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Gesundheit Literatur Reisehinweise Reiseziele
Sitten & Bräuche Strafrecht Strom Unterkunft
Verkehr Zoll- - -

Gesundheit

Es besteht in Schweden für alle Personen, die in Deutschland gesetzlich versichert sind, ein Anspruch auf Behandlung – soweit dringend erforderlich – bei Ärzten, Zahnärzten, Kranken-häusern usw., die vom ausländischen gesetzlichen Krankenversicherungsträger zugelassen sind. Als Nachweis ist die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), bzw. Ersatzbescheinigung vorzulegen (beide Dokumente erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse).

Für Privatversicherte gelten die gleichen Regelungen wie in Deutschland. In der Regel jedoch werden die Behandlungskosten sofort fällig, so dass es sich empfiehlt, Geld in Landeswährung oder Kreditkarten mitsichzuführen.

Unabhängig davon wird dringend empfohlen, für die Dauer des Auslandsaufendhaltes eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von gesetzlichen Kassen nicht übernommen werden (z.B. notwendiger Rücktransport nach Deutschland im Krankheitsfall, Behandlung bei Privatärzten oder Privatkliniken).

Weitere Einzelheiten enthält die Internetseite www.dvka.de der Deutschen Verbindungsstelle für Krankenversicherung Ausland unter der Rubrik "Urlaub im Ausland". Ansonsten erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse Auskünfte über die aktuellen Regelungen.


Literatur

Reisehinweise

Seit dem 01.06.2005 gilt in Schweden ein allgemeines Rauchverbot in der Gastronomie und in öffentlichen Gebäuden.

Alkoholgrenze im Straßenverkehr: 0,2 Promille. Es drohen hohe Strafen bei Verstoß (auch Haftstrafen). Alkoholkontrollen sind auch morgens bei Eintreffen der Fähren üblich.

Geschwindigkeitsbegrenzungen sind genau einzuhalten; bei Überschreitungen gibt es keine Toleranzgrenzen, aber hohe Strafen. Zum 1. Oktober 2006 wurden die Bußgelder für Geschwindigkeitsübertretungen verdoppelt. Schon bei relativ geringen Übertretungen muss daher mit empfindlichen Strafen gerechnet werden. Je nach vorgeschriebener Höchstgeschwindigkeit bewegen sich die Sätze zwischen 1500 bzw. 2000 SEK für geringe Überschreitungen (1-10 km/h) und 4000 SEK für schwerere Verstöße (30-40 km/h). Auch Verstöße gegen die Gurt- bzw. Helmpflicht werden mit Bußgeldern zwischen 1500 SEK (Erwachsene) und 2500 SEK (Kinder) belegt.

Kriminalität: In den letzten Jahren ist es in Mittel- und Südschweden vermehrt zu Überfällen auf Wohnwagenbesitzer und Wohnmobile gekommen, die auf Parkplätzen entlang der Autobahn übernachteten. Die schwedische Polizei rät deshalb dringend, bewachte Campingplätze aufzusuchen.


Reiseziele

Das schwedische Seengebiet
 
Die »Wiege der schwedischen Kultur« liegt in den Provinzen Västergötland, Dalsland und Värmland im Westen, Närke, Västmanland und Dalarna im Norden und Östergötland, Södermanland und Uppland im Osten. Die Mehrheit der Bevölkerung Schwedens lebt im Seengebiet, und die Auswahl an Hotels, Campingplätzen und Pensionen auf dem Land ist gut.
 
Ebenen, Wiesen und große Seen bestimmen das Landschaftsbild.
 
Ausflüge: In Västergötland kann man das Schloß Läckö besichtigen, den Trollhätte-Kanal Richtung Göteborg und Westküste entlangschippern, Kanu fahren und angeln. Im Norden der Provinz beginnt der Tiveden, einer der schönsten schwedischen Nationalparks. Närke: Sehenswert sind das Stjernhov-Herrenhaus und ein im 17. Jahrhundert erbautes Gasthaus bei Grythyttan im Västmanland. Dalarna: In den Ortschaften am malerischen Siljansjö findet im Sommer ein Musikfestival statt. Freunde des schwedischen Malers Carl Larsson können auf einer Führung sein Haus und seinen Garten in Sundborn bei Falun besichtigen. Die Provinz ist bekannt für ihr Kunstgewerbe (u. a. Dala-Pferdchen). Dalarna ist auch ein ideales Wandergebiet. Auf der Sollerön-Insel befinden sich Wikingergräber, und in Kolmården gibt es einen Zoo und einen Safaripark. Schloß Gripsholm liegt im Södermanland. In Östergötland kann man Stille und Einsamkeit auf einem der vielen Schäreninselchen genießen. Weitere Urlaubsziele sind die alte Universitätsstadt Uppsala (Schloß, mächtiger Dom und bedeutende Universitätsbibliothek) und das Barockschloß Skokloster.
 

Urlaubsorte: Skara, Karlstad, Lidköping, Örebro, Askersund, Grythyttan, Rättvik, Leksand, Vadstena, Linköping, Tällberg, Sunne, Mariefred (Grab des Schriftstellers Kurt Tucholsky), Uppsala, Sigtuna und Björkön.

Die Ostküste (nördlich von Stockholm)
 
Die Provinz Gästrikland mit ihren Fichtenwäldern liegt im Süden. Nördlich davon liegt Hälsingland, ein Gebiet mit großen Seen und den für die Region typischen Herrenhäusern aus Holz. In Medelpad, das heute eines der am stärksten industrialisierten Gebiete Schwedens ist, gibt es viele ursprüngliche Landstriche, in denen man Ferienhäuser mieten und angeln kann. Die Gegend ist reich an prähistorischen Stätten.
 
In der Provinz Ångermanland erwartet den Besucher eine der schönsten Landschaften in ganz Schweden mit Wäldern, Seen, Inseln, Fjorden und Bergen. Wer unberührte Natur sucht, sollte nach Västerbotten fahren. Die Küste Norrlands (die »schwedische Riviera«) ist bestens für einen Erholungsurlaub geeignet. Im Hinterland gibt es klare Seen und fischreiche Flüsse. Gute Straßen führen ins südliche Lappland. Weiter an der Küste entlang findet man bei Lövånger hunderte von renovierten Holzhäusern, die an Urlauber vermietet werden. Am Polarkreis sind die Wasser- und Lufttemperaturen im Sommer ähnlich angenehm wie am Mittelmeer, und es gibt viel Sonnenschein.
 
