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Gesundheit
Es besteht in Spanien für alle Personen, die in Deutschland gesetzlich
versichert sind, ein Anspruch auf Behandlung - soweit dringend erforderlich bei
Ärzten, Zahnärzten, Krankenhäusern usw., die vom ausländischen gesetzlichen
Krankenversicherungsträger zugelassen sind. Als Nachweis ist die europäische
Krankenversicherungskarte (EHIC), bzw. Ersatzbescheinigung (beide Dokumente erhalten Sie
von Ihrer Krankenkasse) vorzulegen. Unabhängig davon wird dringend empfohlen, für die
Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die
Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen werden (z. B.
notwendiger Rücktransport nach Deutschland im Krankheitsfall, Behandlung bei
Privatärzten oder in Privatkliniken).
Weitere Einzelheiten enthält die Internetseite www.dvka.de der Deutschen Verbindungsstelle für
Krankenversicherung Ausland unter der Rubrik "Urlaub im Ausland".
Literatur
Reisehinweise
Terrorismus
Die baskische Terrororganisation ETA hat in den letzten
Monaten weitere Anschläge und Anschlagsversuche verübt. In ganz Spanien, auch in
Tourismusregionen, ist mit weiteren terroristischen Aktivitäten der ETA zu rechnen. Das
spanische Innenministerium hat daher verstärkte Sicherheitsmaßnahmen an belebten
Plätzen und wichtigen Infrastruktureinrichtungen ergriffen.
Vor der Durchführung von Anschlägen auf touristische Ziele hat die ETA in der
Regel die Sicherheitsbehörden gewarnt. Vor Anschlägen auf Repräsentanten des Staates
oder der Sicherheitsbehörden wird hingegen in der Regel auch dann nicht gewarnt, wenn die
Gefahr besteht, dass unbeteiligte Dritte zu Schaden kommen. Der ETA nahestehende
Jugendliche zetteln vor allem im Baskenland immer wieder Straßenkrawalle an, bei denen
auch Fahrzeuge Unbeteiligter zu Schaden kommen.
Am 11. März 2004 wurden islamistische Bombenattentate auf Vorortzüge in
Madrid verübt, die 191 Menschen das Leben kosteten. Trotz erhöhter Aufmerksamkeit der
Sicherheitsbehörden können weitere islamistisch motivierte Anschläge nicht
ausgeschlossen werden.
Kriminalität
Insbesondere in den größeren Touristenzentren ist Vorsicht vor
Taschendiebstahl und Kleinkriminalität angebracht.
In der Urlaubszeit kommt es gelegentlich zu Überfällen auf Touristen entlang
der spanischen Autobahnen (insbesondere auf der A 7 zwischen der französisch-spanischen
Grenzstation La Junquera und Barcelona). Die Betroffenen werden dabei auf vermeintliche
Schäden an ihrem Fahrzeug (z.B. Reifenpanne) hingewiesen und es wird Hilfeleistung
angeboten. Halten Sie deshalb möglichst nur auf belebten Raststätten an. Vergewissern
Sie sich, dass im Fall einer Panne der zu Hilfe gerufene Abschleppwagen das Symbol von
"Autopistas" bzw. das Symbol des von Ihnen angeforderten Pannendienstes trägt.
Schließen Sie stets ihr Fahrzeug ab und lassen Sie keine offen sichtbaren Gegenstände im
Fahrzeug liegen.
Reiseziele
Andalusien,
Ceuta und Melilla
Einschl. Costa de Almería, Costa
del Sol und Costa de la Luz
Die Gebirgsregion Andalusien liegt ganz im Süden Spaniens. Sie hat reiche
Mineralvorkommen und ist ein wichtiges Anbaugebiet für Oliven, Weintrauben, Apfelsinen
und Zitronen.
Das Landesinnere: Die Provinzhauptstadt Sevilla ist eine der größten Städte Spaniens;
die 500 Jahre anhaltende Maurenherrschaft hat hier zahlreiche Spuren hinterlassen. Die
Kathedrale ist das größte gotische Bauwerk der Welt. Sie hat eine äußerst umfangreiche
Sammlung gotischer Kunstwerke und Steinmetzarbeiten zu bieten. Von der Giralda, dem
93 m hohen Turm, hat man eine prachtvolle Aussicht. Bedeutend sind außerdem der Alcázar,
der Festungspalast der arabischen Könige und der Torre del Oro (1220 m), ein
maurischer Festungsturm.
In Córdoba im Nordosten stehen weitere Überreste des muselmanischen Weltreichs.
Besonders eindrucksvoll sind die bemalten Säulen und Bögen der Moschee aus dem 8.
Jahrhundert, dem bedeutendsten religiösen Bauwerk, das die Araber auf europäischem Boden
schufen. Das Bauwerk ist heute eine Kathedrale.
In Granada steht die Alhambra, die Residenz der maurischen Könige. Der Palast ist
umgeben von den wunderschönen Gärten von Generalife. In der prächtigen
Kathedrale von Granada liegen die Grabmäler von König Ferdinand und Königin Isabella.
Südlich von Granada, etwa 40 km von der Küste entfernt, liegt das Hochland der Sierra
Nevada, einer fast horizontal verlaufenden Bergkette mit den höchsten Erhebungen der
Iberischen Halbinsel. Eine Straße führt fast bis zum Gipfel des 3400 m hohen Pico de
Veleta, außerdem werden Busfahrten dorthin angeboten. In diesem Teil Spaniens kann
man einen Winterurlaub mit Wassersport und Strandurlaub an der sonnigen Mittelmeerküste
verbinden (s. u.). Capileira (südlich des Pico de Veleta), Borreguiles und Pradollano
(beide in der Solynieve-Region) sind vielbesuchte Urlaubsorte in den Bergen.
Das historische Jaén ist die wichtigste Stadt im Nordwesten der Sierra Nevada. Unter den
zahlreichen historischen Gebäuden und Kunstschätzen sind besonders das Museo
Provincial (Heimatmuseum), die Kathedrale und die Burg Santa Catalina hervorzuheben.
Baeza liegt etwa 48 km von Jaén entfernt. Die aristokratische Bauweise der Herrenhäuser
wirkt durch den Goldton der Steine besonders eindrucksvoll.
Etwa 10 km von Baeza und 58 km von Jaén entfernt liegt Ubeda mit zahlreichen
Renaissance-Palästen.
COSTA DE ALMERIA: Im Osten der Costa del Sol liegt die Provinz Almería. Die
gleichnamige Hauptstadt ist eine ehemalige arabische Hafenstadt mit zahlreichen maurischen
Häusern vor der Silhouette zweier Burgen. Die Stadt liegt in einer weiten Bucht, die
Umgebung ist hügelig mit subtropischer Vegetation. Die Kathedrale (16. Jh., schöne
Renaissancefassade), die Kirche Santiago el Viejo und die Ruinen der maurischen
Burg Alcazaba sind sehenswert.
Urlaubsorte an der Costa de Almería: Adra, Roquetas, Cabo de Gata, Aguadulce, Mojácar
und San José.
Die COSTA DEL SOL erstreckt sich von der Costa de Almería an der andalusischen
Mittelmeerküste entlang bis nach Tarifa im Süden.
Málaga, die bedeutendste Stadt dieser Region, liegt nur ein paar Kilometer von den
berühmten Urlaubsorten Marbella und Torremolinos entfernt. An der über 160 km langen
Küste kann man trotz dichter Besiedlung noch fast leere Strände finden. Die Stadt Nerja
ist auch als »Europas Balkon« bekannt. Der Name bezieht sich auf einen hoch über dem
Meer gelegenen Aussichtspunkt, der einen beeindruckenden Rundblick auf das Mittelmeer
ermöglicht. Im gleichen Vorgebirge liegen einige guterhaltene prähistorische Höhlen.
Von Málaga aus kann man Ausflüge ins Hinterland machen, besonders empfehlenswert ist
eine Fahrt zur alten Bergstadt Ronda in der Sierra de Ronda.
Urlaubsorte an der Costa del Sol: Calahonda, Torre del Mar, El Palo, Málaga, Nerja,
Torremolinos, Benalmádena Costa, Fuengirola/Mijas, Marbella, San Pedro de Alcántara und
Estepona.
