![]() Themen |
Im ganzen Land unter 500m (besonders um Pressburg und Komarno) kann es von April bis Oktober zur Übertragung der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) durch Zeckenbisse kommen. Rechtzeitig vor Einreise sollte deshalb mit einem Reise-/Tropenmediziner wegen einer Impfung Kontakt aufgenommen werden. Empfehlenswert ist grundsätzlich eine Impfung gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder bei besonderer Exposition auch gegen Heaptitis B und Tollwut. Es empfiehlt sich der Abschluss einer privaten Auslandsreisekrankenversicherung, die auch einen medizinisch notwendigen Rücktransport deckt. Gesetzlich Versicherten wird empfohlen, sich vor Abreise in die Slowakei die European Health Insurance Card (EHIC) (ersatzweise: E-111-SI-Formular) bei ihrer Krankenkasse zu besorgen. Diese ist dem slowakischen Krankenversicherungsträger im Krankheitsfalle zuerst vorzulegen und dann dem behandelnden Arzt oder Krankenhaus auszuhändigen. Ansonsten sind Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen und Krankenhausrechnungen direkt in bar zu bezahlen. Privatversicherte bezahlen ihre medizinischen Leistungen selbständig und rechnen dies hinterher mit ihrer Versicherung ab. Dabei empfiehlt es sich jedoch, wo immer möglich, vorher den Kostenrahmen in etwa abzuklären. Kriminalität Die Slowakische Republik ist ein sicheres Reiseland. Kleinkriminalität in Form von Taschendiebstahl und Wageneinbruch kommt vor allen in den Touristenzentren (Bratislava, Hohe Tatra, Kurorte) häufig vor. Auch Diebstähle in Hotels sind nicht auszuschließen. Reisende werden auch auf die erhöhte Diebstahlgefahr bei Pkw-Reisen hingewiesen. Insbesondere neuere Fahrzeuge der Marken BMW, Mercedes, Audi und VW mit ausländischen Kennzeichen sind gefährdet, selbst wenn sie mit elektronischer Wegfahrsperre versehen sind. Bei Tankstellen auf den großen Ausfallstraßen im Stadtgebiet Pressburg/Bratislava in Richtung Brünn/Prag, Wien, Budapest und Trnava/Zilina, wurden in der Vergangenheit gelegentlich PKW unbemerkt beschädigt (z.B. Reifen angeschlitzt), so dass sie nach kurzer Zeit am Strassenrand liegen blieben. Dann boten die Diebe ihre Hilfe an und nutzten die Notsituation, um Wertsachen aus dem unverschlossenen Auto zu stehlen. In diesen Abschnitten ist daher erhöhte Wachsamkeit angeraten. In letzter Zeit gaben sich, insbesondere im Raum Bratislava, Privatpersonen als Polizisten aus (schwarzer Overall mit der gelben Aufschrift POLICIA) und hielten Fahrzeuge an angeblich im Rahmen einer Verkehrs- oder Zollkontrolle. Je nach Situation wurden dann Wertsachen oder sogar das Auto entwendet. Sonstige Hinweise In der Slowakei gibt es noch ca. 1.800 freilebende Bären. Bitte seien Sie in Waldgebieten entsprechend vorsichtig. Bratislava ist die Hauptstadt der Slowakischen Republik
und das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. Die Geschichte
dieser wunderschönen Donaustadt geht bis in die Zeit der Kelten und Römer zurück.
Bauwerke aus jeder nur erdenklichen Stilepoche sind hier vorhanden. Die altehrwürdige
Burg, gegründet im 10. Jh. und einige Male um- und wiederaufgebaut, blickt auf die neue
Donaubrücke und das historische Viertel mit mittelalterlichen Gäßchen, dem gotischen St.-Martin-Dom,
der Krönungskirche ungarischer Könige, dem Rolandbrunnen und dem Rathaus.
Auf dem Burggelände befindet sich auch der Krönungsturm, in dem die
St.-Stephans-Krone aufbewahrt wurde. Zahlreiche Paläste erinnern an die Kaiserzeit: die
Barockbauten Balássa-Palais und Pálffy-Palais, das Erdödy-Palais
im Rokoko-Stil und das im Stil des französischen Klassizismus erbaute Primatial-Palais.
Zu den ältesten Baudenkmälern von Bratislava gehören das Rathaus und die Franziskanerkirche
aus dem 13. Jahrhundert. Bratislava hat viele sehenswerte Museen und Galerien wie die Galerie
der Hauptstadt Bratislava mit Gemälden und Plastiken aus dem 15.-17. Jahrhundert (im
Pállfy-, Mirbach- und Primatial-Palais und in der Klarisserinnenkirche untergebracht),
die Slowakische Nationalgalerie (slowakische Kunst der Gotik und des Barock), das Pharmazeutische
Museum und das Waffen- und Stadtbefestigungsmuseum in der Nähe des
Michaelstors. Die Theater und Konzerthallen der Stadt haben einen ausgezeichneten Ruf.
