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| Samstag, 04.02.2012 |
| 00:45 - 01:30,
Phoenix |
Die Varusschlacht  'Varus,
gib mir die Legionen wieder!' soll der verzweifelte Kaiser Augustus in Rom ausgerufen
haben, als ihm die Nachricht vom Untergang dreier römischer Legionen in den Wäldern
Germaniens überbracht wurde. Rund 15 000 Mann waren auf dem Rückweg aus dem Sommerlager
in einen Hinterhalt gelockt und in einem mehrtägigen Marschgefecht von Kriegerhaufen
verschiedener Germanenstämme nahezu vollständig aufgerieben worden. In offener
Feldschlacht waren die bestens gerüsteten und ausgebildeten römischen Legionen den
Germanen weit überlegen. Die schier endlosen und unwegsamen Wälder Germaniens waren
jedoch ideal für einen Guerillakrieg. Was auch immer die Römer dazu veranlasst hatte,
aus den Gebieten zwischen Rhein, Donau und Elbe römische Provinzen machen zu wollen,
nicht die Niederlage und der Selbstmord des Feldherrn Varus, sondern eine sachlich
abwägende Kosten-Nutzen-Rechnung brachte Tiberius, den Nachfolger des Augustus dazu,
diese Pläne aufzugeben, sich auf eine militärisch gesicherte Grenze an Rhein und Donau,
den Limes, zurückzuziehen und die Germanen ihrem Schicksal zu überlassen. Der Film zeigt
anschaulich die Kette der Fehleinschätzungen und die daraus resultierenden
Fehlentscheidungen der Römer. |
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| 01:30 - 02:15,
Phoenix |
Die Alamannen  Es war
ein ziemlich bunter Mix germanischer Stämme, der im 3. Jahrhundert gegen den römischen
Limes anrannte und sich schließlich im heutigen Südwestdeutschland niederließ. Sie
nannten sich 'Alamannen', was so viel heißt wie 'gemischtes Volk'. Ihr Name steht bis
heute in der französischen und spanischen Sprache für 'deutsch'. Wie lebten die
Alamannen, welche Sitten und Gebräuche sind für sie typisch? Archäologische
Ausgrabungen geben Einblick in alle Lebensbereiche: Die Männer trugen ihr langes Haar zum
Knoten gebunden seitlich über der Stirn. Die Damen der Oberschicht kleideten sich in
seidene Gewänder und schätzten kostbaren Goldschmuck. |
| 02:15 - 03:00,
Phoenix |
Der Römische Limes  Im zweiten Jahrhundert
n. Chr. entstand der obergermanischrätische Limes zwischen Rhein und Donau. Der Wall
wurde kerzengerade über Berge und durch Täler errichtet. Die Anlage mit ihren rund 900
Wachtürmen war eingebunden in ein System von befestigten Straßen, Militärlagern und
Städten. Aufwendige Computeranimationen lassen das Bauwerk wieder auferstehen. |
| 03:00 - 03:45,
Phoenix |
C 14 - Archäologische
Entdeckungen in Deutschland Mit Hilfe der C 14-Datierung gehen die Archäologen
drei völlig verschiedenen Geheimnissen aus unterschiedlichen Epochen auf den Grund: dem
Geheimnis eines keltischen Tempelbergs an der Mosel, dem eines in der Weser versunkenen,
mittelalterlichen Frachtschiffs und dem eines Totenschädels aus der Jungsteinzeit. |
| 03:45 - 04:30,
Phoenix |
Die Kelten  Es war
ein Jahrhundertfund, den Archäologen vor 20 Jahren am hessischen Glauberg - 30 Kilometer
von Frankfurt am Main entfernt - machten. Bereits die gesamte keltische Anlage - mit einer
breiten Prachtallee zu einem Grabhügel - deutete darauf hin, dass hier Besonderes zu
erwarten sein würde. Aber als dann eine fast zwei Meter hohe Statue geborgen wurde, war
die Sensation perfekt: Das überlebensgroße Abbild eines Druiden, eines Priesters, wurde
vermutet. Heute tauchen die Reste der keltischen Hochkultur erst langsam wieder auf. Der
Film dokumentiert die untergegangene Kultur der Kelten mit den Erz- und Verhüttungsgruben
in Kärnten, der Salzgewinnung im Salzkammergut und den Kultstätten in Frankreich.

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| 04:30 - 05:15,
Phoenix |
Die letzte Schlacht der Kelten
 Im
Jahre 52 v. Chr. zieht Gaius Julius Caesar mit 50000 römischen Legionären in die
Schlacht bei Alesia (Frankreich). Ihm und seinen Truppen stehen 340000 keltische Krieger
unter der Führung von Vercingetorix gegenüber. Trotz ihrer zahlenmäßigen
Überlegenheit stecken die Kelten eine herbe Niederlage ein. Militärhistoriker erklären,
warum.

