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Gesundheit
Mit dem Frühjahr und den warmen
Außentemperaturen kommt es zu einer Zunahme von Zecken. Dadurch besteht ein erhöhtes
Übertragungsrisiko für bestimmte Krankheiten die durch Zecken übertragen werden, wie
z.B. die Borreliose (Lyme-Krankheit) und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Besonders
stark vermehren sich die Zecken in den warmen und trockenen Sommermonaten, wodurch die
Hauptübertragungszeit jedes Jahr im Juni und Juli ihren Höhepunkt findet. Für die
Bevölkerung der FSME-Risikogebiete, sowie für Reisende in die ausgewiesenen
Risikogebiete ist ein guter Zeckenschutz und ggf. ein FSME-Impfschutz empfohlen.
In der Schweiz wurde das Vogelgrippevirus (H5/H5N1) in Vögeln nachgewiesen und von der
Welttierorganisation (OIE) am 20. Februar 2006 bestätigt. Eine weitere Ausbreitung des
Vogelgrippevirus (H5/H5N1) wird befürchtet. Erkrankungsfälle beim Menschen sind bislang
noch nicht aufgetreten.
Literatur
Reisehinweise
Bei Urlaubsreisen in die Schweiz erfolgt eine polizeiliche Anmeldung durch das
Hotel oder die Pension, in der der Reisende unterkommt. Bei Einreise mit dem PKW ist
darauf zu achten, dass auch in der Schweiz eine Autobahnvignette erforderlich ist.
Informationen hierzu findet man unter www.kfz-auskunft.de
oder www.swissinfo.org .
Reiseziele
Ostschweiz
In Graubünden betreibt man Alpwirtschaft, Ackerbau, Viehzucht
und in den warmen Tälern auch Weinbau. In der rauhen bündnerischen Gebirgsregion gibt es
insgesamt 150 Täler. Die Höhenkurorte St. Moritz, Davos, Klosters und Arosa sind in
aller Welt bekannt, nicht zuletzt für ihre hervorragenden Wintersportmöglichkeiten. St.
Moritz ist Inbegriff der Eleganz, das 1560 m hoch gelegene Davos bietet auch
Kunstinteressierten etwas - das Ernst-Ludwig-Kirchner-Museum zeigt die größte
Privatsammlung der Arbeiten des Malers. In St. Moritz, Pontresina und Zuoz findet man die
typischen Engadiner Steinhäuser. Durch das Hochtal des Engadin (1000-1800 m), dessen
Hänge mit Lärchenwäldern bedeckt sind, fließt der Inn. Die Engadiner Seenlandschaft
und die Bergwelt sind ein Ferienparadies für jung und alt. Bergwandern und Skilaufen kann
man hier nach Herzenslust. In den kleinen Dörfern gibt es oft preiswerte Unterkünfte.
Die höchste Erhebung Graubündens ist die Bernina (4049 m) an der Grenze zu
Italien. Chur ist Ausgangspunkt der Rhätischen Bahn, die u. a. nach St. Moritz, Arosa und
Disentis fährt. Sehenswert sind die St. Luziuskirche, die Kathedrale
(12.-13. Jh.) und das Rätische Museum. Von Chur erreicht man auch viele andere
schöne Skiorte. Die Busfahrt von Chur über den San-Bernardino-Paß nach Bellinzona im
Tessin ist atemberaubend. Flims ist ein Luftkurort, eingebettet in eine wundervolle
Berglandschaft. Der Kanton Graubünden blickt auf eine lange Geschichte zurück; die
vielen Schlösser, Burgen, Kirchen und Kapellen sind Zeugnisse der großen Vergangenheit.
Den 168 qkm großen Schweizer Nationalpark erreicht man am besten von Zernez aus.
Er ist zu einem Drittel bewaldet und bietet z. B. Murmeltieren, Rotwild, Steinwild und
Adlern einen Lebensraum. Die Wanderwege (insgesamt 80 km) dürfen nicht verlassen werden.
Urlaubsorte (ganzjährig Saison): Flims, St. Moritz, Arosa, Davos, Bad Scuol, Bad
Tarasp-Vulpera, Bad Vals, Bergün, Chur, Disentis, Klosters, Laax, Lenzerheide, Müstair,
Obersaxen, Pontresina, Poschiavo, San Bernardino, Samedan, Savognin, Sedrun, Sils,
Silvaplana und Zernez.
Östlich und südlich des Bodensees: Das Gebiet um den Bodensee am Nordrand der Alpen hat
ein ausgespochen mildes Klima, was den Wein- und Obstanbau begünstigt. Die Voralpenregion
Appenzell, deren höchste Erhebung der Säntis (2504 m) ist, ist ein ideales
Bergwandergebiet. Das grüne Weideland erstreckt sich bis nach St. Gallen und weiter zum
Bodensee. Der Rhein durchfließt den Bodensee und bildet bei Schaffhausen den Rheinfall,
den größten Wasserfall Mitteleuropas. Stein am Rhein ist eine mittelalterliche
Kleinstadt. St. Gallen hat eine Altstadt mit Patrizierhäusern aus dem 17. und 18.
Jahrhundert. Besonders sehenswert sind die Stiftsbibliothek im Innenhof des Benediktinerklosters,
die Stadtbibliothek Vadiana, die 1551 gegründet wurde, und die barocke Domkirche.
Sommerurlaubsorte: Schaffhausen, Stein am Rhein, Uferorte am Bodensee, Wildhaus und
Unterwasser.
Winterurlaubsorte: Wildhaus und Unterwasser im Toggenburg.
