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Die medizinische Versorgung in der Russischen Föderation entspricht nicht deutschen Verhältnissen, insbesondere ist die stationäre Betreuung schwierig, die Hygiene ist nicht immer gewährleitet, russische Sprachkentnisse sind in der Regel erforderlich. Dieses gilt besonders außerhalb von Moskau und St. Petersburg. In der Russischen Föderation ist es in den letzten Jahren zu einem deutlichen, zum Teil dramatischen Anstieg auch durch zunehmenden Drogenmissbrauch, durch Prostitution, sowie in Einzelfällen auch über kontaminierte Blutkonserven von sexuell übertragbaren Infektionskrankheiten, wie z.B. HIV, gekommen. Es ist weiterhin ein deutlicher Anstieg von Lungentuberkuloseerkrankungen zu beobachten. Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A überprüfen lassen. Bei besonderer Exposition könnten auch Impfungen gegen Hepatitis B (z. B. Langzeitaufenthalt), Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME-Zeckenübertragung, Infektionsgebiete: St. Petersburg, Ekaterinburg, bis in die Waldgebiete Sibiriens, Saison April - Oktober), ggf.auch Typhus, Tollwut sowie Japanische Encephalitis (z. B. Südostsibirien, südlich von Chabarowsk, Saison Juli - September) empfohlen sein. Eine Auslandskranken- und eine Flugrettungsversicherung sollten abgeschlossen werden. Reisebeschränkungen
In den oben genannten Regionen besteht aufgrund von anhaltend verstärkter Anschlagsgefahr, kriegerischen Auseinandersetzungen, Entführungsfällen und Gewaltkriminalität ein hohes Sicherheitsrisiko. Durch Entführungen sind in besonderem Maße Ausländer gefährdet, einschließlich Mitarbeiter humanitärer Hilfsorganisationen. Personen, die trotz der hohen Risiken in die oben genannten Regionen reisen, können bei einem Notfall nur mit eingeschränkten Hilfemöglichkeiten der Botschaft Moskau und des Auswärtigen Amtes rechnen. Kurzfristig verfügte Beschränkungen der Reisefreiheit für Ausländer sind nicht auszuschließen. Die Grenzübergänge nach Aserbaidschan (Samur) und Georgien (einschließlich Süd-Ossetien und Abchasien) sind für Ausländer ohne Sondergenehmigung nicht passierbar. Terrorismus / Kriminalität Wie verschiedene Anschläge gezeigt haben, kann es in Russland auch außerhalb der Kaukasus-Region jederzeit zu Attentaten kommen. Die generelle Empfehlung, besondere Aufmerksamkeit und Vorsicht insbesondere beim Besuch von nicht besonders polizeilich geschützten Menschenansammlungen und bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel (insbesondere U-Bahn, Bus) walten zu lassen, gilt unverändert. In St. Petersburg ist wie in anderen russischen Großstädten auch vermehrt mit Straßenkriminalität zu rechnen, insbesondere in der Nähe touristischer Attraktionen sowie in den Metrostationen der Innenstadt. Erhöhte Vorsicht ist vor allem im Bereich des Newskiy Prospekt (zentrale Einkaufsstraße) geboten. Die Webseite des Generalkonsulats St. Petersburg enthält Kontaktnummern für Notfälle und Hinweise zu vereinzelt vorkommenden Übergriffen der Miliz (Polizei) gegen Ausländer. Am Schwarzen Meer An der Kaukasischen Riviera, die von Noworossijsk bis zur georgischen Stadt Batumi reicht, liegen zahlreiche reizvolle Hafenstädte, Kur- und Badeorte. Hier erwarten den Feriengast angenehmes Mittelmeerklima und eine exotische Vegetation. Die Küstenstraße von der modernen Hafenstadt Noworossijsk nach Sotschi ermöglicht eine gute Nord-Südverbindung. Tuapse ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt mit vielen Erholungs- und Ausflugsmöglichkeiten in den umliegenden Bergen und Wäldern. Das Kurbad Sotschi liegt am Fuß des majestätischen Kaukasus. Hauptsehenswürdigkeit ist wohl die von prächtigen Bäumen gesäumte Seepromenade. Der große Riviera-Park bietet zahlreiche Freizeit- und Touristikeinrichtungen und ein Gewächshaus mit exotischen Bäumen und Sträuchern aus aller Welt. Besuchenswert ist auch der Botanische Garten. Die Thermalquellen in Matsesta im Süden der Stadt werden schon seit mehr als tausend Jahren genutzt. Der Aussichtsturm auf dem 23 km außerhalb von Sotschi gelegenen Bolschoi-Achum-Berg ermöglicht einen einzigartigen Blick auf Stadt, Meer und Berge. Südlich von Sotschi laden weitere Kurorte zum Verweilen ein, und der riesige Kaukasus-Naturpark beeindruckt durch seine gewaltige Hochgebirgslandschaft. Der moderne Resort Dagomys nördlich von Sotschi überblickt das Schwarze Meer und liegt zwischen bewaldeten Hügeln inmitten subtropischer Vegetation. Die Anlage bietet mehrere Hotels und Restaurants, Cafés, Bars und Sporteinrichtungen. Eine Esplanade führt zum Strand, an dem man Boote und Tretboote mieten kann. Die Panorama-Bar im obersten Stockwerk des Dagomys-Hotels macht ihrem Namen alle Ehre. Ein Besuch der nahegelegenen Dagomys-Teeplantage ist ebenfalls zu empfehlen. Die Wolga Historische Städte Moskau: Der berühmte Rote Platz, der von zahlreichen Wahrzeichen eingerahmt wird, ist Mittelpunkt der Stadt. Auf der einen Seite erhebt sich der Kreml, der von einer dicken roten Befestigungsmauer mit Türmen umgeben wird. Das größte Gotteshaus auf dem Kreml-Gelände ist die Maria-Himmelfahrts-Kathedrale (Uspensky Sobor, 1475-79). Die Ikonostase zeigt drei der schönsten und ältesten russischen Ikonen. Der Kreml-Palast aus dem 14. Jahrhundert und der Glockenturm Iwan der Große sind Meisterwerke russischer Baukunst. Die Basilius-Kathedrale, die im Auftrag Iwans des Schrecklichen von 1555 bis 1560 errichtet wurde, beherrscht das andere Ende des Platzes. Das Staatliche Historische Museum ist ein roter Ziegelbau aus dem 19. Jahrhundert. Die Tretjakow-Galerie wartet mit Werken russischer Künstler auf. Die Ikonensammlung ist von großer kunsthistorischer Bedeutung; die berühmte »Dreifaltigkeit« von Andrej Rubljow ist wohl der kostbarste Besitz dieser wunderbaren Galerie. Im Puschkin-Museum der Schönen Künste kann man eine bedeutende internationale Sammlung von Gemälden und anderen Kunstwerken bewundern. Im Künstlerviertel Arbat gibt es die einzige Fußgängerzone der Stadt. Im Moskauer Staatszirkus werden neben den traditionellen Tier- und Clownnummern auch aufregende neue Tricks vorgeführt. Einen detaillierten Einblick in alle Aspekte des russischen Lebens kann man in der Ausstellung der Wirtschaftlichen Errungenschaften im Nordwesten der Stadt erhalten. Auf dem Gelände gibt es auch einen Zoo, einen Zirkus und eine Schlittschuhbahn. Ski fahren kann man hier ebenfalls. Ausflugsziele: Porzellanliebhaber sollten dem Staatsmuseum für Keramik (10 km außerhalb der Moskauer Innenstadt) einen Besuch abstatten. Hauptsehenswürdigkeit des Landschlosses Archangelskoje (16 km von Moskau) sind die im französischen Stil angelegten Anlagen, aber auch die Ausstellung europäischer Gemälde und Skulpturen im Palast-Museum ist einen Besuch wert. Die an zwei Flüssen gelegene Kleinstadt Sergejew Posad (früher Sagorsk) ist