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Wettlauf zum Pol Im Zentrum des Interesses der Arktis-Anrainer steht gegenwärtig der Lomonossow-Rücken, das höchste Untersee-Gebirge im Nordpolarmeer. Es verläuft auf 2 000 Kilometern Länge zentral durch das arktische Becken. Die Breite des Rückens, benannt nach dem russischen Gelehrten Michail Lomonossow, schwankt zwischen 60 und 200 Kilometern, er ragt bis zu 3 700 Meter vom Meeresboden auf. Im Jahr 2001 begründete Russland mit dem Gebirgszug bei der Uno Ansprüche auf große Teile der Arktis jenseits der 200-Seemeilen-Zone. Demnach stellt der Lomonossow-Rücken - wie auch der benachbarte Medelejew-Rücken - eine Fortsetzung des russischen Festlandsockels dar, was bei der Festlegung der Schelfgrenzen berücksichtigt werden müsse. Nach Prüfung des Antrags forderte die Uno weitere Untersuchungen, die jüngsten russischen Expeditionen sind Teil eines entsprechenden Programms. Laut Anatoli Kolodkin, Präsident der russischen Seerechtsvereinigung, geht es vor allem darum, Bodenproben zu entnehmen, die dann mit dem Festlandsgestein verglichen werden sollen. Die Aufstellung einer russischen Fahne, betont Kolodkin, sei dabei nur von symbolischer Bedeutung. Eine Reihe von Experten meint, dass das Meer direkt vor Sibirien zu tief ist, um den Rücken überhaupt als Fortsetzung des Festlandsockels betrachten zu können. Inzwischen kümmern sich auch andere Anrainer intensiv um den Lomonossow-Rücken. Dänemark hat eine Expedition entsandt und will beweisen, dass der Gebirgszug eine Erweiterung des Grönlandschelfes darstellt. Kanada vertritt die Ansicht, dass er sein Festland fortsetzt.
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