Die COSTA DE LA LUZ mit ihren endlosen Sandstränden erstreckt sich an der südlichen
Atlantikküste von Tarifa bis an die portugiesische Grenze. Von Algeciras gibt es
Fährverbindungen nach Tanger und Ceuta an der nordafrikanischen Küste und zu den
Kanarischen Inseln. Die Strecke zwischen Algeciras und Cádiz ist eine der schönsten des
Landes mit einer atemberaubenden Aussicht auf die Straße von Gibraltar, die
nordafrikanische Küste und sogar das Atlasgebirge. Wahrzeichen von Cádiz sind die
Aussichtstürme (Miradores) und die hübschen weißen Häuser. Cádiz ist eine der
ältesten Städte der Iberischen Halbinsel. Die Academia de Bellas Artes enthält
eine bedeutende Gemäldesammlung (Murillo, Rubens). In der Provinz Huelva liegt die
Stadt El Rocío. Im Norden der Provinz Huelva liegen die wunderschönen Tropfsteinhöhlen Grutas
de las Maravillas in Aracena und der Nationalpark Coto de Doñana (s. o.).
Urlaubsorte an der Costa de la Luz: Barbate, Algeciras, Tarifa, Conil de la Frontera,
Chiclana de la Frontera, Cádiz, El Puerto de Santa María, Rota, Chipiona, Sanlúcar de
Barrameda, Torre la Higuera, Mazagón, Punta Umbría, El Rompido, La Antilla und Isla
Cristina.
DIE AFRIKANISCHEN ENKLAVEN: Der Freihafen Ceuta liegt an der nordafrikanischen Küste. Die
Kathedrale und der Plaza de Africa in der Innenstadt sind sehenswert. Im Vorgebirge
befinden sich die Ruinen der alten Festung. Es gibt Busverbindungen nach Marokko und eine
Fährverbindung mit Algeciras auf dem Festland.
Der Freihafen Melilla, ebenfalls an der nordafrikanischen Küste gelegen, ist eine sehr
moderne Stadt. Einige historische Bauwerke, darunter eine Kirche aus dem 16. Jahrhundert,
sind erhalten geblieben. Autofähren von Málaga und Almería stellen die Verbindung zum
Festland her.
Die nördliche
Region
Einschl.
Baskenland, Santander, Asturien und Galizien
Diese Region umfaßt den Nordwesten Spaniens und die Nordküste bis zur französischen
Grenze. Die Küste im Osten der Region nahe der französischen Grenze ist ein beliebtes
Urlaubsgebiet.
Das Baskenland: Die baskischen Provinzen Guipúzcoa, Vizcaya und Alava
liegen an der Atlantikküste in den östlichen Ausläufern des Kantabrischen Gebirges. Die
Landwirtschaft ist Hauptarbeitgeber in dieser fruchtbaren Region.
Bilbao, die wichtigste Stadt der Region, wurde im frühen 14. Jahrhundert gegründet. In
der Altstadt stehen eine gotische Kathedrale und das sehenswerte Rathaus. Das Guggenheim
Museum gilt als eines der herausragenden architektonischen Meisterwerke des 20.
Jahrhunderts. San Sebastián, die Provinzhauptstadt, liegt unweit der französischen
Grenze. Die Stadt ist ein vielbesuchter Urlaubsort mit prächtigen Alleen und einem
Sandstrand mitten im Zentrum. Vom 7 km westlich gelegenen Monte Ulia genießt man
eine wunderschöne Aussicht über die Landschaft und den Golf von Biskaya.
Vitoria, die dritte Provinzhauptstadt des Baskenlandes, hat zwei Kathedralen, von denen
eine im 15. Jahrhundert fertiggestellt wurde. Mit dem Bau der zweiten wurde 1907 begonnen,
sie ist aber bis heute noch nicht fertiggestellt.
SANTANDER: Obwohl die Provinz Santander historisch ein Teil von Alt-Kastilien ist, wird
sie wegen ihrer Küstenlage in dieser Rubrik behandelt. Die historische Hauptstadt
Santander liegt in einer Bucht inmitten hügeliger Landschaft. Die gotische Kathedrale
wurde 1941 durch ein Feuer zerstört, ist aber sorgfältig restauriert worden. Das
Städtische Museum besitzt eine Sammlung bedeutender Gemälde aus dem 17. und 18.
Jahrhundert. Ganz in der Nähe liegen die schönen Strände von El Sardinero und
Magdalena. Magdalena ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Picos de Europa,
dem höchsten Kantabrischen Gebirge in Asturien. Als Alternative bieten sich ein Besuch
einer der zahlreichen reizvollen Badeorte wie z. B. Comillas und San Vincente an, oder
eine Fahrt zu den Höhlen von Altamira mit ihren 13.000 Jahre alten Wandmalereien.
Hierfür wird eine Erlaubnis benötigt. Die Stadt Solares hat eine Mineralquelle.
Santillana del Mar ist eine vollkommen erhaltene mittelalterliche Stadt.
ASTURIEN: Oviedo ist die Hauptstadt mit einer besonders interessanten, winzigen Altstadt,
die von der gotischen Kathedrale beherrscht wird. Die Hafenstadt Gijon ist das
industrielle Zentrum. Der Strand ist groß und beliebt; in der näheren Umgebung gibt es
weitere Strände.
GALIZIEN besteht aus den Provinzen La Coruña, Lugo, Orense und Pontevedra.
Die Region ist gebirgig mit weitläufigen Heidelandschaften, die von tiefen Schluchten und
reißenden Flüssen unterbrochen werden. Die Küste besteht größtenteils aus sandigen
Buchten, an die sich häufig Fichten- und Eukalyptuswälder anschließen, und
fjordähnlichen Rías, die die Landschaft an den Flußmündungen einschneiden.
La Coruña (Corunna) ist die größte Stadt in der Umgebung. Von hier legte 1588 die
Armada Richtung England ab. An der nördlichen Seite des Hafens liegt die bemerkenswerte Ciudad
Vega.
Auch der weltbekannte Wallfahrtsort Santiago de Compostela befindet sich in dieser Region
(s. Jakobsweg).
Die römischen Stadtmauern von Lugo sind fast vollständig erhalten geblieben. Orense
reizte die Römer seiner Heilquellen wegen. Die Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert wurde
auf den Ruinen einer Kirche aus dem 6. Jahrhundert errichtet. Pontevedra, die vierte
Provinzhauptstadt dieser Region mit zahlreichen bedeutenden alten Bauwerken und Arkaden,
ist ganz aus Granit erbaut. Weiter im Süden liegt die bedeutende Hafenstadt Vigo. Vom Castillo
del Castro genießt man eine schöne Aussicht auf die Stadt und über die Bucht.
Jakobsweg: Im Mittelalter wurde die Grabstätte des Apostel
Jakobus in Santiago de Compostela als eines der heiligsten Relikte des Christentums
verehrt. Tausende von Pilgern reisten jedes Jahr durch Spanien, um den Schrein zu
besuchen. An dieser Route, dem »Jakobsweg«, standen Klöster, Kapellen und Hospize, in
denen man sich um das Wohlergehen der Pilger kümmerte. Zahlreiche dieser Gebäude sind
immer noch erhalten und geben dem Besucher einen erhebenden Einblick in die religiöse
Architektur des spanischen Mittelalters. Die Wallfahrt begann in Canfranc oder Valcarlos
(Provinz Navarra) und führte in westlicher Richtung nach Pamplona, Santo Domingo de la
Calzada, Logroño, Burgos, León, Astorga und Santiago de Compostela. Am 25. Juli beginnt
in Santiago de Compostela die Festwoche des Schutzheiligen Spaniens. Unterkünfte für
diese Zeit sollten frühzeitig gebucht werden.
URLAUBSORTE AM NORDATLANTIK: Der Küstenstrich, der sich von der französischen Grenze
über die Kantabrische Küste und das Cap Finisterre bis zur portugiesischen Grenze
erstreckt, hat zahlreiche schöne Strände, die kaum touristisch erschlossen sind. Das
grüne Hinterland hat Asturien den Namen Costa Verde (grüne Küste) eingebracht.