das Zentrum der Spielzeugmanufaktur. Im Spielzeugmuseum kann man die Entwicklung dieses Gewerbes bis zur Bronzezeit zurückverfolgen. Die Dreifaltigkeits-Kathedrale befindet sich innerhalb des mittelalterlichen Dreifaltigkeits-Klosters von St. Sergius. Im Museum sind Meisterwerke der russischen religiösen Kunst und des Kunsthandwerks ausgestellt. Östlich von Moskau liegt Susdal; die Stadt ist eine wahre Schatzkammer altrussischer Baukunst. In Wladimir (ca. 32 km entfernt) stehen zwei Kathedralen aus dem 12. Jahrhundert. Das Goldene Tor, Triumphtor der einstigen Fürstenhauptstadt, ist ein Denkmal altrussischer Ingenieurskunst. 715 km westlich von Moskau liegt das Kulturzentrum St. Petersburg, die zweitgrößte russische Stadt. Sie wurde 1703 von Peter dem Großen gegründet und war 200 Jahre lang Hauptstadt des russischen Zarenreiches. Während des 2. Weltkriegs mußte die Stadt starke Kriegsschäden hinnehmen, inzwischen wurden die meisten der betroffenen Gebäude jedoch wieder liebevoll restauriert. Auf jedem Besichtigungsprogramm sollte ein Besuch des Sommerpalastes, des Winterpalastes und der Eremitage mit der berühmten Kunstsammlung der Zaren stehen. Bei einem Stadtbummel kommt man auch an der Alexandrowskaja-Säule vorbei. Die Isaaks-Kathedrale, der drittgrößte Kuppelbau der Welt, ist heute ein Museum, ebenso wie die Kajanski-Kathedrale. Man sollte sich auch genug Zeit für einen Besuch der St.-Nikolaus-Kathedrale (erbaut im Stil des russischen Barock) und des Alexander-Newski-Klosters nehmen. Die St.-Peter-und-Paul-Festung ist ein ehemaliges Gefängnis, in dem heute ein Museum untergebracht ist. Der Botanische Garten ist ideal für geruhsame Spaziergänge. Das Museum für Völkerkunde und Anthropologie und das Museum für Russische Kunst sollte man auch besichtigen. Dem Russischen Museum angeschlossen ist ein Völkerkunde-Museum. Die Felsen und Kiefern der Karelischen Landenge zwischen dem Ladogasee und der Kronstädter Bucht umrahmen die Stadt. Nicht weit entfernt liegt auch der bekannte Peterhof (Sommerresidenz Zar Peters des Großen) mit seinen Springbrunnen und Kaskaden. In Puschkin sollte man sich den Katharinen-Palast und die prächtigen Gärten ansehen. Nördlich von St. Petersburg auf der Halbinsel Kola liegt Murmansk, die größte Stadt am nördlichen Polarkreis. Im November und Dezember kann man das Nordlicht sehen, und im Sommer bleibt es 24 Stunden hell. Sehenswert ist die Kirche des Hl. Nikolei, und auch ein Besuch im Landeskundlichen Museum ist zu empfehlen. Die karelische Landschaft südlich des Polarkreises wird von einer reizvollen Seenplatte geprägt. Kiefern- und Birkenwälder, malerische Wasserfälle, sanftes Hügelland und ein weiter Himmel erfreuen das Auge. Die karelische Hauptstadt Petrosawodsk ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflugsfahrten zur Insel Kischi im Onegasee. Hier steht eines der schönsten Freilichtmuseen Rußlands, das Besuchern einen Einblick in die typische Holzbauweise vermittelt. Besonders beeindruckend ist die mehrkuppelige Christi-Verklärungskirche, die innen reich mit Ikonen verziert ist. Nowgorod (südlich von St. Petersburg) wurde vor über 1100 Jahren gegründet. Im Sophienviertel, in dem sich auch der Kreml befindet, steht das älteste Gebäude Rußlands, die fünfschiffige Sophien-Kathedrale (11. Jh.). Gegenüber, am anderen Flußufer, kann man das Geschäftsviertel besichtigen. Seit kurzem ist auch Kaliningrad (Königsberg) wieder