Skiorte
ADELBODEN-REGION: Adelboden: Saison: Weihnachten bis Anfang
April. Beschauliches Bergdorf mit wenig Nachtleben. Lenk: Saison: Mitte Dezember bis Ende
März. Ausgezeichnete Pisten, aber sehr ruhig. Gut für Familien, kaum Nachtleben.
Kandersteg: Anfänger und Fortgeschrittene. Begrenzte Anzahl von Pisten.
CRANS/MONTANA-REGION: Crans-sur-Sierre: Saison: Mitte Dezember bis Mitte April. Momentan
sehr »in«, lebhaftes Nachtleben. Montana: Gemischtes Publikum, ruhiger. Abends ist recht
viel los. Anzère: Saison: Mitte Dezember bis Mitte März. Speziell für junge Leute.
DAVOS/KLOSTERS-REGION: Davos: Saison: Dezember bis Mitte April. Nur wenig Abwechslung für
junge Leute. Gutes Après-Ski-Angebot. Klosters: Saison: Dezember bis Mitte April.
Ruhiger Ort, teures Après-Ski. Eher für ältere Semester. Arosa: Saison: Dezember
bis Ende April. Für Skiläufer und Nichtsportler ist gesorgt. Pferdeschlitten.
ENGADIN: St. Moritz: Saison: Anfang Dezember bis Ende April. Renommierter, großer und
teurer Winterurlaubsort. Vielfältiges Freizeitangebot und Nachtleben für jedes Alter und
jeden Geschmack. Pontresina: Saison: Anfang Dezember bis Mitte April. In der Nähe von St.
Moritz. Celerina: Reizvolles traditionelles Dorf. Das Nachtleben findet im nahegelegenen
St. Moritz statt. Samnaun: Gut für Skilanglauf. Zollfreie Zone. Zuoz: Begrenzte
Abfahrtsmöglichkeiten. Hübsches Dorf.
FLIMS-REGION: Laax: Altes Bauerndorf. Ausgezeichnete Skimöglichkeiten für Anfänger und
Fortgeschrittene. Flims: Saison: Mitte Dezember bis Mitte April. Ruhiger Ort mit
Skischule. Ausgezeichnete Pisten, Gletscher (Vorab 3000 m). Gutes Freizeitangebot, auch
Nichtskiläufer werden sich nicht langweilen.
GSTAAD: Saison: Weihnachten bis Anfang April. Berühmter Wintersportort. Schick und teuer.
Viel Après-Ski. Château-d'Oex: Vor allem Anfänger. Traditioneller Bergort.
Unterkunft meist in Chalets. Rougemont: Idyllisches Dorf. Gut für Skilanglauf. Wenig
Nachtleben. Saanenmöser, Schönried und Saanen: Schöne Chalets. Alle Klassen.
Zweisimmen: Ortschaft mit Skischule. Wird allen Ansprüchen gerecht. Wenig Nachtleben. Les
Diablerets: Saison: Mitte Dezember bis Mitte April. Beschaulicher Ort, ideal für
Familien. Gute Anfängerhügel. Vielfältige Freizeit- und Unterhaltungsmöglichkeiten.
Skilauf auch im Sommer auf dem Gletscher möglich. Leysin: Saison: Mitte Dezember bis
Mitte März. Recht ruhiges Nachtleben. Viele Schulklassen. Villars-sur-Ollon: Saison:
Mitte Dezember bis Ende März. Ruhiger, typisch schweizerischer Ort. Kaum Nachtleben. Les
Mosses: Gut für Anfänger und Fortgeschrittene. Ruhiges Nachtleben.
JUNGFRAU-REGION: Grindelwald: Saison: Mitte Dezember bis Ende März. Im alten Stil. Abends
ist nicht allzuviel los. Wengen: Saison: Dezember bis April. Breites Freizeit- und
Unterhaltungsangebot, auch Nichtskiläufer müssen sich nicht langweilen. Mürren: Saison:
Anfang Dezember bis Mitte April. Rustikales Chaletdorf.
LENZERHEIDE-REGION: Valbella: Für alle Klassen. Eine schwierige Abfahrt. Gut für
Familien. Wunderschöne Umgebung. Lenzerheide: Saison: Mitte Dezember bis Mitte April.
Gute Restaurants. Eher ruhiges Nachtleben.
OBERTOGGENBURG-REGION: Alt St. Johann: Bildschön. Beliebt, aber nicht überlaufen. Für
Fortgeschrittene, einige schwierige Pisten. Wildhaus: Nicht überlaufen. Abfahrtspisten
für alle Klassen. Breites Freizeit- und Unterhaltungsangebot. Das Nachtleben findet zum
größten Teil in den Hotels statt.
PORTES DU SOLEIL-REGION: Champéry: Saison: Mitte Dezember bis Anfang April. Ruhiger Ort,
beliebt bei Familien. Champoussin: Ausgezeichnete Pisten, für alle Klassen. Morgins:
Hübscher Skiort. Überwiegend leichte Abfahrten. Gut für Familien.
RIEDERALP-REGION: Bettmeralp: Zwei Abfahrten für Anfänger, zwei für Könner, der Rest
für Fortgeschrittene. Gute Restaurants. Angemessene Preise. Riederalp: Saison: Anfang
Dezember bis Ende März. Schöne Umgebung. Kaum Nachtleben, ruhig.
SARGANS-REGION: Wangs-Pizol: Einige gute Abfahrten, die einiges Können erfordern. Gute
Skischule für Kinder und Anfänger. Wenig Nachtleben. Braunwald: Für Anfänger und
Fortgeschrittene. Flumser Berge: Gut für Skilanglauf. Kaum Freizeit- und
Unterhaltungsmöglichkeiten für Nichtskiläufer. Gut für Familien.
