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Geographische Lage: 19º O - 169º O / 48º N - 81º N Russland läßt sich in fünf Großlandschaften auffächern: Osteuropäisches Tiefland, das sich von Russlands Westgrenzen bis zum Ural ausdehnt; Ural; Westsibirisches Tiefland, das zwischen dem Ural und dem Jenissej liegt; Mittelsibirisches Bergland, das sich zwischen den Flüssen Jenissej und Lena ausbreitet und Ostsibirisches Bergland.Das Osteuropäische Tiefland nimmt die größte Fläche des europäischen Teils von Russland ein. Im äußersten Süden reicht es an den Kaukasus heran, der die südliche Landesgrenze zu Georgien und Aserbaidschan bildet. Von hier aus verläuft das Tiefland in einem breiten Streifen nordwärts nach Karelinen, weiter zur Halbinsel Kola bis zur Barentssee. Im Zentrum des Tieflandes, westlich von Moskau, liegt die Waldai-Höhe mit den Quellgebieten der Wolga, des Dnjepr und der Westlichen Dwina. Es stößt schließlich an die natürliche östliche Gebirgsgrenze, den Ural, der Europa von Asien trennt. Östlich des Ural schließt das Westsibirische Tiefland mit weitläufigen Sumpflandschaften von etwa 2,5 Millionen qkm Ausdehnung an, durch das die beiden großen Flüsse Ob und Jenissej fließen. Das Mittelsibirische Bergland erstreckt sich von Jenissej bis zur unteren Lena und ist durch ausgedehnte, zergliederte Hochlandgebiete geprägt. Im Osten erreicht es das Mitteljakutische Tiefland, das von den Flußbecken der Lena und Wiljui begrenzt wird. Im Norden fällt das Bergland zur sumpfigen Taimyrsenke hin ab, um dann wieder zum Byrranga-Gebirge auf der Taimyr-Halbinsel über die arktische Küstenlinie aufzusteigen. Vor der Küste liegen die zerklüfteten, rauhen Inseln von Sewernaja Semlja. Gebirgsketten markieren die südliche Grenze des Ostsibirischen Berglandes. Im äußersten Westen beginnen sie mit dem Altai-Gebirge, das ganzjährig schneebedeckt ist, dem der Westliche und Östliche Sajan und die Gebirgslandschaft Transbaikaliens folgen. Nordöstlich des Ostsajan-Gebirges liegt der mit 1 637 m tiefste Binnensee der Erde - der Baikalsee. Östlich des Baikalsees und südlich der Lena fächert sich das Ostsibirische Gebirgsland in mehrere Gebirgsketten auf und zieht einen Bogen durch Südostsibirien bis zur Nordwestküste des Ochotskischen Meeres. Weiter im Südosten wendet sich das Hochland von Sichote-Alin dem Japanischen Meer zu. Über Nordostsibirien erheben sich das Werchojansk-, das Tscherskij- und das Kolyma-Gebirge, die alle über 3 000m Höhe erreichen. Im Nordosten liegt die bergige Tschuktschen-Halbinsel am Bering-Meer gegenüber von Alaska. Am nordöstlichen Ende Russlands erstreckt sich das Korjakern-Gebirge bis zu den Bergrücken der Halbinsel Kamtschatka, die das Bering-Meer im Osten vom Ochotskischen Meer im Westen trennt. Ein Gebirgszug verläuft Richtung Südwesten über die Kurilen bis nach Nordjapan, der andere zieht weitere nach Norden über die Insel Sachalin im Ochotskischen Meer, die schon unter dem Zaren und später dem Sowjetregime als Strafkolonie diente. Die gesamte Region ist erdbebengefährdet und besitzt auch aktive Vulkane. Das Wasserbecken des Landes ist riesig. Eine leichte Neigung nach Norden erklärt, daß die meisten russischen Flüsse zum Polarmeer hin strömen, besonders in Sibirien, wo die bedeutendsten Flüsse des Landes fließen: der Ob, der Jenissej und die Lena, mit 4 400 km der längste Fluß des Landes. Alle frieren im Winter zu. Auf der sibirischen Seite des Pazifiks strömt der Amur und im europäischen Raum der Dnjepr, die Wolga, der Don und der Ural. Rußland verfügt ebenfalls über eine große Anzahl natürlicher Seen wie den Baikalsee (mit 1 637 m der tiefste der Erde), der Ladogasee (der größte Europas) und den Onegasee oder insgesamt genommen die große Seenplatte Kareliens im Nordwesten.
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