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Bildung: Schulpflicht von 6 bis 16 Jahre. Einschulungsquote im Primarbereich 92%. 63 Hochschulen. Analphabetenrate: Männer 1,1%, Frauen 3,1%. 1995 zahlte die Europäische Union 33 Millionen US$ für die Modernisierung des Bildungssystems. Kultur: Die kulturelle Entwicklung vollzog sich im Spannungsfeld zwischen dem byzantinischen und später osmanischen Osten und dem lateinischen Westen. Familienstruktur: Rumänen auf dem Land heiraten relativ früh. Früher warteten junge Leute in der Stadt mit der Hochzeit, bis sie ihr Studium oder eine andere Ausbildung beendet hatten. In jüngerer Vergangenheit heirateten sie jedoch oft schon im letzten Schuljahr, da Verheiratete leichter eine Wohnung und Arbeit in der Stadt bekamen.Städtische Familien sind aufgrund des knappen Wohnraums und der höheren Lebenshaltungskosten in Rumäniens Städten meist kleiner als auf dem Land. Der Vater ist das Familienoberhaupt. Die meisten Frauen sind berufstätig und gleichzeitig für den Haushalt und die Kindererziehung zuständig, während Männer selten bei der Hausarbeit helfen. Oft leben die Großeltern bei ihrer Familie. Unter dem Ceausescu-Regime mussten viele Familien leiden: Viele Kinder verloren ihre Eltern, und Tausende ländlicher Häuser und Bauernhöfe wurden abgerissen und ihre Bewohner in moderne Hochhäuser mit kleinen Wohneinheiten umgesiedelt. Umgangsformen: Erwachsene begrüßen einander oft mit einem Händeschütteln. Dabei wartet ein Mann, bis eine Frau ihm ihre Hand entgegenstreckt. In Städten kommt es vor, dass Männer einer Frau die Hand küssen. Auf dem Land ist es üblich, jeden persönlich und sogar Fremde zu grüßen. Traditionell werden Vornamen nur von Freunden und Verwandten sowie von Erwachsenen bei der Anrede von Kindern benutzt. Es ist üblich, einen Titel (Doktor, Professor) vor dem Nachnamen zu verwenden. Gästen wird in der Regel Kaffee, Tee, Schnaps oder ein Wein aus der Umgebung oder eine andere Erfrischung angeboten. Wenn man zum Abendessen eingeladen wird, freuen sich die Gastgeber über einen Strauß Blumen oder ein anderes Geschenk. An Wochentagen dauern Besuche meistens nicht länger als bis 23.00 Uhr, da die Arbeit früh morgens beginnt. Freizeit: Viele Rumänen spielen Fußball und betreiben eine Vielzahl weiterer Sportarten, wie Oina, ein traditionelles Spiel ähnlich dem Baseball. Weltkulturerbe: Biosphärenreservat Donaudelta; Dörfer und Wehrkirchen in Transilvanien; Kloster Horezu; Bemalte Kirchen in der nördlichen Moldau; Festungsanlage der Daker in den Bergen von Orastie; Holzkirchen von Maramures; Historisches Zentrum von Sighisoara (Fotos und/oder Erläuterungen zu ausgesuchten Stätten des Welterbes dieses Landes finden Sie hier) Soziales
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