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Die zyprische Kultur gehört zu den ältesten des Mittelmeerraumes, geprägt u.a. von den Ägyptern, Persern, Griechen, Phöniziern und Römern. Richard I. ("König Löwenherz") errichtete 1191 auf Zypern einen Kreuzfahrerstaat. 1914 von den Briten annektiert, ab 1925 Kronkolonie, diente die Insel zwischen 1945 und 1948 als Auffanglager für "illegal" nach Palästina auswandernde Juden. Zu Konflikten kam es ab 1947, als die griechischen Zyprioten den Anschluss ans Mutterland forderten. Mit Athen sympathisierende Offiziere jagten 1974 den Präsidenten Erzbischof Makarios aus der Regierung. Ein halbes Jahr später, nach dem Zusammenbruch des griechischen Militärregimes, kehrte er zurück und blieb bis zu seinem Tod 1977 Präsident. Tage später besetzten türkische Truppen den Nordteil. 1975 erklärten die Türken die Insel für geteilt, die Waffenstillstandslinie verläuft seither mitten durch Nikosia. Rauf Denktasch wurde Präsident der Republik Nordzypern, die sich 1983 für unabhängig erklärte, der die internationale Anerkennung aber versagt blieb. Rund 200.000 Griechen wurden inzwischen aus dem Nordteil ausgewiesen; umgekehrt floh eine große Zahl von Türken in die Denktaschh-Republik. 2004 fand eine Volkabstimmung zur Wiedervereinigung statt, die scheiterte. Einen Hintergrundbericht finden Sie hier. Bei den Parlamentswahlen im griechischen Teil Zyperns hat die regierende Vier-Parteien-Koalition von Präsident Tassos Papadopoulos am 21.05.2006 wieder den Sieg davongetragen. Die kommunistische Akel als größte Koalitionspartei musste zwar Verluste hinnehmen, blieb aber mit gut 31 Prozent stärkste Kraft. Die Mitte- Rechts-Partei Diko des Präsidenten verbesserte sich auf knapp 18 Prozent. Die Chancen für eine Wiedervereinigung der in einen griechischen und einen türkischen Teil gespaltenen Insel stehen damit weiterhin schlecht, da die Koalitionsparteien sehr Türkei-kritisch eingestellt sind. Hintergrundberichte:
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