Die Flüsse in Galizien haben fjordähnliche Mündungen (Rías).
Urlaubsorte an der nordatlantischen Küste: Fuenterrabía, San Sebastián, Orio, Zaraúz,
Guetaria, Zumaya, Deva, Motrico, Ondarroa, Lequeitio, Ibarranguelua, Pedernales, Mundaca,
Baquio, Gorliz, Plencia, Sopelana, Algorta, Las Arenas, Abanto y Ciervana, Castro
Urdiales, Laredo, Isla, Ajo, Somo, Santander, Santa Cruz de Bezana, Liencres, Miengo,
Suances, Cobreces, Comillas, San Vicente de la Barquera, Pechón, Colombres, Llanes,
Ribadesella, Colunga, Villaviciosa, Gijón, Luanco, Salinas, Cudillero, Luarca, Tapia de
Casariego, Castropol, Ribadeo, Barreiros, Foz, Ceruo, Jove, Vivero, Vicedo, El Barquero,
Ortiguerira, Cedeira, Valdovino, San Martín de Covas, El Ferrol del Caudillo, Cabanas,
Mino, Sada, Mera, Santa Cruz, Santa Cristina, La Coruña, Cayon, Malpica, Lage, Camarinas,
Finisterre, Curcubión, Carnota, Muros, Noya, Puerto del Son, Santa Eugenia de Ribera,
Puebla del Caraminal, Rianjo, Villagarcía de Arosa, Villanueva de Arosa, Cambados, El
Grove, La Toja, Sangenjo, Poyo, Pontevedra, Marín, Bueu, Cangas de Morrazo, Redondela,
Vigo, Nigran, Bayona und La Guardia.
URLAUBSORTE IN DEN BERGEN: Die Kantabrische Gebirgskette erstreckt sich von der
Kantabrischen Corniche bis zu den Rías Gallegas. Die höchsten Gipfel sind die Picos
de Europa (2615 m).
Kastilien/La Mancha
und Estremadura
Diese Region liegt im
Landesinneren zwischen Madrid und Andalusien und grenzt im Norden, Osten und Süden an
hohe Berge. Für die Bewässerung sorgen die beiden großen Flüsse Tajo und Guadiana, die
nach Westen durch Portugal und dann in den Atlantik fließen. Kastilien/La Mancha, der
höhergelegene westliche Teil der Region, wird auch Castilla La Nueva genannt -
Neu-Kastilien.
KASTILIEN/LA MANCHA: Südlich von Madrid auf einem Felsvorsprung am Tajo liegt die
alte spanische Hauptstadt Toledo. Die gotische Kathedrale und der Alcázar, die
ehemalige Zitadelle, beherrschen das Stadtbild. El Grecos berühmtestes Gemälde, »Die
Beisetzung des Grafen von Orgaz«, kann in der Santo-Tomé-Kirche besichtigt
werden.
Im Nordosten von Madrid liegt Guadalajara, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz am Río
Henares. Die Stadt ist reich an alten Kirchen und Palästen. Besonders interessant sind
der Palacio del Infantado (15. Jh.) und die San-Gines-Kirche.
Die Provinzhauptstadt Ciudad Real ist die bedeutendste Stadt der Region La Mancha,
der Heimat des Don Quixote. In Campo de Criptana soll er gegen die Windmühlen
gekämpft haben.
Cuenca, ebenfalls eine Provinzhauptstadt, ist für die »hängenden Häuser« bekannt. Die
gotische Kathedrale ist besonders reich an Ornamenten. Auf den hohen Bergen und in den
Tälern liegen zahlreiche befestigte Städte und Dörfer.
Albacete ist Zentrum eines Weinbaugebietes. Die maurische Burg in Almansa und die alten
Festungsstädte Chinchilla de Monte Aragón und Villena sind Beispiele der bewegten
Vergangenheit dieser Gegend.
ESTREMADURA besteht aus den Provinzen Cáceres und Badajoz. Die Stadt
Cáceres wurde im Jahre 1 v. Chr. von den Römern gegründet, später von den Westgoten
zerstört und von den Mauren wieder aufgebaut. Zeugnisse dieser wechselhaften Geschichte
können noch heute gefunden werden. Ganz in der Nähe liegt das bildschöne Dorf Arroyo de
la Luz. 48 km weiter östlich kommt man nach Trujillo, dem Geburtsort Pizarros. Plasencia
wurde im 12. Jahrhundert gegründet und hat ein mittelalterliches Aquädukt und eine
sehenswerte Kathedrale.
Die alte Festungsstadt Badajoz in der gleichnamigen Provinz nahe der portugiesischen
Grenze wurde von den Römern gegründet. Die Alcazaba, der maurische Teil, steht
auf einem Hügel im Nordosten der Stadt. In der Nähe liegen Alburquerque, wo man
Burgruinen und eine gotische Kathedrale besichtigen kann, und Mérida. Im Museum für
Archäologie werden Überreste römischer Ruinen ausgestellt. Ein paar Kilometer entfernt,
in Medellín, wurde 1485 der Eroberer Cortés geboren.
Kastilien/León und La Rioja
Die Binnenlandregion Kastilien/León
erstreckt sich im Norden und Nordwesten von Madrid und bildet den nördlichen Teil des
zentralen Plateaus, der Meseta. Auch Kastilien/León ist im Norden, Osten und Süden von
hohen Bergen umgeben. Hier entspringt der Fluß Douro, der nach Portugal fließt. Obwohl
es fast das ganze Jahr über heiß und trocken ist, ist die Region mit ihren ausgedehnten
Ebenen ein bedeutendes Agrargebiet im sonst sehr gebirgigen Spanien.
CASTILLA LA VIEJA: Avila ist die am höchsten gelegene Provinzhauptstadt in ganz Spanien.
Die mittelalterliche Stadt ist von eindrucksvollen Stadtmauern umgeben. Hier befindet sich
das bekannte Karmeliterinnenkloster der Heiligen Theresa. Das riesige Aquädukt in Segovia
ist eines der am besten erhaltenen römischen Bauwerke der Welt. Außerdem gibt es
romanische Kirchen, eine Kathedrale und den arabischen Alcázar.
In der Hauptstadt Soria der gleichnamigen Provinz können im Museo Numantino
Überreste der keltisch-iberischen und römischen Zivilisationen besichtigt werden. Auch
ein Besuch der Kirche San Juan de Duero (13. Jh.), der Kathedrale von San Pedro und
des Renaissance-Palastes Palacio de los Condes de Gomara ist lohnenswert. 9 km
nördlich liegt eine weitere archäologische Stätte: Numancia, eine
keltisch-iberische Befestigungsanlage. La Rioja ist ein weltbekanntes
Weinbaugebiet. Die Hauptstadt Logroño ist der Mittelpunkt der Provinz, die auf eine
bedeutende Vergangenheit zurückblickt.
Der bekannte Ritter und spanische Nationalheld El Cid wurde in Burgos geboren. Er liegt in
Valladolid begraben (s. u.).
Palencia hat zahlreiche Gebäude aus dem späten Mittelalter, darunter eine Kathedrale,
und ein archäologisches Museum.
Valladolid ist Hauptstadt einer Provinz, die besonders reich an Burgen und historischen
Bauwerken ist. Die üppigen Gärten der Stadt bilden einen reizvollen Kontrast zur
trockenen Landschaft der Umgebung. Auch hier werden die Ferias Mayores
(Jahrmärkte) und die Osterumzüge veranstaltet. 1506 starb hier Kolumbus. Sein Haus ist
zu besichtigen, ebenso wie das Haus von Cervantes, das zu einem Museum umgebaut wurde. Die
Stadt hat eine wunderschöne mittelalterliche Kathedrale und eine sehenswerte
Universität.
