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Die Geschichte der Menschheit ist von Menschen geschrieben worden, die sich
für das Abenteuer des Erkundens und Erforschens entscheiden haben. Diese Pioniere
bereisten ihr Leben lang - oft bis zu ihrem Tod - unerforschte Landstriche.
Marco Polo
Die Entdeckung Asiens (1271 - 1295)
| Im 13. Jahrhundert stellte der Seefahrer, Kaufmann und Forscher
aus Venedig den ersten kulturellen Kontakt mit dem Königreich Cathay her, das damals den
größten Teil des heutigen Chinas einnahm. 24 Jahre blieb er am Hof des chinesischen
Kaisers Kublai Khan. In dessen Auftrag bereiste er fast das gesamte Territorium Cathays,
erkundete die Sitten und die Handelsmöglichkeiten. Er wurde sogar zum Gouverneur der
Stadt Chinsai (Yangzhou) ernannt. Nach seiner Rückkehr berichtete er seine Abenteuer
einem Schriftsteller, der sie im Buch Die Reisen des Venezianers Marco Polo oder Das
Buch der Wunder festhielt, durch das Marco Polo weltberühmt wurde. |

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Christoph Kolumbus
Die Entdeckung Amerikas (1492 - 1494)
| Der berühmteste Entdecker ist gleichzeitig derjenige, der dem
größten Irrtum unterlag. Kolumbus suchte mit seiner Idee von einem leichteren und
wirtschaftlicheren Seeweg nach Asien an den verschiedenen europäischen Höfen nach
Unterstützung. Nur die spanischen Könige glaubten an ihn und 1492 brach er zu seiner
Reise auf. Nach 36 Tagen auf See landete seine Expedition auf der Insel San Salvador und
markierte so einen Meilenstein in der Geschichte. Kolumbus starb 1506, ohne zu wissen,
daß er einen neuen Kontinent entdeckt hatte. |

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Ferdinand Magellan
Die erste Weltumseglung (1519 - 1522)
| Der portugiesische Seefahrer Fernao de Magelhaes bot dem
spanischen König Karl V. seine Dienste an. Ziel seiner Expedition von 1519 war es, zu den
Gewürzinseln in Asien zu gelangen, ohne portugiesisches Seegebiet zu durchqueren. Deshalb
mußte er durch eine Meerenge zwischen der Südspitze Südamerikas und Feuerland zum
Pazifik segeln, die später den Namen Magellanstraße erhielt. Seine Expedition gelangte
1521 auf die Phillippinen, wo Magellan bei einem Kampf mit Inselbewohnern getötet wurde.
Der Spanier Juan Sebastian Elcano übernahm die Leitung der Expedition und brachte das
letzte der 5 Schiffe mit 18 Überlebenden nach Spanien. Er ist der erste Seefahrer, der
die Welt umsegelt hat. |

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Francisco Pizarro
Die Eroberung des Inka-Reiches (1524 - 1535)
| Ganz im Bann der Legenden um das Königreich Biru stehend, begann
Francisco Pizarro, ein spanischer Militärexperte, mit der Erforschung der amerikanischen
Pazifikküste und vor allem der Region des heutigen Peru. Nach seiner ersten Reise erhielt
er 1532 die Erlaubnis des Königs zur Eroberung des Reichs der Inka. 1532 drang er bis in
die Stadt Cajamarca vor und nahm den Inka-Herrscher Atahualpe gefangen, den er 1533
hinrichten ließ. Im selben Jahr eroberte er Cuzco und beherrschte eine Zeit lang das
Reich. 1541 wurde Pizarro von seinen politischen Gegnern in Lima ermordet. |

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James Cook
Die Erforschung des Pazifiks (1768 - 1778)
| Der Brite James Cook unternahm drei Reisen im Auftrag der Royal
Society. Er wollte den Pazifik von der Atlantikküste über Australien und Neuseeland bis
zur Beringstraße erkunden. Er entdeckte mehrere Inseln, darunter Hawaii, wo er bei einem
Streit mit Insulanern getötet wurde. |

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Alexander von Humboldt
Die Erforschung Lateinamerikas (1799 - 1804)
| Der deutsche Naturforscher von Humboldt unternahm seine Reise ins
Herz Lateinamerikas in Begleitung des französischen Arztes und Botanikers Aime Bonpland.
Beide wollten Informationen über Flora und Fauna des Kontinents wie auch über die
Bräuche der einheimische Völker sammeln. Während der fünfjährigen Reise besuchte von
Humboldt die karibischen Inseln, erkundete den Amazonas-Urwald und den Orinoko und
studierte die Vulkane der Anden und Mexikos. In seinen letzten Lebensjahren zog er sich in
sein Haus in Berlin zurück, um seine wissenschaftlichen Erkenntnisse in einem
monumentalen Werk in 29 Bänden festzuhalten. |

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David Livingstone
Die Erkundung Afrikas (1849 - 1873)
| Der schottische Arzt David Livingstone begann sein afrikanisches
Abenteuer als Missionar. Zu seinen wichtigsten geographischen Entdeckungen gehören die
Victoriafälle, der Fluß Sambesi sowie mehrere Seen, darunter der Ngami-, Nyasa- und der
Malawi-See. Auf seinen Reisen wurde er Zeuge der brutalen Vorgehensweise der
Sklavenhändler und nutzte sein Ansehen, um den Sklavenhandel zu kritisieren. Livingstone
starb am 30. April 1873 auf der Suche nach den Quellen des Nils. Seine Gefährten begruben
sein Herz in Afrika; seine sterblichen Überreste wurden im April 1874 in Westminster
Abbey beigesetzt. |

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Roald Amundsen
Die Eroberung des Südpols (1910 - 1911)
| 1906 war eine norwegische Expedition unter der Leitung von
Amundsen auf einer Passage zwischen dem Atlantischen und dem Pazifischen Ozean durch die
Arktis unterwegs. Vier Jahre später traf Amundsen den Engländer Robert Scott in der
Antarktis. Beide verfolgten dasselbe Ziel: als erster Mensch den Südpol zu erreichen.
Amundsen ließ die Schlitten lieber von Hunden ziehen, wohingegen Scott auf sibirische
Ponys und Menschenkraft setzte. Die Pferde starben bald. daher mußten die Männer die
Lasten tragen. Amundsen erreichte den Pol 5 Wochen vor Scott, der auf dem Rückweg mit
allen Expeditionsteilnehmern umkam. |

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