Norrbotten mit seinen vielen Bergflüssen ist ein Paradies für Angler. Hochseeangeln ist ebenfalls möglich.
 
Urlaubsorte: Furuvik, Gävle, Söderhamn, Hudiksvall, Bollnäs, Ljusdal, Arbrå, Järvsö, Sundsvall, Härnösand, Ramsele, Umeå, Piteå, Luleå und Boden.

Die Westküste

Halland ist eine lange schmale Provinz, die sich an der Westküste entlangzieht. Die Landschaft ist lieblich mit kilometerlangen Sandstränden, die oft von Kiefernwäldern gesäumt sind. Im Landesinneren findet man Täler und Gebirgskämme, Waldgebiete und heidekrautbewachsene Moore. Ausflugsziele sind Kungsbacka, ein Marktort im Norden der Provinz, und die Onsala-Halbinsel, auf der man baden, segeln und angeln kann. Fjärås Bräcka ist ein Kiesbergkamm, der aus der Eiszeit stammt. Weiter südlich liegt Varberg, einer der größten Badeorte Hallands, der von einer Festung aus dem 13. Jahrhundert überragt wird. Weitere Urlaubsorte sind Falkenberg und Tylösand mit einem von Dünen und Kiefern geschützten Sandstrand. Die Hauptstadt Hallands ist die bedeutende Hafen- und Industriestadt Halmstad. Die Gewässer der Westküste werden durch den Golfstrom erwärmt, ein Strandurlaub bietet sich daher an. In der Provinz Bohuslän gibt es viele idyllische Orte, an denen man sonnenbaden kann. Die Küste hat unzählige Buchten und Felseninseln.
 
Im Süden der schwedischen Westküste zwischen Strömstad und Laholm gibt es Urlaubsorte mit langgestreckten, flachen Sandstränden, Felsenküsten und geschützten Buchten. Im Hinterland bestimmen Wiesen und kleine Fischerdörfer das Landschaftsbild.
 
Urlaubsorte: Göteborg, Halmstad, Lysekil, Tylösand, Falkenberg, Varberg, Bovallstrand, Hunnebostrand, Kungshamn und Smögen sowie die Inseln Orust und Tjörn.

Gotland und Öland
 
Die beiden größten Inseln Schwedens liegen in der Ostsee, südöstlich des schwedischen Festlandes. Hier gibt es mehr Sonnenschein als sonstwo in Schweden. Die Inseln sind besonders für Vogel- und Blumenliebhaber interessant, und man findet viele historische Städtchen und Stätten (u. a. prähistorische Fluchtburgen und Gräber). Es gibt täglich mehrere Fährverbindungen zu beiden Inseln, Öland kann man auch mit dem Bus über die längste Brücke Europas (bei Kalmar) erreichen. Fahrräder können überall gemietet werden.
 
Ausflüge: Man findet auf beiden Inseln Stätten aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit. Auf Gotland befinden sich die eindrucksvollen Lummellunda-Tropfsteinhöhlen. Kattlundsgård ist eine schöne mittelalterliche Stadt. Der historische Stadtkern der zauberhaften alten Hansestadt Visby ist von einer mittelalterlichen Ringmauer umgeben, an der sich Rosen emporranken. Ausflugsziele auf Öland: Die Königliche Sommerresidenz bei Solliden, die Burg Borgholm, die mittelalterliche Kirche in Gärdslösa; das befestigte Dorf bei Eketorp sowie zahlreiche Runensteine der Wikinger und Windmühlen.
 
Urlaubsorte: Visby und Borgholm

Göteborg

Im Bezirk Nordstaden der zweitgrößten Stadt Schwedens liegt das älteste Gebäude der Stadt, das Kronhuset (1643), das heute das Stadtmuseum beherbergt. In der Nähe liegen die Kronhusbodarna, Kunst- und Handwerkstätten aus dem 18. Jahrhundert. Der Botanische Garten (Botaniska Trädgården) ist in jedem Fall einen Besuch wert; der Steingarten gehört zu den schönsten der Welt, das Alpinum hat über 3000 verschiedene Bergpflanzen. Das Palmenhaus im Trädgårdsföreningen-Park ist ebenfalls sehenswert. Der Liseberg-Vergnügungspark mit dem berühmten Riesenrad ist ideal für Kinder. Es gibt viele Museen - das Schiffahrtsmuseum (Sjöfartsmuseet), das Schwedens maritime Geschichte und die Entwicklung des Schiffbaus darstellt, ist eines der interessantesten. Im Kunstmuseum hängen u. a. Gemälde von Rembrandt, Rubens, Picasso und Carl Larsson. Mit der Göteborgskortet hat man freie Fahrt mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln in der City, freien Eintritt in die städtischen Museen und den Liseberg-Park und kommt in den Genuß vieler anderer Vergünstigungen. Sie ist im Touristenbüro erhältlich und ist ab 24 Stunden bis zu mehreren Tagen gültig.
 
Ausflüge: Auf einer Rundfahrt mit den bekannten Paddan-Schiffen kann man die Sehenswürdigkeiten der Stadt am besten kennenlernen. Ablegestelle ist der Kungsportsplatsen, die Fahrt dauert 1 Std. und führt unter 20 Brücken hindurch zum geschäftigen Hafen. Eine andere beliebte Fahrt führt zur Festung Nya Elfsborg (17. Jh.), die auf einer Insel an der Hafeneinfahrt gebaut wurde. Stadtrundfahrten mit dem Bus werden in verschiedenen Sprachen angeboten. Göteborg ist Ausgangspunkt für die 3-Tage-Rundfahrt nach Stockholm, durch das Seengebiet und zum historischen Göta-Kanal.
 
