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Abidjan (Cote d'Ivoire) -> ist ein gutes Beispiel für eine akustische Fehlleistung. Als die ersten französischen Kolonisten an der westafrikanischen Elfenbeinküste landeten, versuchten sie von einigen einheimischen Frauen zu erfahren, wo sie sich eigentlich befänden. Ihre wiederholte und von vermeintlich eindeutiger Gesten begleitete Frage wurde gründlich mißverstanden und führte zur Antwort T'chan m'bi djan, "wir kommen vom Blätterschneiden". Die Franzosen notierten sich, was sie zu gehört haben zu glaubten und gaben dem Ort den angeblichen Eingeborenennamen Abidjan. Accra (Ghana) -> trägt eindeutig einen Spitznamen. Die einheimischen Waldbewohner an der tropischen Küste des Landes nannten einen nigerianischen Stammersverband, der hier im 16. Jahrhundert auf engstem Raum siedelte, n 'kran, "Ameisen". Addis Abeba (Äthiopien) -> "neue Blume" taufte der spätere Kaiser Menelik II. 1889 die von ihm geplante Stadt im Hochland Äthiopiens. Mit diesem Namen verbanden sich seine hochgesteckten Erwartungen für die neu gegründete Hauptstadt als Wirtschaftszentrum des ganzen Landes. Algier (Algerien) -> arabisch Al-Djesair, "die weißen Inseln". Schon die Phönizier errichteten auf einer der Küsteninseln einen Handelsposten und nannten ihn Ikosim. Die Vorsilbe i bedeutet "Insel" und kosim "Möwe". Den Römern gefiel die Bezeichnung und übernahmen den Namen als Icosium. Die gegenwärtige Stadt wurde um 950 von den Berbern gegründet und nach ihrer Lage Al-Djesair genannt. Amsterdam -> heißt genau genommen Amstelredam, "Damm an der Amstel". Die Stand entstand im 13. Jahrhundert als Fischerdörfchen an einem Damm, der die Flüsse Amstel und Ij voneinander trennte. Amman -> ist benannt nach dem alten Volk der Ammoniter, als deren Metropole Rabbath Ammon sie in der Bibel zitiert wird. Asuncion (Paraguay) -> bedeutet übersetzt "Himmelfahrt". Bagdad (Irak) -> der persische Name bedeutet "Geschenk Gottes" und spielt damit wahrscheinlich auf die günstige Lage der Stadt am Mittellauf des Tigris an. Baku (Aserbaidschan) -> die wegen ihrer Lage am Kaspischen Meer ständig Winden ausgesetzte Stadt hat ihren Namen vom altpersischen Wort badkuba, "windwärts". Bamako (Mali) -> die auf dem linken Niger-Ufer gelegene Stadt nannten die Einwohner aus naheliegenden Gründen "Krokodilfluß". Bangkok bedeutet in der Sprache der Thai "Stadt der wild wachsenden Obstbäume". Beijjing (Peking, VR China) -> heißt wörtlich übersetzt "nördliche Hauptstadt". Marco Polo kannte Residenz Kublai Khans als Khanbalik, d.h. als "Kaiserstadt" der Mongolen. Das Reich selbt nannte er Cathay oder auch Kithai. Nach ihrem Sieg über die Mongolen änderten die Ming-Kaiser (1368 - 1644) den Namen der Stadt in Beiping, "Nördlicher Frieden". Beirut (Libanon) -> der Name ist hebräisch und aus Be'rot, die "Quellen", entstanden. Bevor die Römer Aquädukte im Libanon bauten, waren Quellen die einzige Möglichkeit der Wasserversorgung in dieser Region. Belgrad (Serbien) -> "weiße Burg". Die Stadt hat im Laufe der Zeit viele Namen getragen. Das von den Kelten im 3. Jahrhundert v.Chr. auf einer felsigen Anhöhe am Zusammenfluß von Donau und Save gegründete Singidunum wurde unter Kaiser Augustus römisches Legionslager und gelangte einige Jahrhunderte später mit unverändertem Namen in den Besitz von Hunnen und Goten. Die nächsten Herren, die Byzantiner, benannten die Stadt in Alba graeca um, die "weiße Griechin". Dieser Name wurde das ganze Mittelalter beibehalten. Nach einhundertjähriger Herrschaft der Ungarn geriet die Stadt 1521 in den Besitz der Osmanen. Diese bezeichneten ihre Garnisonsstadt auf halbem Wege zwischen Konstantinopel und Wien als Darol-i-Jehad, "Heimat der Glaubenskriege". Berlin (Deutschland) -> aus dem mittelhochdeutschen ber-lin, "Bärchen" Brazaville (Republik Kongo) -> wurde 1880 von dem französischen Afrikaforscher Pierre Savorgnan de Brazza gegründet. Brüssel (Belgien) -> hieß ursprünglich Broekzelle, was "Dorf in der Marsch"heißt und auf die morastige Umgebung der Stadt hinweist. Budapest (Ungarn) -> Buda bedeutet übersetzt "Ofen". Der Name kommt von den Kalkbrennöfen, die in diesem Teil der Stadt zu finden waren.Bogota (Kolumbien) -> eigentlich Santa Fe de Bogota, ging aus der dicht bewohnten Indio-Metropole Bacata hervor, deren auf einen Häuptling zurückgehender Name zwar deformiert, aber mit korrekter Betonung von den spanischen Eroberern übernommen wurde. Buenos Aires (Argentinien) -> bedeutet im Spanischen "gute Lüfte", eine Bezeichnung, die den spanischen Entdeckern bei ihrem Vordringen nach Süden treffend erschien, nachdem sie die drückende Schwüle der tropischen Küste Südamerikas hinter sich gelassen hatte. Bukarest (Rumänien) -> heißt in der Landessprache Bucaresti, vom rumänischen buceros, "fröhlich, freudig". Man erzählt sich, daß dieser Name an einen unbeschwerten Hirten erinnerem der hier, an einem Flüßchen im weiten Steppenland der Walachei, mit Vorliebe gerastet haben soll. Colombo (Sri Lanka) -> die Stadt liegt nahe der Mündung des Flußes Kelani Ganga. Sie entstand an einer Übergangsstelle namens Kalan-totta, "Fähre am Kelani", was sich im Arabischen zu einem unverstandenen Kolambu abnutzte und schließlich die portugiesischen Eroberer Anfang des 16. Jahrhunderts zu ihrer Interpretation Colombo verführte. Dakar (Senegal) -> der Name der Hauptstadt ist das Ergebnis eines Fehlschlußes. Europäische Forscher, die von Ureinwohnern wissen wollten, wie diese Gegend hieß und mit ausgestreckten Armen schwungvoll auf die umgebende Landschaft wiesen, erhielten - in der Annahme, die üppige Vegetition sei gemeint - zur Antwort N'dakaru. Seitdem trägt dieser Ort, an dem später Dakar entstehen sollte, den Namen "Tamarindenbaum". Duschanbe (Tadschikistan) -> mit den beiden tadschikischen Wörtern du und shanbe ("zwei" bzw. "Samstag") ist wohl gemeint, daß zumindest in der Frühzeit dieser Siedlung jeden Montag, also zwei Tage nach dem Samstag, ein großer Markt stattfand. Hanoi (Vietnam) -> vom vietnamesischen ha, "Fluß", und noi, "innen", wodurch die Lage der Stadt am rechtehn Ufer des Song Ka beschrieben wird. Islamabad (Pakistan) -> benannt nach der jüngsten der drei Weltreligionen (iranisch abad, "Stadt", eigentlich aber "bevölkert"). Islam bedeutet "Eintritt in den Stand des Heils". Jakarta (Indonesien) -> indonesisch Djajakarta, "glorreicher Sieg". Die Hauptstadt an der Nordküste Javas entstand aus einer alten hinduistischen Niederlassung, die im 16. Jahrhundert von Muslimen eingenommen wurde und aus diesem Anlaß ihre heutige Bezeichnung erhielt. Kairo (Ägypten) -> hatte im Verlauf der Geschichte viele Namen. Die Ägypter zur Zeit der Pharaonen nannten die Stadt Chere-oho, "Kampfort", womit der berühmte Zweikampf zwischen den Göttern Horus und Seth gemeint war. Bei den Griechen war die Stadt als Hieropolis, "heilige Stadt", bekannt. Das heutige Kairo entstand aus einem römischen Heerlager (lateinisch fossatum, "Lager"), das 641 in die Hände des arabischen Feldherrn 'Amr fiel. Dieser übernahm mehr oder weniger den römischen Namen , indem er sein eigenes Lager Fustat nannte. Die Stadt, die sich im 10. Jahrhundert daraus entwickelte, wurde dem Eroberer zuliebe in Masr el-Kahira, "Stadt des siegreichen Planeten Mars", oder einfach Kahira, "die Siegreiche", umgetauft - ein Name, der sich im Englischen zu Kairo wandelte. Kampala (Uganda) -> soll den Namen nach der hier anzutreffenden Antilopenart Impalas benannt sein. Katmandu (Nepal) -> ist nach ihren aus Holz erbauten Tempel benannt (von nepalesisch kath, "hölzern", und mandu, "Tempel"). Kingston (Jamaika) -> wurde 1692 an der Stelle der durch