für Touristen zugänglich. Die Unterkunftsmöglichkeiten sind allerdings begrenzt. Die Stadt am Pregel nahe der Mündung ins Frische Haff ist durch einen Kanal mit der Ostsee verbunden. Die Ruine der gotischen Domkirche mit dem Grab des Philosophen Immanuel Kant ist eine der Hauptsehenswürdigkeiten. Luisenkirche, Sackhermer Tor und Rosgärtner Tor sind ebenfalls besuchenswert. Im Bernsteinmuseum erfährt man alles Wissenswerte über den beliebten Schmuckstein. Das Frindland-Museum gibt einen Überblick über die lange Geschichte der ehemaligen Hauptstadt Ostpreußens und das Leben zur damaligen Zeit. Die schöne Umgebung lädt zu Wanderungen in dichten Wäldern und durch Hügelland ein. Weniger als 50 km von Kaliningrad entfernt liegt der schon früher populäre Badeort Swetlogorsk (Rauschen). Schöne Strände und eine herrliche Dünenlandschaft machen den Reiz dieses idyllischen Ostseebades aus. 5tägige: (a) Moskau - Susdal - Sergejew Posad - Rostow Weliky - Kostroma - Moskau. (b) St. Petersburg - Zarskoje Selo - Walaam - Petrosawodsk - Kizhi - St. Petersburg. 7tägige: (a) Tula - Moskau - Twer - St. Petersburg. (b) Wladiwostok - Chabarowsk - Ulan Ude - Baikalsee - Irkutsk. (c) Nowgorod - Kasan - Uljanowsk - Samara - Wolgograd - Rostow am Don - Sotschi. Sitten & Bräuche Familienstruktur Viele russische Paare leben schon vor ihrer Hochzeit zusammen oder verzichten ganz auf eine Heirat. Bei Heiratswilligen ist es in jüngerer Zeit in Mode gekommen, nach der standesamtlichen Trauung auch kirchlich zu heiraten. Da es sehr schwierig ist, eine Wohnung zu bekommen, leben junge Ehepaare oft noch eine gewisse Zeit bei ihren Eltern. Familien in Städten haben oft nur ein Kind, weil sich so die Wohnungssuche einfacher gestaltet. Auf dem Land sind die Familien dagegen meist größer. Normalerweise gehen sowohl der Mann als auch die Frau einem Beruf nach, aber die Frau trägt außerdem die Verantwortung für den Haushalt. Einrichtungen zur Kinderbetreuung sind vorhanden, aber sehr teuer. Oft kümmern sich deshalb die Großeltern um die Kinder. Stadtwohnungen sind in der Regel wenig geräumig. Familien in ländlichen Gebieten verfügen meist über etwas mehr Wohnraum, aber nicht immer über fließendes Wasser und andere Annehmlichkeiten. Umgangsformen Zur Begrüßung reicht man sich wie in Deutschland die Hand und sagt
Sdrastwuitje, Dobri djien (Guten Tag) oder Privjiet (Hallo). An die Begrüßung kann sich
die Frage Kak dela? (Wie geht's?) anschließen. Wer eine ältere oder übergeordnete
Person anspricht, wählt die Anrede mit Vor- und Vatersnamen. Der Vatersname entspricht
dem Vornamen des Vaters und enthält zusätzlich eine besitzanzeigende Endung. Swetlana
Iwanowna lautet z. B. die Anrede für Svetlana, die Tochter des Iwan. Ihren Bruder Dmitri
würde man mit Dmitri Iwanowitsch ansprechen. Bei offiziellen Anlässen bevorzugen die
Russen jedoch die Anrede mit dem Titel und dem Nachnamen. Freunde und Verwandte benutzen
häufig Kosenamen, die sich aus fast allen russischen Namen ableiten lassen. Es gibt eine
sehr große Anzahl dieser Kosenamen, beispielsweise allein für den verbreiteten Namen
Michail etwa 80 verschiedene (Mischa, Mischinka, ...). So kann es z. B. sein, dass eine
Person ihr Gegenüber nach einer gewissen Zeit fragt, ob sie ihn oder sie mit dem
entsprechenden Kosenamen ansprechen darf. Ein Bekannter von Dmitri Iwanowitsch stellt also