LEON wurde 850 nach langer maurischer Herrschaft von den Christen zurückerobert. Die
Kathedrale Santa María de Regla ist eines der schönsten Beispiele der spanischen
Frühgotik. Interessante Ausflugsziele sind Puerto de Pajares, Benavente und Astorga, das
wie auch einige andere Städte dieser Region als Raststätte auf dem Jakobsweg
gedient hat (s. auch Santiago de Compostela und Jakobsweg in der Rubrik Nördliche
Region). Die Umgebung von Astorga ist besonders reizvoll. Südlich von León liegt die
Provinz Zamora. Die gleichnamige Provinzhauptstadt hat eine romanische Kathedrale
und mehrere Kirchen aus dem 12. Jahrhundert.
Salamanca ist die südlichste Provinz von León. Die Universitäts- und
Provinzhauptstadt Salamanca liegt an den Ufern des schnellfließenden Tormes. Sonne und
Wind haben den schönen alten Gebäuden ihre reizvolle goldbraune Färbung verliehen. Das
berühmteste von ihnen ist die Kathedrale, mit deren Bau um 1500 begonnen wurde. Sie wurde
jedoch erst 1733 fertiggestellt. Die Universität wurde im 13. Jahrhundert gegründet und
ist die älteste Spaniens. Die schönen Häuser an der Plaza Mayor sind ebenfalls
bemerkenswert.
Katalonien
Einschl. Costa Brava und Costa Dorada
Die hügelige Küstenregion Katalonien liegt im Nordwesten Spaniens und grenzt an
Frankreich.
BARCELONA: Die zweitgrößte Stadt des Landes ist Spaniens wichtigstes Industrie- und
Handelszentrum und einer der bedeutendsten Mittelmeerhäfen. Die Ramblas bilden den
belebtesten Straßenzug der Stadt. Es gibt Kunstsammlungen von internationaler Bedeutung
zu besichtigen, z. B. das Picasso-Museum, das Miro-Museum und die Fundación
Antoni Tapies. Auch das Museum für Katalanische Kunst, das Seefahrtsmuseum (Museo
Maritimo) und das Zoologische Museum sind einen Besuch wert. Überall in der Stadt
stößt man auf eindrucksvolle Bauten, von denen hier nur die alte Kathedrale (1298-1448),
der Bischofspalast, der Palacio de la Generalidad und der Plaza del Rey
erwähnt seien. Das Stadtbild Barcelonas ist von prächtigen Barock-, Gründerzeit- und
Jugendstil-Gebäuden geprägt, an vielen Stellen auch von Bauwerken des katalanischen
Architekten Antoni Gaudí. Im Alter von 32 Jahren übernahm er in Barcelona den Weiterbau
der Sagrada Familia (Kirche der Heiligen Familie). Nach über 100 Jahren wird der
Bau immer noch - nach Gaudís Plänen - weitergeführt. Zu den schönsten Wohngebäuden,
die er in Barcelona baute, zählen die Casa Battló und die Casa Mila (ein
Apartmenthaus in der Form eines Drachens, der auf einem geschmolzenen Käsestück
balanciert). Eine Buslinie fährt zu dem im Norden der Stadt gelegenen Parque Güell.
Vom Tibidabo, dem höchsten Gipfel in der Umgebung, dem Montjuic, auf den
eine Drahtseilbahn führt, und dem Parque Güell genießt man einen herrlichen Blick über
die Stadt.
DIE COSTA BRAVA: 65 km nordöstlich von Barcelona beginnt diese von Pinien bewachsene
felsige Küstenlinie. Hier liegen einige der bekanntesten Urlaubsorte Spaniens. Manche
Orte, wie Tossa de Mar, sind trotz des umfangreichen Tourismus noch verhältnismäßig
unverdorben und haben ihren Kleinstadtcharakter bewahrt; andere Orte, wie Lloret de Mar,
sind intensiv auf Tourismus ausgerichtet. Während der Sommermonate ist die Küste völlig
überfüllt. Küstenfähren stellen Verbindungen zu fast allen Urlaubsorten der Costa
Brava her.
Girona (Gerona) ist eine der ältesten Städte Katalaniens. In Figueras steht das
Salvador-Dali-Museum. Das bezaubernde Fischerdorf Cadaquès erreicht man mit dem Bus von
Figueras aus in 30 Min. Ampurias hat eindrucksvolle griechisch-römische Ruinen.
Urlaubsorte an der Costa Brava: Rosas, San Pedro Pescador, San Martín de Ampurias, La
Escala, Estartit, Bagur, Palafrugell, Palamós, Playa de Aro, S'Agaro, Sant Feliú de
Guixols (mit sehenswertem Markt), Tossa de Mar, Lloret de Mar und Blanes.
DIE COSTA DORADA erstreckt sich südlich von Barcelona bis nach Tarragona. Die schönen
Sandstrände sind oft durch Straßen oder Schienenstränge vom Hinterland getrennt.
Der lebhafte Urlaubsort Sitges liegt kaum 40 km südlich von Barcelona. Eine Auswahl
interessanter Museen lädt zum Besuch ein, im Cav-Ferrat-Museum hängen zwei
El-Greco-Gemälde. Die Autobahn A2 in Richtung Lérida führt an zwei Klosteranlagen
vorbei - dem Zisterzienser-Kloster Santa Cruz (1159) und dem Kloster Santa
María in Poblet in der Nähe der mittelalterlichen Stadt Montblanc. Lérida ist
Hauptstadt der Provinz mit ihrer wildromantischen Gebirgslandschaft. Die Küstenstadt
Tarragona ist ein seltenes Beispiel einer fast vollkommen erhaltenen römischen Stadt mit
Aquädukt und beeindruckendem Amphitheater. Die Kirche der Stadt Manresa wurde im 14.
Jahrhundert errichtet und ist mit einer interessanten Bleiverglasung versehen. 60 km
nordwestlich von Barcelona liegt Montserrat. Das weltbekannte Kloster ist die Heimat des
legendären Heiligen Grals und der weltberühmten Schwarzen Madonna. Es liegt 1135 m hoch
über dem Río Llobregat. Die Aussicht von hier ist atemberaubend, wie auch auf dem
Bergpfad von der San-Jeronimo-Einsiedelei aus.
Urlaubsorte an der Costa Dorada: Calella de la Costa, Arenys de Mar, Castelldefels,
Sitges, Calafell, Comarruga, Torredembarra, Tarragona, Salou, Cambrils, Miami Playa,
Hospital del Infante und San Carlos de la Rapita.
Die Pyrenäen: Auch Katalonien hat zahlreiche Wintersportorte in den Pyrenäen, einige
haben sechs Monate lang Schnee.
Land Valencia
Einschl.
Valencia Terra i Mar, Costa del Azahar und Costa Blanca
VALENCIA ist mit 780.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Spaniens und das
wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der gleichnamigen Provinz. Die mittelalterliche
Kirche (13. Jh.) soll ebenfalls die Heimstätte des Heiligen Grals sein. Valencias
Hauptattraktion sind die Feierlichkeiten anläßlich der Fallas - die regionalen
Feiertage zu Ehren des Hl. Josefs - die alljährlich stattfinden und jeweils am 19. März
enden.
Die Küsten der Comunidad Valenciana (Land Valencia) sind wegen des angenehmen Klimas mit
rund 320 Sonnentagen im Jahr gesegnet und wegen der breiten Strände vom Tourismus
geprägt. Die Region ist bekannt für ihre Orangenhaine und ist außerdem eine
vielbesuchte Urlaubsregion mit zahlreichen kulturellen Sehenswürdigkeiten. Aus der Luft
betrachtet wird Valencia von einem breiten grünen Gürtel äußerst fruchtbaren Landes
umgeben, den die Spanier La Huerta (Gemüsegarten) nennen. Bis zu vier Ernten im
Jahr sind hier möglich. Eine der schönsten Anbaugebiete befinden sich in Alcira,
Carcagente und Oliva, die Reisanbaugebiete in Sollana, Sueca und Cullera sind vor allem im
Herbst durch ihre goldene Farbe sehenswert.
VALENCIA TERRA I MAR, der Küstenabschnitt bei Valencia, wo sich von Cullera, Gandia und
Oliva bis Miramar ein Sandstrand nach dem anderen reiht, ist das Aushängeschild der
Provinz. Die Gegend hat jedoch mehr zu bieten als nur Sand und Sonne. In den historisch
bedeutenden Städten Gandía, Xàtiva und Sagunto kann man sich mit der jahrtausendealten
Geschichte der Region vertraut machen.