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| 05:15 - 06:00,
Phoenix |
Der Chiemgau-Komet  Im Jahr
465 v. Chr. schlugen im Chiemgau die Stücke eines explodierten Kometen auf und
vernichteten auf 1.200 Quadratkilometern alles Leben. Als dokumentarischer
Wissenschaftskrimi begleitet der Film Forscher unterschiedlicher Fachrichtungen bei der
Auswertung der einzigartigen Funde. Neue historische Erkenntnisse geben Aufschluss, wie
die Naturkatastrophe die antike Welt veränderte.

|
| 05:30 - 05:55,
ARD |
Felix und die wilden Tiere
 Fischotter sind
Raubtiere und immer hinter Fischen und Wasservögeln her. Das hat zu einer so starken
Bejagung durch den Menschen geführt, dass sie in Europa fast ausgerottet wurden.
Inzwischen stehen die Tiere unter Artenschutz. Tierfilmer Felix hat Fischotter in den
Rhone-Alpen beobachtet.

|
| 05:35 - 06:05,
3SAT |
Winter in der Wüstensonne
Grauer Himmel, Eiseskälte, ständig Schnee schippen -
'nichts wie weg' sagen sich Sheryl und Mike Brolsma jeden Dezember und machen sich auf gen
Süden in die Wüste. Hunderttausende campen im Winter in Quartzside, einem Städtchen im
Nirgendwo, das im Sommer gerade mal 4000 Einwohner hat. Shirley und ihr Mann leben von
Dezember bis April in der warmen Sonne Arizonas und kehren erst mit der Schneeschmelze
zurück ins eigene Heim nach Wisconsin, wo sie den Rest des Jahres verbringen. Kreatives
Klima Arizona im Winter, das heißt Sonne pur und sommerliche Temperaturen. In solchem
Klima gedeihen Ideen, die in Minesota oder Montana kaum denkbar wären. Marion Schmickler
und ihr Team machen sich auf die Suche nach der Energie der Zukunft in Sedona, treffen den
Weltmeister im Hoop-Tanzen der Indianer, und erleben, wie man auch in der Wüste Regen
'ernten' kann.

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| 06:00 - 06:45,
Phoenix |
Die Hunnen  Die
Hunnen waren Reiternomaden mongolischtürkischen Ursprungs und stammten aus China. Der
Film dokumentiert Herkunft und Lebensweise der Hunnen, ihre Wanderungen und Kriegszüge,
ihre Bündnispolitik und ihr kulturelles Erbe.

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| 06:45 - 07:30,
Phoenix |
Tod im Morgengrauen  Friesland im
frühen Mittelalter. In den Wäldern westlich der Emsmündung ereignete sich ein Grauen
erregender Mord, der bis heute ungeklärt ist und immer noch zahlreiche Fragen aufwirft:
der Mord an dem englischen Erzbischof und Missionar Winfried Bonifatius und seiner
Gefährten. Seine Missionsarbeit hatte in vielen Gebieten der germanischen Stämme
Früchte getragen, aber er hatte auch mächtige Gegner, die eigene Interessen verfolgten.
Der Film erkundet den Lebensweg des Kirchenmanns und liefert erstaunliche Erkenntnisse von
Historikern und Archäologen.

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| 08:10 - 09:30,
MDR |
Das Geheimnis der
Kormoraninsel  Sommer 1996. In dem mecklenburgischen Dorf Woserin sind die
äußeren Anzeichen der Wende längst noch nicht so deutlich sichtbar wie in anderen Orten
der ehemaligen DDR. Eines Nachts brennt dort das halb verfallene Schloss ab, wobei der
Stumme Gustav ums Leben kommt. Dies ist Anlass für den Fischerjungen Mark, gemeinsam mit
seinen Freunden dem Geheimnis der Kormoraninsel auf die Spur zu gehen, die seit dem
Kriegesende ein streng gehütetes Vogelschutzgebiet ist. In detektivischer Kleinarbeit,
durch das Befragen von Zeitzeugen und durch das intensive Studium von Dokumenten finden
die Kinder heraus, dass dort der damalige Gutsherr auf der Flucht vor den heranrückenden
sowjetischen Soldaten 1944 den polnischen Fremdarbeiter Igor erschlagen hat. Alle wissen
davon, aber geredet wird erst jetzt darüber. Auch darüber, dass der Schatz des Grafen in
dem Geschehen eine wichtige Rolle gespielt haben soll.

