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Gesundheit Literatur Reisehinweise Reiseziele
Sitten & Bräuche Strafrecht Strom Unterkunft
Verkehr Zoll- - -

Gesundheit

Wie in anderen europäischen Ländern ist das Aufkommen der Tiertollwut auch in Ungarn hoch. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Fälle nachgewiesen, wobei die Tendenz steigend ist. Westlich von Budapest, um Miskolc und an der Nordgrenze, evtl. auch vereinzelt in anderen Landesteilen, kommt die durch Zecken übertragene FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) vor, gegen die man mit zwei Impfungen in 14 Tagen Abstand Schutz erwerben kann. Dies ist bei Aktivitäten in der Natur (Joggen, Jagd, Reiten, Wandern) empfohlen. Impfschutz gegen Tetanus und Diphterie sollte bestehen.

Gemäß dem deutsch-ungarischen Sozialversicherungsabkommen besteht Versicherungsschutz für alle deutschen Staatsangehörigen, die in Deutschland gesetzlich krankenversichert sind.. Als Nachweis für den in Deutschland bestehenden Krankenversicherungsschutz dient die Europäische Krankenversicherungskarte. In Einzelfällen wurde die Versicherungskarte von ungarischen Krankenhäusern und Ärzten nicht akzeptiert, so dass ggf. zusätzlich eine provisorische Bescheinigung von der deutschen Krankenversicherung, welche die Versicherungskarte ersetzt, mitgeführt werden sollte.


Literatur

Reisehinweise

Kriminalität

Die gegen Reisende gerichtete Kriminalität in Ungarn übersteigt nicht das in anderen europäischen Urlaubsländern übliche Maß. Die Zahl der Autodiebstähle ist seit Mitte der 90er Jahre zurück gegangen. Trotzdem sind Autos von Touristen, vor allem neue, weiterhin begehrte Objekte von Autodieben. Beliebte Fabrikate sind Mercedes, BMW, Audi und VW, sowie Geländewagen jedweder Herkunft. Auch elektronische Wegfahrsperren bieten hier keinen sicheren Schutz. Es wird empfohlen, sein Fahrzeug auf bewachten Parkplätzen ab- und unterzustellen und insbesondere keine Wertsachen oder Wagenpapiere im Innern des Autos zurückzulassen.

Außerhalb Budapests sowie auf den Autobahnen sollte man bei Polizeikontrollen Umsicht walten lassen. In der Vergangenheit kam es gelegentlich zu räuberischen Übergriffen durch als Polizisten verkleidete Straftäter, die eine angebliche Polizeikontrolle zur Plünderung der Opfer nutzten. „Echte“ Polizisten tragen eine vollständige, korrekte Polizeiuniform und bewegen sich in Streifenwagen mit der Aufschrift „Rendörség“ (Polizei).

Auch sollte man sich vor „freundlichen Helfern“ in Acht nehmen, die einen auf einen – meist nicht vorhandenen - Schaden am Fahrzeug aufmerksam machen und danach den Fahrer zum Anhalten bewegen wollen. Halten Sie nicht am Straßenrand, sondern fahren Sie bis zur nächsten Tankstelle weiter und prüfen das Auto dort auf Schäden.

Touristische Attraktionen sind wie überall auch beliebte Treffpunkte von Taschendieben. In Budapest sind dies das Burgviertel, die Zitadelle und die große Markthalle an der Freiheitsbrücke. Auch an den Schaltern der U- und Straßenbahnen ist Vorsicht angezeigt.

Einladungen in der Budapester Innenstadt zu einem gemeinsamen Gaststättenbesuch, zumeist von Frauen ausgesprochen, sollte mit Vorsicht begegnet werden. Hierbei handelt es sich fast immer um Lokalitäten, in denen stark überteuerte Rechnungen ausgestellt werden und diese auch rigoros eingetrieben werden.

