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Ob aus Angst oder aus Notwendigkeit - die Menschen sind immer gewandert. Früher waren Naturereignisse (Klimaveränderungen, Vulkanausbrüche, Erdbeben) die Auslöser von Migration, aber heutzutage sind es überwiegend soziale und wirtschaftliche Gründe. Eine der bereicherndsten Auswirkung ist das Zusammenleben der Rassen und der Kulturen. Zahlreiche Länder definieren sich heute als Schmelztiegel der Kulturen. Verbreitung der Menschen Vor einer Million Jahren ist der Homo erectus der erste migrierende Hominoide. Von Afrika aus zieht er in zwei Richtungen: zum einen in den Norden Afrikas und von dort aus nach Europa und zum anderen nach Osten, durch Asien bis nach China und Indonesien, bevor er auf Java heimisch wurde. Man muß bis etwa 40 000 v.Chr. warten, bis unser direktester Vorfahre, der Homo sapiens sapiens, von Indonesien nach Australien gelangt. Es ist ebenfalls der Homo sapiens sapiens, der über die Beringstraße Amerika erreicht. Diese lange Migration über den amerikanischen Kontinent beginnt vor ungefähr 30 000 Jahren und endet 9000 v.Chr., als er Patagonien erreicht. Große Migration Die Epoche der großen Migrationen beginnt im 16. Jahrhundert mit der Kolonialsierung Süd- und Mittelamerikas durch die Spanier und die Portugiesen. Ab dem 18. Jahrhundert kommen Siedler aus Frankreich und England nach Nordamerika. Eine besondere Migration ist die der Afrikaner, die im 17. und 18. Jahrhundert in Nordamerika, in der Karibik und in Brasilien versklavt werden. Im 19. Jahrhundert breiten sich die indischen Arbeiter in den Ländern des Indischen Ozeans aus, während sich die Chinesen und Europäer für Nordamerika und Australien entscheiden. Aktuelle Migrationsströme Heute wird die Zuwanderung weltweit als ernstes Problem angesehen. Die meisten entwickelten Länder, an der Spitze die USA und die Länder der EU, sind am stärksten mit der Zuwanderung konfrontiert. Daher schließen sie ihre Grenzen und verfolgen eine restriktive Politik. Ihr Ziel ist es, potenzielle Zuwanderer von ihrem Vorhaben abzubringen und sie daran zu hindern, ins Land zu kommen. Neben wirtschaftlichen Gründen sind Konflikte und Kriege aus politischen, religiösen und ethnischen Gründen Faktoren, die Bevölkerungsbewegungen zu begünstigen. Dies gilt in besonderem Maße für die 14 Millionen Flüchtlinge, die ihr Land im Laufe der letzten Jahre des 20. Jahrhundert und zu Beginn des 21. Jahrhundert verlassen mußte.
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