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CEI
Mitteleuropäische Initiative - Central European Initiative
Kein Sitz, keine feste Institutionalisierung
Gründung auf Anregung von Italien am 11.11.1989 in Budapest (Ungarn)
als Vierergruppe durch Italien,
Jugoslawien, Österreich und Ungarn; Beitritte der (zum 1.1.1991
aufgelösten) CSFR 1990 (= Pentagonale) und Poles
1991 (= Hexagonale). Nach der Aufnahme weiterer Mitglieder (Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Slowenien) Umbenennung in CEI 1992.
Aufgaben: Politisches Abstimmungsforum zur
projektbezogenen, unbürokratischen Zusammenarbeit in Politik, Wirtschaft, Kultur und
Umweltschutz.
Organe: Konferenz der Staats- und Regierungschefs (jährlich)
sowie der Außenminister (halbjährlich); Arbeitsgruppen (13) u.a. für Umweltschutz und
Statistik, Transport und Wissenschaft, Zusammenarbeit von Klein- und Mittelbetrieben,
Information und Telekommunikation, Kultur, Tourismus, Energie, Binnenwanderung und
Zivilschutz. Zur
Projektfinanzierung ist ein Sekretariat in London vorgesehen.
Entwicklung: Die Arbeitsgruppen dienen der
grenzüberschreitenden Vorbereitung von Gemeinschaftsprojekten (z.Zt. rund 130) wie dem
Ausbau der europäischen Verkehrskorridore in der Region (u.a. einer Straßen- und
Schienenverbindung Triest-Budapest).
Im Energiesektor werden die Verbindung der ost- und westeuropäischen Pipelines und die
Versorgung der ehemals sozialistischen Staaten angestrebt.
Weitere wichtige Themen sind Müllverwertung und -vermeidung, nukleare Sicherheit,
alternative Energien und grenzüberschreitende Nationalparks. Konsens besteht im
Umweltbereich über die Harmonisierung von Meß- und Überwachungsmethoden, der
Schadstoffgrenzwerte und der Erfassung von Umweltschäden.
Außenpolitisch wurde eine arbeitsteilige Abstimmung der Standpunkte bei der OSZE und in
anderen internationalen Gremien vereinbart.
Da die CEI kein Staatenbund (IGO) ist, sind ihre politischen Einflußmöglichkeiten
beschränkt. |
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