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Bildung: Auch im Schulwesen wird Schweden seinem Ruf als Wohlfahrtsstaat gerecht. Während der neunjährigen Grundschulzeit sind Unterricht, Lernmittel und Schulessen kostenfrei. Einen hohen Stellenwert besitzt die Erwachsenenbildung. 95% der Schweden besuchen nach der Grundschule eine weiterführemnde Bildungseinrichtung. Von den über 30 Hochschulen des Landes befinden sich die Universitäten in Uppsala, Lund, Stockholm, Göteborg, Umea und Linköping. Etwas mehr als 30% der jeweiligen Altersgruppe nehmen ein Hochschulstudium auf. Familienstruktur: Für unverheiratete Paare, die zusammenleben, gelten nach dem Gesetz nahezu die selben Rechte und Pflichten wie für verheiratete Paare. Familien haben in der Regel nur ein oder zwei Kinder. Die Scheidungsrate steigt. Die meisten Frauen sind berufstätig und stellen 47,9 Prozent der Erwerbstätigen (1998). Für kleine Kinder wird in Tagesstätten gesorgt, während die Eltern arbeiten. In den Städten leben viele Familien in Mietwohnungen, während in kleineren Städten und ländlichen Gebieten die meisten eigene Einfamilienhäuser besitzen. Schweden ist für seine roten Holzhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert bekannt, die auch heute noch das Erscheinungsbild der Kleinstädte und Dörfer prägen.Umgangsformen: Es ist in Schweden allgemein üblich, sich mit dem Vornamen anzureden. Nur in sehr förmlichen Situationen redet man sich mit Sie und dem Nachnamen an. Förmlichere Begrüßungen sind God dag (Guten Tag) oder God morgon (Guten Morgen). Unter Freunden sind die meisten Schweden jedoch lockerer und sagen einfach nur Hej. Beim Abheben des Telefons nennen die Schweden im Allgemeinen ihren Namen, sagen aber hallå, wenn sie den Anrufer nicht hören können. Auf Wiedersehen heißt Adjö oder ungezwungener Hej då. Freizeit: Schweden besitzt ausgedehnte Naturlandschaften, die von den Schweden selbst ebenso wie von ausländischen Touristen gerne zur Erholung oder für sportliche Aktivitäten aufgesucht werden. Viele Schweden besitzen ein Sommerhäuschen oder haben zumindest Zugang zu einem kleinen Haus für die Wochenenden und den Urlaub. Aktivitäten im Freien wie Wandern, Vögel beobachten, Angeln, Bootstouren und Orientierungsrennen sind in Schweden sehr beliebt. Ein Orientierungsrennen ist ein Querfeldeinlauf, bei dem die Teilnehmer sich mit Landkarte und Kompass in einem unbekannten Gebiet zurechtfinden müssen. Das Singen in Chören ist mit 1,5 Millionen Chormitgliedern (bei einer Bevölkerung von achteinhalb Millionen!) bei weitem das beliebteste Hobby in Schweden. Sport: Schweden war 1912 in Stockholm Gastgeber der Olympischen Sommerspiele. Bei den Sommerspielen 1956 in Melboune wurden die Reiterwettbewerbe wegen der Quarantänebestimmungen in Australien vom übrigen olympischen Programm getrennt und fanden in Stockholm statt. Bei den Olympischen Spielen errangen schwedische SportlerInnen 185mal Gold, 190mal Silber und 218mal Bronze. Weltkulturerbe: Königliches Sommerschloss Drottningholm; Wikingersiedlungen Birka und Hovgarden; Eisenhütte Engellberg; Felszeichnungen von Tanum; Skogskykogarden (Friedhof) bei Stockholm; Hansestadt Visby; Kirchenbezirk Gammelstadt in Lulea; Arktische Kulturlandschaft Lapplands; Marinehafen von Karlskrona (Fotos und/oder Erläuterungen zu ausgesuchten Stätten des Welterbes dieses Landes finden Sie hier) Soziales
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