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San Marino bildet mit den Staaten der Europäischen Union eine Zollunion
(Vertrag 1991 unterzeichnet), besondere Regeln gelten zudem für die
Wirtschaftsbeziehungen zu Italien, die durch eine Vielzahl von Verträgen geregelt sind.
Hierbei sind insbesondere folgende Bestimmungen hervorzuheben:
- die Währung von San Marino ist mit der italienischen identisch (seit 01.01.2002
Euro); das Land darf gleichwohl Euromünzen mit nationaler Rückseite prägen (ein im
Dezember 1981 mit Italien abgeschlossenes Abkommen, das den Umfang der von San Marino
selbst geprägten Münzen festlegt; wurde bei der Euro-Einführung durch ein Abkommen mit
der EU ergänzt.);
- Verzicht auf den Erlass von Gesetzen und Vorschriften, die auf das Steuersystem
in Italien Einfluss haben oder die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank
beeinträchtigen könnten;
- Verzicht auf den Tabakanbau und die Herstellung von Tabakwaren sowie auf
Spielbanken.
San Marino zählt statistisch zu den wohlhabensten Ländern der Welt.
Wichtigster Wirtschaftszweig ist traditionell der Tourismus, mit dem San Marino über 50%
seines Bruttoinlandsproduktes erwirtschaftet. Weitere wichtige Wirtschaftszweige sind die
Kleinindustrie (Textil,- Elektronik- und Keramikbranche) sowie der Dienstleistungssektor
(Banken). 85% der Exporte gehen nach Italien. Eine bedeutende Einnahmequelle für die
san-marinesische Staatsverwaltung ist der Verkauf von Münzen, Briefmarken und
Telefonkarten. Das Wirtschaftswachstum für 2004 wird vom Internationalen Währungsfonds
(IWF) auf ca. 2% geschätzt.
Wirtschaftliche Kennziffern:
| BSP (in US$,
geschätzt) |
653 Mio. |
| Zuwachsrate des BIP(in
%) |
2,3 |
| Militär |
| Allgemeine Wehrpflicht
(in Monate) |
keine |
| Das Land hat ein kleines Heer und eine
Burgwache. Bei nationalem Notstand können alle Männer zwischen 16 und 55 Jahre
einberufen werden. |

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