Im Land des Schwedenglases
 
Böhmische Einwanderer begründeten im 18. Jahrhundert in Småland, nördlich von Skåne, Schwedens Glasindustrie. In Orrefors, Kosta/Boda und anderen Glashütten arbeiten die Glasbläser auch heute noch nach traditionellen Methoden. Småland ist eine große Provinz, und das »Glasreich« ist nur ein kleiner Teil davon. Es ist ein schönes Urlaubsgebiet mit Wäldern, Seen und gewundenen Straßen. Am Stadtrand von Vimmerby, dem Geburtsort von Astrid Lindgren, kann man sich die »Villa Kunterbunt« und den Bauernhof der »Kinder von Bullerbü« in dem Freizeitpark Astrid Lindgrens Welt anschauen. In der Provinz Blekinge laden Eichenwälder zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Einer der schönsten Fernwanderwege, der 240 km lange Blekingelede, führt quer durch die Provinz. An der Ostseeküste liegen viele reizvolle Küstenstädte. Die Orte Växjö und Kalmar liegen etwas abseits inmitten ausgedehnter Wälder und ziehen jedes Jahr viele Besucher an.
 
Ausflüge: Mo-Fr 08.00-15.00 Uhr sind die Glashütten Besuchern zugänglich, und man kann den Handwerkern bei der Arbeit zuschauen. Bootsfahrten werden zur Visingsö-Insel und zum Vättern angeboten. Auf der reizvollen Ostseeinsel Öland gibt es eine Festung (s. u.).
 
Urlaubsorte: Sölvesborg, Karlshamn, Ronneby, Karlskrona, Ljungby, Värnamo, Gränna, Oskarshamn, Västerrik, Jönköping, Växjö und Kalmar.

Lappland
 
In Lappland leben nur 5% der schwedischen Bevölkerung auf 25% der Gesamtfläche Schwedens. Die Landschaft ist zugleich einladend und unwirtlich. Bergwanderer, die die markierten Wege verlassen, tun dies auf eigene Gefahr. Die bekannteste Route heißt Kungsleden und bietet erfahrenen Bergwanderern die Möglichkeit, Schwedens höchsten Gipfel, den Kebnekaise, zu besteigen. Andere beliebte Wanderwege befinden sich in den Nationalparks Sarek (dramatische Hochgebirgslandschaft, jedoch keine Wanderwege oder Hütten) und Padjelanta (größter schwedischer Nationalpark, Hochgebirgslandschaft mit großen Seen, markierten Wanderwegen und Hütten).
 
Jämtland grenzt an das südliche Lappland; Skifahrer und im Sommer Bergwanderer und Angler kommen hier auf ihre Kosten. Härjedalen: Bussarde, Rentiere, Biber, Luchse und Schwedens einzige Moschusochsenherde sind hier anzutreffen.
 
Ausflüge: In Gällivare halten die Samen ihre Jahresmärkte ab. Eine Sammlung lappischer Kunst ist in Jokkmokk zu finden sowie ein Lapp Staden, ein altes Dorf aus 70 konischen lappischen Hütten. In Arjeplog gibt es ein Museum der lappischen Kultur. Einen Friedhof aus der Eisenzeit und eine mittelalterliche Kirche findet man auf der Insel Frösö. Mit einer Seilbahn kann man von Åre zum Gipfel des Åreskutan fahren.
 
Urlaubsorte: Kiruna, Gällivare, Jokkmokk, Arvidsjaur, Ammarnäs, Tärnaby, Åre, Storlien, Storuman, Sylarna, Blåhammaren und Östersund. Åre und Storlien sind zwei der bekanntesten Skiorte.

Skåne

An der Südspitze Schwedens liegt die fruchtbare Region Skåne (Schonen), die bis 1658 zu Dänemark gehörte. Die über 200 Burgen, Schlösser und Herrenhäuser erinnern an die dänische Herrschaftszeit. Die Landschaft besteht aus hügeligem Acker- und Weideland, Wäldern, aber nur wenigen Seen. Ost-, Süd- und Westküste bieten gute Bade- und Angelmöglichkeiten. Die engen Straßen im Hinterland sind ideal für Radfahrer. Skåne hat einige der schönsten Golfplätze Schwedens. Malmö ist eine freundliche Stadt mit idyllischen Kanälen und Plätzen. Besonders sehenswert ist das imposante Renaissance-Rathaus und das Schloß. Die Malmökortet bietet Besuchern diverse Vergünstigungen, u. a. freie Fahrt mit den regionalen Bussen und freien Eintritt in Museen, und ist vom Fremdenverkehrsamt in Malmö erhältlich.
 
Ausflüge: Die mittelalterliche Stadt Lund hat einen dreischiffigen romanischen Dom (12. Jh.). Sehenswert sind außerdem die astrologische Uhr aus dem 14. Jahrhundert, die Universität und das Kulturhistorische Museum.
 
Urlaubsorte: Malmö, Lund, Helsingborg, Ystad, Falsterbo, Mölle und Båstad.

Stockholm und Umgebung
 
Einen Stadtbummel beginnt man am besten in der Altstadt (Gamla Stan), deren schöne Häuser und mit Kopfstein gepflasterte Gassen einen lebhaften Eindruck vom alten Stockholm vermitteln. Die Hauptstraßen Österlånggatan und Västerlånggatan sind Fußgängerzonen, in denen Boutiquen, Kunstgewerbe- und Antiquitätenläden zum Schaufensterbummel einladen. In der Altstadt stehen drei historisch interessante Kirchen. Die Storkyrkan und die Riddarholmskyrkan stammen aus dem 13. Jahrhundert, das Interieur der deutschen Kirche (Tyska kyrkan) ist von barocker Pracht. Auf der anderen Hafenseite befindet sich das königliche Schloß (Kungliga Slottet) mit den Prunksälen, den Kronjuwelen, dem Staatssaal, der königlichen Kapelle, der königlichen Waffenkammer und dem Palastmuseum. Das elegante Rathaus (Stadshuset) wurde vor 70 Jahren eingeweiht und liegt am Ufer des Mälaren, nahe der Altstadt. Von der Spitze des 100 m hohen Turmes sowie von der Aussichtsplattform des 155 m hohen Kaknäs-Fernsehturms hat man einen guten Rundblick über die Stadt.
 
