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Portugal ist einer der ältesten europäischen Nationalstaaten. Es war über die Jahrhunderte hinweg fast ausschließlich "atlantisch" orientiert. Sicherheitspolitisch stützte es sich seit dem hohen Mittelalter auf England, seit dem 2. Weltkrieg weitestgehend auf die USA, an die es sich innerhalb der NATO eng anlehnte. Die Regierung hat die Militärintervention der USA im Irak politisch unterstützt, beteiligte sich an ihr aber nicht mit eigenen Streitkräften. An der Stabilisierung des Iraks beteiligt sich Portugal mit einem Kontingent von 130 Polizisten der Guarda Nacional Republicana (GNR). Die Mitgliedschaft in der EG/EU seit 1986 hat zu einer stärkeren, aber nicht ausschließlichen Orientierung auf Europa geführt. Die letzte EU-Ratspräsidentschaft hatte Portugal im 1. Halbjahr 2000 inne, wobei es die EU-Geschäfte zügig fortgesetzt hat. Im Jahr 2002 hatte Portugal den Vorsitz in der OSZE und der WEU inne. Das Nachbarland Spanien spielt in Portugal wirtschaftlich und in der öffentlichen Meinung eine wichtige Rolle. Spanien ist mit Deutschland der wichtigste Handelspartner. Auf Regierungsebene bestehen über Parteigrenzen hinweg grundsätzlich gute Arbeitsbeziehungen. Es bestehen traditionell enge politische Beziehungen zu Großbritannien und Frankreich. Der größte Teil der Auslandsportugiesen lebt in Frankreich, zahlreiche Portugiesen leben auch in Luxemburg, der Schweiz, Deutschland sowie in Ländern Afrikas und Lateinamerikas. Traditionell gute Beziehungen bestehen zu den arabischen Staaten, insbesondere Marokko. Portugal bleibt um eine starke diplomatische Rolle insbesondere in Afrika bemüht. Es engagiert sich insbesondere bei der Konsolidierung des Friedensprozesses in Angola nach Ende des Bürgerkriegs. Die Beziehungen zu den Ländern portugiesischer Sprache in Afrika (PALOP-Staaten) und zu Brasilien haben eine hohe Priorität. 1996 wurde in Lissabon die Gemeinschaft der Staaten portugiesischer Sprache (CPLP) gegründet. Ziel ist eine engere Zusammenarbeit im wirtschaftlichen, kulturellen, aber auch politischen Bereich, verbunden mit der Stärkung der weltweiten Stellung des Portugiesischen. Portugal strebt einen Ausbau seiner Beziehungen zu Asien an, insbesondere zu China und Japan. Auch nach der Unabhängigkeit von Timor-Leste beteiligt es sich substantiell am Wiederaufbau des Landes, das 2002 in die CPLP aufgenommen wurde. |
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