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Geographische Merkmale: höchster Berg --> Ararat 5165 m; längster Fluß --> Kizirmak 1150 km (Euphrat und Tigris entspringen auch in der Türkei); größter See --> Vansee 3675 km2.

Geographie: Die Türkei ist ein eurasischer Staat, der die anatolische Halbinsel in Kleinasien mit Thrakien in Europa verbindet. Sein Gebiet grenzt an das Schwarze Meer, das Ägäische Meer, das Mittelmeer und das Marmarameer. Die europäische Türkei und die Landgrenzen zum Marmarameer werden von einer Zentralebene mit schroffen Erhebungen beherrscht. Im äußersten Osten des Territorium liegt die höchste Erhebung des europäischen Teils der Türkei, der Berg Ulu mit einer Höhe von 2543 m. Es handelt sich um eine fruchtbare, gut bewässerte Region. Die ägäischen und mediterranen Küsten sind schmal mit zahlreichen Klippen.

Anatolien ist ein Gebiet, das aus einer Ansammlung von Plateaus besteht, wovon das Zentralplateau die geographische Region mit der größten flächenmäßigen Ausdehnung der Türkei ist. Es ist vollständig von Bergen umgeben, deren Höhe allmählich in Richtung Osten zunimmt. In Westanatolien trennen eine Gebirgskette mit unregelmäßigem Relief und zahlreichen Tälern das Ägäische Meer vom Zentralplateau. Unter den Bergen im äußersten Osten erheben sich zahlreiche Vulkanmassive wie die, die den Berg Ararat bilden, dem höchsten Punkt des Landes. Gemäß dem Alten Testament war es auf diesem Gipfel, wo die Arche Noah nach der Sintflut gestrandet sein soll.

Im Norden des Landes beherrscht das Pontische Gebirge in schroffer Weise das Schwarze Meer und seine Gipfel werden in Richtung Osten immer höher. Im Süden setzt sich die Gebirgslinie des Taurus fort. Die vulkanischen Reliefs und wiederholte Erdbeben zeigen, daß die Türkei in einer Region mit reger Erdaktivität liegt.

Das Gewässernetz umfaßt zahlreiche Flußläufe, die in verschiedenen Meeren münden. Die Flüsse vom Nordhang wenden sich zum Schwarzen Meer, darunter der Kizil Irmak, mit 1 150 km der längste Fluß des Landes, und der Yesil Irmak. Sie transportierten eine große Menge an Ablagerungen und bilden an ihren Mündungen ein Delta. Die Flüsse des Westhangs fließen zum Marmarameer oder zum Ägäischen Meer, während die vom Südhang im Mittelmeer münden. Unter den letzteren sind die zwei Flüsse Seyhan und Ceyhan, die eine ausgedehnte Schwemmlandebene bilden. Tigris und Euphrat haben ihre Quellen in den Hochländern im Osten. Bevor sie im Persischen Golf münden, vereinigen sich sich, um den Schatt el-Arab zu bilden. Die meisten dieser Flüsse sind zu schnell für die Schifffahrt, sind aber dennoch eine wichtige Quelle für Wasserkraft.

Ihre Abflußmenge ist im Winter minimal und im Frühling maximal, wenn die Schneeschmelze auf den Gipfeln kommt. Quer durch die ganze Halbinsel haben sich tektonische Senken gebildet und umschließen zahlreiche Seen. Unter ihnen findet man im Südosten den Vansee mit 3 675 km2 und den Tuzsee mit 1 620 km2 in der Zentralregion. Alle beiden sind Salzseen. Es gibt jedoch Süßwasserseen im Südwesten, darunter den Beysehir- und den Egridirsee.


tuerkeik.gif (1262 Byte) Rot, ursprünglich Farbe des Kalifen, wurde unter Osman zur Reichsfarbe. Für die Herkunft von Mondsichel und Stern gibt es verschiedene Deutungen, u.a. sollen diese Symbole nach der Eroberung Konstantinopels (heute Istanbul) übernommen worden sein.
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