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Medwedew gewinnt - Putin siegt 02.03.2008. Russland hat den bisherigen Vize-Ministerpräsidenten Dmitri Medwedew zum Nachfolger von Präsident Wladimir Putin gewählt. Nach Auszählung der Stimmen liegt der Favorit des Kremls bei rund 70 Prozent, teilte die Wahlleitung mit. Er lag damit deutlich vor seinen drei Mitbewerbern. Menschenrechtsgruppen und internationale Beobachter kritisierten die Manipulation des Urnengangs. Präsident Putin gratulierte am Sonntagabend bei einem gemeinsamen Auftritt vor 40 000 regierungstreuen Jugendlichen auf dem Roten Platz in Moskau seinem Wunschnachfolger und sagte, Medwedew sei der Garant für die Fortsetzung des bisherigen Kurses. Medwedew erklärte, er werde Putins Politik fortführen. Russland habe den "Weg der Entwicklung" nach vorne gewählt. Am frühen Montagmorgen sagte er vor Journalisten, in einem Führungsduo mit Putin beanspruche er die Gestaltung der Außenpolitik für sich. Putin durfte nach zwei Amtsperioden nicht mehr antreten. Es wird erwartet, dass er künftig als Ministerpräsident Einfluss auf Politik und Wirtschaft nehmen wird. Die beiden Oppositionskandidaten, Kommunistenchef Gennadi Sjuganow und der Nationalist Wladimir Schirinowski, kündigten an, das Ergebnis vor Gericht anzufechten. Sjuganow, der in der Auszählung bei knapp 18 Prozent lag, erklärte nach Angaben der Nachrichtenagentur Itar-Tass, in Wahrheit habe ein Drittel der Wähler für ihn gestimmt. Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben der Wahlkommission mit etwa 67 Prozent etwas höher als bei der Wahl 2004, als rund 65 Prozent ihre Stimme abgaben. Das russische Innenministerium teilte am Abend mit, die Wahl sei ohne Zwischenfälle verlaufen. Das vorläufige Endergebnis wird für heute erwartet. Der Oppositionelle und frühere Schachweltmeister Garri Kasparow bezeichnete die Wahl als Farce. Das Ergebnis habe seit Langem festgestanden, sagte er. Kasparow, der nicht als Kandidat zugelassen worden war, demonstrierte am Sonntag auf dem Moskauer Roten Platz gegen die Wahl. Aus den Regionen kamen Klagen, die Bevölkerung sei wie schon bei der Dumawahl vor drei Monaten gegängelt worden, um eine hohe Beteiligung sicherzustellen. |
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