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GCC
Golf-Kooperationsrat - Gulf Cooperation Council
Sitz: POB 7153, Riad 11462, Saudi-Arabien Tel.:
(00966)1-4827777, Fax: -4829109
Gründung am 25.5.1981 in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische
Emirate) mit Unterzeichnung der Charta durch 6 Erdölförderstaaten am Persischen Golf als
Reaktion auf die Revolution im Iran 1979 und Kriegshandlungen (sowjetischer Einmarsch in Afghanistan, Krieg Irak-Iran).
Ziele: Koordinierung der Außen-, Sicherheits- und
Wirtschaftspolitik.
Organe sind der jährlich tagende Oberste
Rat der Staatschefs, der mehrmals jährlich zusammentretende Ministerrat
(auch Fachministerräte) und das Sekretariat mit dem
Generalsekretär: Jameel Ibrahim al-Hujailan (Saudi-Arabien), seit 1996.
Entwicklung: Angesichts eines tiefen Mißtrauens
der GCC-Mitglieder untereinander, verbunden mit Grenzstreitigkeiten, blieben alle bisher
beschlossenen sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Maßnahmen überwiegend
erfolglos.
Im Bereich der Sicherheitspolitik wurde eine 1982 vereinbarte "Gemeinsame
Verteidigungsstrategie" auf Basis saudiarabischer Luftverteidigungseinrichtungen und
2 Marinestützpunkten am Roten Meer nicht realisiert. Eine 1984 verabschiedete
Verteidigungscharta mit einer gemeinsamen Sicherheitstruppe ("Peninsula Shield
Force") von 4000 Mann unter saudischer Führung, stationiert in Hafr al-Batin
(Saudi-Arabien), hat eher symbolischem Charakter. Es gibt keinen funktionierenden
gemeinsamen Oberbefehl, daher unterblieben auch Gegenmaßnahmen beim irakischen Überfall
auf das Gründungsmitglied Kuwait 1990 (an den Kriegsaktivitäten der Alliierten im Januar
1991 war der GCC institutionell nicht beteiligt). Zu ihrem Schutz vor einer Bedrohung von
außen sind die Sechs nach wie vor auf ausländische, v.a. US- Hilfe, angewiesen, die
gegen Bezahlung und zur Sicherung der Ölquellen für die westlichen Industriestaaten
geleistet
wird.
Bisher gefaßte Beschlüsse zur Wirtschaftspolitik wie Zollfreiheit für Güter aus
einheimischen Rohstoffen, einheitliche Zölle für Transitgüter, stufenweise
Niederlassungsfreiheit (1983), Erleichterungen betreffend Reisen, Aufenthalts- und
Arbeitsgenehmigungen in allen Mitgliedstaaten (1984) sowie zur Koordinierung der
Vermarktungspolitiken und Vereinheitlichung der Wechselkurse, des Gesundheits- und
Steuerwesens (1987) wurden nicht oder nur in Teilbereichen umgesetzt.
Die 1992 beschlossene schrittweise Einführung einheitlicher Zölle in den Mitgliedstaaten
wurde bisher nicht realisiert; auf eine Zollunion (als Voraussetzung für Wiederaufnahme
der Verhandlungen mit der EU über ein Freihandelsabkommen EG-GCC)
konnte man sich erst recht nicht einigen.
Innerlich zerstritten, steckt der GCC in einer tiefen Identitätskrise, unfähig, anderen
regionalen oder internationalen Gruppierungen zur Wahrung seiner eigenen Interessen
effektiv entgegenzutreten.
Mitglieder: Bahrain,
Katar, Kuwait, Oman,
Saudi-Arabien, VAR |
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