VERBIER/LES QUATRE VALLÉES-REGION: Verbier: Saison: Mitte Dezember bis Ende April. Für
Könner. Vielfältiges Freizeit- und Unterhaltungsangebot für junge Leute. Bruson:
Ruhiger. Die meisten Hänge sind für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet. Super St.
Bernard: Eine Skistation ohne Unterkünfte, ein schöner Tagesausflug. Für alle Klassen.
Thyon 2000: Moderner Skiort. Eine lange Abfahrt. Alle anderen Pisten für Anfänger und
Fortgeschrittene. Wenig Abwechslung. Gut für Gruppen und Familien.
ANDERMATT-REGION: Andermatt: Saison: Mitte Dezember bis Mitte April. Breites Freizeit- und
Unterhaltungsangebot für Nichtskifahrer. Recht lebhaftes Nachtleben. Engelberg: Saison:
Mitte Dezember bis Mitte April. Historischer Bergort. Einige Abfahrten für Könner und
Fortgeschrittene. Relativ gutes Nachtleben.
Hoch-Ybrig (Zentralschweiz): Ideal für Familien. Mittelmäßiges Nachtleben.
Wunderschöne Landschaft.
ZERMATT-GEBIET: Zermatt: Saison: Anfang Dezember bis Mitte April. Für alle Klassen. Reges
Nachtleben. Breites Freizeit- und Unterhaltungsangebot für Nichtsportler. Saas Fee:
Saison: Anfang Dezember bis Mitte April. Gutes Après-Ski. Autofrei. Grächen: Für
Anfänger und Fortgeschrittene. Viel Abwechslung für Nichtskiläufer.
Südschweiz
Das Wallis im oberen Rhonetal erstreckt sich bis zum Genfer See.
Zwischen Alpennord- und Südseite findet man eine abwechslungsreiche Landschaft. In den
stark vergletscherten Walliser Alpen liegen die höchsten Gipfel der Schweiz: Dufourspitze
(4634 m), Dom (4545 m), Weißhorn (4507 m) und Matterhorn (4477
m). Die Wald- (2300 m) und Schneegrenzen (3200 m) liegen sehr hoch. Kleine Dörfer mit
alten Holzhäusern klammern sich förmlich an die Berghänge. In den zahlreichen
romantischen Seitentälern liegen viele schöne Urlaubsorte, die bekanntesten sind Saas
Fee im Saastal und Zermatt im Mattertal, das vom Matterhorn überragt wird. Zermatt ist
ein renommiertes Wintersportzentrum. Im Ort selbst sind Autos nicht zugelassen; wer nicht
zu Fuß unterwegs ist, bewegt sich mit Pferd und Wagen fort. Es gibt gut markierte
Wanderwege; Seilbahnen, Ski- und Sessellifte erschließen auch die Hochlagen.
Erholungssuchende Bergwanderer und ehrgeizige Bergsteiger kommen gleichermaßen auf ihre
Kosten. Europas höchste Seilbahn führt auf das Kleine Matterhorn bei Zermatt. Im Wallis
liegen die größten Schweizer Gletscher: der 25 km lange Große Aletschgletscher
bedeckt 87 qkm. Den berühmten Rhonegletscher und die Eisgrotte bei Gletsch sowie den
unterirdischen See bei St-Léonard sollte man sich ansehen. In der historischen Kleinstadt
Brig am Südufer der Rhone steht das bedeutendste Barockschloß der Schweiz, das Stockalperschloß.
Der Bischofssitz Sion (Sitten) und Martigny mit seiner Burgruine sind
ebenfalls sehenswert und gute Ausgangspunkte für Ausflüge in die Umgebung. Wer Burgen
mag, sollte nach Leuk, Sierre, Sion und Monthey fahren.
Urlaubsorte (ganzjährig Saison): Zermatt, Saas Fee, Crans-Montana, Leukerbad, Champex,
Champéry, Riederalp, Bettmeralp und Verbier.
Winterurlaubsorte: Bellwald, Fiesch, Grächen, Les Marécottes, Champéry-Planachaux,
Morgins, Salvan und Finhaut.
Ticino (Tessin): Im südlichsten Kanton der Schweiz spricht man italienisch, Klima und
Atmosphäre sind mediterran. Lugano, die größte Tessiner Stadt, liegt am Fuß des San
Salvatore und des Monte Brè am Lago di Lugano. Die Stadt gehört zu den
beliebtesten Schweizer Ferienzielen. Schöne Piazzas, Palazzos, Palmen und die lange
Uferpromenade machen ihren Reiz aus. Kunsthistorisch Interessierte sollten sich die Kathedrale
San Lorenzo ansehen. Locarno am Lago Maggiore mit seinen engen Gassen und
Straßencafés ist besonders schön im Frühling und im Herbst. Die Stadt liegt
wunderschön, Gärten und Weinberge bedecken die umliegenden Hügel. Die zauberhaften
Dörfer der Gegend sind mit dem Bus zu erreichen. Ausflugsfahrten zu den oft idyllischen
Pässen, u. a. zum Lukmanier-, Furka- und dem Oberalppaß, werden
angeboten. Auch Mailand und Venedig liegen in erreichbarer Nähe. Schiffahrten kann man
auf dem bezaubernden Lago Maggiore unternehmen. Bei Brissago liegen zwei reizvolle Inseln,
die Isole di Brissago. Auf der größeren der beiden Inseln gibt es einen
Botanischen Garten mit mediterraner Vegetation. Naturfreunde sollten die Region Bolle
di Magadino aufsuchen, eine noch fast unberührte Landschaft. Das Paläontologische
Museum in Meride ist ebenfalls sehenswert.