Urlaubsorte bei Valencia Terra i Mar: Valencia, Cullera, Oliva, Miramar, Gandía, Xàntiva
und Sagunto.
DIE COSTA DEL AZAHAR ist 120 km lang und bietet Urlaubern eine große Vielfalt an
Stränden. Besonders nennenswert sind jene bei Alcossebre, Torreblanca, Oropesa und
Benicassim. Die alte Festungsstadt Peñiscola ist besonders eindrucksvoll. Zahlreiche
malerische Buchten unterbrechen die felsige Küste, bis man den Strand von Peñiscola
erreicht, in dessen Hintergrund die Burg des Papa Luna, das Wahrzeichen der Stadt,
emporragt. Landeinwärts von Peñiscola gelangt man zur Burgruine von Alcalá de Xivert,
nach Oropesa mit dem Torre del Rey aus dem 16. Jahrhundert und zu Tinença de
Benifassà. Sehenswert sind auch das Karmeliterkloster am Desierto de las Palmas
und die geschichtsträchtige Ortschaft Morella. Nördlich von Valencia liegt Castellón de
la Plana, die Provinzhauptstadt von Castellón.
Urlaubsorte an der Costa del Azahar: Vinaroz, Benicarlo, Peñiscola, Alcossebre, Oropesa,
Torreblanca und Benicassim.
ALICANTE/COSTA BLANCA: Weiter südlich an der Küste liegt die Stadt Alicante, Mittelpunkt
der Costa Blanca (weiße Küste). Die Maurenburg Santa Barbara beherrscht
das Stadtbild. Von Alicante lohnt sich ein Ausflug ins Landesinnere nach Guadalest. Das
Dorf ist wie ein Adlernest hoch in den Bergen gelegen, und die letzten Meter können nur
zu Fuß oder mit dem Esel bewältigt werden. Die Burgen in Novelda und Villena sind nur
zwei der zahllosen historischen Stätten. Elche bietet dem Naturinteressierten den
berühmten Palmenhain mit über einer Millionen Palmen und einen Botanischen Garten. Jedes
Jahr im August werden mittelalterliche Mysterienspiele in der Basilica aufgeführt.
Die Region Costa Blanca ist in den letzten Jahren erheblich ausgebaut worden; fast
alle Küstenstädte von Dénia bis Pilar de la Horadada, von Orihuela über Villena und
Alcoi bis nach Valles de la Marina Alta sind heute Touristenorte. Die Strände hier sind
auch von besonderer Schönheit wie beispielsweise bei San Juan in Alicante, Santa Pola
oder Guardamar. Die Costa Blanca ist aber auch bekannt für ihre Sport- und
Fischereihäfen sowie für die Obst- und Gemüseanbaugebiete.
5 km abseits der Hauptstraße, die an den Stadtmauern der Stadt Calpe vorbeiführt, ragt
der sehenswerte Peñón de Ifach (Felsen von Ifach) aus dem Meer. Ein Tunnel führt
zu dem legendären Monolithen, der eine Höhe von 300 m erreicht.
BENIDORM ist eine echte Touristenstadt mit den wunderschönen Strandbuchten Levante,
Poniente und Mar Pas. Das Stadtbild ist geprägt von modernen Gebäuden, breiten Alleen
und einem regen Treiben auf den Straßen, ob Tag oder Nacht.
Urlaubsorte an der Costa Blanca: Dénia, Javea, Pilar de la Horadada, Orihuela, Villena,
Alcoi, Valles de la Marina Alta, Moraira, Calpe, Benidorm, Villajoyosa, Alicante, Los
Arenales del Sol, Santa Pola, Guardamar del Segura, Torrevieja und Campoamor.
Madrid
Die Hauptstadt Madrid liegt in der gleichnamigen Region. Der Prado
ist eines der bekanntesten Museen der Welt (s. u.). Der Palacio Real, das frühere
Königsschloß, das in einem herrlichen Garten aus dem 18. Jahrhundert liegt, beherbergt
Gemälde, Wandteppiche, Rüstungen, Teppiche und eine umfangreiche Uhrensammlung. Die Puerta
del Sol, von der 10 Seitenstraßen abgehen, ist der Mittelpunkt Madrids. Nach kurzem
Bummel in Richtung Südwesten gelangt man zur Plaza Mayor. Der weitläufige Platz
ist von Arkaden mit zahlreichen kleinen Geschäften umgeben.
Der Prado enthält eine der berühmtesten Gemäldesammlungen der Welt, u. a. Werke
von El Greco, Murillo, Goya, Velazquez und Tizian.
Das Centro Cultural Reina Sofia mit dem Museum Thyssen-Bornemisza im
Villa-Hermosa-Palast gegenüber vom Prado ist äußerst sehenswert; das Museum beherbergt
die größte Privatsammlung der Welt.
AUSFLÜGE: Das Klosterschloß El Escorial liegt etwa 40 km nördlich von Madrid in
San Lorenzo del Escorial. Mittelpunkt der Schloßanlage ist die Kirche mit ihrer
imposanten Kuppel und den zwei Glockentürmen. Die berühmte Bibliothek enthält den Codex
Aureus (1039). 9 km von Escorial entfernt liegt das Valle de los Caídos (Tal
der Gefallenen). Eine riesige Krypta wurde als Mahnmal für die Toten des Bürgerkrieges
in den Berg gehauen. General Franco liegt hier begraben. Alcalá de Henares ist der
Geburtsort des Dichters Cervantes und Katharina von Aragóns. Aranjuez hat einen
berühmten Sommerpalast, und die Casita del Labrador liegt in der Nähe des Flusses
Tagus.
Im September werden die Ferias Mayores (Jahrmärkte) und zu Ostern die Umzüge der Semana
Santa (Heilige Woche) veranstaltet. Das Angebot an Ausflugsfahrten ist groß. Die
Reisegesellschaft Viajes Marsans in Madrid veranstaltet eine dreitägige
»Burgen-Rundfahrt«.
Die Guadarrama-Region bietet ausgezeichnete Wintersportmöglichkeiten.
Murcia
MURCIA/COSTA CALIDA: Diese Region liegt im Süden von Valencia und
Alicante. Mit Ausnahme der fruchtbaren Flußtäler ist sie dünn besiedelt.
Die Stadt Murcia hat eine Universität und eine Kathedrale. Die Festlichkeiten anläßlich
der Karwoche und die »Blumenschlacht« sind äußerst beliebt.
Das Küstengebiet von Murcia, die Costa, die oft als Teil der Costa Blanca
betrachtet wird, hat nur wenige Urlaubsorte, wie z. B. Mar Menor, La Unión, Carboneras,
Puerto de Mazarrón und Aguilas. Cartagena, die wichtigste Küstenstadt der Region, wurde
221 v. Chr. von den Karthagern gegründet. Im Museum gibt es eine Sammlung römischer und
noch älterer Fundstücke.
Navarra
und Aragon
Diese einstigen Königreiche liegen
südwestlich der französischen Grenze mit den Pyrenäen im Nordosten.
NAVARRA: Die ungefähren Grenzen des ehemaligen Königreiches bestehen noch heute. Navarra
und Aragón liegen abseits der Touristenrouten. Nur die ehemalige Haupt- und heutige
Provinzhauptstadt Pamplona bildet eine Ausnahme. Im Juli findet hier anläßlich des San-Fermín-Festes
die weltberühmte Corrida (die Stampede der Stiere) statt. Pamplona war die
geistige Heimat des amerikanischen Schriftstellers Ernest Hemingway. Seine Bücher »Tod
am Nachmittag« und »Fiesta« haben dazu beigetragen, daß Pamplona heute in der
Fiestawoche ein vielbesuchter Urlaubsort ist. Man sollte frühzeitig buchen und mit
verhältnismäßig hohen Preisen rechnen.