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| 09:35 - 09:50,
3SAT |
Krume, Kruste, Sauerteig  Brot ist ein
Lifestyleprodukt geworden: Vom 'Erzherzog-Johann-Brot' über verschiedenste
Vollkorn-Kreationen bis zum 'Toscana-Brot' hält das Angebot für jeden Geschmack eine
Brotsorte bereit. Anders als in vergleichbaren österreichischen Städten wird in Graz der
Markt nicht durch Industriebetriebe beherrscht, sondern durch klein- und mittelständische
Firmen, von denen sich die meisten seit Generationen in Familienbesitz befinden. Die
Dokumentation 'Krume, Kruste, Sauerteig - Die Brotstadt Graz' stellt die Vielfalt an
Brotbäckereien in der steirischen Landeshauptstadt vor. |
| 11:00 - 11:30,
Phoenix |
| Chilenen aus dem Zillertal
Am riesigen Llanquihue-See, 1.000 Kilometer südlich von Chiles Hauptstadt
Santiago, leben rund 600 Nachkommen von Einwanderern aus dem Tiroler Zillertal. Wegen
ihres protestantischen Glaubens, dem sie nicht abschwören wollten, waren sie im 19.
Jahrhundert aus ihrer Tiroler Heimat vertrieben worden.

|
| 11:00 - 11:30,
RBB |
Zwischen Kairo und Kapstadt
 Mythen,
Legenden, buchstäblich sagenhafte Geschichten gibt es noch in Afrika. Ob bei den Berbern
in der Libyschen Wüste Ägyptens oder rund um den höchsten Berg Afrikas, den
Kilimandscharo, und den Elefanten zu dessen Fuß. Die Weltreisen besuchten ebenso die
einzige noch intakte Buschmann-Gemeinschaft in Namibia, die 'Ju/hoansi'. Die seltsame
Schreibweise 'Ju/hoansi' kommt durch die Klicklaute zustande, typisch für die Sprache der
Buschmänner, wobei die Schrägstriche '/' für die Klicklaute stehen. Aber auch bei ihnen
stirbt das Wissen um die alten Mythen. So glaubten sie früher, dass die Sterne am Himmel
die Augen verstorbener Familienmitglieder seien. Und dass Regen von den Geistern der
Flusspferde gemacht werde, und dass der böse Regen Füße hätte, denn wenn der böse
Regen fällt, dann donnert und blitzt es. Ein Glaube ist aber noch immer vorhanden: Dass
manche Buschmänner in Trance mit den Ahnen Kontakt aufnehmen können.

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| 11:30 - 12:15,
Phoenix |
Der heilige Ganges Verehrt als
heiliger Fluss, genutzt als Lebensspender für die Landwirtschaft, benutzt als
Abwasserkanal der Industrie ist der Ganges das Sinnbild Indiens, ein Land, das sich rasant
vom Schwellenland zur Wirtschaftsmacht entwickelt hat. Ein Fluss zwischen Tradition und
Moderne. Die ARD-Korrespondenten Markus Gürne und Michael Immel haben sich für PHOENIX
auf den Weg gemacht und sind den Ganges entlang gereist, um die Geschichte dieses Flusses
und der Menschen an seinem Ufer zu erzählen.

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| 12:05 - 12:35,
H3 |
Unbekannte Karpaten Die
Russland-Korrespondentin Ina Ruck reist entlang der ukrainischrumänischen Grenze, quer
durch ein vergessenes Gebirge - quer durch die ukrainischen Karpaten. Fernab aller
Zivilisation besucht Ina Ruck einen Trupp ukrainischer Grenzsoldaten. Sie versorgen sich
selbst, züchten Schweine und ziehen Gemüse vor der Kaserne. Ihr Job besteht
hauptsächlich darin, verirrte Bergtouristen aus Rumänien wieder zurück über die Grenze
zu schicken, denn die Grenze zwischen der EU und dem Osten verläuft hier beinahe
unbemerkt - und unbefestigt. Die Reise führt auf einen der höchsten Berge, wo riesige
verwaiste Radardome einer ehemaligen sowjetischen Abwehranlage stehen. Ein Lokalpolitiker
sucht noch Investoren, die diese Ruinen in Karpatenhotels umwandeln wollen. Derzeit aber
haben Schäfer sie zu Unterständen für ihre Schafherden umfunktioniert. Schließlich
begleitet Ina Ruck eine Blasmusikkapelle durch die Dörfer - sie spielen bei Hochzeiten
und Beerdigungen auf und kennen jeden in der Gegend. Die Hochzeiten hier solllen die
längsten der Welt sein.

