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China 09.05.2005. Chinas wachsender Hunger nach Holz gefährdet die Wälder Asiens - und damit das Weltklima. Um die boomende Bauwirtschaft und die Möbelindustrie im Reich der Mitte zu versorgen, werden Bäume häufig illegal gefällt. Chinesische Händler stecken nach Erkenntnissen von Umweltschützern mit jenen internationalen Banden unter einer Decke,, die im Verbund mit korrupten Militärs und skrupellosen Mittelsmännern die tropischen Wälder in Papua, dem indonesischen Teil von Neuguinea, abholzen. Jeden Monat werden rund 300 000 Kubikmeter in einem Hafen nahe Schanghai entladen. Pro Fracht fließen bis zu 200 000 $ Bestechungsgeld, um das Exportverbot der indonesischen Regierung zu umgehen. Peking hat zudem 2003 ein Abkommen mit Jakarta gegen den illegalen Holzhandel unterzeichnet. Auch große Teile sibirischer Wälder sind mittlerweile gefährdet. Mindestens ein Fünftel des Holzeinschlags dort geschieht ohne Genehmigung, Lastwagen schmuggeln die Stämme ins Nachbarland. Etwa die Hälfte der chinesischen Holzimporte stammt aus Rußland. Eine weitere Quelle haben sich die Chinesen in Myanmar erschlossen: vor allem im Norden verscherbeln Warlords ethnischer Minderheiten wertvolle Tropenhölzer. China selbst hat nach der verheerenden Flutkatastrophe 1998 die Rodung der noch existierenden Wälder streng verboten. Ökologen fordern von Peking, die Importe schärfer zu überwachen. Quelle: Der Spiegel |
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