Die Insel Djurgården kann man mit dem Bus (vom Stadtzentrum) oder mit der Fähre erreichen. Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist das Vasamuseum, in dem das 369 Jahre alte Holzkriegsschiff ausgestellt ist, das 1628 bei seinem Stapellauf versank und 1961 im Stockholmer Hafen gefunden wurde. Das Skansen, ein Freilicht-Folkloremuseum, befindet sich ebenfalls auf Djurgården. Über 150 Gebäude aus allen Regionen Schwedens vermitteln einen Eindruck der traditionellen Bauweise in den verschiedenen Landesteilen. Ein Zoo sowie ein Aquarium sorgen für weitere Abwechslung. Auf der anderen Straßenseite liegt der Gröna Lund Tivoli, ein Vergnügungs- und Freizeitpark.
 
Stockholm hat über 150 Museen; acht davon liegen im Bezirk Djurgården, darunter auch das Nordische Museum (Nordiska Museet), das Waldemarsudde Haus und die Liljevalchs Konsthall. Im Historischen Museum (Historika Museet) sind prähistorische Schätze und Werkzeuge sowie Kunstgegenstände aus dem Mittelalter ausgestellt. Das Nationalmuseum beherbergt Schwedens bedeutendste Kunstsammlung. Die Stockholmkortet (Stockholmkarte) gewährt Besuchern freie Fahrt auf allen öffentlichen Verkehrsmitteln im Großraum Stockholm; eine Stadtrundfahrt wahlweise mit Bus oder Schiff gehört zu den Vergünstigungen, ebenso wie freier Eintritt in Museen, ins Königliche Schloß und viele weitere Sehenswürdigkeiten Stockholms und Umgebung. Sie ist u. a. im Stockholmer Touristenzentrum im Sverigehuset (Schwedenhaus) erhältlich. Gültigkeitsdauer: ab 24 Stunden bis zu mehreren Tagen. Im Kungsträdgården finden im Sommer Rockkonzerte statt, der Eintritt ist frei. Beliebter Treffpunkt der Stockholmer ist das schöne Café Opera.
 
Ausflüge: Mit den Fahrgastschiffen der Stockholmer Schiffahrtsbetriebe kann man unzählige Ausflugs- und Entdeckungsfahrten unternehmen. »Unter den Brücken von Stockholm« ist eine Rundfahrt durch einen Teil des Hafens und über den Mälaren. Eine längere Fahrt führt in die herrlichen Schären mit Zwischenhalt in den Urlaubsorten Sandhamn, Saltsjöbaden und Vaxholm. Man kann auch eine Bootsfahrt vom Rathaus zum Schloß Drottningholm unternehmen, das auf einer kleinen Insel im Mälaren liegt. Hier steht auch das königliche Theater aus dem 18. Jahrhundert. Die Aufführungen finden in zeitgenössischen Kostümen statt. Im Theatermuseum kann man die Entwicklung des schwedischen Theaters seit der Renaissancezeit verfolgen.


Sitten & Bräuche

Familienstruktur

Für unverheiratete Paare, die zusammenleben, gelten nach dem Gesetz nahezu die selben Rechte und Pflichten wie für verheiratete Paare. Familien haben in der Regel nur ein oder zwei Kinder. Die Scheidungsrate steigt. Die meisten Frauen sind berufstätig und stellen 47,9 Prozent der Erwerbstätigen (1998). Für kleine Kinder wird in Tagesstätten gesorgt, während die Eltern arbeiten. In den Städten leben viele Familien in Mietwohnungen, während in kleineren Städten und ländlichen Gebieten die meisten eigene Einfamilienhäuser besitzen. Schweden ist für seine roten Holzhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert bekannt, die auch heute noch das Erscheinungsbild der Kleinstädte und Dörfer prägen.

Umgangsformen

Es ist in Schweden allgemein üblich, sich mit dem Vornamen anzureden. Nur in sehr förmlichen Situationen redet man sich mit “Sie” und dem Nachnamen an. Förmlichere Begrüßungen sind God dag (“Guten Tag”) oder God morgon (“Guten Morgen”). Unter Freunden sind die meisten Schweden jedoch lockerer und sagen einfach nur Hej. Beim Abheben des Telefons nennen die Schweden im Allgemeinen ihren Namen, sagen aber hallå, wenn sie den Anrufer nicht hören können. “Auf Wiedersehen” heißt Adjö oder ungezwungener Hej då.

Freizeit

Schweden besitzt ausgedehnte Naturlandschaften, die von den Schweden selbst ebenso wie von ausländischen Touristen gerne zur Erholung oder für sportliche Aktivitäten aufgesucht werden. Viele Schweden besitzen ein Sommerhäuschen oder haben zumindest Zugang zu einem kleinen Haus für die Wochenenden und den Urlaub. Aktivitäten im Freien wie Wandern, Vögel beobachten, Angeln, Bootstouren und Orientierungsrennen sind in Schweden sehr beliebt. Ein Orientierungsrennen ist ein Querfeldeinlauf, bei dem die Teilnehmer sich mit Landkarte und Kompass in einem unbekannten Gebiet zurechtfinden müssen. Das Singen in Chören ist mit 1,5 Millionen Chormitgliedern (bei einer Bevölkerung von achteinhalb Millionen!) bei weitem das beliebteste Hobby in Schweden.

Nachtleben

In Stockholm findet man unzählige Gaststätten, Cafés, Diskotheken, Restaurants, Kinos und Theater. Auf dem Lande ist das Angebot begrenzt, und die Abende verlaufen ruhiger. Open-air-Konzerte und Theaterveranstaltungen in Freilichtarenen finden im Sommer in vielen Städten Schwedens statt.

Einkaufstipps

Glas- und Kristallwaren, Stahl- und Silberartikel und Hemslöjd (Kunstgewerbeartikel) sowie Holzschnitzereien. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr und Sa 09.00-16.00 Uhr. In den Großstädten haben die Kaufhäuser an bestimmten Abenden bis 20.00/22.00 Uhr geöffnet, einige auch sonntags 12.00-16.00 Uhr. Auf dem Land schließen die Geschäfte/Tankstellen um 17.00/18.00 Uhr.