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| 12:15 - 12:45,
NDR |
Winterparadies Schweden  Claudia Buckenmaier
und das Team vom ARD-Studio Stockholm treten den Beweis an, dass sich die Schweden von der
(wirklich) dunklen Jahreszeit, dem Winter, nicht unterkriegen lassen. Eher leben sie nach
dem Motto: 'Wenn es draußen kalt ist, bewegen wir uns halt mehr.' Die Filmemacher
begleiten Eiskletterer bei ihren waghalsigen Touren die erstarrten Wasserfälle hinauf.
Sie nehmen einen Tag lang teil am Training schwedischer Ski-Asse und beobachten den
berühmten Wasalauf. Etwas Besonderes ist auch die Wolfs-Safari, auf die sich das Team
begibt.
Info: Wer heute in Nordschweden Urlaub macht, kann zweimal Silvester feiern: Von
Svanstein, das nur wenige Kilometer nördlich des Polarkreises liegt, ist es ein
Katzensprung zur finnischen Grenze. Der Zeitunterschied zwischen den beiden
Nachbarländern macht es möglich, zweimal aufs neue Jahr anzustoßen! |
| 12:15 - 13:00,
Phoenix |
Mit dem Zug durch Indiens
Blaue Berge  Teeplantagen, Täler, Elefanten: Eine Fahrt auf dem 'Nilgiri
Mountain Railway' im südindischen Bundessstaat Tamil Nadu ist wildromantisch. 2000 m
Höhenunterschied bewältigt der teilweise als Zahnradbahn betriebene Zug auf der
46-km-Strecke in gut viereinhalb Stunden. Die über 100 Jahre alte Bahn ist nie
modernisiert worden. Und das wird auch so bleiben: Der 'Toy Train' ist seit 2005
UNESCO-Weltkulturerbe!
Info: Die über 100 Jahre alte Bahn ist nie modernisiert worden - und das wird auch so
bleiben: Seit 2005 ist der 'Toy Train' UNESCO-Weltkulturerbe!

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| 12:30 - 13:15,
RBB |
Das Beste aus Expeditionen ins
Tierreich  Ob Störche im schleswigholsteinischen Bergenhusen von 1960
oder der Hightech-Blick in den heimischen Wald aus dem Jahre 2009, ob Expeditionen in
entlegenste Regionen Russlands, ob Tierwelt der Galapagosinseln oder eine Reise in die
Täler des Harzes - die 'Expeditionen ins Tierreich' spüren unbekannte Regionen auf. Inge
Sielmann und zahlreiche Tierfilmer kommentieren ihre Lieblingssendungen.

