dorfbewohner - all jene, die versuchen, mit der rauen Natur in der atemberaubenden Höhe zu leben.

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14:00 - 14:45, Arte
Flüsse der Welt ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Der Colorado entspringt in den Rocky Mountains, im US-Bundesstaat Colorado. Bis er in Mexiko in den Pazifik mündet, legt er mehr als 2300 Kilometer zurück. Auf seinem Weg durch den amerikanischen Westen passiert der majestätische Fluss Monument Valley, dessen Steinformationen zu den ältesten der Erde gehören. Weiter gehts durch zahlreiche Schluchten, darunter Marble Canyon und Grand Canyon.

Den deutschen Kommentar spricht Christian Brückner (66), Synchronstimme von Robert De Niro und einer der renommiertesten Sprecher Deutschlands.

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14:15 - 15:00, NDR
Bilderbuch fauna.gif (2335 Byte)

Der Rhein zwischen der Loreley und Koblenz bietet alle Facetten einer Flusslandschaft, die zu Recht die Auszeichnung 'Welterbe' verdient: von der bedrohlichen Enge des Canyons an der Loreley über die größte Rheinschleife bei Boppard bis hin zu dem sich öffnenden Strom vor Koblenz. Im Sommer ein quirliger Fluss, mit seiner einmaligen Dichte mittelalterlicher Burgen ein Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt, ist der Rhein im Winter ganz anders, ganz still und in sich gekehrt, ein Geheimtipp für Insider. Ein Jahr lang hat ein Team im Tal der Loreley gedreht, immer wieder verblüfft von den Stimmungsschwankungen des Rheins in den verschiedenen Jahreszeiten, vor allem seiner Launenhaftigkeit im Herbst, betroffen aber auch von dem Lärm der Güterzüge, der das Tal bedroht und der die Anwohner auf die Barrikaden treibt. Darin sind sich die Rechtsrheinischen wie die Linksrheinischen einmal einig, dass da etwas geschehen muss. Ein 'Bilderbuch' über den Rhein zwischen der Loreley und Koblenz, über die Gegensätze einer einmaligen Landschaft, die zu jeder Jahreszeit einen eigenen Reiz entfaltet.

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14:30 - 15:00, 3SAT
Frühling in Armenien ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Die Armenier sind berühmt für ihren Kognak und für ihre Geschäftstüchtigkeit. Ihr kleines steiniges Land am Kaukasus war eine frühe Hochkultur und ihre Sprache eine der ersten Schriftsprachen der Welt. Heute ist es eine christliche Enklave im Schatten des alles überragenden Berges Ararat, umgeben von drei islamischen Staaten. Bodenschätze gibt es nicht, und zwei geschlossene Grenzen zur Türkei und zu Aserbeidschan behindern den Handel. Das Land überlebt dennoch, weil Armenier zusammenhalten: Millionen von Exil-Armeniern in aller Welt überweisen regelmäßig Geld in die Heimat, davon lebt das ganze Volk. Udo Lielischkies reiste für seinen Film 'Frühling in Armenien' durch das karge, aber wunderschöne Land.

15:00 - 16:00, SWR
Planet Wissen ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte) unesco.gif (2965 Byte)

Die Rocky Mountains sind eine der faszinierendsten Berglandschaften unserer Erde. Hier liegt der älteste Nationalpark der Welt, der 1872 gegründete Yellowstone Nationalpark - heute UNESCO-Weltnaturerbe. Einst zogen Indianer und die ersten Trapper durch die einsame Bergwelt der Rockys, Goldsucher und Siedler folgten ihnen auf der Suche nach einem bisschen Glück. Zweihundert Jahre später haben die Rocky Mountains immer noch nichts von ihrem Mythos und ihrer überwältigenden Naturgewalt verloren. Rüdiger Glaser, Professor für Geographie, erforscht und bereist die Rocky Mountains seit mehr als 20 Jahren. In Planet Wissen berichtet er von spannenden Begegnungen mit Bären und Blackfeet-Indianern und verrät, warum im Yellowstone ein neuer Vulkanausbruch bevorstehen könnte.

15:00 - 15:30, 3SAT
Allein auf der Welt fauna.gif (2335 Byte)

Professor Pazhepnov hat ein Herz für Braunbären, vor allem für jene, die ihre Mutter bereits kurz nach der Geburt verloren haben. Liebevoll zieht der Russe die Tiere auf. Doch irgendwann beginnt auch für sie der Ernst des Lebens. Dann spielt Pazhepnov Mutter und Feind in einem. Denn schon im Herbst müssen die Kleinen fit sein für eine Freiheit voller Gefahren.