vielleicht die Frage, ob er Dmitri auch Dima nennen darf. Freizeit Viele Russen, die in der Stadt leben, besitzen ein Häuschen im Grünen. Die Eigentümer dieser so genannten Datschas verbringen ihre Wochenenden und teilweise auch ihre Ferien hier. Wintersportarten, wie z. B. Eislaufen, Eishockey und Skilanglauf, erfreuen sich großer Beliebtheit. In den großen Städten wie Moskau und Sankt Petersburg sorgen seit einigen Jahren Klubs und Lokale für ein reges Nachtleben. Wanderungen sind besonders in Teberda-Dombaj (Südrußland), in der Altai-Region (Sibirien), in Karelien (Nordrußland) und in der Region Baksan Elbrus (Kaukasus) zu empfehlen. Der Elbrus ist mit 5642 m der höchste Berg im Kaukasus. Hier ist auch Skilaufen sehr beliebt. Die Saison ist allerdings recht kurz (Jan. - März). Gute Bedingungen vor allem für Langlauf. Trekking wird immer gefragter, speziell im Elbrus. Fischen kann man am Ufer des Weselowskaje-Reservoirs in der Rostow-Region (u. a. Hecht, Flußbarsch und Karpfen). Reiterferien bieten sich in vielen Regionen an, besonders schön sind sie im Gebiet des Altai. Eislaufen ist im Winter ein populärer Zeitvertreib. Im großen St. Petersburger Freizeitpark gibt es auch ein Skizentrum. In vielen Parks kann man Schachspielern zuschauen, oder auch selbst spielen. Publikumssport: Fußball ist sehr beliebt, und es gibt in fast jeder Provinzstadt einen Verein. Eishockeyspiele sind ebenfalls Publikumsmagneten. Darüber hinaus finden zahlreiche andere Sportveranstaltungen statt. Theater, Zirkus, Konzerte und Varieté stehen meist auf dem Besucherprogramm. Moskau ist die Wiege des russischen Theaters. Karten sollten beim Servicebüro des jeweiligen Hotels bestellt werden. Einzelheiten vor Ort. In den meisten Restaurants, Nachtklubs und größeren Restaurants werden auch Musik und Tanz angeboten. In Moskau gibt es 69 Kasinos. Nachtklubs und Diskotheken haben meist von 22.00-06.00 Uhr früh geöffnet. In Moskau und St. Petersburg sind inzwischen fast alle westlichen Konsumgüter erhältlich. In allen Touristenzentren gibt es besondere Läden, in denen man mit harter Währung bezahlen kann. In allen anderen Geschäften muß man in der Landeswährung bezahlen; hier muß man nach den Artikeln, zum Bezahlen und zum Warenempfang anstehen. Für Antiquitäten, andere wertvolle Gegenstände, Kunstwerke und Manuskripte, die nicht in den Souvenirgeschäften gekauft werden, braucht man eine Exportgenehmigung. Beliebte Souvenirs sind Matrjoschkas, die buntbemalten Holzpuppen, Schatullen mit Märchenmotiven, geschnitztes Spielzeug und Malereien auf Holz oder Emaille. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 09.00-17.00 Uhr. Viele Geschäfte sind auch sonntags offen. Kaufhäuser und Supermärkte haben durchgehend geöffnet. 10% sind üblich. In einigen Hotels in Moskau und anderen Großstädten werden 10-15% für Bedienung auf die Rechnung aufgeschlagen. Die Ausfuhr von Antiquitäten und Kunstgegenständen, sofern sie aus der Zeit vor 1945 stammen, ist grundsätzlich verboten. Insbesondere bei Ikonen wird diese Regelung streng überwacht. In anderen Fällen ist in der Regel eine Bescheinigung des Kulturministeriums erforderlich. In Zweifelsfällen sollte der russische Zoll vorab kontaktiert werden. Bei einigen technischen Einrichtungen ist das Fotografieren verboten. Es wird zu Vorsicht geraten, da nicht alle Fotografierverbote angezeigt sind. Militärische Einrichtungen sollten grundsätzlich nicht fotografiert werden. Die Ein- oder Ausfuhr von Drogen (auch bei geringen Mengen leichter Drogen wie Marihuana) kann langjährige Haftstrafen zur Folge haben. Hinweis für Touristen, insbesondere Wanderer