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| 12:45 - 13:30,
NDR |
Die schönsten Schlösser und
Paläste Europas  Der Film unternimmt eine Reise zu den prachtvollsten
Schlössern und Palästen Europas, großartige Zeugnisse der Kultur, Zentren der
Geschichte vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Sie erzählen von Kaisern, Königen
und Sultanen, dem Macht- und Repräsentationswillen ihrer Erbauer. Höhepunkte sind die
Hofburg in Wien, seit dem Mittelalter Wohn- und Regierungssitz der Habsburger, wo
Elisabeth, Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn , Repräsentationspflichten
erfüllen musste, und Schloss Schönbrunn, die habsburgische Sommerresidenz, umgeben von
einer barocken Parklandschaft und herrlichen Wasserspielen. Ein architektonisches
Meisterwerk ersten Ranges ist die Alhambra in Granada, die glanzvolle Palaststadt der
maurischen Könige, deren arabische Vorfahren die Kultur des Islam nach Spanien gebracht
hatten, und nicht zuletzt das Topkapi-Serail in Istanbul, Residenz und zugleich
geheimnisumwitterter Harem der osmanischen Sultane - Schlösser, die zu den Highlights des
europäischen Tourismus zählen. Spektakulär sind aber auch die weniger bekannten wie
etwa Schloss Miramare an der Adria bei Triest. Erzherzog Ferdinand Maximilian, der
jüngere Bruder des Wiener Kaisers Franz Joseph, ließ es Mitte des 19. Jahrhunderts als
seinen Traum von einer verklärten mittelalterlichen Vergangenheit errichten. Von
Österreich in die Türkei, nach Spanien und Italien führt die Reise zu den
Traumschlössern Europas und zu den Palästen des Adels, der Kirche und des Bürgertums.
Auch sie sind geprägt vom Reichtum und dem Wunschdenken ihrer Erbauer. |
| 12:55 - 13:38,
MDR |
Die Eisfischer vom Baikalsee
Der Baikalsee in Sibirien hat die Größe Belgiens und ist
mit seinen 1.600 Metern tief wie ein Ozean. Der Film begleitet ein Expeditionsteam bei
minus 25 Grad auf das Eis. Die Forscher sind auf der Suche nach dem Omul, dem berühmten
Fisch, den es nur im Baikalsee gibt und von dem die ganze Region um den See lebt. Kaum
taucht der Biologe Igor Chanajew durch ein kleines Loch im Eis in die fantastische
Unterwasserwelt des Sees ab, wird aus dem Forschungsauftrag ein gewagtes Abenteuer. Es ist
März: Der Baikalsee ist eine bizarre Landschaft aus Eis und Schnee. Ein kleiner Konvoi,
bestehend aus einem Quad, einem Kleinbus und einem Lkw, fährt vorsichtig übers Eis. Erst
vor zwei Tagen ist hier ein Lkw mit kompletter Ladung im Eis versunken - obwohl es um
diese Jahreszeit einen Meter dick ist. |
| 13:00 - 13:30,
arte |
Landträume  So haben sich die
Architekten Jeanne und Anders Brüel auf das Familienanwesen Langebaekgaard im Süden
Seelands zurückgezogen, um von hier aus an ihren Projekten zu arbeiten. Ein besonderer
Schatz der beiden ist der große Garten, den sie mit Hilfe von Jens Hansen, dem Gärtner,
in Anlehnung an den Stil des 19. Jahrhunderts wieder herrichten. Um Mittsommer öffnen sie
ihr grünes Reich, um andere Menschen an der Schönheit der weitläufigen Gartenanlage
teilhaben zu lassen. Bis dahin müssen aber noch viele Handgriffe erledigt werden, um
Staudenbeete und Pavillons in voller Pracht präsentieren zu können. Viel praktische
Arbeit erledigen auch Connie und Paul Linnebjerg in ihrem Garten rund um ein ehemaliges
Schulhaus, ganz in der Nähe von Jeanne und Anders. Die beiden Pensionäre finden nichts
schöner, als immer wieder neue Veränderungen in den Rabatten und am roten
Backsteingebäude vorzunehmen. Das Ergebnis: ein verträumtes, romantisches Kleinod, in
dem innen und außen die liebenswerte dänische Form der Gemütlichkeit sofort spürbar
ist, und wo auch Unkräuter und Wildtiere zu ihrem Recht kommen. Bei Stig Lauritsen und
Greg Kobett geht es repräsentativ zu. Die beiden leben im großen Gärtnerhaus auf dem
Parkgelände von Gisselfeld Kloster. Ihre Lebensaufgabe: das Engagement für den Erhalt
des Paradehuset, des eindrucksvollen Glashauses, das seit dem 19. Jahrhundert zum Anwesen
gehört. Hier präsentieren die Gartenarchitekten ihre Pflanzensammlungen und erweitern
den Außenbereich mit eigenen gärtnerischen Entwürfen. Ihr Credo: Auch und gerade
professionelle Gartendesigner sollten immer noch Erde unter den Fingernägeln haben, um
wirklich schöne Gärten gestalten zu können. Auch Rikke Larsen hat sich bewusst für ein
Leben auf dem Land entschieden. Zusammen mit ihrem Mann und den beiden Töchtern lebt sie
im Norden Seelands in einem mit Reet gedeckten Häuschen direkt an einem See. Gemeinsam
mit ihrer Mutter führt sie einen Laden in der Nähe, in dem sie vorrangig weiße Möbel
und Antiquitäten verkauft, die sie selbst auf Flohmärkten in ganz Europa ersteht.
Natürlich gehören auch Gartenutensilien zu ihrer Leidenschaft. Rikke liebt es, im
angesagten 'Scandinavian Country-Style' einzurichten und zu dekorieren. Im Handumdrehen
gelingt es ihr, für Freunde und Familie eine Kaffeetafel im Garten zu decken, die so
einladend aussieht, dass man sich sofort dazusetzen und den dänischen Sommer auf dem Land
genießen möchte. |
| 13:30 - 14:00,
arte |
Zu Tisch ...  Seit dem frühen Mittelalter werden
Zitronen an den sonnigen Südhängen der amalfinischen Küste kultiviert. Sie sind bekannt
für ihr besonderes Aroma. Stufe um Stufe, Terrasse um Terrasse klettert Luigi Aceto in
die Höhe. Seit nunmehr fünf Generationen baut seine Familie Zitronen an. Von seinem
Zitronengarten oberhalb von Amalfi hat er einen wunderbaren Ausblick über die alte
Seefahrerstadt und die Küste. Die gesamte Steilküste der Halbinsel südlich von Neapel
gehört heute zum Weltkulturerbe der UNESCO. Schon als Kind hat Luigi diesen Anblick
geliebt, und schon damals hat er das Pfropfen gelernt, die Kunst, Zitronenbäume zu
veredeln. Inzwischen ist er 75 und arbeitet noch immer täglich in seinen
Zitronenplantagen. 'Ich bin das achte von 13 Kindern', erzählt Luigi. 'Wir sind alle in
einer Hütte in einem Zitronenhain aufgewachsen. Wenn meine Eltern allein sein wollten,
mussten sie sich unter die Zitronenbäume zurückziehen. Bestimmt kommt meine Liebe zu den
Zitronen daher.' Durch geschickte Vermarktung seiner Früchte sowie deren
Weiterverarbeitung zu Limoncello, einem Zitronenlikör, hat Luigi es geschafft, dass sich
der Zitronenanbau für ihn immer noch lohnt. Andere Bauern aus der Gegend mussten ihre
Plantagen längst aufgeben, weil sie mit den billigeren Früchten aus Spanien und der
Türkei nicht mehr konkurrieren konnten. Zudem sind die Ernte der Zitronen auf den steilen
Terrassen und der Transport der schweren Fruchtkörbe über hunderte von Treppenstufen
hinab zur Küstenstraße äußerst aufwendig und mühsam. Während Luigi viel Zeit des
Tages in seinen Zitronengärten verbringt, kocht seine Frau Rita zu Hause die typischen
Gerichte der Amalfiküste. Dabei sind die aromatischen Zitronen der Region nahezu immer
wichtiger Bestandteil. Als Primo Piatto bereitet sie etwa Spaghetti mit Minze, Knoblauch
und Zitronen zu, wobei nicht nur das Fleisch der Früchte, sondern auch das Zitronengelb
der Schale die Soße verfeinern. Zum Nachtisch gibt es Delizia al Limone, eine äußerst
leckere Süßspeise aus Biskuit und Zitronencreme. |
| 14:00 - 14:15,
arte |
| Mit offenen Karten Die
zweite Folge zum Thema Weltgesundheit untersucht die Rolle der Globalisierung bei der
schleichenden Verbreitung bestimmter Krankheiten und fragt, inwiefern die Einwirkung des
Menschen auf die Umwelt manche vergessen geglaubten Krankheiten erneut begünstigt. |
| 14:30 - 15:15,
3SAT |
Vietnam - Der unbekannte
Norden Nordwestlich von Vietnams Hauptstadt Hanoi liegt das
touristisch noch wenig erschlossene Bergland. Dort zeigt sich die Vielfältigkeit der
Ethnien Vietnams am deutlichsten. Auch landschaftlich hat diese Region viel zu bieten .
Seit den 90ern erlebt Vietnam einen Wirtschafts- und Touristenboom. Ob Sandstrände,
Kultur, Küche - das asiatische Land hat viele interessante Facetten.

