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Das Geschlecht derer von Matignon-Grimaldi herrscht schon seit 1297 und seit 1454 unbestritten im Fürstentum Monaco, welches beim Fehlen eines Erben an Frankreich fällt. Die gesamte Sippe lebte früher fast ausschließlich von den Einnahmen der 1856 eröffneten Spielbank. Heute bringen Immobiliengeschäfte, Banken, Leichtindustrie und Tourismus so viel Geld, daß sich Monaco extrem niedrige Steuersätze leisten kann. Das ist verführerisch auch für die Größen des Sports mit ihren Millionen-Einkünften. Viele von ihnen - nicht nur aus Deutschland - geben deshalb ein Zimmerchen in Monaco als ihren Hauptwohnsitz aus. Durch komplizierte Landgewinnungsarbeiten ist es seit 1958 gelungen, die Fläche Monacos um rund 30% zu erweitern. Trotzdem ist Monaco nach dem Vatikan der kleinste Staat der Erde und das kleinste Mitglied der UNO. Es besteht eine enge völkerrechtliche Bindung an Frankreich. Mit der Verfassung von 1962 wurde das Land eine konstitutionelle Erbmonarchie. Unabhängig wurde Monaco bereits 1489 durch Patentbriefe des französischen Königs. Und da mit Prinz Albert und seinen Schwestern schon eine ganze Nachfolger-Riege für Fürst Rainer bereitsteht, ist der Fortbestand des Fürstentums erst einmal gesichert.


Aktuelle Entwicklungen: Monarchen und Staatsvertreter aus aller Welt  haben am 15. April 2005 in der Kathedrale von Monaco Abschied von Fürst Rainier III. genommen. In seiner Predigt würdigte Erzbischof Bernard Barsi die enge Beziehung Rainiers zu seinem Volk während seiner 56-jährigen Regentschaft. Mit ernsten Gesichtern verfolgten Thronfolger Albert II. und die Prinzessinnen Caroline und Stephanie die Zeremonie.

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Im Herbst seines Lebens hatte Rainier III. von Monaco die komplizierte Erbfolge im Fürstentum vor drei Jahren spürbar vereinfacht. Unverändert gilt die Regel, dass männliche Nachkommen den Vorrang vor Töchtern haben.

Kronprinz Albert (47) folgt dementsprechend Rainier auf den Thron. An zweiter Stelle kommt die ein Jahr ältere Prinzessin Caroline von Hannover. Dann folgen ihre Söhne Andrea und Pierre und ihre Tochter Charlotte aus erster Ehe sowie die fünfjährige Alexandra von Hannover. Erst an siebenter Stelle wäre Prinzessin Stéphanie von Monaco (40) an der Reihe, die drei Kinder hat (Louis, Pauline, Camille).

Die Erbfolgegesetze haben vor allem das Ziel, das Haus Grimaldi in Monaco an der Macht zu halten, ohne dass ein kinderloser Fürst Albert - wie nach den zuvor gültigen Bestimmungen notwendig - dafür einen seiner Neffen adoptieren müsste. Einschränkend wurde vor drei Jahren noch festgelegt, dass für eine Nachfolge nur in Frage kommt, wer am Todestag des Fürsten monegassischer Bürger ist.

Nach Carolines Hochzeit mit Ernst August von Hannover hatte es zunächst geheißen, sie könne - obwohl die ältere der Schwestern - nicht gleichzeitig das Oberhaupt Monacos sein. Mit der neuen Regelung dürfte das Fortbestehen des kleinen Fürstentums gesichert sein. Monaco wird nicht so rasch an Frankreich fallen, auch wenn Albert kinderlos bleibt.

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