Einbrüche in Ferienwohnungen, meist in Abwesenheit der Bewohner, vor allem um den Balaton (Plattensee), sind leider keine Seltenheit. Auch dort sollten über einen längeren Zeitraum keine wichtigen Papiere, Pässe, Bargeld etc. zurückgelassen werden

Den meisten Gefährdungen, denen man als Tourist in Ungarn ausgesetzt ist, kann mit einer guten Portion Vorsicht und gesundem Menschenverstand erfolgreich begegnet werden. Die Bemühungen der Behörden, die Sicherheit der Gäste zu gewährleisten, sind spürbar. So hat die ungarische Touristeninformation eine Hotline für ausländische Besucher eingerichtet, die Opfer von Straftaten und Übervorteilungen in Restaurants, Bars u.ä. wurden. Der Anschluss ist wochentags von 08.00 - 20.00 Uhr mit mehrsprachigen Mitarbeitern besetzt. Die Telefonnummer lautet: 0036-1-318 87 18 bzw. 0036-1-438 80 80.

Geld

Vom Geldumtausch außerhalb von Hotels, Wechselstuben und Banken ist abzuraten. In größeren Städten und internationalen Hotels kann man sich Bargeld problemlos an EC-Karten-Automaten besorgen.


Reiseziele

Balaton und Westungarn

Der Balaton (Plattensee) bietet schöne Strände. Das Wasser ist im Durchschnitt nur 3 m tief. Die Landschaft in der Umgebung besteht aus fruchtbaren Ebenen mit kleinen Dörfern. Weiter westlich, an der österreichischen Grenze, wird das Land hügeliger.
 
Auf dem Weg von Budapest zum Balaton kommt man an Székesfehérvár vorbei. Sehenswert sind das barocke Rathaus (17. Jh.), der Zichy-Palast und der Romkert (»Ruinengarten«, ein Freilichtmuseum).
 
Siófok am Südufer des Sees bietet gute Sandstrände und Freizeiteinrichtungen.
 
Keszthely ist eine hübsche Stadt, in der sich die älteste Landwirtschaftsakademie Europas befindet, das Georgikon, das im 18. Jahrhundert gegründet wurde. Weiterhin interessant sind die Helikon-Bibliothek und das Balaton-Museum.
 
Balatonfüred ist ein bekanntes Kurbad mit 11 Heilquellen.
 
Eines der schönsten Städtchen am Balaton ist das malerische Tihany, das auf einer Halbinsel liegt.
 
Veszprém, 10 km nördlich vom Balaton, wurde auf fünf Hügeln erbaut. Hauptsehenswürdigkeiten sind das Var-Museum, das Bischofspalais und die Gizella-Kapelle (13. Jh.).
 
Sopron liegt nahe der österreichischen Grenze und wurde auf alten römischen Fundamenten erbaut. Der Feuerturm, das Liszt-Museum und der alte Steinbruch bei Fertörákos sind einen Besuch wert.
 
Der Kurort Balf und das Barockschloß Fertöd liegen ganz in der Nähe. Zwei weitere schöne Städte der Region sind Köszeg (alte Stadtmauern) und Györ an der Autobahn von Wien nach Budapest. Etwa 18 km südöstlich von Györ auf einem Hügel liegt das Kloster Pannonhalma mit der ältesten Kirche Ungarns und einer Bibliothek, die über 250.000 Bücher enthält.

Die nördlichen Hochländer

Miskolc nahe der slowakischen Grenze ist die zweitgrößte Stadt Ungarns. Sehenswürdigkeiten sind mittelalterliche Bauwerke und ein Labyrinth künstlicher Höhlen in den Avashügeln in der Nähe des Stadtzentrums. Die schönen Bükk-Berge sind von der Stadt aus leicht zu erreichen.
 
Eger ist eine der ältesten ungarischen Städte und hat annähernd 200 historisch bedeutende Bauwerke, einschl. eines Minaretts. Östlich von Miskolc liegt Tokaj, das Zentrum des berühmtesten Weinanbaugebietes des Landes. Auf halber Strecke zwischen Tokaj und der slowakischen Grenze erblickt man die imposante Sárospatak-Burg.
 