|
| 15:25 - 17:00,
arte |
Frankreich - Wild und schön
 Die
landschaftliche Vielfalt Frankreichs - von den Küstenregionen am Mittelmeer und dem
Atlantik bis in die Hochgebirge - bietet Biotope für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.
Die filmische Reise quer durch Frankreichs Naturschönheiten, von den Vogesen zur
Provence, von der Bretagne nach Korsika, von der Loire bis in die Alpen, beobachtet zwölf
Monate lang das Leben dieser Arten im Rhythmus der Jahreszeiten.
Erzählerin ist Senta Berger.

|
| 16:00 - 16:30,
ARD |
Quer durch Kuba  Kuba,
das ist nicht nur Fidel Castro, Che Guevara und eine in die Jahre gekommene Revolution.
Kuba, das ist vor allem eine Insel mitten in der Karibik und damit ein touristisches Ziel
ersten Ranges. Und wer dabei an Sonne, Strand und Palmen denkt, liegt nicht so falsch. Das
Filmteam besucht die kleine Inselkette Cayos Santa Maria und begleitet einheimische
Modemacher, die den Besuchern aus aller Welt direkt am türkisfarbenen Meer ihre neuesten
Kreationen präsentieren. Und wer bei Kuba an heiße Rhythmen denkt, hat ebenfalls recht -
weltbekannt wurde vor über 15 Jahren der 'Buena Vista Social Club', eine Combo von
hochbetagten Musikern, die von dem amerikanischen Musiker Ry Cooder noch einmal
wiederentdeckt wurden und es dann zu Weltruhm brachten. Heute lebt noch die Sängerin
Omara Portuondo, die das Filmteam bei seiner Rundreise in Havanna begleitet. Bei Havanna
denkt man sofort an koloniale Pracht und verfallende Altbauten. Doch Kubas Hauptstadt ist
beileibe nicht das einzige architektonische Kleinod der Insel, auch die Stadt Trinidad
zählt wegen ihrer beeindruckenden Gebäude zum Weltkulturerbe der Unesco. Das Filmteam
besucht diese Stadt ebenso wie den Humboldt-Nationalpark ganz im Osten der Insel - benannt
wurde er nach dem großen deutschen Forscher Alexander von Humboldt, der die Insel 1800
bereiste und den man in Kuba nach Kolumbus als zweiten Entdecker betrachtet.

