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Bildung: Allgemeine Schulpflicht von 6 bis 15 Jahren. die Grundschulausbildung dauert 6 Jahre; danach, mit 12 Jahren, können die Schüler wählen zwischen Gymnasium und einer 9jährigen technischen Ausbildung. der gymnasialen Orientierungsstufe im ersten Jahr folgen alt- bzw. neusprachliche Züge, die nach 6 Jahren zur Hochschulreife führen. Unterrichtssprache in der Grundschule ist Deutsch, in der Sekundarstufe Französisch. Seit 1969 hat Luxemburg eine Universität, die aber lediglich einjährige Kurse verschiedener Fachrichtungen anbietet. 1991 studierten 4407 Luxemburger im Ausland. Kultur: Die verschiedensten Kulturen hinterließen in Luxemburg ihre Spuren. Die Geschichte Westeuropas spiegelt sich in der Entwicklung des kleinen Landes wider. Familienstruktur: Viele Paare warten mit der Ehe, bis sie ihre Ausbildung abgeschlossen haben und finanziell unabhängig sind. Eheähnliche Gemeinschaften ohne Trauschein nehmen in letzter Zeit sehr zu. Vor dem Gesetz gelten nur Ehen, die von einem Standesbeamten geschlossen wurden; Brautpaare müssen daher, um kirchlich zu heiraten, einen Nachweis der standesamtlichen Trauung vorlegen. Nach der Trauung wird mit Freunden und Verwandten gefeiert. Obwohl Familienbande weiterhin auf Feiern und Treffen gepflegt werden, läßt sich im Verlaufe der letzten Jahrzehnte eine Lockerung des familiären Zusammenhalts feststellen, u. a. weil immer mehr junge Leute im Ausland studieren und arbeiten. Frauen stellen 36,6 Prozent der Erwerbstätigen (1998). Berufstätige Frauen bringen ihre Kleinkinder tagsüber entweder bei den Großeltern oder in Tagesstätten unter. Über 60 Prozent aller Familien leben in Eigenheimen.Umgangsformen: Bei einem ersten Treffen oder beim Zusammentreffen mit Bekannten ist ein leichter Händedruck die normale Form der Begrüßung. Enge Freundinnen umarmen sich zur Begrüßung. Hat man gute Freunde lange Zeit nicht gesehen, tauscht man drei Wangenküsse aus. Die am häufigsten gebrauchten Begrüßungsformeln auf Luxemburgisch sind Moien (Morgen), Gudden Owend (Guten Abend) und Wéi geet et? (Wie geht es Ihnen?). Aber auch das französische Bonjour (Guten Tag) hört man vielerorts. Zum Abschied kann man Äddi (ein formloses Auf Wiedersehen) sagen oder die förmlichere Variante Au revoir benutzen. Junge Leute benutzen gerne kurze Formeln wie das französische Salut oder das italienische Ciao. Freunde und Bekannte verwenden untereinander Redewendungen, wie Bis eng aner Kéier oder Bis häno (beide bedeuten Auf bald oder Bis später). Äddi, bis mar (Bis morgen) sagt man nur, wenn dem auch so ist. Unangemeldete Besuche macht der Luxemburger nur selten. Gute Freunde bringen einem Paar, das gerade in ein neues Haus eingezogen ist, als Glücksbringer Brot, Salz und eine Flasche Wein mit. Zum Abendessen geladene Gäste überreichen normalerweise ein kleines Geschenk. Unter jüngeren Leuten ist es nicht unüblich, dass die Gäste den Nachtisch mitbringen. Bei einer privaten Einladung zu jemandem nach Hause werden keine geschäftlichen Gespräche geführt. Dafür trifft man sich im Büro, im Restaurant oder im Café. Freizeit: Beliebte Freizeitbeschäftigungen sind das Radfahren und Wandern. Ein Teil der Tour de France führt durch das Gebiet von Luxemburg. Fußball, Joggen und Volleyball erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit. Außerdem bieten sich vielerorts Möglichkeiten zum Golf-, Tennis- und Squashspielen sowie für Freunde des Wassersports. Weitere Freizeitvergnügen sind das Gärtnern im eigenen Garten sowie der Besuch von Theatern, Kinos oder Museen. Viele Luxemburger malen selbst, spielen Musikinstrumente oder üben sich in der Laienschauspielerei. Weltkulturerbe: Altstadtviertel und Festungen von Luxemburg (Fotos und/oder Erläuterungen zu ausgesuchten Stätten des Welterbes dieses Landes finden Sie hier) Soziales
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