Urlaubsorte: Locarno, Ascona, Brissago, Lugano, Morcote und Gandria.
Westschweiz
Jura, Neuchâtel (Neuenburg) und Fribourg (Freiburg): Der Bieler
See, der Murtensee und der Neuenburger See liegen an den Ausläufern des Jura. Das
Hügelland, die Franches Montagnes im Kanton Jura sowie die Alpenausläufer im
Kanton Fribourg bieten gute Wander-, Zelt- und Angelmöglichkeiten. Die Schlucht des Doubs
ist besonders eindrucksvoll. Fribourg ist eine der schönsten historischen Städte der
Schweiz. Gruyère (Greyerz) im Süden des Kantons Fribourg ist eine Voralpenregion,
in der viel Milch- und Viehwirtschaft betrieben wird. Gruyère ist eine hübsche Stadt,
deren Stadtmauern vollständig erhalten geblieben sind. In La Chaux-de-Fonds und in Le
Locle kann man ein Uhrenmuseum besuchen.
Urlaubsorte: St-Blaise, La Chaux-de-Fonds, Le Locle, Neuchâtel, Auvernier, Colombier, La
Neuveville, Fribourg, Gruyère, Murten, Le Brassus und St-Ursanne.
Genf und Genfer See: Die Universitätsstadt Genf (Genève) liegt am Rhoneausfluß des
Genfer Sees (Lac Léman). Elegante Geschäfte, Nachtklubs, Restaurants, Museen und
Kunstgalerien lassen keine Langeweile aufkommen. Das Musée d'Art et d'Histoire ist
vor allem für seine Gemäldesammlung bekannt. Eine der schönsten Sehenswürdigkeiten ist
die romanische Kathedrale St-Pierre. Besuchenswert ist auch das alte Rathaus (16.
Jh.). Im Jardin Anglais gibt es eine originelle Blumenuhr. Eine Bootsfahrt auf dem
Genfer See ist zu empfehlen. Das Freizeitangebot für Aktivurlauber ist vielseitig, vor
allem Wassersport, Golf, Reiten und Bergsteigen sind beliebt. Südlich von Genf, bereits
auf französischem Boden, liegt der Mont Salève, dessen Kalkwände eine
ausgezeichnete Kletterschule hervorgebracht haben. Romantiker können auch mit Pferd und
Wagen über die Jurahöhen ziehen. Im Winter vertreibt man sich die Zeit mit Skilaufen und
Schlittschuhlaufen. Weinberge bedecken die Hänge der Monts du Lavaux; Riex und
Epesses sind zwei der bekanntesten Weindörfer am Nordufer des Genfer Sees.
Lausanne, die Hauptstadt des Kantons Vaud (Waadt), liegt am Nordufer des Genfer Sees.
Wahrzeichen sind die Kathedrale Notre Dame in der Cité, der Altstadt, und
das benachbarte Schloß (1397-1431). Das Rathaus mit Renaissancefassade ist ebenfalls
sehenswert. 15 Museen und ein vielseitiges Kultur- und Sportangebot sorgen für
Abwechslung. Kreuzfahrten und Ausflüge in die reizvolle Umgebung bieten sich an. Schön
ist ein Spaziergang am alten Hafen Port d'Ouchy. Von Ouchy kann man mit der
Zahnradbahn in die Lausanner Innenstadt hinauffahren. Eine Vielzahl kleiner Flüsse und
Hügel bestimmt das Landschaftsbild in der Waadt. Umgeben von Weinbergen liegt das Château
d'Aigle, die ehemalige Residenz der bernischen Landvögte. Eines der bedeutendsten
Baudenkmäler der Schweiz ist die ehemalige Benediktinerklosterkirche St-Pierre
(11. Jh.) in dem Städtchen Romainmôtier. Auf dem Gletscher bei Les Diablerets kann
man auch im Sommer Ski laufen. Die Aussicht auf den Montblanc (mit 4807 m der höchste
Berg Europas) ist unbeschreiblich. Villars ist ein populärer Wintersport- und
Luftkurort. Der 1300 m hoch gelegene Kurort Leysin bietet herrliche Panoramablicke auf die
Rhoneebene, das Montblanc-Massiv und den Genfer See. Montreux ist für sein mildes Klima
und sein Internationales Jazzfestival bekannt. Schloß Chillon ist eines der
beliebtesten Fotomotive.
Sommerurlaubsorte: Lausanne, Montreux, Yverdon, Nyon-Coppet, Morges, Vevey, Villeneuve,
Château-d'Oex, Les Diablerets, Leysin, Villars, Gryon, Payerne, Ste-Croix, Orbe und
Vallée de Joux.
Winterurlaubsorte: Rochers-de-Naye, Les Avants, Château-d'Oex, Rougemont, Les Diablerets,
Leysin, Villars, Gryon, St-Cergue, Ste-Croix und Vallée de Joux.