Unterkunftsmöglichkeiten gibt es in Hotels, Motels und auf Campingplätzen. Einzel- und Pkw-Reisende sollten beachten, daß in allen Städten nur eine begrenzte Aufenthaltsdauer möglich ist. Die Hotelkapazität ist noch immer begrenzt, und der Standard der Hotels sehr unterschiedlich. Es gibt Hotels, die durchaus internationalem Niveau entsprechen, aber auch äußerst einfache. In Moskau und St. Petersburg sind einige Hotelneubauten, z. T. als Gemeinschaftsunternehmen mit westlichen Partnern, entstanden, darunter in Moskau das Aerostar (4-Sterne-Standard), das Olympic-Penta (alle Zimmer mit Bad, Klimaanlage, Radio, TV, Durchwahltelefon) und das Novotel am Moskauer Flughafen. Das Pullman-Iris ist ebenfalls ein 4-Sterne-Hotel. Das Grand Hotel Europe in St. Petersburg ist eines der ersten 5-Sterne-Hotels in Rußland, das 20 km vom St. Petersburger Flughafen gelegene Hotel Helen ein erstklassiges russisch-finnisches Joint-venture-Hotel. Seit einiger Zeit werden auch Unterkünfte in Familien in Moskau und St. Petersburg vermittelt. Die Unterbringung (Zimmer mit Frühstück) erfolgt in ausgesuchten Familien mit englischen oder deutschen Sprachkenntnissen. FLUGZEUG: Das Flugzeug ist das wichtigste Verkehrsmittel
im Binnenverkehr. Knotenpunkt des nationalen Flugnetzes sind die vier Moskauer Flughäfen.
Domodedowo (DME) liegt 40 km außerhalb Moskaus. Flughafenbusse fahren vom zentralen Air Terminal zum Flughafen (Fahrzeit 80 Min.). Bykowo (BKA) ist der kleinste Moskauer Flughafen. Bustransfer vom
zentralen Air Terminal zum Flughafen (Fahrzeit 1 Std.). Hinweise für Pkw-Reisende Auf dem Gebiet der Russischen Föderation ist der Abschluss einer Kfz-Haftpflichtversicherung Pflicht. Im Regelfall werden nur Policen anerkannt, die bei Russischen Versicherungsunternehmen abgeschlossen wurden. Die Kfz-Haftpflichtversicherung muss spätestens am Grenzübergang zur Russischen Föderation für die gesamte Dauer des Aufenthaltes abgeschlossen werden. Im Fall eines nicht selbst verschuldeten Unfalls ist nicht immer mit einer vollständigen Schadenersatzleistung des Unfallgegners zu rechnen, da die Deckungssummen der Haftpflichtversicherung relativ niedrig sind. Bei Pkw-Reisen in die Russische Föderation wird daher bis auf Weiteres der Abschluss einer Vollkaskoversicherung empfohlen. Es wird darauf hingewiesen, dass bei der Einreise mit dem PKW oder mit dem Reisebus an den Grenzübergangsstellen zur Russischen Föderation mehrstündige Wartezeiten entstehen können. Reisen über Land Bei Reisen in Grenzgebiete der Russischen Föderation (insbesondere zur Jagd und zum Angeln im grenznahen Bereichen oder bei individuellen Schiffstouren in den Küstengewässern) sind ggf. gesonderte Berechtigungsscheine für den Aufenthalt bei den zuständigen Grenzdienstverwaltungen zu beantragen. Deutsche Staatsangehörige sollten deshalb bei ihren Gastgebern bzw. bei den Reisebüros vor Reisebeginn nachfragen, ob Sonderregelungen im Reisegebiet bestehen. STADTVERKEHR: Die öffentlichen Verkehrsmittel sind gut und preiswert. In den
meisten Städten gibt es U-Bahn, Straßenbahn und Oberleitungsbusse. In den verschiedenen
Verkehrszonen gelten Einheitsfahrpreise. Taxis kann man auf der Straße anhalten,
telefonisch bestellen oder an Taxiständen finden. Oft wird Bezahlung in Devisen verlangt.