Trinkgeld

Das Bedienungsgeld ist in Hotel- und Restaurantrechnungen bereits enthalten. Nachts ist der Bedienungszuschlag höher. Taxifahrer erwarten mindestens 10% Trinkgeld.


Strafrecht

Anders als in Deutschland ist nach dem schwedischen Waffengesetz das Führen, der Handel und die Einfuhr von Tränengassprays verboten. An Flughäfen gibt es Boxen zum Einwurf solcher Spraydosen. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bis zu einem Jahr, in geringfügigen Fällen bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe geahndet.

Das Führen von Messern ist auf öffentlichen Plätzen verboten. Taschenmesser werden jedoch in der Regel geduldet.

Prostitution (d.h. die Inanspruchnahme sexueller Dienstleistungen) ist in Schweden strafbar. Dem Freier drohen Geldbußen oder Haftstrafen von bis zu sechs Monaten.

Seit der Strafrechtsreform 2005 werden Sexualdelikte wesentlich strenger geahndet als in Deutschland.

Drogenbesitz –auch in geringen Mengen zum eigenen Verbrauch- ist in Schweden verboten, ebenso wie der Konsum an sich.


Strom

Volt Frequenz (Hz) Bemerkung
230 50 -
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Unterkunft

Das Angebot reicht von Spitzenhotels bis zu einfachen Unterkünften in Pensionen oder Jugendherbergen.
 
HOTELS: Bieten einen hohen Standard. Die meisten Hotels haben Restaurants und/oder Cafeterias sowie Fernsehräume. In jeder schwedischen Stadt gibt es gute Spitzen- oder Mittelklassehotels. Die meisten Hotels sind Familienbetriebe, Hotelketten sind jedoch auch vertreten. An den Wochenenden und im Sommer findet man viele Sonderangebote. In Stockholm, Malmö und Göteborg stehen das ganze Jahr über günstige Pauschalangebote zur Verfügung.

Kategorien: Es gibt kein offizielles Klassifizierungssystem, Spitzenhotels sind jedoch im allgemeinen am SHR-Zeichen zu erkennen, das anzeigt, daß sie dem Schwedischen Hotel- und Gaststättenverband angehören. Anschrift: Sveriges Hotell- & Restaurang Företagare, Kammakargatan 39, PO Box 1158, S-11181 Stockholm. Tel: (08) 762 74 00. Telefax: (08) 21 58 61. (E-Mail: info@shr.se; Internet: http://www.shr.se )
 
Hotels der Touristenklasse: In ganz Schweden gibt es zahlreiche Landhotels, die für ihre gute Küche bekannt sind. Einige sind renovierte Herrenhäuser oder Bauernhöfe, die Jahrhunderte alt sind und seit Generationen derselben Familie gehören. Andere sind alte Gasthäuser. Sie liegen häufig in einer landschaftlich besonders reizvollen Umgebung oder in malerischen Städtchen. Im Sommer bieten viele Hotels ihren Gästen die Möglichkeit zum Schwimmen, Angeln, Golfspielen oder organisieren Ausflüge für Vogel- und Naturfreunde.
 
Berghotels: Man kann in Berghotels übernachten und von hier aus Bergtouren unternehmen. Bergtouren mit Führer, Angel- und Kanuausflüge sowie Trimm-Dich-Programme werden angeboten. Viele dieser Hotels werden im Winter als Skihotels genutzt.
 
Ermäßigungen: Einige Hotelketten haben besondere Pauschalangebote, die im voraus gebucht werden können. Im Sommer und an Wochenenden werden z. T. Ermäßigungen bis zu 50% gewährt. Es gibt u. a. das Scandic-Hotelscheck-System und den Sweden Hotel Pass. Die schwedischen Informationsbüros in Hamburg und Zürich verschicken auf Anfrage den jährlich erscheinenden Hotelführer Hotels in Schweden, der alle Einzelheiten enthält.
 
URLAUB AUF DEM BAUERNHOF: In ganz Schweden besteht die Möglichkeit, Ferien auf Bauernhöfen zu verbringen. Das Angebot ist jedoch noch relativ begrenzt, die Unterkünfte befinden sich entweder im Hauptgebäude oder in Anbauten bzw. Nebengebäuden. Normalerweise wird Übernachtung mit Frühstück angeboten; Kochgelegenheiten für die anderen Mahlzeiten sind vorhanden. Einige Höfe bieten auch Vollpension an. Buchung durch die örtlichen Fremdenverkehrsämter. Ein Verzeichnis über Urlaub auf dem Bauernhof von LRF Lantbrukarnas Riksförbund, (Internet: http://www.lrf.se )
 
FERIENHÄUSER: Ferienhäuser und Blockhütten findet man im ganzen Land. Sie befinden sich in landschaftlich schönen Gegenden, in der Nähe von Seen, auf ruhigen Waldlichtungen oder abgelegenen Inseln. Die Ferienhäuser sind zumeist nach strengen Vorschriften der örtlichen Behörden entworfen, sanitäre Anlagen und Standard sind dementsprechend gut. Wohnzimmer, zwei oder drei Schlafzimmer, Toilette sowie eine gutausgestattete Küche sind die Regel. Bis zu sechs Personen können untergebracht werden; Besteck, Küchengerät, Laken und Kopfkissen werden gestellt. Die Gäste brauchen nur Bettdecken und Handtücher mitzubringen. Die Blockhütten sind etwas einfacher ausgestattet. In abgelegenen Gegenden kann man auch renovierte Bauernhöfe und kleine Landhäuser mieten. Bettwäsche, Kopfkissen und Küchengerät sind vorhanden. Feriendörfer: Es gibt 250 Feriendörfer in Schweden für Urlauber, die gerne rundum versorgt sein möchten. Geschäfte und Lebensmittelläden gehören zu den Anlagen, einige bieten auch Freizeitzentren, Schwimmbäder, Saunen, Waschsalons, Kinderspielplätze, Minigolf, Tennis-, Badminton- und Volleyballplätze. Aktiv- und Freizeitprogramme (Tanz, Musik, Grillabende, Reiten, Angeln, Wandern auf markierten Wegen und andere Ausflüge) gehören oft zum Angebot. Man kann auch Boote und Fahrräder mieten. Die Mietpreise richten sich nach Standard, Größe und Lage des Hauses. In der Hauptsaison (Mitte Juni - Mitte August) und während der schwedischen Winterschulferien (Februar) sind die Mietpreise höher. Einige Veranstalter bieten Pauschalreisen an, bei denen neben der Miete auch schon die Autofähre nach Schweden im Preis mit inbegriffen ist. Weitere Informationen sind von Reiseveranstaltern oder den örtlichen Fremdenverkehrsämtern erhältlich.
 