15:15 - 16:00, NDR
Australiens Channel Country ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Das Channel Country im Outback ist eines der trockensten Gebiete Australiens. Trotzdem wird dort seit 150 Jahren Viehzucht betrieben. Das Leben ist hart, staubig und eintönig. Die Dürre der letzten Jahre war extrem. Aber alle fünf bis zehn Jahre verwandelt sich diese Welt, explodiert buchstäblich das Leben, und die Wüste blüht. Nach den außergewöhnlich starken Monsunregen im Januar und Februar 2004 dringt mehr Wasser als sonst in die ausgetrockneten Flussbetten und fließt durch unzählige kleine Kanäle, Bäche und Spalten langsam nach Süden in Richtung auf den Lake Eyre-Salzsee. Die Natur erwacht wie nach einem langen Schlaf. Es grünt und blüht überall, riesige Schwärme von Wasservögeln tauchen plötzlich auf, und die Rinderzüchter strahlen, denn ihr Land steht unter Wasser. Gerd Pohlmann beobacht, wie sich dieses Naturschauspiel auf das Leben der Familien auswirkt, deren Farmen 50.000 Hektar und noch größer sind und in der Regel Hunderte von Meilen auseinanderliegen. Das einzige Transportmittel ist das Sportflugzeug. Fliegen ist eine Selbstverständlichkeit für alle Familienmitglieder, und sei es, um die Kinder zum Geburtstag des Nachbarkindes - 200 Kilometer entfernt - zu bringen.

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15:15 - 16:00, WDR
Inseln des Mittelmeeres: Korsika

Ab in den Süden, der Sonne hinterher - das könnte auch das Urlaubsmotto der Deutschen sein. Keine andere Nation hat so viel Spaß am Reisen. Dabei wählen 41 Prozent die 'Inseln im Süden' als Ferienziel (laut BAT-Stiftung für Zukunftsfragen). Die meisten ziehts auf die Balearen, allein Mallorca verzeichnet 2007 über 3,5 Millionen deutsche Touristen. Kein Wunder, dass die Einheimischen um ihre Kultur fürchten, Bräuche und Rituale besonders pflegen. Dieses 'private' Gesicht beliebter Urlaubsinseln im Mittelmeer zeigt die arte-Reihe. Zum Auftakt gehts nach Korsika : Jahrtausende alte Steinfiguren zeugen von der bewegten Geschichte der Insel.

Info: Der Korse Angelo Francesco Mariani erfand 1870 die 'Ur-Cola': ein berauschendes Gebräu aus Cola-Blättern und Bordeaux, beliebt bei Papst Pius X. und Rußlands Zar.

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15:30 - 16:15, 3SAT
unterwegs

In Sachen Lebensqualität ist Vancouver in Nordamerika nicht zu schlagen. Bei allen Rankings belegt die drittgrößte Stadt Kanadas Spitzenplätze. Tatsächlich sind die Lebensbedingungen in der Zwei-Millionen-Metropole hervorragend. In keiner anderen Großstadt ist die Natur so kurz von Downtown entfernt wie in Vancouver. So kommt es, dass man mitten in der Stadt auf Indianer und Park-Ranger trifft oder in der Mittagspause kurzerhand das Snowboard unter die Füße schnallt. Sportverrückte Menschen aus der ganzen Welt zieht es in die Stadt. Vor den Olympischen Winterspielen 2010 nimmt der Film 'unterwegs - Vancouver' die kanadische Großstadt unter die Lupe. Filmemacherin Andrea Jansen möchte herausfinden, was in Vancouver besser ist als in anderen Städten. Sie macht sich auf die Spurensuche nach der indianischen Kultur der First Nations, trifft auf einen Schweizer Landwirt, der sich in Kanada seinen großen Lebenstraum erfüllt hat, und wagt sich in voller Eishockey-Montur aufs Glatteis.

15:30 - 15:55, B3
Felix und die wilden Tiere fauna.gif (2335 Byte) kind.gif (6180 Byte)

Diesmal ist Felix Heidinger in Australien unterwegs und berichtet über die dort heimischen Koala-Bären. Die Beuteltiere ernähren sich ausschließlich von giftigen Eukalyptusblättern.