ein Erdbeben zerstörten Stadt Port Royal, "königlicher Hafen", errichtet. Der heutige Namen ist praktisch die germanisierte Version der alten Bezeichnung. Kopenhagen (Dänemark) -> der dänische Namen Kobenhavn ist aus dem Wort Kopmannshavn zusammen gezogen. Im Mittelalter hieß die Stadt in lateinischer Übersetzung Portus mercatorum, "Kaufmannshafen". Kuala Lumpur (Malaysia) -> bedeutet "schlammige Einmündung", womit die Vereinigung der Flüsse Gombak und Kelang gemeint ist. Lima (Peru) -> nennt man zu Recht "die Vollendete" (eigentlich "die Ausgefeilte" vom spanischen lima), denn der Silberreichtum der Umgebung und die überaus prachtvolle Hofhaltung der spanischen Vizekönige ließen eine der schönsten Barockstädte der Welt entstehen. Lissabon (Portugal) -> die Stadt hieß als karthagischer Handelsstützpunkt Alis-Ubbo, woraus die Römer um 200 v.Chr. Olisippo machten. Mauren und Portugiesen entstellten den Namen später zu Aloschbuna bzw. Lisboa. London (Großbritannien) -> ist vom keltischen luat, "Sumpf", abgeleitet und dürfte mit dem gällischen lon, "Morast", verwandt. Madrid (Spanien) -> von den arabischen Eroberern zu Majirit, "Weide", umgebildet, entstand aus einer Siedlung bei einer maurischen Festung aus dem 8. Jahrhundert im hügeligen Viehzuchtgebiet am Rio Manzanares im Zentrum der Iberischen Halbinsel. Woher der ursprüngliche Name kommt, ist ungeklärt. Montevideo (Uruguay) -> läßt sich mit "ich sehe den Berg" übersetzen. Die Hauptstadt wird von dem Monte Cerro überragt, der zwar mit seinen 149 m recht klein ist, in der flachen Küste der Bucht von Rio de la Plata jedoch eine markante Höhenerhebung darstellt. Nassau (Bahamas) -> die Stadt wurde zunächst von Briten besiedelt und 1656 nach Karl II. von England Charles Town benannt, bevor die Spanier die Stadt 1694 angriffen und zerstörten, weil dort Piraten Zuflucht gewährt wurde. Ein Jahr später wurde die Stadt wieder aufgebaut und Nassau genannt - nach dem Familiennamen des englischen Königs, Wilhelm III. von Oranien-Nassau. Nikosia (Zypern) -> die Stadt trug zunächst den Namen Leikosia, "die Weiße", woaus im Neugriechischen Lefkosia, im Türkischen Lefkosa wurde. Dass die fränkischen Kreuzritter sie in ihrer Sprache Nicosie nannten, beruht wahrscheinlich auf einen Hörfehler. Oslo (Norwegen) -> das in dem Namen enthaltene norwegische Wort os bedeutet "Mündung", womit die Lage der Hauptstadt am inneren Ende des Oslofjordes gemeint ist. Die früher gebräuchliche Bezeichnung Aslo läßt allerdings auch eine Verbindung zu dem germanischen Göttergeschlecht der Asen zu. Ottawa (Kanada) -> ist benannt nach einem Indianerstamm, der sich selbst als Ordawa, "Volk der Händler", nannte. Paris (Frankreich) -> keltisch-römisch Lutetia Parisiorum, ist nach dem keltischen Volksstamm der Parisii benannt, die im 3. Jahrhundert v.Chr. die Ile de la Cite, eine Insel inmitten der Seine, befestigten. Der erste Bestandteil des Namens wiederum stammt von der keltischen Wurzel luta, "Sumpf". Der gesamte Namen bedeutet also "Sumpfebene der Parisier". Der Hinweis auf den Sumpf wurde später weggelassen. Peking (VR China) -> siehe Beijjing Pjöngjang (Nordkorea) -> vom koreanischen pjöng, "flach", und jang, "Land" Prag (Tschechische Republik) -> nach einer "Schwellen-Furt" benannt vom tschechischen prah, "Schwelle". Libuse, die sagenhafte Gründerin Prags und Gemahlin des ersten tschechischen Fürsten Premysl, soll von ihrer Burg hoch über der Moldau die Entstehung einer großen Stadt vorausgesagt haben. Ihr Name werde Praha sein, denn hier würden prahy, "Schwellen", über die seichten Furten des Flusses gelegt werden. Pretoria (Südafrika) -> die Siedlung entstand im Jahr 1855 auf Initiative des Staatsmanns Marthinus W. Pretorius, der 1880/81 zusammen mit Paulus Krüger den Burenaufstand gegen die Briten anführte. Mit dem Ortsnamen wollte er allerdings nicht sich, sondern seinen Vater, Andries Pretorius, ehren, der 1838 nach seinem Sieg über die Zulus die Republik Transvaal gründete. Rangun (Myanmar) -> das Wort ist eine britische Verballhornung des birmanischen Wortes Yangon, das "Ende des Krieges" bedeutet. Reykjavik (Island) -> bedeutet in der isländischen Sprache "Rauchbucht". 