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| 17:00 - 17:30,
arte |
Landträume  Im Lake Distrikt
ist das Klima feucht und mild. Nackte, felsige Schiefermassive wechseln sich mit Eichen-
und Kiefernwäldern sowie Hochmooren ab, die mit Adlerfarn und Besenheide bewachsen sind.
In den glasklaren Seen spiegeln sich die für die Region charakteristischen
Schieferhäuser. 1951 wurden weite Teile der Region zum Nationalpark erklärt. Deshalb ist
diese atemberaubende Naturlandschaft bis heute erhalten geblieben. Am südlichen Eingang
des Nationalparks liegt Levens Hall, einer der berühmtesten Formschnittgärten der Welt,
der Ende des 17. Jahrhunderts vom Gärtner Guillaume Beaumont gestaltet wurde und noch
vollständig erhalten geblieben ist. Für Chefgärtner Chris Crowder ist Levens Hall nicht
nur ein Arbeitsplatz, sondern eine Lebensaufgabe. Er und seine Gärtner können hier ihre
Liebe zur Natur mit ihrer Begeisterung für die historische Gartenkunst verbinden. Mit
einem Problem haben sie allerdings zu kämpfen: die für den Garten typischen Buchenhecken
haben inzwischen ihr Höchstalter von 300 Jahren erreicht und müssen dringend ersetzt
werden. Doch sie sind ein wesentlicher Bestandteil des historischen Gartens. Ohne sie
verliert er seine typische Struktur. Was soll Chris unternehmen? Das Ärzteehepaar David
und Gail Sheals hat seinen Garten auf dem alten Pfarreigrundstück 'Summerdale' nach
historischem Muster durch hohe Hecken in kleine Parzellen aufgeteilt, um eine breitere
Pflanzenvielfalt ziehen zu können. Außerdem schützen die Hecken die Pflanzen vor dem
Wind. Hinter ihnen warten immer wieder neue Überraschungen und unerwartete Einblicke auf
die Besucher des Gartens. Weil allerdings der Buchsbaumpilz gewütet hat, muss das Ehepaar
den Formschnittgarten komplett neu anlegen. David und Gail haben ihren Beruf aufgegeben,
um sich ganz ihrem Garten und der dazugehörigen Gärtnerei zu widmen. Muncaster Castle
ist seit 800 Jahren das Heim der Familie Pennington und des Hausgeistes 'Tom the Fool',
der nachts den Gästen den Schlaf raubt. Das unheimlichste Schloss Englands mit Blick auf
die Cumbrian Mountains liegt inmitten eines acht Quadratkilometer großen
Rhododendronparks. Großvater Patrick kennt jeden Baum seines eindrucksvollen Gartens.
Jetzt will er sich zur Ruhe setzen, muss aber erst jemanden 'anlernen', wie man den Garten
pflegt. Doch wer soll ihn übernehmen? Schwiegersohn Peter hat alle Hände voll zu tun mit
der weltberühmten Eulenstation von Muncaster Castle, und Enkel Ewan will erst noch das
Leben genießen.

|
| 19:00 - 19:45,
B3 |
Königstiger - Kampf ums
Überleben Der Ranthambore National Park in Rajasthan ist einer der
letzte großen Zufluchtsorte für Tiger im Norden Indiens. Seit zehn Jahren ist hier die
13 Jahre alte Machli die unumschränkte Herrscherin. Wieder hat sie Junge aufgezogen, zum
fünften Mal. Zwei ihrer Töchter ziehen fort. Die dritte bleibt. Sie wird mit Machli um
die Herrschaft kämpfen.
Info: Vor 100 Jahren gab es in Indien noch 40.000 Tiere, heute wird ihr Bestand auf 2.000
Exemplare geschätzt. Experten geben Indiens Regierung die Schuld: Die Schutzmaßnahmen
werden nicht konsequent umgesetzt.