JUGENDHERBERGEN: Die schwedischen Jugendherbergen (Vandrarhem) sind vielfach zweckmäßige Gebäude, manche sind jedoch auch in Herrenhäusern untergebracht. Es gibt keine Altersbegrenzung. 2- und 4-Bettzimmer, Familienzimmer und Kochgelegenheiten sind stets vorhanden. Die Jugendherbergen werden vom STF (Svenska Turistföreningen) betrieben, auch Mitglieder ausländischer Jugendherbergswerke erhalten unter Vorlage des Mitgliedsausweises einen Preisnachlaß. Alle Jugendherbergen haben im Sommer geöffnet, manche auch ganzjährig. Sie sind tagsüber geschlossen, Neuankömmlinge können jedoch zwischen 08.00-09.30 und 17.00-22.00 Uhr an der Rezeption ein Bett reservieren. Im Sommer empfiehlt sich Vorausbuchung. Pro Jugendherberge sind maximal fünf Übernachtungen erlaubt. Ein Adressenverzeichnis der Jugendherbergen ist vom STF erhältlich. Die Herbergen sind auch im Internationalen Jugendherbergshandbuch aufgeführt, das vom Jugendherbergswerk erhältlich ist.
 
CAMPING: Es gibt eine Vielzahl von gut ausgestatteten Campingplätzen. Die meisten Plätze liegen am Seeufer oder am Meer, sodaß man schwimmen oder Boot fahren kann. Es gibt über 700 ausgewiesene Zeltplätze, die vom Schwedischen Fremdenverkehrsamt klassifiziert wurden. Viele haben eine Boots- und Fahrradvermietung, Minigolf- und Tennisplätze und Saunen.

50 Campingplätze befinden sich in den Bergen, 12 davon liegen jenseits des Polarkreises, wo die Sonne im Sommer nicht untergeht. Auf etwa 180 Plätzen gibt es Einrichtungen für Behinderte. Zwischen dem 1. Juni und dem 15. August ist die Hauptsaison und dem Besucher stehen alle Einrichtungen zur Verfügung. Viele Plätze öffnen bereits im April oder Mai, oft sind dann jedoch einige der Einrichtungen (z. B. das Postamt) noch geschlossen. Etwa 200 Plätze sind auch im Winter geöffnet, besonders in den Wintersportgebieten Nord- und Mittelschwedens und haben Stromanschlüsse für Wohnwagen.

Der Preis für eine Übernachtung in bereitgestellten Zelten oder Wohnwagen ist im europäischen Vergleich niedrig. Auf einigen Plätzen muß man aber für die Benutzung der Duschen und Waschsalons extra bezahlen. Eine Camper-Karte (Campingkort) wird auf den meisten Plätzen verlangt; wer noch keine hat, kauft sie auf dem ersten Campingplatz, sie gilt dann für die ganze Saison. Man kann sie auch direkt beim Schwedischen Campingverband (SCR) bestellen (Adresse s. u.). Internationale Campingkarten sind ebenfalls gültig. Die schwedischen Campingplätze gehören zu den besten in Europa. Die ausgewiesenen Zeltplätze, die einmal im Jahr vom Schwedischen Fremdenverkehrsverband überprüft werden, sind in drei Kategorien aufgeteilt:
 
3 Sterne: Alle Einrichtungen wie o. a., außerdem 24-Std.-Bewachung, Postdienst, Autowaschanlage, Cafeteria, Kochmöglichkeiten, Spielprogramm und Freizeitangebote sowie ein Gemeinschaftsraum.
 
2 Sterne: Alle Einrichtungen wie o. a., außerdem Tagesbewachung, Gelände ist eingezäunt und nachts beleuchtet, Telefon, Abflußrohre und Stromanschluß für Wohnwagen, Steckdosen für Rasierapparate, Kiosk und Lebensmittelgeschäft.
 
1 Stern: Tägliche Inspektion, Schranke am Eingang, Abfallbehälter, Trinkwasser, WCs, Waschgelegenheiten, heißes Wasser zum Abwaschen, Waschen und Duschen.

CAMPING-Schecks sind auf rund 500 Campingplätzen gültig, sie können bereits im voraus gekauft werden, jedoch nur zusammen mit der Rückfahrkarte für die Autofähre. Jeder Scheck gilt für eine Familienübernachtung, einschl. Auto und Zelt oder Wohnwagen. Wohnwagen und Wohnmobile kann man auch mieten. Wildes Campen ist außer auf Acker- und Weideland vorübergehend ebenfalls erlaubt. Es ist zu beachten, daß Motorfahrzeuge nur auf befestigten Wegen fahren dürfen.

Weitere Informationen vom Sveriges Campingvärdars Riksförbund (Zentrale der Campingplätze SCR), Box 255, S-45117 Uddevalla. Telefax: (0522) 64 24 30. (E-Mail: adm@scr.se ; Internet: http://www.camping.se )

Campinggas ist nur schwer erhältlich, man nimmt am besten einen Vorrat mit. Das Gas der schwedischen Firmen Primus und Sievert kann man normalerweise an den Tankstellen zum Nachfüllen kaufen.
 
CAMPING-KABINEN: Sind eine gute Alternative zu Zelten und Wohnwagen. Auf 350 Zeltplätzen gibt es 4400 Wohnkabinen. Sie haben zwischen 2 und 6 Betten, Kochgelegenheiten und Küchengeräte sind vorhanden (Bettzeug wird jedoch nicht gestellt). Es können alle Einrichtungen des Campingplatzes benutzt werden.
 