Vorsicht vor nicht registrierten Taxis; Überfälle auf Reisende können vorkommen. Man
sollte lieber einen Wagen mit Chauffeur bestellen.
Kraftfahrzeuge Besonderes Augenmerk sollte auf den Gültigkeitszeitraum der Zolleinfuhrbescheinigung für das Kfz gelegt werden. Wenn ein längerer Aufenthalt, als in der Gültigkeit angegeben, geplant ist, so muss die Zolleinfuhrerklärung vor Ablauf ihrer Gültigkeit bei der jeweils örtlich zuständigen Zollbehörde verlängert werden. Ohne gültige Einfuhrerklärung ist eine Kfz-Wiederausfuhr grundsätzlich nicht möglich. Fahren ohne gültige Zolldokumente kann zudem eine empfindliche Zollstrafe (Fahrzeugwert als grobe Richtlinie, dieser wird von den russischen Stellen ermittelt) nach sich ziehen. Hinsichtlich der Ein- bzw. Ausfuhr von Devisen ist Folgendes zu beachten: Nach derzeit gültigen Devisenvorschriften müssen lediglich Beträge ab einer Höhe von 10.000,- USD bei der Einreise deklariert werden (lückenloses Ausfüllen des Zoll-Anmeldeformulars, Benutzung des roten Zollkorridors, Siegelung des Formulars durch den Zoll). Bei der Einfuhr von geringeren Beträgen kann jeweils der grüne Zollkorridor benutzt werden. Bei der Ausreise können Devisen im Wert von bis zu 3.000,- USD frei ausgeführt werden. Liegt der auszuführende Betrag zwischen 3.000,- und 10.000,- USD, reicht eine einfache Deklarierung beim Zoll aus (Benutzung des roten Zollkorridors). Lediglich bei Beträgen über 10.000,- USD ist zusätzlich zur Deklarierung entweder die vorherige Einfuhr des Betrages mittels gesiegelter Zolldeklaration oder Überweisungsbescheinigung einer Bank nachzuweisen. Devisenschmuggel (nicht deklarierte Ausfuhr von Devisen) bleibt strafbar und kann neben der Konfiszierung des Devisenbetrages und einer Geldstrafe zu einer mehrmonatigen Untersuchungshaft führen. Es wird geraten, Bargeld in kleiner Stückelung (Dollar oder Euro) mitzunehmen und nach und nach kleinere Beträge (Wechselkursschwankungen) zu tauschen. Geld sollte nur in zugelassenen Banken oder Wechselstuben getauscht werden. Die Bargeldbeschaffung mit Kreditkarten (VISA, EURO, MASTER), Reiseschecks (American Express, VISA, EURO, MASTER) und durch Überweisungen sowie Bargeldtransfers (MoneyGram, Western Union) ist problemlos möglich. Die Beträge werden in zahlreichen Bankfilialen auch in Devisen (USD oder Euro) ausgezahlt. In Moskau existieren ausreichend Geldautomaten, an denen Bargeld in Landeswährung abgehoben werden kann. In der Vergangenheit ist es zu Fällen von Missbrauch von EC-Karten und Kreditkarten gekommen: mehrere russische Geldautomaten wurden derart manipuliert, dass bei der Bargeldabhebung die Geheimnummer und die Datensätze "kopiert" und dann unberechtigt Bargeld-Abhebungen zu Lasten des jeweiligen deutschen Kartenkontos getätigt wurden. Beim Einsatz der Karte am Geldautomaten sollte auf Veränderungen bzw. Manipulationen an der Eingabetastatur und am Einzugsmechanismus sowie auf unbeobachtete Eingabe der Geheimnummer geachtet werden. |
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