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Tauwetter im Himalaja 18.03.2005. Die Umweltschutzorganisation WWF (World Wide Fund for Nature) warnt vor einem Abschmelzen der Gletscher im Himalaja. In den kommenden fünfzig Jahren drohten deswegen Überschwemmungen in China, Indien und Nepal. Wenn anschließend die Gletscher verschwunden seien, werde es in der gesamten Region zu Wassermangel und Dürren kommen, heißt es in einer gestern vorgestellten WWF-Studie. Aus dem Schmelzwasser der Gletscher im höchsten Gebirge der Erde speisen sich sieben der wichtigsten Flüsse Asiens. Darunter befindet sich auch der Ganges, dessen Wasser in den Sommermonaten zu etwa zwei Dritteln aus Gletscherwasser besteht. Etwa fünfhundert Millionen Menschen beziehen ihr Wasser aus diesem Fluss. Darüber hinaus spielt der Ganges eine wichtige Rolle bei der Bewässerung von Ackerbauflächen. Auch die Industrie ist von dem prognostizierten Versiegen der Flüsse bedroht, vor allem in Nepal. Denn dort wird ein Großteil des Stroms mit Hilfe von Wasserkraftwerken erzeugt. Ursache für die Gletscherschmelze ist nach Expertenmeinung die weltweite Erwärmung. Seit den siebziger Jahren sind die Jahresmitteltemperaturen an 49 Wetterstationen im Himalaja um durchschnittlich ein Grad Celsius gestiegen. Die Gletscher seien infolgedessen im Mittel jährlich um bis zu 15 Meter geschrumpft, heißt es in der WWF-Studie. (cpo.) Die Studie zum Download: www.panda.org/downloads/climate_change/himalayaglaciers report2005.pdf |
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