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16:00 - 16:45, H3
Das Burgenland - wo Österreich halb ungarisch ist ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Fast tausend Jahre gehörte das Burgenland zu Ungarn. Kein anderes Bundesland - abgesehen von der Metropole Wien - weist so viele Sprach- und Volksgruppen auf wie das schmale und lang gezogene Gebiet ganz im Osten Österreichs. Obwohl der Name sich auf vier Komitatsburgen bezieht, denen das Land früher unterstand, trägt das Burgenland diesen Namen zu Recht: Ganze 68 Burg- und Wehranlagen erinnern an Zeiten, als das Grenzland hart umkämpft war. Heute sind die zum Teil gut erhaltenen historischen Gemäuer aus dem Besitz der Esterhazys und Batthyanys touristisch erforschbare Kostbarkeiten. Meist kennt man das Burgenland über seine landschaftlichen Reize wie den Neusiedler See und den angrenzenden Seewinkel, die Storchenstadt Rust oder die bodenständige Weinkultur im Kellerviertel. Doch das seit 1921 zu Österreich gehörende, klimatisch begünstigte Ländchen hat mehr zu bieten. Seine ehemalige Rückständigkeit erweist sich heute als Kapital: Blaudruck, Korbflechten und Töpfern im Einmannbetrieb, altertümliche Märkte und Feste - und daneben die Gegenwart in Form schick gestylter Thermen und Wellnessanlagen, origineller Nobelherbergen und traditionsbewusster Gastronomie. Dazu einmal jährlich die berühmten Haydn-Festspiele in Eisenstadt - das Burgenland wartet darauf, entdeckt zu werden.

16:15 - 17:00, 3SAT
Moskau, Jalta, Kiew - Eine Zugreise ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) bahn.jpg (2944 Byte)

Moskau, Bahnhof Pawelezkaja: Hier startet Filmautor Klaus Schwagrzinna zu einer Abenteuerreise, über 6500 km in drei Wochen. Er erlebt deutsche Geschichte in Wolgograd. In Sotschi, dem Nobelbadeort von Präsident Putin, badet er mit den Reichen und Schönen im Schwarzen Meer, durchstreift Weinberge auf der Krim und fährt durch Moldawien bis nach Kiew.

Die Stadt Sotschi hat gut 331.000 Einwohner und ist für ihre Sommersporteinrichtungen bekannt. Die dortige Tennisschule hat z.B. die Stars Maria Scharapowa und Jewgeni Kafelnikow hervorgebracht.

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17:00 - 17:45, 3SAT
Das Wolgadelta in Russland fauna.gif (2335 Byte)

Wo der längste Fluss Europas in den größten Binnensee der Welt mündet, zählt man Wasservögel in Millionen. Im Wolgadelta an der Nordküste des Kaspischen Meeres leben zeitweise fast 300 Arten: vom Krauskopfpelikan über Seeadler, Kormoran, Graureiher und Löffler bis hin zu Beutelmeise und Weißbartseeschwalbe. Kein Wunder bei dem unglaublichen Fischreichtum in diesem gewaltigen, an der Küste fast 200 Kilometer breiten Delta, dem größten Feuchtbiotop des Kontinents. Ende April, wenn die Wolga riesige Schmelzwassermassen zum Meer bringt, legen viele Fische in den Überschwemmungsgebieten ihre Eier ab. Wildkarpfen wagen sich auf den überfluteten Wiesen sogar so weit vor, dass der halbe Körper aus dem Wasser ragt. Dank der günstigen klimatischen Bedingungen können sie sich im Delta - anders als im mittleren und nördlichen Europa - noch auf natürliche Weise vermehren. Auch Störe, die wohl bekanntesten Bewohner der Wolga, machen sich während des Frühjahrshochwassers auf den Weg vom Kaspischen Meer zu ihren Laichgebieten am Oberlauf des Flusses. Doch immer wieder sind zu dieser Zeit Tausende von Wilderern auf der Jagd nach dem begehrten schwarzen Kaviar. Trotz drastischer Strafen hat der illegale Fang inzwischen gigantische Ausmaße angenommen. Wenn der Wasserspiegel im Sommer auf Durchschnittshöhe gefallen ist, blüht der Lotus. Riesige Areale erstrahlen dann in sattem Rot. Im Herbst verwandelt sich das Delta in den größten Vogelrastplatz Osteuropas. Dass das Wolgamündungsgebiet am Kaspischen Meer schützenswert ist, war schon den Revolutionären um Lenin klar. Bereits 1919 wurde dort ein sogenannter 'Sapowednik', ein Schutzgebiet, eingerichtet. In ihm ist heute jegliche Nutzung, auch das Betreten durch Besucher, verboten. Seit 1997 steht das Wolgadelta als 'Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung' ganz unter Naturschutz. Der Film 'Das Wolgadelta in Russland' beobachtet das Leben in dem Feuchtbiotop im Lauf der Jahreszeiten.