Zentralschweiz
Das Berner Oberland mit der
Jungfrau-Region ist eines der schönsten Feriengebiete der Schweiz. Adelboden, Grindelwald
und Lenk waren schon im 19. Jahrhundert vor allem beim europäischen Adel beliebt. Der
zwischen dem Thuner- und dem Brienzer See gelegene Ferien- und Luftkurort Interlaken ist
das Tor zum Berner Oberland und Ausgangspunkt der schmalspurigen Berner-Oberland-Bahnen
(BOB). Jungfrau (4158 m), Mönch (4099 m) und Eiger (3970 m), dessen
gefährliche, fast senkrecht abfallende Nordwand erst 1938 erstiegen wurde, gehören zu
den bekanntesten Gipfeln der Schweiz. Auf das Jungfraujoch führt eine Zahnradbahn. Das
stark vergletscherte Finsteraarhorn ist mit 4275 m der höchste Berg der Berner
Alpen. Den besten Panoramablick hat man vom Niesen (2362 m) am Südwestufer des
Thuner Sees, zu erreichen mit der Standseilbahn von Mülenen. Klare Seen, Bergflüsse,
vergletscherte Gipfel und Blumenwiesen machen den Reiz dieser Region aus.
Adelboden ist ein Bergdorf mit guten Wintersportmöglichkeiten. Man erreicht Adelboden,
wie auch Zweisimmen, von Spiez am Thuner See aus. Der Luftkurort Thun hat eine reizvolle
Innenstadt. Von Mürren, einem autofreien Ferien- und Wintersportort, kann man mit der
Schilthornbahn auf das 2970 m hohe Schilthorn fahren. Weitere Ausflugsziele sind
die Wasserfälle bei Gießbach und das Freilichtmuseum von Ballenberg.
In Bern, der Hauptstadt der Schweiz, hat man einen Ausblick auf den Jura im Westen und im
Süden auf die Voralpen und die Alpen. Der mittelalterliche Stadtkern, der von der UNESCO
zum Weltkulturgut erklärt wurde, befindet sich auf der Aarehalbinsel zwischen dem Zeitglockenturm
und der Nydeggkirche. Die zahlreichen Museen sind besuchenswert. Bern verfügt
über die größte Sammlung von Arbeiten des Malers Paul Klee.
Sommerurlaubsorte: Interlaken, Mürren, Wengen, Lenk, Grindelwald, Adelboden, Brienz,
Meiringen, Thun und Spiez.
Winterurlaubsorte: Interlaken, Mürren, Wengen, Lenk, Grindelwald, Adelboden, Gstaad,
Lauterbrunnen, Zweisimmen und Meiringen.
Luzern und Umgebung: Berge, Seen, Nadelwälder und Weideland sind charakteristisch für
das beliebte Urlaubsgebiet. Das durch zwei Zahnradbahnen erschlossene Bergmassiv der Rigi
ist berühmt für seine großartigen Aussichtspunkte. Die besten sind Kulm (1800 m)
und Scheidegg (1665 m). Luzern liegt am Vierwaldstätter See, auf dem Fahrten mit
Raddampfern angeboten werden. Die Hofkirche, das Rathaus (1602-1606) und das
Löwendenkmal sind nur einige der interessantesten Bauwerke der Stadt. Die 170 m
lange überdachte Kapellbrücke, die über die Reuß führt, war ursprünglich eine
der ältesten Holzbrücken des Landes (1333 errichtet). Im Sommer 1993 brannte sie ab,
wurde jedoch innerhalb eines Jahres wiederaufgebaut. Das Richard-Wagner-Haus und
das Verkehrshaus der Schweiz sind ebenfalls einen Besuch wert. Auf dem
nahegelegenen Rotsee wird alljährlich die Rotsee-Regatta ausgetragen. Sonnenberg,
Gütsch, Pilatus und alle anderen Berge im Umkreis von Luzern erreicht man mit
Drahtseilbahnen, Skiliften und Zahnradbahnen. Sehr reizvoll ist die Fahrt von dem Kurort
Engelberg zum Titlis (3239 m), der zu jeder Jahreszeit mit Schnee bedeckt ist. In
Engelberg selbst gibt es ein großartiges Benediktinerkloster (1120) und eine Barockkirche
zu sehen, in der sich die größte Orgel der Schweiz befindet. In Schwyz stehen schöne
Patrizierhäuser.
Sommerurlaubsorte: Luzern, Engelberg, Weggis, Vitznau, Schwyz, Sarnen, Küssnacht,
Hergiswil, Gersau, Einsiedeln, Bürgenstock und Brunnen.
Winterurlaubsorte: Engelberg, Andermatt, Melchsee-Frutt, Rigi und Sörenberg.
Sitten & Bräuche
Familienstruktur
Viele Paare leben vor der Eheschließung bereits mehrere Jahre zusammen oder
verzichten vollkommen auf einen Trauschein. Das Heiratsalter der meisten Schweizer liegt
zwischen 25 und 29 Jahren. Die duchschnittliche Schweizer Familie ist mit einem oder zwei
Kindern eher klein. Mittlerweile sind 39 Prozent aller Erwerbstätigen Frauen. Sie
erhielten erst 1971 Stimmrecht bei Bundes- und den meisten Kantonalswahlen. Der Halbkanton
Appenzell-Innerrhoden gewährte Frauen erst 1990 das Wahlrecht.
Umgangsformen
Man verwendet in der Schweiz eher als in anderen westeuropäischen Ländern die
förmliche Anrede und den Nachnamen einer Person. Titel werden sowohl bei der
schriftlichen als auch bei der mündlichen Anrede gebraucht. Während Jugendliche sich
untereinander mit dem Vornamen ansprechen, benutzen Erwachsene diese nur bei guten
Freunden und Familienmitgliedern. In den verschiedenen Sprachgruppen gibt es
unterschiedliche Grußformeln, die außerdem der jeweiligen Tageszeit und Situation
entsprechen. Eine typische Grußformel, die es nur in der Schweiz gibt, ist Gruezi, das
auch bei formellen Anlässen verwendet wird. In der Schweiz kündigt man Besuche in der
Regel vorher an. Der Gast überreicht dem Gastgeber meist ein Geschenk, insbesondere bei
der ersten Einladung.