RUNDREISEN: 5tägige: (a) Szentendre - Visegrád - Esztergom - Györ - Sopron. (b) Eger - Miskolc - Tokaj. 7tägige: (a) Széksefehérvár - Veszprém - Balatonfüred - Zalaegerszeg - Keszthely - Siófok (Plattensee). (b) Kecskemét - Szeged - Baja - Mohács - Pécs.

Die Tiefebene
 
Die fruchtbare Tiefebene bedeckt über die Hälfte Ungarns.
 
Kecskemét liegt 85 km von Budapest entfernt. In dieser Industriestadt haben sich viele alte Bauwerke, darunter einige Kirchen (Szent Miklós Templom) erhalten. Es gibt zahlreiche Museen, u. a. das Museum für Naive Kunst, das Spielzeugmuseum und das Museum für Volkstümliches Kunstgewerbe sowie eine Künstlerkolonie. Vor den Toren der Stadt befindet sich der Kiskunság-Nationalpark mit dem Schäfermuseum, in dem man sich mit den Lebensgewohnheiten von Mensch und Tier in früheren Zeiten bekannt machen kann.
 
Szeged ist das Kultur- und Wirtschaftszentrum dieser Region. Das berühmte Opern-, Drama- und Ballettfest findet im Juli und August statt. Die schönste griechisch-orthodoxe Kirche Ungarns steht hier.
 
Baja ist eine malerische Stadt an den Ufern der Donau und des Sugovica. Die kleinen Inseln und die schönen Kirchen machen den Reiz des Städtchens aus; auch hier gibt es eine Künstlerkolonie.

Südungarn

Pécs (Fünfkirchen), die größte Stadt der Region, bezaubert ihre Besucher durch ihre mittelalterlichen Gebäude. An die Zeit, als das Gebiet Teil des römischen Reiches war, erinnern die archäologischen Ausgrabungsstätten und die Ausstellungsstücke der Museen. Wie in so vielen ungarischen Städten, gibt es auch hier Beispiele der ottomanischen Architektur. Hervorzuheben ist die Pascha-Hassan-Yakovali-Moschee.
 
In Mohács an der Donau fand im Jahre 1526 die entscheidende Schlacht gegen die Türken statt, die zur türkischen Herrschaft über Ungarn führte. Auf dem Schlachtfeld befindet sich heute ein Park zum Gedenken an das historische Ereignis.
 
Kalocsa ist eine Stadt der Museen, in denen die ungarische Volkskunst in ihrer ganzen Vielfalt lebendig gehalten wird. Südlich von Kalosca liegt der Gemenc-Wald, ein Naturschutzgebiet, das vielen Pflanzen- und Tierarten einen Lebensraum bietet.


Sitten & Bräuche

Familienstruktur

Die meisten Ungarn warten mit der Heirat, bis sie ihre Ausbildung abgeschlossen haben oder bereits arbeiten. Früher dauerten traditionelle Hochzeitsfeiern drei Tage, heute kommen sie jedoch in dieser Form nur noch selten vor. Nach der Trauungszeremonie folgt aber oft noch ein Festessen. Wegen des knappen Wohnraums leben viele Kinder mindestens bis zur Heirat bei ihren Eltern; einige junge Ehepaare wohnen noch einige Jahre nach der Hochzeit dort. Der Vater hat eine dominierende Rolle in der Familie. Im Allgemeinen sind beide Eltern berufstätig. Männer übernehmen auch Aufgaben im Haushalt, doch traditionell erledigen sie “Außenarbeiten”, wie z. B. im Garten. Es ist üblich, dass sich die Kinder um ihre alt gewordenen Eltern kümmern.

