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Kommunikation: Rundfunk und Fernsehen sind maßvoll dereguliert. Gebühren darf nur die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) erheben, die als Genossenschaft organisiert ist. Sie ist verpflichtet, ihre Programme als "Service public" zu gestalten und auf kulturelle und gesellschaftliche Minderheiten Rücksicht zu nehmen.TV-Werbung ist auf 3% der Sendezeit beschränkt. Rund 95% aller Haushalte zahlen TV- und Rundfunkgebühren. In der Mediennutzung bahnt sich ein "markanter Wechsel" an, wie eine Enquete ergab: knapp 40% der Befragten gaben an, zur Informationen dienten ihnen in erster Linie die Fernsehprogramme der SRG, nur 22% halten sich an ihre Zeitung. Auch die Beachtung der nationalen Radiosender nimmt ab. Mit ihren Medien sind die Schweizer zufrieden: 80% loben das SRG-Fernsehen, 87% die Radio-Programme und 92% ihre Zeitung. Ausgezeichnetes Telefonsystem und exzellente Rundfunk- und Fernsehversorgung bis in entlegene Täler, großer Anteil an Verkabelung. Es gibt 9 landesweite Radio-Sender in allen Landessprachen und 44 meist durch Werbung finanzierte Lokalsender. Für das Fernsehen stehen 6 SRG-Programme, 2 private landesweite und 27 private lokale Sender zur Verfügung. 59 weitere lokale Sender zeigen vor allem Texttafeln. Auf 1000 Einwohner kommen 1002 Radios, 552 Fernseher, 689 Telefone, 921 Handys, 865 PCs und 498 Internet/Anschlüsse. Es erscheinen 76 Tageszeitungen mit einer Gesamtauflage von 2,685 Mio. Stück. 67% der Presseerzeugnisse werden in Deutsch, 25% in Französisch, 6% in Italienisch und 2% in Rätoromanisch herausgegeben. Wichtigste Medien: 1. Rundfunk: öffentlich rechtlich: Schweizer Radio- und Fernsehgesellschaft "SRG SSR idée suisse" mit Radio und TV-Programmen in deutscher, französischer, italienischer und rätoromanischer Sprache; daneben verschiedene private regionale und lokale Radiostationen und wenige regionale private TV-Sender. 2. Printmedien: Auflagenstärkste Zeitungen (2007): Tageszeitungen (Leserzahlen): Deutschschweiz: 20 Minuten (Gratiszeitung) (1,2 Mio.), Blick (Boulevardzeitung) (689.000), TagesAnzeiger Zürich (536.000), Mittelland/Aargauer Zeitung (442.000), Berner Zeitung / Der Bund (405.000), Neue Zürcher Zeitung (NZZ) (312.000), Die Südostschweiz (240.000), Neue Luzerner Zeitung (287.000), St. Galler Tagblatt (215.000), Basler Zeitung (210.000). Romandie: Le Matin (317.000); Gratiszeitungen Le Matin Bleu (353.000), 20
minutes (276.000) und 24 Heures (240.000); Tribune de Genève (168.000), Le Temps
(119.000). Sonntagszeitungen: SonntagsBlick (995.000), SonntagsZeitung (768.000), Matin
Dimanche (562.000), NZZ am Sonntag (479.000) 3. Presse-Agentur: Schweizerische Depeschen-Agentur (SDA)
* Für die Rangliste hat Reporter ohne Grenzen einen Katalog von 52 Fragen zur Situation der Medienfreiheit im jeweiligen Land erstellt. Daraus wurde ein Index ermittelt. So haben die erstplazierten Länder einen Index von 0,50 (große Pressefreiheit), das Schlusslicht Nordkorea kommt auf einen Index von 109,00 (keine Pressefreiheit). |
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