SVENSKA TURISTFÖRENINGEN: Der Schwedische Tourismusverband STF betreibt nicht nur Schwedens Jugendherbergen, sondern unterhält auch viele Bergstationen sowie Berghütten an den langen Bergwanderwegen. Der STF veröffentlicht eine Liste der Gästeunterkünfte (Herbergen, Berghütten usw.) und gibt Empfehlungen für Bergwanderer und Kanusportler heraus.


Verkehr

FLUGZEUG: SAS (SK) fliegt über 30 Flughäfen an. Die Flugpreise sind verhältnismäßig preiswert, zusätzlich werden verbilligte Flugtickets angeboten. Nähere Auskünfte erteilt die Fluggesellschaft. Helikopter und Wasserflugzeuge können gemietet werden.

SCHIFF: Die schwedischen Seehäfen werden regelmäßig von verschiedenen europäischen Reedereien angelaufen (s. o.).

Gotlandlinjen verkehrt zwischen Nynäshamn, Oskarshamn und Visby auf der Insel Gotland. Ven-Trafiken verkehrt zwischen Ven und Landskrona/Helsingborg. Fahrten auf dem Göta-Kanal, der die großen Seen in Mittelschweden verbindet, werden von Mitte Mai bis Mitte September angeboten. Die Reise von Stockholm nach Göteborg dauert 4 Tage. Ausflugsboote verkehren auf den unzähligen Seen (besonders im Norden). Weitere Informationen von den regionalen Fremdenverkehrsämtern.

BAHN: Das Streckennetz der Schwedischen Staatsbahnen (SJ) (Tel: (08) 762 20 00. Telefax: (08) 14 94 31. Internet: http://www.sj.se ) umfaßt 9900 km, einschl. der Fährverbindung Helsingør - Helsingborg. In Süd- und Mittelschweden fahren die Züge stündlich zwischen den größeren Städten. Zu den dünn besiedelten waldreichen Gebieten nördlich des Polarkreises verkehrt täglich ein Zug. Die meisten Züge haben Speise- und Schlafwagen, InterCity-Züge führen stets einen Speisewagen. InterCity-Züge verkehren auf den Strecken Malmö - Göteborg, Göteborg - Stockholm und Stockholm - Malmö. Zwischen Stockholm und Göteborg sowie Stockholm und Falun, Karlstad, Jönköping (über Skövde oder Nässjö) und Linköping fahren die superschnellen X2000-Züge, die höchsten Komfort bieten. Schön ist eine Fahrt mit der Inlandsbanan ab Kristinehamn über Östersund nach Gällivare nördlich des Polarkreises. Für den X2000, sämtliche InterCity-Züge und einige Sonderzüge ist eine Platzreservierung obligatorisch.

Sonderfahrkarten: Verschiedene Fahrpreisermäßigungen sind für Familien und Individualreisende erhältlich. Das ScanRail-Ticket berechtigt zur unbegrenzten Benutzung des Streckennetzes in Schweden, Dänemark, Norwegen und Finnland wahlweise innerhalb eines Monats oder an 5 beliebigen Tagen innerhalb eines Zeitraums von 15 Tagen bzw. 10 beliebigen Tagen innerhalb eines Zeitraums von 1 Monat (erhältlich jeweils für die 1. und 2. Klasse). Ermäßigungen werden für Kinder zwischen 4 und 11 Jahren sowie Jugendlichen zwischen 12 und 25 Jahren gewährt.

InterRail-Pässe, europäische Seniorenpässe (Rail Europ S) und die EURO Domino-Netzkarte sind auch in Schweden gültig. Für die herrliche Strecke Gällivare - Mora, auf der im Sommer die Inlandsbanan verkehrt, werden ebenfalls Sonderfahrkarten angeboten.

Sondertarife: Kinder unter 16 Jahren fahren zum halben Fahrpreis bzw. zu ermäßigtem Tarif. Zwei Kinder unter 12 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen werden umsonst befördert, für Platzkarten, Liege- und Schlafwagenreservierung zahlen jedoch auch Kinder den vollen Preis. Außerhalb der Hauptverkehrszeiten gibt es für bestimmte Züge verbilligte Fahrkarten für die 2. Klasse. Die Ermäßigungen gelten für Züge, die im Fahrplan als »niedriger Fahrpreis« oder »rote Abfahrten« (röd avgång, im Fahrplan rot gekennzeichnet) angegeben sind.

Hinweis: Es gelten z. T. gewisse Einschränkungen (nur bestimmte Wochentage, keine Zwischenaufenthalte usw.). Einzelheiten von den Schwedischen Staatsbahnen (s. o.).