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17:45 - 18:30, 3SAT
Wälder, Bären, goldene Kuppeln fauna.gif (2335 Byte)

Der Dnjepr ist der wichtigste Fluss der Ukraine und nach der Wolga und der Donau der drittlängste in Europa. Er entspringt in den waldreichen russischen Waldaihöhen und fließt auf seinem 2.285 Kilometer langen Weg durch Russland, Weißrussland und die Ukraine. Im Dnipro-Bug-Liman mündet er schließlich ins Schwarze Meer. Bis zur ukrainischen Grenze ist der Dnjepr kaum verbaut. Er fließt durch naturbelassene Landschaften, die im Vergleich zu Deutschland dünn besiedelt sind. In den russischen Wäldern leben noch Bären, in Weißrussland begegnet man Wölfen und Elchen. Auf seinem Weg strömt der Fluss durch das Sperrgebiet von Tschernobyl, vorbei an der Stadt Kiew mit ihren goldenen Kuppeln, bevor er durch die weiten Ebenen des ukrainischen Südens fließt. Hinter Kiew wird der Fluss immer wieder aufgestaut. Über eine Kaskade riesiger Stauseen fließt er ruhig und gemächlich zum Schwarzen Meer. Auf den Inseln in den Stauseen leben Wildschweine. Schildkröten und Wasservögel nutzen die riesigen Wasserflächen. Unter Wasser wachsen Muscheln an den Resten der gefluteten Bäume, die Krebsen und Fischen Schutz bieten. Schließlich erreicht der Fluss Taurien, das Gebiet um Chersones, das durch endlose Weizen- und Sonnenblumenfelder geprägt ist. Hinter Chersones spaltet sich der Fluss auf. Es formt sich ein Delta, das von Schilf überwuchert ist. Anders als sonst fließt im Delta Süß- statt Brackwasser. Denn das Dnjepr-Delta liegt noch ein ganzes Stück vom Meer entfernt. Eine sandige Nehrung weiter draußen verhindert, dass sich Fluss- und Meerwasser im Delta vermischen. In den Schilfgebieten nisten jedes Jahr zahlreiche seltene und exotische Vögel. Braune Sichler, Pelikane und Kormorane gehören dort zu den Stammgästen. Der Film 'Wälder, Bären, goldene Kuppeln' folgt dem Lauf des Dnjepr und stellt die Tier- und Pflanzenwelt an den Ufern des Flusses vor.

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18:05 - 19:00, Arte
Die Kichwa-Krieger und das Öl ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Der Regenwald Ecuadors beeindruckt mit grandioser Natur. Aber im Norden sind weite Teile durch die Ölförderung verseucht. Wenige Einheimische wehren sich gegen die Verschmutzung. Ein '360°'-Filmteam hat sie besucht.

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18:30 - 19:15, Phoenix
Die Teeroute ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Vom Südwesten Chinas bis nach Tibet folgt die Reihe der jahrtausendealten Teestraße, auf der die kostbare Fracht einst transportiert wurde. Im 1. Teil gehts um Bräuche und Traditionen.

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18:30 - 19:00, 3SAT
Land unter - Die Halligen im Kampf mit den Gezeiten fauna.gif (2335 Byte)

Kaum eine Landschaft in Deutschland ist den Naturgewalten so stark ausgesetzt wie die nordfriesischen Halligen. Das Meer nagt an diesem Land. Als Wellenbrecher schützen die Halligen die schleswigholsteinische Westküste. Bei Sturmflut werden sie überschwemmt. Über 100 Halligen hat es einst gegeben, zehn sind geblieben. Auch wenn man das Gefühl hat, dass die Zeit dort stehen geblieben ist - es ist ein vergänglicher Landstrich. 'Expedition Wissen' erkundet die Hallig Langeneß gemeinsam mit dem Küstenarchäologen Hans-Joachim Kühn, der sich erfolgreich auf die Suche nach untergegangenen Siedlungen macht. Außerdem begleitet der Film den Hallig-Bauern Frerk Johannson, der die heilsame Wirkung der Sturmfluten kennt, und eine Reisegruppe, die in der Abgeschiedenheit von Langeneß über den Begriff 'Zeit' philosophiert.