ARAGÓN ist landschaftlich verhältnismäßig eintönig mit zahlreichen abgelegenen
Ebenen. Zahlreiche Könige residierten in der heutigen Provinzhauptstadt Zaragoza
(Saragossa). Wie fast alle größeren Ortschaften in Aragón liegt auch Zaragoza in einer Huerta,
einer schmalen Oase am Flußufer. Die Universitätsstadt hat eine mittelalterliche
Kathedrale und ein ausgezeichnetes Museum. In der Umgebung gibt es einige Weinbaugebiete,
z. B. Borja und Cariñena sowie zahlreiche Burgen. Huesca, eine wichtige Marktstadt, liegt
an den Ausläufern der Pyrenäen. Die Umgebung bietet ein breitgefächertes Angebot an
Freizeitaktivitäten, wie z. B. einen Besuch im Parque Nacional de Ordesa,
ausgezeichnete Möglichkeiten zum Wandern und Bergsteigen oder eine Fahrt zum Urlaubsort
Arguis in der Region Puerto de Monrepós; schön sind auch Tagestouren zum Kurort
Balneario de Panticosa oder zur hochgelegenen Grenzstadt Canfranc.
Teruel ist die südlichste Provinz Aragóns. Die Provinzhauptstadt liegt auf einem Hügel,
der sich über den Schluchten des Río Turia erhebt. Zahlreiche Gebäude dieser Periode
sind erhalten geblieben. Ganz in der Nähe liegt die Bischofsstadt Sergobe in
spektakulärer Lage zwischen zwei von Burgen gekrönten Hügeln.
Die Pyrenäen: Die Provinzen Navarra und Aragón bieten zum Teil ausgezeichnete
Wintersportmöglichkeiten im spanischen Teil der Pyrenäen. Mitunter kann sechs Monate
lang mit Schnee gerechnet werden.
Rundreisen
5tägige: (a) Madrid - Toledo - Aranjuez - Alcalá de Henares -
Guadalajara - Segovia - Avila - San Lorenzo del Escorial - Madrid. (b) Málaga - Marbella
- Algeciras - Cádiz - Coto de Doñana - Jerez - Aracena - Seville - Málaga. (c) San
Sebastián - Bilbao - Santander - Santillana del Mar - San Vicente - Picos de Europa -
Oviedo.
7tägige: (a) Seville -
Cordoba - Ubeda - Baeza - Jaén - Granada - Sierra Nevada - Almería. (b) Seville -
Badajoz - Mérida - Cáceres - Salamanca - Zamora - Astorga - León - Oviedo - Gijón. (c)
Madrid - Alcalá de Henares - Guadalajara - Cuenca - Teruel - Albacete - Cuidad Real -
Toledo - Aranjuez - Madrid. (d) Madrid - San Lorenzo del Escorial - Avila - Segovia -
Valladolid - Salamanca - Plasencia - Cáceres - Badajoz - Trujillo - Madrid. (e) Figueres
- Empúries - Girona - Cadaquès - Barcelona - Montserrat - Sitges - Tarragona. (f)
Valcarlos - Pamplona - Santo Domingo de la Calzada - Logroño - Burgos/León - Astorga -
Santiago de Compostela.
Wintersportorte
Spanien bietet zahlreiche
Wintersportmöglichkeiten. Oft kann man den Skiurlaub mit einem Badeurlaub kombinieren,
die Penibetische Bergkette ist dafür besonders geeignet. Die zahlreichen Wintersportorte
haben alle modernen Annehmlichkeiten, es stehen ausgezeichnete Pisten zur Verfügung.
Unterkünfte findet man in guten Hotels, Gasthöfen oder Berghütten.
Die fünf größten Skigebiete Spaniens befinden sich in den Pyrenäen, im Kantabrischen
Gebirge, im Iberischen Randgebirge, im Kastilischen Scheidegebirge und in den Betischen
Kordilleren. Diese Gebirge haben mannigfaltige Attraktionen und eignen sich zum
Bergsteigen so gut wie zum Wintersport. Anschließend folgt eine kurze Beschreibung der
Wintersportorte.
In der nachfolgenden Beschreibung sind die Urlaubsorte als erstes genannt, anschließend
folgt die entsprechende Provinz. Der nächste Flughafen, die Höhe und der Umfang des
Schneegebiets sind kursiv gedruckt.
In fast allen Orten kann man Skiausrüstungen kaufen oder mieten, und es gibt Nachtklubs,
Bars, Krankenhäuser, Kindergärten und eine katholische Kirche. Die Unterkünfte sind
entweder direkt im Ort oder im Umkreis von 30 km. Manche Urlaubsorte haben zusätzliche
Einrichtungen wie geheizte Swimmingpools, Tennisplätze, Minigolfanlagen, Reitschulen,
Tontaubenschießen und Bowlingbahnen. Alle angegebenen Orte haben Skilifte (ausgenommen in
Skilanglauf-Gebieten), viele auch Kinder- und Sessellifte, einige Standseil- oder
Drahtseilbahnen.
DIE PYRENÄEN
Eine Region mit Hochtälern, ideal für Abfahrtsläufe. Die meisten Skiorte liegen in
Katalonien. In Aragón findet man die höchsten Gipfel mit einer Höhe von bis zu 3400 m.
In Navarra gibt es keine hochgelegenen Bergorte.
KATALANISCHE PYRENÄEN
Vallter 2000, Gerona. Flughäfen: Gerona 90 km, Barcelona 150 km. Höhe:
2000-2650 m. Schneegebiet: 50 km2.
Nuria, Gerona. Flughäfen: Gerona 110 km, Barcelona 135 km. Höhe: 1960-2920
m. Schneegebiet: 79 km2.
La Molina-Supermolina, Gerona. Flughäfen: Gerona 140 km, Barcelona 160 km. Höhe:
1436-2540 m. Schneegebiet: 70 km2.
Masella, Gerona. Flughäfen: Gerona 160 km, Barcelona 175 km. Höhe:
1600-2530 m. Schneegebiet: 43 km2.
Rasos de Peguera, Barcelona. Flughafen: Barcelona 135 km. Höhe: 1800-2050
m. Schneegebiet: 15 km2.
Port de Comte, Lérida. Flughafen: Barcelona 160 km. Höhe: 1700-2380 m. Schneegebiet:
80 km2.
San Juan de l'Erm, Lérida (Skilanglauf). Flughafen: Cerdaña (Kleinflugzeuge). Höhe:
1600-2150 m. Schneegebiet: 40 km2.
Lles, Lérida (Skilanglauf). Flughafen: Cerdaña (Kleinflugzeuge). Höhe:
1900-2300 m. Schneegebiet: 30 km2.
Llessúy, Lérida. Flughafen: Barcelona 258 km. Höhe: 1280-2900 m. Schneegebiet:
30 km2.
Super Espot, Lérida. Flughafen: Barcelona 270 km. Höhe: 1480-2320 m.
Baqueira Beret, Lérida (größter Skiort). Flughafen: Barcelona 309 km. Höhe:
1520-2470 m. Schneegebiet: 40 km2.
Tuca-Betrén, Lérida. Flughafen: Barcelona 295 km. Höhe: 1050-2250 m. Schneegebiet:
15 km2.
ARAGONISCHE PYRENÄEN
Cerler, Huesca. Flughäfen: Zaragoza 227 km, Barcelona 300 km. Höhe:
1500-2850 m. Schneegebiet: 24 km2.
Panticosa, Huesca. Flughafen: Zaragoza 168 km. Höhe: 1165-2100 m.
El Formigal, Huesca. Flughafen: Zaragoza 167 km. Höhe: 1500-2350 m. Schneegebiet:
38 km2.
Candanchú, Huesca. Flughafen: Zaragoza 180 km. Höhe: 1450-2400 m. Schneegebiet:
18 km2.
Astún, Huesca. Flughafen: Zaragoza 180 km. Höhe: 1420-2400 m. Schneegebiet:
40 km2.
Zusätzlich gibt es überall in den Pyrenäen Stellen, die für den Wintersport geeignet
sind. Zahlreiche Orte werden gerade mit den nötigen Einrichtungen ausgestattet.