BUS/PKW: Schweden verfügt über ein gutes Straßennetz, und es kommt selten zu Staus. In abgelegenen Regionen sollte man wegen des Wildwechsels (vor allem Elche) besonders aufmerksam und vorsichtig fahren. Die Tankstellen akzeptieren immer öfter Kreditkarten, sie haben häufig 24-Stunden-Zapfsäulen und Geldscheinautomaten, die 100 und 10 Skr (Banknoten) annehmen. Bleifreies Benzin ist überall erhältlich. Bus: GDG und Swebus betreiben Schnellbuslinien- und Regionalbusliniennetze im ganzen Land. Im Norden verkehren Postbusse. Preiswerte und zuverlässige Verbindungen gibt es in alle Städte. An den Wochenenden (Fr-So) werden von vielen Busunternehmen Fahrkarten zu ermäßigten Tarifen angeboten, Ermäßigungen für Kinder werden ebenfalls gewährt. Taxis gibt es an allen Flughäfen sowie in den Städten. Es gibt auch Langstreckentaxis. Die Zuschläge für Nacht- und Feiertagsfahrten sind je nach Unternehmen verschieden. Mietwagen sind in den meisten Städten erhältlich. Unterlagen: Führerschein des eigenen Landes und Fahrzeugpapiere. Das Mindestalter für Autofahrer ist 18 Jahre, für Motorradfahrer 17 Jahre. Ist das Fahrzeug nicht Eigentum des Fahrers, so muß dieser im Besitz einer Benutzungsvollmacht sein. Ausländische Autofahrer genießen den in Schweden gesetzlich vorgeschriebenen Mindestversicherungsschutz. Es empfiehlt sich jedoch, die internationale Grüne Versicherungskarte mitzunehmen. Verkehrsbestimmungen: Höchstgeschwindigkeiten: 70-90 km/h auf Landstraßen, 90-110 km/h auf Autobahnen. Innerhalb geschlossener Ortschaften: 50 km/h bzw. 30 km/h in Wohngebieten und in der Nähe von Schulen. In der Hauptreisezeit zwischen Mitte Juni und Mitte August sind auf Autobahnen nur 90 km/h zulässig. Ausgenommen von dieser Regelung sind die nördlichen Provinzen Ångermanland, Jämtland, Västerbotten und Lappland, wo man auch während der Sommermonate 110 km/h fahren darf. Alkohol am Steuer wird mit empfindlichen Geld- oder Gefängnisstrafen belegt. Die Promillegrenze ist 0,2?. Strafmandate müssen sofort bezahlt werden. Autos und Motorräder müssen auch tagsüber das Abblendlicht einschalten. Für Motorradfahrer sind Motorradhelme Vorschrift. Kinder unter 7 J. dürfen nur im Auto mitfahren, wenn ein Kindersitz oder Kindersicherheitsgurte vorhanden sind. Es besteht Anschnallpflicht. Ein rotes Warndreieck sollte mitgeführt werden. Vom 1. Oktober bis zum 30. April kann man mit Schneeketten fahren. Weitere Informationen von den schwedischen Automobilclubs Motormännens Riksförbund (M) und Kungliga Automobilkluben (KUK), beide in Stockholm.

STADTVERKEHR: Das öffentliche Nahverkehrssystem ist gut. Das Stockholmer Verkehrsnetz umfaßt Busse, U-Bahnen (T-Banan) und Vorortzüge. Sammelkarten, Netz- und besondere Touristenkarten kann man im voraus kaufen, Einzelfahrscheine erhält man vom Busfahrer. In Göteborg und Norrköping gibt es Straßenbahnen. In Stockholm und einigen anderen Städten kann man Ausflugsfahrten mit Linienschiffen der Verkehrsunternehmen machen.

Fahrzeiten: von Stockholm zu den größeren schwedischen Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):

- Flugzeug Bahn Bus/Pkw
Göteborg 0.50 4.30 6.00
Malmö 1.05 6.45 8.00
Östersund 0.55 6.30 8.00
Karlstad 0.40 3.30 5.00
Luleå 1.15 15.00 20.00
Mora 1.00 4.30 6.00

Zoll

Vorschriften für die Einfuhr von Haustieren nach Schweden

Alle Hunde, Katzen und Frettchen, die innerhalb der EU reisen oder in die EU wiedereingeführt werden, müssen ab dem 3. Juli 2004 einen Heimtierausweis (Pass) haben. Dieser Heimtierausweis wird in der Amtssprache des Ausstellungsmitgliedsstaates und in Englisch verfasst. Bei allen Transporten zwischen EU Mitgliedsstaaten müssen Hunde, Katzen und Frettchen in Begleitung eines Heimtierausweises sein. Den Heimtierausweis muss der Reisende in seinem Heimatland anschaffen, d.h. ein Deutscher der nach dem 3. Juli 2004 nach Schweden einreist, muss einen in Deutschland ausgestellten Heimtierausweis für sein Tier mitführen.

Folgende Bedingungen gelten für die Einfuhr von Hunden und Katzen aus einemEU-Land:

  • ID-Kennzeichnung mit Mikrochip oder mit einer deutlich lesbaren Tätowierung
  • Impfung gegen Tollwut, entsprechend den Empfehlungen des Impfstoffherstellers, mit einem Präparat das von der WHO zugelassen ist (diese Impfung ist bei der Direkteinfuhr aus Großbritannien und Irland nicht erforderlich)
  • Antikörpertiter, der mindestens 0,5 IE/ml Anti-Tollwut-Körper aufweist. Dieser Test muss frühestens 120 Tage und spätestens 365 Tage nach der letzten Tollwut-Impfung erfolgen, d.h. mit den gleichen Fristen wie heute (der Test ist bei der Direkteinfuhr aus Großbritannien und Irland nicht erforderlich)
  • Entwurmung gegen Zwergbandwurm (Echinococcus spp), ausgeführt durch einen Tierarzt mit einem Entwurmungsmittel mit Praziquantel-haltigem Wirkstoff, innerhalb von 10 Tagen vor der Einfuhr. Pendler zwischen Schweden und Dänemark können auch weiterhin das 4-Wochen-Attest nutzen.
  • Dokumentation in Form eines Passes (Heimtierausweis), in dem der zuständige Tierarzt alle notwendigen Maßnahmen notiert.

Folgende Einfuhranforderungen wurden aufgehoben: Gesundheitsattest, Impfung gegen Leptospirose und Hundestaupe sowie Einfuhrregistrierung/Genehmigung für Importeure. Das Schwedische Zentralamt für Landwirtschaft(Jordbruksverket) empfiehlt jedoch, dass alle Tiere auch weiterhin gegen Leptospirose und Hundestaupe geimpft werden. Es ist nicht länger notwendig , sich als registrierter Importeur eintragen zu lassen bzw. eine entsprechende Genehmigung zu erlangen.

Es wird empfohlen, den stets aktuellen Stand hinsichtlich der o.a. Informationen der Homepage des vorgenannten Zentralamtes (www.sjv.se) zu entnehmen.

Dort finden Sie auch Informationen über die Einfuhr anderer Haustiere aus EU-Ländern, zur Einfuhr von Haustieren aus Drittländern sowie über die Einfuhrrestriktionen hinsichtlich gefährlicher Hunderassen.

Ebenso können Sie dort auch mehr über die Anforderungen hinsichtlich der Einfuhr aus den neuen EU-Mitgliedstaaten nachlesen, sobald die EU-Kommission den endgültigen Tollwutstatus dieser Länder festgestellt hat.

Allgemein gehaltene Informationen sowie Bezugsquellen für den Heimtierausweis in Deutschland finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz  unter www.bmelv.de

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