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| 19:30 - 20:15,
arte |
Polarschule der Nomadenkinder
 Sie sind die letzten echten Nomaden auf der Erde: Über 6000
Nenzen leben auf der russischen Halbinsel Jamal nach alten Traditionen. Am Ende der
Sommerferien bringt ein Hubschrauber die Kinder der Rentierhirten nach Yar-Sale, der
einzigen größeren Siedlung auf Jamal. Dort werden die Nenzen-Kinder in einem Internat
unterrichtet. Doch die die Kultur ist bedroht: Unter der Tundra lagern die größten
Gasvorkommen der Welt und eine Förderanlange wird gebaut. Den Kindern der Nenzen
eröffnen sich durch die Industrialisierung allerdings neue Chancen. '360°' berichtet.

|
| 20:15 - 21:40,
arte |
Panama-Kanal  Um die Landenge
zwischen Nord- und Südamerika zu durchtrennen, mussten buchstäblich Berge versetzt
werden. Den ersten Versuch unternahmen um 1880 die Franzosen. Doch sie gaben schließlich
auf und hinterließen eine Großbaustelle - und ein finanzielles Fiasko. Die US-Amerikaner
übernahmen das Projekt und brachten den Bau 1914, nur wenige Monate vor Ausbruch des
Ersten Weltkriegs, zum Abschluss.
Info: Werften weltweit kennen die Maße des Kanals nur zu gut. Sie definieren eine eigene
Schiffsklasse, die Panamax: Frachter, die den Kanal noch befahren können.

|
| 20:15 - 21:45,
Phoenix |
Der Leonardo-Code  Sowohl
Leben als auch Werk des Universalgelehrten und berühmten Renaissancemalers Leonardo da
Vinci sind voller Unklarheiten und Mutmaßungen und seit Jahrhunderten in einen Schleier
der Spekulationen gehüllt. Wer war dieser 1452 geborene Leonardo, der schon zu Lebzeiten
der Ketzerei bezichtigt wurde? Der Film versucht, dem Mythos des Mannes aus Vinci auf die
Spur zu kommen.
Der Dokumentarfilm lässt auch den Leipziger Kunsthistoriker Frank Zöllner und Vincent
Delieuvin, Kurator im Louvre zu Paris zu Wort kommen, die sich kunsthistorischen Aspekten
der Leonardo-Forschung widmen. Margaret Livingston, Neurobiologin an der Harvard
Universität, untersucht, ob Leonardos 'Mona Lisa' tatsächlich lächelt. Und Christiane
Naffah, ehemalige Direktorin des Zentrums für Forschung und Restauration in Paris,
durchleuchtet mit modernsten Röntgenmethoden das berühmte Gemälde.

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| 22:30 - 00:00,
Phoenix |
| Gefangen im Dschungel Endlich
frei! Sechs lange Jahre befindet sich die kolumbianische Politikerin Ingrid Betancourt als
Geisel in der Hand der FARC, einer brutalen Gruppe marxistischer Revolutionäre. Mit
anderen Gefangenen wird sie verschleppt, geschlagen, isoliert - magert ab, erkrankt
schwer. Mehrfach versucht sie zu fliehen, mal allein, mal mit anderen - aber die Rebellen
fangen die ehemalige Präsidentschaftskandidatin aus Bogotá immer wieder ein. Erst am
2.7.2008 kann das Militär sie und 14 weitere Geiseln befreien. - Erstmals erzählt Ingrid
Betancourt in dieser Doku ihre Version der 3320 fürchterlichen Tage im kolumbianischen
Dschungel.
Im Juli 2010 verklagte Betancourt (49) die kolumbianischen Regierung auf umgerechnet etwa
6,5 Mio. Euro Wiedergutmachung. Mittlerweile zog sie die Klage zurück.

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| 23:30 - 23:55,
arte |
Kleider und Leute  In
China gibt es für jeden eine Uniform, ganz gleich ob für die Friseurin, den
Gymnasiasten, den freiwilligen Aufseher, den Parteigeneralsekretär oder die Kellnerin im
Restaurant. Doch noch viel erstaunlicher ist, dass Mao niemals eine Jacke mit dem
typischen Mao-Kragen getragen hat, dass aber viele ältere Chinesen immer noch eine
Vorliebe für die Uniform der Mao-Zeit haben. Junge Leute wiederum finden es überaus
cool, sich als Volkskommissare zu verkleiden. Interessant ist, dass zahlreiche chinesische
Paare nach 40 Ehejahren zum zweiten Mal heiraten. Sie wollen noch einmal das Hochgefühl
auskosten, im schönen bürgerlichen Hochzeitskleid vor dem Fotografen zu posieren. China
steht in dem Ruf, das Paradies der Fälschungen zu sein, das gilt auch oder vor allem für
Markenkleidung. Selbst hier können die anspruchsvollsten Fashion Victims, diejenigen
also, die jedem Modetrend verfallen, die Kopie nur schwer vom Original unterscheiden.
Filmemacher Cheng Xiao Xing macht deutlich, dass im Reich der Mitte die Bekleidung ein
Spiegelbild der chinesischen Gesellschaft zwischen ideologischer Strenge und
wirtschaftlichem Ultraliberalismus ist.

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