19:15 - 20:00, Phoenix
Andreas Kieling. Mitten im wilden Deutschland fauna.gif (2335 Byte)

'Selten habe ich eine so abwechslungsreiche Expedition erlebt!' Dieses erstaunliche Resümee zieht Naturfilmer Andreas Kieling nach seiner Wanderung durch Deutschland - immerhin hat der 'Bärenmann' von Grizzlys in Alaska bis zu Krokodilen in Australien schon sämtliche Tiere in grandioser Landschaft vor der Kamera gehabt. Was also reizt ihn an der heimischen Tier- und Pflanzenwelt? 'Ich bin mit meinem Hund das ,grüne Band' entlanggewandert. Der Geländestreifen der ehemaligen innerdeutschen Grenze war schon vor dem Mauerfall ein Rückzugsgebiet für bedrohte Arten', erklärt Kieling. 'An manchen Tagen hab ich rund um die Uhr seltene Tiere beobachtet, von der Wildkatze am Morgen über Kreuzottern bis zum Uhu in der Nacht. All das mitten in Deutschland. Fantastisch!' Und auch die Menschen beeindrucken Kieling auf seinem Weg von Bayern zur Lübecker Bucht. 'Es gibt viel zu entdecken. Ich will die Zuschauer ermutigen, Wanderschuhe anzuziehen', meint der Weltenbummler. ' Man muss ja nicht gleich die kompletten 1400 Kilometer laufen!'

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19:30 - 20:00, 3SAT
Meisterwerke der Menschheit

Die Timbila, ein hölzernes Xylophon, ist das traditionelle Musikinstrument der Chopi in Mosambik. Kein anderes Volk Afrikas hat die überlieferte Musik auf Klanghölzern und Kalebassen zu gleicher Perfektion entwickelt. Jede Aufführung wird begleitet von sarkastischen und humorvollen Epen in Form von Tanz und Gesängen, die gesellschaftliche Begebenheiten reflektieren. Aus den Liedtexten spricht der Widerstandsgeist gegen die 500 Jahre andauernde Fremdherrschaft der Portugiesen in Mosambik. Ein erfahrener Timbila-Spieler kann Hunderte verschiedene Stücke aus dem Gedächtnis spielen, doch diese Meister werden immer älter, und mit ihrem Tod droht das mündlich überlieferte Wissen verloren zu gehen. In der Hauptstadt Maputo hat man deshalb begonnen, an Hochschulen das Timbila-Spiel und den traditionellen Tanz zu lehren.

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19:30 - 20:15, Arte
Flüsse der Welt ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Die Quellen des Orinoko liegen im beinahe unzugänglichen Grenzgebiet zwischen Venezuela und Brasilien. Bis zu seiner Mündung im Atlantik legt der Strom mehr als 2000 Kilometer zurück. Dabei durchfließt er die Gebiete zahlreicher indigener Völker , die teilweise jeden Kontakt mit der westlichen Zivilisation meiden.

Die Warao sind mit rund 30.000 Angehörigen die zweitgrößte indianische Ethnie in Venezuela.

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20:15 - 21:45, Phoenix
Rom - Niedergang einer Weltmacht (1) geschichte.gif (1360 Byte)

Rom hatte durch Kriege und kluge Bündnispolitik über mehrere Jahrhunderte hinweg riesige Gebiete rund um das Mittelmeer erobert. Das Militär gewann mit der Zeit immer mehr an Einfluss. Im dritten Jh. regierten sogenannte Soldatenkaiser. Römer, die sich dem Christentum zuwendeten, wurden verfolgt .

Latein, die Sprache der Römer, war in Europa bis in die Neuzeit die Sprache der Gebildeten.

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21:30 - 22:00, 3SAT
Bomben aus dem All - Kosmische Strahlung wissenschaft.gif (2377 Byte)