Freizeit
Die Schweiz bietet hervorragende Möglichkeiten, Sport zu treiben. Beliebte
Sportarten sind: Wandern, Skifahren, Bergsteigen, Fussball, Tennis, Schlittschuhlaufen und
Wassersport. Der Fremdenverkehr hat eine lange Tradition in der Schweiz, die man auch als
Wiege des Alpinismus bezeichnen kann; bereits 1871 wurde die erste Bergbahn
Europas auf den Rigi in Betrieb genommen. Eine der Nationalsportarten ist Schwinger, eine
Art Ringkampf im griechisch-römischen Stil, bei dem es aber keine Gewichtsklassen gibt.
Im Sommer finden in vielen Städten Musikfestivals statt.
Nachtleben
In den meisten Städten und Urlaubsorten gibt es Kinos,
Theater, Nachtklubs und/oder Diskotheken. In zahlreichen Orten kann man in Spielkasinos
sein Glück versuchen. In Bars und Restaurants werden oft einheimische
Unterhaltungsprogramme geboten.
Einkaufstipps
Schweizer Uhren, volkstümliche Handarbeiten wie
Stickereien und Spitzenwaren, Leinen, Berner Holzschnitzereien, Schokolade, Bergkäse und
Schweizer Taschenmesser.
Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 08.00-18.30 Uhr, Sa
08.30-16.00 Uhr. Viele Geschäfte schließen zwischen 12.00 und 13.30 Uhr. In den Städten
sind Kaufhäuser und andere Geschäfte am Montag vormittag geschlossen. Einmal pro Woche
bleiben die Geschäfte in den Großstädten bis 21.00 Uhr geöffnet.
Trinkgeld
Trinkgeld ist grundsätzlich inbegriffen; bei guter
Bedienung rundet man jedoch den Rechnungsbetrag großzügig auf.
Strom
| Volt |
Frequenz (Hz) |
Bemerkung |
| 230 |
50 |
- |
Unterkunft
Die Hotels haben durchweg einen hohen Standard und
bieten meist viel Komfort. Man sollte im voraus buchen, die Verkehrsbüros nehmen
allerdings keine Buchungen entgegen. Die Palette reicht von vornehmen Luxushotels bis hin
zu Gasthäusern und Pensionen mit Familienatmosphäre. Es gibt auch zahlreiche
Unterkünfte, die behindertengerecht ausgestattet sind. Der »Hotelführer für Behinderte
in der Schweiz« ist von Mobility International Schweiz erhältlich, Adresse:
Froburgstraße 4, CH-4600 Olten. Tel: (062) 206 88 35. Telefax: (062) 206 88 39. (E-Mail: mis-ch@bluewin.ch ; Internet: http://www.mis-infothek.ch)
Etwa 40% der Hotels sind dem Schweizer
Hotelier-Verein (SHV) angeschlossen. Adresse: Monbijoustraße 130, Postfach, CH-3001
Bern. Tel: (031) 370 41 11. Telefax: (031) 370 44 44. (E-Mail: shv@swisshotels.ch; Internet: http://www.swisshotels.com)
Kategorien: 1-5 Sterne;
Geltungsbereich: die dem SHV angeschlossenen Hotels.
5 Sterne (Luxusklasse): Sehr
hoher Standard, viel Komfort, für gehobene Ansprüche. Alle Zimmer mit Bad oder
Dusche/WC, Farbfernseher. 16-24stündiger Etagenservice. Mindestgröße: 35 Gästezimmer.
4 Sterne (Gehobene Klasse): Hoher
Standard. Alle Zimmer mit Bad oder Dusche/WC; 16-24stündiger Etagenservice; 60% der
Zimmer haben Farbfernseher. Mindestgröße: 25 Gästezimmer.
3 Sterne (Gute Mittelklasse): Sehr
guter Standard. 75% der Zimmer mit Bad oder Dusche/WC. Mindestgröße: 10 Zimmer.
2 Sterne (Komfortabel): Guter
Standard. 30% der Zimmer mit Bad oder Dusche/WC.
1 Stern (Einfach): Einfache
saubere Unterkünfte.
Anmerkung: Die Mitgliedschaft
im SHV ist freiwillig, daher ist es durchaus möglich, daß einige erstklassige
Hotels nicht registriert sind. Je nach Urlaubsort gibt es geringfügige Preisunterschiede.
Der SHV veröffentlicht einen jährlichen Hotelführer mit Angaben über Preise,
Ausstattung und Service der 2591 dem Verband angeschlossenen Hotels und Pensionen. Der
Führer enthält zusätzlich touristische Informationen und ist im Buchhandel erhältlich.
Für jüdische Feriengäste steht ein Verzeichnis von Hotels und Restaurants zur
Verfügung, die koscheres Essen anbieten. Darüber hinaus gibt es gesonderte Verzeichnisse
von Hotels mit Vorrichtungen für Behinderte und Unterkünften, die besonders für
Familien geeignet sind. Broschüren und Verzeichnisse sind vom Verkehrsbüro erhältlich.
FERIENHÄUSER UND -WOHNUNGEN: Informationen
über Ferienhäuser, Chalets, Appartements und Ferienwohnungen vom örtlichen
Verkehrsbüro oder ansässigen Maklern. Das Schweizer Verkehrsbüro verschickt auf Anfrage
eine Adressenliste.
