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Der berühmteste Sohn des Landes war Alexander der Große. Nach seiner Regentschaft (336 - 323 v.Chr.) war Mazedonien Beute Byzanz, der Bulgaren, Serben und Türken. Aufstände gegen die Osmanen Ende des 19. Jahrhunderts eskalierten zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Griechenland, Serbien und Bulgarien; letztlich führte die mazedonische Frage zum Ausbruch der Balkankriege (1912/13), an deren Ende Mazedonien zwischen diesen drei Staaten aufgeteilt wurde. Von 1918 bis 1991 war das Land Teilrepublik Jugoslawiens. Der Preis der Unabhängigkeit war und ist hoch: der jahrelange UNO-Boykott gegen Rest-Jugoslawien und das Handelsembargo Griechenlands wegen des Streits um den Namen "Mazedonien" schädigten die Wirtschaft des Landes schwer. Gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen den Mazedoniern und ethnischen Albanern ebenso wie die innenpolitischen Zukunftsrisiken schrecken ausländische Investoren ab.

In Den Haag hat am 16.04.2007 der erste Kriegsverbrecherprozess gegen Mazedonier begonnen. Auf der Anklagebank des UN-Tribunals für das Ex-Jugoslawien sitzen der frühere mazedonische Innenminister Ljube Boskovski und sein ehemaliger Leibwächter Johan Tarculovski. Ihnen werden Kriegsverbrechen gegen Angehörige der albanischen Minderheit 2001 vorgeworfen.

Bei der von Gewalt und Schießereien überschatteten Wahl in Mazedonien hat das konservative Bündnis von Regierungschef Nikola Gruevski am 01.06.2008 einen klaren Sieg errungen.

Nach Angaben der Wahlkommission erhielt die national-konservative Koalition «Für ein besseres Mazedonien» 48 Prozent der Stimmen. «Dies ist ein historischer Sieg», sagte Gruevski. Die Europäische Union und die OSZE übten scharfe Kritik an der Abstimmung. Internationale Standards seien nicht eingehalten worden.

Die neue Regierung werde sich umgehend um ihr internationales Image kümmern müssen, hieß es am Montag in der Hauptstadt Skopje. Die Welle der Gewalt in den mehrheitlich von Albanern bewohnten Landesteilen hatte am Wahlsonntag ein Menschenleben gefordert. Mindestens zehn Personen wurden bei Auseinandersetzungen verletzt. In 20 Wahllokalen musste die Abstimmung am Sonntag nach Schießereien abgebrochen werden.

Die Vereinten Nationen (UN) starten einen neuen Anlauf zur Beilegung des langjährigen Streits zwischen Griechenland und Mazedonien um den Namen dieser ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik.

Dazu hat der UN-Vermittler Matthew Nimetz Vertreter der beiden Länder zum Sitz der Vereinten Nationen in New York eingeladen. Die Gespräche seien für den 14. und 15. August 2008 geplant, berichteten griechische Medien am Dienstag. Skopje und Athen streiten seit 1991 um den Namen Mazedonien.

Athen will nicht zulassen, dass die Nachbarrepublik historische Namen und Symbole benutzt, die nach griechischer Auffassung zur hellenischen Geschichte gehören und zu Verwechslungen mit der nordgriechischen Provinz Mazedonien führen könnten. Beim NATO-Gipfel Anfang April in Bukarest scheiterte wegen dieses Streits eine Einladung Mazedoniens zur Mitgliedschaft im Bündnis am Einspruch Griechenlands.

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