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Vor der niederländischen Nordküste liegen in einem weiten Bogen die Westfriesischen Inseln. Sie werden von Dünen und Sandbänken am äußeren Rand des Wattenmeers gebildet, einem flachen Salzwasserstreifen zwischen den Inseln und dem Festland. Das Wattenmeer wird vom süßwasserhaltigen Ijseelmeer durch einen breiten, 32 km langen Deich getrennt. Dieser Deich ist die erste Stufe eines Schutzsystems, das bereits um 1891 entwickelt wurde, um der damaligen Zuidersee Land abzuringen und Nordholland mit der nordwestlichen Provinz Friesland zu verbinden. Gleichzeitig mit dem Deich wurde das flache Wieringermeer im Südwesten trockengelegt. Damit entstand der erste von vier großen Poldern, die heute ein Gebiet von über 2000 qkm einnehmen. Die Kultivierung der westlichen Provinzen von Nord- und Südholland erfolgte schon früher. In der südwestlichen Provinz Zeeland bilden der Rhein, die Schelde und die Maas ein Delta aus Mündungen und Inseln, bevor sie in die Nordsee münden. Nach der verheerenden Flutkatastophe von 1953 wurden die meisten Mündungs- und Meeresarme durch ein 32 km langes Deichsystem gesichert. Landeinwärts weichen im Norden die löshaltigen niedrig gelegenen Gebiete den sandigen Böden im östlichen, südlichen und im zentralen Teil der Niederlande. In der südlichen Provinz Limburg erhebt sich ein Kreideplateaus zum Vaalserberg, dem höchsten Punkt der Niederlande. Überseegebiete: Niederländische Antillen: Fläche: 5 Karibik-Inseln von insgesamt 800 qkm, davon "unter dem Wind" Curacao (444 qkm) und Bonaire (288 qkm), "über dem Wind" Sint Eustatius (21 qkm), Saba (13 qkm), Sint Maarten (34 qkm, nur Südteil; Nordteil St. Martin französisch), mit 364 km Küste. Hauptstadt: Willemstad (Curacao). Bevölkerung: 211.000 Einwohner, davon 85% afrikanischer Abstammung, außerdem Europäer. Landessprache: Niederländisch. Währung: 1 Niederländisch-Antillen-Gulden = 100 cents; Aruba Fläche: 193 qkm; Bevölkerung: 86.000; Hauptort: Oranjestad (Karte der Überseegebiete hier)
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