Kosmische Strahlung ist unser ständiger Begleiter. Erst seit 100 Jahren weiß der Mensch um ihre Existenz. Noch ahnen wir nur, was diese Partikel beim Zusammenprall mit der Erde anrichten. Ganz sicher sind sie ein wichtiger Antrieb der Evolution, sicher auch eine Gefahr für unser Erbgut. Die 'Bomben aus dem All' legen außerdem Stromnetze lahm, sind eine Gefahr für die Luftfahrt und bedrohen die Elektronik von Satelliten. Jetzt tritt eine ganze Heerschar von Wissenschaftlern an, das Rätsel der kosmischen Strahlung zu lösen. Wie ein Puzzle setzen sie ihr Wissen zusammen, beobachten das Universum und wollen dabei existenzielle Fragen klären: Woher kommt das Leben? Wie entstand das Universum? Was geschieht mit uns im Strom kosmischer Teilchen? Im argentinischen Malargue versuchen Wissenschaftler jetzt, die genaue Herkunft hochenergetischer kosmischer Strahlung zu ergründen. Der deutsche Physiker Johannes Blümer vom Forschungszentrum Karlsruhe hat über Jahre ein großes Experiment in der argentinischen Pampa mit aufgebaut: 'Kosmische Strahlung erlebt derzeit einen Boom in der physikalischen Forschung. Früher hat man mit Teleskopen ins All hinein geschaut. Heute nehmen wir die gesamte Erdatmosphäre als Teilchendetektor, quasi als Teleskop. Wir versuchen derzeit herauszufinden, wo die kosmischen Teilchen mit der größten Energie herkommen. 2005 haben wir angefangen, tappten im Dunklen. Heute wissen wir, welchen Bereich des Himmels wir genauer ansehen müssen.' Die 'hitec'-Dokumentation 'Bomben aus dem All' berichtet über einen jungen Forschungszweig, in dem Astronomie, Meteorologie und Klimaforschung immer mehr verschmelzen.

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22:00 - 22:45, WDR
Bedrohte Paradiese fauna.gif (2335 Byte)

Feinkörnige Sandstrände, farbenprächtige Unterwasserlandschaften, märchenhafte Inseln, auf denen einst James-Bond-Filme gedreht wurden: Trotz der Unruhen in Bangkok ist Thailand nach wie vor ein Top-Reiseziel deutscher Urlauber. Ganzjährig suchen sie hier Sonne und Erholung im Tropenparadies. Doch das Paradies ist bedroht: Nach dem verheerenden Tsunami vor sechs Jahren setzte vor allem auf den Inseln Phuket und Koh Samui ein gigantischer Bauboom ein. Statt Palmenhainen findet man jetzt dort Hotelbunker. Die weiträumige Abholzung führte zu starker Bodenerosion, die das Meer stark eintrübt. Dadurch sterben die empfindlichen Korallenriffe vor den Küsten. Auf den Speisekarten der zahllosen Hotels und Restaurants steht vor allem frischer Fisch. Die Folge: Mit riesigen Schleppnetzen wird das Meer leer gefischt. Unterwegs mit dem Meeresbiologen Dr. Robert Hofrichter dokumentieren die story-Autoren den Raubbau an der Natur, konfrontieren die politisch Verantwortlichen mit ihren Recherchen. Der Unterwasserkameramann Jörg Matzky zeigt die Schönheit der Unterwasserwelt, aber auch den Kahlschlag, den die Umweltverschmutzung und die Fischerei in den Korallenriffen anrichtet. Dabei sind es gerade die Korallenriffe und die gleichfalls vom Massentourismus bedrohten Mangroven-Wälder, die die Küstenregionen Thailands vor der Gewalt des Meeres auf natürliche Art und Weise schützen. Der nächste Tsunami, so warnen Fachleute und Umweltschützer vor Ort, könnte noch verheerender sein.

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22:15 - 23:15, Phoenix
Mulholland Drive

Der Mulholland Drive, L.A.s längste Straße, ist im Film 'L.A. Crash' verewigt. Rennstrecke für James Dean, Jack Nicholsons Adresse, besungen von The Doors und REM. Ein Porträt.

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23:10 - 23:50, 3SAT
15 Jahre Kantha Bopha

Im Mai 1975, beim Einmarsch der Roten Khmer in Kambodscha, muss der junge Schweizer Kinderarzt Beat Richner, der in Phnom Penh in einem Kinderspital für das Rote Kreuz arbeitet, das Land sofort verlassen. 1991 kehrt er zurück, um sich ein Bild der Lage zu machen. Er stellt fest, dass besonders die Kinder unter dem katastrophalen Gesundheitssystem leiden und beschließt, sich wieder in dem Land niederzulassen. In 15 Jahren baut er vier Spitäler und eine Klinik für HIV-positive Mütter. Seither wurden dort 7,2 Millionen Kinder gepflegt. Für die Kinder in Kambodscha sind Beat Richners Spitäler ein Ersatz für das fehlende Gesundheitssystem. Georges Gachot erzählt inm seinem Film '15 Jahre Kantha Bopha' die Geschichte des Kinderarztes und Cellisten Beat Richner und beobachtet dessen Arbeit in Kambodscha.

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