Umgangsformen

Erwachsene grüßen einander meistens mit einem kräftigen Händedruck. Gute Freundinnen umarmen sich mitunter und küssen einander auf die Wange. Die üblichen Grußformeln sind Jó napot kivánok (“Guten Tag”), Jó reggelt kivánok (“Guten Morgen”) und Jó estét kivánok (“Guten Abend”). Das kivánok wird in weniger förmlichen Situationen oft weggelassen oder durch einen Namen ersetzt. Kinder können Frauen mit Kezét Csókolom (“Ich küsse Ihre Hand”) begrüßen. Männer verwenden diesen Gruß, um ihren Respekt auszudrücken. Informelle Begrüßungen sind Szervusz oder Szia (“Bis dann.”) Man kann an einen Gruß Hogy vagy? (“Wie geht es?”) oder eine andere Frage anhängen. Es ist höflich, Titel (“Doktor,” “Professor,” “Direktor”) mit dem Nachnamen zu verwenden. Viele Menschen stellen sich vor, indem sie ihren Familiennamen, manchmal gefolgt von ihrem Vornamen, nennen. Mit dem Vornamen grüßen sich nur gute Freunde und Verwandte. Jugendliche werden untereinander und von Erwachsenen mit dem Vornamen angeredet. Zum Abschied sagen Ungarn Viszontlátásra (“Auf Wiedersehen”) oder einfach Viszlát. Die meisten Besuche werden angekündigt; gute Freunde, Verwandte und Nachbarn dürfen auch unerwartet erscheinen. Verwandte besuchen einander oft. Der erste Besuch eines neuen Bekannten ist in der Regel kurz, er dauert nur bis nach dem Kaffee. An Wochentagen verabschieden sich Gäste bis spätestens 23.00 Uhr, (auf dem Land auch früher) wegen des frühen Arbeitsbeginns. Während der Besuche herrscht eine lockere Atmosphäre.

Freizeit

Die beliebteste Sportart ist Fußball, aber viele mögen auch Schwimmen, Tennis, Fechten, Segeln, Reiten, die Jagd und Angeln. In den Ferien fahren Familien gerne zum Balaton (Plattensee). Reisen in Nachbarländer erfreuen sich wachsender Beliebtheit.

Nachtleben

In Budapest gibt es viele Nachtklubs, Bars und Diskotheken. Im Budapester Hilton und auf der Donau gegenüber vom Forum befinden sich Spielkasinos. Die Kinos der Großstädte zeigen auch Filme in englischer Sprache. Bei der Folklore gilt es zwischen der ungarischen (Magyar Zene) und der echten zigeunerischen (Zigànyzene) Volksmusik zu unterscheiden. Ein Abend in der ausgezeichneten Budapester Oper wird nicht nur Opernfreunde begeistern.

Einkaufstipps

Bestickte Blusen und Tischdecken, Herend- und Zsolnay-Porzellan, Holzarbeiten und Trachtenpuppen. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Mi, Fr 10.00-18.00 Uhr, Do 10.00-20.00 Uhr, Sa 10.00-13.00 Uhr. Lebensmittelgeschäfte: Mo-Fr 07.00-19.00 Uhr, Sa 07.00-14.00 Uhr. 

Trinkgeld

10-15%.


Strafrecht

Der Handel, Besitz und die Einfuhr, auch schon der bloße Konsum von Drogen jedweder Art werden in Ungarn deutlich härter als in Deutschland geahndet. Schon der Fund geringer Mengen egal welcher Wirkstoffe, also auch so genannter „weicher“ Drogen wie Haschisch oder Marihuana, kann zu Haftstrafen führen.


Strom

Volt Frequenz (Hz) Bemerkung
230 50 -
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Unterkunft

Die Serviceleistungen sind in der Regel gut. Touristenpensionen mit 4- oder 5-Bett-Zimmern bieten einfache und preiswerte Unterkunft. Kategorien: Einstufung in 1-5-Sterne-Hotels. 5- und 4-Sterne: Luxusklasse, sehr komfortabel. 3-Sterne: Wohnlich mit guter Ausstattung. 2- und 1-Stern: Sauber und zweckmäßig.

Privatunterkünfte in Gasthäusern sind preiswert. Manchmal steht ein eigenes Badezimmer zur Verfügung, Frühstück wird jedoch nicht angeboten. Buchung u. a. über die örtlichen Fremdenverkehrsämter in Ungarn. Es empfiehlt sich, lange im voraus zu buchen.

