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Steinerne Städte voller Geheimnisse und spektakulär
in die Felswände eines Bergmassivs hineingebaut - das ist Mesa Verde. Der Name
"Grüner Tisch" stammte von den ersten spanischen Einwanderen. Sie
charakterisierten damit treffend die Tafelberge des Hochplateaus im Westen der USA.
An einem kalten Dezembertag im Jahr 1888 entdeckten zwei Cowboys - auf der Suche nach
entlaufenen Rindern in Mesa Verde - Pueblosiedlungen, in denen einst Hunderte von
Indianern gelebt haben mussten. Doch wo waren die Bewohner? Erst Wissenschaftler gelang es
das Rätsel zu lösen. Die geheimnissvollen Bauwerke wurden einem, bis dahin ebenso
geheimnissvollen Indianerstamm zugeschrieben, dessen Name "Anasazis" nur aus
Legenden bekannt war. Die "Ahnen" oder "ehrwürdigen Alten" sollten
sich vor über 1400 Jahren auf der fruchtbaren Hochebene niedergelassen - und eine, im
Norden Amerikas völlig untypische - fast städtische Kultur entwickelt haben. |
Ob in ihrem sozialen Gefüge, der
Architektur, oder ihren Kunstwerken, in allen Bereichen schienen sie, den zur gleichen
Zeit durch das Land ziehenden Nomadenstämmen, weit überlegen. Vor allem in ihrer
Töpferkunst zeigten die Anasazis eine faszinierende Formensprache, die gleichzeitig so
revolutionär und einfach war, dass sie sogar noch heute ungewöhnlich modern wirkt. Die
Ornamentik - meist nur schwarz-weiß, schien die harten Lichtkontraste in den Siedlungen
und Canyons zu spiegeln. Nach einer langen Blütezeit von fast 700 Jahren verließen die
Anasazis um 1200 plötzlich ihre Siedlungen in Mesa Verde und über die Gründe für
diesen plötzlichen Exitus wird auch heute noch spekuliert.
Es ist eine Ironie des Schicksals, dass im Untergang dieses Indianerstammes auch
das Geheimnis des Erhalts seiner Siedlungen steckte. Hätten die Anasazis in Mesa Verde
ihren Traum von einer sesshaften und blühenden Gemeinschaft verwirklichen können, wären
sie von den Einwanderern aus Europa genauso gnadenlos bekämpft worden, wie alle anderen
Stämme des nordamerikanischen Kontinents. So blieben ihre Bauten aber jahrhundertelang
vergessen und zeugen auch heute noch von ihrer einmaligen und unvergleichlichen
Kultur.Städte voller Geheimnisse und spektakulär in die Felswände eines Bergmassivs
hineingebaut - das ist Mesa Verde. Der Name "Grüner Tisch" stammte von den
ersten spanischen Einwanderen. Sie charakterisierten damit treffend die Tafelberge des
Hochplateaus im Westen der USA. |
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