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Bildung: Schulpflicht von 6 bis 15 Jahre. Einschulungsquote im Primarbereich 100%., im Sekundarbereich 78%. 17 Universitäten - die ältesten und bekanntesten in Coimbra und Braga - mit einer Einschreibungsqoute von 34%. Analphabetenrate: Männer 7,5%, Frauen 13%. Kultur: Frankreich, Spanien und Italien haben die portugiesische Kunst seit dem Mittelalter beeinflußt. Besonders in der Architektur haben sich aber durch Integration maurischer Elemente eigene Formen entwickelt. Familienstruktur: Vor ihrer Hochzeit sind viele Paare eine lange Zeit verlobt, weil sie erst für ein gemeinsames Dach über dem Kopf sparen müssen. Ist dieses Ziel einmal erreicht, so läuft die Trauung meistens nach römisch-katholischer Tradition ab. Nur wenige junge Leute leben bereits vor der Heirat zusammen. Die portugiesischen Kernfamilien, die im Durchschnitt zwei Kinder haben, pflegen enge Beziehungen zu ihren Verwandten, selbst wenn diese beispielsweise im Ausland arbeiten. Das Leben in den städtischen Ballungsräumen ist von den Errungenschaften moderner Zeit geprägt, aber in den ländlichen Teilen des Landes herrscht oft noch ein traditioneller Lebensstil vor. In den Städten gehen viele Frauen einem Beruf nach. Über 43,8 Prozent der Erwerbstätigen (1998) sind Frauen.Umgangsformen: Man begrüßt sich mit einem kräftigen Händedruck. Unter Freunden ist es verbreitet, sich zu umarmen, und Verwandte oder gute Freundinnen berühren sich oft mit den Wangen, wobei sie mit der rechten beginnen und dabei in die Luft küssen. Von Kindern in Großfamilien wird erwartet, dass sie die Erwachsenen zur Begrüßung küssen. Normalerweise wendet man sich mit dem entsprechenden Titel und Nachnamen an sein Gegenüber, sofern man nicht eng befreundet ist. Manchmal hört man den Titel nicht mit dem Nach-, sondern mit dem Vornamen. Welcher Name verwendet wird, hängt vom persönlichen Geschmack und von der Beziehung zwischen den Beteiligten ab. Häufige Begrüßungen sind Bom dia (Guten Tag) und Boa noite (Guten Abend). Freizeit: Zu den typischen Freizeitbeschäftigungen gehören kurze Ausflüge an den Strand, Picknicks und Verwandtenbesuche. Begünstigt durch das Klima sitzt man in Portugal häufig draußen oder trifft sich in Straßencafés. Eine sehr beliebte Form des Theaters ist das so genannte Revista (Revue), bei der sich die Schauspieler auf satirische Art und Weise mit der Regierung, der internationalen Politik oder sozialen Fragen auseinander setzen. Die beliebteste Sportart ist Fußball, aber auch Rollschuhlaufen, Eishockey und Reiten sind verbreitete Aktivitäten. Portugal verfügt über sehr gute Wassersportmöglichkeiten, die sich allerdings größtenteils in der südlichen Província do Algarve befinden, da die Küste im Westen wesentlich rauer ist. Die meisten ausländischen Touristen reisen in die Província do Algarve und in einige Ferienorte des Gebiets um Lissabon. Der Stierkampf zieht, wie auch in Spanien, Massen von Besuchern an. In Portugal tötet der Stierkämpfer das Tier aber nicht, sondern ein unbewaffneter Forcado greift es an, während zwei weitere Männer den Stier ablenken. Sport: 22 Medaillen wurden bisher bei Olympia gewonnen. Weltkulturerbe: Stadtzentrum von Angra do Heroismo auf den Azoren; Hieronymuskloster und Turm von Belem in Lissabon; Kloster Batalha; Christuskloster in Tomar; Historisches Zentrum von Evora; Kloster Alcobaca; Stadt Sintra und Sintragebirge; Historisches Zentrum von Porto; Prähistorische Felsritzungen im Tal von Coa; Loorbeerwald "Laurisilva" auf Madeira (Fotos und/oder Erläuterungen zu ausgesuchten Stätten des Welterbes dieses Landes finden Sie hier) Soziales
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