BÄDER UND KURORTE: Ein
Verzeichnis der Schweizer Badekurorte ist vom Schweizer Verkehrsbüro erhältlich. Weitere
Auskünfte erteilen der Verband Schweizer Heilbäder, Rosenbergweg 10c, Postfach
829, CH-6301 Zug. Tel: (041) 726 30 03. Telefax: (041) 726 30 04. (Internet: http://www.heilbad.org) sowie der Verband
Schweizer Kurhäuser (VSK), Oberdorfstraße 53b, CH-9100 Herisau. Tel: (071) 350 14
14. Telefax: (071) 350 14 18. (E-Mail: info@wohlbefinden.com;
Internet: http://www.wohlbefinden.com)
PRIVATKLINIKEN: Informationen
über Privatkliniken und Sanatorien sind der Broschüre Privatkliniken in der Schweiz
zu entnehmen, die beim Verkehrsbüro erhältlich ist.
JUGENDHERBERGEN: Personen
über 25 erhalten nur dann ein Bett, wenn ausreichend Platz vorhanden ist. Ein
internationaler oder nationaler Jugendherbergsausweis muß vorgelegt werden. Man sollte
mindestens 5 Tage im voraus buchen. Buchungsbestätigung bei Beilage der Internationalen
Jugendherbergs-Rückantwortkarte möglich. Ein Verzeichnis der Schweizer
Jugendherbergen ist vom Schweizer Verkehrsbüro erhältlich oder von den Schweizer
Jugendherbergen, Schaffhauserstraße 14, Postfach 161, CH-8042 Zürich. Tel: (01) 360
14 14. Telefax: (01) 360 14 60. (E-Mail: bookingoffice@youthhostel.ch;
Internet: http://www.youthhostel.ch)
CAMPING: Es gibt etwa 450
Zeltplätze in der Schweiz. Auf Privatgrundstücken/Ackerland sollte man nicht zelten.
Campingführer werden vom Verband Schweizerischer Campings (VSC/ASC)
veröffentlicht (erhältlich im Buchhandel). Die Adresse des Verbandes Schweizerischer
Campings (VSC/ASC) ist: Zentralsekretariat, Seestraße 119, CH-3800
Interlaken-Thunersee. Tel: (033) 323 25 23. Telefax: (033) 823 29 91. (E-Mail: info@swisscamps.ch; Internet: http://www.swisscamps.ch)
Verkehr
BAHN: Das Streckennetz umfaßt 16.000 km
einschließlich Postautolinien, Bergbahnen und Schiffahrtslinien. Betreiber sind die Schweizerischen
Bundesbahnen und private Unternehmen wie die Rhätische Bahn in
Graubünden/Grisons und die Berner Oberlandbahnen. Die wichtigsten Züge führen
Speisewagen und einen Minibar-Service. Fahrrad- und Autovermietungen stehen an allen
größeren Bahnhöfen zur Verfügung. Viele der Wintersportorte kann man nur mit
Bergbahnen erreichen.
Sonderfahrkarten: Erhält man u. a. vom Schweizer
Verkehrsbüro, DB- und ÖBB-Fahrkartenausgaben und DER-Reisebüros. Auskünfte erteilt
auch die Vertretung der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) in Stuttgart:
Arnulf-Klett-Platz 2, D-70173 Stuttgart. Tel: (0711) 230 80 10. Telefax: (0711) 23 08 01
90. (E-Mail: schweizerbahnen@t-online.de).
Der Swiss Pass berechtigt zu beliebig vielen Fahrten auf den Bahn-, Postbus- und
Schiffstrecken des Swiss Travel Systems und zur Benutzung der öffentlichen
Verkehrsmittel in 36 Städten. Viele Bergbahnen gewähren Fahrpreisermäßigungen.
Gültigkeit: 4, 8 bzw. 15 Tage oder 1 Monat. Mit dem Swiss Flexi Pass (nur in der
Schweiz erhältlich) hat man freie Fahrt auf dem gesamten Netz des Swiss Travel Systems
an 4, 8 oder 15 Tagen innerhalb eines Monats. Die Swiss Card ist eine günstige
Ferienkarte, die zu einer Fahrt vom jeweiligen Grenz- bzw. Flughafenbahnhof zum Schweizer
Zielort und zurück berechtigt. Alle weiteren Fahrkarten (Bahn, Bus, Schiff) erhält man
zum halben Preis, für Fahrten mit Bergbahnen wird eine Ermäßigung gewährt. 50%
Ermäßigung für Kinder von 6 bis 16 Jahren. Gültigkeit: 1 Monat. Kinder bis zum 16.
Lebensjahr fahren umsonst bzw. zum halben Preis, wenn sie mit ihren Eltern unterwegs sind
und auf einer STS-Familienkarte reisen. Die Familienkarte wird mit dem Swiss
Pass und der Swiss Card gratis abgegeben. Das Halb-Preis-Abo ist für
einen Monat oder ein Jahr erhältlich und berechtigt zu unbeschränktem Bezug von
Fahrkarten zum halben Preis. Regionale Ferienpässe sind in gewissen Regionen im
Sommer erhältlich. Weitere Einzelheiten auch von den Schweizerischen Bundesbahnen,
Postfach, CH-3030 Bern (Internet: http://www.sbb.ch).
Der InterRail-Paß und die Euro Domino-Netzkarte sind auch in der Schweiz
gültig.