Sehenswert ist außerdem die Universität Bratislavas, die im 15. Jahrhundert erbaut
wurde. Ein beliebtes Ausflugsziel in der näheren Umgebung ist die kürzlich renovierte Devín
Burg. Sitten & Bräuche Familienstruktur Die meisten Slowaken heiraten sowohl standesamtlich als auch kirchlich. Das Hochzeitsfest nach der Trauung dauert bis zum nächsten Morgen und die Feierlichkeiten können sich über Tage hinziehen. Da Wohnraum knapp ist, leben viele jung verheiratete Paare anfangs bei den Eltern eines Ehepartners. Die meisten slowakischen Familien haben zwei bis drei Kinder. Sparmaßnahmen führten dazu, dass soziale Leistungen, die früher kostenlos waren, heute bezahlt werden müssen. Es gibt aber weiterhin bezahlten Mutterschaftsurlaub, einen Zuschuss für die Geburt eines Kindes und Einrichtungen zur Betreuung von Kindern. Die meisten Frauen sind berufstätig, sie machen etwa 47,8 Prozent der Erwerbstätigen aus. Oft müssen sie sich auch noch um den Haushalt und die Kinder kümmern; die Zahl der Männer, die Haushaltspflichten übernehmen, nimmt aber ständig zu. In den Städten wohnen die meisten Familien in kleinen und einfachen Wohnungen, die während der kommunistischen Herrschaft gebaut wurden. Auf dem Land leben die Menschen oft in ihren eigenen Häusern. Umgangsformen Wie in Deutschland reicht man sich auch in der Slowakei zur Begrüßung die Hand; wenn allerdings mehrere Personen einander begrüßen, sollten sich die Hände dabei nicht überkreuzen. Beim Verabschieden umarmen Männer Frauen oft oder küssen sie auf die Wange. Männer geben einander die Hände. Förmliche Anreden sind z. B. Pan (Herr) oder Paní (Frau),
gefolgt von einer Berufsbezeichnung (Doktor, Ingenieur, Professor)
und dem Nachnamen. Unter Freunden und unter jungen Leuten wird meist nur der Vorname
verwendet. Begrüßungen sind: Dobrý den (Guten Tag) oder Vel'mi ma teí
(Es freut mich, Sie kennen zu lernen). Auf Wiedersehen heißt
Dovidenia. Zwanglosere Ausdrücke sind Ahoj, Cau (Hallo ) und Servus (Tschüs).
Auf dem Land verwenden alte Leute noch das traditionelle Zbohom (Gott sei mit Dir).
Danke heißt Dakujem. Prosím entspricht dem deutschen Bitte.
Familienmitglieder und gute Freunde besuchen einander oft unangekündigt. Zu einer
Einladung ist es üblich, eine Flasche Wein oder eine ungerade Anzahl Blumen mitzubringen,
die unverpackt überreicht werden. Von Gästen wird erwartet, dass sie ihren Hut absetzen
und gelegentlich, dass sie ihre Schuhe ausziehen (dann werden Hausschuhe zur Verfügung
gestellt), wenn sie eintreten. Freizeit Fußball, Eishockey, Skifahren und Tennis sind die beliebtesten Sportarten in der Slowakei. Andere Freizeitaktivitäten sind Wandern, Camping, Schwimmen sowie der Besuch von Festen, Kinos, Kunstausstellungen und anderen kulturellen Ereignissen. Slowaken sind besonders stolz auf ihre Volksmusik und singen sehr gerne gemeinsam. Das Sprichwort Kde Slovák, tam spev bedeutet Wo ein Slowake ist, da ist auch ein Lied. Volkskunst wird ebenfalls geschätzt und ausländischen Besuchern gerne zum Geschenk gemacht. Viele Slowaken verbringen das Wochenende oder ihren Urlaub in der Hohen Tatra, in Kurorten oder auf dem Land. Immer mehr Menschen reisen auch ins Ausland. An Restaurants, Bierkellern, Cafés und gemütlichen Weinstuben herrscht kein Mangel. In den größeren Städten gibt es interessante Theater- und Opernprogramme, in den Großstädten auch Diskotheken und Nachtklubs. Kunstbücher, Porzellan, Holzschnitzereien, handbestickte Kleidungsstücke und Keramikwaren. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr, Sa 09.00-12.00 Uhr. Einige Geschäfte haben auch sonntags geöffnet. Der Besitz und Konsum von Drogen, auch in kleinen Mengen und zum eigenen Verbrauch bestimmt, ist strafbar und wird regelmäßig mit hohen Strafen geahndet. Dabei wird nicht zwischen sogenannten leichten und schweren Drogen unterschieden! Prostitution ist nicht strafbar, Zuhälterei ist strafbar. Das strafbewehrte gesetzliche Schutzalter für Geschlechtsverkehr liegt für Hetero- und Homosexuelle bei 18 Jahren; sofern beide Sexualpartner unter 18 Jahren sind, bei 15 Jahren. Homosexualität ist nicht strafbar.
