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Arktischer Rat

Arctic Council

Sitz (Sekretariat): in Ottawa (Kanada) vorgesehen

Gründung nach entsprechenden Konferenzbeschlüssen von Canberra (Australien) 1980 und Rovaniemi (Finnland) 1991 am 1.10.1996 durch 8 Arktis-Anrainerstaaten in Inuvik (Kanada).

Die rohstoffreiche Arktis war der letzte Großraum der Erde, der keiner multilateralen Grundordnung unterworfen war.

Ziele: Schutz und Entwicklung der Polarregion durch eine Koordinierung der Umweltschutzinitiativen, der Forschungs- und Verkehrsprojekte und der Ureinwohnerprogramme sowie eine reibungsfreie Abstimmung aller Erschließungsvorhaben; dabei soll der hohen Störanfälligkeit nordpolarer Ökosysteme besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Organe: Oberstes Organ ist der Ministerrat, dessen Beschlüsse nur Empfehlungscharakter haben und für die Mitgliedstaaten daher nicht bindend sind.

Aktivitäten: Die Mitgliedstaaten hatten bereits auf der Ministerkonferenz in Rovaniemi im Juni 1991 im Rahmen einer Arktischen Umweltschutzstrategie (Arctic Environmental Protection Strategy/AEPS) zahlreiche Programme initiiert, u.a. zur Überwachung der Arktis (Arctic Monitoring and Assessment Programme/AMAP), zum Schutz der Flora und Fauna (Programme for the Conservation of Arctic Flora and Fauna/CAFF) und der Meeresumwelt (Protection of the Arctic Marine Environment/PAME) sowie zur nachhaltigen Entwicklung und Nutzung (Sustainable Development and Utilization/SDU). Diese zwischenstaatlichen Initiativen sollen nunmehr vom Arktischen Rat als Dachorganisation koordiniert werden.

Mitglieder: Dänemark, Finnland, Island, Kanada, Norwegen, Russland, Schweden, USA.

Ständige Teilnehmer mit direktem Mitspracherecht sind die Vertreter von zunächst 3 Ureinwohnerorganisationen: Die Konferenz der Inuits (Eskimos) der Polarregion aus Vertretern Grönlands, Kanadas, Alaskas und Rußlands, der Rat der Samen (Lappen) mit Sektionen in Finnland, Norwegen, Schweden und Rußland sowie der Verband der eingeborenen Völker Nordrußlands.

Teilnehmer ohne Beobachterstatus: An der Eröffnungssitzung des Rats in Inuvik, nahmen Vertreter von Deutschland, Großbritannien, der Niederlande und Polen teil.

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