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Bildung: Das Schulwesen ist kostenlos. Schulpflicht für Kinder zwischen 6 und 16 Jahren. Die Grundschulzeit dauert 6 Jahre, weiterführende Schulen bieten 2 Zweijahreskurse. Danach steht eine zweijährige Berufsschulausbildung oder ein ebenfalls 2 Jahre dauernder Vorbereitungskurs auf die Universität zur Wahl. Die universitäre Ausbildung gliedert sich in 3 dreijährige Abschnitte, wovon der letzte mit dem Doktortitel abschließt. Es gibt 50 Universitäten, 4 Polytechnische und 8 Technische Hochschulen.. Die Universitäten in Salamanca (gegründet 1218), Valladolid (1346) und Barcelona (1450) gehören zu den ältesten in Europa. Einschreibungsqoute 41%. Analphabetenrate: Männer 1,8%, Frauen 3,9%. Kultur: Seit vorgeschichtlicher Zeit ist das heutige Spanien ein wichtiger Kulturrraum in Europa. Besonderheiten vor allem in der Architektur sind durch die Vermischung von muslimischer und christlicher Kultur im Mittelalter entstanden. Aber auch die moderne Kunst haben spanische Künstler maßgeblich mitgestaltet. Familienstruktur: Oft sind junge Paare schon lange vor der Hochzeit verlobt. So haben sie Zeit, genügend Geld für die eigenen vier Wände anzusparen. Männer heiraten im Durchschnitt im Alter von 27, Frauen dagegen bereits zwischen 20 und 24 Jahren. Die moderne spanische Familie ist normalerweise ziemlich klein, aber sie pflegt ihre Beziehungen zur Großfamilie. Die Scheidungsrate ist nur gering. Der Ehemann gilt traditionell als Familienoberhaupt, während seine Frau die Verantwortung für den Haushalt und die Kinder trägt. Heute sind allerdings vor allem in den Städten viele Frauen berufstätig und verdienen ihr eigenes Einkommen. 1993 waren 36,7 Prozent der Erwerbstätigen Frauen.Umgangsformen: Die wichtigsten Grußformeln sind ¡Hola! (Hallo), ¡Buenos días! (Guten Morgen) und ¡Buenas tardes! (Guten Tag). Wenn Spanier einander vorgestellt werden, sagen sie oft Encantado de conocerle (Erfreut, Sie kennen zu lernen). Auf die Frage ¿Cómo está Usted? (Wie geht es Ihnen?) wird häufig mit den Worten Bien, gracias (Danke, gut.) geantwortet. Zur Begrüßung reicht man sich die Hand. Gut befreundete Männer begrüßen sich oft mit einem Schulterklopfen und wenn man sich lange nicht gesehen hat, mit einer Umarmung (Abrazo). Freundinnen küssen sich zur Begrüßung oder zum Abschied auf beide Wangen. Außer im Freundeskreis und unter Verwandten spricht man sich mit dem Nachnamen an, dem Señor (Herr), Señora (Frau) oder Señorita (Fräulein) vorangestellt wird. Die Titel Don und Doña in Verbindung mit dem Vornamen dienen in manchen Regionen als besonders respektvolle Anrede. In Spanien trifft man sich mit Freunden eher in Cafés oder Restaurants als zu Hause. Besuche werden normalerweise vorher angekündigt. Da die Spanier aber sehr gastfreundlich sind, werden sie jeden Besucher, der während einer Mahlzeit zu Besuch kommt, mit an den Tisch bitten. In diesem Fall sollte man jedoch mit den Worten ¡Que aproveche! (Lasst es Euch schmecken) höflich ablehnen. Wenn man zum Abendessen eingeladen wird, bringt man den Gastgebern eine kleine Aufmerksamkeit mit. Freizeit: Die Spanier spielen leidenschaftlich gern Fußball oder sehen dabei zu. Weitere beliebte Sportarten sind Golf, Basketball und Tennis. In manchen Regionen wird auch gerne Ski gefahren, auf die Jagd gegangen oder gefischt. Stierkämpfe locken nach wie vor Tausende von Besuchern an. In den großen Städten wie Madrid und Barcelona gibt es ein breites Angebot an Theater- und Opern- sowie Musik- und Tanzveranstaltungen. Die Menschen sind stolz auf ihre zahlreichen Museen und Kunstgalerien, in denen neben herausragenden internationalen Künstlern auch die Werke spanischer Maler wie z. B. Goya, Picasso und Velázquez ausgestellt werden. Das Museo del Prado in Madrid gehört zu den bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt. Sport: Spanien war 1992 Gastgeber der Olympischen Sommerspiele in Barcelona. Bei Olympischen Spielen gewannen spanische SportlerInnen 35mal Gold, 49mal Silber und 31mal Bronze. Weltkulturerbe: Moscheenkathedrale und Altstadt von Cordoba; Altstadt von Granada, Alhambra und Generalife-Palast; Kathedrale von Burgos; Escorial (Kloster mit Umgebung); Park Güell, Palais Güell und Casa Mila von Antonio Gaudi in Barcelona; Höhle von Altamira; Altstadt von Segovia mit Aquädukt; Kirchen des Königreichs Asturien; Altstadt von Santiago de Compostela; Altstadt von Avila und Kirchen außerhalb der Stadtmauern; Mudeja-Architektur in Teruel; Altstadt von Toledo; Nationalpark Garajonay (Kanaren, Insel Gomera), Altstadt Caceres; Kathedrale, Alcazar und Archivo de Indias in Sevilla; Altstadt von Salamanca; Ehemalige Zisterzienserabtei von Poblet; Bauten der Römerzeit und des frühen Mittelalters in Merida; Königliches Kloster von Santa Maria de Guadeloupe; Pilgerweg nach Santiago de Compostela; Nationalpark Donana (Andalusien); Cuenca und seine historische Befestigsanlage; Seidenbörse "La Lonja de la Seda" in Valencia; Las Medulas mit seinen Goldminen; Palau de la Musica Catalana und Hospital von Sant Pau in Barcelona; San-Millan-Klöster von Yuso und Suso; Berglandschaft Mount Perdu in den Pyrenäen; Universität und historisches Zentrum von Alcala de Henares; Vorgeschichtliche Felsmalereien im östlichen Spanien; San Cristobal de La Laguna (Insel Teneriffa); Ibiza: biologische Vielfalt und Kultur (Fotos und/oder Erläuterungen zu ausgesuchten Stätten des Welterbes dieses Landes finden Sie hier) Soziales
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