Es gibt insgesamt 64.210 Betten. In der Hochsaison (Mai - Oktober, vor allem jedoch Juli/August) sind Übernachtungsmöglichkeiten knapp, Vorausbuchung wird empfohlen. Gegenwärtig gibt es Hotels der höheren Klasse in Bratislava, den Kreisstädten, z. B. Banská Bystrica und Kosice, den bekannten Kurorten und den Touristenzentren im mittleren und östlichen Teil des Landes. Weitere Informationen vom Slowakischen Restaurant- und Hotelverband, Nám. Slobody 2, SK-974 00 Banská Bystrica. Tel: (088) 414 46 69. Telefax: (088) 414 38 55. (E-Mail: zhr@sacr.sk; Internet: http://www.isternet.sk/zhr). Kategorien: Das internationale 5-Sterne-System ist
eingeführt worden. Private Badezimmer kann man im allgemeinen von 3 Sternen aufwärts
erwarten. FLUGZEUG: Slovak Airlines (9S) (Tel: (07) 44 45
40 64, 44 46 04 07) und Air Slovakia (GM) (Tel: (07) 43 42 27 42) betreiben den
Inlandflugverkehr. BUS/PKW: Die wichtigste Verbindungsstraße führt von Bratislava über Trencin, Banská Bystrica, Zilina, Kralovany und Poprad nach Presov und Kosice. Eine ADAC-Auslands-Notrufstation ist in der Tschechischen Republik eingerichtet. Sie ist auch für die Slowakische Republik zuständig und bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken- und Unfallschutzes Hilfeleistungen bezüglich Hotels, Mietwagen, Fahrzeug- oder Krankenrücktransporte. Die Notrufstation in Prag ist Mo-So 09.00-18.00 Uhr besetzt (Tel: (02) 61 10 43 51/52. Internet: http://www.adac.de). Bus: Das umfassende Busnetz verbindet alle Ortschaften. Mietwagen können über Reisebüros in den größeren Städten und Urlaubsorten bestellt werden. Straßenverkehr Slowakische Strassen sind mitunter in schlechtem Zustand (Fahrbahnbelag, mangelhafte Beschilderung, fehlende Fahrspurbegrenzungslinien und Leitbaken). Vor allem bei Baustellen wird zu erhöhter Aufmerksamkeit und langsamer sowie angepasster Fahrweise geraten. Baustellen sind oft schlecht ausgeschildert, die Spurführung kann unklar sein. Grundsätzlich gilt angepasstes Fahren bei unklarer Verkehrslage! Verhalten Sie sich bei Verkehrskontrollen kooperativ! Slowakische Polizeibeamte sind berechtigt, Verkehrsstrafen bis zu einer Höhe von 2000 slowakischen Kronen (ca. 60 Euro) zu verhängen. Die genaue Höhe der Strafe fällt dabei in das Ermessen des Polizeibeamten. Verlangen Sie eine Quittung für die bezahlte Strafe; handeln Sie keine Gefälligkeitszahlungen aus. Wenn Sie sich ungerecht behandelt fühlen, notieren Sie bitte den Namen des Beamten. Er ist zum Tragen eines Namensschildes verpflichtet. Verständigen Sie bei Unfällen sofort die Polizei, die einen Dolmetscher beiziehen muss (mitunter kann die Wartezeit mehrere Stunden betragen). Unterschreiben Sie keine Dokumente, die Sie nicht verstehen (z.B. Polizeiprotokoll, Schuldeingeständnis). Die slowakische Straßenverkehrsordnung schreibt das Fahren mit eingeschaltetem Licht in der Zeit vom 15. Oktober bis zum 15. März vor. Die Promillegrenze liegt bei 0,0 Promille. Autobahnen und teilweise auch Schnellstraßen sind vignettenpflichtig. Wer ohne Vignette angetroffen wird, zahlt in der Regel die zehnfache Gebühr (derzeit 3000 SKK = ca. 90 Euro). Ergänzende Informationen zur Vignettenpflicht, den Grenzübergängen und den
internationalen Flughäfen der Slowakei finden Sie auf der Homepage
der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Pressburg.
|
Navigation
|