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Nach den Römern beherrschten Wandervölker (u.a. Goten und Hunnen) bis ins 10. Jahrhundert das heutige Gebiet Rumäniens. Die ersten Donaufürstentümer - Walachei und Moldau - entstanden 400 Jahre später; erst im 16. Jahrhundert gründete sich das Siebenbürger Fürstentum. In den russisch-türkischen Kriegen seit 1768 gerieten die Kleinstaaten unter russische Schutzherrschaft. Fürst Aleandru Joan Cuza vereinte Walachei und Moldau 1862 zum Staat Rumänien, dessen erster König 1881 der Hohenzoller Karl I. wurde. Nach anfänglicher Neutralität erklärte Rumänien Österreich-Ungarn 1916 den Krieg, nach dessen Ende Rumäniens Staatsgebiet sich mehr als verdoppelt hatte. Zwischen den Weltkriegen konnte sich Rumänien weder innen- noch außenpolitisch stabilisieren. Die Willkürherrschaft König Karls II. artete 1938 in offener Diktatur aus. der zum "Führer" avancierte General Ion Antonescu trat 1941 an der Seite Deutschlands in den Krieg gegen die Sowjetunion ein. Nach dem Sturz Antonescus 1944 wurde Rumänien von sowjetischen Truppen besetzt, kämpfte gegen Deutschland und fand sich 1947 als Volksrepublik im Ostblock wieder, die 1965 mit neuer Verfassung in Sozialistische Republik Rumänien umbenannt wurde. Staats- und Parteichef Nicolae Ceausescu (1965 bis 1989 an der Macht) zeigte sich anfangs unabhängig von Moskau, so daß der Westen erst in den späten 70er Jahren auf die wachsende Unterdrückung der Bevölkerung reagierte. Eine blutige Revolution (ca. 1500 Tote) besiegelte im Dezember 1989 das Ende des letzten kommunistischen Regimes in Europa. Privatisierung und marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung: die Reformprogrammne, zu denen auch die Aufhebung staatlicher Preiskontrollen zählt, werden fraglos zu sozialen Verwerfungen führen. |
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