Auskünfte vom Ungarischen Hotelverband, Sekretariat, Novotel Convention Centre, Jagelló u. 1-3, H-1123 Budapest. Tel: (01) 466 94 62, 322 38 54. Telefax: (01) 322 88 54. (E-Mail: hah@mail.matav.hu ; Internet: http://www.miwo.hu )
 
FERIENDÖRFER UND -HÄUSER: Vollausgestattete Bungalows mit zwei Zimmern kann man in den Urlaubsgebieten mieten.
 
CAMPING: Zelten ist nur auf speziell dafür vorgesehenen Plätzen gestattet. Buchungen nimmt u. a. der Ungarische Camping und Caravanning Club entgegen. Adresse: Mária u. 34, H-1091 Budapest. Tel: (01) 267 52 55/56. Telefax: (01) 267 52 54. Man muß in der Regel seine eigene Ausrüstung mitbringen. Wohnwagen sind auf allen Zeltplätzen, die Stromanschlüsse haben, zugelassen. Eine Stellgebühr wird erhoben. 50% Ermäßigung für Personen unter 16 Jahren, Kinder unter 6 Jahren zahlen nichts. Kategorien: Einstufung in vier Kategorien - 1, 2, 3 und 4 Sterne - je nach Ausstattung. Die meisten Plätze haben von Mai bis September geöffnet.
 
JUGENDHERBERGEN: Landesweit gibt es 24 Jugendherbergen, 10 davon in Budapest. Nähere Auskünfte erteilt Express Travel Centre, Semmelweis u. 4, H-1052 Budapest. Tel: (01) 317 86 00. Telefax: (01) 317 68 23. Die Anschrift des Ungarischen Jugendherbergsverbandes (MISZSZ) lautet: PO Box 119, Budapest 1410 (Tel/Telefax: (01) 343 51 67; E-Mail: hostels@elender.hu ).


Verkehr

FLUGZEUG: Es gibt keinen planmäßigen internen Flugverkehr; dafür gibt es Charterflüge vom Verkehrsflughafen Budaörs, der 16 km von der Budapester Innenstadt entfernt liegt.

SCHIFF: Vom Frühling bis zum Spätherbst regelmäßiger Schiffsverkehr auf der Donau und auf dem Balaton. Ferner betreiben MAHART (Tel: (01) 318 17 04, 318 15 86. Telefax: (01) 318 77 40. E-Mail: tours@maharttours.com) und die Budapester Verkehrsgesellschaft (BKV) Fähren u. a. im Innenstadtbereich und am Római Part. Zwischen Esztergom und Párkány (Sturovo) verkehren täglich von 08.00-18.00 Uhr Auto- und Busfähren (nur wenn der Fluß zugefroren ist, ruht der Verkehr). Zusätzlicher Fährverkehr auf dem Balaton zwischen Tihanyrév und Szántódrév.

BAHN: Das Streckennetz wird von MÁV (Kartenbüro in Budapest, Tel/Telefax: (01) 322 84 05) betrieben und umfaßt 8500 km. Alle größeren Städte können bequem mit der Eisenbahn erreicht werden; die Verbindungen sind gut. Alle Expreßzüge führen einen Büffetwagen. Für Expreßzüge wird ein Zuschlag erhoben; besonders im Sommer sind Sitzplatzreservierungen erforderlich. Fahrkarten und Platzkarten können bis zu 60 Tage im voraus gekauft werden.

Fahrpreisermäßigungen/Sonderfahrkarten: Es gibt Gruppenermäßigungen (ab 6 Personen) und Fahrpreisermäßigungen für Rentner (Frauen ab 55, Männer ab 60 Jahren). Touristenkarten (Gültigkeit 7-10 Tage) sind ebenfalls erhältlich.