874 wies eine dichte Rauchfahne über einem Vulkan dem Norweger Ingolfr Arnarson den Weg in eine geschützte Bucht im Südwesten der Insel, wo er eine große Siedlungsfläche absteckte. Von daher stammt der Name. Rom (Italien) -> wurde der Sage nach 753 v.Chr. von den Königskindern Romulus und Remus gegründet, deren Eltern Rhea Silvia und der Kriegsgott Mars waren. Angeblich wurden Romulus und Remus als Säuglinge in den Tiber geworfen und von Wölfen gerettet und aufgezogen. Archäologische Befunde scheinen diese Sage zu widerlegen, denn offensichtlich gab es bereits frühere Dorfsiedlungen auf den sieben Hügeln Roms. Möglicherweise fasste ein etruskisches Adelsgeschlecht - die gens Ruma - die Streusiedlungen auf den Hügeln zusammen und gab dieser den bis heute gültigen Namen. Santa Domingo (Dominikanische Republik) -> "heiliger Sonntag", benannt nach dem Ankunftstag der Spanier unter Bartholomäus Kolumbus, dem Bruder des berühmten Christopher. Die Stadt, die sei 1496 besteht, ist die älteste europäische Siedlung in der Welt. Sarajevo (Bosnien-Herzegowina) -> verkündet mit ihren Namen stolz "Hier ist der Palast". Sofia (Bulgarien) -> der Name ist seit dem 14. Jahrhundert gebräuchlich und lehnt sich an die griechisch-othodoxe Kathedrale Sveta Sophia, "heilige Sophia", an. Stockholm (Schweden) -> wörtlich übersetzt "Baumstamm-Insel". Das schwedische Substantiv holme bedeudet "Inselchen", aber auch "Schiffsbauplatz". Taibei (Taiwan) -> - besser bekannt als Taipeh - bedeutet "größte Stadt im Norden" Taipeh (Taiwan) -> siehe Taibei Teheran (Iran) -> der Name bedeutet übersetzt "eben, niedrig", was angesichts der Lage der Stadt im flachen Vorland des Elburs-Gebirge richtig ist. Tegucigalpa (Honduras) -> "Silberberg" ist der indianische Name dieser Stadt. Der Name erinnert an die inzwischen erschöpften reichen Silbervorkommen im Hausberg der Stadt, dem Picacho. Tokio (Japan) -> Japans "Metropole im Osten" hieß bis 1868 Edo, "Zugang zur Bucht", womit die Mündung des Flußes Sumida in die Tokiobucht gemeint war. Tokio bildete als Hauptstadt der Schogune den Gegenpol zur alten südlich gelegenen Kaiserstadt Kioto (wobei das Wortspiel To-kio Kio-to zu beachten ist). Ulan Bator (Mongolei) -> als eine mongolische Revolutionsgruppe unter ihrem kommunistischen Anführer Suhe-Bator 1924 die chinesische Oberherrschaft abgeschüttelt und die Mongolische Volksrepublik ausgerufen hatte, erhielt die Stadt - bis dahin Urga - ihren heutigen Namen Ulan Bator, "roter Held". Vaduz (Liechtenstein) -> der Name stammt von Valdutsch, lateinisch vallis, "Tal", und hochdeutsch diutisk, "deutsch". Washington (USA) -> altenglisch Wasentune, war ursprünglich nur ein "Gehöft am Sumpf" (von wase, "Morast, Sumpf" und tun, "Farm"). Wellington (Neuseeland) -> der Name erinnert an den Premierminister und späteren Außenminister Großbritanniens Arthur Wellesley, Herzog von Wellington. Der Herzog ist auch als britischer Feldmarschall bekannt, der 1815 zusammen mit General Blücher Napoleon bei Waterloo besiegte. Wien (Österreich) -> hieß in keltisch-römischer Zeit Vindobona, nach dem Bach Wien (keltisch Vedunia, "Wildbach"). Auf keinen Fall ist der Name mit Wein in Verbindung zu setzen. Nachdem die Römer im 5. Jahrhundert n.Chr. die Gegend verlassen hatten, wird die Stadt als Vindomina und Venia erwähnt, nach dem Jahr 1000 als Viennis und Wienne. Windhoeck (Namibia) -> bedeutet "windige Ecke" |
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