![]() Themen
|
Rund zweihundert Millionen Menschen hängen von de Fischerei ab, entweder vom Ertrag selbst, der verarbeitenden Industrie oder dem Handel. Für die Entwicklungsländer handelt es sich um einen Wirtschaftssektor, der seit Mitte des 20. Jahrhunderts in voller Entwicklung ist, Devisen bringt, Arbeitsplätze schafft und einen wesentlichen Beitrag zur Lebensmittel- versorgung leistet. Obwohl die Industrieländer die größten Exporteure bleiben, kontrollieren die weniger begünstigten Länder derzeit 20% aller Exporte. In den letzten Jahren haben Umweltprobleme und Tankerunglücke mit auslaufendem Rohöl zu einer Reihe von Naturschäden geführt, die irreparable Schäden in diesem Bereich nach sich gezogen haben. Ernte des Meeres Die Produktion der Seefischerei hat einen Anteil von 90% an der Gesamtproduktion. Dieser Anteil verringert sich allerdings zugunsten der küstennahen Fischerei und der Aquakultur. Beim Fang liefert der Pazifik fast 45% der Weltproduktion und mit etwa 24 Millionen Tonnen jährlich ist seine Nordost-Region das bedeutendste Fanggebiet. Der Atlantische Ozean steht als Fischlieferant mit 17 Millionen Tonnen jährlich an zweiter Stelle, während der Indische Ozean rund 8 Millionen Tonnen liefert. Die hauptsächlich gefangenen Fischarten sind von Jahrzehnt zu Jahrzehnt, ja sogar von Jahr zu Jahr, verschieden. Im Allgemeinen gilt: eine Steigerung beim Fang der einen Art geht mit einer Verringerung bei der anderen Art einher. Dies gilt insbesondere für jene Fischarten, die, weil sie am produktivsten sind, eher in Gefahr geraten, überfischt zu werden. Eines der frappierendsten Beispiele für dieses Phänomen ist die Sardelle, die zwischen 1996 und 1998 mit 8,9 Millionen Tonnen am meisten gefischt wurde, bevor sie mit 1,7 Millionen Tonnen auf den 7. Platz abrutschte.
Gesamte Fangmenge (in Tonnen)
Fischexporte
Fischimporte
Aquakultur als Alternative
Die asiatischen Länder sind - dank einer langen Tradition in der Fischzucht und dank ihrer geographischen und klimatischen Bedingungen - die größten Produzenten.
Erzeugerländer Aquakultur (in Millionen Tonnen)
Fischverzehr weltweit Der weltweite Fischverzehr hat ständig zugenommen und zwar in einem Rhythmus von 3,6% seit 1961. So betrug 1961 die für den menschlichen Verzehr bestimmte Fischproduktion 27 000 000 Tonnen. Ende des 20. Jahrhunderts ist sie auf 93 000 000 Tonnen angewachsen. Folglich hat auch der Anteil des Eiweißkonsums in Form von Fischen, Krustentieren und Weichtieren zugenommen, er liegt zwischen 11,8% und 16,5% des Tiereiweißkonsums insgesamt. Diese Zahlen lassen sich allerdings nicht auf jedes Land übertragen. Ein Bewohner der entwickelten Länder verzehrt 27 kg jährlich, wohingegen ein Bewohner der Länder mit geringem Einkommen und Lebensmitteldefizit nur 8 kg verzehrt. Zu den anderen Faktoren, die den Fischverzehr beeinflussen, zählen die Verfügbarkeit der Fischereiressourcen - dies betrifft Meere und Binnengewässer -, die Sortenauswahl in den einzelnen Ländern und Regionen, die Kultur sowie die kulinarischen Traditionen.
Vermarktung von Fisch
|
Navigation --> Erdkunde
|
(C) erdkunde-wissen.de. Konzept, Gestaltung und Redaktion: erdkunde-wissen.de. Nachdruck, Weiterverarbeitung, Weitergabe an Dritte sowie Veröffentlichung nur mit schriftlicher Genehmigung. Keine Haftung für falsche Angaben, keine Gewähr über die Richtigkeit der Informationen. Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik? Mailen Sie uns einfach.