BUS/PKW: Ungarn verfügt über ein gut ausgebautes Straßennetz. Es gibt acht Hauptverkehrsstraßen; außer der A 8 beginnen alle in Budapest. Die beiden wichtigsten Verbindungsstraßen von Budapest sind die A 1 von Györ nach Wien und die A 7, die am Balaton vorbeiführt. Die A 3 verbindet Budapest mit Ostungarn. Bus: Fast alle ungarischen Städte sind von Budapest mit dem Bus zu erreichen. Die Fahrkarten erhält man bei den Volán- und Ibusz-Büros im ganzen Land. Es gibt auch eine Busnetzkarte. Mietwagenverleih am Ferihegy-Flughafen, bei IBUSZ, Volán, dem Fremdenverkehrsamt in Budapest und den größeren Hotels. Pannendienst: Der Ungarische Automobilklub betreibt einen Pannendienst an Wochenenden auf den Hauptstraßen und 24 Std. auf den Autobahnen; Adresse: Rómer Flóris utca 4/A, H-1024 Budapest. Tel: (01) 345 16 80, 345 17 55. Telefax: (01) 345 18 01. (E-Mail: autoklub@euroweb.hu; Internet: http://www.autoklub.hu). Eine ADAC-Auslands-Notrufstation ist ebenfalls eingerichtet. Sie bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken- und Unfallschutzes Hilfeleistungen bezüglich Hotels, Mietwagen, Fahrzeug- oder Krankenrücktransporte. Die Notrufstation in Budapest ist Mo-Fr 08.00-19.00 Uhr, Sa und So 09.00-17.00 Uhr besetzt (Tel: (01) 345 17 17. Internet: http://www.adac.de). Unterlagen: Internationaler Führerschein und Grüne Versicherungskarte. Verkehrsbestimmungen: Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h in geschlossenen Ortschaften, 80 km/h auf Landstraßen, 100 km/h auf Schnellstraßen und 120 km/h auf Autobahnen. Anschnallpflicht. Striktes Alkoholverbot am Steuer (0,0?), die Strafen bei Zuwiderhandlung sind hoch. Auch tagsüber muß mit Abblendlicht gefahren werden. Bleifreies Benzin ist nicht überall erhältlich.

STADTVERKEHR: Die größeren Städte verfügen über gute Nahverkehrsnetze. In Budapest gibt es Busse, Oberleitungsbusse, Straßenbahnen, Vorortzüge (HEV), drei U-Bahnlinien und Fähren. Fahrkarten für Straßenbahnen und Omnibusse sind im Vorverkauf u. a. in Tabakläden erhältlich. Tageskarten sind für alle Verkehrsmittel erhältlich. Die Straßenbahnen und Busse fahren von 04.30-23.00 Uhr, es gibt auch einige Nachtlinien. U-Bahnverkehr von 04.30-23.10 Uhr. Weiterhin stehen eine Zahnradbahn (Városmajor - Széchenyi-Berg), ein alter Zug aus der Pionierzeit der Eisenbahn (Hüvösvölgy - Széchenyi-Berg), ein Sessellift und eine Seilbahn zur Verfügung. In den anderen Städten gibt es Straßenbahnen oder Busse.

Fahrzeiten: von Budapest zu den folgenden größeren ungarischen Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):

- Bahn Bus/Pkw
Sopron 3.25 3.30
Miskolc 2.20 3.00
Pécs 3.00 3.00
Szeged 2.20 2.00
Szentendre 0.40 0.30
Balaton 2.15 2.00

Reisen über Land

Autoreisende sollten bei einer Panne kontrollieren, ob der Pannendienst auch wirklich vom ungarischen Automobilclub kommt oder ein Partner des Clubs ist (z.B. über die ADAC-Notrufstation in Budapest; Telefonnummer von Ungarn aus: 06-1-345 17 17)

Für Autofahrer gilt in Ungarn die Null-Promille-Grenze. Die Strafen bei Verstößen sind hoch, sofortiger Führerscheinentzug ist häufig. Im Unterschied zu Deutschland müssen Fahrer von Kraftfahrzeugen außerhalb geschlossener Ortschaften auf allen Straßen, auch bei Tageslicht, immer Abblendlicht einschalten. Autobahnvignetten können an der Grenze oder an Tankstellen erworben werden und gelten wahlweise mehrere Tage, einen Monat oder ein Jahr lang. Aktuelle Preise können bei der Einreise oder vorher beim ADAC erfragt werden. Personen, die nicht Eigentümer des benutzten Kfz sind, wird empfohlen, eine durch den Eigentümer ausgestellte Nutzungsvollmacht in ungarischer Sprache mitzuführen.

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