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Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts fand eine Migrationsbewegung aus Skandinavien nach Amerika statt. Schweden war von dieser Emigration am stärksten betroffen. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte sich diese Entwicklung wieder um und Schweden wurde Aufnahmeland für politische Flüchtlinge und Arbeitsimmigranten. Heute ist die Asylgesetzgebung in Schweden ziemlich freizügig, die Einwanderung wird dagegen streng geregelt. Die 17 000 Samen, die im Norden leben und deren traditionelle Lebensweise von der schwedischen Regierung geschützt wird, sind die größte Minderheit, danach kommen die Finnen (3%). Die Bevölkerungsdichte ist eine der niedrigsten auf dem Kontinent, aber die Verteilung im Land ist höchst unterschiedlich. Bestimmte Regionen wie der Norden und das Landesinnere sind wenig besiedelt, wogegen andere Regionen wie der Süden und die Küste des Bottnischen Meerbusens seit dem Mittelalter erheblich dichter besiedelt ist. Im Süden herrscht die ländliche Lebensweise mit den typischen Landhäusern aus Holz vor. Mit der Entdeckung und Ausbeutung von Eisenerz hat sich der Norden demografisch entwickelt. Das hohe städtische Niveau - 83,4% der Schweden leben in den Stadtkernen von Stockholm, Göteborg und Malmö - ist das Resultat eines ländlichen Exodus infolge des höheren Lebensstandards in den Städten. Die demografische Struktur ist die einer stark gealterten Bevölkerung. Laut Schätzungen betrug 2004 der Anteil der älteren Bevölkerung 17,4% und der der jungen Bevölkerung etwa gleich viel. Wie bei anderen entwickelten Ländern ist die Fruchtbarkeitsrate gering und liegt bei durchschnittlich 1,64 Kindern; die Kindersterblichkeit ist die niedrigste der Welt nach jener von Singapur. |
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