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Bildung: Kinder von 7 bis 15 Jahren sind zum Grundschulbesuch verpflichtet. Sekundarstufe mit Gymnasien (4 Jahre bis zum Abitur), technische Schulen und Berufsschulen. Universität in Podgorica. Analphabetenrate: Männer 1,4%, Frauen 2,7%.

Kultur: Bildende Kunst und Literatur erreichten unter der altserbischen Bemanjiden-Dynastie (12. -14. Jahrhundert) ihren ersten Höhepunkt. Groß war die kulturelle Nähe zu Byzanz, wenngleich auch westliche Einflüsse registriert wurden. Montenegrinische Künstler wie die Schriftsteller Milovan Djilas (1911-1995) oder Miodrag Bulatovic (*1930) werden häufig der serbischen Tradition zugeschrieben.

Familienstruktur: Die Hochzeitsfeierlichkeiten haben in der Regel einen weltlichen Charakter. In den ländlichen Regionen sind die Hochzeitsfeiern wesentlich aufwendiger gestaltet als in den Städten. Eine Hochzeit auf dem Land dauert zumeist mehrere Tage, die Kosten dafür werden von der Familie der Braut getragen. In den weniger von Traditionen geprägten städtischen Gebieten ist es üblich, dass die Kosten geteilt werden. In den ländlichen Regionen erhält die Braut normalerweise eine Mitgift in Form von Haushaltsgegenständen oder Geld, und die Eltern des Bräutigams schenken ihr meistens ein Schmuckstück. Bei den Albanern ist es üblich, dass die Eltern des Bräutigams den Brauteltern einen Preis für deren Tochter bezahlen, wobei die Braut keine Mitgift bekommt. Die Menschen in Serbien legen zwar großen Wert auf den Zusammenhalt der Familie, dennoch sind Scheidungen und erneute Eheschließungen nicht ungewöhnlich. In der Regel haben Familien, die in ländlichen Regionen leben, mehr Kinder als die Familien in den Städten. Obwohl die Montenegriner viele Charaktereigenschaften mit den Serben gemeinsam haben, gelten sie als traditionsbewusster. In ländlichen Familien leben nicht selten drei Generationen unter einem Dach. Nach der Hochzeit zieht das junge Paar zu den Eltern des Bräutigams. Aufgrund der Wohnungsknappheit in den Städten kann es auch hier vorkommen, dass die Jungvermählten eine Zeit lang bei den Eltern wohnen, dann allerdings meist bei denen der Braut. Landesweit ist es üblich, dass beide Ehepartner arbeiten, während die Großeltern oder Verwandte die Betreuung der Kinder übernehmen.

Umgangsformen: Wenn man einer Person vorgestellt wird, gibt man sich die Hand, nennt seinen Nachnamen und sagt Drago mi je (Sehr erfreut). Bekannte geben sich die Hand oder küssen sich auf die Wangen und sagen entweder Zdravo (Hallo) oder Dobar dan (Guten Tag).

Freizeit: Kulturelle Veranstaltungen in den Städten sind relativ preiswert und werden meist gut besucht. Die beliebtesten Sportarten sind Fußball, gefolgt von Basketball, Volleyball, Schwimmen und Skifahren. Auch Segeln oder Rudern auf den zahlreichen Seen oder Flüssen sind verbreitete Freizeitbeschäftigungen.

Weltkulturerbe: Bucht und Region von Kotor; Stadt Stari Ras und Kloster Sopocani; Nationalpark Durmitor; Kloster Studencia (Fotos und/oder Erläuterungen zu ausgesuchten Stätten des Welterbes dieses Landes finden Sie hier)

Soziales

Öffentl. Gesundheitsausgaben (am BIP)(in %) 2,9
Öffentl. Ausgaben für Bildung und Erziehung (am BIP)(in%) 5,1
Med. Versorgung (Anz. Ärzte je 1000 Einw.) 2
Krankenhausbetten (je 1000 Einw.) 5,3
Säuglingssterblichkeit (je 1000 Geb.) 17
Muttersterblichkeit (je 100 000 Einw.) 15
Kinderunterernährung (in %) 2
HIV-Infektionsrate (in %) 0,19
Lebenserwartung Männer 70
Lebenserwartung Frauen 75

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