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Der Glacier-Nationalpark befindet sich in Montana und wurde am 11. Mai 1910 eingerichtet. Der Park ist 4047 km² groß und schützt eine Gebirgs-, Wald-, und Seenlandschaft. Im Norden grenzt auf kanadischer Seite der Waterton Lakes National Park an den Park. Beide Parks zusammen wurden 1932 zu einem "Internationalen Friedenspark" ernannt, 1976 als Biosphärenreservate und 1995 zum Welterbe erklärt.

Der Park enthält zahlreiche Berge, Wasserfälle, große und kleine Seen und ein paar schnell abschmelzende Gletscher. Der "Triple Divide Peak" ist ein Berg, der einen Teil der Wasserscheide zwischen dem pazifischen Ozean, der Hudson Bay und dem Golf von Mexiko bildet. Die größeren Seen des Parks sind der "Lake McDonald", der "Two Medicine Lake", "St Mary Lake" und der "Lake Sherburne". Der Nordarm des Flathead Rivers bildet die Westgrenze des Parks.

Im Park gibt es etwa 50 kleinere Gletscher. Deren Größe reicht von 1,74km² beim Blackfoot-Gletscher bis hin zu 0,06 km² beim Gem-Glescher. Insgesamt beträgt die vergletscherte Fläche im Park 27 km². Weitere bekannte Gletscher sind der Grinnel-Glatscher, der Salamander- und der Jackson-Gletscher. 1850 gab es auf dem Gebiet des heutigen Parkes noch etwa 150 Gletscher und die Größe der heute noch existierenden Gletscher ist auf etwa ein Drittel der damaligen Größe geschrumpft. Es wird angenommen, dass 2030 die Gletscher des Parks komplett abgeschmolzen sein werden.

Die "Great Northern Railway"-Gesellschaft betrieb um 1891 eine Bahnlinie südlich des heutigen Parks. 1900 wurde die Gegend als Waldschutzgebiet ausgewiesen. Bergbau war zwar noch erlaubt aber war nicht rentabel. 1910 baute die Eisenbahngesellschaft eine Reihe Hotels und Häuser im Stil der Schweizer Berghöfe, um den Tourismus anzukurbeln. Die Urlauber konnten mit Pferden zwischen den einzelnen Unterkünften hin und her reisen. Viele dieser Unterkünfte sind bis heute in Betrieb. Diese Art von Tourismusgeschäft wie sie die "Great Northern Railway" als "American Alps" Projekt in dem Gebiet betrieb wurde zum Beispiel von der Northern Pacific Railroad im Yellowstone- Nationalpark und von der Atchison, Topeka, and Santa Fe Railroad am Grand Canyon betrieben.

Auf einigen der größeren Seen gibt es Touren in Holzbooten, von denen einige bis auf das Jahr 1920 zurückreichen. Die "Going-to-the-sun Road" von 1932 ist die einzige Straße die den Park durchquert und dabe über die kontinentale Wasserscheide ab Logan Pass führt. Auf dieser Strecke werden Bustouren angeboten.

Im Park gibt es 1100 km Wanderwege sowie Reitwege. Einige Wege die für Fahrräder geeignet sind, sind auch vorhanden.

Der Park ist die Heimat des Grizzlybären, des Schwarzbären sowie der Bergziege, des Bergschafes, und Elchen.

Angrenzend an den Park liegen die Indianerreservation der Blackfeet, der Flathead National Forest, die Great Bear Wilderness, der Lewis and Clark National Forest, in den USA und der Waterton Lakes Nationalpark, der Akamina-Kishinena Provincial Park und der Flathead Provincial Forest in Kanada.

2003 wurden rund 10% der Waldfläche des Parkes durch Waldbrände zerstört.

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