Einzelheiten vom Spanischen Fremdenverkehrsamt. Die wichtigsten Orte und Gegenden dieser
Art sind: Tossa de Das, Barcelona; Camprodon, Gerona; Valle de Farreras,
Lérida; Bosost, Lérida; La Maladeta, Huesca; Val de Broto, Huesca; Bielsa,
Huesca; Isaba, Navarra und Burguete, Navarra.
KANTABRISCHES GEBIRGE
Das Kantabrische Gebirge im Norden des Landes fällt tief zum Atlantik hin ab; im Süden
sind die Abhänge etwas sanfter. Im östlichen Teil (Baskenland) sind die Berge
zerklüfteter als im Westen (Galizien), und es gibt dort einige wichtige Wintersportorte.
Der Enol-See dieser Region ist ein beliebtes Ausflugsziel.
Alto Campo, Santander. Flughafen: Cantabria 99 km. Höhe: 1515-2150 m. Schneegebiet:
20 km2.
Picos de Europa, Cantabria. Höhe: 1000-1770 m.
Valgrande-Pajares, Asturien und León. Flughafen: Oviedo 100 km. Höhe:
1350-1834 m. Schneegebiet: 75 km2.
San Isidro, Asturien und León. Flughafen: Oviedo 70 km. Höhe: 1500-1955 m.
Schneegebiet: 60 km2.
Cabeza de Manzaneda, Orense. Flughafen: Santiago de Compostela 190 km. Höhe:
1450-1760 m. Schneegebiet: 20 qkm.
Weitere Skiorte dieser Region sind Riaño-Maraña an den Abhängen des Mampodre; San
Emiliano im Nordwesten und Leitariegos im Westen.
IBERISCHES RANDGEBIRGE
In diesem Gebirge im Nordosten des Landes zwischen Burgos und Cuenca sind viele der
Abhänge mit Pinienwäldern bedeckt. Der höchste Berg ist der Moncayo, dessen Gipfel eine
Höhe von 2313 m erreicht.
Valdezcaray, Logroño. Flughafen: Villafría (Burgos) für Kleinflugzeuge, 100 km. Höhe:
1550-1860 m. Schneegebiet: 8 km2.
Lunada-Espinosa, Burgos. Flughafen: Villafría (Burgos) für Kleinflugzeuge.
Valle del Sol, Burgos. Flughafen: Villafría (Burgos) für Kleinflugzeuge, 100 km. Höhe:
1500-1700 m. Schneegebiet: 15 km2.
Sierra de Gudar, Teruel. Flughafen: Valencia 135 km. Höhe: 1600-2025 m. Schneegebiet:
15 km2.
KASTILISCHES SCHEIDEGEBIRGE
Die Bergkette in Mittelspanien wird auch Carpetan-Berge genannt und verläuft vom
Nordosten nach Südwesten. Sie teilt die Meseta in zwei Teile, die durch mehrere Pässe
miteinander verbunden sind. Die Guadarrama- und Gredos-Gebirge liegen ebenfalls in diesem
Gebiet. Der höchste Gipfel ist über 2500 m hoch. Die Region ist von Madrid aus leicht zu
erreichen.
La Pinilla, Segovia. Flughafen: Madrid 112 km. Höhe 1500-2270 m. Schneegebiet:
15 km2.
Valcotos, Madrid. Flughafen: Madrid 82 km. Höhe: 1785-2270 m. Schneegebiet:
30 km2.
Valdesqui, Madrid. Flughafen: Madrid 85 km. Höhe: 1876-2260 m. Schneegebiet:
20 km2.
Puerto de Navacerrada, Madrid. Flughafen: Madrid75 km. Höhe: 1700-2200 m. Schneegebiet:
42 km2.
BETISCHE KORDILLEREN
Dieses Gebirge liegt im Süden des Landes. Eine Verwerfung teilt die Berge in einen
südlichen und einen nördlichen Teil. Die wichtigsten Skiorte liegen im Süden. Hier
findet man auch die höchsten Gipfel des Festlandes (Sierra Nevada), mit einer Höhe von
über 3440 m. Die Flußerosion hat tiefe Schluchten geschaffen, die zu sanften Wiesen und
Stränden am Mittelmeer führen. Einige der Pisten liegen nicht weiter als 35 km von
Granada entfernt.
Solynieve, Granada. Flughafen: Granada 34 km. Höhe: 2100-3470 m. Schneegebiet:
40 km2.
Sitten & Bräuche
Familienstruktur
Oft sind junge Paare schon lange vor der Hochzeit verlobt. So haben sie Zeit,
genügend Geld für die eigenen vier Wände anzusparen. Männer heiraten im Durchschnitt
im Alter von 27, Frauen dagegen bereits zwischen 20 und 24 Jahren. Die moderne spanische
Familie ist normalerweise ziemlich klein, aber sie pflegt ihre Beziehungen zur
Großfamilie. Die Scheidungsrate ist nur gering. Der Ehemann gilt traditionell als
Familienoberhaupt, während seine Frau die Verantwortung für den Haushalt und die Kinder
trägt. Heute sind allerdings vor allem in den Städten viele Frauen berufstätig und
verdienen ihr eigenes Einkommen. 1993 waren 36,7 Prozent der Erwerbstätigen Frauen.
Umgangsformen
Die wichtigsten Grußformeln sind ¡Hola! (Hallo), ¡Buenos días!
(Guten Morgen) und ¡Buenas tardes! (Guten Tag). Wenn Spanier
einander vorgestellt werden, sagen sie oft Encantado de conocerle (Erfreut, Sie
kennen zu lernen). Auf die Frage ¿Cómo está Usted? (Wie geht es Ihnen?)
wird häufig mit den Worten Bien, gracias (Danke, gut.) geantwortet. Zur
Begrüßung reicht man sich die Hand. Gut befreundete Männer begrüßen sich oft mit
einem Schulterklopfen und wenn man sich lange nicht gesehen hat, mit einer Umarmung
(Abrazo). Freundinnen küssen sich zur Begrüßung oder zum Abschied auf beide Wangen.
Außer im Freundeskreis und unter Verwandten spricht man sich mit dem Nachnamen an, dem
Señor (Herr), Señora (Frau) oder Señorita (Fräulein)
vorangestellt wird. Die Titel Don und Doña in Verbindung mit dem Vornamen dienen in
manchen Regionen als besonders respektvolle Anrede. In Spanien trifft man sich mit
Freunden eher in Cafés oder Restaurants als zu Hause. Besuche werden normalerweise vorher
angekündigt. Da die Spanier aber sehr gastfreundlich sind, werden sie jeden Besucher, der
während einer Mahlzeit zu Besuch kommt, mit an den Tisch bitten. In diesem Fall sollte
man jedoch mit den Worten ¡Que aproveche! (Lasst es Euch schmecken) höflich
ablehnen. Wenn man zum Abendessen eingeladen wird, bringt man den Gastgebern eine kleine
Aufmerksamkeit mit.
Freizeit
Die Spanier spielen leidenschaftlich gern Fußball oder sehen dabei zu. Weitere
beliebte Sportarten sind Golf, Basketball und Tennis. In manchen Regionen wird auch gerne
Ski gefahren, auf die Jagd gegangen oder gefischt. Stierkämpfe locken nach wie vor
Tausende von Besuchern an. In den großen Städten wie Madrid und Barcelona gibt es ein
breites Angebot an Theater- und Opern- sowie Musik- und Tanzveranstaltungen. Die Menschen
sind stolz auf ihre zahlreichen Museen und Kunstgalerien, in denen neben herausragenden
internationalen Künstlern auch die Werke spanischer Maler wie z. B. Goya, Picasso und
Velázquez ausgestellt werden. Das Museo del Prado in Madrid gehört zu den bedeutendsten
Kunstsammlungen der Welt.
Nachtleben
In den Großstädten gibt es Nachtklubs, Cafés und
Restaurants. Jede Stadt und jeder Urlaubsort hat sein eigenes Unterhaltungsangebot. Das
Spektrum reicht von Flamenco und ähnlichen Volkstänzen bis zu Diskotheken. Das
Unterhaltungsprogramm beginnt generell sehr spät und hört erst am frühen Morgen auf.