BUS/PKW: Die Schweiz verfügt über ein gut ausgebautes
Straßennetz. Viele Bergstraßen sind eng, äußerst kurvenreich und oft im Winter bei
ungünstigen Witterungsbedingungen nicht befahrbar. Schneeketten und Winterreifen werden
im Winter benötigt. Spikes-Reifen dürfen vom 1. November bis 30. April auf Landstraßen
benutzt werden (je nach Witterungsverhältnissen auch Verlängerung möglich). Auf
Autobahnen darf nicht mit Spikes-Reifen gefahren werden. Ausgenommen sind die
St.-Gotthard- und San-Bernardino-Tunnel. Mit der Bahn kommt man meist schneller ans Ziel.
Bus: Postbuslinien fahren auch die abgelegensten Dörfer an. Es gibt nur wenige
Überlandbusse. Mietwagen: Buchungsbüros der größeren europäischen Firmen in allen
Städten, Hotels, Flughäfen und größeren Bahnhöfen. Verkehrsbestimmungen:
Anschnallpflicht; Kinder unter 12 Jahren müssen auf dem Rücksitz Platz nehmen. Bei
schlechten Lichtverhältnissen muß das Abblendlicht eingeschaltet sein. Alkohol am Steuer
wird mit hohen Geldbußen belegt. Promillegrenze: 0,8?. Auf manchen Bergstraßen sind
Schneeketten vorübergehend Pflicht. Bleifreies Benzin wird an jeder Tankstelle angeboten.
An Autobahnen und in vielen Städten kann man an Tankstellen mit Notenautomaten rund um
die Uhr mit 10- und 20-Franken-Scheinen Benzin bekommen. Geschwindigkeitsbegrenzungen: 80
km/h auf Landstraßen; 120 km/h auf Autobahnen; 50 km/h in geschlossenen Ortschaften. Für
Fahrzeuge mit Spikes-Reifen beträgt die Höchstgeschwindigkeit 80 km/h. Automobil-Clubs:
Automobil-Club der Schweiz, Wasserwerkgasse 39, CH-3000 Bern 13. Tel: (031) 311 77 22.
Telefax: (031) 311 03 10. (E-Mail: acszv@acs.ch;
Internet: http://www.acs.ch) Touring-Club
der Schweiz, Chemin de Blandonnet 4, Postfach 820, CH-1214 Vernier. Tel: (022) 417 27
27. Telefax: (022) 417 20 20. (E-Mail: info@tcs.ch;
Internet: http://www.tcs.ch). Unterlagen:
Nationaler Führerschein. Die Mitnahme der internationalen Grünen Versicherungskarte wird
empfohlen, um vollen Versicherungsschutz zu gewährleisten. Bei der vorübergehenden
Einfuhr eines Privatfahrzeuges ist bei einem Aufenthalt von bis zu einem Jahr kein
Zolldokument erforderlich.
Autobahnsteuer (Vignette): Für die Benutzung der Schweizer
Autobahnen und Nationalstraßen muß man pro Kalenderjahr pauschal 40 sfr bezahlen.
Anhänger und Wohnwagen kosten zusätzlich 40 sfr. Vignette-Aufkleber kann man an den
Grenzübergängen kaufen, sie gelten für mehrfache Einreisen innerhalb der
Gültigkeitsdauer (jeweils vom 1. Dezember bis zum 31. Januar des übernächsten Jahres,
d. h. 14 Monate). Es empfiehlt sich, die Aufkleber bereits im voraus beim nächstgelegenen
Schweizer Verkehrsbüro oder bei einem der Automobilclubs zu erwerben, um Wartezeiten an
den Grenzübergängen zu vermeiden.
STADTVERKEHR: Die städtischen Verkehrsmittel gelten als
vorbildlich. Straßenbahnen und Vorortzüge verkehren in Basel, Bern, Genf, Neuchâtel und
Zürich. Diese und viele andere Städte haben auch Oberleitungsbusse. Fahrkartenautomaten
stehen überall zur Verfügung. Fahrscheine können selbstverständlich auch an
Informations- und Verkaufsschaltern erworben werden. Die Fahrpreise richten sich nach den
jeweiligen Fahrzonen; Tageskarten, die für eine oder mehrere Städte gültig sind, werden
ebenfalls angeboten.
Fahrzeiten: von Zürich zu den folgenden größeren Städten
(ungefähre Angaben in Std. und Min.):
| - |
Flugzeug |
Bahn |
Bus/Pkw |
| Basel |
0.30 |
1.05 |
1.10 |
| Bern |
- |
1.10 |
1.15 |
| Genf |
0.40 |
2.55 |
2.45 |
| Lugano |
0.45 |
3.00 |
3.00 |
Zoll
Gegenstände, die für den persönlichen Bedarf des Reisenden bestimmt sind,
können abgaben- und bewilligungsfrei eingeführt werden. Zum Reisegut gehören
insbesondere Kleidung, Wäsche, Schuhe, Schmuck, Toilettenartikel, Sportgeräte,
Campingzubehör, Fotoapparate mit Zubehör ein tragbarer Personal- oder Heimcomputer bzw.
ein Laptop mit dazugehörenden Datenträgern sowie tragbare Musikinstrumente.
Voraussetzung für die Abgaben- und Bewilligungsfreiheit ist, dass es sich um gebrauchte
Gegenstände handelt. Außerdem müssen sie bei der Ausreise auch wieder ausgeführt
werden. Zum Reisegut gehört auch der Reiseproviant. Freimenge für alkoholische Getränke
und Tabak (gelten nur für Personen von ueber 17 Jahren) Zigaretten 200 Stück oder
Zigarren 50 Stück oder Pfeifentabak 250 Gramm. Alkoholische Getränke bis 15%Vol. 2 Liter
und über 15% Vol 1 Liter. Weitere Hinweise hierzu finden Sie unter www.eda.admin.ch . |
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