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Erste Entwürfe Die Darstellung der Welt mit Hilfe von Karten ist so alt wie die Schrift. Babylonier und Ägypter benutzten Karten als Verwaltungsdokumente, aber zur Wissenschaft wurde die Kartographie im antiken Griechenland.
Den Griechen verdanken wir unter anderem die Erfindung des Astrolabiums, eines astronomisch-geodätischen Beobachtungsinstruments zur Ortung der Sterne, das die Seefahrer zur Orientierung und Positionsbestimmung übernommen haben. Der Grieche Claudius Ptolemäus und sein Hauptwerk Geographia stellen den Höhepunkt der griechischen Schule und der antiken Kartographie dar.
Zur selben Zeit setzten die Römer Karten als nützliche Werkzeuge bei ihren Feldzügen und für die Streckenführung ein. Für die Kartographie wie für alle Wissenschaften ist der Untergang des Römischen Reiches der Beginn eines Zeitalters des Verfalls. Dank eines verstärkten Seehandels und der allgemeinen Verwendung des Kompasses lebt die Kartografie ab dem 13. Jahrhundert wieder auf, eine ihrer wichtigsten Formen sind nun die Portulane. Bei diesen bis zum 16. Jahrhundert entwickelten Seekarten handelt es sich um die Hefte, bei denen die Steuerleute die Entfernung zwischen den verschiedenen Häfen notierten.
Geographische Entdeckungen Im 15. Jahrhundert entsteht die moderne Karthografie dank des aufkommenden Buchdrucks, der Neubesinnung auf die Ideen des Ptolemäus und der großen geographischen Entdeckungen. Von da an folgt eine Erfindung nach der anderen und die großen Navigatoren und Kartographen (Juan de la Cosa, Juan Diaz de Sollis usw.) erstellen die Karten der von den Europäern entdeckten neuen Gebiete. In den beiden folgenden Jahrhunderten bringt die holländische Schule die besten Kartographen hervor. Man beginnt auch mit der Entwicklung von Atlanten, die für breitere Schichten zugänglich sein sollen. Im 18. Jahrhundert führt das Aufblühen des Nationalismus zur Erstellung von Kartenmaterial auf lokaler Ebene. Es werden wichtige Fortschritte in Trigonometrie und Astronomie gemacht und neue Mess- und Orientierungssysteme (z.B. der Sextant) entwickelt. Im 19. Jahrhundert sind die Küstenverläufe der Welt kartografisch erfaßt und die meisten Gebiete Australiens und Afrikas erkundet. Die Erde vom Himmel aus gesehen Im 20. Jahrhundert vollzieht sich eine neue Revolution mit innovativen Techniken. Ein Beispiel hierfür sind die Luftaufnahmen, die ab dem Zweiten Weltkrieg in großem Umfang für kartografische Studien eingesetzt werden. Heute ermöglichen hoch auflösende Satellitenfotos geographische und damit verbundene unweltspezifische Studien, die dazu beitragen, die Darstellung der Welt, so wie wir sie heute kennen, zu vervollständigen.
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