Einkaufstipps
Wunderbar stöbern kann man auf dem Rastro-Markt
in Madrid, besonders am Sonntag. In Katalonien gibt es Webereien, deren Textilien auf der
ganzen Welt bekannt sind. Spanische Leder- und Wildlederwaren sind von hoher Qualität.
Hervorragende handgefertigte Möbel zählen zu den schönsten Erzeugnissen.
Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 09.00/10.00-13.30/14.00 und 16.30/17.00-20.00/20.30
Uhr. Kaufhäuser öffnen Mo-Sa 09.30/10.00-20.00 Uhr.
Trinkgeld
Bedienungsgeld ist i. allg. in den Hotelrechnungen
enthalten, trotzdem ist es üblich, Zimmerpersonal ein kleines Trinkgeld zu hinterlassen.
Gepäckträger erhalten eine geringe Summe pro Gepäckstück. In den meisten Restaurants
ist die Bedienung in der Rechnung enthalten; Trinkgeld nach eigenem Ermessen. In Cafés
und Bars hinterläßt man etwas Kleingeld. Taxis mit Taxameter erwarten etwa 5-10%
Trinkgeld.
Strom
Spanien
| Volt |
Frequenz (Hz) |
Bemerkung |
| 230 |
50 |
- |
Kanarische Inseln
| Volt |
Frequenz (Hz) |
Bemerkung |
| 127 |
50 |
- |
Unterkunft
Breitgefächertes Angebot von Hotelunterkünften aller
Klassen, einschl. Appartements, Motels und Residencias. Residencias haben keinen
Speisesaal, bieten aber Frühstück und eine Cafeteria. Genauere Informationen vom
Spanischen Hotelverband: Federación Española de Hoteles, Orense 32, E-28020
Madrid. Tel: (91) 556 71 12. Telefax: (91) 556 73 61. (E-Mail: federahoteles@ipf.es )
Kategorien: 1-5-Sterne-Hotels
und 1-3-Sterne-Herbergen. Im Anschluß Ausstattung und Serviceangebot der Hotels/Pensionen
der einzelnen Kategorien im Überblick.
5-Sterne-Hotels: Klimaanlage
in allen Zimmern, Zentralheizung, mindestens zwei Fahrstühle, Aufenthaltsräume,
Hotelbar, Garage (Stadthotels), Friseur, alle Zimmer mit Bad und Telefon, einige Suiten;
Wäsche wird gewaschen und gebügelt.
4-Sterne-Hotels: Klimaanlage
oder Zentralheizung (je nach Klima) in allen Zimmern, mindestens zwei Aufenthaltsräume,
alle Zimmer mit Bad oder Dusche, Waschbecken, WC, fließend heißem Wasser und Telefon.
Garage (Stadthotels), Fahrstuhl, Hotelbar; Wäsche wird gewaschen und gebügelt.
3-Sterne-Hotels: Klimaanlage
oder Zentralheizung (je nach Klima), Aufenthaltsraum, Fahrstuhl, Hotelbar; alle Zimmer mit
Bad oder Dusche, Waschbecken, WC, fließend heißem Wasser, Telefon. Wäsche wird
gewaschen und gebügelt.
2-Sterne-Hotels: Klimaanlage
oder Zentralheizung (je nach Klima), Aufenthaltsraum, Fahrstuhl (in Gebäuden mit zwei
oder mehr Stockwerken), Hotelbar, 15% der Zimmer mit Bad, 45% mit Dusche, Waschbecken und
WC. Die restlichen Zimmer mit Waschbecken, fließend heißem Wasser und einem Badezimmer
für je sechs Zimmer. Alle Zimmer mit Telefon. Wäsche wird gewaschen und gebügelt.
1-Stern-Hotels: Zentralheizung,
Fahrstuhl in Gebäuden mit mehr als vier Stockwerken, Aufenthaltsraum, 25% der Zimmer mit
Dusche, Waschbecken und WC, 25% mit Dusche und Waschbecken, alle anderen Zimmer mit
Waschbecken (fließend heißes Wasser); ein Badezimmer für je sieben Zimmer. Telefon auf
jeder Etage, Wäsche wird gewaschen und gebügelt.
3-Sterne-Herberge: Zentralheizung,
Fahrstuhl in Gebäuden mit mehr als vier Stockwerken, Aufenthaltsraum, 5% der Zimmer mit
Bad, Waschbecken und WC. Die restlichen Zimmer sind mit Dusche und Waschbecken sowie mit
fließend heißem Wasser ausgestattet. Alle Zimmer mit Telefon, ein Badezimmer für je
acht Zimmer. Wäsche wird gewaschen und gebügelt.
2-Sterne-Herberge: Zentralheizung,
Fahrstuhl in Gebäuden mit mehr als fünf Stockwerken, Aufenthaltsraum, ein Bad für je
zehn Zimmer, alle Zimmer mit Waschbecken, Telefon im Haus.
1-Stern-Herberge: Alle Zimmer
mit Waschbecken (kaltes Wasser), ein Bad für je 12 Zimmer, Telefon im Haus.
Rechtzeitiges Buchen empfiehlt sich immer, besonders
während der Fiestas oder in beliebten Urlaubsorten an der Küste vom späten Frühling
bis Oktober. Buchungen können schriftlich direkt ans Hotel gemacht werden; ein
Hotelverzeichnis ist vom Fremdenverkehrsamt, bei Reisebüros oder ausgewählten
Hotelvermittlungen erhältlich. Größere Hotels können auf Deutsch angeschrieben werden,
alle anderen Hotels sollte man besser auf Spanisch anschreiben.
STAATLICHE HOTELS: Befinden
sich in landschaftlich schönen Gegenden. Der Standard ist durchweg hoch. Im Anschluß
eine Kurzbeschreibung der verschiedenen Typen:
Paradores: Sind Hotels mit
allen modernen Annehmlichkeiten wie Zentralheizung, Bad und Telefon in allen Zimmern;
Aufenthaltsräumen, Garagen und dem üblichen Service. Schriftliche Reservierung empfohlen
durch die Paradores De Tourismo, Calle Requena 3, E-28013 Madrid. Tel: (91) 516 66
66. Telefax: (91) 516 66 57/58. (E-Mail: info@parador.es
; Internet: http://www.parador.es )
Refugios: Diese Berghotels
liegen in Gebirgsgegenden und bieten bequeme Unterkünfte und ausgezeichneten Service. Die
Zimmer sind gemütlich und haben Heizung und Waschbecken mit fließend heißem Wasser.
Hosterias: Traditionelle
Restaurants mit Übernachtungsmöglichkeit, die regionale Spezialitäten anbieten.
GASTHÖFE: Pensiones
gibt es überall in Spanien. Das Niveau reicht von anspruchsvoll bis zu sehr einfach. Fast
alle Gasthöfe sind in Familienbesitz und bieten Übernachtung mit Frühstück.
Duschenbenutzung gegen Aufpreis.
JUGENDHERBERGEN: Information
vom Spanischen Fremdenverkehrsamt oder dem Spanischen Jugendherbergsverband (REAJ),
dem derzeit 188 Jugendherbergen in ganz Spanien angehören. Bei Reservierungen wird eine
Buchungsgebühr von 725 Pta erhoben. Anschrift Barcelona: C Rocafort 116-122, E-08015
Barcelona. Tel: (934) 83 83 47. Telefax: (934) 83 83 50; Anschrift Madrid: C Fernando el
Católico 88, E-28015 Madrid. Tel: (91) 347 77 00. Telefax: (91) 402 01 94.
CAMPING: In Spanien gibt es
Campingplätze jeden Niveaus und in allen Preislagen. Ein Campingausweis wird empfohlen.
Außerhalb der Campingplätze muß eine Genehmigung der Polizei und des
Grundstückseigentümers eingeholt werden; es dürfen nicht mehr als drei Zelte/Wohnwagen
aufgestellt werden und nicht mehr als 10 Camper pro Platz übernachten. Privates Zelten
ist nur an abgelegenen, einsamen Stellen erlaubt. Nähere Informationen erteilt der
Campingverband ANCE, San Bernardo 9799, E-28015 Madrid. Tel: (91) 448 12 34. |
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